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            "content": "Landtag von Baden-Württemberg                                                            Drucksache 16 / 3244 gGmbH wurden 2012 gegründet. Die Daten für das Jahr 2009, als SBG Sachsen noch als Staatsbetrieb organsiert war, sind aufgrund eines anderen Aufgabenzu- schnitts nicht vergleichbar. Die Umsatzerlöse der gGmbH stiegen von 2013 bis 2017 um 15 % auf 9,68 Mio. €. III. Z \u0007 ur pädagogischen, demokratiepolitischen und gesell- schaftlichen Nutzung der landeseigenen Kulturliegen- schaften: 1.\t\u0007Inwiefern werden die SSG-Monumente für die Vermittlung pädagogischer Fra- gen hinsichtlich des Wissens um die historische Entwicklung Baden-Württem- bergs und seiner Regionen, der Bedeutung von Denkmalschutz und Denkmaler- halt, der Verantwortung gegenüber der Geschichte und zur politischen Bildung genutzt? Zu III. 1.: Die Kulturliegenschaften des Landes bieten ein einzigartiges, nahezu unerschöpf- liches Potenzial an Vermittlungsmöglichkeiten. Die kontinuierlich steigenden Besuchszahlen in den SSG-Monumenten belegen, dass in breiten Bevölkerungs- kreisen ein großes Interesse an Tradition und Geschichte vorhanden ist und hier weiteres Potential noch ausgeschöpft werden kann. Die Schlösser, Klöster, Burgen, Ruinen und historische Gärten Baden-Württembergs sind einzigartige außerschuli- sche Lernorte der Landesgeschichte, die immer zugleich das Verständnis für Denk- malschutz und die gesellschaftliche Notwendigkeit des Denkmalerhalts wecken. Die SSG bieten dabei ein breites Angebot an erlebnisorientierten Vermittlungsfor- maten, die sich speziell an Schulkassen, Kinder und Jugendliche richten. Unter- haltsam und lebendig gestalteten Führungen sollen die Schülerinnen und Schüler motivieren, ihre eigene Kultur und die Geschichte ihres Landes wertzuschätzen. Das Programmangebot ist auf den Bildungsplan der Schulen abgestimmt. Die vielen verschiedenen Vermittlungsformate der SSG bieten für jede Altersstufe eine große Auswahl. Insgesamt können 103 unterschiedliche Schulklassenführun- gen in den Monumenten der SSG gebucht werden. Die Führungsangebote orientie- ren sich dabei an Klassenstufen, Unterrichtsfächern sowie Schularten und eröffnen so einen facettenreichen Zugang zu den Originalschauplätzen: fachkundig, spiele- risch und interaktiv. An den barocken Residenzschlössern Mannheim, Ludwigs- burg und Rastatt beispielsweise kann das Zeremoniell an einem absolutistischen Fürstenhof in den Vor- und den Audienzzimmern spielerisch nacherlebt werden. Im Kloster Bebenhausen, dem Sitz des ehemaligen Landtages von Württemberg- Hohenzollern, können Oberstufenschülerinnen und -schüler in Rollenspielen die Entwicklung der politischen Beteiligung in Südwestdeutschland kennenlernen. Diese Schulklassenangebote können in zehn nach Regionen aufgeteilten Schul- klassenbroschüren oder auf der Homepage nachgelesen werden. 2.\t\u0007Inwiefern kooperieren die SSG hierbei (z. B. mit der Landeszentrale für politi- sche Bildung oder weiteren Institutionen sowie Vereinen) und fördern Veranstal- tungen durch Nutzungsüberlassung oder finanziell auch mit Mitteln aus Bund, EU und aus privaten Quellen? Zu III. 2.: Die SSG kooperieren mit zahlreichen Bildungsinstitutionen und kulturgeschicht- lich ausgerichteten gemeinnützigen Vereinen, welche die nachhaltige Kulturarbeit der SSG unterstützen. Regelmäßig oder projektbezogen werden gemeinsame Ver- anstaltungen, Tagungen, Feste, Werbemaßnahmen und Messeauftritte durchge- führt. Räume in den Schlössern, Klöstern und Burgen des Landes Baden-Württem- berg werden von den SSG häufig als Veranstaltungsorte zur nichtkommerziellen kulturellen Nutzung überlassen. Für die Entwicklung des aktuellen Schulklassenangebotes kooperierten die SSG mit der Koordinationsstelle für die Arbeitskreise Landesgeschichte im Ministeri- um für Kultus, Jugend und Sport, dem Kompetenzzentrum für geschichtliche Lan- deskunde im Unterricht im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. 15",
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            "content": "Landtag von Baden-Württemberg                                                          Drucksache 16 / 3244 4.\t\u0007Haben die SSG die Möglichkeit, die eigenen oder verpachteten gastronomi- schen Betriebe z. B. durch eine Ausrichtung nach den Slow-Food-Kriterien oder durch Einkauf regionaler Lebensmittel nachhaltiger auszurichten? Zu IV. 4.: In den Gastronomiepachtverträgen der SSG gibt es keine Vorgaben für die Lebens- mittelbeschaffung. Entsprechende vertragliche Regelungen wären nicht durchsetz- bar. Die SSG versuchen, die Gastronomen zu überzeugen, auf freiwilliger Basis fair gehandelte, nachhaltig und regional erzeugte Produkte zu verwenden und ihnen zu vermitteln, welche Chance diese für den gastronomischen Betrieb darstellen: für die Neukundengewinnung, die Verbesserung ihrer Chancen im Wettbewerb, aber auch, um einen konkreten Beitrag für eine gerechtere Welt zu leisten. Im vergan- genen Jahr haben die SSG alle 19 Gastronomen angeschrieben und auf die „Faire Woche“ als größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland aufmerksam gemacht. Auch 2018 werden die SSG im Rahmen des Themenjahres „Von Tisch und Tafel“ wieder die Initiative ergreifen und verstärkt darum werben, der Grundhaltung der Slow-Food-Bewegung entsprechende regionale Produkte und Gerichte anzubie- ten. Die SSG stellen den Restaurants dafür kostenlose Speisekarten und Tischauf- steller mit dem Layout des Themenjahres zur Verfügung. Zudem unterstützen die SSG entsprechende Initiativen vor Ort. So wurde in Heidelberg die Anlage eines Apotheker- (Museum) und Kräutergartens (Gastronomie) mit einer anlagengene- tischen Untersuchung zur Klärung und behördlichen Abstimmung eines denkmal- pflegerisch verträglichen Standortes unterstützt und in der Umsetzung beraten. 5.\t\u0007Was unternehmen die SSG, um die Bewirtschaftung der Kulturliegenschaften ökologischer auszurichten, z. B. in puncto Biodiversität der Anlagen und Pes- tizideinsatz bei der Grünflächengestaltung und -pflege sowie bei der Gebäude- pflege? Zu IV. 5.: In den historischen Gärten der SSG (Außenanlagen und Orangerien) werden be- reits seit Jahren überwiegend mechanisch oder biologisch (Bacillus thuringiensis, Nematoden zur Schneckenbekämpfung) Unkraut- und Schädlingsbekämpfung durchgeführt. Die Gärtnerinnen und Gärtner der Regiebetriebe werden dazu fort- laufend geschult. Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben des Bundesamts für Ver- braucherschutz und Lebensmittelsicherheit müssen in geringem Maße Mittel aus der Gruppe der Fungizide und Insektizide verwendet werden. Zur Düngung kommen fast ausschließlich Bio-Substrate zum Einsatz. Organisch- mineralische Dünger finden lediglich auf den Rasen- und Heckenflächen Verwen- dung. Auf allen anderen Kulturflächen werden ausschließlich organische Dünger und Grünkompost eingesetzt. Für in Kübelkultur gehaltene Orangerie-Pflanzen werden Spezialsubstrate ohne Torfanteil verwendet, in Favorite wird das Substrat durch die dortigen Gärtner selbst gemischt. Die Gärtnerei im Botanischen Garten in Karlsruhe versteht sich geradezu als Bio- Betrieb. Es werden ausschließlich organische Dünger, Pflanzenhilfsstoffe, die für den Bio-Anbau zugelassen und zertifiziert sind, und Nützlinge zur Bekämpfung saugender und beißender Insekten eingesetzt. Ein weiterer Schritt wird künftig die vollkommen torffreie Gärtnerei sein. Darüber hinaus arbeiten die SSG verstärkt mit Naturverjüngung sowie dem Ver- pflanzen und Aufschulen von Sämlingen aus den historischen Gärten, etwa von den alten, auch naturschutzfachlich bedeutenden Eichen. In Heidelberg werden die Wiesenflächen der Steillagen seit Ende der 1990er Jahre im Rahmen eines Beweidungsprojektes als extensiv genutzte Ganzjahresweiden genutzt. Ziel dieser Beweidungsform ist es, eine Entwicklung der Flächen zu ei- nem möglichst naturnahen Zustand zu gewährleisten und diese alten Allmenden 19",
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