an_pofalla_20_01_2010

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Informationsfreiheitsanfrage zur MONITOR-Pressemeldung

Z2. JAN. 2010 10:1 BUNDESKANZLERAMI x ln ale |
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Dr. Jürgen Großmann

Vorsitzender des Vorstandes
Chfef Executive Officer

Büro Chef BK

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Herrn Staatsminister

Ronald Pofalla MdB
Chef des Bundeskanzleramtes

Bundeskanzleramt Kr __ [] Beantw. Abt.
Willy-Brandt-Str. 1 ———— 1 Tom
10557 Berlin
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F Tas, 93.94,
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Essen, 15. Januar 2010 d II Mai,

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nochmals vielen Dank für das Gespräch am vergangenen Mittwoch. Es ist doch immer
besser, direkt miteinander zu sprechen, als Informationen über Meinungen und
Ansichten ausschließlich aus der Presse zu ziehen. Zu mindestens einem Thema fand
ich daher unseren Austausch mehr als beruhigend!

Ein anderes Thema — Wettbewerb - treibt die Energiebranche schon seit geraumer
Zeit um. Vorwürfe wie „Preistreiber" und „Abzocker" gipfelten zuletzt - auch das ist
nicht neu - in einer Forderung nach Entflechtung des Stromnetzes, von den übrigen
Geschäftsteilen der Energieversorger. Auch die Europäische Kommission hat sich die
Branche mit einer groß angelegten Sektorenuntersuchung zur Brust genommen.

Dje Vorwürfe muss man ernst nehmen und sie waren der Initialzünder für eine Studie,
die RWE letztes Jahr in Auftrag gegeben hat und deren Ergebnisse am Mittwoch
vorgestellt worden sind: Das Beratungs-unternehmen ESMT Analysis mit Professor
Lars-Hendrik Röller als Präsident ESMT und Professor Axel Ockenfels (Universität zu
Köln) haben die Entwicklung der Großhandelsmärkte für Strom untersucht, Ergebnis:
Der Wettbewerb funktioniert, es gibt kein Anzeichen für einen Missbrauch von
Marktmacht!

Es dürfte viele überrascht haben, dass renommierte Wissenschaftler zu einem so
eindeutigen Ergebnis kommen, das der landläufigen Meinung über die Praxis „der
Großen“ fundamental widerspricht. Entsprechend groß war das Presseecho.

Es ist zu hoffen, dass die Studie mehr Rationalität in die aktuelle Entflechtungs-
diskussion bringt.

Ein Exemplar der Studie, sowie die vielleicht etwas lesbarere Kurzfassung, lege ich
diesem Brief bei. Eine Reaktion von Ihnen würde mich sehr freuen.

RWE Aktiengesellschaft
&. H et al But nen : Opernplatz 1

321-23508-En-009/ 1/2919

Vo RWE G G E H E N Hauptregistratur Bundeskanzleramt

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BUNDESKANZLERAMT

 

ch bin froh, dass wir uns bei der Kernenergie so einig sind. Ein neues Atomgesetz
würde ja voraussichtlich erst Ende 2011 in Kraft treten — natürlich wäre es schön, wenn
es früher kommt. Mit den für Biblis A zur Verfügung stehenden Mengen kann die
Anlage noch bis August 2010 laufen, das heißt, wir müssten 16 Monate überbrücken.

Es gibt die Möglichkeit, aus dem Kernkraftwerk Stade (das ein Gemeinschaftskraftwerk
von E.ON und Vattenfall ist) Reststrommengen auf Biblis A zu übertragen. Das wäre
mit viel guten Willen und einem komplizierten Prozedere zwar möglich, dennoch
würden diese Stade-Mengen bei Weiter nicht bis zum Inkrafttreten des neuen A 2
Atomgesetzes ausreichen. Es würde eine Lücke von rund einem Jahr bleiben. Daher hir ‚ae
meine dringende Bitte an Sie: Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die Bundes-
regierung der Übertragung von Strommengen - aus Lingen für Biblis — spätestens im
Sommer 2010 zustimmt. Dann können wir in Ruhe über die Einzelheiten des
das Energiekonzeptes unter Einschluss der Kernenergie diskutieren!

 

Für jede Art von Rückfragen stehe ich natürlich immer zu Verfügung.

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