Innovationsförderung für kleine und mittlere Unternehmen

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SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG                                                            Drucksache                     8/1232 8. Wahlperiode                                                                                                                      19. 05. 78 Kleine Anfrage der Abg. Harms (Heede) und Starck (SPD) und Antwort der Landesregierung -                Minister für Wirtschaft und Verkehr - Innovationsförderung für kleine und mittlere Unternehmen 1. Gibt es Untersuchungen und Analysen über einen besonderen Innovationsbedarf bzw. Innovationshemmnisse bestimmter Bran- chen und Betriebsgrößen des Landes 'Schleswig-Holslein? Entsprechende Untersuchungen und Analysen liegen nicht vor. Vgl. im übrigen Antworten zu 2. a und b. 2. Auf welchem Stand ist die Auswertung von Erfahrungen auf dem Gebiete der Innovationsberatung für kleinere und mittlere Unternehmen im Lande Schleswig-Holstein? a) Bei der Lan'desregierung? b) Bei den Industrie- und Handelskammern des Landes? c) Beim Rationalisierungskuratorium der Deutschen Wirtschaft (RKW) (BMFT-Projekt ,. Technologietransfer als zusätzliche Dienstleistung des RKW-Beratungsdienstesu der norddeut- schen RKW-Landesgruppen)? Zu a) und b): In Zusammenarbeit mit der Landesregierung wird z. Z. bei den Kam- mern eine Beratungsstelle für Innovation und Technologietransfer eingerichtet. Auswertungen von Erfahrungen liegen somit noch nicht vor. Die Landtagsdrucksachen alnd fortlaufend und einzeln beim Verlag Schmldt & Klaunlg, Ringstraße 19121, 2300 Kiel, Fernruf 6 20 95/96, zu beziehen.
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Drucl<sache 8/1232            Schleswig-Holsteinischer Landtag- 8. Wahlperiode Zu c): Das RKW hat seit Januar 1978 in Sdlleswi9-Holstein bei 8 Firmen Innovationsberatungen durchgeführt.· Thematische Schwerpunkte wa- ren die Vermittlung von know how, Kontakte zu Forschungsinstitu- ten, Kooperation mit wissenschaftlidl.en Dokumentationsstellen und Patentrecherchen sowie begleitende Beratung in Fragen der öffent- lichen Forschungsförderung. 3. In welcher Art und Weise werden bei öffentlich geförderten Initiativen und Maßnahmen zur Innovationsförderung und zu·m Technologietransfer die Fachkenntnisse und die Beratungserfah- rungen der- Unternehmens- und Fadwerbände der Wtirtsd1aft, des Rationalisierungs-Kuratoriums der Deutsd1en Wirtschaft sowie der Gewerkschaften berücksid1tigt? Fachkenntnisse und Beratung?erfahrungen geeigneter Institutionen werden bei Bedarf entsprechend den Erfordernissen des Einzelfalles hinzugezogen. 4. Ubei welche Organisationen und in weld1er Höhe sind Förde- rungsmittel zur Verbilligung von Beratungsleistungen von der Landesregierung seit 1974 vergeben worden? a) Für das Handwerk, b) für das produzierende Gewerbe,· c) für Groß- und Einzelhandel. d) für den Fremdenverkehr (Hotel- und Gaststättengewerbe), e) für Verkehrsbetriebe, f) für landwirtschaftlid1e Betriebe, g) für freiberuflich Selbständige? a) Uber die Handwerkskammern: 1974 418 TDM, 1975 484 TDM, 1976 452 TDM, 1977 505 TDM, insgesamt 1,859 Mio DM. b) Produzierendes Gewerbe, ohne Handwerk: über das RKW: 1974 54 300,- DM, 1975 93 400,- DM, 1976 50 000,- DM, 1977 50 000,- DM, insgesamt 247 700,- DM. c) Dber den Großhandelsbund Niedersadrsen: 1974 7 TDM, 1975 5 TDM, 1976 6 TDM, insgesamt 24 TDM. Uber die betriebswirtschaftliche Beratungsstelle für den Einzel- handel GmbH: 1974 59 TDM, 1975 67 TDM, 1976 70 TDM, 1977 95 TDM, insgesamt 291 TDM. d) Uber die Förderungsgesellschaft des schleswig-holsteinischen Ho- tel- und Gaststättengewerbes mbH: 1974 65 TDM, 1975 65 TDM, 1976 65 TDM, 1977 58 TDM, insgesamt 253 TDM. f) Uber die Landwirtsd1aftskammer Schleswig-Holstein: 1974 5,099 Mio DM, 1975 5,170 Mio DM, 1976 5,400 Mio DM, 1977 5,600 Mio DM, insgesamt 21,269 Mio DM.               ' Zu e) und g): Zur Zeit ·keine Förderung. Vergebene Förderungsmittel 1974 bis 1977 insgesamt 23,944 Mio DM. 2
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Schleswig-Holsteinischer Landtag -     8. Wahlperiode Drucksache B/1232 5. Beabsichtigt die Landesregierung, die· Erfahrung'en der Länder Baden-Württeni.berg und Nordrhein-Westfalen auf dem Gebiet der Technologieförderung zu berücksichtigen? Ja; dies ist auch bisher geschehen. 6. Ist vorgesehen, Arbeitsergebnisse der , Bundesfachbeiräte des Rationalisierungs-Kuratoriums der Deutschen Wrirtschaft in eine künftige Innovationsförderung der Landesregierung einzube- ziehen? Ja. 7. a) Welche Strukturanalysen zum tedmologischen und ökono- mischen Wandel der Wirtschaft des Landes Schleswig-Hol- stein, gegliedert nach Wrirtschaftsbereichen, Branchen und/ oder Betriebsgrößen, liegen der Landesregierung vor? b) Welche Schlußfolgerungen sind daraus für eine künftige öffentliche Förderung von Innovations- und Technologietrans- fer zu ziehen? Zu a): Spezielle Strukturanalysen dieser Art .in der nachgefragten Gliede- rung liegen lediglich für einige Sektoren im ernährungswirtschaft~ liehen Bereich {Meiereiwirtschaft, Obst u. Gemüse, SchJ.achtkapazitä- ten) vor. Zu b): Spezielle Strukturanalysen für den ökonomischen Bereid1 im Rahmen der Gewerblichen Wirtschaft wären wenig aussagekräftig, weil brauchbare Analysen dieser Art nur bei bundesweiter Betrachtung eine reale Basis haben.
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