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            "content": "Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2021 \nBiologie Lösungs- und Bewertungshinweise \nGrundkurs Vorschlag B \nSeite 1 von 7I Erläuterungen \nVoraussetzungen gemäß KCGO und Abiturerlass in der für den Abiturjahrgang geltenden \nFassung \n \nStandardbezug  \nDie nachfolgend ausgewiesenen Kompetenzen sind für die Bearbeitung der jeweiligen Aufgabe beson-\nders bedeutsam. Darüber hinaus können weitere, hier nicht ausgewiesene Kompetenzen für die Bear-\nbeitung der Aufgabe nachrangig bedeutsam sein, zumal die Kompetenzen in engem Bezug zueinander \nstehen. Die Operationalisierung des Standardbezugs erfolgt in Abschnitt II. \n \nAufgabe Kompetenzen \nF1 F2 E1 E2 E3 K1 K2 K3 B1 B2 \n1 X      X    \n2   X     X X  \n3   X   X X    \n4    X   X    \n5 X      X    \n6  X    X  X X  \n7  X     X    \n8   X   X  X   \n \nInhaltlicher Bezug  \nQ1: Genetik und Gentechnik \nVerbindliche Themenfelder: Von der DNA zum Protein (Q1.1), Gene und Gentechnik (Q1.2), Human-\ngenetik (Q1.3) \nQ3: Neurobiologie und Verhaltensbiologie \nVerbindliche Themenfelder: Neurobiologie (Q3.1) \n \n \nII Lösungshinweise und Bewertungsraster \nIn den nachfolgenden Lösungshinweisen sind alle wesentlichen Gesichtspunkte, die bei der Bearbei-\ntung der einzelnen Aufgaben zu berücksichtigen sind, konkret genannt und diejenigen Lösungswege \naufgezeigt, welche die Prüflinge erfahrungsgemäß einschlagen werden. Lösungswege, die von den \nvorgegebenen abweichen, aber als gleichwertig betrachtet werden können, sind ebenso zu akzeptieren.",
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            "content": "Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2021 \nBiologie Lösungs- und Bewertungshinweise \nGrundkurs Vorschlag B \nSeite 2 von 7Aufg. erwartete Leistungen BE \n1 Unterrichtsbezogene Beschreibung der Entstehung eines excitatorischen Potenzials \n(EPSP) sowie eines inhibitorischen Potenzials (IPSP) an der postsynaptischen \nMembran eines Neurons:  \nEPSP: \nDie in den synaptischen Spalt ausgeschütteten Transmitter binden an Rezeptoren in\nder postsynaptischen Membran, die mit Kanälen z. B. für Natrium-Ionen verbunden \nsind. Die daraufhin erfolgende Öffnung der Ionenkanäle bewirkt den Einstrom von \nNatrium-Ionen in das nachgeschaltete Neuron. Der Einstrom dieser positiven La-\ndungsträger führt zur Depolarisation des nachgeschalteten Neurons (EPSP). \n \nIPSP: \nDie in den synaptischen Spalt ausgeschütteten Transmitter binden an Rezeptoren in\nder postsynaptischen Membran, die mit Kanälen für Chlorid-Ionen (alternativ: Ka-\nlium-Ionen) verbunden sind. Die daraufhin erfolgende Öffnung der Ionenkanäle be-\nwirkt den Einstrom von Chlorid-Ionen in das nachgeschaltete Neuron (alternativ: \nAusstrom von Kalium-Ionen aus dem nachgeschalteten Neuron). Dies führt zur Hy-perpolarisation des nachgeschalteten Neurons (IPSP). 7\n Unterrichtsbezogene Angabe der Definitionen für zeitliche und räumliche Summa-\ntion: \nZeitliche Summation: \nBeeinflussung eines postsynaptischen Neurons durch erregende oder hemmende \nSignale einer synaptischen Endigung, die in kurzer zeitlicher Abfolge einlaufen. \n \nRäumliche Summation: \nBeeinflussung eines postsynaptischen Neurons durch mehrere synaptische Endigun-gen, die zeitgleich erregende oder hemmende Signale weiterleiten. 4\n2 Erklärung der Messergebnisse: \nDie künstliche Reizung des Motoneurons bewirkt über die Kollaterale eine Übertra-\ngung der Erregung auf das Renshaw-Neuron und löst an dessen Axon die Bildung \neiner Reihe von Aktionspotenzialen aus (Messstelle 1). Dies erklärt sich durch die \nAusschüttung des erregenden Neurotransmitters Acetylcholin. \nDas Renshaw-Neuron innerviert seinerseits das Motoneuron über eine Glycin füh-\nrende Synapse. Die Aktionspotenziale des Renshaw-Neurons erzeugen am Zellkör-\nper des Motoneurons (Messstelle 2) ihrerseits eine Hyperpolarisation (IPSP), der \nTransmitter Glycin wirkt also hemmend auf das Motoneuron.  6",
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            "content": "Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2021 \nBiologie Lösungs- und Bewertungshinweise \nGrundkurs Vorschlag B \nSeite 3 von 7Aufg. erwartete Leistungen BE \n Herleitung der Bedeutung von Renshaw-Neuronen für die Steuerung der Muskel-\nkontraktion bei der Aktivierung von Motoneuronen durch absteigende Nervenbah-\nnen: \nDie Aktivierung eines Motoneurons durch absteigende Nervenbahnen löst ein ent-\nsprechendes EPSP am Soma des Motoneurons aus, das am Axon zur Bildung von \nAktionspotenzialen führt. Diese Aktionspotenziale lösen ihrerseits Endplattenpoten-\nziale an den zugehörigen Muskelzellen der motorischen Einheit aus, die dadurch zur \nKontraktion des Muskels beitragen. \nZugleich wird das Renshaw-Neuron aktiviert und generiert ein IPSP am Soma des \nMotoneurons. Dies wird mit den EPSP durch räumliche Summation verrechnet, so-\ndass die Aktionspotenzialfrequenz des Motoneurons verringert wird. Dadurch wird \ndie Kontraktion der Muskelzellen der motorischen Einheit innerhalb des Muskels \nverringert und die Kontraktionskraft des Muskels insgesamt abgeschwächt.  \nRenshaw-Neurone haben also offenbar eine regulierende Funktion bei der Steuerung \nder Muskelkontraktion, da sie durch ihren hemmenden Einfluss die Aktivierung von \nMotoneuronen abschwächen und damit abgestufte Muskelkontraktionen ermögli-\nchen. 8\n3 Analyse der Untersuchungsergebnisse:  \nBei einer niedrigen Dosierung von Topiramat (10 mg/kg) verhalten sich alle acht \nRatten in Bezug auf die Rennphase und den Starrezustand wie die Kontrollgruppe, \ndie kein Topiramat erhalten hat.  \nBei höheren Dosierungen (30 bzw. 60 mg/kg) zeigen sich positive Effekte auf den \nStarrezustand, der nur noch jeweils bei einer der untersuchten Ratten auftritt. Hinge-\ngen bleibt die Rennphase bei allen untersuchten Ratten bestehen. \nTopiramat beeinflusst akustisch ausgelöste epileptische Anfälle bei Ratten offenbar \ndosisabhängig: Es verhindert bei höherer Dosierung in den meisten Fällen die\nKrampfstarre. Allerdings hat Topiramat keinen Einfluss auf die dem Krampfzustand \nvorausgehende Rennphase. 6\n4 Darstellung der verschiedenen Wirkorte des Antiepileptikums Topiramat an Gluta-\nmat führenden Synapsen mit Hilfe einer Skizze: \nErwartet wird eine beschriftete Skizze einer Synapse, die mindestens die Elemente \npräsynaptische Endigung, synaptischer Spalt und postsynaptische Membran enthält. \nWeiterhin sollen die in der Membran der präsynaptischen Endigung liegenden, \nspannungsabhängigen Calcium-Ionenkanäle dargestellt und als Wirkort von Topira-\nmat gekennzeichnet werden. \nEbenfalls sollen die in der postsynaptischen Membran liegenden Glutamat-Rezepto-\nren bzw. die entsprechenden Ionenkanäle für Natrium-Ionen dargestellt und als wei-\nterer Wirkort gekennzeichnet werden. 7",
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            "content": "Nicht für den Prüfling bestimmt Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2021 \nBiologie Lösungs- und Bewertungshinweise \nGrundkurs Vorschlag B \nSeite 7 von 7Gewichtung der Aufgaben und Zuordnung der Bewertungseinheiten zu den Anforderungsbereichen \n \nAufgabe Bewertungseinheiten in den AnforderungsbereichenSumme AFB I AFB II AFB III \n1 11   11 \n2  11 3 14 \n3  6  6 \n4  10 4 14 \n5 13   13 \n6  12 6 18 \n7 2 7  9\n8 4 4 7 15 \nSumme 30 50 20 100 \n \nDie auf die Anforderungsbereiche verteilten Bewertungseinheiten innerhalb der Aufgaben sind als \nRichtwerte zu verstehen. \n \n \nIV Quellen \nMaterial 1 basiert auf: \nRoger Eckert, David Randall, Warren Burggren, Kathleen French: Tierphysiologie, Thieme Verlag Stuttgart, 4. Aufl. 2002, \nS. 470. \nGerhard Thews, Ernst Mutschler, Peter Vaupel: Anatomie Physiologie Pathophysiologie des Menschen, Wissenschaftliche \nVerlagsgesellschaft mbH Stuttgart 4. Aufl. 1991, S. 410. \nFrancisco Alvarez, Robert Fyffe: The continuing case for the Renshaw cell, The Journal of Physiology, 584,2007,  \nS. 31–45,2018, URL: https://www.researchgate.net/publication/6197563_The_continuing_case_for_the_Renshaw_cell \n(abgerufen am 15.04.2020). \nURL: https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/motorische-einheit/44141 (abgerufen am 18.04.2020).  \nMaterial 2 basiert auf: \nURL: https://www.epilepsie-gut-behandeln.de/was-ist-epilepsie (abgerufen am 06.04.2020). \nURL: https://www.myhandicap.ch/gesundheit/koerperliche-behinderung/epilepsie/ (abgerufen am 09.01.2020). \nMarie-Aude Rigoulot, Any Boehrer, Astrid Nehlig: Effects of Topiramate in Two Models of Genetically Determined Gener-\nalized Epilepsy, the GAERS and the Audiogenic Wistar AS, Epilepsia 44 (1): 2003, S. 14–19. \nMaterial 3 basiert auf: \nURL: https://www.myhandicap.ch/gesundheit/koerperliche-behinderung/epilepsie/medikamente-bei-epilepsie/ (abgerufen am \n09.01.2020). \nURL: https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=topiramat (abgerufen am 09.01.2020). \nURL: https://neurolab.eu/infos-wissen/wissen/neurotransmitter/glutamat/ (abgerufen am 09.01.2020). \nMaterial 4 basiert auf: \nDeborah Morris-Rosendahl: Klinik, Genetik und Pathogenese der Lissenzephalien, Deutsches Ärzteblatt 2003, 100.A 1269–\n1282 (Heft 19), URL: https://www.aerzteblatt.de/archiv/36794/Klinik-Genetik-und-Pathogenese-der-Lissenzephalien (abge-\nrufen am 23.02.2019). \nLisa Dey: Mutationssuche und deren Analyse in den LIS1- und DCX-Genen bei Patienten mit Lissenzephalie, 2006,  \nURL: https://d-nb.info/981989217/34 (abgerufen am 07.03.2019). \nClaudia Karl: Die Rolle des Doublecortin-Gens in neuronalen Vorläuferzellen während Migration und Neurogenese, 2004, \nURL: https://epub.uni-regensburg.de/10328/1/Karl-C-2004.pdf (abgerufen am 07.03.2019). \nMaterial 5 basiert auf:\nLisa Dey: Mutationssuche und deren Analyse in den LIS1- und DCX-Genen bei Patienten mit Lissenzephalie, 2006,  \nURL: https://d-nb.info/981989217/34 (abgerufen am 07.03.2019). \nMaterial 6 basiert auf: \nLisa Dey: Mutationssuche und deren Analyse in den LIS1- und DCX-Genen bei Patienten mit Lissenzephalie, 2006,  \nURL: https://d-nb.info/981989217/34 (abgerufen am 07.03.2019).",
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