wb-2018-16-kw

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Wochenberichte der "Ergebnisse aus der Meinungsforschung" aus Jahren 2018 und 2019

Frau Bundeskanzlerin Ergebnisse aus der Meinungsforschung                                                       20. April 2018 Wochenbericht KW 16 forsa | Emnid | infratest dimap Wähleranteile:              Union zwischen 34 % und 32 %, SPD zwischen 19 % und 17 % Wirtschaft:                 Pessimistische Erwartungen überwiegen Weltpolitische Lage:        Sorge um den Weltfrieden wächst Situation in den USA wird als größte Bedrohung wahrgenommen Flüchtlinge:                Mehrheitlich keine Sorgen über die hohen Flüchtlingszahlen in Deutschland; allerdings sehen die Bürger zunehmend eher keine Fortschritte bei der Bewältigung der Situation Wichtigstes Thema:          Bürgerkrieg in Syrien, Giftgasangriff, militärisches Eingreifen des Westens Steffen Seibert
Politische Stimmung Wähleranteile Angaben in Prozent forsa              Emnid1         infratest für               für BamS        dimap2 RTL/stern für ARD CDU/CSU             34 (+2)              33    (-)       32 (-1) SPD          19 (-1)              18    (-)       17 (-1) FDP            9    (-)             9   (-)       10 (+1) DIE LINKE            10     (-)           11    (-)       10    (-) B'90/Grüne            12 (+1)              12 (+1)         12    (-) AfD          12 (-1)              13 (-1)         15 (+1) Sonstige            4 (-1)               4   (-)         4   (-) Erhebungszeitraum       09.-13.04.         12.-18.04.        16.-18.04. Die Union liegt bei forsa 15 (+3), bei Emnid 15 (-) und bei infratest dimap 15 (-) Prozentpunkte vor der SPD. Kanzlerpräferenz Angaben in Prozent forsa                    Angela Merkel liegt bei der Kanzlerpräferenz 36 (+2) für                   Prozentpunkte vor Andrea Nahles und 25 (+2) Pro- RTL/n-tv zentpunkte vor Olaf Scholz. Merkel        51       (+2) 87 % (+1) der CDU/CSU-Anhänger präferieren Merkel Nahles        15         (-) und 3 % (-1) Nahles. Von den SPD-Anhängern würden sich 35 % (-1) für Nahles und 35 % (-1) für Merkel ent- Merkel        46       (+2)            scheiden. Scholz        21         (-)           Bei der Alternative zwischen Merkel und Scholz Erhebungszeitraum       09.-13.04.                 sprechen sich 85 % (+4) der CDU/CSU-Anhänger für Merkel und 5 % (-1) für Scholz aus; von den SPD-An- hängern präferieren 49 % (-) Scholz und 27 % (-) Merkel. 1 Sperrfrist bis zur Veröffentlichung in der Bild am Sonntag (22.04.2018) 2 im Vergleich zur KW 14 2
Politische Stimmung Problemlösungskompetenz Angaben in Prozent forsa       Bei der politischen Kompetenz, die gegenwärtigen Pro- für       bleme in Deutschland zu lösen, liegt die Union 21 (+3) RTL/n-tv Prozentpunkte vor der SPD. CDU/CSU     28     (+2) 52 % (-2) trauen die Lösung der Probleme keiner Partei SPD     7     (-1) zu. sonstige Parteien    13     (+1) 65 % (-1) der Unionsanhänger meinen, dass die eigene keine Partei  52      (-2) Partei mit den Problemen in Deutschland am besten Erhebungszeitraum 09.-13.04.    fertig wird, bei den SPD-Anhängern sagen dies 38 % (+3) von ihrer Partei. 3
Wirtschaftserwartungen Langfristige Erwartungen für die Wirtschaft Angaben in Prozent forsa       Die langfristigen Wirtschaftserwartungen haben sich im für       Vergleich zur Vorwoche kaum verändert. RTL/n-tv besser  21     (+1)  Der Anteil der Bevölkerung, der mit einer Verschlechte- rung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland schlechter  33       (-) in den kommenden Jahren rechnet, liegt gleichwohl um unverändert    43       (-) 12 (-1) Prozentpunkte höher als der Anteil, der von einer Verbesserung ausgeht. Erhebungszeitraum 09.-13.04. 4
Welt- bzw. europapolitische Lage Machen Sie sich Sorgen um den Weltfrieden? Angaben in Prozent, im Vergleich zur KW 13 forsa          Personen mit einfacher formaler Bildung (73 %) und für          Ostdeutsche (72 %) sowie Anhänger der SPD, der AfD BPA (jew. 72 %) und der Linkspartei (70 %) machen sich sehr große         18    (+7)     überdurchschnittlich oft (sehr) große Sorgen um den Weltfrieden. Über 60-Jährige machen sich häufiger große         47    (-2) (sehr) große Sorgen als unter 30-Jährige (74 % zu 43 %) wenig         28    (-3)     und Frauen häufiger als Männer (71 % zu 58 %). keine         6    (-2) Geringverdiener und Anhänger der FDP (jew. 40 %) Erhebungszeitraum        09.-13.04.       machen sich überdurchschnittlich oft weniger bzw. keine Sorgen um den Weltfrieden. Weltweite Krisen(regionen) als Gefahrenquelle für Deutschland Angaben in Prozent, im Vergleich zur KW 13 forsa für BPA USA    22       (-4) Syrien    14         (-) "Neuer Kalter Krieg" zwischen USA und Russland        13 (neu) Russland     12       (-4) Naher Osten, arabische Länder     10       (+1) Asien, Nordkorea        7     (-7) Asylbewerber, Flüchtlinge        7     (-1) Türkei       5     (-5) Krieg/Terrorismus allgemein         5       (-) Erhebungszeitraum  09.-13.04. Nach Meinung der Bundesbürger wird die Situation in den USA als größte Gefahr für Deutschland wahrgenommen. Anhänger der SPD, der Grünen und der Linkspartei (jew. 27 %) nennen die Situation in den USA über- durchschnittlich häufig als größte Gefahrenquelle für Deutschland. 5
Welt- bzw. europapolitische Lage Rolle Deutschlands in der Weltpolitik Angaben in Prozent, im Vergleich zur KW 13 forsa       Unter 30-Jährige (44 %) sowie Anhänger der Grünen für       (54 %), der Linkspartei (49 %) und der SPD (45 %) sind BPA        überdurchschnittlich oft der Meinung, dass Deutschland sollte mehr Verant-                          mehr Verantwortung in der Weltpolitik übernehmen 37    (-3)  sollte. wortung übernehmen sollte weniger Verant-                          Hingegen sind Anhänger der AfD (37 %) überdurch- 12    (+4)  schnittlich oft der Ansicht, dass Deutschland weniger wortung übernehmen Verantwortung übernehmen sollte. Deutschland tut 49      (-) Frauen (54 %) sowie Anhänger der Union und der FDP bereits genug (jew. 57 %) meinen überdurchschnittlich häufig, dass Erhebungszeitraum        09.-13.04.    Deutschland bereits genug tut. Rolle Deutschlands in der EU Angaben in Prozent, im Vergleich zur KW 13 forsa       30- bis 59-Jährige, Personen mit einfacher und mitt- für       lerer formaler Bildung (jew. 45 %) sowie Anhänger der BPA        AfD (61 %) und der FDP (45 %) sind überdurchschnitt- nimmt zu viel                       lich oft der Meinung, dass Deutschland zu viel Rück- Rücksicht auf andere              40    (+1) sicht auf die EU-Mitgliedstaaten nimmt. EU-Mitgliedstaaten                           Männer (21 %) sowie Anhänger der Linkspartei (26 %) nimmt zu wenig                         und der Grünen (23 %) sind hingegen überdurchschnitt- lich oft der Meinung, dass Deutschland zu wenig Rück- Rücksicht auf andere              16      (-) sicht auf die EU-Mitgliedstaaten nimmt. EU-Mitgliedstaaten Unter 30-Jährige (53 %) und Geringverdiener (47 %) verhält sich alles in allem                        sowie Anhänger der Union und der Grünen (jew. 49 %) 40      (-) genau richtig                       finden das Verhalten Deutschlands überdurchschnitt- Erhebungszeitraum        09.-13.04.    lich häufig genau richtig. 6
Flüchtlinge Machen Sie sich Sorgen darüber, dass so viele Flüchtlinge in Deutschland sind? Angaben in Prozent, im Vergleich zur KW 12 Emnid                   30- bis 39-Jährige (52 %) und über 60-Jährige (50 %) für                  sowie Anhänger der AfD (96 %) machen sich über- BPA                   durchschnittlich oft Sorgen, dass so viele Flüchtlinge in mache mir Sorgen              43        (-)          Deutschland sind. Ostdeutsche sind häufiger besorgt als Westdeutsche (58 % zu 40 %) und Personen mit mache mir keine Sorgen                56     (+1)            einfacher und mittlerer formaler Bildung häufiger als Erhebungszeitraum        11.-17.04.               Personen mit hoher formaler Bildung (52 % zu 26 %). Unter 30-Jährige (74 %) sowie Anhänger der Grünen (90 %), der Linkspartei (82 %) und der FDP (64 %) machen sich überdurchschnittlich oft keine Sorgen. Hat die Aufnahme von Flüchtlingen kurzfristig bzw. langfristig für Deutschland …? Emnid für BPA, Angaben in Prozent, im Vergleich zur KW 12 kurzfristig        langfristig eher Vorteile            6      (+1)      19        (-) eher Nachteile             51        (-)     34      (-1) Vor- und Nachteile 37      (-1)      39     (+1) gleichen sich in etwa aus Erhebungszeitraum                    11.-17.04. Kurzfristig sehen Ostdeutsche (62 %), 30- bis 49-Jährige (60 %) und Personen mit einfacher und mitt- lerer formaler Bildung (58 %) sowie Anhänger der AfD (91 %), der FDP (63 %) und der SPD (59 %) über- durchschnittlich oft eher Nachteile in der Aufnahme von Flüchtlingen. Auch langfristig sehen beson- ders häufig Anhänger der AfD (88 %), Ostdeutsche (48 %) und Personen mit einfacher und mittlerer formaler Bildung (40 %) sowie 30- bis 39-Jährige (42 %) eher Nachteile. Hingegen sehen Personen mit hoher formaler Bildung (29 %) sowie Anhänger der Grünen (47 %) und der Linkspartei (29 %) langfristig überdurchschnittlich oft eher Vorteile. Kommt die Bundesregierung bei der Bewältigung der Flüchtlingssituation …? Angaben in Prozent, im Vergleich zur KW 12 Emnid                   Anhänger der Union (36 %), der Grünen (29 %), der FDP für                  (26 %) und der Linkspartei (24 %) sind überdurchschnitt- BPA lich oft der Meinung, dass die Bundesregierung bei der eher voran         20      (-7)           Bewältigung der Flüchtlingssituation eher vorankommt. Personen mit hoher formaler Bildung sind eher dieser eher nicht voran            74     (+9) Meinung als Personen mit einfacher formaler Bildung Erhebungszeitraum        11.-17.04.               (28 % zu 14 %). Hingegen meinen insbesondere Ostdeutsche (85 %) und Anhänger der AfD (95 %), dass die Bundesregierung bei der Bewältigung der Flüchtlingssituation eher nicht vor- 7 ankommt.
Aktuelle Themen Wichtigste Themen Angaben in Prozent infratest dimap für BPA Bürgerkrieg in Syrien, Giftgasangriff, 35 (+20) militärisches Eingreifen des Westens Flüchtlinge, Ausländer in Deutschland/Zuwanderungs-, Asylpolitik          11       (-5) US-Präsidentschaft Donald Trump             7     (+1) Gewerkschaften, Streiks, Lohnforderungen/ 6     (+4) Tarifeinigung im öfffentlichen Dienst Erhebungszeitraum  17.-18.04. Die Bundesbürger beschäftigen sich in dieser Woche am meisten mit dem Thema "Bürgerkrieg in Syrien, Giftgasangriff, militärisches Eingreifen des Westens". Überdurchschnittlich häufig sehen 35- bis 49- Jährige und Männer (jew. 40 %) sowie Anhänger der FDP (50 %), der Grünen, der Linkspartei (jew. 47 %), der AfD (46 %) und der SPD (42 %) dieses Thema als das wichtigste der Woche an. Personen mit hoher formaler Bildung nennen es häufiger als Personen mit einfacher formaler Bildung (43 % zu 28 %) und Gutverdiener häufiger als Geringverdiener (44 % zu 30 %). Unter 35-Jährige (26 %) beschäftigen sich unterdurchschnittlich oft damit. Anhänger der AfD (21 %) erwähnen das Thema "Flüchtlinge, Ausländer in Deutschland/Zuwanderungs- und Asylpolitik" besonders oft. Anhänger der Linkspartei (5 %) und der Grünen (7 %) nennen es unter- durchschnittlich häufig. 8