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"content": "Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2017 \nBiologie Lösungs- und Bewertungshinweise \nLeistungskurs Vorschlag A1 \nSeite 1 von 5I Erläuterungen \nAufgabenart \nmaterialgebundene Aufgabenstellung \n \nVoraussetzungen gemäß Lehrplan und Erlass „Hinweise zur Vorbereitung auf die schriftlichen \nAbiturprüfungen“ in der für den Abiturjahrgang geltenden Fassung \nQ2: Ökologie und Stoffwechselphysiologie \nStrukturierung von Ökosystemen: Übersicht über biotische Faktoren, Konkurrenz, Parasitismus, Sym-\nbiose; Stoffkreisläufe und Energiefluss in Ökosystemen; Methode: Experiment \n \n \nII Lösungshinweise und Bewertungsraster \nIn den nachfolgenden Lösungshinweisen sind alle wesentlichen Gesichtspunkte, die bei der Bearbei-\ntung der einzelnen Aufgaben zu berücksichtigen sind, konkret genannt und diejenigen Lösungswege \naufgezeigt, welche die Prüflinge erfahrungsgemäß einschlagen werden. Selbstverständlich sind jedoch \nLösungswege, die von den vorgegebenen abweichen, aber als gleichwertig betrachtet werden können, \nebenso zu akzeptieren. \n \nAufg. erwartete Leistungen BE\n1 Unterrichtsbezogene Angabe der Definitionen und Beispiele, z.B.: \n \nParasitismus bezeichnet die Beziehung zwischen verschiedenen Arten, bei der eine \nArt, der Parasit, der anderen Art, dem Wirt, Nahrung und/oder Stoffe entzieht und sie \nschädigt, in der Regel jedoch ohne sie abzutöten. \n \nMögliches Beispiel: Spulwürmer leben im Darm von Wirbeltieren und schädigen ihren \nWirt durch den Entzug energiereicher Stoffe. \nKonkurrenz bezeichnet die wechselseitige negative Beeinflussung verschiedener Le-\nbewesen durch gemeinsame Nutzung der gleichen begrenzten Ressourcen. \n \nMögliches Beispiel: verschiedene Pflanzenarten im Wald konkurrieren u.a. um Licht, \nMineralstoffe und Wasser. \n \n \n \n \n \n \n3 \n \n \n \n \n \n3",
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"content": "Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2017 \nBiologie Lösungs- und Bewertungshinweise \nLeistungskurs Vorschlag A1 \nSeite 2 von 5Aufg. erwartete Leistungen BE\n2 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse in Material 2: \nAbbildung 2.1: \nDie Anregung der Ausbildung von zusätzlichen Futterkörperchen bewirkt eine größere \nIndividuenzahl in jedem Entwicklungsstadium der Ameisen im Vergleich zur Kon-\ntrollgruppe. \nBei Entfernung der Futterkörperchen kann bei sämtlichen Entwicklungsstadien der \nAmeisen eine Reduzierung der Individuenzahl im Vergleich zur Kontrollgruppe \nbeobachtet werden. \n \nAbbildung 2.2: \nBei allen untersuchten Ameisenpflanzen ist ein Verlust an Blattmasse (durch Blattfraß) \nmit und ohne Besiedlung durch Ameisen erkennbar. \nJedoch vermindert die Besiedlung mit Ameisen den Blattmasseverlust deutlich, wie \nanhand der Kontrollpflanzen zu erkennen ist. \nDieser Effekt ist bei obligaten Ameisenpflanzen deutlich höher als bei fakultativen. \n \nBenennung und Begründung der Form der Vergesellschaftung von Ameisen mit \nAmeisenpflanzen: \nEs handelt sich hier um eine Symbiose, da die Partner räumlich eng zusammenleben \nund der Nutzen des Zusammenlebens die Kosten übersteigt. \n \nMaterial 1 basiert auf: \nhttp://www.ice.mpg.de/ext/fileadmin/extranet/common/documents/press_releases/Pressem_Boland2001.p\ndf (abgerufen am 22.01.2015). \nhttp://www.innovations-report.de/html/berichte/umwelt-naturschutz/bericht-6286.html (abgerufen am \n22.01.2015). \nFrauke Skiba, Marko Spieler, Unterricht Biologie Heft 306: Ameisenpflanzen: Vor- und Nachteile des \nZusammenlebens Juli 2005, S. 51–55. \n \nMaterial 2 basiert auf: \nFrauke Skiba, Marko Spieler, Unterricht Biologie Heft 306: Ameisenpflanzen: Vor- und Nachteile des \nZusammenlebens Juli 2005, S. 51–55. \nBrigitte Fiala, Biologie in unserer Zeit, 21. Jhrg. Nr.5: Partnerschaften von Pflanzen und Ameisen, VCH \n1991, S. 241–247. \nhttp://jxb.oxfordjournals.org/content/52/363/2057.full.pdf+html (abgerufen am 22.01.2015). \n \n \n \n \n \n \n2 \n \n \n \n \n \n \n3 \n \n \n \n \n3",
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"content": "Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2017 \nBiologie Lösungs- und Bewertungshinweise \nLeistungskurs Vorschlag A1 \nSeite 3 von 5Aufg. erwartete Leistungen BE\n3 Beschreibung der Synthese von Jasmonsäure: \n– Jasmonsäure wird aus freier α-Linolensäure gebildet, die nach Stress (Herbivoren-\nbefall) frei im Chloroplasten vorliegt. \n– Im Chloroplasten finden zunächst enzymgesteuerte Umwandlungen statt. \n– Dabei entsteht als Zwischenprodukt OPDA, das aus dem Chloroplasten zu den \nPeroxisomen in das Cytoplasma ausgeschleust wird. \n– Hier erfolgt die enzymkatalysierte Reaktion von OPDA zu Jasmonsäure. \n \nErläuterung des Modells zur Regulation der Sekretion extrafloralen Nektars: \nDie Synthese von extrafloralem Nektar wird über eine über das Phytochrom ablaufen-\nde Lichtsteuerung reguliert. Bei Rotlicht, insbesondere während der Dämmerungszei-\nten, verbindet sich Jasmonsäure im Zellplasma enzymkatalysiert mit der Aminosäure \nIsoleucin. \nDer in hohen Konzentrationen gebildete Molekülkomplex aus Jasmonsäure und Isole-\nucin steigert die Produktion extrafloralen Nektars, indem er im Zellkern die Genex-\npression für die Nektarbildung induziert. Jasmonsäure selbst kann bei Rotlichteinwir-\nkung auch in geringerem Maße die Genexpression zur Nektarbildung induzieren. \nIm Dunkeln ist die EFN-Produktion reduziert, da einerseits freie Jasmonsäure (ohne \nLichteinwirkung) die Produktion extrafloralen Nektars hemmt und andererseits die \nGenexpression zur Bildung von EFN nur in geringem Maße stattfinden kann, da im \nDunkeln nur eine geringe Konzentration des Jasmonsäure-Isoleucinkomplexes zur \nVerfügung steht. \n \nMaterial 3 basiert auf: \nhttp://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/habil-online/05/05H016/habil.pdf (abgerufen am 10.02.2015). \n \nMaterial 4 basiert auf: \nhttp://internetchemie.info/news/2010/sep10/nektarproduktion.html (abgerufen am 12.02.2015). \nhttp://www.pflanzenforschung.de/index.php?cID=5826 (abgerufen am 10.02.2015). \nhttp://www.clib-jena.mpg.de/theses/ice/ICE01001.pdf. \nhttp://www.pnas.org/content/107/40/17228.full.pdf+html (abgerufen am 10.02.2015). \nhttp://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/habil-online/05/05H016/habil.pdf (abgerufen am 11.02.2015). \nhttp://aob.oxfordjournals.org/content/111/6/1021.full.pdf+html (abgerufen am 12.02.2015). \n \n \n \n \n \n4 \n \n \n \n \n \n3 \n \n \n \n4 \n \n \n \n \n4",
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"content": "Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2017 \nBiologie Lösungs- und Bewertungshinweise \nLeistungskurs Vorschlag A1 \nSeite 4 von 5Aufg. erwartete Leistungen BE\n4 Analyse der Ergebnisse der Freilandexperimente im Hinblick auf die Bildung und \nWirkung von Jasmonsäure: \nSowohl die mechanische Schädigung der Blätter als auch die natürliche Schädigung \ndurch Fraßinsekten bewirken die Freisetzung von α-Linolensäure aus Membranlipiden, \ndem Ausgangsstoff der Biosynthese der Jasmonsäure, so dass die Schädigungen eine \ngesteigerte Produktion der Jasmonsäure hervorrufen. \n \nWahrscheinlich signalisiert der Duft der Jasmonsäure den räuberischen Insekten die \nAnwesenheit von Fraßinsekten. Die räuberischen Insekten suchen daraufhin die Pflan-\nze auf und verteidigen diese durch den Fraß der Schädlinge. Hohe Konzentrationen an \nJasmonsäure steigern außerdem die Produktion von extrafloralem Nektar, so dass auch \ndeutlich mehr Nektarbesucher angelockt werden. Nektarbesucher, wie z.B. Ameisen, \nverteidigen ihre Futterquellen ebenfalls aktiv. Beide Phänomene erklären die geringere \nAnzahl auffindbarer Fraßinsekten. Entsprechende Effekte können auch durch Auf-\nsprühen einer Lösung des Pflanzenhormons Jasmonsäure erzielt werden. \n \nSprühkontrollen haben keinen Effekt auf die Nektarproduktion, sodass die Schädigung \nunbehandelter Vergleichspflanzen durch Fraßinsekten deutlich größer ausfällt als bei \nden behandelten Pflanzen.\n \nMaterial 5 basiert auf: \nhttp://www.ice.mpg.de/ext/fileadmin/extranet/common/documents/press_releases/Pressem_Boland2001. \npdf (abgerufen am 22.01.2015). \nhttp://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC14712/ (abgerufen am 22.01.2015). \nFrauke Skiba, Marko Spieler, Unterricht Biologie Heft 306: Ameisenpflanzen: Vor- und Nachteile des \nZusammenlebens, Juli 2005, S. 51–55. \n \n \n \n \n4 \n \n \n \n \n \n \n \n \n7 \n \n \n \n2 \n5 Erklärung der biologischen Funktion der Veränderbarkeit der Produktion extrafloralen \nNektars und der von Futterkörperchen: \nDie Produktion von extrafloralem Nektar und Futterkörperchen wird so kontrolliert, \ndass die nur in begrenztem Maße verfügbaren Ressourcen optimal eingesetzt werden \nkönnen. Dabei wird eine Überproduktion vermieden und Energie effizient eingesetzt. \nDies wird besonders deutlich durch die rotlichtgesteuerte Synthese extrafloralen Nek-\ntars, da vor allem in der Dämmerung die Pflanzen verstärkt von Fraßschädlingen auf-\ngesucht werden und die Produktion extrafloralen Nektars entsprechend ökonomisch \nbzw. angepasst erfolgt. \nDie hohen Produktionsraten von extrafloralem Nektar und Futterkörperchen bei Befall \nmit Fraßinsekten führen zu einer Erhöhung der Anzahl der verteidigenden Insekten \n(insbesondere der Ameisen) und steigern den Fortpflanzungserfolg der Ameisen. \n \nMaterial 6 basiert auf: \nFrauke Skiba, Marko Spieler, Unterricht Biologie Heft 306: Ameisenpflanzen: Vor- und Nachteile des \nZusammenlebens, Juli 2005, S. 51–55. \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n8 \n Summe 50",
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"content": "Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2017 \nBiologie Lösungs- und Bewertungshinweise \nLeistungskurs Vorschlag A1 \nSeite 5 von 5III Bewertung und Beurteilung \nDie Bewertung und Beurteilung erfolgt unter Beachtung der nachfolgenden Vorgaben nach § 33 der \nOberstufen- und Abiturverordnung (OAVO) vom 20. Juli 2009 (ABl. S. 408), zuletzt geändert durch \nVerordnung vom 13. Juli 2016 (ABl. S. 306). Nach § 52 (Übergangsregelungen) sind bei der Bewer-\ntung und Beurteilung der sprachlichen Richtigkeit in der deutschen Sprache die Bestimmungen \ndes § 9 Abs. 12 OAVO in Verbindung mit Anlage 9b in der seit 16. August 2016 geltenden Fassung \nanzuwenden. In den modernen Fremdsprachen sowie den alten Sprachen gelten die Bestimmungen \ndes § 9 Abs. 13 in Verbindung mit den Anlagen 9b und c bzw. 9d der Verordnung in der bis zum \n15. August 2016 geltenden Fassung. Bei der Berechnung von Prozentwerten und Fehlerindizes ge-\nmäß Anlage 9 OAVO werden die berechneten Werte nicht gerundet. Für die Umrechnung von Pro-\nzentanteilen der erbrachten Leistungen in Notenpunkte ist Anlage 9a zu § 9 Abs. 12 OAVO in der \nbis zum 15. August 2016 geltenden Fassung anzuwenden. Darüber hinaus sind die Vorgaben der Er-\nlasse „Hinweise zur Vorbereitung auf die schriftlichen Abiturprüfungen (Abiturerlass)“ und „Durch-\nführungsbestimmungen zum Landesabitur“ in der für den Abiturjahrgang geltenden Fassung zu be-\nachten. \n \nBei der Bewertung und Beurteilung ist auch die Intensität der Bearbeitung zu berücksichtigen. Als Be-\nwertungskriterien dienen über das Inhaltliche hinaus qualitative Merkmale wie Strukturierung, Diffe-\nrenziertheit und Schlüssigkeit der Argumentation. \n \nIm Fach Biologie besteht die Prüfungsleistung aus der Bearbeitung je eines Vorschlags aus den Auf-\ngabengruppen A und B, wofür insgesamt maximal 100 BE vergeben werden können. Ein Prüfungs-\nergebnis von 5 Punkten (ausreichend) setzt voraus, dass insgesamt 46% der zu vergebenden BE er-\nreicht werden. Ein Prüfungsergebnis von 11 Punkten (gut) setzt voraus, dass insgesamt 76% der zu \nvergebenden BE erreicht werden. \n \n \nGewichtung der Aufgaben und Zuordnung der Bewertungseinheiten zu den Anforderungs-\nbereichen \n \nAufgabe Bewertungseinheiten in den Anforderungsbereichen Summe AFB I AFB II AFB III \n1 6 6 \n2 5 3 8 \n3 4 11 15 \n4 11 2 13 \n5 8 8 \nSumme 15 25 10 50 \n \nDie auf die Anforderungsbereiche verteilten Bewertungseinheiten innerhalb der Aufgaben sind als \nRichtwerte zu verstehen.",
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