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            "content": "Drucksache 19/16442                                                         –2–                      Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode nellen Tierhaltungsverfahren bestehen würde. Zu den mit der Insektenzucht verbundenen Treibhausgasemissionen liegen der Bundesregierung keine Kennt- nisse vor. Bisherige Untersuchungen weisen darauf hin, dass große Unter- schiede zwischen unterschiedlichen Insektenarten, sowie aufgrund der einge- setzten Aufzuchtmethoden bestehen. Vor einer umfangreicheren Verwendung von Insekten als Futtermittel sollten die unterschiedlichen Auswirkungen der Aufzucht unterschiedlicher Insektenarten auch mit Blick auf die Treibhausgas- emissionen eingehender untersucht werden. Es wird daran geforscht, ob die Nutzung von Insekten als Eiweißquelle das Potential hat, pflanzliche Eiweißfuttermittel zu substituieren.1 Wenn diese pflanzlichen Eiweißfuttermittel aus Importen stammen, kann mit der Substitu- tion auch eine CO2-Einsparung durch kürzere Transportwege sowie ein gerin- gerer Bedarf landwirtschaftlicher Nutzfläche für die Eiweißerzeugung in Dritt- ländern einhergehen. Zur Rechtslage bezüglich der Verfütterung von verarbei- tetem tierischen Protein aus Insekten wird auf die Antwort zu den Fragen 7 und 8 verwiesen. 3. Welche Umwelteffekte sieht die Bundesregierung bei der Produktion von Insektenproteinen insbesondere im Vergleich zur Produktion von pflanz- lichem Eiweiß? Heimische Eiweißpflanzen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für eine um- weltgerechte und ressourcenschonende Landbewirtschaftung. Sie erweitern das Fruchtartenspektrum und lockern Fruchtfolgen auf. Weiter gestellte Frucht- folgen tragen zum integrierten Pflanzenschutz und zur Reduzierung des Risikos von Resistenzbildungen gegen Pflanzenschutzmittelwirkstoffe bei. Das kann zu einer Reduzierung der Pflanzenschutzmittelanwendungen führen. Insbesondere reichern sie Nährstoffe (z. B. Stickstoffbindung) im Boden an und verbessern die Bodenfruchtbarkeit. Darüber hinaus erhöhen Eiweißpflanzen die biologi- sche Vielfalt in Agrarökosystemen, was vielfältige, positive Effekte auf die Flora und Fauna in agrarischen Hauptkulturen nach sich zieht. Beispielsweise bieten blühende Leguminosen eine Nahrungsgrundlage für nektarsammelnde, bestäubende Insekten. Heimische Eiweißpflanzen können innerbetrieblich als hochwertiges Futtermittel eingesetzt werden, so dass auch hier keine Transport- wege anfallen. 1 Prof. Theuvsen (Uni Göttingen): Sustainability Transitions in der Lebensmittelproduktion: „Alternative Pro- teinquellen in soziotechnischer Perspektive“, Pressemitteilung zum Projekt. https://vet-magazin.de/wissensch aft/tier-ernaehrung/Insekten-Algen-Soja-Ersatz-Futtermittel.html, letzter Zugriff: 20.12.2019.",
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