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            "content": "Polizei Essen - BAO Aktionsplan Clan | Einführung                                                       4 Einführung – Warum wir Clans verstehen sollten Organisierte Kriminalität arabischer Familienclans zeichnet sich durch eine Bandbreite von einfachsten Delikten, bis hin zu sehr komplexen Begehungsformen aus. Um Clankriminalität bekämpfen zu können, muss man sie verstehen. Das bedeutet in erster Linie, die Clans zu verstehen und zu begreifen, wie sie strukturiert sind, wie sie funktionieren, was ihnen wichtig ist und was ihnen schadet. Gerade vorläu- fige Festnahmen und Gerichtsprozesse haben sich häufig als wenig schädlich für das Familiengefüge erwiesen. Entsprechend stellt sich die Frage nach ihren Schwachstellen und wie die unterschiedlichen Behörden diese mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln treffen können. Der umstrittene Clanbegriff umfasst in erster Linie arabisch-stämmige Familiengefüge, deren Mitglieder überproportional häufig in strafrechtlich relevante Erscheinung treten. Gleichzeitig sind anschließenden Betrachtungen zu Familienstrukturen und Wirkungsweisen übertragbar auf andere Clangefüge, insbe- sondere solche aus dem islamischen Kulturkreis. Im Nachfolgenden handelt es sich um eine notwendige Kollektivbetrachtung, die sich auf Mitglieder von Familienclans mit krimineller Neigung bezieht. Natürlich sind keineswegs alle Mitglieder, die einem Clan zuzuordnen sind, kriminell. Auf eine stetige Abgrenzung zwischen Clanmitgliedern, die kriminell in Erscheinung getreten und solchen, die es nicht sind, muss an dieser Stelle verzichtet werden. Zum einen, weil grundlegende Denkmuster häufig auch bei Familienmitgliedern verankert sind, die nicht kriminell auffällig sind und zum anderen weil auch bei Kenntnis über Kriminalität einzelner Familienmit- glieder der Rest schweigt. Zusammenhalt, interne Kontrollmechanismen und Prinzipien, die hunderte Jahre alt sind, haben nicht nur dem Staat die Intervention erschwert, sie erschweren vielen Mitgliedern ein Leben außerhalb der tradierten Familienstrukturen. Es ist selbstverständlich, dass sich alle hier niedergelegten Betrachtun- gen und Maßnahmen auf kriminelle Clanmitglieder beziehen und keine Handreichung im Sinne von ethnic profiling darstellen. Zentrale Um Clankriminalität bekämpfen zu können, muss man sie verstehen. Fragen: Das bedeutet in erster Linie, die                    Wie und nach we Clans als lernende Familiensyste-                   Regeln l                    lchen me zu begreifen, die nach bestimm-                                eben sie ten Prinzipien leben.                                                          ? Was ist i hnen wic htig? Wovor h aben sie Angst?",
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            "content": "Polizei Essen - BAO Aktionsplan CLAN | Lebenswelt arabischer Familienclans                               6 Lebenswelt arabischer Familienclans – Rollenverteilung Rolle der Männer: Der Mann ist der Stammhalter und Entscheidungsträger. Er ist zuständig für die Beschaffung von Geld und Ressourcen für die Familie, sowie die Vertretung nach außen (Geschäfte, Verhandlungen, Verhei- ratung der Kinder, etc.) und dem Bewahren der Familienehre. Söhne werden nach diesem Vorbild erzo- gen. Sie sollen ihre Eltern stolz machen und erfolgreich sein. Allerdings sind relativ wenige Berufsfelder bekannt und dementsprechend angesehen (z.B. Arzt, Anwalt, Architekt, Ingenieur, Geschäftsmann). Die Anspruchshaltung der Eltern begründet die der Kinder, vor allem die der Söhne: Sie wollen nicht „anderen dienen“, sondern Ansehen für sich und die Familie. Dies führt häufig zum Ziel-Mittel-Konflikt zwischen vorhandener Qualifikationen und beruflichen Vorstellungen. Söhne verteidigen ab einem be- stimmten Zeitpunkt für gewöhnlich physisch die Ehre der Familie für den Vater. Rolle der Frauen: Frauen sind die Hüterinnen der Familie. Ihre Rolle bezieht sich auf ihre Gebärfunktion zur Gewähr- leistung des Clanerhalts und die Erziehung der Nachkommen im Sinne der Tradition. Je mehr Kinder eine Frau für den Clan gebärt, desto besser. Sobald Mütter ihre Kinder u.v.a. ihre Söhne verheiratet haben, besitzen sie die höchste Position, die eine Frau im patriarchischen Gefüge erreichen kann. Die jungen Frauen leben heute oftmals weniger tradiert als noch vor fünfzehn Jahren. Sie besitzen mehr Freiheiten, leben den Luxus der Familie stärker aus und fühlen sich dadurch entsprechend an den Clan und seine Vorgaben gebunden. Sie treten feindseliger (z.B. ersichtlich in Tumultlagen) gegenüber Au- ßenstehenden auf und werden dafür von jüngeren Männern entsprechend akzeptiert. Die Frau strebt nicht nach (beruflicher) Selbstverwirklichung, sondern nach Ansehen im Clan. Dafür kommt der Mann für alle Kosten auf. Praxis der Eheschließungen: Innerhalb der Clans wird eine strategische Verheiratung unter Verwandten (Endogamie) betrieben, die dem Sicherungsge- danken Rechnung trägt. Eheschließungen sind Bündnisse auf Vertragsbasis, die zuvor ausgehandelt werden. Eine Ehe ist somit ein familiärer Geschäftsakt, der die Macht des Clans weiter ausbauen soll. Der Vertrag wird zwischen den Vätern des Paares ausgehandelt und geschlossen, entsprechend la- den sie zu den Feierlichkeiten ein. Die Ehe muss dabei kei- neswegs standesamtlich sein, eine Zeremonie nach islami- schem Ritus und durch einen Imam (Vorbeter) reicht häufig aus und ist für die Familien als Vertragsnehmer bindend. Soll- te es dann zu einer Scheidung kommen, greift das deutsche Recht nach dem BGB nicht, stattdessen wird ein Schlichter oder ein sog. (islamischer) Friedensrichter (s.u.) herangezo- gen. Standesamtliche Ehen werden dann geschlossen, wenn dies Vorteile bringt (z.B., wenn einer der beiden Partner die deutsche Staatsbürgerschaft hat und der andere nicht, etc.).",
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            "content": "7                               Lebenswelt arabischer Familienclans | Polizei Essen - BAO Aktionsplan CLAN Lebenswelt arabischer Familienclans – Verhältnis zur islamischen Religion Die vorliegend betrachteten Clanstrukturen gehören einer sunnitischen Strömung im Islam an, die vor allem ein Kalifat (islamisches Herrschaftsgebiet) als ständiges Kriegsgebiet definiert und prinzipiell so- gar eine eher strenge, dogmatische Auslegung islamischer Regeln beinhaltet. Diese werden allerdings nach Bedarf interpretiert. Die islamische Religion wird somit zur Rechtfertigung unislamischer Vorge- hensweisen (Geschäfte mit Drogen und Prostitution, etc.) herangezogen. Die Religion hat somit eine zentrale, weil identitätsstiftende Bedeutung, ohne dass sie dabei strikt ge- lebt werden muss. Elemente des sunnitischen Islam stärken die patriarchale Struktur und rechtfertigen sogar genuin unislamische Praktiken, wenn sie der Gemeinschaft dienlich sein können. Die islamische Religion ist eine monotheistische, die durch den Propheten Mohammed An- fang des 7. Jhd. nach Christus gestiftet wurde. Nach dessen Tod entbrannte ein Streit um die Nachfolge, aus dem sich zunächst die Sunniten und die Schiiten gründeten. Sunniten stehen in der Tradition des von Abū Bakr (ein Schwiegervater des Propheten) gegründeten Kalifat, Schiiten schlossen sich den Vorstellungen Alīs (Schwiegersohns und Vetter Mohammeds) an, der das Imamat begründete. Das Sunnitentum macht insgesamt ca. 80 Prozent der islami- schen Glaubensanhängerschaft aus. Es ist je nach Zugehörigkeit in die hanafitische, malikiti- sche, hanbalitische und schafiitische Rechtsschule unterteilt. Die betrachteten Clans schlossen sich der sunnitischen al-Maschari-Organisation (geistiger Führer: Scheich Abdullah al-Harari (auch: al-Habaschi; deswegen auch al-Habasch- / al-Ah- bash-Gruppe) an, einem ausgebildeten Rechtsgelehrten (Mufti) der schafiitischen Schule in Äthiopien. Zentral ist die Sichtweise des permanenten Zustandes des Krieges gegenüber den Ungläubigen. Mit ihrer Praxis der Koranauslegung begründen sie jegliche (Straf-)Taten, die den Ungläubigen (Christen) schadet oder sie schwächt. Die Scharia (arab. „Weg zur Tränke“) bezeichnet ein komplexes islamisches Rechtskonstrukt, in dem keine kodifizierten Gesetzestexte (wie BGB oder StGB) existieren. Hauptquellen sind Koran und Hadithe (Überlieferungen von Taten und Aussprüchen des Propheten Mohammeds) bzw. die Sunna (Handlungsweisen des Propheten, z.T. bereits in der vorislamischen Zeit). Ist vom islamischen Kulturkreis die Rede, dann bezieht sich das vor allem auf die Herkunfts- länder. Ähnliche Tradierung und Ehrauffassungen gibt es z.B. bei den Jesiden. Das Jesiden- tum ist keine Form des Islam, unter Muslimen gelten sie als Teufelsanbeter. Sie haben die Vorstellung, dass man nur als Jeside geboren werden kann, deswegen missionieren sie nicht und schreiben die Verheiratung der Jesiden untereinander vor. Entsprechend kommt es zu Ehrgewalt (vgl. z.B. die Ermordung von Arzu Özmen) und auch Clanstrukturen sind ersichtlich, um den Fortbestand der Religion zu schützen. Jesidische sind mit muslimisch geprägten Clans unversöhnlich verfeindet.",
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            "content": "Polizei Essen - BAO Aktionsplan CLAN | Denken der Clans                                                            10 CLANS – Was wollen sie / was brauchen sie? Was wollen sie?                                      Was brauchen sie? Macht / Kontrolle (über Gebiet, Freiheit, Familie, Geschäftsfelder) Geld, Reichtümer, Expansionswille Die Mitglieder brauchen das Gefühl, über Nicht-       Privilegien / eigene Rechte, Gefühl der Unantastbarkeit; Mitgliedern zu stehen    elitäres Denken Ehrbarkeit zentral für Status in der Community,      Ehre (steht über dem eigenen Leben und dem eigenen Schutz, Geschäftspartnerschaft     Willen) Machtsymbolik nach außen und Strategie zum          Luxus / Statussymbole; Darstellung via Sozialen Machterhalt für junge Generation     Netzwerken durch v.a. jüngere Clanmitglieder Männlichkeitskult: Der Mann muss Stärke zeigen; alles, was als schwach ausgelegt werden kann, ist unmännlich Freiheit vor dem Willen „Externer“, Verfügen über die eigene Zeit, Selbstbestimmung Fühlen sich gegenwärtig sicher in gelebten Sicherheit Strukturen; bei Anzeichen von Widerstand greifen sie zu illegalen (Androhung von Gewalt /           -   durch staatliche Leistungen (v.a. SGB II Begehung von Gewalttaten) und legalen                  Leistungen, Krankenversicherung) Maßnahmen (via Anwälte), sowie substantiellen              -   vor staatlichen Eingriff (durch Anwälte) Drohungen ohne Tangieren des § 241 StGB,                -   durch Abschottung / Homogenität beispielsweise durch Ansprechen von Polizisten             -   durch strategische Bündnisse mit Einzelpersonen mit vollem Namen in deren Freizeit, etc. Gleichzeitig ständiges Zurückgreifen auf      Empfinden kriminelles Vorgehen als gerecht, da Rache für strategische Opferrolle    schlechte Behandlung in Deutschland Feindbilder: Clans brauchen Feindbilder, weil sie sich ansonsten gegenseitig angreifen würden. Somit ein beispielsweise das Feindbild Polizei den Clan und gibt ihnen Sicherheit Die Clanangehörigen fühlen sich insgesamt noch recht sicher und gut aufgestellt. Polizeiliche Ope- rationen empfinden sie bislang als kleinere, lästige Einschläge. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Beschlagnahme sind rechtliche Angelegenheiten, für die sie Anwälte beschäftigen, auf die sie sich Die Clanangehörigen verlassen.   Zudem funktioniert fühlendiesich insgesamt nochdes Grundsicherung       recht sicher und gut Sozialstaates      aufgestellt.und regelmäßig      Polizeiliche auch während eines Strafverfahrens     für sie weiter. Operationen empfinden                Gegenwärtig sie bislang          bauen sie als kleinere,     vor allem lästige      auf ihrenDie Einschläge.     Opferkult, um den Staat eingeleiteten verantwortlich   für  die von  ihnen   verübte   Kriminalität  zu machen. Maßnahmen zur Beschlagnahme sind rechtliche Angelegenheiten, für die sie Anwälte beschäftigen, auf die sie sich verlassen. Zudem funktioniert die Grundsicherung des Sozialstaates regelmäßig und auch während eines Strafverfahrens für sie weiter. Gegenwärtig bauen sie vor allem auf ihren Opferkult, um den Staat verantwortlich für die",
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            "content": "11                                                         Denken der Clans | Polizei Essen - BAO Aktionsplan CLAN CLANS – Wovor haben sie Angst? Wovor Wovor     habenhaben sie Angst?sie       Angst? Ehrverlust als größtmögliche Schwächung      Ehrverlust; insbesondere eigenen Familiengefüge / innerhalb der Community; Männlichkeitsverlust, regelrechte Homophobie Verlust von Macht und Kontrolle; Kontrolle durch andere Menschen als Angehörige des eigenen Clans Verlust von Geld, sichtbarer Verlust von Luxusartikeln / Statussymbolen (da Status nach außen Machtdemonstration darstellt); Angst, dass sie von Rivalen überboten werden Regelmäßig streben Jugendliche aus Clanfamilien keine      Beugung / Unterordnung gegenüber „Ehrlosen“ / klassische Karriere über gute Schulnoten / Ausbildung    Fremdbestimmung; Aversion vor regulärer Arbeit („9 to 5“) für an, sondern direkt die Selbstständigkeit   jemand anderen als die eigene Gemeinschaft, weniger zu erwirtschaften als Person in vergleichbarer Position engmaschige Kontrolle/ Gruppenzwang in den Clans        Große Angst vor Verrat oder als Verräter zu gelten basiert auf Misstrauen Angst vor Angriffen gegnerischer Clans oder anderen OK- Gruppen; Verlust von Gebieten und Geschäftsfeldern Angst vor Verschulden von Schwächung des eigenen Clans / Fehler zulasten des Clans zu begehen Der eigene Clan wird als Übermacht begriffen; sowohl     Angst vor Sanktionen innerhalb Familie und Clan extern als auch intern Angst vor Wegfall aller Schutzfaktoren des Clans (Erkenntnisse / Wissen von Externen über Interna; Verlust von Einfluss in strategischen Partnerschaften) Ängste vor Verlusten sind definitiv vorhanden. Die Ängste voreinander und innerhalb der Community sind regelmäßig größer, als vor Maßnahmen des Staates. Das Sicherheitsdenken basiert auf Angst und Misstrauen untereinander, entsprechend eng sind Kontrollmechanismen in den Clans. Luxus für den Ängste soll Nachwuchs       vor verhindern, Verlusten sinddassdefinitiv    vorhanden. Ängstevon diese Wahlmöglichkeiten            voreinander     und innerhalb außen annehmen         und dem der Clan ab- trünnigCommunity      größer,stellt werden. Zudem         als das vor Zeigen Maßnahmen       externer von Luxus     auch(Polizei,   etc.). Das Sicherheitsdenken eine Machtdemonstration         dar, die die Stärke basiert des Clans          auf Angstsoll.und demonstrieren                   Misstrauen Dies alles   trägt dazuuntereinander, bei, dass sie wenig  entsprechend Angst vor dem  engStaatsind und dessen Kontrollmechanismen Maßnahmen        haben, aber großein denAngst Clans.vor Luxus demfüreigenen den Nachwuchs Clan undsoll     verhindern, sekundär          dass diese Clans vor gegnerischen Wahlmöglichkeiten bzw. gegnerischen              von außen annehmen und dem Clan abtrünnig werden. Zudem stellt das OK-Strukturen.. Zeigen von Luxus auch eine Machtdemonstration dar, die die Stärke des Clans demonstrieren soll. Dies alles trägt dazu bei, dass sie wenig Angst vor dem Staat und dessen Maßnahmen haben, aber große Angst vor dem eigenen Clan und sekundär vor gegnerischen",
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            "content": "13                                              Ansätze zur Bekämpfung | Polizei Essen - BAO Aktionsplan Clan IV. Ansätze zur Bekämpfung der Clanstrukturen V. Ansätze zur Bekämpfung Bekämpfungsansätze gegen Clankriminalität sind einerseits zwar reichlich vorhanden, vor Gericht jedoch nicht immer zwingend erfolgreich. Allerdings sind Gerichtsverfahren ebenfalls    nur   ein  Teilbereich    der   gesamtbehördlichen        Strategie.  Clankriminalität Bekämpfungsansätze gegen Clankriminalität sind einerseits zwar reichlich vorhanden, vor Gericht je-    zu bekämpfen doch           kannzwingend nicht immer     nicht alleine   durch Polizei erfolgreich.        und Staatsanwaltschaft Allerdings sind Gerichtsverfahren erfolgen.  Nachfolgend ebenfalls  nur ein Teilbereich werden der       einige Ansätze der gesamtbehördlichen           beteiligten Strategie.      Behörden dargestellt. Clankriminalität zu bekämpfen kann nicht alleine durch Polizei und Staatsanwaltschaft erfolgen. Nachfolgend werden einige Ansätze der beteiligten Behörden dargestellt. Ansatz Ansatz                    Behörde Behörde // Einrichtung Einrichtung     Inhalt Inhalt Aufklärung /              Polizei                      Strukturen, Verbindungen der Familien auch außerhalb des grundlegende                                           Ruhrgebietes (z.B. Familienstrukturen in Deutschland und Informationen                                          Europa) Wissenschaftliche            Aufbereitung von Informationen, Analysen, Dokumentation Begleitung                   von Entwicklungen und Prozessen Polizei, Finanzamt, Zoll,    Zuordnung Geschäftsstrukturen zu Personen, Handynummer, Agentur für Arbeit           Konten Jobcenter (kommunal/         Leistungsermittlung gemeinsame Einrichtung / Agentur für Arbeit) Vermögensreduzierung      Jobcenter, Familienkasse     unabh. Verdachtsanzeigen, Großflächige Leistungsprüfung SGB II, Einstellungen, wiederholende Sanktionierung für 3 Monate; Maßnahmenzwang insbesondere für U25; Überprüfung durch Kindergeldstellen Zoll, Gewerbeaufsicht,       Überprüfung und Schließung von Gewerben (z.B. Friseur- Handwerkskammer,             Salons ohne Meister) und Shisha-Bars, etc. Ordnungsamt Finanzamt                    Einforderung an Banken Übersicht Konten nach Namen, Prüfung Kassen- sowie lohnsteuerlichen bzw. umsatzsteuerlichen Nachschauen Ordnungsamt,                 Überprüfung Mietobjekte und ggf. Räumung /Schließung bei Katasteramt, Feuerwehr       Überbelegung Polizei, Staatsanwaltschaft  Einziehung gem. §§ 73 ff. StGB, § 43 PolG NRW Überprüfung von           Polizei, Finanzamt, Zoll     Überprüfung von Auftragnehmern, Partnern, Eventmanagern, Geschäftspartnern und                                  Anwälten, etc. Unterstützern Heranführung an           Jugendamt, Schulamt,         Durchsetzen der Schulpflicht, engmaschige Betreuung von staatliche Strukturen     Gerichte                     Kindern aus Problemfamilien, Betreuung der Mütter",
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            "content": "Polizei Essen - BAO Aktionsplan CLAN | Besonderheiten von Clans in Einsatzlagen                         14 V. Besonderheiten von Clans in Einsatzlagen – Reizfaktoren Während Einsatzlagen aufgrund von Tumulten haben Polizeibeam- te immer wieder die Erfahrung gemacht, dass aggressive Clanmit- glieder ängstlich auf Hunde reagieren und schneller bereit sind, sich kooperativ zu verhalten, wenn sie von ihnen ferngehalten wer- den. Entsprechend eignet sich der Einsatz von Hundestaffeln in sämtlichen Maßnahmen von Polizei und Zoll. Die verbreitete Angst vor Hunden hat ihren Ursprung im sunnitischen Islam, in welchem diese als minderwertig und insbesondere ihr Speichel oder nasses Fell als unrein gelten. Daher kennen Angehörige arabischer Famili- enclans Hunde häufig nicht als Haustiere. Im Rapper- und Drogen- milieu werden vereinzelt Rassen wie Stafford Mix, Dobermann oder Rottweiler durch Clanmitglieder oder deren Partner genutzt, um Geschäftspartner und Gegner einzuschüchtern. Da sie meist selbst Angst vor ihnen haben, werden sie beispielsweise nur angekettet und nicht artgerecht gehalten, so dass sie getötet werden, wenn sie eine zu große Gefahr darstellen oder nach einem Polizeieinsatz in die Sicherstellung kommen. Diensthund der Polizei Der Einsatz von weiblichen Beamten hat bei Clanmitgliedern eben- falls eine Wirkung: Deren Rollenvorstellungen besagen, dass sich Frauen den Männern fügen müssen. Weisungen Außenstehender müssen zudem generell nicht befolgt werden. Vor allem Frauen im Polizeivollzugsdienst sind infolgedessen ein Reizfaktor. Sie wer- den nicht als staatliche Exekutive, sondern als Frauen in Uniform wahrgenommen. Damit stehen insbesondere junge Polizistinnen dem gelebten Weltbild der Clans diametral entgegen. Verhaltens- weisen männlicher Clanmitglieder vor allem im öffentlichen Raum demonstrieren, dass sie Polizistinnen nicht akzeptieren oder ernst nehmen. Entweder, sie verhalten sich arrogant, spöttisch, aggres- siv, anzüglich oder sie flirten offensiv. Polizistinnen ohne männliche Kollegen haben so Schwierigkeiten, Maßnahmen durchzuführen. Treten Polizistinnen entsprechend aggressiv auf, setzen sich durch und dominieren den Mann (z.B. in der Festnahme), kann dies des- sen Ehre verletzen. Weibliche Polizeibeamtin",
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            "content": "15                        Besonderheiten von Clans in Einsatzlagen | Polizei Essen - BAO Aktionsplan CLAN Besonderheiten von Clans in Einsatzlagen – Provokationen bei Hochzeiten Hochzeiten von Clanmitgliedern fallen seit einigen Jahren mehr in der Öffentlichkeit auf. Bewuss- te Provokationen im Straßenverkehr sind Machtdemonstrationen, die nicht nur den Staat brüskieren sollen, sie dienen auch zur Demonstration von Macht innerhalb des Clangefüges. Vor allem junge Clanmitglieder treten offensiv auf. Hier lohnt sich der Blick auf die Handelnden: Wer tritt womit in Er- scheinung und wie kann man den- / diejenigen in der Familienhierarchie verorten? Insgesamt sind Hochzeiten eine gute Gelegenheit, mehr über bestehende Strukturen und aktuelle Konkurrenzver- hältnisse innerhalb der Familien zu erfahren; insbesondere dann, wenn es möglich ist, die komplette Hochzeit im Vorfeld mit Observationskräften abzudecken und den Festsaal zu betreten (beispielsweise: Wie tradiert läuft die Hochzeit ab? Wer hat Sitzplätze, wer nicht? Können Lager ausgemacht werden?). Der Umstand, dass Waffen wie Messer etc. zur Familienfeier mitgebracht werden, ist ebenfalls aussa- gekräftig (Vorsorge für Auseinandersetzungen mit Externen oder ist die Mitnahme von Waffen vielmehr einer Konkurrenzsituation innerhalb der Clans geschuldet?). So entstehen Tumultlagen auf Hochzei- ten, die ihren Ursprung in augenscheinlichen Belanglosigkeiten haben (z.B. Streit um einen Sitzplatz), der jedoch die Konkurrenz innerhalb der Hierarchie dokumentiert.",
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            "content": "Polizei Essen - BAO Aktionsplan CLAN | Repression und Prävention                                     16 VI. Betrachtung Repression und Prävention nach Gruppen Erziehung und Prägung der Kinder erfolgt nach tradiertem Familienbild und damit verbundenen Vor- stellungen. Dadurch bekommen Kinder Feindbilder anerzogen. Eltern der in Rede stehenden Struk- turen vermeiden zudem sämtliche Einflüsse wie z.B. Sexualkundeunterricht, für die Mädchen Sport, Schwimmen, etc. Nicht selten ist Gewalt ein Bestandteil der Erziehung (Belohnungs-/ Bestrafungssys- tem). Änderungen im Verhalten lassen sich vor allem bei weiblichen Jugendlichen und junge Frauen fest- stellen: Diese befinden sich heute nicht selten in einem „goldenen Käfig“. Gerade jüngere Frauen fallen häufiger mit Provokation nach außen auf, z. T. agieren gerade sie auffallend aggressiv. Nach innen befinden sie sich jedoch in untergeordneter Rangordnung, die zudem von der Familienhierarchie und Status im tradierten Clangefüge abhängen. Generell steigt das Ansehen der Frauen mit Alter und Nach- kommenschaft, insbesondere nach der Verheiratung des ersten Sohnes (wie zuvor ausgeführt). Zum Teil leben die Frauen in einem hohen Erwartungsdruck in Hinblick auf die Anzahl ihrer Nachkommen. Um die stark eingegrenzte Sichtweise aufzubrechen, können Chancen in der sozialpädagogischen Frauenarbeit liegen, die vor allem individuelle Bedürfnisse herausarbeitet. Allerdings wird diese nicht funktionieren, wenn Frauen in den Strukturen gemeinhin als Opfer von Unterdrückung wahrgenommen werden, denn das entspricht nicht ihrem Verständnis. Die männlichen Jugendlichen und jungen Männer sind häufig ohne materielle Mängel aufgewach- sen, gleichzeitig übernehmen sie die Erzählungen der Älteren, die nach Deutschland völlig mittellos kamen und die vom Staat nicht integriert wurden. Daraus generieren vor allem sie einen Opferkult, den sie zur Rechtfertigung sämtlicher illegalen Handlungen heranziehen. Kriminalität an anderen emp- finden sie als legitim. Häufig findet sich bei ihnen der Wunsch nach Selbstdarstellung (z.B. in sozia- len Netzwerken). Den familiären Druck, etwas darstellen zu müssen, führt mitunter zu ausgetragenen Machtkämpfen innerhalb des Gefüges. Gerade sie sind es, die den Eroberungskampf austragen und Grenzen des Staates offensiv übertreten. Entsprechend benötigen sie Konsequenzen nach Grenzüber- schreitungen, engmaschige Kontrolle und Erfahrungen, wonach sie nicht stärker als der Staat sind. Neben der Repression sollten in der tertiären Prävention gelebte Narrative um Ehre und Anspruchshal- tungen bearbeitet und systematisch aufgebrochen werden. (Groß)-Väter / Stammesälteste sind innerhalb des Gefüges Autoritäten der Familie. In ihrem tradierten Denken befürworten sie ein hartes Durchgreifen gegen Familienmitglieder (die eigenen Kinder / Enkel). Sie vertreten den Machterhalt nach innen, zeigen zuweilen aber Gesprächsbereitschaft nach außen. Ihr Augenmerk liegt in der Nachfolge. Zum Teil in Personalunion oder auch als eigene Funktion treten Schlichter / Friedensrichter als Instanzen zur Vermittlung in bzw. zwischen den Familien auf (z.B. bei Ehestreitigkeiten, Scheidungen, Blutrache / Blutfehden). Für ihre Vermittlungen erhalten sie Barbestän- de, Naturalien (müssen in den Gastronomiebetrieben der Clans nichts zahlen) oder auch Gold. Werden sie von staatlicher Seite herangezogen, damit Konflikte nicht eskalieren, wird ihre Funktion gestärkt. Gerade bei ihnen sollte stattdessen auf engmaschige Kontrolle und Repressionen gesetzt werden, da sie die Strukturen stärken und nach außen „abriegeln“. Sie sollten somit auf keinen Fall als offizielle oder inoffizielle Gesprächspartner fungieren dürfen, auch wenn dadurch große Tumultlagen verhindert werden könnten.",
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            "content": "17                                                                 Prävention | Polizei Essen - BAO Aktionsplan CLAN Prävention – Primär, Sekundär und Tertiär Adressaten              Primäre                              Sekundäre                       Tertiäre Kriminalprävention                   Kriminalprävention              Kriminalprävention (potentielle) Täter Kinder                  Stärkung des demokratischen          Soz.-päd. Jugendarbeit,         Konsequenzen und Regeln, unter 14 Jahren         Rechtsempfindens; positive           Sport, Aufarbeitung             engmaschige Betreuung, wenn Vorbilder                            Ehrempfinden (HEROES);          möglich Unterbringung nach Kennenlernen von Regeln /       SGB VIII Konsequenzen Jugendliche (m/w)       Positive Vorbilder, Aufklärung       Aufarbeitung Ehr-               Bestrafung, Aufarbeitung zu Chancen im Bildungs- und          empfinden (z.B. HEROES);        und Chance für Berufssystem                         Soz.-päd. Jugendarbeit          Verhaltensbesserung Erwachsene              Einbindung in kommunales             Soz. Frauenarbeit;              Bestrafung und Chance für Vereinswesen, Vermittlung in         Maßnahmen zu                    Verhaltensbesserung reguläre Arbeit                      Aufarbeitung Selbst- u. Familienbild Schlichter              ---                                  Beobachtung, Kontrollen,        Bestrafung, engmaschige Gefährderansprachen,            Kontrolle; wenn im SGB II: Schwächung der Position         Inpflichtnahme zur Arbeitsaufnahme / Maßnahmenbesuchen Opfer                   Stärkung des Vertrauen               Sichtbare Maßnahmen des         Betreuung, Schutzmaßnahmen, in den Rechtsstaat                   Staates (Polizeipräsenz,        gezielte Information Razzien, etc.), ---------------------------------------------------------------------------- Opfer innerhalb der Clans: Öffentlichkeitsarbeit           Kontrolle Örtlichkeit             Entgegentreten der Entwicklung       Aktive Bestreifung,             Personenstarke Polizeieinsätze von „Angstorten“, Städte-            Null-Toleranz-Strategie         (ggf. über längeren Zeitraum), bauliche Kriminalprävention,                                         Öffentlichkeitsarbeit Beseitigung der Anzeichen von Verwahrlosung; Ausbau (sozialer) Infrastruktur Repressionen gestaltet Repressionen        gestaltensichsichgegenwärtig gegenwärtignoch     immer weil schwierig,    schwierig,     weil es Clanmitgliedern es Clanmitgliedern                      beispielsweise                             beispielsweise immer      immer wiedergelingt, wieder     gelingt,ihren ihren Namen, Namen, ihren ihren Familienstand Familienstand undundihrihrAlter Alterzuzu„verändern“, „verändern“,inindem                             demsiesie                   plötzlich        Papiere aus plötzlich der Türkei Papiere    ausoder    Syrien vorlegen. der Türkei    oder Syrien  Mitvorlegen. dieser Praxis   sprengen Mit dieser         sie Gerichtsprozesse Praxis    sprengen sie Gerichtsprozesse            und entziehen sich                                  undspürbaren (Haft-)Strafen. entziehen            Auch ist der sich spürbaren         Umgang mitAuch (Haft-)Strafen.     der Gruppe     der Opfermit ist der Umgang         in der der Gruppe Tertiärprävention  der Opfer nicht                           in dereinfach:        Tertiär- Während clanfremde prävention       Opfer nicht    und Zeugen einfach:   Während  nicht  selten eingeschüchtert clanfremde    Opfer und Zeugenwerden,     sind nicht   häufig selten                   auch Clanmitglieder eingeschüchtert                                                    werden,selbst Opfer sind vonhäufig Gewalt.auchVonClanmitglieder ihnen ist kein   selbst Opfer von Interesse  zur Gewalt.    Von ihnen Mitwirkung       in deristErmittlungsarbeit kein Interesse zurzu                                          Mitwirkungerwarten,inda solche Angelegenheit der                 internzu Ermittlungsarbeit      geklärt   werden. erwarten,     da solche Angelegenheit intern geklärt werden. Prävention ohne funktionierende Repression hat gegenwärtig geringe Aussicht auf Erfolg. Um tatsächlich präventiv ansetzen Prävention                zu können, braucht ohne funktionierende                es wirksame Repression             Repressionsmaßnahmen hat gegenwärtig        geringe Aussicht           und auf            Kontrollinstrumente, Erfolg. Um tat- damit der sächlich       Bedarf sowohl präventiv    ansetzen nach zu Alternativen   als auch können, braucht          IntegrationRepressionsmaßnahmen es wirksame        in der Zielgruppe selbst gesteigert                                    und Kontroll-           wird. instrumente, damit der Bedarf sowohl nach Alternativen als auch Integration in der Zielgruppe selbst gesteigert wird.",
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            "content": "Polizei Essen - BAO Aktionsplan CLAN | Zusammenfassung und Fazit                                    18 VII. Zusammenfassung und Fazit – Es geht nicht von heute auf morgen  Zentral für das Verständnis der Clans ist zum einen die Auffassung, dass sie sich stets im Krieg befinden. Diese Haltung wird vor allem über ihren Eroberungswillen dokumentiert, der keineswegs nur als Prahlerei abgetan werden sollte. Zum anderen sind die Clanfamilien sehr stark von ihrem Ehrempfinden geprägt, dass für sie Schutz und Gefahr zugleich darstellt. Auch sind sie keineswegs eine völlig homogene Einheit: Das Verständnis von Ehre, Konkurrenzverhältnisse untereinander und das Bedürfnis nach Anerkennung sorgen für Unruhe. Der Clanfrieden wird vor allem durch externe Feindbilder gewahrt.  Der Staat wurde viele Jahre nicht als konsequent kennengelernt, auch nutzen Clans die bestehen- den behördlichen Strukturen, Hürden des behördlichen Austauschs durch den Datenschutz, etc. für ihre Zwecke aus. Entsprechend ist der eingeschlagene Weg, mit einer gesamtbehördlichen Bekämpfungsstrategie auch ein Umerziehungsprozess, der seine Zeit braucht.  Es sind bereits Ansätze zur Prävention und pädagogische Arbeit, die Alternativen zur Kriminalität aufzeigt, vorhanden. Allerdings erscheinen sie für die Zielgruppe bisweilen nur wenig attraktiv, da kriminelle Aktivitäten innerhalb der Clans gut geschützt und zudem deutlich lukrativer sind. Entsprechend wichtig bleiben die Anstrengungen sämtlicher Behörden, um das Vermögen zu redu- zieren und den kriminellen Bewegraum einzuschränken.  Die interbehördliche und gemeinsame Bekämpfungsstrategie bedarf nicht nur eines langen Atems und Pioniergeist, sondern auch einer guten Fehlerkultur. Nicht jede Taktik ist gleichermaßen erfolg- reich. Das Bewegen in unterschiedlichen Rechtskreisen kann leicht zu Verfahrensfehlern führen. Der Austausch untereinander obliegt zudem den Hürden des Datenschutzes, die rechtskonform be- handelt werden müssen. Die Clans als lernende Systeme zu begreifen, bedeutet einzukalkulieren, dass sie ihrerseits auf Taktiken reagieren und die Behörden erneut zum Umdenken und Anpassen ihrer Maßnahmen zwingen werden. Entsprechend müssen alle Handlungskonzepte regelmäßig auf ihre Wirksamkeit hin überprüft und bei Bedarf nachjustiert werden.  Um dies nicht nur regional zu gewährleisten, ist der regelmäßige Austausch zwischen den Behörden nicht nur regional, sondern landes- und bundesweit ein wichtiger Faktor. Ebenso mit den Sicher- heitsbehörden in Europa, insbesondere Schweden und Dänemark, die ebenfalls Erfahrungen im Kampf mit Clankriminalität machen, lohnt sich der gegenseitige Informationstransfer.",
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            "content": "Polizeipräsidium Essen Büscherstraße 2-6 45131 Essen Tel. (0201) 829 0 Fax (0201) 829 2849 poststelle.essen@polizei.nrw.de www.polizei.nrw.de/essen facebook.com/Polizei.NRW.E Herausgeber: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Autorin:       Prof. Dr. Dorothee Dienstbühl",
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