LANDTAG MECKLENBURG-VORPOMMERN Drucksache 7/1849 7. Wahlperiode 19.03.2018 KLEINE ANFRAGE des Abgeordneten Dr. Matthias Manthei, Fraktion der BMV Bedeutung der Hilfsfristen im Rettungsdienst aus medizinischer Sicht und ANTWORT der Landesregierung 1. Welche Bedeutung hat die durchschnittliche Hilfsfrist von zehn Minuten aus medizinischer Sicht (bitte die medizinischen Gründe für diese Festlegung angeben)? 2. Welche Bedeutung hat die maximale Hilfsfrist aus medizinischer Sicht (bitte die medizinischen Gründe für diese Festlegung angeben)? Die Fragen 1 und 2 werden zusammenhängend beantwortet. Aus medizinischer Sicht müssen hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Rettungs- dienstes in der präklinischen Notfallversorgung gestellt werden, um eine adäquate präklinische Versorgung von Patienten zu gewährleisten. Die Hilfsfrist ist kein alleiniger Indikator für die Versorgungsqualität im Rettungsdienst. Gleichermaßen entscheidend sind die Qualität der medizinischen Versorgung am Notfallort und eine schnelle Übergabe und Weiterbehandlung im richtigen Zielkrankenhaus. Die Frage, auf welche Zeitwerte die Hilfsfrist festgelegt werden soll oder muss, damit ein Patient präklinisch adäquat behandelt werden kann, lässt sich nicht exakt beantworten. Der Rettungsdienst wird zu einem sehr breiten Spektrum mehr oder weniger dringlicher Notfälle alarmiert. Bei akut vital gefährdeten Patienten, insbesondere bei Herz-, Kreislaufstillstand muss schnellst möglich eine Notfallversorgung erfolgen, da der Behandlungserfolg mit späterem Beginn kontinuierlich sinkt. Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit hat namens der Landesregierung die Kleine Anfrage mit Schreiben vom 16. März 2018 beantwortet.