Neuss

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Fristigkeit: langfristig Projektbeteiligte: Straßen NRW, Tiefbauma- nagement, Amt für Stadtplanung Der überregionale Radschnellweg von Neuss über Düsseldorf nach Langenfeld soll in Tei- len durch die Stadt Neuss selbst geplant und gebaut werden (Baulast Stadt Neuss westlich Schanzenstraße). Das Land NRW soll aufgefordert werden, den wichtigen außerörtlichen Abschnitt östlich der Schanzenstraße mit hoher Priorität weiterzuverfolgen. Im Zuge dessen soll eine Brücke über den Willi-Brandt-Ring und ein Radschnellweg entlang der Rennbahn bis zum Wendersplatz realisiert werden. Die größten Kostenpunkte und Prioritäten sind die Brücken, hier ist Straßen NRW Bauherr und in der Unterhaltung. Freigabe Einbahnstraßen für Radgegen-         CO2-Reduktion: direkte Wirkung nicht kalku- verkehr                                       lierbar; initiierende Maßnahme Kosten: ist im Einzelfall zu prüfen Fristigkeit: kurzfristig Projektbeteiligte: Amt für Verkehrsangele- genheiten, Amt für Stadtplanung, Tiefbauma- nagement Die wenigen, verbleibenden Einbahnstraßen, die noch nicht für den Radverkehr in Gegen- richtung geöffnet sind, werden entsprechend für den Radgegenverkehr freigegeben wer- den, um das Radfahren in Neuss schneller zu machen. Einrichtung von Fahrradzonen und -stra-       CO2-Reduktion: direkte Wirkung nicht kalku- ßen                                           lierbar; initiierende Maßnahme Kosten: zum derzeitigen Zeitpunkt nicht be- zifferbar Fristigkeit: langfristig Projektbeteiligte: Amt für Verkehrsangele- genheiten, Amt für Stadtplanung, Tiefbauma- nagement In Neuss soll nach vorhergehender Prüfung das vorhandene Fahrradwegenetz zu Fahr- radzonen und -straßen ausgebaut und weitere Fahrradzonen und -straßen errichtet wer- den. Diese sind zu unterscheiden zu herkömmlichen Radwegen, da sich eine Fahr- radstraße auf die gesamte Fahrbahn bezieht und dem Radverkehr hier ein Vorrecht einge- räumt wird. Protected Bike Lanes (PBL)                    CO2-Reduktion: direkte Wirkung nicht kalku- lierbar; initiierende Maßnahme Kosten: zum derzeitigen Zeitpunkt nicht be- zifferbar Fristigkeit: kurzfristig Projektbeteiligte: Amt für Verkehrsangele- genheiten, Amt für Stadtplanung, Tiefbauma- nagement Protected Bike Lanes sind physisch vom Rest des Verkehrs, insbesondere dem MIV, abge- trennte und dadurch für Radfahrer sicherer Radwege. Das vorhandene Fahrradwegenetz soll in Neuss nach vorhergehender Prüfung zu solchen PBL ausgebaut und weitere PBL er- richtet werden. 36
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Förderung von sicheren und qualitativ            CO2-Reduktion: direkte Wirkung nicht kalku- hochwertigen Radabstellanlagen                   lierbar; initiierende Maßnahme Kosten: ca. 228.500 €/a Fristigkeit: kurzfristig Projektbeteiligte: Amt für Verkehrsangele- genheiten, Amt für Stadtplanung, Tiefbauma- nagement In Neuss sollen mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden. Zum einen sollen jährlich 50 Fahrradbügel installiert werden. Zum anderen soll es nach vorhergehen- der Prüfung jährlich 50 neue abschließbare Fahrradboxen geben. Gleichzeitig soll eine Modernisierung des Bestandes erfolgen. CO2-Reduktion Gesamt- Direkte Wirkung nicht kalkulierbar; initiierende Maßnahme. maßnahme              Vgl. „Modellierung von CO2-Reduktion im Verkehrssektor (Modal Shift)“. Kosten Gesamtmaß-     Hoch, zum derzeitigen Zeitpunkt nicht bezifferbar nahme Nutzen/Kosten-Effekt  Hoch Fristigkeit           Kurz- bis langfristig Projektbeteiligte     Amt für Stadtplanung Amt für Verkehrsangelegenheiten Tiefbaumanagement Neuss Sozialamt (Radstation) Ggf. Landeshauptstadt Düsseldorf 37
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Titel Nr. 2           Ausbau von Park & Ride Plätzen im regionalen Kontext Ziel                  Verringerung des Anteils des MIV am Modal-Split, Erhöhung des Anteils des ÖPNV Beschreibung          An wichtigen Haltestellen des SPNV (Schienengebundener Personennahverkehr), sollen neue Park & Ride Parkplätze entstehen. Neben bestehenden Park & Ride Parkplätzen, wie beispielsweise an den S-Bahn-Haltestellen der S11 in Norf oder Allerheiligen, sollen auch die neu angelegten bzw. modernisierten oder erweiterten Parkplätze insbesondere Pendle- rinnen und Pendler, aber auch Besucherinnen und Besucher und die Bürgerinnen und Bür- ger in Neuss dazu bewegen, den Weg mit dem PKW zu verkürzen und auf klimafreundli- chere Verkehrsmittel zurückzugreifen. So wird zum einen der CO2-Ausstoß vermindert. Zum anderen verringert sich der Verkehr in der Innenstadt, es entstehen weniger Staus. Wenn gleichzeitig Parkplätze in der Innenstadt wegfallen sollen (siehe Maßnahme 8), bie- ten die Park & Ride Parkplätze eine gute Alternative. Es sollen bis 2035 neue Park & Ride Plätze entstehen oder die Kapazitäten an bestehen- den P&R-Plätzen erweitert / modernisiert werden. Voraussetzung dafür ist eine optimale Anbindung an den ÖPNV/SPNV. Ein Sonderthema ist der Mobilitätsknotenpunkt Hauptbahnhof im Kontext des ISEK Bahn- hofsumfeld bzw. der Entwicklung des Projektes Bauer und Schaurte-Gelände. CO2-Reduktion Gesamt- Direkte Wirkung nicht kalkulierbar; initiierende Maßnahme maßnahme Kosten Gesamtmaß-     Zum derzeitigen Zeitpunkt nicht bezifferbar nahme Nutzen/Kosten-Effekt  Kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht angegeben werden Fristigkeit           Langfristig Projektbeteiligte     VRR, Nachbarkommunen Amt für Stadtplanung Amt für Verkehrsangelegenheiten Tiefbaumanagement Neuss 38
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Titel Nr. 3           Förderung lokal emissionsfreier Güterverkehre Ziel                  Verringerung des Lieferverkehrs in der Innenstadt Beschreibung          Der Lieferverkehr nimmt auch in Neuss stetig zu, insbesondere durch den wachsenden On- linehandel begründet. Der Lieferverkehr verursacht auf der einen Seite direkte CO2-Emissio- nen durch die Lieferfahrzeuge. Auf der anderen Seite werden die Straßen voller, es kommt zu Staus, wodurch wiederum auch indirekt CO2-Emissionen entstehen können. Demnach sollen in Neuss klimaschutzfreundliche Modelle der Nahlogistik entwickelt wer- den, um den Lieferverkehr in Neuss, insbesondere in der Innenstadt, zu reduzieren. Die so- genannte letzte Meile, also das letzte Stück in der Lieferkette, wird besonders in den Blick genommen, um die Innenstadt zu entlasten. Mit einem sog. Micro-Hub – einem Verteilzentrum für Waren – am Rande der Innenstadt könnte der motorisierte Innenstadtlieferverkehr deutlich reduziert werden. Statt Transporter mit Verbrennungsmotor können z.B. E-Lastenfahrräder oder Street-Scooter eingesetzt wer- den. Zunächst ist eine Konzeptstudie für die Städte Neuss, Krefeld und Mönchengladbach ge- plant. Sie soll aufzeigen, wie durch die Einrichtung von Zwischenstationen –den geplanten Micro-Hubs – die Einfahrt von großen Lkw und Transportern in die Innenstadt minimiert wer- den kann. Auf der letzten Meile wird dann alternativ zu Fuß, per E-Bike oder Street-Scooter zugestellt. Das Konzept soll eine Vorbildfunktion für andere Städte mit einer ähnlichen Größe einnehmen. Nach der Konzeptstudie soll der Micro-Hub umgesetzt werden und der Lieferverkehr in Zukunft klimafreundlicher vonstattengehen. Eine Entwicklung und die Nutzung des Micro-Hubs sind abhängig von dem (freiwilligen) En- gagement der Logistikunternehmen. Es gibt derzeit keine Instrumente um z.B. für die sog. „letzte Meile“ den Logistik- und Paketdienstleistungsunternehmen die Anlieferung mit z.B. Lastenrädern vorzuschreiben. CO2-Reduktion Gesamt- Gering: 200 t/a maßnahme Kosten Gesamtmaß-     Mittel: Ca. 180.000 € für die Konzepterstellung nahme Nutzen/Kosten-Effekt  Gering Fristigkeit           Langfristig Projektbeteiligte     IHK Mittlerer Niederrhein Amt für Wirtschaftsförderung Amt für Stadtplanung 39
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Titel Nr. 4           Bike-Sharing in Neuss Ziel                  Verringerung des Anteils des MIV am Modal-Split, Erhöhung des Radverkehrsanteils Beschreibung          Zur Erhöhung des Radverkehrsanteils am Modal Split und damit langfristig zur Verringerung des Anteils des MIV am Modal Split soll in Neuss ein Bike-Sharing Angebot etabliert wer- den. Bei einem solchen öffentlichen Fahrradverleihsystem, das in das in Vorbereitung befindliche Mobilitätskonzept eingebunden werden muss, stehen die Fahrräder an bestimmten öffent- lich zugänglichen Stationen jeder Bürgerin und jedem Bürger nach einmaliger Anmeldung zur Verfügung. Im Gegensatz zu einem eigenen Fahrrad müssen sich die Nutzerin und der Nutzer nicht um die Wartung und das sichere Abstellen des Fahrrads kümmern. Des Weite- ren wird so das Umsteigen zwischen dem ÖPNV und dem Fahrrad erleichtert. Neben „normalen“ Fahrrädern können auch E-Fahrräder und E-Lastenräder Teil eines sol- chen Bike-Sharing-Angebotes sein. Mit Lastenrädern können beispielsweise auch schwe- rere Einkäufe erledigt werden, sodass Wege mit dem Pkw vermieden werden können. Die Stadt Neuss wird prüfen, ob ein privater Anbieter eines Sharing-Angebotes für das Neusser Stadtgebiet mit einer nennenswerten Anzahl (ca. 200) an Rädern infrage kommt. CO2-Reduktion Gesamt- Gering: 50 t/a maßnahme Kosten Gesamtmaß-     Keine, da über Anbieter finanziert nahme Nutzen/Kosten-Effekt  Mittel Fristigkeit           Kurzfristig Projektbeteiligte     Sharing-Anbieter Stadtwerke Neuss Amt für Stadtplanung Amt für Verkehrsangelegenheiten Amt für Stadtgrün, Umwelt und Klima 40
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Titel Nr. 5  Öffentlichkeitsarbeit Umweltverbund Ziel         Verringerung des Anteils des MIV am Modal-Split, Erhöhung des Anteils des Rad- und Fuß- verkehrs sowie des ÖPNV am Modal Split Beschreibung Es ist bereits ein gewisses Umdenken in der Bevölkerung hin zu mehr Fahrradfreundlich- keit und zur vermehrten Nutzung des ÖPNV zu spüren. Dennoch ist eine aktive Bewerbung der klimafreundlichen Verkehre, also des sogenannten Umweltverbundes (Fuß- und Rad- verkehr, ÖPNV), noch immer notwendig. Noch wird zu selten der Umweltverbund genutzt, beispielsweise für Strecken unter 5 km, auch wenn genau auf diesen Wegen diese Ver- kehrsmittel zum Teil schneller oder gleich schnell sind. Um die Bürgerinnen und Bürger in Neuss vermehrt dazu zu bewegen, das eigene Auto stehen zu lassen oder langfristig gar abzuschaffen, sind zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltung, oftmals zum aktiven Mitmachen, geplant. Es sei an dieser Stelle betont, dass die unten aufgeführten Maßnahmen lediglich einen An- fang darstellen. Darüber hinaus sind noch zahlreiche andere Maßnahmen in den nächsten Jahren denkbar. STADTRADELN                                     CO2-Reduktion: temporäre Reduktion 10 t/a Kosten: 1.600 €/a Fristigkeit: kurzfristig/jährlich Projektbeteiligte: Amt für Stadtgrün, Umwelt und Klima STADTRADELN ist eine Kampagne des Netzwerks Klima-Bündnis. Das Ziel ist es, in Form eines Wettbewerbes, möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen. Die Stadt Neuss nimmt seit 2017 jedes Jahr am STADTRADELN teil und konnte bisher jährlich die Vorjahreswerte übertreffen. Jobradeln                                       CO2-Reduktion: temporäre Reduktion 5 t/a Kosten: 500 €/a Fristigkeit: langfristig Projektbeteiligte: Betriebliches Gesundheits- management Jobradeln ist eine stadtkonzerninterne Aktion des betrieblichen Gesundheitsmanagements mit dem Ziel, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zum Radfahren zu animieren. RADar!                                          CO2-Reduktion: direkte Wirkung nicht kalku- lierbar; initiierende Maßnahme Kosten: 150 €/a Fristigkeit: kurzfristig Projektbeteiligte: Amt für Stadtgrün, Umwelt und Klima Die Meldeplattform RADar! ist ein onlinebasiertes Bürgerbeteiligungs- und Planungsinstru- ment des „Klima-Bündnis“. RADar! bietet Kommunalverwaltungen sowie Bürgerinnen und Bürgern Möglichkeiten, gemeinsam den Fahrradverkehr in der Kommune zu verbessern und CO2 einzusparen. Öffentlichkeitskampagnen (hier: Miteinan-       CO2-Reduktion: direkte Wirkung nicht kalku- der im Straßenverkehr – Tanz der Straße)        lierbar; initiierende Maßnahme Kosten: Erste/a: Keine 41
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mit Förderung der AGFS (Aktionsgemein-         Folge: je ca. 30.000 €/a schaft Fußgänger- und fahrradfreundlicher Fristigkeit: kurzfristig Städte NRW) Projektbeteiligte: Amt für Stadtplanung, Amt für Verkehrslenkung Die Stadt Neuss beteiligt sich an der grundsätzlichen Kampagne der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e. V. (AGFS). Darüber hinaus hat die Stadt Neuss eine eigenständige Kampagne zum Mit- einander im Straßenverkehr im Sinne des § 1 der Straßenverkehrsordnung hinsichtlich ei- ner gegenseitigen Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer untereinander vorbereitet (mit Fördermitteln des Landes/AGFS). Diese Kampagne unter dem Motto „Tanz der Straße“ ist auf mehrere Jahre angelegt und kann in späteren Jahren durch neue thematische Ansätze weitergeführt werden. Imagekampagnen zur Stärkung des ÖPNV           CO2-Reduktion: direkte Wirkung nicht kalku- lierbar; initiierende Maßnahme Kosten: nach Umfang und Dauer Fristigkeit: kurzfristig Projektbeteiligte: Stadtwerke Neuss Ebenso wird in Zukunft der ÖPNV als echte Alternative zum eigenen Auto vermehrt bewor- ben. Eine Imagekampagne mit Plakataktionen, Internetauftritt, Presseartikeln u.ä. sind denkbar. CO2-Reduktion Gesamt- Mittel: 15 t/a plus initiierende Maßnahmen, bei denen eine mittlere CO2-Einsparung erwar- maßnahme              tet wird Kosten Gesamtmaß-     Gering: mindestens 32.2250 €/a nahme Nutzen/Kosten-Effekt  Hoch Fristigkeit           Kurzfristig Projektbeteiligte     Stadtwerke Neuss Betriebliches Gesundheitsmanagement Amt für Stadtplanung Amt für Stadtgrün, Umwelt und Klima Schulen 42
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Titel Nr. 6           Spritsparmodell Ziel                  Schaffung von Anreizen zum Spritsparen im ÖPNV Beschreibung          Mit dem Spritsparmodell werden die Fahrerinnen und Fahrer im ÖPNV animiert, spritspa- rend zu fahren. Dafür wurde eine Software in allen Bussen installiert, die vor hohem Sprit- Verbrauch warnt. Wenn die Fahrerinnen und Fahrer besonders spritsparend fahren, bekom- men sie Bonuszahlungen, gleichzeitig verbrauchen die Stadtwerke Neuss weniger Kraftstoff und sparen so CO2 und Geld ein. Das Verfahren ist bereits eingeführt, es können bis 5% der Spritkosten eingespart werden. Im Vergleichszeitraum von Januar bis Juni 2019 ergab sich gegenüber den ersten sechs Monaten in 2017 ein Kraftstoffrückgang von rund 40.000 Litern. CO2-Reduktion Gesamt- Gering: 200 t/a maßnahme Kosten Gesamtmaß-     Mittel: 100.000 € einmalig nahme                 Anschließend eingesparte Spritkosten +20.000 €/a Nutzen/Kosten-Effekt  Hoch Fristigkeit           Kurzfristig Projektbeteiligte     Stadtwerke Neuss 43
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Titel Nr. 7           Mobilitätsentwicklungskonzept Ziel                  Schaffung von Leitlinien, Programmen und Maßnahmen zur Förderung des Umweltver- bunds zur Reduzierung des Anteils des MIV am Modal Split (als wesentlicher Teilaspekt des Konzeptes) Beschreibung          Zielsetzung des Mobilitätsentwicklungskonzeptes ist es, Leitlinien, Programme und Maß- nahmen für eine spürbare Stärkung der umwelt- und klimafreundlichen Verkehre (Fußver- kehr, Radverkehr, ÖPNV) zu entwickeln und so zu einer deutlichen Reduzierung des MIV (Autos, LKW, Motorräder) beizutragen. Im Bereich des motorisierten Verkehrs müssen emissionsarme Antriebe unterstützt werden. In diesem Zusammenhang ist die Förderung der Elektromobilität hervorzuheben. Damit soll einerseits der bislang nur auf die City bezogene Prozess der „Urbanen Mobilität“ auf gesamtstädtischer Ebene fortgesetzt und auf der anderen Seite ein Beitrag der Mobilität zum Klimaziel der Stadt Neuss geleistet werden. Vor diesem Hintergrund ist es geboten, den Verkehrsentwicklungsplan und dessen Ziele entsprechend den zukünftigen Herausforderungen der Stadtentwicklung und Mobilität zu aktualisieren. Neben der verkehrsplanerischen Herangehensweise wird ein zweiter Schwer- punkt auf einer verfahrensbegleitenden Kommunikationsstrategie liegen. Im Zuge einer en- gen Bürgerbeteiligung sollen dabei auch verkehrsspezifische Stadtteilkonferenzen stattfin- den. Das Konzept enthält konzeptionelle Vorgaben für: - Straßennetz/Wegenetz bzw. Vorrangnetz für Radverkehr, ÖPNV, MIV - ÖPNV-Konzept - Maßnahmen der Stadtgestaltung/Verkehrsplanung („Shared Space“/ „Begegnungszo- nen“) Im ersten Halbjahr 2020 soll die Vergabe an ein externes Verkehrs- und Stadtplanungsbüro inklusive eines begleitenden Büros für Kommunikation und (Konflikt-) Moderation erfolgen. Arbeitsphase 1-2 Jahre. CO2-Reduktion Gesamt- Gutachten liegt vor. vgl. „Modellierung von CO2-Reduktion im Verkehrssektor (Modal Shift)“; maßnahme              nach der im gesamten Verkehrsbereich eine Reduzierung des jährlichen CO2-Ausstoßes von 12.400 t realistisch erreichbar ist. Kosten Gesamtmaß-     Mittel: ca. 150.000 € (externe Betreuung) plus MA für die Betreuung intern erforderlich. Hier nahme                 nur externen Planungskosten aufgeführt, die weiterführenden Kosten ergeben sich aus den Maßnahmen. Nutzen/Kosten-Effekt  Hoch (im Rahmen der weiterführenden Umsetzung) Fristigkeit           Kurzfristig Projektbeteiligte     Amt für Stadtplanung, Amt für Verkehrslenkung, Bauverwaltungsamt, Amt für Stadtgrün, Umwelt und Klima Stadtwerke Neuss Tiefbaumanagement 44
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Titel Nr. 8  Neuausrichtung der Parksituation (ruhender MIV) Ziel         Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch Verringerung des Anteils des MIV am Modal- Split, Reduzierung der Kraftfahrzeuge in der Stadt Beschreibung Durch eine deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu Lasten von bislang als Kurzzeitparkplätze genutzten Flächen soll langfristig das Ziel erreicht werden, die Zahl der Kraftfahrzeuge in der Stadt zu reduzieren. Für die Wege in die Innenstadt sol- len anstelle mit dem eigenen PKW andere Verkehrsmittel, wie ÖPNV oder Fahrrad gewählt werden. Das setzt auch eine Neuordnung der verbleibenden Parkmöglichkeiten im öffentli- chen Raum in einem Konzept mit den bestehenden Parkbauten voraus. Mit der Reservie- rung von Parkraum zugunsten von E-Fahrzeugen soll der Umstieg auf die Elektromobilität gefördert werden. Neuausrichtung der Parkraumbewirtschaf-        CO2-Reduktion: direkte Wirkung nicht kalku- tung im öffentlichen Raum einschließlich       lierbar; initiierende Maßnahme der bestehenden Parkhäuser Kosten: zum derzeitigen Zeitpunkt nicht be- zifferbar Fristigkeit: mittelfristig Projektbeteiligte: Amt für Verkehrsangele- genheiten, City-Parkhaus GmbH Im Rahmen eines noch aufzustellenden Strategiekonzeptes sollen die Gebühren für das Parken im öffentlichen Raum konzeptionell mit den vorhandenen Parkbauten mit dem Ziel abgestimmt werden, die Nutzung der Parkhäuser deutlich zu attraktivieren und den Park- druck auf der Straße dadurch deutlich zu verringern. Eine wesentliche Steuerungsmöglich- keit sind dabei die zu erhebenden Parkgebühren. Verbesserung der Erreichbarkeit und Auf-       CO2-Reduktion: direkte Wirkung nicht kalku- enthaltsqualität des öffentlichen Raumes       lierbar; initiierende Maßnahme durch Reduzierung des Stellplatzangebo- Kosten: zum derzeitigen Zeitpunkt nicht be- tes zifferbar Fristigkeit: langfristig Projektbeteiligte: Amt für Stadtplanung; Ver- kehrsangelegenheiten, Tiefbaumanagement Im öffentlichen Raum, mit dem Schwerpunkt der Innenstadt, sollen für die Pflanzung neuer Bäume, für neue Grünflächen, dem Aufstellen von Radbügeln oder anderen, sicheren Fahr- radabstellanlagen oder Gemeinschaftsflächen mit höherer Aufenthaltsqualität für die Bürge- rinnen und Bürger zu Lasten von bislang als Parkfläche genutzter Raum geschaffen wer- den. Restriktivere Vergabe von Bewohnerpark-        CO2-Reduktion: 500 t/a ausweisen Kosten: 1.800 €/a (Gebührenwegfall) Fristigkeit: langfristig Projektbeteiligte: Amt für Verkehrsangele- genheiten Die Vergabepraxis für Bewohnerparkausweise soll geändert werden. Derzeit ist die Aus- stellung eines Bewohnerparkausweises für jede Bewohnerin und jeden Bewohner der In- nenstadt mit Erstwohnsitz möglich. Künftig soll – das war einmal Ursprungsintention des StVO-Anwohnerparkens - nur noch ein Ausweis pro Haushalt ausgestellt werden. Die Rechtskonformität mit den aktuellen StVO-Regelungen muss noch abschließend geprüft 45
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