Warum wir kooperieren

Wir sind keine Insel. In unserer Arbeit setzen wir auf Kooperationen statt auf Alleingänge. Hier erklären wir, warum.

In den vergangenen Wochen haben wir das Urteil im NSU-Prozess veröffentlicht – gemeinsam mit NSU Watch. Wir haben versucht, mit der Umweltrechtsorganisation ClientEarth im Eilverfahren Hintergründe zu Milliardenzahlungen im kommenden Kohlegesetz transparent zu machen. Leider erfolglos. Unseren neuen Prinzenfonds haben wir unter anderem mit der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union entwickelt, unser Coronahilfen-Tracker ist gemeinsam mit der Finanzwende entstanden.

Kooperationen spielen eine zentrale Rolle in unserer Arbeit. Wir glauben: Die Zukunft der Demokratie hängt nicht an einzelnen Personen und Organisationen, sondern in der Kraft von vielfältigen sozialen Bewegungen und dem gemeinsamen Kampf für eine gerechte und plurale Gesellschaft. Auch in Deutschland ist die Zivilgesellschaft unter Druck, wie etwa die Diskussionen um das Gemeinnützigkeitsrecht zeigen sowie Drohungen von rechtsaußen. Wir müssen zusammenhalten.

Neu entdeckte Potenziale der Informationsfreiheit

In unserer Arbeit ist es uns wichtig, unsere Expertise und unsere Ideen so vielen Menschen, Journalist:innen und zivilgesellschaftlichen Akteuren wie möglich zugänglich zu machen. Wir machen unsere eigene Arbeit transparent, schulen Aktivist:innen und NGOs, oft im Hinblick auf Anfragen und Klagen mit den Informationsfreiheitsgesetzen, und entwickeln gemeinsam Kampagnen. Mit abgeordnetenwatch haben wir tausende Lobby-Stellungnahmen und Bundestags-Gutachten befreit, mit foodwatch tausende Hygiene-Kontrollberichte. Der Chaos Communication Congress des CCC ist unser jährliches Highlight.

Zusammen setzen wir Zeichen für Demokratisierung, für Transparenz, öffentliche Kontrolle von Macht und für die Selbstermächtigung von Bürgerinnen und Bürgern.

Weil wir an vielen verschiedenen gesellschaftlichen Problemen arbeiten, können wir immer größere Zielgruppen erreichen und weitere Informationsbefreier:innen gewinnen. Ob zur Klimakrise, zu Polizeigewalt oder zur Migrationspolitik – in all diesem Themenfeldern kommen wir dem Ziel näher, die Mittel der Informationsfreiheit dauerhaft in den Strukturen der Gesellschaft zu verankern und die Demokratie zu verbessern.

Wir haben nicht die eine Lösung

Transparenz und Informationsfreiheit alleine sind aber nicht die Lösung für alle gesellschaftliche Probleme, Anfragen und Klagen nicht die einzigen wirkungsvollen Methoden. Sie sind wichtige Bausteine für die Stärkung von Bewegungen, die für eine bessere und gerechtere Gesellschaft kämpfen. Dazu wollen wir uns weiter und noch stärker mit anderen Initiativen austauschen und gleichzeitig von anderen großartigen Organisationen lernen – seien es Sea-Watch, die Gesellschaft für Freiheitsrechte, Fridays for Future oder Pro Asyl.

Um vermehrt in Kooperationen investieren zu können und dafür Kapazitäten zu gewinnen, bitten wir um Ihre Unterstützung durch eine Dauerspende. Schon 10 Euro im Monat helfen uns weiter. Gemeinsam bringen wir Licht ins Dunkel der Behörden!

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Arne Semsrott

Arne ist Journalist und Projektleiter von FragDenStaat.

E-Mail: arne.semsrott@okfn.de (PGP)

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Judith Doleschal

Judith arbeitet bei FragDenStaat für die Community-Entwicklung, Kommunikation sowie Fundraising.

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