14012020_Lektionsheft_Teil_III

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Energiewende“ zu finden. U

Bruttostromerzeugung in Deutschland nach Energieträgern %

Terawattstunden
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190 1992 1994 1995 1956 2000 2002 2004 2005 2008 2010 2012 2014 2016 2018*

MW Braunkohle WKermenergie MSteinkohlle "Gase MMineralöle IM EmeuerbareEnergien 1 Übrige Energieträger
* vorläufige Angaben, zum Teil geschätzt

Quelle: Umweltbundesamt auf Basis AG Energiebilanzen,
Sondertabelle Bruttostromerzeugung in Deutschland von 1990 bis 2018 nach Energieträger, Stand 12/2018

Die Entwicklung des Primärenergieverbrauchs zeigt die Entwicklung für die gesamte Energie über den
Strom hinaus, Hier wird deutlich, wie der Anteil der Braunkohle Anfang der 1990er-Jahre zügig abnimmt.
Diese Übersicht enthält auch den Energieverbrauch im Verkehr (Mineralöle) und in der Industrie sowie
den Gebäuden (z.B. Gase). Sie macht deutlich, dass erneuerbare Energie sich aktuell vor allem auf den
Stromverbrauch auswirkt. Bei der Gesamtenergie fällt die Steigerung seit 2010 relativ gering aus. Das
entspricht auch den verfehlten Zielen bei Emissionsminderungen in Sektoren außerhalb der
Energiewirtschaft.
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Wi Steinkohle MM Braunkohle MMineralöl "Gase MKemenergie m Sonstige Energieträger’ I Emeuerbare Energien

! Berechnungen auf der Basis des Wirkungsgradansatzes \ :

? Ziele des Energiekonzeptes der Bundesregierung: Senkung des Primärenergieverbrauchs Eis 2020 um 20% und bis 2050 um 50% Basisjahr 2008)
> sonstige Energieträger: Grubengas, nicht-erneuerbare Abfälle und Abwärme sowie der Stromaustauschsaldo
* vorläufige Angaben

Quelle: Umweltbundesamt auf Basis AG Energiebilanzen,
"Auswertungstabellen zur Energiebilanz für die Bundesrepublik Deutschland 1990 bis 2017, Stand 07/2018; für 2017/20 18-Umweltbundesamt
auf Basis AG Energiebilanzen, Primärenergieverbrauch, Stand 12/2018

Die Entwicklung der Emissionen

"Die Energiewende dient vor allem dem Zweck der Emissionsminderung von Treibhausgasen. Das geschieht

auf zwei Wegen. Zum einen, indem fossile und mit stärkeren Emissionen verbundene Energieträger durch
erneuerbare Energieträger ersetzt werden. Zum anderen, indem grundsätzlich weniger Energie verbraucht
wird bzw. mit Energie effizienter gewirtschaftet wird.

Betrachtet werden bei der Energiewende Emissionen in den Sektoren Energie, Wärme und Verkehr. Wir
haben diese Bereiche zum besseren Verständnis in unserer Kleinen Klimaschule etwas ausführlicher
gegliedert in Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr und Landwirtschaft. Das entspricht auch der
politischen Diskussion, da genau in diesen Bereichen konkrete Maßnahmen zum Erreichen der Ziele der

Energiewende führen sollen. Betrachten wir nochmals die Entwicklung der Emissionen in diesen Bereichen
(siehe auch Beitrag 1.):
7

Treibhausgasemission nach Sektoren in der Abgrenzung des Klimaschutzplans
in Mio.t CO,-Äquivalente : Pr

weitgehende
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1990 2000 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Ziele Ziele Ziele Ziele
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# Ziele Sonstige IM Landwirtschaft u Verkehr Gebauje  Industie iM Energtemtrtschaft  divon CO, Steinkchle " dawa Co, Braunlohle

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Quelle: Urmwehbundesamt

Über alle Sektoren hinweg hat Deutschland seine Treibhausgasemissionen bislang um 27,5 % senken '

können. Bis 2020 sollten es ursprünglich 40 % sein. Dennoch könnte man bei erreichten knapp 30 %
meinen, Deutschland ist auf einem guten Weg. Wie sind diese Zahlen zu werten? Dafür ist es wichtig, sich
die Entwicklung der Emissionen und der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen genau anzuschauen.
In den letzten zwölf Jahren, seit 2005, konnten die Treibhausgasemissionen in Deutschland lediglich um
ca. 7 % gesenkt werden. In dieser Zeit erfolgte aber der Großteil des Zubaus an erneuerbaren
Energieträgern. Warum sind dennoch von 1990 bis Anfang der 2000-er Jahre fast drei Mal mehr
Emissionen gemindert worden als in etwa dem gleichen Zeitraum danach? Hierzu können zwei
Erklärungen herangezogen werden.
Der Zusammenbruch der DDR: Entscheidend ist bei der Betrachtung der erreichten Ziele zur Energiewende
der Vergleichszeitraum. Dieser wurde auf das Jahr 1990 festgelegt. Im Oktober 1990 erfolgte die Deutsche
Einheit, also der Beitritt der ehemaligen DDR zur Bundesrepublik Deutschland. Das Gebiet der Neuen
Bundesländer verfügte 1990 über die Wirtschafts- und Bevölkerungsstruktur der vormaligen DDR. Insofern
wurden in diesem Jahr auch entsprechende Emissionen verursacht. Ab Anfang der 1990er-Jahre bis zum
‚ Beginn der 2000-er Jahre erstreckte sich dann ein Strukturbruch vor allem in den industriellen Zentren der
südlichen Neuen Bundesländer, also Südbrandenburg, Sachsen, Thüringen und Teile Sachsen-Anhalts. So

gingen allein in der Lausitz von geschätzt 100.000 Arbeitsplätzen in der Energiewirtschaft (betrachtet man

Bergbau und Kraftwerke gemeinsam) gut 90.000 verloren, mit der Textilindustrie und der Glasindustrie
verschwanden ganze Branchen. In den Nachwendejahren verließen fast 1,4 Mio. Bürger ihre ostdeutschen
Bundesländer, meist Richtung Westen. In der Lausitz haben einige Städte seit der Deutschen Einheit fast
die Hälfte Ihrer Bevölkerung verloren. 1990 wurden allein in der Lausitz rund 170 Mio. Tonnen Braunkohle
gefördert, heute sind es noch knapp 60 Mio. Tonnen, Tendenz weiter abnehmend. Der Zusammenbruch
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einerseits und.die Effizienzsteigerung der verbliebenen Betriebe in der Industrie und der Energiewiftschaft
in Ostdeutschland andererseits sorgten im Nachwendejahrzehnt für eine erhebliche Minderun an
Emissionen. Das wird deutlich sichtbar, wenn man die Minderung der Emissionen nach Bundesländern
betrachtet: Sie reichen von Minderungen in den Neuen Bundesländern wie Thüringen mit 63,1 % über,

‚Sachsen mit 46,5 % oder Brandenburg mit knapp 30 % (hier wird die Wirkung im industriellen Süden durch®

den ländlichen Norden gedämpft) bis zu kaum spürbaren Veränderungen wie in Hessen mit gerade einmal
3 %. Kurzum: den Großteil der bis heute erreichten CO,-Reduktionen verursachte der wirtschaftliche
Niedergang des Ostens. Seit 2010 liegt die zusätzliche Minderung an Emissionen zwischen 3 und 4 %. Vor‘
diesem Hintergrund wird ersichtlich, dass weitere Minderungen in den künftigen Jahren mit den bislang
verfolgten Maßnahmen zumindest schwierig umsetzbar erscheinen.

CO,-Reduktion in Deutschland

m <10%
zu <20%
mu <410%
zu >40 %

 

Quelle: UBA, Nationaler Inventarbericht, Mai 2016; eigene Berechnung auf Basis der Länderergebnisse des Jahres 2012

Um die Emissionsminderungen in den einzelnen Bereichen besser zu verstehen, betrachten wir noch
einmal die fünf entscheidenden Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr und
Landwirtschaft.

Energiewirtschaft: In der Energiewirtschaft wurden die Emissionen von 466 Mio. Tonnen im Jahr 1990 auf
330 Mio. Tonnen im Jahr 2017 verringert, das entspricht knapp 30 %. Bei allen Sektoren werden die
Emissionen übrigens in CO»-Äquivalenten gemessen, das bedeutet, dass Emissionen anderer
Treibhausgase wie Methan einfach in CO, umgerechnet werden, um die Bereiche anhand einer einfachen
Zahl vergleichbar zu machen. In der Energiewirtschaft ist der Trend im Nachwendejahrzehnt deutlich
erkennbar, im Zeitraum seit 2010 wurden trotz Zunahme der Erneuerbaren in der Energiewirtschaft nur
weitere gut 8% an Emissionen eingespart. Das hat auch einen Grund, der sich in wenigen Jahren noch

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deutlicher niederschlagen könnte. Im Jahr 2010 betrug der Anteil emissionsfreier Kerflenergie an der
Stromerzeugung in Deutschland noch über 22 %. Im Jahr 2018 waren es zehn Prozent wenige may testens
im Jahr 2022 verabschieden sich die restlichen zwölf bis 13 Prozent durch den Kernkraftausstieg’@4s dem
deutschen Energiesystem. Sie müssen durch einen anderen Energieträger ersetzt werden. Da Kernenäpgje

grundlastfähigen Strom liefert (siehe Beitrag 2.), wird sie im Jahr 2022 zumindest zeitweise durch,

grundlastfähige Energie ersetzt werden müssen. Zusätzliche Kapazitäten grundlastfähiger Energie wird es ”,
„

in dieser Kurzfristigkeit nur durch fossile Energieträger geben. Insofern können die Emissionen bei reiner
Betrachtung auf die Energiewirtschaft dann wieder steigen.

Industrie: In der Industrie wurden die Emissionen von 284 Mio. Tonnen im Jahr 1990 auf 193 Mio. Tonnen
im Jahr 2017 verringert, das entspricht rund 32 %. Hier wird der Zusammenbruch der ehemaligen DDR am
deutlichsten, denn seit 2010 haben die Emissionen im Bereich der Industrie sogar leicht zugenommen. Die
gesamte Minderung erfolgte im Nachwendejahrzehnt.

Gebäude: Im Bereich Gebäude entstehen Emissionen vorwiegend durch Heizung und Warmwasser. Hier
wurden die Emissionen von 210 Mio. Tonnen im Jahr 1990 auf 131 Mio. Tonnen im Jahr 2017 verringert,
das entspricht einer Minderung von rund 38 %. Auch hier ist in den letzten Jahren nichts mehr passiert,
seit vier Jahren geht der Trend sogar wieder leicht nach oben. Der immense Rückgang bis etwa 2005 ist
zum einen.dem massiven Rückbau von Plattenbauten und weiteren Wohnhäusern in den neuen
Bundesländern und zum anderen vielen Investitionen in Maßnahmen zur Dämmung von Gebäuden und
zur Umrüstung im Bereich der Gebäudetechnik, insbesondere der Modernisierung von Heizungsanlagen
und deren Umstellung von Kohle auf andere Energieträger, zu verdanken. Durch massive
Neubauprogramme vor allem in den Städten nimmt Wohnraum seit Jahren wieder zu, wodurch in diesem
Bereich auch wieder steigende Emissionen zu verzeichnen sind.
Verkehr: Der Verkehr ist das größte Sorgenkind der Energiewende. Hier haben die Emissionen im
Vergleichszeitraum seit 1990 sogar zugenommen, um knapp 4 % von 163 Mio. Tonnen im Jahr 1990 auf
169 Mio. Tonnen im Jahr 2017. Deutschland hat immense Probleme bei der Umsetzung der
Verkehrswende, insbesondere bei der Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene — sowohl
im Personenverkehr als auch im Güterverkehr. Zudem ist in diesem Bereich gut zu sehen, wie es-um den
persönlichen Beitrag der Deutschen steht. Der Automarkt wird von schweren SUV und stark motorisierten
Modellen beherrscht, die entsprechend stark im Kraftstoffverbrauch und Ausstoß von Emissionen sind. Im
Jahr 2013 wurden mit 933.505 SUV bzw. Geländewagen so viele Offroader wie noch nie in Deutschland
zugelassen, im Jahr 2019 waren es in diesem Bereich bereits im November sogar über 1 Mio.
Neuzulassungen. Im Vergleich dazu betrug die Zahl neu zugelassener Elektroautos in 2018 nur 36.062
Fahrzeuge. Inzwischen steigen die Neuzulassungen bei Elektroautos, im ersten Halbjahr 2019 waren es
bereits über 30.000 neue Elektroautos, das Wachstum fällt im Vergleich zu den Neuzulassungen in anderen
Bereichen aber nach wie vor deutlich zu gering aus.

Landwirtschaft: Die Landwirtschaft hat ebenso nur in den 1990er-Jahren für einen geringfügigen Rückgang
an Emissionen gesorgt, von 1990 mit 90 Mio. Tonnen auf 72 Mio. Tonnen im Jahr 2017 sind es zwar 20 %
im gesamten Betrachtungszeitraum, aber hier hat sich seit 2000 kaum noch etwas getan. In der
Landwirtschaft entstehen Emissionen vor allem durch Methan, das Kühe und andere Pflanzenfresser in
Größenordnungen ausstoßen. Zum anderen entstehen Emissionen verstärkt durch Düngung,
insbesondere im Bereich großer Flächen mit Monokulturen, die.oft für Stromerzeugung aus Biomasse, zur
Herstellung von Kraftstoffen (Bio-Diesel) oder zur Produktion von Futtermitteln für die Tierhaltung genutzt
werden. Insbesondere das ausgestoßene Methan stellt eine Herausforderung für die Energiewende dar.
10

Methan ist deutlich klimawirksamer als CO». In den ersten zehn bis 20 Jahren seiner Verweildader in der
Atmosphäre ist es fast 90mal klimaschädlicher als CO. Hier schlägt sich insbesondere der Fleischlönsum

der Deutschen nieder, der mit 60 Kilogramm pro Kopf auf relativ hohem Niveau stagniert. °,

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Sichtweise des Redaktionsteams 9

Betrachtet man die Entwicklung der Emissionen in den letzten Jahren genau, ist die Bilanz ernüchternd. Die
Energiewende hat von 2000 bis zum Jahr 2017 bereits rund 200 Milliarden an Kosten verursacht, mit stark

zunehmender Steigerungstendenz. In diesem Zeitraum hat sich am Ausstoß der Emissionen in Deutschland

aber kaum etwas verändert. Die Minderungen sind insgesamt vor allem auf den industriellen
Zusammenbruch der ehemaligen DDR zurückzuführen. Der starke Ausbau der Erneuerbaren in den
vergangenen Jahren scheint im Gesamtbild keine deutlichen Klimaeffekte zu erzielen, im Bereich der
Energieeffizienz scheinen die Maßnahmen ebenso eher wenig Wirkung zu entfalten. Der Zeitraum, in dem
massiv in die deutsche Energiewende investiert wurde, scheint im Ergebnis.die Emissionen nicht deutlich zu
beeinflussen und somit nicht den erhofften Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Die Kosten der Energiewende

Die Kosten der Energiewende lassen sich in ihrer Entwicklung schwer abschätzen. Berechnungen der
Gesamtkosten vom Start bis in das Jahr 2050 reichen von 1.000 bis zu rund 4.500 Milliarden Euro. Aktuelle
Schätzungen für das inzwischen diskutierte Ziel, 2050 bei den Emissionen eine Null zu erreichen, gehen bis
zu über 7.000 Milliarden an Kosten. Ein Gutachten des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie
(DICE) hatte im Jahr 2016 laut einer Studie die Kosten der Energiewende bis 2025 mit rund 520 Milliarden

Euro berechnet. Am stärksten wirkte sich in der Berechnung die Umlage zur Finanzierung der °

Erneuerbaren Energien aus, die sogenannte EEG-Umlage. Sje wird von jedem Stromverbraucher entrichtet
und finanziert die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energieträgern.
Der Ausbau der Strom- und Verteilernetze schlug mit 55,3 Milliarden Euro zu Buche. Die Studie legte
erstmals eine Kostenschätzung vor, die sämtliche Kosten der Energiewende im Stromsektor
berücksichtigte, dazu zählen neben den direkten Kosten zur Förderung der erneuerbaren Energien auch
indirekte Folgekosten, wie zum Beispiel für den Ausbau der Übertragungs- und Verteilungsnetze (die
Bereiche Verkehr, Landwirtschaft und Wärme waren hier also noch nicht enthalten). Seitdem haben sich
die Kostenschätzungen deutlich erhöht, sie fallen z.B. in folgenden Bereichen an:
e EEG-Umlage durch weiteren Zubau erneuerbarer Energieträger, inzwischen pro Jahr rund 30
Milliarden Euro mit zunehmender Tendenz
e der Ausbau des Übertragungsnetzes, das den Strom aus dem windreichen Norden in den
industriell- und bevölkerungsstarken Süden bringen soll, wird bis 2030 mit rund 50 Milliarden Euro
beziffert, aktuelle Angaben gehen aufgrund von Verzögerungen und höheren Planungskosten
einerseits und beschleunigtem Ausbau der 'Erneuerbaren andererseits von deutlich höheren
Kosten aus
e Kosten für Maßnahmen zur Stabilisierung der Stromnetze: Durch den zunehmend schwankenden
Strommix im Stromnetz nehmen die Kosten für dessen Betrieb deutlich zu, die Eingriffe sind
inzwischen auch auf ein jährliches Kostenvolumen im Milliardenbereich gestiegen
e Entwicklung und Bau von Speichern: Hierüber wird derzeit wenig gesprochen. Perspektivisch
braucht das deutsche Stromsystem durch den Verzicht auf Atomstrom und die zunehmende
Stilllegung von Kohlekraftwerken eine Alternative, um erneuerbare Energie zu bevorraten, wenn

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einmal über längere Zeit Wind und Sonne ausbleiben. Das gilt zumindest, wenn Zukäufe von Stigm
aus Kohle oder Atom aus dem Ausland vermieden werden sollen, was dem Zweck der deutschetk,.

Energiewende, Emissionen einzusparen und auf die als riskant eingestufte Kernenergie zu 7,

verzichten, entgegenstehen würde. Zudem sind gerade bei lang anhaltenden Wetterlagen mit
wenig Sonne und Wind in der Regel auch die Nachbarländer betroffen, diese müssen also ihre
eigene Stromversorgung absichern und können Deutschland in solchen sogenannten „kalten
Dunkelflauten“ evtl. keinen überschüssigen Strom zur Verfügung stellen. Die Kosten für den Bau
der notwendigen, ausreichenden Energiespeicher, damit Deutschland sich sicher und selbst
versorgen kann, dürften die bislang bekannten Kosten für EEG-Umlagen, Netzausbau etc. bei
weitem übertreffen.

e Kosten für Forschung und Entwicklung: Hier ist keinerlei Statistik zu finden, die Ausgaben für
Institute, Forschungsprojekte etc. sind .mit der zeitlichen Perspektive schwer zu beziffern. Das
Deutsche Klima Konsortium (www.deutsches-klima-konsortium.de) umfasst mit 24 Instituten oder
Zentren einen Teil der Einrichtungen, die mit staatlicher Unterstützung und Drittmitteln aus der
Wirtschaft zum Thema forschen.

°e Kosten für die Strukturentwicklung der Regionen, die infolge der politisch beschlossenen
Energiewende (Kohleausstieg) neue Wirtschaftsstrukturen aufbauen müssen, erste Bundesmittel
belaufen sich für Kohlereviere im Zeitraum bis 2038 auf rund 40 Milliarden Euro, mit ergänzenden
Maßnahmen darf man von deutlich höheren Kosten ausgehen

e  _\Weitere Kosten für Maßnahmen zur Förderung des Klimaschutzes in der Gesellschaft, so haben
Die Grünen bereits einen Klimafonds in Höhe von 100 Milliarden Euro gefordert, um
Klimaschutzprojekte stärker und schneller zu fördern.

Die Liste der Kostenpositionen ließe sich noch um viele weitere Punkte erweitern. Inzwischen haben auch
die Bundesländer mit Schwerpunkt in der Automobilindustrie auf immensen Geldbedarf beim Umbau
dieser Industrie auf e-Mobilität aufmerksam gemacht. Hier geht es um deutlich mehr Arbeitsplätze und
Kosteneffekte als in den Kohleregionen. All das verdeutlicht aber bereits im kurzen Überblick, dass die
Energiewende in viele Bereiche der Gesellschaft hineinwirkt. Zudem treten — wie bei vielen anderen
Projekten auch — meist Kostensteigerungen auf. Im Herbst 2018 rügte der Bundesrechnungshof das
Kostenmanagement der Energiewende durch die Bundesregierung. Der Bundesrechnungshof ist das
Kontrollorgan für Geldausgaben und Wirtschaftlichkeit der Bundesregierung. Er hatte der
Bundesregierung bereits 2016 bescheinigt, keine Übersicht über die Kosten der Energiewende zu haben.
Im Bericht aus dem Jahr 2018 fiel die Kritik noch härter aus. Sie legt einen generellen Kontrollverlust nahe.
Neben der Kostenexplosion rügte der Bundesrechnungshof gleichzeitig das Fehlen aussagekräftiger Daten
und Effekte im Rahmen der Energiewende. (Quelle: 2018 Sonderbericht - Koordination und Steuerung zur
Umsetzung der Energiewende durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie,
https://www.bundesrechnungshof.de/de/veroeffentlichungen/produkte/sonderberichte/2018/energiew
ende).

Bei der Konstruktion der Energiewende bleibt die Bundesregierung dem bisherigen Weg dennoch treu.
Der Ausbau erneuerbarer Energieträger soll forciert, die Netze ausgebaut und Deutschland zum Vorreiter
der Elektromobilität werden. Am gleichzeitigen Atom- und Kohleausstieg wird festgehalten, derzeit sogar
ein beschleunigter Kohleausstieg diskutiert.
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2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 .2016 2017

Prognose für die EEG-Umlage 2018 und 2019

‚EEG-Umlage für Haushalts- und Gewerbekunden in Deutschland

       

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Quelle: Strom-Report, Agora Energiewende
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Letztverbraucherausgaben für Strom in Milliarden Euro

 
   
 

 

 

 

   
   
       

 

 

 

Gesamtausgaben (in Mrd. Euro)

Staatlich Induzierte Elemente 21,9 37,1 384
Davon: >=
Mehrwertsteuer 47 49 5,1 56 | 57 58 57
Stromsteuer 64 72 7,0 70 | 66 66 6,6.
Konzessionsabgabe % 2,1 22 21 2,1 | 20 20 230
EEG-Umlage 83 134 140 198 | 223 22,0 22,7
Umlage nach KWKG 04 0,2 0,3 04 05 06 13
Offshore-Haftungsumlage und Umlage für 00 0,0 00 07 08 00 0,2
abschaltbare Lasten = 2

Staatlich regulierte Bemente 169 176 19,0 212 21,4 21,4 22,3
Davon:
Netzentgelte Übertragungsnetz 22 3,5 3,8
Netzentgelte Verteilnetz

Varktgetriebene Elemente 16,8

Davon:

Marktwert EEG-Strom 35 44 48 42 41 47 43
Erzeugung und Vertrieb 233 186 17,2 156 125 12,1 9,1

 

 

Quals: BMA * sowiı Barschnungen und Schitzungen dar Bipartenkomerission zum Monkoring-Prazess „Enarge dar Zukunft" auf Basis von RBA und ONB (2017) Dan Berschnun -
gan dar Ges srtausgaban Iisgen dis Erfisa aus dam Stramabsatz abzDgich Stausevargunt gungen aus nachträglichen Enttastungswerfahren zugrunda Die Madırwart stanar Wird auf
Furd der Möglichieit zum Vorsteusrabzug für Untamahman nur für prlrata Hauchate aumowksen.
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