Stand der Kompensationsmaßnahmen für den Bau der Bundesautobahn A 20

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LANDTAG MECKLENBURG-VORPOMMERN                                                    Drucksache 6/4696 6. Wahlperiode                                                                    04.12.2015 KLEINE ANFRAGE der Abgeordneten Dr. Ursula Karlowski, Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Stand der Kompensationsmaßnahmen für den Bau der Bundesautobahn A 20 und ANTWORT der Landesregierung Mit den Antworten auf meine Kleine Anfrage (Drucksache 6/3583) wird in der Antwort zu Frage 7 dargestellt, dass in Mecklenburg-Vorpommern für die Bundesautobahn A 20 Kompensationsmaßnahmen mit einer Gesamtfläche von rund 1.600 Hektar noch nicht abgeschlossen wurden. 1. Welchen Umsetzungsstand haben die in der Tabelle zu Frage 7 meiner Kleinen Anfrage (Drucksache 6/3583) als in der Umsetzung befindlich dargestellten Kompensationsmaßnahmen jeweils erreicht? Welche Gründe führen bei jenen Kompensationsmaßnahmen, die bis heute noch nicht umgesetzt sind, jeweils dazu, dass sie noch nicht fertiggestellt werden konnten? Die Tabelle in der Antwort der Landesregierung zu Frage 7 der Kleinen Anfrage auf Drucksache 6/3583 vom 18.02.2015 weist alle Kompensationsmaßnahmen mit „nein (in der Umsetzung)“ aus, die noch nicht das Ende der bauvertraglichen Gewährleistungsfristen erreicht haben beziehungsweise noch nicht in die Unterhaltungspflege abgegeben waren. Tatsächlich sind jedoch 93,7 Prozent der Kompensationskulisse der A 20 auf einer Fläche von insgesamt 5.354,6 Hektar (ha) hergestellt. Einige Flächen befinden sich dabei in einer verlängerten Entwicklungspflege. Sie sind aber gleichwohl bereits im Sinne der Eingriffsregelung des Bundesnaturschutzgesetzes funktionsfähig. Die hergestellten Flächen haben in allen Fällen die erforderlichen bauvertraglichen Abnahmen und Anwuchskontrollen durchlaufen. In mehreren Fällen steht nur noch die Übergabe an den vorgesehen Flächenunterhalter aus, wie zum Beispiel die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) oder die Stiftung für Umwelt und Natur Mecklenburg-Vorpommern (StUN M-V). Der Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung hat namens der Landesregierung die Kleine Anfrage mit Schreiben vom 3. Dezember 2015 beantwortet.
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Drucksache 6/4696                                     Landtag Mecklenburg-Vorpommern - 6. Wahlperiode Die nachfolgende Tabelle aktualisiert den Stand der Umsetzung maßnahmenspezifisch und in Prozentangaben. Bundesautobahn A20 Lübeck – Stettin Realisierungsstand von Kompensationsmaßnahmen (Stand: Fortschreibung 11/2015) Ver-      Maßnahmen-             Art der                  umgesetzt                 Unterhaltung durch kehrs-       fläche in        Kompensation        Status       in          in        BImA         StUN M-V einheit     Hektar (ha)                                    Prozent Hektar (VKE)       [gerundet] Projekt 281 Landesgrenze Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern bis zum Autobahnkreuz Rostock; Strecke 106,2 km; Kompensationsumfang rund 1.945 ha 281-1           400,0    Landschaftsbau            ja        100         400,0     geplante (LaBau), trassennah,                                     Übergabe trassenfern und                                             2016 Wasserbau, „Maurine- niederung“ 281-2           305,0    LaBau, trassennah und     ja        100         305,0        ja trassenfern 281-3           240,0    LaBau, trassennah,        ja        100         240,0        ja trassenfern und Wasserbau 281-4           170,0    LaBau, trassennah,        ja        100         170,0        ja trassenfern und Wasserbau 281-5           285,0    LaBau, trassennah und     ja        100         285,0        ja trassenfern, „Reins- torfer See“/„Hopfen- bachniederung“ 281-6            30,0    LaBau, trassennah         ja        100           30,0       ja 180,0    LaBau, trassenfern und    ja        100         180,0                         ja Wasserbau „Beke/ Groß Tessiner See“ 281-7            35,0    LaBau, trassennah         ja        100           35,0       ja 281-7/-8          220,0    LaBau, trassenfern und    ja        100         220,0                         ja Wasserbau „Waidbach“ 281-8            80,0    LaBau, trassennah,        ja        100           80,0       ja trassenfern und Aufforstung Summe            1.945,0                                        100       1.945,0 281 2
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Landtag Mecklenburg-Vorpommern - 6. Wahlperiode                             Drucksache 6/4696 VKE          Maßnahmen-                   Art der               umgesetzt          Unterhaltung durch fläche in             Kompensation     Status     in        in       BImA     StUN M-V Hektar (ha)                                       Prozent Hektar [gerundet] Projekt 282 Autobahnkreuz Rostock bis Anschlussstelle (AS) Gützkow; Streckenlänge 88,4 km; Kompensationsumfang rund 1.684 ha 282-1              110,0      LaBau, trassennah und     ja       100      110,0       ja trassenfern 282-2              125,0      LaBau, trassennah,        ja       100      125,0       ja trassenfern und Auf- forstung „Cammin/ Prangendorf“ mit Forstwegebau 280,0      Wasserbau,              teil-       50      140,0               geplante „Wolfsberger            weise                                  Übergabe Seewiesen“             herge-                                   bis 2019 stellt - im Bau 282-3.1                 5,0     LaBau, trassennah         ja       100        5,0       ja 180,0      Woldeforst                ja       100      180,0       ja (Schreiadlerhabitat) 60,0      LaBau, trassenfern und nein –        0         0    geplante Wasserbau               Plan-                       Übergabe ung                        bis 2019 offen 300,0      Wasserbau, „Polder      über-       75      225,0               geplante Rodde“ und „Polder      wieg-                                  Übergabe Tannenwiese“             end                                    bis 2019 282-4               15,0      LaBau, trassennah und     ja       100       15,0 geplante trassenfern                                         Übergabe 2016/ 2017 240,0      LaBau trassenfern und     ja       100      240,0              Übergabe Wasserbau, „Richten-                                          noch nicht berger See“                                                      abge- schlossen 150,0      Wasserbau, „Polder        ja       100      150,0               geplante Volksdorf“ und                                                 Übergabe „Nossendorf“                                                  2017/2018 282-5               60,0      LaBau, trassennah,        ja       100       60,0 geplante (282-                         trassenfern und                                     Übergabe 5.2, -3,                       „Behrenshagen“                                        2016 - 4) 4,5     Labau, trassenfern        ja       100        4,5 geplante Günz                                                Übergabe 2016 282-6               80,0      LaBau, trassennah und     ja       100       80,0       ja trassenfern 282-7               75,0      LaBau, trassennah und     ja       100       75,0       ja trassenfern Summe              1.684,5                                         83,7   1.409,5 282 3
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Drucksache 6/4696                                       Landtag Mecklenburg-Vorpommern - 6. Wahlperiode VKE        Maßnahmen-         Art der Kompen-                umgesetzt                 Unterhaltung durch fläche in             sation         Status        in          in        BImA         StUN M-V Hektar (ha)                                      Prozent Hektar [gerundet] Projekt 283 AS Gützkow bis AS Strasburg; Streckenlänge 67,7 km; Kompensationsumfang rund 1.908 ha 283-1            42,9     trassenferne               ja        100           19,9    geplante Maßnahmenfläche                                           Übergabe gesamt, ohne 2.1 und                                         2016 2.2A, 3E und 18.3E (Rückbau und Rekultivierung) sowie 1E, davon _ 4E, 20 ha, noch nicht  nein           0          20,0    geplante ausgeführt,                                               Übergabe Planänderungser-                                             2017 fordernis _ 20/2AE, 23AE,          nein           0           3,0    geplante 24AE, 30AE, 3,0 ha,                                       Übergabe Planänderungser-                                             2017 fordernis zzgl. 1E, 98,2 ha, Anteil Großer Landgraben 283-2           507,0     Renaturierung Großer    ja, bis        98        496,7                     geplante Landgraben zwischen       auf                                             Übergabe Rebelow und Zinzow,      Maß-                                                2016 _ davon Anteil 283-2,   nahme 13E, 313,64 ha,         Wald- _ einschl. Anteile       suk- VKE 283-1, -3 und -4     zess- ion 110,3     trassenferne               ja        100         110,3     geplante Maßnahmenfläche,                                          Übergabe einschl. 3G und 7G                                           2016 sowie geschätzter Anteil G2 (Ansaaten außerhalb WSchZ), ohne 13E 283-3            84,9     trassenferne               ja        100           67,7    geplante Maßnahmenfläche,                                          Übergabe einschl. GM6, GM7                                            2015 und MM1, für AM3 Fläche geschätzt (4 m Breite); ohne EM1; davon _ EM2, 17,2 ha, noch       ja        100           17,2 nicht ausgeführt, Planänderungserforder nis zzgl. EM1, 49,4 ha, Anteil Großer Landgraben 4
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Landtag Mecklenburg-Vorpommern - 6. Wahlperiode                           Drucksache 6/4696 VKE          Maßnahmen-                   Art der            umgesetzt             Unterhaltung durch fläche in             Kompensation    Status    in        in       BImA      StUN M-V Hektar (ha)                                    Prozent Hektar [gerundet] Projekt 283 AS Gützkow bis AS Strasburg; Streckenlänge 67,7 km; Kompensationsumfang rund 1.908 ha 283-4             89,2        trassenferne             ja    100         89,2 Maßnahmenfläche, einschl. M1, M3, M5- M8, G7 und G9 63,7        zzgl. Rühlower Bach      ja,   100       117,1    geplante (AE2, aus LAP)         Ent-                       Übergabe einschl. AE1 aus      wick-                         2018 Planänderung zur AS   lungs- (B197)                pflege 53,4        zzgl. Miltzower/ Golmer Mühlbach (A/E3; LAP) 283-4 ff                        zzgl. n.n. 7,34 ha, Anteil Großer Landgraben zzgl. E4, 166,91 ha, Anteil Koblentzer See 283-5             26,6        trassenferne             ja    100         26,6   geplante Maßnahmenflächen,                                 Übergabe einschl. M3, G8, G9                                 2017 und A2 76,8        zzgl. Brohmer Berge      ja,   100         76,8   geplante (A1) aus LAP           Ent-                       Übergabe wick-                         2017 lungs- pflege 500,0         Koblenzer See,           ja    100       500,0                   ja einschl. Anteile der VKE 283-5 (E1 48,28 ha) sowie 283-4 und 284-1 283-6           310,0         Polder Rustow-           ja    100       310,0                   ja Randow 12,4        trassenferne             ja    100         12,4      ja Maßnahmenflächen B110               4,2        LaBau-Maßnahmen          ja    100          4,2      ja (283-6) B111              27,0        Maßnahmen OU             ja    100         27,0      ja (283-6)                        Gützkow Summe           1.908,4                                          98,3  1.875,1 283 Projekt 284 AS Strasburg bis AS Pasewalk Süd; Streckenlänge 20,3 km; Kompensationsumfang rund 160 ha 284-1            160,5        trassenferne           über-     70      112,0 geplante Maßnahmenflächen      wieg-                       Übergabe end                         2019 5
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Drucksache 6/4696                                      Landtag Mecklenburg-Vorpommern - 6. Wahlperiode Projekt 181 AS Pasewalk Süd bis Kreuz Uckermark; Streckenlänge 12,9 km; Kompensationsumfang (Anteil M-V) rund 19 ha 181-2             18,6   trassenferne              über-       70           13,0    geplante Maßnahmenflächen          wieg-                            Übergabe „Seegraben“ sowie          end                               2019 anteilig 22G, 23G und 24.1G und 24.2G (anteilig M-V) (gesamt inklusive Brandenburg 120 ha) Ge-          5.716,9                                          93,7     5.354,6 samt- summe Anpassungen in dieser Tabelle zu den VKE 283-1, 283-4, 283-5 ergeben sich aus trassennah gelegenen Maßnahmenflächen. Die verbleibenden, auf 362,3 ha (entspricht 6,3 Prozent bezogen auf die gesamte Kompensationskulisse der A 20) durchzuführenden Kompensationsmaßnahmen wurden aus folgenden ökologisch-naturschutzfachlichen, eigentums- und vertragsrechtlichen Gründen noch nicht realisiert. VKE 282-2, Wolfsberger Seewiesen Bei den Wolfsberger Seewiesen bestand die Auflage, vor Beginn der Landschaftsbauarbeiten zunächst ein mehrjähriges Grundwassermonitoring durchzuführen, um die Fläche naturschutzfachlich hochwertig herzustellen. Im Ergebnis des Monitorings erwies sich die planfestgestellte Lösung als nicht umsetzbar, da in erheblichem Maße zusätzliche landwirtschaftliche Flächen vernässt worden wären. Neben der Vermeidung von Auswirkungen auf Dritte, ergeben sich durch eine Umplanung auch ökologische Vorteile. Durch die Umplanung entstehen in der ursprünglichen Flächenkulisse 98,3 ha mehr Flächen mit hohem Grundwasserstand zwischen 0 und 20 cm unter Flur (Kernzone der Moorrenaturierung) als in der bisherigen Planfeststellung vorgesehen waren. Durch die Umplanung entstehen darüber hinaus noch 3 ha zusätzliche Kompensationsfläche. Nach Abschluss der Maßnahme wird das Grundwassermonitoring zur Erfassung der Wasserstände im     Moor-Renaturierungsgebiet       fortgesetzt.    Zurzeit       läuft      ein      3-jähriges Gewässergütemonitoring. VKE 282-3, diverse Einzelmaßnahmen, Landschafts- und Wasserbau Es besteht strittiger Grunderwerb. Zur Deckung des Kompensationsdefizits ist ein Planänderungsverfahren vorgesehen. VKE 283-1, Maßnahme E4, Aufforstung von Acker Die ab Herbst 2014 vorgesehene Ausführung wurde wegen eines neu aufgetretenen artenschutzrechtlichen Konfliktes ausgesetzt. Die Ausführungsmöglichkeit wird zurzeit geprüft. VKE 283-1, Wege und Graben begleitende Gehölzpflanzungen Es besteht strittiger Grunderwerb. Zur Deckung des Kompensationsdefizits ist ein Planänderungsverfahren vorgesehen. 6
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Landtag Mecklenburg-Vorpommern - 6. Wahlperiode                                    Drucksache 6/4696 VKE 282-3, Trebeltalpolder / Polder „Rodde“, Tannenwiese Die Polder „Rodde“ und „Tannenwiese“ sind durch geeignete Maßnahmen auf etwa 300 ha einer Entwicklung als natürliches Flusstalmoor zuzuführen. Das Klageverfahren eines Grundstückeigentümers hat jedoch auf Teilflächen die Umsetzung der Maßnahme verzögert. Einige Teilflächen („Horster Koppel“) verbleiben auch nach der Vernässung als Mineralbodenstandorte. Da die Trebeltalpolder wichtige Habitate im aktuellen Verbreitungsgebiet des Schreiadlers darstellen, wurde in Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden die zusätzliche Offenhaltung von 40 ha Grünlandflächen vereinbart, wodurch eine verlängerte Entwicklungspflege erforderlich wird. Die Änderung der Flächenkulisse ist durch ein nachträgliches Planänderungsverfahren rechtlich abzusichern. VKE 283-2, Großer Landgraben Aufgrund der Ergebnisse des laut Planfeststellung beauflagten Monitorings hat eine Waldentwicklung durch Sukzession auf einer Teilfläche (2 Prozent der Maßnahmenfläche) in den vergangenen Jahren nicht stattgefunden. Im Winter 2015/16 sollen die betreffenden Flächen zur Ermöglichung des Anfluges und Auflaufens von Gehölzsamen umgebrochen werden. Unter Umständen ist in Folge dessen eine Anpflanzung vorzusehen. VKE 283-3 Waldkompensation Die geplante Aufforstung auf einer Bundesliegenschaft war nicht möglich, da keine geeigneten Flächen verfügbar sind. Der Kompensationsbedarf von 17,2 ha wird unter Nutzung von Wald-Ökokontoflächen noch in diesem Jahr erbracht. VKE 284-1, VKE 181-2 Die Verzögerung resultiert aus Insolvenzen der beauftragten Landschaftsbauunternehmen und der daraus folgenden Neuvergabe der Landschaftsbauleistungen. Die Maßnahmen sind erst zu 70 Prozent realisiert. Eine Neuvergabe ist für das kommende Jahr vorgesehen. 2. Sind bei Kompensationsmaßnahmen, die auch perspektivisch nicht umgesetzt werden können, Ersatzgeldzahlungen an das Land geplant und wenn ja, welche Maßnahmen betrifft das? a) Ersatzgelder in welcher Höhe sind jeweils vorgesehen? b) Wurden bisher für die Kompensation von Eingriffen im Zuge des Baus der Bundesautobahn A 20 Ersatzgelder an das Land gezahlt und wenn ja, in welcher Höhe? Zu 2, a) und b) Im Zuge des Neubaus der A 20 wurden lediglich die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Ersatzgeldzahlungen durch Planänderungs-/Planergänzungsbeschluss vom 5. Dezember 2006 zugelassen. Die in der Antwort zu Frage 1 genannten Restkompensationsleistungen werden in Form der Realkompensation erbracht. 7
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Drucksache 6/4696                                             Landtag Mecklenburg-Vorpommern - 6. Wahlperiode VKE                             Streckenabschnitt                                Ersatzgeldzahlung in Höhe von (in Euro) 281-1    Landesgrenze Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern bis 696.550,00 Anschlussstelle (AS) Schönberg [B104] 283-4    AS Neubrandenburg/Ost bis AS Woldegk 284-1    AS Strasburg bis AS Pasewalk                                                       1.113.515,28 181-2    AS Pasewalk/Süd bis AS Prenzlau/Nord Summe:                1.810.065,28 3. Inwieweit ist die beim Bau der A 20 federführende DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH noch an der Umsetzung der Kompensationsmaßnahmen beteiligt? Die DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) erbringt auf der Grundlage des Dienstleitungsvertrages vom 7. Oktober 1991 alle zur Umsetzung der Kompensationsmaßnahmen für den Neubau der A 20 erforderlichen Leistungen bis einschließlich der technischen Abgabe und der Liegenschaftsabgabe an die vorgesehenen Unterhaltungsträger. 4. Welche Behörde ist für die organisatorische und fachliche Betreuung der noch in Umsetzung befindlichen Kompensationsmaßnahmen jeweils zuständig? a) Ist für die Umsetzung der komplexen Kompensationsmaßnahmen in der jeweiligen Behörde ein gesonderter Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterstab für die Bewältigung der Aufgabe zuständig oder muss sich die Umsetzung in den allgemeinen Aufgabenpool einfügen? b) Führen fehlende personelle Kapazitäten seitens der Behörden im Land dazu, dass die Umsetzung der Kompensationsmaßnahmen für die Autobahn A 20 verzögert wird? Baulastträger für die A 20 einschließlich der Verpflichtungen aus der Eingriffsregelung ist die Bundesrepublik Deutschland, deren Aufgaben von der Straßenbauverwaltung Mecklenburg- Vorpommern im Rahmen der Auftragsverwaltung wahrgenommen werden (Artikel 90 Absatz 2 Grundgesetz). Das Land, nunmehr vertreten durch das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, hat zur Umsetzung von Planung und Bau der A 20 die DEGES als Dienstleister beauftragt (siehe Antwort zu Frage 3). Die im Zusammenhang mit dem Bau der A 20 stehenden Kompensationsmaßnahmen sind durch den Vorhabenträger zu realisieren. 8
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Landtag Mecklenburg-Vorpommern - 6. Wahlperiode                                      Drucksache 6/4696 Zu a) Ein gesonderter Mitarbeiterstamm, der sich ausschließlich mit der Umsetzung der Komplexmaßnahmen im Zusammenhang mit der A 20 beschäftigt, wird bei der DEGES nicht vorgehalten. Die sich aus dem Bau der A 20 ergebenen Aufgaben werden bei der DEGES von dem zur Verfügung stehenden Mitarbeiterstamm zusammen mit den Aufgaben aus den weiteren vom Land an die DEGES übertragenen Projekten realisiert. Die anfallenden Leistungen im Rahmen des Dienstleistungsvertrages werden durch DEGES in Rechnung gestellt. Zu b) Nein. Zu den Verzögerungsgründen wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen. 5. Wenn Eingriffe in den Naturhaushalt und das Landschaftsbild mit dem Wirksamwerden der Beeinträchtigung auszugleichen sind (Hinweise zur Eingriffsregelung; Schriftenreihe des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie, 1999/Heft 3, S. 22, Absatz 3.4.6), inwieweit stellen dann die seit vielen Jahren ausstehenden Umsetzungen von Kompensationsmaßnahmen für die Autobahn A 20 Verstöße gegen geltende Gesetze und Verordnungen bzw. gegen geltende Planfeststellungsbeschlüsse dar? a) Wurden für die noch nicht oder erst Jahre nach dem Bau der Autobahn A 20 umgesetzten Kompensationsmaßnahmen Regelungen in den jeweiligen Planfeststellungsbeschlüssen getroffen, die diese verzögerten Umsetzungen zulassen? b) Welche Sanktionen folgen aus verzögerten Umsetzungen von Kompensationsmaßnahmen, wenn diese Verzögerungen nicht bereits in den jeweiligen Planfeststellungsbeschlüssen bzw. anderweitigen Genehmigungen festgelegt worden sind? c) Hat die DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH als Vorhabensträgerin gesonderte Ersatzgeldzahlungen aufzubringen bzw. anderweitig zusätzliche Maßnahmen zu planen, um stark verzögerte bzw. nicht umgesetzte Kom- pensationsmaßnahmen und das damit seit zehn Jahren bestehende Kompensationsdefizit durch einen entsprechenden Aufschlag auszugleichen? Nach § 15 Absatz 5 BNatSchG sind Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen innerhalb einer angemessenen Frist zu realisieren. Da sachliche Gründe für die Nichtfertigstellung einzelner Kompensationsverpflichtungen vorliegen, ist ein Verstoß gegen diese Verpflichtung nicht ersichtlich. 9
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Drucksache 6/4696                                              Landtag Mecklenburg-Vorpommern - 6. Wahlperiode Zu a) Die Planfeststellungsbeschlüsse greifen die gesetzlichen Regelungen auf. Die Festlegungen der Planfeststellungsbeschlüsse für die Abschnitte, in denen die Kompensationsmaßnahmen noch nicht vollständig umgesetzt sind sowie zur VKE-283-3 (siehe Antwort zu Frage 1) lauten: VKE      Planfeststellungs-     Aktenzeichen             Festlegungen bezüglich der Umsetzung von beschluss vom                                            Kompensationsmaßnahmen 282-2     26.07.2001          V 510-553.3-1-20        keine besonderen Fristsetzungen 282-3     27.06.2003          V 510-553-12-3-28       keine besonderen Fristsetzungen 283-1     18.04.2002          V 510-553-12-2-25       Die     in      der    entsprechenden       Planunterlage dargestellten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sollen zeitnah in Relation zur Beendigung der Straßenbaumaßnahme fertiggestellt sein. 283-2     29.08.2003          V 510-553-12-3-29       Die     in      der    entsprechenden       Planunterlage dargestellten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sollen zeitnah in Relation zur Beendigung der Straßenbaumaßnahme fertiggestellt sein. 283-3     15.08.2000          V 650-553.3-1-15        Der Planfeststellungsbehörde ist vom Vorhabenträger innerhalb der Frist von einem Jahr nach Zustellung des Beschlusses eine Planung für die Umsetzung der Ersatzmaßnahme EM2 vorzulegen. 284-1     30.04.1999          V 650-553.3-1-10        keine besonderen Fristsetzungen 181-2     30.04.1999          V 650-553.3-1-11        keine besonderen Fristsetzungen Zu b) Da für die eingetretenen Verzögerungen sachliche Gründe vorliegen, besteht kein Anlass für Sanktionen. Zu c) Nein. 6. Welche Institutionen sind für die perspektivische Betreuung von bereits umgesetzten und noch in der Umsetzung befindlichen komplexen Kompensationsmaßnahmen (Tabelle zu Frage 7 der Drucksache 6/3583) jeweils zuständig (z. B. Stiftung für Umwelt und Natur Mecklenburg-Vorpommern)? Es wird auf die Tabelle in der Antwort zu Frage 1 verwiesen. 10
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