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"content": "Drucksache 17 / 17 299 Schriftliche Anfrage 17. Wahlperiode Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Hildegard Bentele (CDU) vom 02. November 2015 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 03. November 2015) und Antwort Willkommensklassen – inhaltliche Ausgestaltung Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Um den Übergang in die Regelklasse vorzubereiten, Schriftliche Anfrage wie folgt: wird es bei den meisten Schülerinnen und Schülern not- wendig sein, vorrangig Deutsch zu unterrichten. Aber 1. Welches Sprachzertifikat (der deutschen Sprache) auch die anderen Fächer werden im Unterricht berück- müssen Schülerinnen und Schüler (SuS) vor dem Übertritt sichtigt und angeboten, orientiert am Rahmenlehrplan der in Regelklassen ablegen (bitte nach Klassenstufen auf- jeweiligen Fächer. schlüsseln)? Der Unterrichtsumfang von Willkommensklassen ori- Zu 1.: Der Erwerb eines Sprachzertifikats ist keine entiert sich am Stundenumfang der Regelklassen und Voraussetzung für den Übergang in die Regelklasse. beträgt an Grundschulen 28 Wochenstunden und an wei- Wenn der Stand der Deutschkenntnisse der Schülerinnen terführenden Schulen 31 Wochenstunden. und Schüler auf einem Niveau ist, dem Regelunterricht folgen zu können, ist ein Übergang in eine Regelklasse jederzeit möglich. Die Niveaustufe B 1 des Gemeinsamen 3. Wird bei den SuS der Willkommensklassen ähn- Europäischen Referenzrahmens (GER) dient als Orientie- lich wie bei den Schulanfängern der Regelklassen die rung. Schülerinnen und Schüler in Willkommensklassen jeweilige Lernausgangslage untersucht, festgestellt und an weiterführenden Schulen, die am Projekt Deutsches dokumentiert; wenn nein, warum nicht und wann ist da- Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz (DSD I) teil- mit zu rechnen? nehmen, haben die Möglichkeit ein Zertifikat der Niveau- stufe B1 zu erhalten. Zu 3.: Die Erhebung der Lernausgangslage ist für alle Schulanfänger und Schulanfängerinnen laut Grundschul- verordnung § 7 (2) verpflichtend, die Instrumente für die 2. Gibt es eine für alle Willkommensklassen verbind- Erhebung sind frei wählbar. Als Material wird die Lern- liche Stundentafel differenziert nach Grundschule und ausgangslage Berlin (LauBe) zur Verfügung gestellt. Oberschule; wenn nein, warum nicht und wann ist damit zu rechnen? In der Broschüre „Von der Lerngruppe für Neuzugän- ge ohne Deutschkenntnisse in die Regelklasse“ des Lan- 7. Entscheidet jede Schule bzw. jede unterrichtende desinstituts für Schule und Medien (LISUM) wird darge- Lehrkraft eigenständig, was sie in den angebotenen Fä- stellt, wie die schulische Vorbildung von zugewanderten chern inhaltlich unterrichtet? Kindern erfasst, sie in ihrem familiären und interessenbe- zogenen Kontext gesehen, ihre Sprachkenntnisse begrün- Zu 2. und 7.: Die Willkommensklassen sind sehr hete- det eingeschätzt, die Förderung ihren Kenntnissen ange- rogen. Diese Heterogenität erfordert eine durchgehende passt und eine begründete Entscheidung für den Übergang Individualisierung des Unterrichts, um Voraussetzungen in die Regelklassen getroffen werden kann. Dazu werden und Vorwissen jedes Schülers und jeder Schülerin effek- Instrumente zur Einschätzung des Sprachstands und zur tiv in den individuellen Lernprozess einzubinden. Ein Dokumentation von Spracherwerbsprozessen vorgeschla- verbindlicher Lehrplan mit einer festgelegten Stundenta- gen. fel ist somit nicht zielführend. Vielmehr müssen die Vor- kenntnisse, das Wissen und die Erfahrungen der Schüle- 4. Werden SuS der Willkommensklassen, die Fremd- rinnen und Schüler innerhalb einer Lerngruppe im stärke- sprachen beherrschen, die an der entsprechenden Schule ren Maße berücksichtigt und der Unterricht entsprechend unterrichtet werden, sofort in den Regelunterricht inte- gestaltet werden. griert; wenn nein, warum nicht? Die Drucksachen des Abgeordnetenhauses sind bei der Kulturbuch-Verlag GmbH zu beziehen. Hausanschrift: Sprosserweg 3, 12351 Berlin-Buckow · Postanschrift: Postfach 47 04 49, 12313 Berlin, Telefon: 6 61 84 84; Telefax: 6 61 78 28.",
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"content": "Abgeordnetenhaus Berlin – 17. Wahlperiode Drucksache 17 / 17 299 5. Werden SuS der Willkommensklassen auch in 10. Führt die Schulaufsicht oder die Schulinspektion Sport, Kunst und Musik unterrichtet? Unterrichtsbesuche in den Willkommensklassen durch; wenn ja, wird hierbei die Integration der SuS der Will- 6. Wird für die SuS der Willkommensklassen in der kommensklassen untersucht und bewertet und wenn nein, Grundschule Schwimmunterricht erteilt; wenn nein, wa- warum nicht und wann ist damit zu rechnen? rum nicht und wann ist damit zu rechnen? Zu 10.: Die Schulinspektion führt seit Jahren auch Un- Zu 4., 5. und 6.: Eine stundenweise Teilnahme am Un- terrichtsbesuche in den Willkommensklassen durch. Der terricht einer Regelklasse der Schülerinnen und Schüler in von der Schulinspektion verwendete Unterrichtsbeobach- Willkommensklassen ist möglich. Hier ist den individuel- tungsbogen ist geeignet, jegliche Form von Diversität in len Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler der Schülerschaft abbilden zu können. Eine gesonderte Rechnung zu tragen. Möglich ist zum Beispiel eine Teil- Auswertung für Willkommensklassen wird wie für andere nahme in den Fächern Kunst, Musik, Sport, Schwimmen spezielle Lerngruppen nicht vorgenommen. Besonderhei- oder Fremdsprachen und die Einbeziehung in Angebote ten, insbesondere positive, im Zusammenhang mit Will- im Rahmen des Ganztagsbetriebs. kommensklassen finden jedoch ihren Niederschlag im Textteil der jeweiligen Inspektionsberichte. 8. Gibt es in jeder Region – z. B. auf der Ebene der Schulaufsicht - eine inhaltliche Koordination des Unter- 11. Hat die Schulinspektion bereits Fragemodule und richts in den Willkommensklassen; wenn nein, warum Bewertungskriterien für den Gesamtkomplex Willkom- nicht und wann ist damit zu rechnen? mensklassen erarbeitet; wenn nein, warum nicht und wann ist damit zu rechnen? Zu 8.: Eine genaue inhaltliche Koordination des Un- terrichts in den Willkommensklassen durch die Schulauf- Zu 11.: Spezifische Fragemodule oder Bewertungskri- sicht gibt es nicht, da der Unterricht stark auf die indivi- terien für Willkommensklassen gibt es nicht. Der systemi- duellen Voraussetzungen der Schülerschaft zugeschnitten sche Ansatz im Verfahren der Schulinspektion ist inklusiv sein muss. angelegt, sodass der Umgang mit Schülerinnen und Schü- lern in Willkommensklassen in zahlreichen Merkmalen Einheitlich ist vorgegeben, dass der Spracherwerb un- Berücksichtigung findet, wie z. B. bei der systematischen ter Einbeziehung des Lebensumfeldes der Schüler/innen Förderung und Beratung, im gesamten Qualitätsbereich erfolgen soll. Schulkultur sowie bei der Förderung der Sprachkompe- tenz. In den Regionen gibt es Schulberater und Schulbera- terinnen für Willkommensklassen, die den regionalen Austausch der Lehrkräfte der Willkommensklassen orga- 12. An welchen Schulen in freier Trägerschaft gibt es nisieren. Sie unterstützen die Lehrkräfte im Bereich Un- Willkommensklassen und wie viele SuS werden dort terrichtsentwicklung und bieten Qualifizierungsangebote unterrichtet? und schulinterne Beratung an. Zu 12.: Es werden 77 Schüler/innen in Willkommens- Alle Schulen sind aufgefordert, schulische Konzepte klassen in Schulen in freier Trägerschaft beschult (Stand für den Unterricht in den Willkommensklassen zu entwi- 04.11.15). ckeln. Zur Unterstützung wurde vom Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) eine Folgende Schulen haben Willkommensklassen einge- Broschüre zur Unterrichtsentwicklung verfasst, in der ein richtet: Verfahren zur Beschulung von Schülerinnen und Schülern Freie Waldorfsschule Mitte (01 P 04) in den Willkommensklassen dargestellt wird mit dem Ziel Freie Waldorfschule Kreuzberg (02 P 04) der schnellstmöglichen Eingliederung dieser Schüler/in- Klax-Grundschule (03 P 02) nen in die Regelbeschulung. Klax-Gesamtschule (03 P 22) Rudolf-Steiner–Schule (06 P 04) Zurzeit befindet sich ein „Starterpaket“ in der Erpro- Katholische Schule St.Franziskus (07 P 01) bung, das Unterrichtsmaterialien für den Spracherwerb Katholische Schule St. Alfons (07 P 04) (Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache) Katholische Schule St. Hildegard (07 P 06). enthält. Berlin, den 12. November 2015 9. Führen Schulleiterinnen bzw. Schulleiter Unter- In Vertretung richtsbesuche in den Willkommensklassen durch; wenn nein, warum nicht und wann ist damit zu rechnen? Mark Rackles Senatsverwaltung für Bildung, Zu 9.: Schulleitungen führen – wie auch in allen an- Jugend und Wissenschaft deren Klassen - Unterrichtsbesuche in den Willkommens- klassen durch zur Sicherung der Unterrichtsqualität. (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 18. Nov. 2015) 2",
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