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"content": "Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2016 \nGesundheitsökonomie Thema und Aufgabenstellung \nGrundkurs Vorschlag A \nSeite 1 von 4 Hinweise für den Prüfling \n \nAuswahlzeit: 30 Minuten Bearbeitungszeit: 180 Minuten \n \nAuswahlverfahren \nWählen Sie von den zwei vorliegenden Vorschlägen einen zur Bearbeitung aus. Der nicht ausgewählte \nVorschlag muss am Ende der Auswahlzeit der Aufsicht führenden Lehrkraft zurückgegeben werden.\n \n \nErlaubte Hilfsmittel \n1. ein Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung \n2. ein eingeführter Taschenrechner (Bei grafikfähigen Rechnern und Computeralgebrasystemen ist \nein Reset durchzuführen.) \n3. eine Liste der fachspezifischen Operatoren Deutsch/Fachbereich II \n \n \nSonstige Hinweise \nkeine \nIn jedem Fall vom Prüfling auszufüllen \n \n \nName: Vorname: \n \n \nPrüferin/Prüfer: Datum:",
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"content": "Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2016 \nGesundheitsökonomie Thema und Aufgabenstellung \nGrundkurs Vorschlag A \nSeite 2 von 4 Public Health/Deutsches Gesundheitssystem \n \nAufgaben \n \n1. Unter Public Health kann die Wissenschaft und Praxis zur Vermeidung von Krankheiten und \nzur Förderung psychischer und physischer Gesundheit unter Berücksichtigung einer gerechten \nVerteilung und einer effizienten Nutzung der vorhandenen Ressourcen verstanden werden. In \ndiesem Zusammenhang kommt sowohl den epidemiologischen Kennzahlen als auch den gesund-\nheitsökonomischen Evaluationsverfahren eine zentrale Bedeutung zu. \n \n1.1 Inzidenz, Stichtagsprävalenz (Punktprävalenz), Periodenprävalenz, relatives Risiko, Mortalität \nund Letalität sind epidemiologische Kennzahlen. \nNennen Sie jeweils eine Formel zur Berechnung der zugehörigen Raten. \n(6 BE) \n \n1.2 Verfassen Sie für die Raten der oben genannten Kennzahlen, außer für die Stichtagsprävalenz-\nrate, jeweils eine Aussage für die Krankheit Lungenkrebs. \nHinweis: Die von Ihnen verwendeten Zahlenwerte müssen dabei nicht der Realität entsprechen. \nBeispiel für die Stichtagsprävalenzrate: „Am 01.01.2015 waren in Deutschland 0,2% der \nBevölkerung an Lungenkrebs erkrankt.“ \n(10 BE) \n \n1.3 Berechnen Sie für die Ausgangssituation und jeden der folgenden, am 31.12.2015 stattfindenden \nSachverhalte die Rate der Stichtagsprävalenz (Punktprävalenz) für den 01.01.2016. \n– Ein Erkrankter wandert zu. \n– Ein Erkrankter wird geheilt. \n– Ein Gesunder wandert aus. \n– Ein Kranker stirbt. \n– Ein Gesunder wird geboren. \nHinweise: Gehen Sie hierbei davon aus, dass die Modellpopulation am 31.12.2015 aus 50 \nPersonen besteht, von denen 5 erkrankt sind. Beziehen Sie sich bei Ihren Berechnungen immer \nauf die Ausgangssituation und runden Sie auf die dritte Nachkommastelle. \n(9 BE) \n \n1.4 Kosten und Nutzen sind grundlegende Begriffe im Zusammenhang mit gesundheitsökonomischen \nEvaluationsverfahren. \nErläutern Sie im Allgemeinen den direkten, indirekten und intangiblen Nutzen. \n(6 BE) \n \n1.5 Beschreiben Sie das in Material 1 genannte gesundheitsökonomische Konzept und erklären Sie \nauf dieser Grundlage die Grafik anhand eines konkreten Beispiels. \n(10 BE) \n \n1.6 Nennen und erläutern Sie jeweils anhand eines konkreten Beispiels zwei Methoden der gesund-\nheitsökonomischen Evaluation. \n(8 BE)",
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"content": "Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2016 \nGesundheitsökonomie Thema und Aufgabenstellung \nGrundkurs Vorschlag A \nSeite 3 von 4 2. Das Gesundheitssystem in Deutschland ist geprägt von einer Vielzahl unterschiedlicher Versor-\ngungsformen. Hierzu gehören u.a. das Hausarztmodell und das Medizinische Versorgungs-\nzentrum. \n \n2.1 Beschreiben Sie die oben genannten Versorgungsformen und stellen Sie die hieraus resultierenden \nVor- und Nachteile für die teilnehmenden Ärzte und Patienten dar. \n(19 BE) \n \n2.2 Beurteilen Sie, inwiefern die oben genannten Versorgungsformen dazu beitragen können, aktuelle \nProbleme des deutschen Gesundheitssystems zu lösen. \n(10 BE) \n \n \n3. Zum 01.01.2015 sind weite Teile des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und \nder Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung, kurz GKV-FQWG, in Kraft getreten, die \nu.a. das Ziel verfolgen, die Finanzgrundlagen der gesetzlichen Krankenversicherung auf eine \nsolide Basis zu stellen. \n \n3.1 Beschreiben Sie das Sachleistungsprinzip und das Solidaritätsprinzip als Grundprinzipien der \ngesetzlichen Krankenversicherung. \n(6 BE) \n \n3.2 Vergleichen Sie auf der Grundlage von Material 2 die Finanzierung der gesetzlichen Kranken-\nversicherung im Jahr 2014 mit den ab 2015 geltenden Regelungen und beurteilen Sie die \nKonsequenzen der Änderungen. \n(16 BE)",
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"content": "Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2016 \nGesundheitsökonomie Thema und Aufgabenstellung \nGrundkurs Vorschlag A \nSeite 4 von 4 Material 1 \nVerlauf von Lebensqualitätskurven nach dem QALY-Konzept \n \n \ngeändert nach: Schöffski, Oliver u.a. (Hrsg.): Gesundheitsökonomische Evaluationen, Berlin Heidelberg 2002, S. 375. \n \n \nMaterial 2 \nGesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der \ngesetzlichen Krankenversicherung\nDas Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Kranken-\nversicherung (GKV-FQWG), das am 5. Juni 2014 im Deutschen Bundestag beschlossen wurde, soll \nnach abschließender Beratung im Bundesrat in wesentlichen Teilen am 1. Januar 2015 in Kraft getreten.\nNach dem GKV-FQWG gilt ab 1.1.2015 einen Beitragssatz von 14,6 Prozent. Die Hälfte, d.h. 7,3 Pro-\nzent trägt der Arbeitnehmer, die andere Hälfte trägt der Arbeitgeber. Jede Krankenkasse kann zukünftig 5 \neinen kassenindividuellen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag erheben. Prämienausschüttungen an \ndie Versicherten sind ab 2015 dagegen nicht mehr möglich. Damit die unterschiedliche Einkommens-\nstruktur der Mitglieder der Krankenkassen nicht zu Wettbewerbsverzerrungen führt, ist ein vollständiger \nEinkommensausgleich vorgesehen. Dadurch werden alle Krankenkassen in Bezug auf die Höhe der \nbeitragspflichtigen Einkommen ihrer Mitglieder gleichgestellt. 10 \n \ngeändert nach: http://www.bmg.bund.de/krankenversicherung/finanzierung/finanzierungsgrundlagen-der-gesetzlichen-\nkrankenversicherung.html (abgerufen am 18.09.2014). \nhttp://www.bmg.bund.de/krankenversicherung/finanzierungs-und-qualitaetsgesetz/weiterentwicklung-der-finanzstruktur.html \n(abgerufen am 18.09.2014).",
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