Uslar
Klimaschutzkonzept Stadt Uslar 6.2.3 Energie- und CO2-Bilanz: Wirtschaft pro Einwohner pro Beschäftigten Energie CO2 Energie CO2 Primärsektor 58 kWh 0,04 t 224 kWh 0,14 t (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei) Sekundärsektor (Industrie, Handwerk, 8.347 kWh 3,31 t 32.085 kWh 12,71 t Energiewirtschaft, verarbeitendes Gewerbe etc.) Tertiärsektor (Dienstleistungen: Handel, Verkehr, Tourismus, 2.240 kWh 0,76 t 8.609 kWh 2,93 t Versicherungen, Kreditinstitute, öffentlicher Haushalt etc.) 10.645 kWh 4,10 t 40.919 kWh 15,77 t Tab. 6.2.3-1 Energieverbrauch und CO2-Emissionen je Verbrauchergruppe im Bereich Wirtschaft 2013 Hinsichtlich der Energieträger ergibt sich das Bild (s. u.), dass die Wirtschaft über 95 % des ihren Wärmebedarf zu über 95 % durch den Einsatz fossiler Energieträger Wärmebedarfs in deckt. Holz ist der einzige erneuerbare Energieträger, der mit 4,5 % einen der Wirtschaft aus nennenswerten Anteil am Wärmebedarf verzeichnet. Weitere Energieträger, fossilen Energieträgern wie Biogas-/ Biomasse (Nahwärme), Umgebungswärme und Solarwärme, gedeckt haben in den Wirtschaftssektoren keine Relevanz. Seite 41 von 407
Klimaschutzkonzept Stadt Uslar 6.2.3 Energie- und CO2-Bilanz: Wirtschaft Endenergiebedarf des Wirtschaftssektors nach Energieträgern im Jahr 2013 5,7 GWh 4% 27,7 GWh Strom 18 % Erdgas 36,5 GWh 24 % 18,6 GWh Heizöl 12 % Kohle erneuerbare Wärme 64,4 GWh (hier nur Holz) 42 % Abb. 6.2.3-1 Endenergiebedarf des Wirtschaftssektors in Uslar nach Energieträgern 2013 pro Einwohner pro Beschäftigten Energie CO2 Energie CO2 Strom 1.927 kWh 1,17 t 7.407 kWh 4,49 t Heizöl 4.482 kWh 1,55 t 17.228 kWh 5,97 t Erdgas 1.296 kWh 0,34 t 4.984 kWh 1,30 t Kohle 2.538 kWh 1,04 t 9.756 kWh 3,98 t Erneuerbare Wärme (Holz) 402 kWh 0,01 t 1.544 kWh 0,02 t 10.645 kWh 4,10 t 40.919 kWh 15,77 t Tab. 6.2.3-2 Energieverbrauch und CO2-Emissionen je Energieträger im Bereich Wirtschaft 2013 Seite 42 von 407
Klimaschutzkonzept Stadt Uslar 6.2.4 Energie- und CO2-Bilanz: Private Haushalte 6.2.4 Energie- und CO2-Bilanz: Private Haushalte Im Jahr 2013 setzten die Privathaushalte in Uslar ca. 122 GWh Endenergie um und emittierten dadurch ca. 36.700 t CO2. Der mit Abstand am stärksten Erdgas in privaten genutzte Energieträger ist – obwohl zahlreiche Ortschaften über kein Haushalten Gasnetz verfügen – Erdgas, der auch verantwortlich ist für die meisten CO2- meistgenutzter Emissionen. Neben dem hohen Bedarf an Strom ist auch der Holzbedarf für Wärmeträger – Privathaushalte von Bedeutung, der – eine nachhaltige Waldbewirtschaftung mehr Energie aus vorausgesetzt – annähernd CO2-neutral ist. Dagegen verursacht Heizöl trotz Holz als aus seines deutlich geringeren Anteils an der Deckung des Energiebedarfs Heizöl deutlich höhere CO2-Emissionen. absolut pro Einwohner Energie CO2 Energie CO2 Strom 24 GWh 14.388 t 1.651 kWh 1,00 t Heizöl 37 GWh 11.219 t 2.558 kWh 0,78 t Erdgas 44 GWh 117.476 t 3.040 kWh 0,73 t Nahwärme 2 GWh 103 t 143 kWh 0,01 t Holz 14 GWh 217 t 937 kWh 0,02 t Umgebungswärme 1 GWh 231 t 79 kWh 0,02 t Solarwärme 1 GWh 23 t 66 kWh 0,00 t 122 GWh 36.703 t 8.474 kWh 2,55 t Tab. 6.2.4-1 Energiebedarf und CO2-Emissionen der Haushalte nach Energieträgern 2013 6.2.5 Energie- und CO2-Bilanz: Verkehr Insgesamt wurden 2013 im Verkehrsbereich ca. 112 GWh Endenergie umgesetzt und 31.745 t CO2 emittiert. Der größte Anteil mit ca. 87 % des Energiebedarfs wie auch der Emissionen entfällt auf den motorisierten Individualverkehr (MIV), der restliche Anteil auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Hinweis: In der verkehrlichen Kurzbilanz werden der Straßengüterverkehr, z. B. Liefertransporte für den Handel, sowie Personen- und Güterverkehre mit Schiff, Bahn und Flugzeug nicht erfasst. Daraus resultieren auch die geringen Energie- und Emissionsanteile für Diesel. Seite 43 von 407
Klimaschutzkonzept Stadt Uslar 6.2.5 Energie- und CO2-Bilanz: Verkehr Die Zahlen dieser Kurzbilanz wurden aus Bundesstatistiken abgeleitet, entsprechen damit dem bundesdeutschen Durchschnitt. absolut pro Einwohner Energie CO2 Energie CO2 Benzin 68 GWh 19.509 t 4.711 kWh 1,36 t Diesel 44 GWh 12.236 t 3.008 kWh 0,85 t 112 GWh 31.745 t 7.719 kWh 2,21 t Tab. 6.2.5-1 Energiebedarf und CO2-Emissionen im Verkehr nach Energieträgern 2013 Gemäß bundesdeutschem Durchschnitt wird etwa jeder 2. Weg mit dem Auto oder anderen eigenen motorisierten Fahrzeugen zurückgelegt. Für die verbleibenden Wege wird etwa zur Hälfte der ÖPNV genutzt, die restlichen Wege werden zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Modal Split im Personenverkehr in Deutschland 2013 12 % 22 % zu Fuß Fahrrad 13 % MIV 53 % ÖPNV 1 Abb. 6.2.5-1 Modal Split im Personenverkehr im Jahr 2013 1 KIT und BMVBS, 2015: Deutsches Mobilitätspanel Seite 44 von 407
Klimaschutzkonzept Stadt Uslar 6.2.6 Energie- und CO2-Bilanz: Kommune 6.2.6 Energie- und CO2-Bilanz: Kommune Für die kommunalen Einrichtungen, die öffentliche Straßenbeleuchtung und die kommunale Flotte wurden im Zeitraum 2008 bis 2014 jährlich ca. 3 GWh Städtische Endenergie aufgewendet. Dadurch entstanden Emissionen in Höhe von Einrichtungen sind 1.700 t CO2. Die meisten Energieaufwände und CO2-Emissionen sind dem größten Bereich der kommunalen Gebäude zuzurechnen. Der kommunale Fuhrpark kommunalen benötigt zwar deutlich weniger Energie, die Kraftstoffe wirken sich jedoch bei Verbraucher und den klimaschädlichen Gasen erheblich negativ aus. Die geringsten Emittenten. Verbräuche und Emissionen hat der Bereich der öffentlichen Straßenbeleuchtung. absolut pro Einwohner Energie CO2 Energie CO2 Kommunale Gebäude 2.265.641 kWh 747 t 158 kWh 0,05 t Öffentliche 434.960 kWh 254 t 30 kWh 0,02 t Straßenbeleuchtung Kommunale Flotte 270.219 kWh 704 t 19 kWh 0,05 t 2.970.820 GWh 1.705 t 207 kWh 0,12 t Tab. 6.2.6-1 Durchschnittliche Energieverbräuche und CO2- Emissionen der kommunalen Einrichtungen, Infrastruktur und Flotte Nachfolgend werden die kommunalen Gebäude näher untersucht. am meisten genutzte Die Stadt Uslar ist Eigentümerin von 78 Gebäuden, die nachfolgend – soweit Energieträger der Kommune: bekannt – mit Angabe der Baujahre, der Bruttogrundflächen (BGF) und Erdgas, Heizöl Nettogrundflächen (NGF) sowie der Energieträger für die Heizsysteme und Strom aufgelistet sind. Die Nettogrundflächen wurden überschlägig aus den 1 Bruttogrundflächen mittels Umrechnungsfaktoren ermittelt. 1 entnommen aus: „Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchskennwerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30. Juli 2009“ des BMVBS Seite 45 von 407
Klimaschutzkonzept Stadt Uslar 6.2.6 Energie- und CO2-Bilanz: Kommune BGF NGF Heizenergie- Nr. Bezeichnung Baujahr [m²] [m²] träger Dorfgemeinschaftshaus 1 Ahlbershausen Feuerwehr 2 vor 1925 303 261 Heizöl Ahlbershausen Friedhofskapelle 3 1973 105 91 unbeheizt Ahlbershausen Kulturbahnhof/Wohnung 4 1876 543 478 Erdgas Uslar Dorfgemeinschaftshaus 5 Allershausen Friedhofskapelle 6 1960 85 74 Strom Allershausen 7 Sportheim Allershausen 8 Feuerwehr Bollensen 1938 123 106 Strom Friedhofskapelle 9 1964 105 91 Strom Bollensen 10 Grillhütte Bollensen Dorfgemeinschaftshaus 11 Delliehausen Feuerwehr und versorgt über 12 1975 148 127 Sportheim Delliehausen DGH Friedhofskapelle 13 1972 124 108 Strom Delliehausen 14 Sportheim Delliehausen DGA und Feuerwehr 15 Dinkelhausen Friedhofskapelle 16 1970 75 65 Strom Dinkelhausen DGA und Feuerwehr 17 Eschershausen Friedhofskapelle 18 1967 101 88 Strom Eschershausen 19 Feuerwehr Fürstenhagen 1971 280 241 Heizöl Friedhofskapelle 20 1973 112 97 unbeheizt Fürstenhagen Mehrzweckhalle 21 Fürstenhagen Vereinsheim MSC 22 Fürstenhagen Seite 46 von 407
Klimaschutzkonzept Stadt Uslar 6.2.6 Energie- und CO2-Bilanz: Kommune BGF NGF Heizenergie- Nr. Bezeichnung Baujahr [m²] [m²] träger Wohnhaus Fürstenhagen 23 1912 462 393 Heizöl (ehem. Schule) DGA und Feuerwehr 24 Gierswalde DGA und Feuerwehr 25 Kammerborn Friedhofskapelle 26 1969 77 67 unbeheizt Kammerborn 27 Grillhütte Kammerborn DGH und Feuerwehr 1960, 28 862 741 Heizöl Offensen 1979 Friedhofskapelle 29 1973 101 88 Flüssiggas Offensen Dorfgemeinschaftshaus 30 Schlarpe 31 Feuerwehr Schlarpe 1982 185 159 Strom Friedhofskapelle 32 1973 145 126 Strom Schlarpe 33 Grillhütte Schlarpe 34 Sportheim Schlarpe Kiosk am Campingplatz 35 Schönhagen Sanitärgebäude 36 Campingplatz Schönhagen Toilettengebäude, Freizeitsee / 37 Campingplatz Schönhagen Friedhofskapelle 38 1960 119 104 Schönhagen Grundschule, MZH und 1957, 39 1.326 1.167 Heizöl Feuerwehr Schönhagen 1979 Sanitärgebäude 40 Festplatz Schönhagen 41 Feuerwehr Schoningen 1921 243 209 Heizöl 1896, 42 Grundschule Schoningen 1959, 1.037 933 Erdgas 1996 Seite 47 von 407
Klimaschutzkonzept Stadt Uslar 6.2.6 Energie- und CO2-Bilanz: Kommune BGF NGF Heizenergie- Nr. Bezeichnung Baujahr [m²] [m²] träger Kulturscheune 43 Schoningen 44 Wohnhaus Schoningen Friedhofskapelle 45 1958 78 68 Gas Sohlingen 1898, Grundschule,DGA und 46 1992, 1.070 942 Heizöl Feuerwehr Sohlingen 1997 47 Garage Sohlingen Sportheim Sohlingen + 48 Anbau 49 Bauhof Uslar 1972 2.155 1.853 Erdgas 1953, 50 Feuerwehr Uslar 1.120 963 Erdgas 1997 51 Grillhütte Uslar Mehrzweckgebäude 1946, 52 1.400 1.232 Erdgas Uslar 1975 1677, 53 Museum Uslar 1958, 1.289 1.121 Erdgas 1968 1960 - 54 Grundschule Uslar 3.617 3.255 Erdgas 1994 Wohnhaus und Bücherei 55 1986 276 248 Erdgas Uslar Stallgebäude zum 56 1751 290 249 unbeheizt Wohnhaus Uslar Obdachlosenunterkunft 1751, 57 381 324 Holzscheit Uslar 1954 58 Umkleidegebäude Uslar 1986 568 517 Erdgas Ehemaliges Polizei- 59 Verwaltungsgebäude 1968 254 216 Erdgas Uslar Verwaltung (ehem. 60 1889 441 375 Erdgas Amtsgericht) Uslar Archiv (ehem. 61 1930 255 217 Erdgas Gefängnis) Uslar 62 Verwaltungsgebäude 1958 1.052 894 Erdgas Seite 48 von 407
Klimaschutzkonzept Stadt Uslar 6.2.6 Energie- und CO2-Bilanz: Kommune BGF NGF Heizenergie- Nr. Bezeichnung Baujahr [m²] [m²] träger Uslar Historisches Rathaus 1 63 1476 700 Erdgas Uslar 64 Wohnhaus Uslar 1751 290 247 Erdgas DGA und Feuerwehr 1960, Holzhack- 65 276 237 Vahle 1996 schnitzel 66 Friedhofskapelle Vahle 1970 79 69 Strom Biogas- 67 Feuerwehr Verliehausen 1960 90 77 Nahwärme Friedhofskapelle 68 1970 70 61 Strom Verliehausen Feuerwehr 69 1973 365 314 Heizöl Volpriehausen Friedhofskapelle 70 1967 98 85 Strom Volpriehausen Mehrzweckgebäude 71 Volpriehausen Bergbau Museum 72 1889 245 213 Strom Volpriehausen 1954, 73 Schule Volpriehausen 1.448 1.303 Heizöl 1906 74 Backhaus Volpriehausen DGA und Feuerwehr 75 Wiensen Friedhofskapelle 76 1373 76 66 unbeheizt Wiensen Wohnung, Jugendraum, 77 Sportraum Wiensen 78 Sportheim Wiensen Tab. 6.2.6-2 Gebäudeliste mit Basisdaten (soweit bekannt) Nachfolgend sind für die einzelnen Gebäude die jeweiligen Energieverbräuche und -kosten differenziert nach Heizung und Strom dargestellt. Zudem wurden ergänzend auf die Nettogrundflächen bezogene Heizenergieverbrauchskennwerte ermittelt, die den Vergleichskennwerten 1 Abschätzung lt. Gebäudebeschreibung Seite 49 von 407
Klimaschutzkonzept Stadt Uslar 6.2.6 Energie- und CO2-Bilanz: Kommune für Nichtwohngebäude nach Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 gegenübergestellt sind. Liegen für einzelne Gebäude keine Daten vor, sind die Zellen entsprechend mit k. A. (keine Angabe) gekennzeichnet. Fett markierte Schrift deutet darauf hin, dass dieses Gebäude den EnEV-Vergleichswert für Heizung und/oder Strom überschreitet. Seite 50 von 407