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            "content": "Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode                     –5–                            Drucksache 18/2398 Der Bundesregierung liegt keine Studie über das wirtschaftliche Potenzial des „kleinen Grenzverkehrs“ vor. Im Übrigen wird auf die Antwort zu den Fragen 8a bis 8g verwiesen. j) Gibt es Überlegungen innerhalb der Bundesregierung, grenznahe Re- gionen, z. B. alle Grenzlandkreise von der angekündigten Pkw-Maut auszunehmen? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? Nein. Da keine negativen Effekte erwartet werden. 9. a) Wie wird die Aufteilung der Einnahmen durch die angekündigte Pkw- Maut als Infrastrukturabgabe für die Nutzung aller Straßen auf alle Baulastträger nach Auffassung der Bundesregierung erfolgen? b) Welcher Anteil an den Maut-Bruttoeinnahmen aus der angekündigten Pkw-Maut als Infrastrukturabgabe soll nach Auffassung der Bundes- regierung an die Bundesländer und die anderen Baulastträger (Kom- munen, Kreise) fließen? c) Wie kann die Zweckbindung der Mittel, die aus der angekündigten Pkw-Maut an die Bundesländer und die anderen Baulastträger fließen sollen, gewährleistet werden? d) Inwieweit ist eine Zweckbindung der Mittel aus der angekündigten Pkw-Maut, die an die Bundesländer und die anderen Baulastträger flie- ßen sollen, rechtlich möglich? Die Fragen 9a bis 9d werden wegen des Sachzusammenhangs gemeinsam be- antwortet. Die Verteilung der Einnahmen aus der Infrastrukturabgabe auf die Baulastträger sowie die rechtliche Ausgestaltung der Zweckbindung der Mittel zugunsten des Straßenbaus werden im Rahmen der Erstellung des Gesetzentwurfes zu klären sein. 10. Inwieweit unterstützt die Bundesregierung die Aussage des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der im „Bericht aus Berlin“ am 20. Juli 2014 darauf hingewiesen hat, über Mauteinnahmen nicht nur die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch die digitale Infrastruktur finanzieren zu wollen? Nach Kenntnis der Bundesregierung wurde die unterstellte Aussage vom baye- rischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer im „Bericht aus Berlin“ am 20. Juli 2014 nicht getroffen, es erfolgte lediglich der allgemeine Hinweis darauf, dass auch der Ausbau der digitalen Infrastruktur finanziert werden müsse. Zur Ver- wendung der Einnahmen aus der Infrastrukturabgabe erfolgte hingegen fol- gende konkrete Aussage, die von der Bundesregierung unterstützt wird: „Also das Volumen […] bleibt zur Verfügung für den Straßenbau, weil wir wollen, dass diese Pkw-Maut ausschließlich für den Straßenbau in Deutschland verwandt wird.“ (www.tagesschau.de/multimedia/sendung/bab/bab-3012~_bab-sendung- 106.html, ~ Minute 13:00).",
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