JobInvestigative Journalist*in bei FragDenStaat [Frist abgelaufen]

Für unseren Investigativ-Bereich suchen wir zur Verstärkung eine Journalist*in für FragDenStaat! 60-100% (24 bis 40 h/Woche), idealerweise ab Juni 2023.

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Wir streben eine gleichmäßige Repräsentation gesellschaftlicher Gruppen im Team an und möchten den Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte, Schwarzen Personen, PoCs und Menschen mit Behinderungen im Team erhöhen.

Wer wir sind

FragDenStaat ist die Organisation für Informationsfreiheit in Deutschland. Seit 2011 ermöglicht sie es allen Menschen, möglichst einfach und transparent Informationen von Behörden zu befreien – mit technischen Tools, Kampagnen, strategischen Klagen und investigativen Recherchen. Inzwischen haben rund 120.000 Personen insgesamt 230.000 Anfragen über FragDenStaat gestellt. In den vergangenen drei Jahren haben wir mehr als 140 Klagen gegen deutsche und EU-Behörden eingereicht.

Trägerverein von FragDenStaat ist der gemeinnützige Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. mit Sitz in Berlin, der sich für offenes Wissen, Transparenz und Beteiligung einsetzt. Unsere Arbeit ist spendenfinanziert, unabhängig, überparteilich und interdisziplinär.

Informationsfreiheit ist uns ein Herzensanliegen. FragDenStaat ist ursprünglich als ehrenamtliches Projekt gestartet und wird inzwischen von einem 20-köpfigen hauptamtlichen Team getragen. Wir wachsen weiter und haben viel vor, um Informationsfreiheit in Deutschland und auf EU-Ebene strategisch voranzubringen. Dafür suchen wir Verstärkung!

Wie wir im Investigativ-Bereich arbeiten

Wir haben mit unseren investigativen Recherchen das Ziel, die Mächtigen zu kontrollieren und durch das Aufdecken von Fehlverhalten Veränderungen anzustoßen. Unsere Arbeitsweise trägt dazu bei: Wir sind bei unserer Arbeit so transparent wie möglich. Wo möglich veröffentlichen wir die Grundlagen unserer Recherchen und zeigen, wie alle Menschen ebenfalls vergleichbare Informationen erhalten können.

Dabei arbeiten wir eng mit anderen Bereichen von FragDenStaat zusammen, verklagen den Staat regelmäßig auf Auskunft und nutzen technische Tools zur Auswertung von Anfragen.

Investigative Recherchen bei FragDenStaat haben in der Regel einen Bezug zu 

  • Informationen, die per Informationsfreiheitsgesetz (IFG/UIG/VIG etc.) angefragt werden
  • Presserechts-Anfragen und -Klagen
  • offenen Daten(sätzen)
  • geleakten Dokumenten
  • Registerdaten (z.B. Grundbuch)

Wir kooperieren bei allen Recherchen mit anderen Medien und Journalist*innen. Unser Ziel ist dabei, dass auch andere Medien verstärkt Auskunftsrechte nutzen und transparent arbeiten. Außerdem bereichern die Kooperationen die Arbeit, erhöhen die Reichweite für unsere Themen und machen Freude. Bisher haben wir u.a. mit dem ZDF Magazin Royale, WDR/NDR/SZ, der taz, Correctiv und dem Spiegel zusammengearbeitet. Einen Überblick über unsere Recherchen findest du hier. Wir möchten noch mehr internationale Kooperationen vorantreiben.

Wen wir suchen

Wir sind auf der Suche nach einer Person, die im Investigativ-Team gemeinsam mit Vera, Aiko und Arne arbeitet.

Daran arbeitest Du: 

  • Eigene investigative Recherchen und Medienkooperationen, gerne mit Deinem eigenen „Beat“
  • Kleinere Recherchen mithilfe von Dokumenten, die von anderen Menschen über FragDenStaat befreit wurden
  • Nach Interesse ab und zu Workshops für andere Medien und Organisationen

Wir möchten die anfallenden Tätigkeiten und auch die wöchentliche Arbeitszeit so arrangieren, dass sie zu Dir passen.

Profil

Bei uns gibt es viel Raum für Entwicklung und Deine eigenen Ideen. Das Projekt lebt vom starken Engagement und Einsatz aller Teammitglieder. Dementsprechend wünschen wir uns von Dir, dass Du eigenständig arbeiten kannst und ein gutes Zeitmanagement mitbringst.

Du solltest folgendes mitbringen:

  • Motivation, dich regelmäßig durch große Aktenberge zu wühlen, um wichtige Informationen zu finden
  • Vorkenntnisse mit Auskunftsrechten sind nicht nötig, aber ein großes Interesse an Anfragen sowie Klagen ist wichtig
  • Bereitschaft, neben Deinen Arbeitsergebnissen auch Deine Recherchewege zu veröffentlichen (z.B. die FragDenStaat-Anfragen)

Du solltest Freude daran haben, an der Schnittstelle von Technik und Politik neue kreative Wege in der Informationsfreiheit zu beschreiten. Teamarbeit ist uns sehr wichtig – und damit offene und wertschätzende Kommunikation mit Kolleg*innen und Kooperationspartner*innen auch aus anderen Fachbereichen.

Du glaubst, dass ein paar Aspekte aus der Ausschreibung nicht zu Dir passen, aber viele andere schon? Dann bewirb Dich bitte trotzdem.

Wir bieten Dir

  • Eine sinnstiftende Tätigkeit zur Stärkung von Demokratie und Informationsfreiheit
  • enge Zusammenarbeit im Investigativ-Team von FragDenStaat sowie mit unseren Kooperationspartner*innen
  • dazuzulernen in den Bereichen, die Dir wichtig sind, auch durch Fortbildungen, die FragDenStaat für dich bezahlt
  • flexible, familienfreundliche Arbeitszeiten
  • Unterstützung bei technischen Hilfsmitteln
  • Eine gute Büroatmosphäre in Berlin mit einem motivierten Team – Home Office und remote arbeiten ist auch möglich. Das Büro ist mit Fahrstuhl stufenfrei erreichbar. Wenn du auf weitere Barrieren stößt, möchten wir sie abbauen. Wir haben eine Menstrual Leave Policy.
  • Eine Vergütung angelehnt an TV-L E13, Stufe 1
  • 30 Urlaubstage im Jahr

Die Stelle ist zum 1. Juni 2023 zu besetzen. Sie ist auf zwei Jahre befristet. Wir streben eine Entfristung an.

Bitte schicke uns Deine Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf, Arbeitsproben, möglichem Beginn und bevorzugtem Stundenumfang bis zum 2. April 2023 per E-Mail an jobs@okfn.de. Wir möchten vor allem wissen, woran Du Interesse hast, was Du gut kannst, was Dich bewegt und motiviert.

Bitte sende uns weder Bewerbungsfotos noch Angaben zu Alter und Familienstand zu. Ob du einen Hochschulabschluss hast, ist für uns nicht entscheidend. Arbeits- und Abschluss-Zeugnisse brauchen wir nicht.

Wie es weitergeht

Wir werden alle Bewerbungen sichten, ggf. nachanonymisieren und dann dem Personalverantwortlichen zur Auswahl vorlegen. Im Anschluss werden wir möglicherweise mit ausgewählten Kandidat*innen Telefongespräche führen, um offene Fragen zu klären. Nach Sichtung der Ergebnisse wird die Anonymisierung aufgehoben und wir laden einige Bewerber*innen zum persönlichen Kennenlernen ein. Diese Gespräche finden vom 17.04.-28.04 in Berlin statt. Die innerdeutschen Reisekosten für die Bewerbungsgespräche übernehmen wir, sofern sie nicht von der Arbeitsagentur getragen werden.

Für eine informierte Zivilgesellschaft spenden

Unsere Recherchen, Klagen und Kampagnen sind essentiell, um unsere Politik und Verwaltung transparenter zu machen! So können wir unsere Demokratie stärken. Daraus schlagen wir kein Profit. Im Gegenteil: Als gemeinnütziges Projekt sind wir auf Spenden angewiesen.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit!

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Klage gegen Gebühren 10.000 Euro Kosten für Null Information

Baden-Württembergs Innenministerium will uns keine Dokumente über Polizisten geben, die im Ku-Klux-Klan aktiv waren. Stattdessen will das Innenministerium jetzt von uns viel Geld. Deshalb klagen wir.