Neuer Job bei FragDenStaat: Wir suchen Jurist*in! (60-100%, ab Februar 2020)

Für unseren Bereich der strategischen Klagen suchen wir ab Februar des kommenden Jahres eine Head of Legal für FragDenStaat.

Wer wir sind

FragDenStaat ist das Portal für Informationsfreiheit in Deutschland. Seit 2011 ermöglicht es allen Menschen, einfach und transparent Informationen von Behörden zu befreien – mit technischen Tools, Kampagnen, strategischen Klagen und journalistischer Berichterstattung. Inzwischen haben rund 80.000 Personen insgesamt 130.000 Anfragen über FragDenStaat gestellt. In den vergangenen drei Jahren haben wir 50 IFG- und UIG-Klagen gegen deutsche und EU-Behörden eingereicht und über unseren Klagefonds weitere finanziert.

Informationsfreiheit ist uns ein Herzensanliegen. FragDenStaat ist ursprünglich als ehrenamtliches Projekt gestartet und wird inzwischen von einem kleinen Team getragen. Wir wachsen weiter und haben viel vor, um Informationsfreiheit in Deutschland strategisch voranzubringen. Dazu bieten wir Raum für neue Ideen, experimentieren gerne und suchen dafür Verstärkung!

Trägerverein von FragDenStaat ist der gemeinnützige Verein Open Knowledge Foundation Deutschland mit Sitz in Berlin, der sich für offenes Wissen, Transparenz und Beteiligung einsetzt. Unsere Arbeit ist unabhängig, überparteilich und interdisziplinär. 

Wen wir suchen

Für unseren Bereich der strategischen Klagen sind wir auf der Suche nach einer teamstarken und politikinteressierten Persönlichkeit, die Lust hat, gemeinsam mit uns FragDenStaat weiterzuentwickeln und das Berliner Kernteam - Arne, Judith, Lea und Stefan - zu verstärken. 

In diesen Bereichen wirst Du arbeiten: 

  • Weiterentwicklung unserer Strategie für die rechtliche Durchsetzung von Ansprüchen im Bereich Informationsfreiheit und damit zusammenhängenden Rechtsgebieten in Deutschland, aber auch auf EU-Ebene

  • Formulierung von Klagen sowie Entwicklung von Legal-Tech-Vorlagen für automatisierte Widersprüche und Klagen gemeinsam mit spezialisierten Kanzleien

  • Mithilfe bei der Entwicklung und Begleitung von Kampagnen und Kooperationen mit NGOs und Journalist*innen

  • Pflege und Weiterentwicklung einer Klage- und Urteilsdatenbank für Informationsfreiheit

  • Rechtliche Beratung des FragDenStaat-Teams und von FragDenStaat-User*innen

  • Erarbeitung von Fachtexten im Bereich Informationsfreiheit, Vorbereitung von Stellungnahmen im Rahmen von Gesetzgebungsprozessen

  • Möglichkeit, Interessen und Standpunkte von FragDenStaat in Fachgesprächen gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten

  • Möglichkeit der Entwicklung weiterer Projekte im Bereich Informationsfreiheit, Urheberrecht und verwandten Rechtsgebieten

Wir möchten die anfallenden Tätigkeiten und auch die wöchentliche Arbeitszeit so arrangieren, dass sie zu Dir passen. 

Eine Kombination mit einer Beschäftigung in einer Anwaltskanzlei ist grundsätzlich auch möglich. Wir kooperieren mit verschiedenen Kanzleien, bei denen eine Beschäftigung teilweise möglich ist. Es besteht zudem die Gelegenheit, die Stelle mit einer Promotion zu verbinden.

Profil

Bei uns gibt es viel Raum für Deine eigenen Ideen. Das Projekt lebt von dem starkem Engagement und Einsatz aller Teammitglieder. Dementsprechend wünschen wir uns von Dir, dass Du eigenständig arbeitest, gerne Verantwortung übernimmst und ein gutes Zeitmanagement mitbringst. 

Du solltest Volljurist*in sein und ein besonderes Interesse an Informationsfreiheit und verwandten Rechtsgebieten haben. Genauso wichtig wie gründliche juristische Arbeit ist eine kreative Herangehensweise an juristische und politische Fragestellungen. Wenn Du Freude daran hast, mithilfe Deiner Kenntnisse neue Wege in der Informationsfreiheit zu beschreiten, bist Du bei uns genau richtig. Toll wäre, wenn Du eine grundsätzliche Offenheit gegenüber Technik mitbringst.

Was wir bieten

Wir bieten Dir:

  • die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen und die Zukunft der Informationsfreiheit in Deutschland mitzugestalten

  • enge Zusammenarbeit mit dem hauptamtlichen Team von FragDenStaat und spezialisierten Kanzleien

  • dazuzulernen in den Bereichen, die Dir wichtig sind

  • flexible, familienfreundliche Arbeitszeiten und die Möglichkeit zu gelegentlichem Home Office

  • ein sehr spannendes Arbeitsumfeld bei der Open Knowledge Foundation in Berlin

  • eine gute Büroatmosphäre, gratis Getränke und eine oft aufgefüllte Snackbox

  • eine Vergütung nach TV-L E13 Stufe 3

Die Stelle ist zum 1. Februar 2020 zu besetzen. Sie ist derzeit aus finanziellen Gründen auf zwei Jahre befristet. Wir streben aber an, die Stelle dauerhaft zu besetzen.

Wir freuen uns insbesondere über die Bewerbungen von Frauen, Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen anderer Gruppen, die in der IT- und Jura-Welt unterrepräsentiert sind. Von Bewerbungsfotos und Angaben zu Alter und Familienstand bitten wir abzusehen.

Bitte schicke uns Deine Bewerbung inkl. möglichem Beginn und bevorzugtem Stundenumfang bis zum 6. Dezember 2019 per E-Mail an arne.semsrott@okfn.de, gerne auch PGP-verschlüsselt. Telefonisch erreichst Du uns unter +49 30 57 70 36 661. Wir möchten vor allem wissen, woran Du Interesse hast, wofür Du dich engagierst, was Du gut kannst, was Dich bewegt und motiviert.

Du arbeitest besonders gerne und effektiv mit einer anderen Person zusammen, die auch mit uns arbeiten möchte? Dann könnt ihr euch auch gemeinsam als Team bewerben.

Wie es weitergeht

Wir werden alle Bewerbungen sichten, ggf. nachanonymisieren und dann dem Personalverantwortlichen zur Auswahl vorlegen (erste Runde). Danach wird die Anonymisierung aufgehoben, damit wir mit einigen von euch Telefongespräche führen können (zweite Runde). Zur dritten Runde werden wir Bewerber*innen zum persönlichen Kennenlernen nach Berlin einladen. Diese Gespräche finden vom 9.-13.12.2019 in Berlin statt. Die innerdeutschen Reisekosten für die Bewerbungsgespräche übernehmen wir, sofern sie nicht von der Arbeitsagentur getragen werden.

Bild des Autors

Arne Semsrott

Arne ist Journalist und Projektleiter von FragDenStaat.

E-Mail: arne.semsrott@okfn.de (PGP)

Spendenaufruf

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Befreit die Information! – Wie Zugang zu Information die Gesellschaft verändert. Erfahrungen aus der EU, Kenia und Marokko.

Herzliche Einladung zur Podiumsdiskussion am 18. November 2019 von 18.30 bis 20 Uhr

Singerstraße 109, 10179 Berlin, in den Räumen von Correctiv