Wiedereinbürgerung des Europäischen Störs

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STAATSI\4INISTERIUM                 Freistaat FÜR ENERGIE, KLIMASCHUTZ,                    SACHSEN UI\4WELT UND TANDWIRTSCHAFT Der Staatsminister SACHSIScHES STMTSMINISTERIUM FÜR ENERGIE, KLIIVIASCHUTz, UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT 01076 Dresden Präsidenten des Sächsischen Landtages Herrn Dr. Matthias Rößler                                                                            Durchwahl Telefon +49 351 564-20000 Bernhard-von-Li ndena u-Platz 1                                                                      Telefax +49 351 564-20007 01067 Dresden poststelle@ smul.sachsen.de lhr Zeichen lhre Nachricht vom Kleine Anfrage des Abgeordneten Thomas Prantl (AfD)                                                  10. Juni 2020 Drs.-Nr.:712678 Thema: Wiedereinbürgerung des Europäischen Störs                                                    Aktenzeichen (bitte bei Antwort angeben) z-1050t5t293 Sehr geehrter Herr Präsident, Dresden, - ü, JULI 2020 den Fragen sind folgende Ausführungen vorangestellt: ,,seit 2008 werden im Rahmen der wiedereinbürgerung des Europäischen Störs (Acipencer sturio) im Elbeeinzugsgebiet störe ausgewildert. Das vom BfN initiierte und begleitete Vorhaben findet im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur Arterhaltung des Europäischen störs statt. lm Zuge dieser Arbeiten wurden bislang etwa 19.500 Störe zwischen 10 und 45 cm in die                                             MACHI Elbe und ihre Nebenflüsse Mulde, Havel, stör und oste besetzt. Rückfänge                                       WAS WICHTIGES liegen bislang vornehmlich aus der kommerziellen Fischerei vor."                                         Arbeilen ;m Öffentlichen Dienst Sachsrn - Namens und im Auftrag der sächsischen staatsregierung beantworte ich die Kleine Anfrage wie folgt: Hausanschrift: Frage       1:  Wie hat sich die Population des Europäischen Störs im                                Sächsisches Staatsministerium Raum Sachsen seit der Wiederansiedlung entwickelt? (Bit-                             für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft te Jahresscheibe)                                                                    Wilhelm-Buck-Str. 2 01097 Dresden Der stör (Acipenser sturio) war in der sächsischen Elbe immer nur ein sel- www.smul.sachsen.de tener lrrgast. seine Laichplätze lagen unterhalb von Magdeburg und im Einzugsgebiet der Havel. Möglichkeiten für Laichplätze im Bereich der Mit-                           Verkehrsverbindung: Zu erreichen mit den Straßen- telelbe (tiefe Kolke mit Rückströmung) sind zudem durch den Stromausbau                              bahnlinien 3, 6, 7, 8, 13 praktisch nicht mehr vorhanden. Besucherparkplätze; Frage      2:   ln welcher Form ist die staatsregierung in das wiederan- Bitte beim Empfang Wilhelm- Buck-Str. 2 melden. siedlungsprogramm eingebunden? Bitte beachten Sie die allgemei- o t-                                                                                                      nen Hinweise zur Verarbeitung sf Der Freistaat Sachsen hat sich an der vom Bundesamt für Naturschutz und                              personenbezogener Daten durch o c{ dem Leibniz-lnstitut für Binnenfischerei Berlin-Friedrichshagen initiierten                          das Sächsische Staatsministeri- um für Energie, Klimaschutz, o N  Wiederansiedlung des Atlantischen Störs nicht beteiligt.                                             Umwelt und Landwirtschaft zur Erfüllung der lnformationspflichten nach der Europäischen Daten- schutz-Grundverordnung auf www.smul.sachsen.cle Seite 1 von 2
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F STAATS]VIINISTERIUM          Freistaat FÜR ENERGIE, KLIIUASCHUTZ,          SACHSEN U]MWELT UND T,ANDW IRTSCHAFT Frage  3:  Welche Erkenntnisse liegen der Staatsregierung vor, dass es sich bei in Sachsen gefangenen Einzelexemplaren tatsächlich um den Europä- ischen Stör handelt und nicht um Hybriden oder Sterletts? lm Freistaat Sachsen sind keine Fänge von Europäischen Störarten oder Sterlets be- kannt. Frage   4:  lst der Freistaat Sachsen an den Kosten des Wiederansiedlungspro- grammes beteiligt und wenn ja, in welcher Höhe? (Bitte Jahres- scheibe) Der Freistaat Sachsen hat sich am Wiederansiedlungsprogramm finanziell nicht betei- ligt. Frage 5:    wann rechnet die staatsregierung mit der kommerziellen             Nutzung (Nahrungsmittelgewinnung) des Europäischen Störs? Mit Verweis auf die Antwort zu Frage 1 sind einer künftigen kommerziellen Nutzung von Acipenser sturio als Nahrungsmittel in Deutschland nur geringe Chancen einzuräumen. Günstiger ist die Situation in Frankreich, wo zumindest im Einzugsgebiet der Loire noch Restbestände wildlebender Atlantischer Störe vorkommen und wo noch geeignete Laichplätze vorhanden sind. Mit freundl      Grüßen n         , r Seite 2 von 2
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