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            "content": "5.  Wie haben sich die Besucherzahlen, die Einnahmen und Ausgaben sowie das Jahresergebnis beim „Schaufenster Bootsbau“ im Vergleich mit dem Business- plan in den letzten drei Jahren (2009 bis 2011) entwickelt (Soll-Ist-Vergleich)? 6.  Wie hat sich die Zahl der Beschäftigten sowie der Maßnahmenteilnehmer bei der BBV sowie dem „Schaufenster Bootsbau“ in den letzten drei Jahren (2009 bis 2011) entwickelt? 7.  Wie haben sich die Zuschüsse der Arbeitsagentur bzw. des Jobcenters an die BBV insgesamt, im Durchschnitt pro Teilnehmer (Fallkosten) sowie im Durch- schnitt pro erfolgreich beendeter Maßnahme (Ergebniskosten), in den letzten drei Jahren (2009 bis 2011) entwickelt? 8.  Welche Struktur (z. B. hinsichtlich Geschlecht, Alter, Staatsangehörigkeit, Schul- abschluss, gesundheitlicher Einschränkung oder anderer Vermittlungshemm- nisse) weisen die bei der BBV beschäftigten bzw. qualifizierten Maßnahmen- teilnehmer auf? 9.  Wie hoch war die Regelzuweisungsdauer sowie die durchschnittliche Verweil- dauer der bei der BBV beschäftigten bzw. qualifizierten Maßnahmenteilnehmer in den letzten drei Jahren (2009 bis 2011)? 10. Wie hoch war die Abbruchquote (negative Abbrüche) der bei der BBV beschäf- tigten bzw. qualifizierten Maßnahmenteilnehmer in den letzten drei Jahren (2009 bis 2011)? 11. Wie hoch war der Anteil der bei der BBV qualifizierten und beschäftigten Maß- nahmenteilnehmer, die unmittelbar bzw. sechs Monate nach Beendigung der Maßnahme in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung standen, in den letzten drei Jahren (bitte aufschlüsseln nach geförderter und ungeförderter sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung)? 12. Wie hoch war der Anteil der bei der BBV qualifizierten und beschäftigten Maß- nahmeteilnehmer, die unmittelbar bzw. sechs Monate nach Beendigung der Maßnahme arbeitssuchend gemeldet waren, in den letzten drei Jahren (2009 bis 2011)? 13. Wie hoch schätzt der Senat die Kosten einer Abwicklung bzw. einer Fortführung des Betriebs der BBV insgesamt und für den bremischen Haushalt ein? Welche Folgen hätte eine Abwicklung bzw. ein Fortbestand der BBV für den Tourismus- standort Bremen-Nord und die Maritime Meile Vegesack? 14. Welche Strategie verfolgt der Senat im Hinblick auf die Zukunft der BBV und das „Schaufenster Bootsbau“? Jörg Kastendiek, Thomas Röwekamp und Fraktion der CDU Dazu Antwort des Senats vom 7. Februar 2012 1.  Wie hoch waren die öffentlichen Investitionen (Zuschüsse, Kredite und Bürg- schaften) der Stadtgemeinde Bremen für das Projekt „Schaufenster Bootsbau“ (bitte chronologisch aufschlüsseln nach Mittelherkunft, z. B. Wirtschaftsressort, Bauressort, BIG/WFB, EU-Strukturfonds etc. sowie nach Mittelverwendung, z. B. Planung, Bau, Realisierung, laufende Zuschüsse etc.)? Eine öffentliche Förderung des Schaufenster Bootsbau erfolgte ausschließlich durch den Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen durch folgende Projekte: Bau und Einrichtung der Gläsernen Werft/Schaufenster Bootsbau (EU-Programm 2000 bis 2006) —     Zuwendungsbescheid vom 22. September 2003, — 2 —",
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            "content": "—    Zuwendungsempfänger Bremer Gewerbeflächen GmbH/heute WFB, —    Bewilligungszeitraum 1. Mai 2003 bis 30. Juni 2009, —    Förderhöhe insgesamt 2 866 000,00 €, davon Kosten für die Planung der Gläsernen Werft in Höhe von 1 070 211,98 € und Kosten für das Schaufenster Bootsbau in Höhe von 1 795 788,02 €, —    Zweckbindungsfrist 30. Juni 2019 (10 Jahre). Gestaltung Außenbereich und Exponat für das Schaufenster Bootsbau (Haushaltsmittel SWH) —    Zuwendungsbescheid vom 9. Oktober 2009, —    Zuwendungsempfänger: BBV, —    Bewilligungszeitraum 1. April 2009 bis 31. Dezember 2009, —    Förderhöhe 31 205,34 €. Umsetzung Heringslogger, Schmiede und Infocontainer (Haushaltsmittel SWH) —    Zuwendungsbescheid vom 13. November 2009, —    Zuwendungsempfänger: BBV, —    Förderhöhe 34 432,06 €. Aufbereitung einer bei der BBV vorhandenen Pontonanlage (Haushaltsmittel SWH) — Zuwendungsempfänger: Auftrag an bremenports, — Förderhöhe: 300 000,00 €. Bremenports wurde im Februar 2009 mit der Aufbereitung einer bei der BBV vorhandenen Pontonanlage sowie mit der erforderlichen Erschließung und Ge- staltung des Umfeldes beauftragt. Der Betrieb des Anlegers erfolgt durch die BBV. Die BBV hat die Verkehrssicherungspflicht für die Anlage und die laufen- de Unterhaltung übernommen. Fertigstellung des Heringsloggers „Wietze“ (Haushaltsmittel SWH) —    Zuwendungsbescheid vom 19. November 2010, —    Zuwendungsempfänger: BBV, —    Bewilligungszeitraum 30. September 2010 bis 31. März 2013, —    Förderhöhe 194 750,00 €. Im Jahr 2010 sind 64 750 € und im Jahr 2011 sind 65 000 € ausgezahlt worden. Bootsbaulehrpfad beim Schaufenster Bootsbau (EFRE 2007 bis 2013) —    Zuwendungsbescheid vom 9. August 2010, —    Zuwendungsempfänger: WFB, —    Bewilligungszeitraum 1. August 2010 bis 30. Dezember 2010, —    Förderhöhe 90 000,00 €. — 3 —",
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            "content": "5.   Wie haben sich die Besucherzahlen, die Einnahmen und Ausgaben sowie das Jahresergebnis beim „Schaufenster Bootsbau“ im Vergleich mit dem Business- plan in den letzten drei Jahren (2009 bis 2011) entwickelt (Soll-Ist-Vergleich)? Der Vergleich der Planungen mit dem Ergebnis ergibt sich aus untenstehender Tabelle: 2009*)                        2010*)                      2011 Plan             Ist          Plan            Ist             Plan       Ist 5 000                            7 100 davon 2 500                  davon 3 500 zahlende                     zahlende Ergebnisse 2011 liegen noch nicht vor Besucher                     Besucher Besucher/-innen         6 800 2 500 nicht           10 000 3 600 nicht                9 000 zahlende                     zahlende Besucher im                  Besucher im Rahmen von                   Rahmen von Veranstal-                   Veranstal- tungen etc.                  tungen etc. Einnahmen Schaufenster       51 250 €           36 400 €    68 000 €          48 200 €       69 700 € Ausgaben                                                            48 460 € Schaufenster       49 250 €           44 740 €    59 000 €                         70 300 € Jahresergebnis        2 000 €         - 8 070 €    9 000 €           - 260 €        - 600 € *) Plan 2009 und Plan 2010 gemäß Vorlage vom 5. Juni 2008, Plan 2011 von der BBV; Ist 2009 und Ist 2010 gemäß Angaben von City Marketing Vegesack und BBV 6.   Wie hat sich die Zahl der Beschäftigten sowie der Maßnahmenteilnehmer bei der BBV sowie dem „Schaufenster Bootsbau“ in den letzten drei Jahren (2009 bis 2011) entwickelt? Die Entwicklung der Maßnahmeteilnehmenden ist in der folgenden Tabelle abgebildet. Es handelt sich dabei um die Anzahl von Teilnehmenden, die in den ausgewiesenen Jahren – für einen oder mehrere Monate – dem Träger zugewie- sen wurden. Entsprechend der Laufzeiten der einzelnen Maßnahmen waren sie dann teilweise auch im Folgejahr tätig, werden aber hier nicht noch einmal aufgeführt. Teilweise waren sie im Kalenderjahr auch nur wenige Tage oder Monate in der Maßnahme. Über die Anzahl der durchschnittlichen Zahl der Teilnehmenden eines Jahres kann keine Auskunft gegeben werden, da dies vom Jobcenter statistisch nicht erfasst wird. 2009                 2010                     2011 davon                davon                    davon gesamt                  gesamt                    gesamt weiblich             weiblich                 weiblich Umschüler/-innen Bootsbau              18           1 FbW Bootsbautechniken                  14           2 ABM                                    21           7        18              6         1                                               0 AGH-Entgeltvariante                    36           7        79             17        82                                 10 AGH-Mehraufwandvariante                40           1        74              7       157                                 10 Beschäftigungszuschuss                 26           1        25              1        15                                               1 Summe TN                              155         19       196              31       255                                 21 In den vom Land mit ESF-Mitteln unterstützen Projekten und Maßnahmen waren von 2008 bis 2010 jeweils 75 Teilnehmende gefördert. In 2011 wurden 42 Teilnehmende gefördert, davon 11, die im Laufe von 2011 planmäßig ihre Tä- tigkeit beendeten. Im Dezember 2011 waren 80 Teilnehmende, davon 50 AGH- Mehraufwandvariante beim Träger tätig. Diese Teilnehmer/-innen sind in der oben genannten Tabelle enthalten. — 6 —",
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            "content": "Bezüglich der hauptamtlich Beschäftigten ist keine Auskunft möglich, da Maß- nahmen auch allein über das Jobcenter gefördert wurden und dort keine Erhe- bungen über das damit jeweils verbundene Volumen an hauptamtlichem Per- sonal bestehen. Zum Insolvenzzeitpunkt waren nach Kenntnis des SWAH 13 hauptamtliche Mitarbeiter/-innen bei der BBV beschäftigt. 7. Wie haben sich die Zuschüsse der Arbeitsagentur bzw. des Jobcenters an die BBV insgesamt, im Durchschnitt pro Teilnehmer (Fallkosten) sowie im Durch- schnitt pro erfolgreich beendeter Maßnahme (Ergebniskosten), in den letzten drei Jahren (2009 bis 2011) entwickelt? Zu den Ergebniskosten nach oben genannter Definition führt das Jobcenter keine Erhebungen durch. Die Fallkosten pro Monat gestalten sich je nach Ins- trument sehr unterschiedlich. Das Jobcenter teilt folgende Werte mit: Angaben in € pro Monat                    2009            2010          2011 UmschülerInnen Bootsbau                        1 001 Förderung der Weiterbildung (FbW) 835 Bootsbautechniken ABM (nur Lohnkostenförderung)                  1 300           1 300         1 300 AGH-Entgeltvariante 1 420           1 420         1 420 (nur Lohnkostenförderung) AGH-Mehraufwandvariante (Overheadkosten)                       277 bis 375 €   277 bis 740 € 277 bis 740 € Beschäftigungszuschuss 888             888           888 (nur Lohnkostenförderung) Diese monatlichen Kosten sind jeweils mit der Dauer der Zuweisung zu multi- plizieren, um tatsächliche Fallkosten zu berechnen (vergleiche Frage 9). Die Höhe der Gesamtzuschüsse des Jobcenters an einzelne Träger ist nicht ausweisbar. Darüber hinaus muss darauf hingewiesen werden, dass die Fallkos- ten zum Teil aus Löhnen/Mehraufwandsentschädigung bestehen (also nur weitergereicht werden), in anderen Teilen aber Overheadkosten des Trägers gefördert werden. Die Fördersummen sind somit nicht als Förderung des Trägers zu werten. Reine Lohn- und Gehaltskosten werden bei ABM, der AGH-Entgelt- variante und dem Beschäftigungszuschuss gezahlt. 8. Welche Struktur (z. B. hinsichtlich Geschlecht, Alter, Staatsangehörigkeit, Schul- abschluss, gesundheitlicher Einschränkung oder anderer Vermittlungshemm- nisse) weisen die bei der BBV beschäftigten bzw. qualifizierten Maßnahmen- teilnehmer auf? Zum Frauenanteil in den Maßnahmen siehe Frage 6. Im Durchschnitt waren bei den Maßnahmeteilnehmenden •    in 2009 12,26 % der Teilnehmenden weiblich, •    in 2010 15,82 % der Teilnehmenden weiblich, •    in 2011   8,23 % der Teilnehmenden weiblich. Weitere Daten zur Struktur der Teilnehmenden können vom Jobcenter nicht berichtet werden. In den über den ESF im Rahmen des beschäftigungspolitischen Aktionspro- gramms geförderten Teilnehmenden sind zurzeit 9 % der Teilnehmenden  Frau- en, 35 % der Teilnehmenden haben einen Migrationshintergrund, 72 % der Teilnehmenden sind über 40 Jahre alt und knapp 15 % über 55 Jahre. 9. Wie hoch war die Regelzuweisungsdauer sowie die durchschnittliche Verweil- dauer der bei der BBV beschäftigten bzw. qualifizierten Maßnahmenteilnehmer in den letzten drei Jahren (2009 bis 2011)? Die Regelzuweisung in die verschiedenen Instrumente variiert jeweils nach den einzelnen Instrumenten. Darüber hinaus hängt die Zuweisungsdauer jeweils von den konkreten Teilnehmenden ab: — 7 —",
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            "content": "Angaben in Monaten                        2009               2010              2011 UmschülerInnen Bootsbau                            24 Förderung der Weiterbildung (FbW) 3 Bootsbautechniken ABM                                         12 bis 36          12 bis 36                9 AGH-Entgeltvariante                         12 bis 36          12 bis 36         3 bis 12 AGH-Mehraufwandsvariante                           12                 12                9 Beschäftigungszuschuss                             24                 24               24 Zur tatsächlichen durchschnittlichen Verweildauer kann das Jobcenter keine Angaben machen. 10. Wie hoch war die Abbruchquote (negative Abbrüche) der bei der BBV beschäf- tigten bzw. qualifizierten Maßnahmenteilnehmer in den letzten drei Jahren (2009 bis 2011)? Beim Jobcenter werden positive und negative Abbrüche nicht getrennt erhoben. Berichtet werden kann die Anzahl der Personen, die die Maßnahme – aus wel- chen Gründen auch immer – vorzeitig beendet haben: Zwischen den Maßnah- men gibt es erhebliche Unterschiede, die auch wesentlich mit den unterschied- lichen Zielgruppen und unterschiedlicher Arbeitsmarktnähe zusammenhängen: 2009                2010                 2011 UmschülerInnen Bootsbau    0 von 14 = 0 % FbW Bootsbautechniken      10 von 18 = 55,6 % ABM                        0 von 21 = 0 %        0 von 18 = 0 %      0 von 1 = 0 % AGH-Entgeltvariante        0 von 36 = 0 %        0 von 79 = 0 %      0 von 82 = 0 % AGH-Mehraufwands- Keine Erhebung        6 von 74 = 8,1 %    40 von 157 =25,5 % variante Beschäftigungszuschuss     1 von 26 = 3,8 %      3 von 25 = 12 %     1 von 15 = 6,7 % Mittelwert                 11 von 115 = 9,6 %    9 von 196 = 4,6 % 41 von 255 = 16,1 % 11. Wie hoch war der Anteil der bei der BBV qualifizierten und beschäftigten Maß- nahmenteilnehmer, die unmittelbar bzw. sechs Monate nach Beendigung der Maßnahme in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung standen, in den letzten drei Jahren (bitte aufschlüsseln nach geförderter und ungeförderter sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung)? Das Jobcenter kann hierzu bezogen auf einzelne Dienstleister keine Auskunft geben. In der zurzeit über den ESF geförderten Maßnahme ist ebenfalls noch keine Auskunft möglich, da die Maßnahme erst zum 31. Dezember 2011 endete. 12. Wie hoch war der Anteil der bei der BBV qualifizierten und beschäftigten Maß- nahmeteilnehmer, die unmittelbar bzw. sechs Monate nach Beendigung der Maßnahme arbeitssuchend gemeldet waren, in den letzten drei Jahren (2009 bis 2011)? Das Jobcenter kann hierzu bezogen auf einzelne Dienstleister keine Auskunft geben. 13. Wie hoch schätzt der Senat die Kosten einer Abwicklung bzw. einer Fortführung des Betriebs der BBV insgesamt und für den bremischen Haushalt ein? Welche Folgen hätte eine Abwicklung bzw. ein Fortbestand der BBV für den Tourismus- standort Bremen-Nord und die Maritime Meile Vegesack? 14. Welche Strategie verfolgt der Senat im Hinblick auf die Zukunft der BBV und das „Schaufenster Bootsbau“?“ Nach Einschätzung des Insolvenzverwalters ist eine Fortführung des Betriebs der BBV aufgrund des strukturellen Defizits nicht möglich. — 8 —",
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            "content": "Um einen größeren Schaden von Bremen abzuwenden, stellt der Senat die Abwicklung und damit die Ausproduktion der sich in Arbeit befindlichen Pro- jekte bis Ende Februar soweit wie möglich sicher. Dazu wird ein Betrag von bis zu 50 000 €, der aus vorhandenen Mitteln des Projektes Schaufenster Bootsbau finanziert wird, nicht überschritten. Hierdurch und durch das parallele Engage- ment des Bürgerparks ist sichergestellt, dass das Fahrgastschiff „Marie“ und die Bootsanleger an den Bürgerparkverein ausgeliefert und zukünftig entsprechend der Zweckbindung genutzt werden und dass im Monat Februar das Schaufens- ter Bootsbau geöffnet bleibt und die bereits gebuchten Veranstaltungen durch- geführt werden können. Die im Eigentum der BBV befindlichen Gegenstände werden Gegenstand der Insolvenzmasse. Aus den hieraus erzielbaren Erlösen wird das Vermieterpfand- recht des Sondervermögens Gewerbe erstrangig bedient. Die Beschäftigungsmöglichkeiten für aus dem SGB II finanzierte Teilnehmerin- nen und Teilnehmer sollen in Bremen Nord soweit wie möglich auf dem bishe- rigen Niveau bei anderen Trägern vorgehalten werden. Die zur Zeit zugewie- senen Teilnehmerinnen und Teilnehmer beenden ihre Maßnahme bei der BBV zum 1. März 2012 und damit einen Monat früher als bislang bewilligt. Das Schaufenster Bootsbau ist Bestandteil der Maritimen Meile. Nachdem zum 1. Februar 2012 durch den Insolvenzverwalter angekündigt wurde, dass eine Fortführung mit der BBV nicht möglich ist, ist nunmehr ein Fortführungskonzept für den Standort ohne die BBV zu entwickeln. Hierbei ist auch zu klären, ob und wie eine Fortführung des Projektes Schaufenster Bootsbau möglich ist. Vor die- sem Hintergrund lassen sich dann mögliche Folgen für den Tourismusstandort und die Maritime Meile Vegesack bewerten. — 9 —",
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