Lauenburger Elbbrücke

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SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG                                Drucksache       19/1941 19. Wahlperiode                                                                     20-01-27 Kleine Anfrage der Abgeordneten Kathrin Bockey und Kai Vogel (SPD) und Antwort der Landesregierung – Der Minister für Wirtschaft, Verkehr, Technologie und Tourismus Lauenburger Elbbrücke Vorbemerkung der Fragesteller: Die Lauenburger Elbbrücke ist eine der bestehenden festen Elbquerungen zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Sie ist stark sanierungsbedürftig. 1951 wurde sie als kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke gebaut. Die Lauenburger Elbbrücke befindet sich im Eigentum der Deutschen Bahn AG, die diese Brücke in 1 die schlechteste Bewertungsklasse aufgenommen hat. 1. Wer koordiniert und plant die Verkehrsleitmaßnahmen zwischen Bahn / Bund / Schleswig-Holstein und Niedersachsen? Antwort: Die Straßenbauverwaltungen der Länder Niedersachsen und Schleswig-Hol- stein stehen grundsätzlich in einer engen Abstimmung bei ihren Baumaßnah- men, die länderübergreifende Auswirkungen haben. Es finden seit Mitte 2019 in regelmäßigen Abständen Gespräche für die Ent- wicklung eines Instandsetzungskonzeptes zwischen der DB Netz AG Hanno- ver und dem LBV.SH Standort Lübeck statt. Des Weiteren finden Gespräche mit der Stadt Lauenburg über Planungen für Baumaßnahmen im Bereich Hochwasserschutz und Kanalsanierung im Zuge der B209 in Lauenburg statt. Ziel ist es, einen gemeinsamen Ablauf abzustimmen und gleichzeitige Sper- rungen zu nutzen. Nächster gemeinsamer Gesprächstermin aller drei Parteien ist für März 2020 geplant. 1 https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2638942-nur-vage-aussagen-zur-zukunft-der-elbbruecke
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Drucksache 19/1941          Schleswig-Holsteinischer Landtag - 19. Wahlperiode 2. In welchem Zeitraum sind Instandhaltungsmaßnahmen geplant und mit wel- chen Kosten ist für die jeweiligen Maßnahmen zu rechnen? Bitte einzeln auf- listen. Antwort: In Abstimmung mit der DB Netz AG beabsichtigt der LBV.SH die Vergabe der Planung für die Brückenentwässerung, Fahrbahnübergangskonstruktionen, In- standsetzung des Geländers und die Erneuerung des Gehwegbelages (GFK) an das Ing. Büro zu vergeben, welches auch die Planung von der DB ausar- beitet. Die konkrete Planung der Bauwerksinstandsetzung (einschließlich bauzeitli- cher Verkehrsführung) soll dann in den kommenden Wochen beginnen. Der notwendige Instandsetzungsbedarf wurde in den Vorgesprächen bereits fest- gelegt. Nähere Detailinformationen zum Ablauf der geplanten Instandsetzungsmaß- nahme gibt es derzeit noch nicht. 3. Gibt es ein abgestimmtes Konzept für die Sanierungszeiträume an der Lauen- burger und Geesthachter Brücke? Wenn ja, bitte beifügen. Wenn nein, warum nicht? Antwort: Nein, da bei beiden Brücken noch keine näheren Detailinformationen zum Ab- lauf der Maßnahmen vorliegen, fanden noch keine Abstimmungen statt. 4. Im September 2018 wurde der Geh- und Radweg nach einer Routineuntersu- chung sofort gesperrt. Wodurch entstand die Gefährdungslage und wie ist si- chergestellt, dass diese nicht auf den Bahn- und Straßenverkehr übergreift? Antwort: Die Gehwegkonsolen befanden sich in einem stark instandsetzungsbedürfti- gen Zustand. Vorrangig zu allen anderen Schäden war hier die Korrosion des trogseitigen Gehweglängsträgers oberhalb des Trennpfeilers zwischen Flut- überbau und Stromüberbau sowie des Konsolträgers und des mittleren Geh- weglängsträgers in diesem Bereich zu sehen. Die Tragfähigkeit des Längsträ- gers war dadurch deutlich eingeschränkt. Die fortlaufend stattfindende Brückenprüfung nach DIN 1076 (für das Trag- werk durch die DB) gibt Rückschluss auf ein evtl. Übergreifen auf andere Be- reich des Tragwerkes. 2
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