Bericht-IKK_LK-Germersheim_Okt_2021

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte

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Integriertes Klimaschutzkonzept des Landkreises Germersheim Zeitplanung und Bewertung Maßnahmenbeginn                        Laufzeit                      Fristigkeit 4. Quartal 2022                        fortlaufend                   mittelfristig Umsetzungskosten                       THG-Einsparpotenzial          Priorität Personalkosten 2 Tage / Monat          Keine direkten Emissionseinsparungen aber Sensibilisierung von Schülern 112
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Integriertes Klimaschutzkonzept des Landkreises Germersheim Austausch der Schulen zum Thema Klimaschutz                                          B3 ➢ Handlungsfeld: Bildung und Klimaschutz Zielgruppe: LehrerInnen von Schulen des Landkreises Germersheim (als Träger) Zielsetzung / Fokus: Regelmäßiger Austausch der LehrerInnen zum Thema Klimaschutz, um Best-Practice-Beispiele auf andere Schulen übertragen zu können. Beschreibung Die bestehende Arbeitsgruppe „Schulen und Bildung“ zur Erstellung des integrierten Kli- maschutzkonzepts für den Landkreis Germersheim kann fortgeführt werden. Zukünftig sol- len weitere Akteure einbezogen werden wie z. B. Wissenschaftler, ISE e.V., Pfalzakade- mie, BNE, etc. Eine Wissensdatenbank/-portal kann aufgebaut werden. Um den Schülern die Möglichkeit zu geben sich für den Klimaschutz einsetzen zu können und um andere auf diesen Aufmerksam zu machen, sollten unter anderem auch publi- kums- und aufmerksamkeitswirksam Projekte gefördert werden. Ein Beispiel für ein sol- ches Projekt wäre ein symbolisches Moos-Graffiti an einer öffentlichen Liegenschaft. Arbeitsschritte 1. Bestehende Arbeitsgruppe des IKK über das Konzept hinaus fortführen (Kreisver- waltung als Koordinator) 2. Bestandsaufnahme durchführen (Klima-AGs, Verpflegung, Verkehrslage, Sorti- ment Kioske usw.) 3. Kontinuierlicher Austausch ▪  Stabstelle 1 - Projekte-Hochbau (Klimaschutzmanagement) Verantwortung /         ▪  Fachbereich 24 - Schulen und Bildung Akteure                 ▪  Schulleitungen und Lehrer Finanzierungs-          ▪  Eigenmittel (Kreis, Schulen) und Fördermög-          ▪  Förderung durch BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) lichkeiten Zeitplanung und Bewertung Maßnahmenbeginn                           Laufzeit                           Fristigkeit 3. Quartal 2021                           fortlaufend                        mittelfristig Umsetzungskosten                          THG-Einsparpotenzial               Priorität Personalkosten 1 Tag / Monat              Keine direkten Emissionseinsparungen aber Sensibilisierung von Lehrer und Schüler 113
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Integriertes Klimaschutzkonzept des Landkreises Germersheim Schulfahrten/Entfernung/Klimazertifikate/Kontingente                                  B4 ➢ Handlungsfeld: Bildung und Klimaschutz Zielgruppe: Schüler, Lehrkräfte, Leitungen von Schulen des Landkreises Germersheim (als Träger) Zielsetzung / Fokus: Schulfahrten sollen durch verschiedene Maßnahmen klimafreundlich werden. Beschreibung Schulfahrten sollen klimafreundlich werden. Möglich sind verschiedene Maßnahmen wie CO2-Kontingente / CO2-Punktesystem / Klimazertifikate, CO2-Kompensation, eine Begren- zung der maximalen Entfernung, klimafreundliche Unterkünfte, Erlebnispädagogik und kli- mafreundliche Mobilität (z. B. Leihfahrräder). Im Rahmen einer Diskussion bzw. eines Ide- enwettbewerbs auf Klassen- oder Schulebene kann ein mögliches Konzept und in Zusam- menarbeit mit Reiseveranstalter bzw. dem Verkehrsverbund ein attraktives Angebot entwi- ckelt werden. Mögliche Nutzung des Klimaschutzportals des Landkreises Germersheim für die Bekanntmachung attraktiver Angebote. Arbeitsschritte 1. Ideenwettbewerb in Schulen initiieren 2. Abstimmung mit relevanten Akteuren (Reiseveranstalter, Verkehrsverbund, …) 3. Leitfaden/Plattform entwickeln (Konzept und Sammlung attraktiver Angebote) 4. Schulen unterzeichnen Verpflichtung zur Einhaltung ▪   Stabstelle 1 - Projekte-Hochbau (Klimaschutzmanagement) ▪   Fachbereich 24 - Schulen und Bildung ▪   Fachbereich 31 - Bauen, Kreisentwicklung (ÖPNV) Verantwortung / Akteure                 ▪   Schulleitungen und Lehrer ▪   Reiseveranstalter, Verkehrsverbund ▪   Energieagentur Rheinland-Pfalz / Universität Koblenz-Landau Finanzierungs-          ▪   Eigenmittel (Kreis, Schulen) und Fördermög-          ▪   Eltern, Sponsoring lichkeiten Zeitplanung und Bewertung Maßnahmenbeginn                            Laufzeit                           Fristigkeit 2. Quartal 2021                            fortlaufend                        mittelfristig Umsetzungskosten                           THG-Einsparpotenzial               Priorität Konzeptphase:                              Emissionseinsparungen bei Kon- Personalkosten 10 Tage                     zept-/Leifadenumsetzung 114
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Integriertes Klimaschutzkonzept des Landkreises Germersheim Fifty/Fifty-Projekt weiterentwickeln                                                   B5 ➢ Handlungsfeld: Bildung und Klimaschutz Zielgruppe: Lehrkräfte, Schüler, Hausmeister Zielsetzung / Fokus: Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs sowie Reduzie- rung des Restmülls an Schulen und Schaffung eines Bewusstseins für Klimaschutz. Beschreibung Das Fifty/Fifty Projekt ist eine freie Energiespar-Initiative an über 3.500 Schulen in Deutschland. Die teilnehmenden Schulen erhalten 50 % der durch bewusstes Nutzerver- halten eingesparten Energiekosten zur freien Verwendung. Die anderen 50 % verbleiben beim Schulträger. Durch diesen Anreiz tragen die Schulen sowohl zum Umwelt- und Kli- maschutz als auch zur Senkung ihrer Energiekosten bei. Klima und Energie werden beim Fifty/Fifty Projekt Gegenstand des Schulunterrichts, von Projekttagen, Arbeitsgemein- schaften und Exkursionen. Und so wird ein Bewusstsein bei den Schülern für die Themen Klima und Energie geschaffen. Im Landkreis Germersheim nahmen 2019 bereits 12 Schulen Fifty/Fifty Projekt teil. Diese 12 Schulen sparten rund 53.600 € an Energiekosten ein. Um diese Erfolge weiter fortzu- führen, soll an weiteren Schulen das Fifty/Fifty Projekt initiiert werden. Die Verlängerung der Verträge des Fifty/Fifty-Projekts nach dem Jahr 2021 ist noch nicht gesichert. Eine Verlängerung sollte jedoch von allen beteiligten angestrebt werden. Dadurch geraten die Erfolge bei der Reduktion der Energie- und Wasserverbräuche sowie des Müllaufkommens nicht in Vergessenheit und es können weitere Einsparpotenziale an den Schulen analysiert und erschlossen werden. Arbeitsschritte 1. Projekt auf alle Schulen im Landkreis ausweiten 2. Bisherige Ergebnisse evaluieren 3. Verlängerung vorantreiben ▪    Fachbereich 24 - Schulen und Bildung ▪    Schulleitungen und Lehrer Verantwortung / Akteure                   ▪    Hausmeister und Reinigungskräfte ▪    Energieagentur RLP (Schulungen) Finanzierungs-            ▪    Eigenmittel (Kreis, Schulen) und Fördermög-            ▪    Refinanzierung durch eingesparte Energiekosten lichkeiten 115
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Integriertes Klimaschutzkonzept des Landkreises Germersheim Zeitplanung und Bewertung Maßnahmenbeginn                        Laufzeit                         Fristigkeit 1. Quartal 2021                        Bis Ende 2020, Verlängerung vor- mittelfristig gesehen Umsetzungskosten                       THG-Einsparpotenzial             Priorität Personal: 1 Tag pro Monat              Emissionseinsparungen indirekt durch Änderung des Nutzerver- haltens 116
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Integriertes Klimaschutzkonzept des Landkreises Germersheim Projekt „Plastikfreie Schule“                                                        B6 ➢ Handlungsfeld: Bildung und Klimaschutz Zielgruppe: Schüler, Lehrkräfte, Hausmeister und Reinigungskräfte von Schulen des Landkreises Germersheim (als Träger) Zielsetzung / Fokus: Kreislaufwirtschaft stärken indem Kunststoffverpackungen und Ein- wegtrinkflaschen in Schulen vermieden werden. Beschreibung Neben den Meeren leiden die Tiere und auch wir Menschen zunehmend unter Mikroplas- tik. Zudem verschwenden Einwegverpackungen wichtige Ressourcen an Material und Energie. Gemeinsam mit Schülern können Möglichkeiten der Müllvermeidung/-reduzie- rung erarbeitet werden. In diesem Zuge ist auch die Entwicklung eines Leitbildes sinnvoll, welches die Handlungsfelder einer möglichst plastikfreien Schule beinhaltet und einen konkreten Weg dahin aufzeigt. Die Abfallwirtschaft liegt im Handlungsbereich des Kreises. Der Kreis kann die Schulen bei dem Projekt unterstützen. Handlungsfelder sind u. a. Schul-Kioske, Lehrmittel, Ver- wendung von Brotdosen und Mehrwegflaschen. Das Projekt kann als Anschlussprojekt zum 50/50-Projekt oder parallellaufend gesehen werden, da die Verlängerung der Ver- träge des 50/50-Projekt nach dem Jahr 2021 noch nicht gesichert ist. Zusätzlich, zu diesem Projekt, bietet sich die Initiierung von Müllsammelaktionen um die Schule, in der jeweiligen Stadt oder am Rhein an. Arbeitsschritte 1. Bestandsaufnahme an den Schulen (unter Einbindung der Schüler) 2. Ideen zur Müllreduzierung ausarbeiten 3. Erstellung eines Leitbildes 4. Umsetzung ▪    Stabstelle 1 - Projekte-Hochbau (Klimaschutzmanagement) ▪    Fachbereich 24 - Schulen und Bildung Verantwortung / Akteure                  ▪    Schulleitungen und Lehrer ▪    Hausmeister und Reinigungskräfte Finanzierungs- ▪    Eigenmittel (Kreis, Schulen) und Fördermög- lichkeiten 117
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Integriertes Klimaschutzkonzept des Landkreises Germersheim Zeitplanung und Bewertung Maßnahmenbeginn                        Laufzeit                        Fristigkeit 3. Quartal 2022                        2 Jahre                         mittelfristig Umsetzungskosten                       THG-Einsparpotenzial            Priorität Personalkosten 5 Tage pro Jahr         Emissionseinsparungen indirekt Umsetzung 5.000 € pro Jahr             durch Müllreduzierung und spä- tere Änderung des Nutzerverhal- tens 118
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Integriertes Klimaschutzkonzept des Landkreises Germersheim 9.4        Handlungsfeld 4: Mobilität (M) Kundenkommunikation stärken, um ÖPNV weiter optimieren zu können                     M1 ➢ Handlungsfeld: Mobilität Zielgruppe: Kreisverwaltung, Schüler, Bürger, Pendler und Rentner, Unternehmen Zielsetzung / Fokus: regelmäßiges schnelles Feedback der Nutzer, bedarfsgerechtes, auf den Nutzer abgestimmtes ÖPNV-Angebot, Reduktion der verkehrsinduzierten THG-Emis- sionen durch Verbesserung der Infrastruktur (Taktung und Auslastung) des ÖPNV Beschreibung Für den Klimaschutz ist es wichtig den motorisierten Individualverkehr (MIV) zu reduzie- ren. Dies gelingt am besten bei einem attraktiven, auf die Bedürfnisse der Nutzer abge- stimmten ÖPNV-Angebots. Hierzu ist ein regelmäßiges schnelles Feedback der Nutzer von Bedeutung. Im Rahmen dieser Maßnahme soll der Landkreis als Schnittstelle zwi- schen den Verkehrsverbünden und Bürgern agieren, um mögliche Potenziale zu finden sowie ggf. Wünsche und Anregungen an die verantwortlichen Akteure weiterzuleiten. Hier- für kann eine Kommunikationsplattform über die Webseite der Kreisverwaltung aufgebaut werden. Mithilfe der Wünsche und Rückmeldungen der Bürger soll ein bedarfsgerechtes, auf den Nutzer abgestimmtes ÖPNV-Angebot entstehen. Dadurch wird nicht nur die Nutzung des ÖPNV verbessert, sondern es führt auch zu einer Reduktion der verkehrsinduzierten THG-Emissionen. Arbeitsschritte 1. Einrichtung einer Kommunikationsplattform für Verbesserungsvorschläge und Rückmeldungen 2. Erkenntnisse sammeln, auswerten und daraus auf die Nutzer angepasste Maßnah- men entwickeln 3. Maßnahmen umsetzten 4. Feedback / Controlling ▪  Kreisverwaltung Germersheim Verantwortung / Akteure                 ▪  Verkehrsverbund / Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd Finanzierungs- ▪  Eigenmittel und Fördermög- lichkeiten 119
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Integriertes Klimaschutzkonzept des Landkreises Germersheim Zeitplanung und Bewertung Maßnahmenbeginn                        Laufzeit                       Fristigkeit 1. Quartal 2022                        dauerhaft                      mittelfristig Umsetzungskosten                       THG-Einsparpotenzial           Priorität Personalkosten 5 Tage pro Jahr         Emissionseinsparungen indirekt durch Änderung des Nutzerver- haltens / Reduzierung des MIV 120
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Integriertes Klimaschutzkonzept des Landkreises Germersheim Regelmäßiger ÖPNV- und Fahrrad-Tag mit Feedback-Runde an Schulen                        M2 ➢ Handlungsfeld: Mobilität Zielgruppe: Schüler und Lehrkräfte aller Schularten Zielsetzung / Fokus: Reduktion der verkehrsinduzierten THG-Emissionen durch Verbesse- rung der Infrastruktur (Taktung und Auslastung) des ÖPNVs, Veränderungen des Modal Split zu Gunsten des ÖPNVs und Radverkehrs Beschreibung Das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs und der Radwege ist im Landkreis bereits gut ausgebaut. Dennoch zeigt sich ein Potenzial in der Auslastung des ÖPNV-An- gebots und dem weiteren Ausbau des Streckennetzes für den Rad-Pendlerverkehr. Um die Fahrgastzahlen des ÖPNV sowie den Anteil des Radverkehrs im Landkreis Germersheim zu erhöhen, sollen die Rahmenbedingungen kontinuierlich verbessert wer- den. Ebenso sollte weitestgehend das „Eltern-Taxi“ entfallen. Ein regelmäßiger ÖPNV- und Fahrradtag mit Feedbackrunde wird deshalb eingeführt. An diesem Tag, der z. B. zweimal jährlich stattfinden kann, sind alle Schüler und Lehrkräfte angehalten mit dem ÖPNV oder dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Durch Sponsoren könnten Pausenbrote den Teilnehmern bereitgestellt werden, wodurch ein Anreiz zur Teilnahme geschaffen werden kann. Die Lehrerschaft und die Schulleitung kann mit gutem Beispiel vorrangehen. Alternativ wäre ein Wettbewerb unter den Schulen mit Preisverleihung durch Sponsoren denkbar. An diesen Tagen kann zudem das Thema Mobilität verstärkt in den Unterricht einfließen und so die Schüler für eine klimafreundliche Mobilität sensibilisiert werden. Im Anschluss erfolgt eine einheitliche Befragung der Schüler und Lehrer durch einen Frage- bogen. Diese Auswertung der Fragebogen kann ggf. im Rahmen des Unterrichts erfolgen bzw. in diesen einfließen (z. B. Statistik, Medien). Der Tag kann alternativ als Wandertag mit Fahrrad und ÖPNV gestaltet werden. Arbeitsschritte 1. Konzept mit Schülern und ggf. Eltern erarbeiten 2. Sponsoren finden (für Preise bei einem Wettbewerb oder für Anreize) 3. Fragebogen mit Schülern erarbeiten 4. ÖPNV- und Fahrradtag durchführen 5. Feedbackrunde / Ergebnisse der Befragung aufbereiten ▪   Fachbereich 24 - Schulen und Bildung Verantwortung /          ▪   Schüler, Lehrkräfte, Schulleitung Akteure                  ▪   Verkehrsverbund / Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd Finanzierungs- ▪   Eigenmittel (Kreis, Schulen) und Fördermög- lichkeiten 121
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