Bundeswehr-Showroom kostet monatlich 15.000 Euro

Erfolgreiche IFG-Anfrage: Konzept, Mietvertrag und Grundrisse des Bundeswehr-Showrooms in Berlin

Mit einem hippen Showroom„im Herzen der Hauptstadt" versucht die Bundeswehr seit September letzten Jahres neue Rekruten anzuwerben.

Wie aus dem Konzept für den Showroom hervorgeht, den ein Nutzer auf FragDenStaat.de erhalten hat, soll der Raum eine “moderne, offene und ortsfeste Plattform” zum Dialog mit der Öffentlichkeit sein. Schwerpunkt ist dabei die Personalgewinnung. Mit einer Rekrutierungskampagne sollen vor allem mögliche Teilstreitkräfte angesprochen werden. Im Konzept heißt es dazu: „Kernbotschaft ist dabei das Gesicht – der Mensch, der damit im konkreten Bezug zu einem Thema oder Truppenteil steht.“

Das lässt sich die Bundeswehr einiges kosten: Alleine für Showroom und Räumlichkeiten im 4. Obergeschoss gibt die Bundeswehr monatlich rund 15.000 Euro aus. Der Mietvertrag läuft vorerst bis 2024. Außerdem sind auch dieGrundrisse der Räumlichkeiten aus der IFG-Anfrage einsehbar.

Mit der unkomplizierten und umfassenden Bearbeitung der IFG-Anfrage hat sich das Bundesverteidigungsministerium anscheinend am Motto gerichtet, das auch an ihrem Showroom prangt: Wir. Dienen. Deutschland.

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Arne Semsrott

Arne ist Journalist und Projektleiter von FragDenStaat.

E-Mail: arne.semsrott@okfn.de (PGP)

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Berlin: Eine E-Mail kostet einen Euro

Eigentlich sind einfache IFG-Anfragen in den meisten Bundesländern kostenlos. Berlin ist da eine Ausnahme: Nach der Gebührenordnung des Landes kosten Anfragen in der Hauptstadt mindestens fünf Euro - es sei denn, man stellt sie etwa als gemeinnützig anerkannter Verein.