Stickoxid- und Quecksilberemissionen niedersächsischer Kohlekraftwerke

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4.3.1.2

4.3.1.3

4.3.1.4

Betreiber:
Bericht Nr.:

TÜV NORD Umweltschutz

nach $& 29 b BImSchG bekannt gegebene Stelle

[HF] Messverfahren

Die Messungen erfolgten mit einer Probenahme durch Absorption in verdünnter Nat-
ronlauge und anschließende potentiometrische Bestimmung von Fluorid in der Absorp-
tionslösung. Das Verfahren entspricht der VDI-Richtlinie 2470, Blatt 1, Verfahren B.

[HF] Messplatzaufbau

Entnahmesonde
Material der Entnahmesonde
beheizt auf
Partikelfilter
beheizt auf
Material
Absorptionseinrichtungen
Sorptionsmittel

Sorptionsmittelmenge

Abstand zwischen Ansaugöffnung: und
Sorptionsmittel

Teilgasstromerzeugung
QS-Nr.

Probenahmedauer

Teilvolumenstrom

Zeitraum zwischen Probenahme und

[HF] Analytische Bestimmung

Paul Gothe | Sonderanfertigung
Titan

ja, > 200°C

M&C Products | PSP 4000
Keramikfilter 2 um

> 200°C

2 Waschflaschen (100 ml, Fritte D2)
0,1 n Natriumhydroxid-Lösung

2x 30 ml

DESAGA-Gasprobennehmer GS 212

21-28 Tage

 

Die Analytik und Auswertung der Proben erfolgte im Labor entsprechend der VDI-RL
2470, Blatt 1, Verfahren B durch potentiometrische Messung für jede Absorptionsstufe

getrennt.

Die Messung der Fluoridionen-Konzentration erfolgt mittels fluoridionensensitiver Ein-
stabmesskette. An der Oberfläche eines Lanthan-Fluorid-Einkristalls bildet sich ein von
der Fluoridkonzentration in der Messlösung abhängiges Elektrodenpotential, sobald sie
mit einer Fluoridlösung in Kontakt kommt.

 
 
   

Seriennummem

 

pH/lonenmeter, Hersteller | Typ
Elektrode, Hersteller | Typ WTW | Fluorid-Einstab F 800

 
 
 

WTW | inoLab / pH Ion 735

  
 

07150048 und 06501136

Die Kalibrierung erfolgt mit verschiedenen Verdünnungen einer NaF-Stammlösung.

Kraftwerk Mehrum GmbH
8000664993 / 818EFK028

Messbericht
Seite 16 von 33
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TÜV NORD Umweltschutz

nach $ 29 b BImSchG bekannt gegebene Stelle

4.3.1.5 [HF] Verfahrenskenngrößen

Nachweisgrenze 0,1 mg/l Absorptionslösung

Erfassungsgrenze 0,2 mg/l Absorptionslösung

 

Bestimmungsgrenze 0,3 mg/l Absorptionslösung

Messunsicherheit U. (Analytik)

 

4.3.1.6 [HF] Maßnahmen zur Qualitätssicherung
Die Probenahmeapparatur einschließlich Abscheideeinrichtungen wird vor jeder Probe-
nahmeserie gereinigt. Weiterhin wird vor jeder Probenahme die Dichtigkeit der Probe-
nahmeapparatur und die Plausibilität der Anzeigen überprüft.

Die eingesetzten Prüfmittel zur Erzeugung und Messung des Teilvolumenstroms und
des Probevolumens unterliegen der Prüfmittelüberwachung der TÜV NORD Umwelt-
schutz GmbH & Co. KG und werden regelmäßig auf die Richtigkeit ihrer Anzeigen
überprüft. Dabei wird sichergestellt, dass die Messunsicherheiten der eingesetzten
Probevolumenmesseinrichtungen 2 % vom Änzeigewert und die Messunsicherheiten
der Messgeräte für Druck und Temperatur 1 % vom Anzeigewert nicht überschreiten.

Das Labor der TÜV NORD Umweltschutz GmbH & Co. KG führt für den analytischen
Teil dieses Messverfahren Kontrollkarten entsprechend DIN EN ISO 17025. Zusätzlich
werden bei jeder Probenserie Feldblindwerte bestimmt.

4.3.1.1 [HCl] Messobjekt

gasförmige anorganische Chlorverbindungen als HCI

4.3.1.2 [HCI] Messverfahren
lonenchromatografische Bestimmung des HCI-Gehaltes nach Absorption in H2O (DIN
EN 1911)

Messbericht

Betreiber: Kraftwerk Mehrum GmbH
Seite 17 von 33

Bericht Nr.: 8000664993 / 818EFK028
452

4.3.1.3

4.3.1.4

Betreiber:
Bericht Nr.:

TÜV NORD Umweltschutz

nach $ 29 b BImSchG bekannt gegebene Stelle

[HCI] Messplatzaufbau

 

Entnahmesonde, Hersteller | Typ Paul Gothe | Sonderanfertigung
Material \ Titan
Beheizt ja, > 200°C
Partikelfilter, Hersteller | Typ M&C Products | PSP 4000
Material Keramikfilter 2 um
Beheizt > 200°C
Absorptionseinrichtungen 2 Waschflaschen (100 ml, Fritte D2)
Sorptionsmittel dest. Wasser
Sorptionsmittelmenge 2x 40 ml
Teilgasstromerzeugung DESAGA-Gasprobennehmer GS 212
OQS-Nr. 8197 0446 | 24.07.2017
Zeitraum zwischen Probenahme und Analyse |31 - 38 Tage

 

 

[HCl] Analytische Bestimmung

Die Analytik und Auswertung der Proben erfolgte im Labor entsprechend der DIN EN
1911 durch Ionenchromatographie mit Leitfähigkeitsdetektor und Suppressortechnik für
jede Absorptionsstufe getrennt.

Die in der Probenlösung enthaltenen Anionen werden mit einem Eluenten aus Na2COs3
/ NaHCO;z-über eine Trennsäule aufgetrennt und die Anionen mittels eines Mikromemb-
ran-Suppressors in die korrespondierenden Säuren überführt. Die Detektion erfolgt mit
Hilfe eines Leitfähigkeitsdetektors.

 

 

 

 

 

 

lonenchromatograph ICS 1100 NEU

Vorsäule AG 14A Ion Pac, 4x 50 mm, Fa. Thermo Sci-
entific

Hauptsäule AS 14A Ion Pac, 4 x 250 mm, Fa. Thermo Sci-
entific

Supressor ASRS 500 - 4 mm, Fa. Thermo Scientific

Probenschleife Ventil 1: 25 ul, Ventil 2: 1 ul |

|Detektor DS 6

Inventarnummer 5200968

Autosampler AS-AP, Fa. Thermo Scientific

Standard Merck, e(Chlorid) = 1,00 g/l

Quantifizierung Externer Standard

Kraftwerk Mehrum GmbH \ Messbericht
8000664993 / 818EFK028 Seite 18 von 33,
453

4.3.1.5

4.3.1.6

4.3.2

4.3.2.1

4.3.2.2

Betreiber:

Bericht Nr.:

TÜV NORD Umweltschutz

nach 8 29 b BImSchG bekannt gegebene Stelle

Die Bestimmungen erfolgen mittels linearer Kalibrierung für den Bereich 0,1 bis 5,0
mg/l und quadratischer Kalibrierung für den Bereich 5,0 bis 20,0 mg/l. Die Kalibrierung
wird messtäglich mit zwei unabhängigen Kontrollstandards überprüft.

[HC] Verfahrenskeringrößen

 

    
      

  
   
   

0,023 mg/l |
0,046 mg/l
0,093 mg/l

Uc = 5,5 % bei 2 mg/l Cr
U. = 2,2 % bei 8 mg/l Cr

Nachweisgrenze

Erfassungsgrenze

Bestimmungsgrenze (k=4)

 
     
 

 

Messunsicherheit Analytik

   

Im Falle einer Störung (Matrixproblem) wird die Probe mit einem Standard aufgestockt
(Standardadditionsverfahren). Eine eindeutige Identifizierung ist dadurch in den meis-
ten Fällen sichergestellt.

[HCI] Maßnahmen zur Qualitätssicherung

Die Probenahmeapparatur einschließlich Abscheideeinrichtungen wird vor jeder Probe-
nahmeserie gereinigt. Weiterhin wird vor jeder Probenahme die Dichtigkeit der Probe-
nahmeapparatur und die Plausibilität der Anzeigen überprüft.

Die eingesetzten Prüfmittel zur Erzeugung und Messung des Teilvolumenstroms und
des Probevolumens unterliegen der Prüfmittelüberwachung der TÜV NORD Umwelt-
schutz GmbH & Co. KG und werden regelmäßig auf die Richtigkeit ihrer Anzeigen
überprüft. Dabei wird sichergestellt, dass die Messunsicherheiten der eingesetzten
Probevolumenmesseinrichtungen 2 % vom Anzeigewert und die Messunsicherheiten
der Messgeräte für Druck und Temperatur 1 % vom Anzeigewert nicht überschreiten.

Das Labor der TÜV NORD Umweltschutz GmbH & Co. KG führt für den analytischen
Teil dieses Messverfahren Kontrollkarten entsprechend DIN EN ISO 17025. Zusätzlich
werden bei jeder Probenserie Feldblindwerte bestimmt.

Partikelförmige Emissionen

Messobjekte

a) Cd, TI, Sb, As, Pb, Cr, Co, Cu, Mn, Ni, V und Sn (Metalle und ihre Verbindungen),
partikelförmig und filtergängig

b) Quecksilber und seine Verbindungen (Hg)

Messverfahren
a) Cd, TI, Sb, As, Pb, Cr, Co,'Cu, Mn, Ni, V und Sn (Metalle)
Die Ermittlung der Metallemissionen wurde gemäß DIN EN 14385 durchgeführt.

Kraftwerk Mehrum GmbH Messbericht
8000664993 / 818EFK028 Seite 19 von 33
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4.3.2.3

4.3.2.4

Betreiber:
Bericht Nr.:

TÜV NORD Umweltschutz

nach & 29 b BImSchG bekannt gegebene Stelle

b) Quecksilber (Hg)

Die Ermittlung der Quecksilberemissionen wurde gemäß DIN EN 13211 durchgeführt.

Grundlage der Verfahren ist die isokinetische Entnahme eines Teilgasvolumens, wel-
ches partikelgebundene und filtergängige Stoffe enthält. Die Partikel werden auf einem
Planfilterkopfgerät entsprechend dem in der DIN EN 13284-1 beschriebenen mänuel-
len diskontinuierlichen Staubmessverfahren abgeschieden. Zur Abscheidung der filter-
gängigen Anteile wird das Messgas im Anschluss außerhalb des Abgaskanals durch
Absorptionslösungen in Impingerabsorbern geleitet. Dazu wird das Messgas durch ein
elektrisch beheiztes Absaugrohr aus Titan den Absorptionseinrichtungen zugeführt.

Messplatzaufbau

Probenahmegerät

Anordnung des Staubfilters
Entnahmesonde
"Wirkdurchmesser der Düse
Abscheideeinrichtung für Partikel
Abscheidemedium für Partikel
Absaugrohr

Messobjekt

Abscheideeinrichtung für filtergän-
gige Anteile der Messobjekte

Abscheidemedium für filtergängige
Anteile der Messobjekte

| Probegastrocknung

Probevolumenmessung

Teilstromerzeugung

Zeitraum zwischen Probenahme
und Analyse

 

4 m?/h-Filterkopfgerät für Planfilter Fabrikat P. Gothe

 

innenliegend im Kanal, unbeheizt

Titan, unbeheizt

Filterkopf mit Planfilterhalter aus Titan

 

 

 

| Quarzfaserfilter Schleicher & Schüll OF 20

Titan, elektrisch beheizt auf 160 °C

3 hintereinander geschal- |2 hintereinander geschaltete
tete Impingerabsorber mit |Impingerabsorber mit Kugel-
Kugelschliffen schliffen

 

je Absorber 60 ml ver- je Absorber 40 ml verdünnte
dünnte HNOs mit H202 H2S04 mit KMnO4

Trockenturm mit ca. 5 kg Silikagel

 

Trockengaszähler G6, druckseitig hinter der Pumpe an-
geordnet, 82910073, letzte Kalibrierung: 01.08.2017

ölgeschmierte Drehschiebervakuumpumpe, 6 m?/h

Hg: 9 - 16 Tage, Metalle: 23 - 30 Tage; Die Haltbarkeit
der Proben wurde durch geeignete Maßnahmen (recht-
zeitige Aufarbeitung; Kühlung) sichergestellt

 

Behandlung des Abscheidemediums und der Ablagerungen

Die Staubfilter werden mit Halter in staubdichter Verpackung (Petrischalen) horizontal
gelagert und ins Labor transportiert.

Die Absorptionslösungen werden aus jedem Absorber quantitativ in separate Proben-
behälter aus PP überführt und verschlossen und dunkel verpackt ins Analysenlabor
transportiert. Ablagerungen lagen nicht vor.

Kraftwerk Mehrum GmbH
8000664993 / 818EFK028

Messbericht
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TÜV NORD Umweltschutz

nach $ 29 b BImSchG bekannt gegebene Stelle

4.3.2.5 Aufbereitung und Auswertung der Messfilter und der Absorptionslösungen

Zur Quantifizierung der Elemente werden die Planfilter gemäß DIN EN 14385 für die
Metalle und gemäß DIN EN 13211 für Hg einem Mikrowellenaufschluss unterworfen
und die Aufschlusslösungen analytisch vermessen.

Die Aufschlusslösungen und die Absorptionslösungen werden für die Elemente Cd, TI,
Sb, As, Pb, Cr, Co, Cu, Mn, Ni, V und Sn direkt mittels ICP-OES, und G-AAS gemäß
DIN-EN 14385 und für Hg gemäß DIN EN 13211 mittels Kaltdampf-AAS vermessen.
Das Analysenergebnis der letzten Absorptionsstufe wird getrennt ermittelt.

 
 
 
 
 

  
  
    

  

 
  

Analysengerät ICP-OES

Hersteller

   
  

Thermo Scientific

      
       
  

Typ CAP 6300 Duo

Leistung 1150 W bei 0,5 ml Zerstäubergas
Autosampler ASX 260, Fa. CETAC

Inv.-Nr. 5200703

     

Analysengerät Graphitrohr-AAS (G-AAS)

.\ Hersteller

     

Perkin-Elmer, Typ: SIMAA 6000
HGA 700

AS 72
81990064

     

Graphitröhrofen

     
   
 
 

Autosampler
QS-Nr.
Analysengerät Kaltdampftechnik (FIMS)
Hersteller

Typ
automatische Fliesinjektion

   
   
    
 

Analytik Jena

Mercur Plus

    
   
     
 

Perkin-Elmer
FI-AS 400°

Hersteller

Typ
elektrisch beheizte Quarzküvette

 

     
   
 

 

  

Inv.-Nr.

 

Betreiber: Kraftwerk Mehrum GmbH Messbericht
Bericht Nr.: 8000664993 / 818EFK028 Seite 21 von 33
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4.3.2.6

4.3.2.7

Betreiber:
Bericht Nr.:

TÜV NORD Umweltschutz

nach $ 29 b BImSchG bekannt gegebene Stelle

Verfahrenskenngrößen

Methode

Element

 

re ms
Cd G-AAS

em
m om |

ICP-OES 0,4 0,8 1,5

 

 

 

 

Nachweis- | Erfassungs- | Bestimmungs- | Messunsicher-

grenze grenze grenze heit Analytik

Ing/] [ng/l] [ng/l] [%]

0,02 0,03 0,06 5,26

0,06 0,12 0,25 3,72
4,77
3,71. |
3,43
2,64
1,97

 

 

 

Cu ICP-OES 0,6 13° 2,5 3,70
Mn ICP-OES 0,1 0,3 0,6 2,27
Sn | ICP-OES 1,1 2,1 4,2 3,92

 

 

 

 

|

 

 

Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

Alle mit dem Probegas in Berührung kommenden Teile des Probenahmeapparatur
werden vor der Messserie und gegebenenfalls auch zwischen den einzelnen Probe-
nahmen gereinigt, so dass keine Kontamination der Proben durch vorangegangene
Probenahmen möglich ist. Zusätzlich dazu wird vor jeder Probenahme die Dichtigkeit
der Probenahmeapparatur und die Plausibilität der Anzeigen überprüft.

Die eingesetzten Prüfmittel zur Erzeugung und Messung des Teilvolumenstroms und
des Probevolumens unterliegen der Prüfmittelüberwachung der TÜV NORD Umwelt-
schutz GmbH & Co. KG und werden regelmäßig auf die Richtigkeit ihrer Anzeigen
überprüft. Dabei wird sichergestellt, dass die Messunsicherheiten der eingesetzten
Probevolumenmesseinrichtungen 2 % vom Anzeigewert und die Messunsicherheiten
der Messgeräte für Druck und Temperatur 1 % vom Anzeigewert nicht überschreiten.

Das Labor der TÜV NORD Umweltschutz GmbH & Co. KG führt für den analytischen
Teil dieses Messverfahren Kontrollkarten entsprechend DIN EN ISO 17025. Zusätzlich
werden bei jeder Probenserie Feldblindwerte bestimmt.

Kraftwerk Mehrum GmbH
8000664993 / 818EFK028

Messbericht
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4.3.3

4.3.3.1

4.3.3.2

4.3.3.3

Betreiber:
Bericht Nr.:

TÜV NORD Umweltschutz

nach 8 29 b BImSchG bekannt gegebene Stelle

Besondere hochtoxische Abgasinhaltsstoffe (PCDD/PCDF u. ä.)

Messobjekt

polychlorierte Dibenzo-p-dioxine (PCDD), polychlorierte Dibenzofurane (PCDF) und
dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (copl.-PCB)

Messverfähren

Die Messung wurde durch Probenahrne gemäß DIN EN 1948-1 mit gekühlter Sonde,
Probenaufbereitung und Analytik mittels hochauflösender GC/MS gemäß DIN EN 1948
Teile 2 - 4 durchgeführt. PCDD/PCDF und copl.-PCB werden zusammen beprobt.

Messplatzaufbau

Entnahmesonde

Wirkdurchmesser Düse

Kondensatabscheidung

Adsorptions-/Filtereinheit

PU-Schaum

Planfilter

Adsorberharz

Position der Dotierung des
Probenahmestandards

Probengastrocknung
Teilgasstromabsaugung

Kontrolle der Absaugge-
schwindigkeit

 

Kraftwerk Mehrum GmbH
8000664993 / 818EFK028

 

wassergekühltes Titaninlett in einem doppelwandigen Metall-
rohr, Sondendüse und Krümmer aus Titan

5 mm

Eine in einem Wasserbad gekühlte Kondensatflasche ist über
eine Kugelschliffverbindung mit dem Titaninlett verbunden. Die
Flasche ist als Waschflasche mit Tauchrohr konzipiert und wird
soweit mit Wasser gefüllt, dass das Tauchrohr eintaucht.

Adsorptionskartusche aus Glas mit mehreren Abschnitten
-ca. 18 9 Adsorberharz

- Glasfaser-Planfilter

- ca. 18 g Adsorberharz -

- PU-Schaum-Piugs als Abschlüsse vor dem ersten und nach
dem zweiten Adsorberharz-Compartment

Hersteller: Ziemer
Typ: GA 3035

Höhe: 50 bzw. 25 mm
A-2: 60 mm:

 

Ederol Glasfaservorfilter
Hersteller: Dr.-Ing. Elke Knuth
&: 55 mm, Typ: GF 227-45, 77 gim?

Hersteller: Supelco
Typ: MTO Amberlite XAD-2

Der vom Analysenlabor vorbereitete "3C-markierte Probenah-
mestandard wird vor Beginn der Probenahme in die erste Kon-
densatflasche gegeben.

Trockenturm mit ca. 5 kg Silicagel

Drehschieberpumpe max. 6 m?/h

Schwebekörper-Durchflussmessgerät

Messbericht
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4.3.3.4

4.3.3.5

Betreiber:
Bericht Nr.:

TÜV NORD Umweltschutz

nach & 29 b BImSchG bekannt gegebene Stelle

Probevolumenbestimmung Trockengaszähler
QS-Nr. 8291 0692 | 23.05.2017

Teilvolumenstrom ca. 1,8 m?/h

Zeitraum zwischen Proben-
36 - 43 Tage

ahme und Beginn der Ana-
Probenahme und Nachbehandlung

   
  

 
   
      

Iyse

 

Vor Beginn der Emissionsprobenahme erfolgt eine Dichtheitsprüfung. Dazu wird die
Sondenspitze bei eingeschalteter Pumpe verschlossen.

Nach der Probenahme werden die Teile der Probenahmeapparatur, welche mit der
Probe in Berührung gekommen sind, mit Aceton ausgespült. Diese Spülflüssigkeiten
werden den entsprechenden Probenmatrizes vor den Extraktionen zugegeben.

Die Proben wurden bei Umgebungstemperatur in einer Metallkiste transportiert und bis
zum Beginn der analytischen Bearbeitung gelagert.

Analytische Bestimmung

a) PCDD/PCDE und copl.-PCB

Die Probenaufbereitung und Analytik wurde von der Wessling Laboratorien GmbH ge-
mäß DIN EN 1948-2 und DIN EN 1948-4 durchgeführt. Für die Analytik wird die Norm
EPA 1613 angewendet.

Aufarbeitung des Probenmaterials:

Vor Beginn der Probenaufreinigung werden "?C-markierte Quantifizierungsstandards
zugegeben, so dass Verluste bei der säulenchromatographischen Reinigung für die
Quantifizierung keine relevante Rolle spielen. Zur Qualitätskontrolle der gesamten Pro-
benaufbereitung werden nach dem letzten Reinigungsschritt weitere '°C-markierte
Standards zugegeben.

Die Kondensatphase wird mit Toluol ausgeschüttelt. Die Adsorptionsmatrix „XAD-2"
(und PU-Schaum) wird zusammen mit dem Planfilter in einer Soxhlet-Apparatur mit To-
luol heiß extrahiert. Alle organischen Extrakte werden anschließend vereinigt, einge-
engt und über mehrstufige säulenchromatographische Reinigungsschritte von stören-
den Komponenten befreit. Die Einzelkomponenten werden mittels hochauflösender Ka-
pillar-Gaschromatographie aufgetrennt und mit einem hochauflösenden Massenspekt-
rometer detektiert.

Gaschromatograph Thermo, Typ: GC-Ultra
Autosampler: Tri-Plus
Trägergas: Helium

 

Trennsäule PCDD/F, DB 5-MS, 60 m von J& W
splitlose Injektion bei 280 °C

 

Kraftwerk Mehrum GmbH Messbericht
8000664993 / 818EFK028 Seite 24 von 33
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TÜV NORD Umweltschutz

nach $ 29 b BImSchG bekannt gegebene Stelle

|Massenspektrometer Thermo, Typ: DFS
| R > 10.000, SIM-Modus

Die quantitative Bestimmung erfolgt nach der Isotopenverdünnungsmethode. Pro Ho-
mologengruppe werden zwei Isotopenmassen aus dem Molekülionen-Cluster gemes-
sen und gemäß DIN EN 1948-3 bzw. DIN EN 1948-4 ausgewertet.

b) Benzo(a) pyren

Die Probenaufbereitung und Analytik wurde von der Wessling Laboratorien GmbH in
Anlehnung an DIN EN 1948-2 und VDI-Richtlinie 3874 durchgeführt. Vor Beginn der
Probenaufreinigung wird als interner Quantifizierungsstandard Perylen-d12 zugegeben.
Ein Aliquot von 10 % des Toluol-Extraktes aus der PCDF/PCDD-Aufbereitung wird der
PAK-Analyse zugeführt. Benzo(a)Pyren wird mittels Gaschromatographie von stören-
den Komponenten abgetrennt und mit einem Massenspektrometer identifiziert.

  
 

Agilent, Typ: 6890 N Network GC-System
Autosampler: Agilent 7683 B Series
Trägergas: Helium

Trennsäule Rxi-55Sil MS, 30 m
splitlose Injektion bei 320 °C

Gaschromatograph

     
  
 

   
 

 

   

Massenspektrometer Agilent, Typ: 5975 BXL MSD
SIM-Modus

Die quantitative Bestimmung erfolgt nach der Isotopenverdünnungsmethode. Es wer-
den zwei Massen gemessen.

 
    

  

4.3.3.6 Verfahrenskenngrößen
a) PCDD/PCDF und PCB

Konkrete Verfahrenskenngrößen sind aufgrund des Aufwandes nicht bestimmt worden.
Das eingesetzte Probenahmeverfahren ist grundsätzlich validiert (DIN EN 1948-1). Zur
Kontrolle der Probenahme werden vor Beginn der Probengasabsaugung im Labor
13C-markierte Standards in die erste Kondensatflasche gegeben. Die Qualität der Pro-
benahme lässt sich dann intern über den Vergleich zwischen den vor der Probenahme
zugesetzten und den vor der Aufbereitung zugegebenen Standards kontrollieren.
Diese sogenannte Probenahme-Wiederfindung wird bei der Berechnung der Ergeb-
nisse gemäß DIN EN 1948-2 nicht berücksichtigt, weil die „natürlichen" PCDF/ PCDD
hauptsächlich an Partikel gebunden sind und ein anderes Adsorptionsverhalten z.B. an
„AAD-2" zeigen können, als die zugesetzten 13C-markierten Standards, welche in or-
ganischem Lösemittel gelöst sind.

Die Qualität der Probenaufreinigung wird grundsätzlich über 13C-markierte Kontroll-
standards überwacht.

Betreiber: Kraftwerk Mehrum GmbH Messbericht
Bericht Nr.: 8000664993 / 818EFK028 Seite 25 von 33
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