WD 1 - 150/03 Bedeutung von Politikberatung und Lobbyismus für die politische Entscheidungsfindung

Geschichte, Zeitgeschichte, Politik

/ 15
PDF herunterladen
AUSARBEITUNG Thema:                       Bedeutung von Politikberatung und Lobbyismus für die politische Entscheidungsfindung Fachbereich XI               Geschichte, Zeitgeschichte und Politik Bearbeiter: Abschluss der Arbeit:        4. Dezember 2003 Reg.-Nr.:                    WD 1-150/03 Ausarbeitungen von Angehörigen der Wissenschaftlichen Dienste geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines seiner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung des einzelnen Verfassers und der Fachbe- reichsleitung. Die Ausarbeitungen sind dazu bestimmt, das Mitglied des Deutschen Bundesta- ges, das sie in Auftrag gegeben hat, bei der Wahrnehmung des Mandats zu unterstützen. Der Deutsche Bundestag behält sich die Rechte der Veröffentlichung und Verbreitung vor. Diese bedürfen der Zustimmung des Direktors beim Deutschen Bundestag.
1

-2- 1.           Zum Begriff der Politikberatung Wenn die Frage zu behandeln ist, welchen Einfluss die vielfachen, sehr unterschiedli- chen Aktivitäten zahlreicher, sehr unterschiedlicher Akteure, die üblicher Weise mit dem Begriff „Lobbyismus“ bezeichnet werden, nicht nur auf die in der öffentlichen Meinung überwiegend als die Zielpersonen dieser Aktivitäten angesehenen Politiker ausüben, sondern wenn auch die Frage danach gestellt wird, ob dieser Einfluss ergänzt wird durch –ebenfalls als lobbyistisch anzusehende- Aktivitäten, die sich auf Personen oder Organisationen richten, die gemeinhin als „Politikberater“ angesehen werden, dann sollten sowohl der Begriff des „Lobbyismus“ wie der der „Poltikberatung“ zunächst kritisch betrachtet werden, um mögliche Unschärfen zu vermeiden. Was die wissenschaftliche Politikberatung angeht, so kann diese etwa erbracht werden durch Wissenschaftler im engeren Sinne des Begriffs oder auch, alternativ oder ergän- zend hierzu, durch wissenschaftlich ausgebildete und mit wissenschaftlichen Methoden arbeitende Personen, wie sie sowohl in Instituten der unterschiedlichsten thematischen Ausrichtung wie auch in Stiftungen oder etwa in den Stäben von Fraktionen oder in speziellen Verwaltungseinheiten, so auch den Wissenschaftlichen Diensten, tätig sein können. Es wird jedoch stets nach der Art der Dienstleistung, also nach dem Ziel und dem Inhalt der Beratung zu fragen sein, wenn nicht überdeckt werden soll, dass durch- aus unterschiedliche Dienstleistungen als „wissenschaftliche Politikberatung“ bezeich- net werden. Im Wesentlichen erscheint im Hinblick auf das Erkenntnisinteresse dieser Ausarbeitung hier die Unterscheidung erforderlich zwischen einer Beratung, die in einen konkreten Entscheidungsfindungsprozess einbezogen ist und im Hinblick auf die hierbei zu tref- fenden Entscheidungen nicht nur die vorhandenen Informationen und wissenschaftli- chen Erkenntnisse mit wissenschaftlichen Methoden aufbereitet, sondern auch Ent- scheidungs-Empfehlungen abgibt und begründet, und einer Beratung, die sich darauf beschränkt, die vorhandenen Informationen und wissenschaftlichen Erkenntnisse zu- sammenzustellen und mit wissenschaftlichen Methoden aufzubereiten, die aber nicht in einen Entscheidungsfindungsprozess einbezogen ist. Diese zweite Art der Beratung, die häufig auch als „Informationsmanagement“ bezeich- net wird, dürfte die von den Wissenschaftlichen Diensten erbrachten Dienstleistungen im Wesentlichen kennzeichnen, die in der Schrift „Wissenschaftliche Dienste des Deut- 1 schen Bundestages“ so beschrieben werden: „Die Ausarbeitungen sollen alle wesentli- chen Standpunkte und Aspekte zu einem Gegenstand oder einer politischen Frage be- rücksichtigen mit dem Ziel, dem Auftraggeber die Identifikation bestimmter Auffassun- 1    Rupert Schick/Gerhard Hahn: „Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages“,(Reihe Stichwort), Hrsgg. v. Deutschen Bundestag, 5.Aufl., 2000
2

-3- gen zu ermöglichen. Die fachliche Analyse (...) bezieht das ein, was an wissenschaftli- 2 chen Erkenntnissen vorliegt.“ Im Rahmen dieser Analyse müssen, schon um der Vollständigkeit und der Transparenz der Argumentation willen, wie sie einer wissenschaftlichen Arbeitsweise geschuldet sind, auch die Informationen und Argumente zusammengestellt und diskutiert werden, die zum jeweiligen Thema von allgemein als „Lobbyisten“ bezeichneten Personen oder Organisationen vorgebracht werden. Gerade die Wissenschaftlichkeit der Argumentati- on aber dürfte weitestgehend sicher stellen, dass keine Einflussnahme seitens der Lob- byisten auf dem Wege über Ausarbeitungen der Wissenschaftlichen Dienste erfolgt. Dies erklärt auch, wie weiter unten ausgeführt, dass die Wissenschaftlichen Dienste nicht oder nur in geringem Ausmaß für die Aktivitäten der Lobbyisten von Interesse sind. 2.            Lobbyismus: Forschungsstand und Begriffsbestimmung Die Literatur zur Verbändeforschung ist sehr umfangreich. Das Interesse an der Thema- tik hat in den zurückliegenden Jahren jedoch deutlich abgenommen, wie die rückläufige Anzahl der Publikationen zeigt (siehe Auswahlbibliographie am Ende). Das Erkenntnis- interesse richtet sich dabei hauptsächlich auf die gesellschaftlichen Veränderungen und Umbrüche und ihre Auswirkungen auf die Schwerpunktthemen und auf die Anzahl der lobbyistisch tätigen Organisationen. Die Methoden des Lobbyismus und konkrete Arbeitsweisen der Verbandsvertreter sind bisher nur teilweise wissenschaftlich untersucht. Der Fokus der vorhandenen Untersu- chungen richtet sich in erster Linie auf die politischen Entscheidungsträger, also Abge- ordnete, Minister und Staatssekretäre. Über den Einfluss der in deren Umfeld tätigen politikberatenden Personen ist hingegen so gut wie keine wissenschaftlich abgesicherte Aussage möglich. Die nachstehenden Ausführungen sind insofern als Skizze zu verste- hen, deren Aussagen keine abschließende Bewertung zulassen. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Bezeichnung „Lobbyist“ in den USA eine gängige Beschreibung für die Tätigkeit von Interessenvertretern. Abgeleitet ist die Bezeichnung vom englischen Wort für Wandelhalle, „Lobby“, dem Ort der Begegnung von Verbandsmitarbeiter und Entscheidungsträger. Hiermit sind auch bereits die Haupt- akteure im Bereich des Lobbyismus benannt, deren Wirkungszusammenhang im Wör- terbuch der Politik von Manfred G. Schmidt wie folgt beschrieben wird: „Im engeren Sinne meint Lobbyismus vor allem die Bestrebungen von Interessengruppen, durch ihre Vertreter auf informellen Wegen im Sinne der eigenen Ziele und Interessen Einfluß auf öffentliche Institutionen und Amtsinhaber hauptsächlich durch Informationen und Ge- währung oder Verweigerung von Unterstützung zu gewinnen.“ 2    ebda., S.26/27
3

-4- 3.            Adressaten lobbyistischer Aktivitäten 3.1.          Bedeutung der Ministerialverwaltung Lobbyismus ist ein Geschäft, das von professionellen, meist akademisch ausgebildeten, Personen betrieben wird. Verbandsvertreter bewegen sich auf einem Feld, in dem sich über Jahre bestimmte Verfahrensweisen etabliert haben. Martin Sebaldt schreibt dazu: „Die Ergebnisse (seiner Untersuchung, M.B.) zeigen, daß die gewachsenen, durch Tä- tigkeit auf demselben Gebiet entstandenen Routinekontakte im Alltag der politische 3 Verbandsarbeit eindeutig dominieren.“ Die Arbeit der Organisation setzt meist schon sehr frühzeitig ein. Dies hat zur Folge, dass das Parlament nicht der wichtigste Adressat von Lobbyaktivitäten ist. Bedeutsamer für die Verbände ist es, einen Gesetzentwurf bereits in der Entstehungsphase zu „beglei- ten“. Deshalb rangieren die Ministerien ganz oben auf der Skala der Wichtigkeit: „Der Befund für die Ministerialorganisation kommt nicht unerwartet... Hier sind die für sie zuständigen Spezialisten lokalisiert, die für die Rezeption derlei Inputs geradezu prädes- 4 tiniert sind.“ 3.2.          Bedeutung von Fraktionsreferenten und Wissenschaftlichen Diensten Im parlamentarischen Betrieb lokalisiert Sebaldt die Hauptziele der Aktivitäten in den Ausschüssen: „Sie rangieren vor den Regierungsfraktionen... und denen der Opposition. 5 Die Bundestagsverwaltung ist als Kontaktpartner kaum von Bedeutung.“ In dieser Wertskala spiegeln sich die unterschiedlichen Funktionszuweisungen der politikbera- tenden Akteure wider: Die Referenten der Fraktionen, die wie die Ministerialbedienste- ten fachlichen Spezialaufgaben zugeordnet sind, sind in den direkten Prozess der Um- setzung politischer Vorgaben in Gesetzesform eingebunden. Sie wirken in den Arbeits- kreisen und –gemeinschaften der Fraktionen mit und stehen im direkten Diskussions- prozess mit den Fachpolitikern. Die Wissenschaftlichen Dienste – hier insbesondere die Sekretariate der Ausschüsse – sind in erster Linie zuständig für die administrative Abwicklung des Gesetzgebungspro- zesses und treten fachlich allenfalls als Ratgeber für die Mitglieder der Ausschüsse auf. Die Bedeutung der Fachbereiche der Wissenschaftichen Dienste als Adressaten ver- bandlicher Tätigkeit ist wissenschaftlich nicht untersucht. Es ist aber, wie bereits weiter oben angesprochen, schon von Art und Zielrichtung ihrer Tätigkeit her davon auszuge- 3    Sebaldt, Martin: Organisierter Pluralismus, Kräftefeld, Selbstverständnis und politische Arbeit deutscher Interessengruppen., Passau 1997, S. 249. 4    Ebd., S. 254. 5    Ebd.
4

-5- hen, dass, wenn und soweit erforderlich, in vielen Fällen im Rahmen einer neutralen und umfassenden Information der Auftraggeber auch die Positionen von Verbänden Aufnahme in die Gutachten finden, dass aber aufgrund der wissenschaftlichen Prinzi- pien, die der Arbeit der Fachbereiche zugrunde liegen, die Provenienz der jeweiligen (Sach-) Information für den Abgeordneten in diesem Fall deutlich als Äußerung eines Verbandes gekennzeichnet ist. Zusammenfassend läßt sich die der Befund Sebaldts im Bezug auf die Bedeutung der Bundestagsverwaltung aus der Praxis bestätigen. Die Dominanz organisatorischer Auf- gaben bietet den Verbänden nur Ansatzpunkte für die Einbringung thematischer Anlie- gen. 3.3.           Bedeutung von persönlichen Mitarbeitern der Abgeordneten Die Kontaktaufnahme zwischen Verband und Abgeordnetem erfolgt in der Mehrzahl der Fälle durch den Lobbyisten: „Politische Akteure haben offensichtlich kein ausge- 6 prägtes Bedürfnis, derlei Beziehungen selbst herzustellen...“ Nur ein kleiner Teil der Kontakte findet im offiziellen Rahmen statt. Parlamentarische Abende oder größere Veranstaltungen dienen allenfalls dazu, einem größeren Kreis die Anliegen des Verbandes in einer angenehmen Umgebung nahe zu bringen. Viel wichti- ger sind inoffizielle Kontakte in Form von Gesprächen mit wenigen Teilnehmern oder Arbeitsessen. Diese Form der Pflege der Interessen des Verbandes wird von den Ver- bandsvertretern als ihr schlagkräftigstes Instrument betrachtet. Die Koordinierung und inhaltlich Vorbereitung solcher Runden erfolgt in der Regel durch die Büros der Abgeordneten in Abstimmung mit dem Verband. Den persönlichen Mitarbeitern kommt somit eine Katalysatorfunktion zu, die sowohl eine Forcierung als auch eine Dämpfung möglicher Kontakte ermöglicht. Wissenschaftlich ist das Wechselspiel von persönlichem Umfeld des Parlamentariers und Lobbyisten nicht gründlich untersucht. Eine Umfrage unter den Mitarbeitern von Abgeordneten im Jahre 2001 hat ergeben, dass über 54 Prozent täglich oder mehrmals 7 die Woche mit Verbänden Kontakt hatten . Für die Informationsbeschaffung bedienten sich die Befragten nur unterdurchschnittlich häufig der Publikationen von Verbänden und gesellschaftlichen Gruppen. Wesentlich höhere Bedeutung wurden der Recherche in Printmedien oder Pressediensten eingeräumt. Trotzdem nutzten 37,1 Prozent der Mit- arbeiter wöchentlich Informationen der Verbände und 46,4 Prozent wöchentlich Ver- 6    Ebd., S. 266. 7    In etwa genau so häufig wurde die Koordinierung von Terminen genannt. Vgl. Stephan Bröch- ler/Helmut Elbers, Hochschulabsolventen als Mitarbeiter des Parlaments: Politikberater oder Büro- hilfskräfte? Ergebnisse einer internetgestützten Befragung der persönlichen wissenschaftlichen Mit- arbeiter der Abgeordneten des Deutschen Bundestages, polis Nr 52/2001, S. 9,
5

-6- lautbarungen gesellschaftlicher Gruppen. Von ähnlicher Bedeutung sind beispielsweise wissenschaftliche Fachpublikationen. Eine generelle Einordnung der Bedeutung des persönlichen Umfeldes der Parlamentari- er lassen diese Zahlen nicht zu. Sie ermöglichen keine Aussage über das Binnenverhält- nis von Mitarbeiter und Abgeordnetem, das sehr unterschiedliche Gestaltungsspielräu- me eröffnet. Unbestreitbar ist jedoch die Tatsache, dass ein gutes Verhältnis von Ver- bandsvertreter zu Abgeordnetenmitarbeiter eine unverzichtbare Arbeitsgrundlage für Verbände ist, um effektiv auf die Mitglieder des Deutschen Bundestages einzuwirken. 4.            Auswahlbibliographie Adler, Hans: Bonn: Stadt und Staat im Sumpf, Berlin 1958. Alemann, Ulrich von: Verbände und Staat : vom Pluralismus zum Korporatismus ; Analysen, Positionen, Dokumente, Opladen 1979. Alemann, Ulrich von: Vom Korporatismus zum Lobbyismus?: Die Zukunft der Verbände zwi- schen Globalisierung, Europäisierung und Berlinisierung, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 50 (26/27 vom 23.06.2000), S. 3 - 6. Amerongen, Otto Wolff von: Nichts Hintergründiges oder Verwerfliches: Vom Einfluß der Verbände auf die Arbeit des Bundestages, in: Klatt, Hartmut (Hg.): Der Bundestag im Verfas- sungsgefüge der Bundesrepublik Deutschland: Beiträge zum dreißigjährigen Bestehen des Deutschen Bundestages, Bonn 1980, S. 79 - 82. Arnim, Hans Herbert von: Abgeordnetenkorruption, in: Juristenzeitung 45 (1990), 21, S. 1014 - 1017. Ayberk, Ural / Schenker, François-Pierre: Des lobbies européens entre pluralisme et clienté- lisme, in: Revue française de science politique 48 (1998), 6, S. 725 - 755. Backhaus-Maul, Holger / Olk, Thomas: Vom Korporatismus zum Pluralismus? Aktuelle Tendenzen in den Staat-Verbände-Beziehungen am Beispiel des Sozialsektors, in: Clausen, Lars (Hg.): Gesellschaften im Umbruch: Verhandlungen des 27. Kongresses der Deutschen Gesell- schaft für Soziologie in Halle an der Saale, Frankfurt a.M. 1995, S. 580 – 594. Bardey, Emil: Die Wahrheit über die Verbände: 9 Thesen über d. natürl. Aufgaben d. Vereini- gungen in e. Demokratie, Düsseldorf 1962. Bardong, Otto: Das EP und der Lobbyismus: der Verhaltenskodex soll mehr Transparenz brin- gen, in: Gesellschaftspolitische Kommentare 39 (1998), 4, S. 35 - 37. Becker, Richard: Gewerkschaften und Parlament, in: Gewerkschaftliche Monatshefte 6 (1955), 8, S. 465 - 469. Behrends, Sylke: Gruppenorientierte Wirtschaftspolitik, Oldenburg 1997. Bendheim, Erich: Andere Länder - andere Lobby, in: Wirtschaftsdienst: wirtschaftspolitische Monatsschrift 45 (1965), 8, S. 401 – 416. Bennett, Robert J.: Business routes of influence in Brussels: exploring the choice of direct representation, in: Political studies 47 (1999), 2, S. 240 – 257. Benz, Arthur (Hrsg.): Zwischen Kooperation und Korruption: abweichendes Verhalten in der Verwaltung, Baden-Baden 1992. Benz, Arthur: Postparlamentarische Demokratie und kooperativer Staat, in: Leggewie, Claus [Hrsg.] Politik im 21. Jahrhundert, Frankfurt am Main 2001, S. 263 - 280.
6

-7- Benzner, Bodo: Ministerialbürokratie und Interessengruppen: eine empirische Analyse der personellen Verflechtung zwischen bundesstaatlicher Ministerialorganisation und gesellschaftli- chen Gruppeninteressen in der Bundesrepublik Deutschland im Zeitraum 1949 – 1984, Baden- Baden 1989. Bernhard, Kurt: Mitwirkung von Verbänden an der Gesetzgebung, in: Bayerische Verwal- tungsblätter: Zeitschrift für öffentliches Recht und öffentliche Verwaltung N.F. 7 (1961), 12, S. 375 - 376. Berry, Sebastian: Lobbyists: techniques of the political 'insiders', in: Parliamentary affairs: a journal of comparative politics 45 (1992), 2, S. 220 – 232. Berthold, Norbert: Mehr Beschäftigung, weniger Arbeitslosigkeit: setzt sich das ökonomische Gesetz gegen (verbands-)politische Macht durch?, in: Ordo 51 (2000), S. 231 - 259. Beyme, Klaus von: Interest groups in parliamentary decisions in the German Bundestag, in: Government and opposition: a quarterly journal of comparative politics 33 (1998), 1, S. 38 - 55. Böcher, Michael: Institutionelle Grenzen und parteipolitische Dynamik: Anmerkungen zum Naji, Klaus / Mayer, Natalie: Die Lobbyingaktivitäten der deutschen Wirtschaft, in: Recht und Politik: Vierteljahreshefte für Rechts- und Verwaltungspolitik, 36 (2000), 1, S. 31 - 43. Böhm, Anton: Mächtiger als das Parlament: Der Parteien- und Interessenfeudalismus und seine Überwindung, in: Wort und Wahrheit: Zeitschr. für Religion und Kultur 10 (1955), 11, S. 831 - 849. Bonns Lobby, in : Capital: Das deutsche Wirtschaftsmagazin 5 (1966), 9, S. 51 – 56. Boysen, Sönke / Weber, Adolf: Der Mechanismus der agrarpolitischen Willensbildung: Do- kumentiert am Beispiel des Marktstrukturgesetzes, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 2 (1971), 2, S. 159 - 173. Braunthal, Gerard: The federation of German industry in politics, Ithaca, N.Y. 1965. Braunthal, Gerard: The West German legislative process: a case study of two transportation bills, Ithaca, N.Y. u.a. 1972. Broichhausen, Klaus: Knigge und Kniffe für die Lobby in Bonn, München 1982. Buholzer, René Paul: Legislatives Lobbying in der Europäischen Union: ein Konzept für Inte- ressengruppen, Bern u.a. 1998. Buitendijk, G. J. / Schendelen, M. P. C. M. van: Brussels advisory committees: a channel for influence?, in: European law review 20 (1995),1, S. 37 - 56. Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (Hg.): Die Stellung der Verbände im demokratischen Rechtsstaat, Düsseldorf 1968. Bunn, Ronald F.: The Federation of German Employers' Associations: a political interest group, in: Western political quarterly 13 (1960), 3, S. 652 - 669. Burneleit, Heinz: Feindschaft oder Vertrauen zwischen Staat und Wirtschaft?, Frankfurt a.M. 1961. Claussen, Hans Rudolf: Korruption im öffentlichen Dienst: ein Überblick, Köln 1995. Club de Bruxelles (under the direction of Andy Stern): Lobbying in Europe after Maastricht: how to keep abreast and wield influence in the European Union, Brüssel 1994. Club de Bruxelles: European lobbying: how to keep abreast and wield influence in the EC, Brüssel 1992. Coen, David: The European business interest and the nation state: large-firm lobbying in the European Union and member states, in: Journal of public policy 18 (1998), 1, S. 75 - 100. Damaschke, Kurt: Der Einfluß der Verbände auf die Gesetzgebung : Am Beispiel des Geset- zes zum Schutz vor gefährlichen Stoffen; Chemikaliengesetz, München1986. Daumann, Frank: Interessenverbände im politischen Prozeß - Einflußnahme und Möglichkei- ten der Begrenzung, in: Ordo 50 (1999), S. 171 - 206. Dennert, Jürgen: Außerparlamentarische Einflüsse auf den Entwicklungsausschuß des Deut- schen Bundestages, in: Probleme der Demokratie heute: Tagung d. Dt. Vereinigung für Po- litísche Wissenschaft in Berlin; Herbst 1969, Opladen 1971, S. 388 - 418.
7

-8- Dettling, Warnfried: Die Neue Soziale Frage und die Zukunft der Demokratie, Bonn 1976. Deutsche Vereinigung für Parlamentsfragen e.V.: Der Abgeordnete im Visier der Verbände: Mythos und Realität des Lobbyismus im Parlament, Bonn 1998. Dieckmann, Jens: Der Einfluß der Deutschen Sparkassenorganisation auf die staatliche Wirt- schaftspolitik in der historischen Entwicklung: Eine empirische Untersuchung zur Theorie der Verbände, Frankfurt a.M. 1981. Diekmann, Knut: Die Vertretung spezifischer deutscher Interessen in der Europäischen Union - Träger, Strategien, Erfolge, in: Weidenfeld, Werner (Hg.) Deutsche Europapolitik: Optionen wirksamer Interessenvertretung, Bonn 1998, S. 209 - 265. Dönhoff, Marion: Le "lobbisme" à Bonn, in: Documents: revue des questions allemandes 11 (1956), 2/3, S. 205 - 207. Dorothee Buchhaas: Gesetzgebung im Wiederaufbau: Schulgesetz in Nordrhein-Westfalen und Betriebsverfassungsgesetz. Eine vergleichende Untersuchung zum Einfluß von Parteien, Kirchen und Verbänden in Land und Bund 1945 – 1952, Düsseldorf 1985. Düren, Albrecht: Ludwig Erhards Verhältnis zu organisierten wirtschaftlichen Interessen, in: Ludwig Erhard: Beiträge zu seiner politischen Biographie. Festschr. zum 75. Geburtstag, Frank- furt a.M. 1972, S. 42 – 66. Ebbighausen, Rolf: Parlamentarismus und organisierte Interessenpolitik in der Bundesrepub- lik, in: Gegenwartskunde: Zeitschrift für Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Bildung 19 (1970), 3, S. 239 - 249. Ehrmann, Henry W. (Ed): Interest groups on four continents, Pittsburgh 1958. Eising, Rainer: Assoziative Demokratie in der Europäischen Union?, Hagen 2000. Empfehlungen zur Beteiligung von Interessenverbänden, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 4 (1973),3, S. 463. Esser, Josef / Schröder, Wolfgang: Neues Leben für den Rheinischen Kapitalismus: vom Bündnis für Arbeit zum Dritten Weg, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 44 (1999). 1, S. 51 - 61. Eurolobbying, in: EU-Magazin: unabhängige Zeitschrift für Wirtschaft und Politik in der Eu- ropäischen Union 1995, 9, S. 8 - 15. Europäisches Parlament, Generaldirektion Wissenschaft: Regelung der Tätigkeit von Inte- ressenvertretern innerhalb der Parlamente der Mitgliedstaaten der Europäischen Union [Sekreta- riat des EZPWD. Red.: Marília Crespo Allen], Luxemburg 1995. Fack, Fritz-Ullrich: Entwicklungstendenzen des industriellen Lobbyismus in der Bundesrepub- lik, in: Interdependenzen von Politik und Wirtschaft: Beitr. zur politischen Wirtschaftslehre. Festgabe für Gert von Eynern, Berlin 1967, S. 483 – 505. Falkner, Gerda: Policy networks in a multi-level system : convergence towards moderate diversity?, in : West European politics 23 (2000), 4 . S. 94 – 120. Faust, Jörg: Informelle Politik und ökonomische Krisen in jungen Demokratien, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 50 (21 vom 19.05.2000), S. 3 - 9. Felix, Günther: Aufwendungen für politische Einflußnahmen auf betriebsbezogene Behörden- und Gesetzesentscheidungen und ihre öffentliche Transparenz, in: Finanz-Rundschau für Ein- kommensteuer und Körperschaftsteuer 63 (1981),2, S. 30 - 31. Fischer, Klemens H.: The European Union: a compact guide for business-government- relations, Baden-Baden 2001. Forster, Karina: Lobbying in Brüssel, in: Strauch, Manfred (Hg.) Lobbying: Wirtschaft und Politik im Wechselspiel, Frankfurt a.M. 1993, S. 171 - 216. Fritz, Rudolf: Der Einfluß der Parteien und Geschädigtenverbände auf die Schadensfeststel- lung im Lastenausgleich, Berlin 1964. Frye, Charles: Parties and pressure groups in Weimar and Bonn, in: World politics: a quarterly journal of international relations 17 (1965), 4, S. 635 - 655.
8

-9- Gäfgen, Gérard: Die Interaktion von Staat und Verbänden in den internationalen Wirtschafts- beziehungen, in: Dürr, Ernst (Hg.): Weltwirtschaft im Wandel: Festgabe für Egon Tuchtfeldt zum 65. Geburtstag, Bern / Stuttgart 1988, S. 131 – 149. Gäfgen,      Gérard:      Kooperative      Wirtschaftspolitik,  neuer    Korporatismus     und Wirtschaftsordnung, in: Klaus, Joachim (Hg.): Wirtschaftliche Strukturprobleme und soziale Fragen: Analyse und Gestaltungsaufgaben; J. Heinz Müller zum 70. Geburtstag, Berlin 1988, S. 41 – 52. Gallas, Andreas: Politische Interessenvertretung von Arbeitslosen: eine theoretische und empi- rische Analyse, Frankfurt a.M. 1994 Gansel, Norbert / Simonis, Heide / Jungmann, Horst: Abgeordnete - Lobbyisten oder Kon- trolleure der Rüstungsindustrie?, in: Albrecht, Ulrich (Hg.): Arbeitsplätze durch Rüstung?: Warnungen vor falschen Hoffnungen, Reinbek 1978, S. 127 – 146. Gerlich, Peter (Hg.): Interessensysteme und Politik: Versuch einer Evaluierung, Wien 1995. Gesamthochschule Hagen, Lehrgebiete Politikwissenschaft, Politische Soziologie (Hg.): Parlament und gesellschaftliche Interessen: die Vermittlung von Interessen und Politik durch den Deutschen Bundestag, Hagen 1992. Grantham, Cliff: Parliament and political consultants, in: Parliamentary affairs: a journal of comparative politics 42 (1989), 4, S. 503 - 518. Greenwood, Justin: Representing interests in the European Union, New York 1997. Groebel, Eberhard: Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks und sein Einfluß auf die Gesetzgebung, in: Spray, Peter (Hg.): Dem Mittelstand verpflichtet: Festschr. für Hansheinz Hauser, Bonn 1982, S. 113 – 120. Groebel, Eberhard: Verbandseinfluß als Grenze zwischen staatlicher Herrschaft und gesell- schaftlicher Machtstruktur : e. Beitr. zur Diskussion um d. Verbändewesen in d. Bundesrepublik Deutschland ; dargest. am Beisp. d. Zentralverbandes d. Deutschen Bäckerhandwerks, Spey- er1983. Groth, Stephanie von: Lobbying im Institutionengefüge der EG durch europäische Umwelt- verbände, Marburg 1997. Groupe d'Étude du Lobbyisme Européen / Institut de Sociologie / Institut d'Études Euro- péennes / Université Libre de Bruxelles / Paul-H. Claeys (Eds): Lobbyisme, pluralisme et intégration européenne, Bruxelles 1998. Grundermann, Roland: Die psychologische Einflußnahme von Organisationen des Ge- sundheitswesens durch Pharma-Marketing auf Gesetzgebung und Nachfrageverhalten, Diss. Dortmund 1992. Häberle, Peter: Grundrechte in pluralistischen Gesellschaften - die Verfassung des Pluralis- mus, Verwaltung, in: Zeitschrift für Verwaltungsrecht und Verwaltungswissenschaften 26 (1993), 4, S. 421 – 447. Hättich, Manfred: Parlament und Verbände, in: Civitas. Jahrbuch für Sozialwissenschaft (1962), S. 143 - 160. Hamm-Brücher, Hildegard: Über Schwächen und Mängel unserer Parlamente, in: Liberal: Vierteljahreshefte für Politik und Kultur 4 (1962),2, S. 3 - 7. Hanhart, Joseph (Hg.): Kreuz- & Querverbindungen im Parlament: (1991 - 1995), Basel 1995. Hauff, Michael von: Theorie und Praxis gewerkschaftlicher Interessenpolitik: Eine ökonomi- sche Analyse, Königstein/Ts. 1979. Henning, Christian H. C. A. ; Wald, Andreas: Zur Theorie der Interessenvermittlung: ein Netzwerkansatz dargestellt am Beispiel der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik, in: Politi- sche Vierteljahresschrift 41 (2000), 4, S. 647 - 676. Hensel, Rainer: Der Einfluß der wirtschaftspolitischen Verbände auf die parlamentarische Ar- beit, Göttingen 1973.
9

- 10 - Hensel, Rainer: Mehr Transparenz für Verbandsabgeordnete: Lösungswege durch Inkompati- bilitätsregelungen und Ändern der Bundeswahlordnung, in: Zeitschrift für Rechtspolitik 7 (1974), 8, S. 177 - 181. Hirner, Manfred: Der Deutsche Bundestag im Netzwerk organisierter Interessen, in: Parlament und Gesellschaft: eine Funktionsanalyse der repräsentativen Demokratie S. 138 - 183 Hoffmann, Volker: Interessenvertretungen und Euro-Lobbying, in: Röttinger, Moritz (Hg.) Handbuch der europäischen Integration: Strategie - Struktur - Politik im EG-Binnenmarkt, Wien / Mainz 1991 S. 261 - 286. Hollingsworth, Mark: MPs for hire: The secret world of political lobbying, London 1991. Hondrich, Karl Otto: Die Ideologien von Interessenverbänden: Eine strukturell-funktionale Analyse öffentlicher Äußerungen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, der Bundes- vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Berlin 1963. Huber, Hans: Staat und Verbände, Tübingen 1958. Interessenverbände in der Bundesrepublik Deutschland, in: Informationen zur politischen Bil- dung 145 (1971), S. 1 - 24. Kauermann, Karl: Die Besteuerung des deutschen Kreditgewerbes. Eine Fallstudie zum Prob- lem der finanzpolitischen Willensbildung, Mahrburg/Lahn, 1975. Keman, Hans: Konkordanzdemokratie und Korporatismus aus der Perspektive eines rationalen Institutionalismus, in: Politische Vierteljahresschrift 37 (1996),3, S. 494 – 516. Kerl, Volkher: Über Verbände, Lobbyisten und Ämter, in: langfristige Kredit: Zeitschrift für Finanzierung und Vermögensanlage. - 52 (2001), 10 . -, S. 328 - 330. Kipp-Maack, Elke: Der ADAC zwischen Verbandsoligarchie und Mitgliederpartizipation: am Beispiel der Debatte um schadstoffarme PKW und Geschwindigkeitsbeschränkung, Diss. Bo- chum 1992. Kißler, Leo: Parlament und gesellschaftliche Interessen, in: Bellers, Jürgen / Westphalen, Raban Graf von (Hg.): Parlamentslehre: das parlamentarische Regierungssystem im technischen Zeitalter, München 1993, S. 314 – 346. Klatt, Hartmut: Verbände als Nebenregierung: Einflüsse auf die Gesetzgebung, in: Evangeli- sche Kommentare: Monatsschrift zum Zeitgeschehen in Kirche und Gesellschaft 14 (1981), 6, S. 335 - 341. Klingemann, Hans-Dieter (Hg.): Zur Zukunft der Demokratie: Herausforderungen im Zeitalter der Globalisierung, Berlin 2000. Krockow, Christian Graf von: Unter dem Druck der Verbände: Eine Lücke im demokrati- schen Verfassungssystem, in: Evangelische Kommentare: Monatsschrift zum Zeitgeschehen in Kirche und Gesellschaft 7 (1974), 10, S. 596 - 598. Lange, Klaus-Jürgen: Die Rechtsstellung der Interessentenverbände, Würzburg 1966. Lecocq, Vincent: Le lobbying européen: information ou manipulation?, in: Revue du marché commun et de l'Union Européenne 347 (1991), S. 400 - 403. Lehmbruch, Gerhard: Administrative Interessenvermittlung, in: Adrienne Windhoff-Héritier (Hg.): Verwaltung und ihre Umwelt: Festschrift für Thomas Ellwein, Opladen 1987 S. 11 - 43. Levy, David L. / Egan, Daniel: Capital contests: national and transnational channels of corpo- rate influence on the climate change negotiations, in: Politics & society 26 (1998), 3, S. 337 - 361. Lobby in Bonn. Neue Adressen für alte Interessen, in: Capital: Das deutsche Wirtschaftsmaga- zin 9 (1970), 1, S. 44 – 45. Lobbyismus und Politik, in: Wirtschaftsdienst: wirtschaftspolitische Monatsschrift. - 80 (2000), 3, S. 139 – 152. Matyja, Miroslaw: Der Einfluß der Vereinigung der Industrie- und Arbeitgeberverbände Euro- pas (UNICE) auf den Entscheidungsprozeß der Europäischen Union, Bern u.a. 1999. Mazey, Sonia (Ed.): Lobbying in the European Community, Oxford 1993.
10

Zur nächsten Seite