Microsoft Word - Erläuterung_Maßnahmekatalog_20121113.doc

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte

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Maßnahmenkatalog – Klimaschutzkonzept Landkreis Grafschaft Bentheim Maßnahmen- und Handlungsempfehlung Nr. 44 von 48 Klimaschutzforum im Landkreis Grafschaft Bentheim Handlungsfeld            Aufbau von Organisationsstrukturen und Etablierung als Querschnittsthema Vorgeschlagen von        Gutachtern Insgesamt: mittel                    CO2-Einsparpotenzial: 0   Umsetzungsreife: ++ Priorität                 Finanzierung/Förderung: +            Personalaufwand: -        Wirtschaftlichkeit: 0 Öffentlichkeitswirksam: +++          Notwendigkeit: -          Beeinflussbarkeit Landkreis: +++ Ziele                    Das Klimaschutzforum ist eine strategische Maßnahme zur Transparenz, Vernetzung und Weiterentwicklung der Klimaschutzaktivitäten in der Grafschaft Bentheim. Kurzbeschreibung         In der Umsetzungsphase des Klimaschutzkonzepts wird es von Bedeutung sein, den Dialog zwischen Politik, Kommunen, Verwaltung, Klimaschutzakteuren und interessierten Bürgern zu suchen und konstruktiv zu führen. Bei Bedarf kann ein Klimaschutzforum einberufen werden, um diesen Dialog zu gestalten. Das Forum ist als moderierte Veranstaltung konzipiert, die Inhalte der Veranstaltung sind: 1. Sachstandsbericht über die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts 2. Podiumsdiskussion mit Parteien und Verwaltung zur Entwicklung weiterer Strategien 3. Diskussion und Anregungen zu neuen Projektvorhaben und strategischen Zielen. Zielgruppe               Politik, Verwaltung, Klimaschutzakteure, Medien, Bürgerinnen und Bürger Umsetzungsinstanz        Klimaschutzagentur oder -manager Partner                  Energieversorgungsunternehmen Beispiele                In verschiedenen Kommunen in der Region Hannover wird dieses Instrument genutzt. Kosteneinschätzung       Gering-investiv Es fallen jedoch Personalkosten für die Vorbereitung und die Moderation an. Förderprogramme /        Finanzierung über den Klimaschutzmanager Finanzierungswege Indikatoren für          Anzahl der Teilnehmer Monitoring Zeitrahmen / Dauer       Die erste Veranstaltung kann Ende 2013 oder im Frühjahr 2014 durchgeführt werden. Offene Fragen und        Zum jetzigen Zeitpunkt keine mögliche Konflikte
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Maßnahmenkatalog – Klimaschutzkonzept Landkreis Grafschaft Bentheim Maßnahmen- und Handlungsempfehlung Nr. 45 von 48 Fortführung der Aktivitäten in der Übergangsphase (im Jahr 2013) Handlungsfeld            Aufbau von Organisationsstrukturen und Etablierung als Querschnittsthema Vorgeschlagen von        Gutachtern Insgesamt: hoch                      CO2-Einsparpotenzial: 0     Umsetzungsreife: +++ Priorität                 Finanzierung/Förderung: 0            Personalaufwand: +          Wirtschaftlichkeit: 0 Öffentlichkeitswirksam: +++          Notwendigkeit: +++          Beeinflussbarkeit Landkreis: +++ Ziele                    Fortführung der Klimaschutzaktivitäten im Landkreis Kurzbeschreibung         Bis der Klimaschutzmanager seine Arbeit aufnehmen kann (voraussichtlich im Herbst 2013), sollen die Klimaschutzaktivitäten im Landkreis fortgeführt und die Umsetzung des Klima- schutzkonzepts bereits vorbereitet werden. Vorgesehen ist, die thematischen Arbeitsgruppen / Akteursforen im Jahr 2013 aufzugreifen, um den Prozess nicht abreißen zu lassen und die Teilnehmer der Arbeitsgruppen weiterhin zu involvieren. Für das erste Quartal 2013 wird eine Veranstaltung zum Klimaschutzkonzept geplant, in der dessen Ergebnisse einem größeren Akteurskreis präsentiert und die weiteren Schritte zur Umsetzung des Konzepts vorgestellt werden. Zielgruppe               Alle an der Konzepterarbeitung Beteiligte, Öffentlichkeit Umsetzungsinstanz        Wirtschasförderung LK Grafschaft Bentheim Partner                  Externer Dienstleister Beispiele Kosteneinschätzung       Je nach Anzahl der AG-Sitzungen Personalkosten für Organisation und Durchführung der Veranstaltungen Förderprogramme /        Verwaltung Finanzierungswege Indikatoren für          Anzahl der Veranstaltungen und Teilnehmer Monitoring Zeitrahmen / Dauer       Abgestimmt auf die lokalen Verhältnisse sollen die Aktivitäten im Jahr 2013 so lange fortgeführt werden, bis der Klimaschutzmanager seine Arbeit aufnehmen kann. Offene Fragen und        Finanzierung mögliche Konflikte
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Maßnahmenkatalog – Klimaschutzkonzept Landkreis Grafschaft Bentheim Maßnahmen- und Handlungsempfehlung Nr. 46 von 48 Fortschreibung der Energie- und CO2-Bilanz Handlungsfeld            Aufbau von Organisationsstrukturen und Etablierung als Querschnittsthema Vorgeschlagen von        Gutachtern Insgesamt: mittel                    CO2-Einsparpotenzial: 0    Umsetzungsreife: ++ Priorität                 Finanzierung/Förderung: 0            Personalaufwand: -         Wirtschaftlichkeit: 0 Öffentlichkeitswirksam: +++          Notwendigkeit: +++         Beeinflussbarkeit Landkreis: +++ Ziele                    Erfolgskontrolle, Fortschreibung der Energie- und CO2-Bilanz Kurzbeschreibung         Die Entwicklung eines Controlling-Konzepts zur Fortschreibung der Energie- und CO2-Bilanz ist vom Fördermittelgeber vorgeschrieben, die Umsetzung ist daher verpflichtend. In einem Controlling-Konzept werden die Rahmenbedingungen für die Erfassung und Auswertung der Verbräuche und CO2-Emissionen sowie für die Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen zur Umsetzung des Konzepts definiert. Das Konzept umfasst auch die Abschätzung des Personalbedarfs und der Kosten, Zeitpläne, Arbeitsschritte sowie die Methodik zur Daten- erfassung und -auswertung. Das Controlling-Konzept ist in einem separaten Kapitel des Klimaschutzkonzepts beschrieben. Zielgruppe               Kommunale Entscheider, Öffentlichkeit, Klimaschutzakteure Umsetzungsinstanz        Landkreis, Klimaschutzagentur oder -manager Partner                  Energieversorgungsunternehmen, Schornsteinfegerhandwerk, ggf. externes Ingenieurbüro Beispiele                Die Fortschreibung der Energie- und CO2-Bilanz ist in sämtlichen finanziell unterstützten Projekten der Klimaschutzinitiative gefordert. Kosteneinschätzung       Es fallen Lizenzgebühren für die Software an. Zudem müssen möglicherweise Mitarbeiter eingearbeitet oder die Fortschreibung extern vergeben werden. Förderprogramme /        Die Mittel sind vom Landkreis aufzubringen. Finanzierungswege Indikatoren für          Verbrauchsdaten der Auswertung, Stromeinspeisung laut EEG, Energie- und CO2-Minderung Monitoring Zeitrahmen / Dauer       Die Bilanz soll regelmäßig fortgeschrieben werden. Es wird vorgeschlagen, eine aktuelle Bilanzierung alle drei bis fünf Jahren durchzuführen. Offene Fragen und        Der jetzige Status quo und das Klimaschutzkonzept liefern gute Anknüpfungspunkte zur mögliche Konflikte       Fortsetzung.
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Maßnahmenkatalog – Klimaschutzkonzept Landkreis Grafschaft Bentheim Maßnahmen- und Handlungsempfehlung Nr. 47 von 48 Aufnahme / Berücksichtigung der Ergebnisse in strategische Planungen des Landkreises Handlungsfeld            Aufbau von Organisationsstrukturen und Etablierung als Querschnittsthema Vorgeschlagen von        Gutachtern, AG Klimaschutz und Tourismus Insgesamt: hoch                      CO2-Einsparpotenzial: ++    Umsetzungsreife: ++ Priorität                 Finanzierung/Förderung: ++           Personalaufwand: ++         Wirtschaftlichkeit: + Öffentlichkeitswirksam: ++           Notwendigkeit: +++          Beeinflussbarkeit Landkreis: +++ Ziele                    Aufnahme und explizite Ausrichtung des RROP auf Klimaschutzaspekte, Synergieeffekte von Klimaschutz und Tourismus bereits im Leitbild fördern, Synergien im LEADER-Prozess herstellen Kurzbeschreibung         Die Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes sind Querschnittsaufgaben. Schnittstellen zu strategischen Projektvorhaben in der Grafschaft müssen daher identifiziert und berücksichtigt werden. Dies betrifft sowohl die aktive Verringerung der Treibhausgas- emissionen (Mitigation) als auch den Anpassungsprozess an veränderte Klimabedingungen (Adaption). Energie- und Klimaschutzthemen sollen daher in die Novellierung des Regionalen Raum- ordnungsprogramms (RROP), die Entwicklung des Tourismus-Leitbildes für die Grafschaft, in den LEADER-Prozess sowie in weitere zukünftige Strategiepapiere des Landkreises einfließen. Die Fortschreibung des RROP bietet die Chance, die Themen Klimaanpassung und Klimaschutz als Leitbilder im Raumordnungsprogramm zu verankern und Handlungsansätze zu benennen. Aspekte der Klimavorsorge und der CO2-Minderung sowie der Anpassung an die Folgen des Klimawandels können als wichtige Handlungsfelder ins RROP einfließen. Eine zentrale Zukunftsaufgabe ist die Gestaltung des Ausbaus der erneuerbarer Energien. Das RROP hat hier eine Steuerungsfunktion bei der Formulierung von Ausbauzielen und dem Ausgleich von Nutzungskonflikten. Momentan weist das RROP keine Vorranggebiete oder Eignungsgebiete für Windenergie- nutzung aus, d. h., es findet keine regionalplanerische Steuerung statt. Im Rahmen der Fortschreibung kann die Ausweisung von Vorrang- und Eignungsgebieten für Windenergie- standorte überprüft werden. Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien können im RROP Klimaschutzaspekte für die Stadtplanung und Mobilitätsentwicklung verankert werden (siehe Handlungsfelder Energieeffizienz in Gebäuden und Klimafreundliche Mobilität). Die Nutzung des RROP als strategisches Planungsinstrument für Klimaschutz und erneuerbare Energien wird derzeit von verschiedenen Landkreisen forciert. Im Jahr 2013 wird das touristische Leitbild, das im Jahr 2001 erstmals für die Grafschaft erstellt wurde, durch den Grafschaft Bentheim Tourismus e. V. aktualisiert. Die Ziele und Maßnahmen des Klimaschutzkonzepts, insbesondere der Handlungsfelder Klimafreundliche Mobilität und Kommunikation und Vernetzung, sollten in die Diskussion des neuen Leitbildes einfließen. Eine Aufnahme des Themas Klimaschutz als Querschnittsthema bietet zum einen Chancen und Synergieeffekte, beispielsweise durch eine mögliche Imagebildung „Klimafreundlicher Land- kreis”, und wird zum anderen von Fördermittelgebern zunehmend als Kriterium gefordert. In der aktuellen Förderperiode 2007 bis 2013 wird unter dem Motto „Herkunft ist Zukunft – Grafschaft verbindet” erfolgreich das Programm LEADER der Europäischen Union durch- geführt. Im Rahmen des LEADER-Prozesses wurden zahlreiche Projekte mit erheblichen Investitionssummen auf den Weg gebracht. Der Schwerpunkt lag bislang im touristischen Bereich. LEADER zeichnet sich zudem durch einen intensiven Beteiligungsprozess aus. Auch das Zukunftsforum „Wirtschaft 2020“ fand im Rahmen von LEADER statt. Insgesamt sieben Arbeitskreise haben an der Entwicklung von Projekten und der Vorbereitung von LEADER- Veranstaltungen mitgewirkt. Ab 2014 (bis 2020) geht das Programm in einen neuen Förder- zeitraum. Hier sollten die Möglichkeiten genutzt werden, um Klimaschutzthemen mit den Zielsetzungen der regionalen und ländlichen Entwicklung stärker zu verzahnen.
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Maßnahmenkatalog – Klimaschutzkonzept Landkreis Grafschaft Bentheim Zielgruppe               Kommunale Entscheider Umsetzungsinstanz        Klimaschutzagentur oder -manager, Landkreis, Regionalplanung, Grafschaft Bentheim Tourismus e. V., Lokale Aktionsgruppe Region Grafschaft Bentheim e. V. Partner                  Grafschaft Bentheim Tourismus e. V., Lokale Aktionsgruppe Region Grafschaft Bentheim e. V., ggf. externe Planungsbüros Beispiele                Die Region Hannover plant eine Weiterentwicklung hin zu einem „Klimaoptimierten regionalen Raumordungsprogramm” ab dem Jahr 2015. Kosteneinschätzung       Ggf. zusätzliche Kosten durch externe Planungsleistungen Förderprogramme /        Die Finanzierung erfolgt über den Landkreis. Finanzierungswege Indikatoren für          Verabschiedung des Programms, Nennung von Klimaschutzzielen und -maßnahmen, Monitoring               Umsetzung und Erreichung der Zielwerte Zeitrahmen / Dauer       Das RROP wird aktuell fortgeschrieben. Offene Fragen und        Der Status quo und das Klimaschutzkonzept liefern Anknüpfungspunkte zur Fortsetzung. mögliche Konflikte
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Maßnahmenkatalog – Klimaschutzkonzept Landkreis Grafschaft Bentheim Maßnahmen- und Handlungsempfehlung Nr. 48 von 48 Umsetzung einer ausgewählten Klimaschutzmaßnahme Handlungsfeld            Aufbau von Organisationsstrukturen und Etablierung als Querschnittsthema Vorgeschlagen von        Gutachtern Insgesamt: sehr hoch                 CO2-Einsparpotenzial: +++   Umsetzungsreife: ++ Priorität                 Finanzierung/Förderung: +++          Personalaufwand: +          Wirtschaftlichkeit: 0 Öffentlichkeitswirksam: +++          Notwendigkeit: +++          Beeinflussbarkeit Landkreis: +++ Ziele                    Beispiel geben für die Durchführbarkeit des CO2-Reduktionsziels der Bundesregierung von 80 % durch investive Maßnahmen Kurzbeschreibung         Umsetzung einer ausgewählten Klimaschutzmaßnahme: Eine investive Maßnahme aus einem der Handlungsfelder des Klimaschutzkonzepts, die bezüglich ihrer Energieeinsparung und ihres Beitrags zum Klimaschutz herausragend ist, soll identifiziert und umgesetzt werden. Ziel ist es, dabei eine CO2-Reduzierung von mindestens 80 % zu erreichen. Eine 50%ige Förderung wird im Rahmen der Klimaschutzinitiative der Bundesregierung gewährt. Voraussetzung dafür ist die Umsetzung über einen geförderten Klimaschutzmanager. Zielgruppe               Landkreis, Kommunen Umsetzungsinstanz        Landkreis, Klimaschutzagentur oder -manager Partner                  Abhängig von der Art der Maßnahme Beispiele                Je nach Art und Weise der Maßnahme gibt es zahlreiche Vorbildprojekte im Gebäude-, oder Mobilitätsbereich bzw. Projekte zu Energieeffizienz. Kosteneinschätzung       Die Maßnahme wird zu 50 % gefördert, die maximale Förderhöhe beträgt 250.000 Euro. Förderprogramme /        50 % Förderung der Kosten über die Klimaschutzinitiative Finanzierungswege Indikatoren für          Antragstellung und Bewilligung, Energieeinsparung, Reduktion der CO2-Emissionen Monitoring Zeitrahmen / Dauer       Der Antrag auf Förderung kann nur im Laufe des ersten Jahres nach Beginn der Projektlaufzeit für die Förderung des Klimaschutzmanagers (voraussichtlich 2013 bis 2015) gestellt werden, d. h. voraussichtlich nur im Jahr 2014 (Antragszeitraum Januar bis März Offene Fragen und        Auswahl der Maßnahme mögliche Konflikte
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