2017_07_06 KSK-SHK_Änderung_Formatierung_HGr

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte

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Handlungsfeld                    Beteiligung an und Umsetzung von erneuerbare Energien-Projekten an Wertschöpfung                    Liegenschaften der Kreisverwaltung Die Investition und Umsetzung von EE-Anlagen, gerade im Photovoltaik- und Bioenergie-Bereich, werden durch lokale Investoren (Bürger) und das regionale Art der Maßnahme                 Handwerk mit dem Ziel der Erhöhung der Eigenenergienutzung durchgeführt. Dies Investiv                    stärkt auf lange Sicht die regionale Wertschöpfung, insbesondere bei der Organisatorisch             eigenwirtschaftlichen Betreibung. Planerisch                  Die Kreisverwaltung kann mit unterschiedlichen Anreiz-, Förder- und Beratungsmaßnahmen diese Aktivitäten unterstützen: • Einführung von Mieterstrommodellen (PV-Strom von Dachflächen der Zeithorizont                          Mietobjekte wird direkt an die jeweiligen Mieter vermarktet) • Verbesserung der Akzeptanz von EE-Projekten im Kreisgebiet durch kurzfristig                      Vorreiterrolle mittelfristig               • Unterstützung der Bürger bei der Umsetzung investiver Maßnahmen am langfristig                      privaten Gebäudebestand (z.B. Antragstellung Fördermittel) mehrmalig Vorbildfunktion: Kosten                           Die Kreisverwaltung setzt im Rahmen ihrer Möglichkeiten EE-Projekte (ausgenommen Windenergieanlagen) um: Personal: mittel                    • PV-Anlagen auf kreiseigenen Gebäuden Sachmittel: mittel                      Rolle des SHK: Verpächter, Koordinator • PV-Anlagen auf Privatgebäuden (Discounter, Lagerhallen, Wohngebäude) Rolle des SHK: Öffentlichkeitsarbeit, Beratung Finanzierungsmöglichkeiten          • Solarthermieanlagen Regionale Banken,                       Rolle des SHK: Beteiligung an relevanten Anlagen, Öffentlichkeitsarbeit Bürgerenergie SH eG                 • Entwicklung eines GIS-basierten Solardachkataster mit Netzbetreibern zur Darstellung des PV-Flächenpotentials, Dachflächenbörse für PV-Anlagen Verantwortliche Institution      Zielgruppe                                    Synergien Amt für Gebäude- und             Kreisverwaltung,                              Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, Liegenschaftsmanagement,         alle externen Investoren (geschäftlich        Image Bauordnungsamt                   und privat) Erwarteter Effekt • langfristige ökologische Energieerzeugung • hohe CO2-Minderung durch Verdrängung fossiler Energieträger mittels erneuerbarer Energien • (teilweise) Förderung des lokalen Handwerks und somit der regionalen Wertschöpfung durch die Umsetzung von Erneuerbaren Energien-Projekten • Strom- und Wärmeerzeugung zum Eigenverbrauch • monetäre Vorteile für die Akteure der Region durch eigenwirtschaftliche Betreibung der EE-Anlagen Konflikte/Hemmnisse • Errichtung von PV- und Solarthermie-Anlagen durch Denkmalschutzauflagen beschränkt • relativ hohe Investitionskosten bei Solaranlagen • oberflächennahe Geothermie - nicht überall gleich gut geeignet; hohe Investitionskosten • allgemein - ungünstige Voraussetzungen bzw. gesetzliche Rahmenbedingungen (sinkende Vergütungen) durch das EEG Meilensteine/Erfolgsmessung • Anzahl der neu errichteten EE-Anlagen • Anzahl der erzeugten Energiemengen in kWh (Strom und Wärme) • Mitgliedschaft des Landkreises in der BürgerEnergie Saale-Holzland eG • Online Solardachkataster Seite 121
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Handlungsfeld                  Stärkung des Tourismus durch klimaneutrale Mobilität Wertschöpfung Im Fokus der Elektromobilität darf der individuelle Fahrradverkehr nicht außer Acht gelassen werden. E-Bikes erleben einen Boom, nicht zuletzt in der Art der Maßnahme Freizeitgestaltung. Allerdings sind die Ladestationen nur in sehr geringem Maße Investiv                  vorhanden, was die Reichweite und den Komfort begrenzt. Organisatorisch Planerisch                Deshalb sollten zur Stärkung des regionalen Tourismus in diesem Segment zukünftig nachfolgende Punkte Beachtung finden: Zeithorizont                     •   Interessant für die touristische Vermarktung sind die überregionalen Radwege (z.B. Saale- und Elsterradweg sowie die Städtekette) als auch die kurzfristig                     regionalen Themenradwege wie z.B. der Energie-Radweg. mittelfristig               •   Ladesysteme ausschließlich für E-Bikes sind relativ unkompliziert bzgl. des langfristig                     elektrischen Anschlusses (220 V Hausanschluss ausreichend). mehrmalig                   •   Bei der Etablierung neuer Ladestationen sind diese mit dem Thüringer Tourismusverband Jena-Saale-Holzland e.V. abzustimmen (touristische Kosten Aspekte beachten sowie Orte mit potentiell längerem Aufenthalt). •   Ladepunkte für E-Bike und Fahrzeuge im Einzelfall kombinieren. Personal: mittel •   Einheitliche Systeme und gemeinsamer Einkauf reduzieren die Sachmittel: mittel Anschaffungskosten. . Finanzierungsmöglichkeiten BMWI – Rahmenbedingungen und Anreize für Elektro- Fahrzeuge & Ladeinfrastruktur, TMUEN – Nachhaltige Mobilität Verantwortliche Institution    Zielgruppe                                  Synergien RAG Saale-Holzland e.V.,       touristische Leistungsträger                Wissenstransfer, TTV Jena-Saale-Holzland e.V.                                               Energieeinsparung Erwarteter Effekt • Nutzung alternativer Antriebe für Individualverkehr • Verdichtung des Ladenetzes • Belebung der touristischen Zielpunkte im Landkreis Konflikte/Hemmnisse • Anschaffungskosten und Unterhaltung der Ladesäulen • Betreiber und Abrechnungssystem Meilensteine/Erfolgsmessung • Erhöhung der Anzahl der Ladestationen • Nutzerzahlen von E-Bikes, Pedelecs etc. Seite 122
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Handlungsfeld                 Senkung des Flächenverbrauchs zum Erhalt der Wertschöpfungsgrundlage Wertschöpfung Für eine nachhaltige regionale Wertschöpfung ist es wichtig, mit den regionalen Ressourcen schonend umzugehen und diese sinnvoll einzusetzen. Eine unserer Art der Maßnahme              wertvollsten Ressourcen ist der Boden. Boden ermöglicht Vegetation, die gleichzeitig CO2 bindet, Erosion verhindert und das Mikroklima stabilisiert. Der Investiv                 Boden ist außerdem Wertschöpfungsgrundlage unserer regionalen Landwirtschaft. Organisatorisch Planerisch               Der maßlos gestiegene Flächenverbrauch ist auch in Bezug auf erneuerbare Energien kritisch zu hinterfragen, stehen doch EE-Anlagen in gleicher Konkurrenz Zeithorizont                  zur Nutzfläche wie Wohnbebauung, Industrie, Infrastruktur, Naturschutz und Land- und forstwirtschaft. kurzfristig mittelfristig            Der begrenzte Produktionsfaktor Boden und Trinkwasser insbesondere aus langfristig              Grundwasser sowie die zunehmende Flächenkonkurrenz machen es notwendig, mehrmalig                jede Ressource effizient einzusetzen. Daher sollten zur maximalen Energieeffizienz nachfolgende Maßnahmen umgesetzt werden: Kosten • Entwicklung eines regionalen Aktionsplans Schutzgebiete und deren Entwicklung zur nachhaltigen Sicherung der Natur und Landsachaft, der Personal: mittel Biodiversität und der CO2-Bindung Sachmittel: / • Verbesserung des Schutzgebietmanagements und der Kommunikation von Best practice Beispielen, Stärkung der Resilenz von Schutzgebieten gegenüber negativen Einwirkungen Finanzierungsmöglichkeiten • Information und Aufklärungsarbeit zur bestehenden Problemlage • Analyse von Flächenstruktur und -verbrauch im Landkreis, Ableitung von Konsequenzen und Kommunikation der Ergebnisse • Nutzung und Weiterführung des Flächenpools für A+E-Maßnahmen • Entwicklung und Aktualisierung des Brachflächenkatasters (bspw. im Rahmen von Studienarbeit) • Nutzung von EE-Altstandorten für Repowering • Stärkung und Unterstützung der Innenentwicklung • Entwicklung eines Anreizprogramms zum sparsamen und behutsamen Flächenverzehr Verantwortliche Institution   Zielgruppe                                   Synergien Umweltamt, Bauordnungs-       Landwirtschaftsbetriebe,                     Wissenstransfer amt, Kreisentwicklung und     Kommunen Wirtschaftsförderung des Landkreises Erwarteter Effekt • Einschränkung der Versiegelung und des Entzugs naturnaher sowie landwirtschaftlicher Flächen • Erhalt der Wertschöpfungsgrundlage für die Landwirtschaft Konflikte/Hemmnisse • Komplexität des Abwägungsprozesses • Kostenfaktor Erschließung von Bauflächen • Geringer Bekanntheitsgrad bspw. von Flächenpool/ Brachflächenkataster • Fehlende Aktualisierung der Instrumente Meilensteine/Erfolgsmessung • Nutzung und ggf. Weiterführung des Flächenpools für A+E-Maßnahmen • Aktualisierung und Weiterentwicklung des Brachflächenkatasters • Einbindung des Themas und der Flächenkataster in verwaltungstechnische Abläufe Seite 123
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Handlungsfeld                  Verstetigung von Unterstützungsstrukturen und Klimaschutzmanagement Wissenstransfer Schon im Leitbild „Energie und Klimaschutz“ ist die Installation einer Entwicklungsagentur vorgesehen, um die unterschiedlichen Aufgaben in diesem Art der Maßnahme               und anderen Entwicklungsbereichen umsetzen zu können. Investiv Organisatorisch           Dieser Klimaschutzmanager soll sowohl verwaltungsintern als auch extern für die Planerisch                Informationen des Klimaschutzkonzept verantwortlich sein. Allerdings braucht sie dafür gefestigte Strukturen und Finanzen. Der Landkreis und die meisten Gemeinden sind Mitglieder des Vereins und tragen bereits jetzt kleinteilig dazu bei. Zeithorizont Die Stärkung der Strukturen sollte über eine größere und breitere Anzahl von kurzfristig               Mitgliedern erreicht werden, die durch eine gemeinsame Initiative gewonnen mittelfristig             werden sollen. langfristig               Das BMU empfiehlt und fördert zur Abstimmung und Umsetzung der mehrmalig                 Klimaschutzstrategie durch einen zentralen Koordinator (Klimaschutzmanager). Kosten                         Schwerpunkte bilden dabei insbesondere: • die Initiierung von Prozessen und Projekten für die übergreifende Personal: mittel                        Zusammenarbeit und Netzwerkarbeit (z.B. thematische Stammtische) Sachmittel: niedrig                 • Bürgerberatung zur Energieeinsparung, -effizienz und Steigerung des Energieeigenverbrauchs, Möglichkeiten einer Förderung aufzeigen und bei Anträgen unterstützen Finanzierungsmöglichkeiten • Beratung von Landwirtschaft, Kommunen und Bürgern BMU • sowie die Unterstützung der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes durch Landkreis (35% KoFi) geeignete Öffentlichkeitsarbeit, Moderation und Management Die Anstellung eines Klimaschutzmanagers ist Voraussetzung für die Förderung von weiteren Maßnahmen. Der Bund fördert die Stelle eines Klimaschutzmanagers mit bis zu 65 % der zuwendungsfähigen Kosten für maximal 3 Jahre (Projektträger Jülich). Verantwortliche Institution    Zielgruppe                                 Synergien Büro Landrat                   Landkreis, Kommunen, Unternehmen           Verknüpfung mit anderen Amt für Gebäude- und           und Bürger                                 Entwicklungsprozessen in der Region, Liegenschaftsmanagement,                                                  regionale Wertschöpfung Erwarteter Effekt • Akzeptanz in der Region für erneuerbare Energien • weiterer angepasster Ausbau von EE-Anlagen • Netzwerkerweiterung • kontinuierliche Fortführung und Umsetzung der angestoßenen Maßnahmen und Projekte Konflikte/Hemmnisse • Finanzierung Meilensteine/Erfolgsmessung • 2018 Einstellung des Klimaschutz-Managements • Umsetzung des Maßnahmenpakets aus dem Klimaschutzkonzept Seite 124
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Handlungsfeld                     Politischer Austausch/ politischer Wille Wissenstransfer Ziel: Ideelle Förderung und Unterstützung der Region Erneuerbare Energie ist und bleibt in der Region die tragende Säule der Art der Maßnahme                  Energiewende, gerade im Bereich der Wärmebereitstellung. Daher muss diese Investiv                    auch weiter unterstützt, gefördert und ausgebaut werden. Aktuelle Tendenzen auf Organisatorisch             Bundesebene weisen aktuell aber in entgegengesetzte Richtung! Planerisch Daher: •     EEG 20xx – vor nächster Gesetzesnovelle rechtzeitige Positionierung des Landkreises und weiterer Verbände zur Förderung von erneuerbarer Energie Zeithorizont notwendig. kurzfristig                  •     MdB und MdL in den Diskussionsprozess der Region einbinden (z.B. über RAG- mittelfristig                      Diskussionsrunden) sowie gegenseitigen Austausch zu laufenden Aktivtäten langfristig                        organisieren (mind. 1x jährlich gemeinsames Treffen der Regionalvertreter und mehrmalig                          MdL/ MdB). Kosten Personal: gering Sachmittel: -/- Finanzierungsmöglichkeiten Verantwortliche Institution       Zielgruppe                                  Synergien Büro Landrat                      Politik (Bund, Land, Landkreis)             regionale Wertschöpfung Erwarteter Effekt Die Region wird gehört. Sie spricht mit einer Stimme bzw. einer gemeinsamen Position und hat so stärkeres Gewicht gegenüber der Landes- und der Bundespolitik. Erwartungen an die Politik sowie Unterstützungsbedarfe können mit Nachdruck artikuliert werden. Konflikte/Hemmnisse Politische Konstellationen, Wahlen, unterschiedliche Strategien von Landes- und Bundespolitik bzgl. des Ausbaus erneuerbarer Energien Meilensteine/Erfolgsmessung • Jährlicher Austausch zwischen den Akteuren findet statt • Forderungen bzw. Unterstützungsbedarfe der regionalen Akteure fließen ein in die Gesetzesnovelle zum EEG Seite 125
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Handlungsfeld                   Regelmäßige Workshops zu aktuellen Themen im Bereich „Energie und Wissenstransfer                 Klimaschutz“ Die Verstetigung von Prozessen bzw. Workshop-Inhalten ist ein wichtiges Element beim Thema Klimaschutz. Ziel ist dabei ein Wissenstransfer, ein regelmäßiger Art der Maßnahme                Informationsaustauch zu aktuellen Themen und Projekten sowie zu möglichen Investiv                  Handlungsoptionen und deren Umsetzbarkeit. Denn nur durch eigenes Tun und Organisatorisch           anschließendes Reflektieren werden die angestrebten Klimaschutzmaßnahmen Planerisch                verinnerlicht und zu einer Selbstverständlichkeit in der Umsetzung. Folgende Arbeitsschritte sind vorgesehen: Zeithorizont                         -    Einführung einer verbindlichen Behördenschulung „Energie und Klimaschutz“ für alle Abteilungen und Mitarbeiter des Landratsamtes kurzfristig                          (hausinterner Behördenschulungstag 1x im Jahr) mittelfristig                   -    Curriculum für die nächsten 3 Jahre erarbeiten langfristig                     -    Kompetenz-Team bilden (= Strategiegruppe), welches die Erstellung des mehrmalig                            Curriculums und dessen Umsetzung unterstützt -    Mögliche Themen der Weiterbildung: Kosten                                        o Durchführung klimaneutraler Veranstaltungen o nachhaltige Beschaffung Personal: gering                              o sparsamer Einsatz von Ressourcen (z.B. Papierverbrauch, Druck Sachmittel: gering                                  von Dokumenten) o energetische Gebäudesanierung o Vorstellung Flächenpool für A+E-Maßnahmen Finanzierungsmöglichkeiten           -    Aufzeigen von Hintergründen und Handlungsoptionen sowie Erarbeitung Haushaltsmittel des Saale-                von Dienstanweisungen Holzland-Kreises Verantwortliche Institution     Zielgruppe                                  Synergien Büro Landrat,                   Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger          Energie-Einsparungen, Amt für Gebäude- und                                                        regionale Wertschöpfung Liegenschaftsmanagement Erwarteter Effekt • Sensibilisierung der gesamten Verwaltung des Landkreises und der Bevölkerung für das Thema „Energie und Klimaschutz“ • Anregen eines sparsamen Umgangs mit Ressourcen Konflikte/Hemmnisse • Nur wenige MitarbeiterInnen sehen den Bereich „Energie und Klimaschutz“ als relevant für ihr Aufgabengebiet an. Hier muss die notwendige ganzheitliche Betrachtung des Themas verdeutlicht werden, um ein Umdenken herbeizuführen. Meilensteine/Erfolgsmessung • Alle MitarbeiterInnen nehmen an den jährlichen Schulungen teil. • Gewonnene Erkenntnisse fließen in Dienstanweisungen ein und werden umgesetzt. • Zu Beginn jedes Schulungstages erfolgt eine Berichterstattung zu den erzielten Erfolgen. Seite 126
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Handlungsfeld                   Erstellung eines Handlungsleitfadens für Kommunen Wissenstransfer Das Klimaschutzkonzept soll auf Gemeindeebene transferiert und konkrete Handlungsoptionen aufgezeigt werden. Art der Maßnahme                Nachfolgende Fragen sollten dabei einfließen: Investiv • Was kann die Kommune selbst konkret tun, um Energie einzusparen sowie Organisatorisch                    zu substituieren? Planerisch • Wie kann sie bürgerschaftliches Engagement (z.B. zur Energieeinsparung und Energieeffizienz) unterstützen? Zeithorizont                         • Wo bekommt sie Unterstützung her/ an wen kann sie sich wenden? • An welcher Stelle ist interkommunale Zusammenarbeit wichtig und kurzfristig                         sinnvoll? etc. mittelfristig langfristig                Ein weiterer Aspekt für einen solchen Leitfaden könnten wichtige Informationen für mehrmalig                  die Freiwilligen Feuerwehren sein. EE-Anlagen bringen neue Anforderungen an den Brandschutz mit sich. Die Gemeinden als Aufgabenträger der nichtpolizeilichen Kosten                          Gefahrenabwehr sind hier in der Verantwortung, die Einsatzkräfte entsprechend zu schulen. Auch hier sollte den Bürgermeistern über den Handlungsleitfaden eine Personal: gering                entsprechende Hilfestellung gegeben werden. Denn nur wer einen ausreichenden Sachmittel: gering              Schutz gewährleisten kann, wird den Bau weiterer EE-Anlagen unterstützen. Finanzierungsmöglichkeiten LEADER Verantwortliche Institution     Zielgruppe                                  Synergien Amt für Gebäude- und            Gemeinden (Bürgermeister und                Verknüpfung mit anderen Liegenschaftsmanagement         Gemeinderäte)                               Entwicklungsprozessen in der Region, Energieeinsparung, regionale Wertschöpfung Erwarteter Effekt • Bürgermeister und Gemeinderäte erhalten ein Instrument an die Hand, welches sie sicherer im konkreten Handeln werden lässt. Ihnen werden dadurch wichtige Kompetenzen vermittelt. • Jede Kommune bekommt neue Anregungen und kann seine Handlungsoptionen erneut prüfen. • Im Idealfall werden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, auch interkommunal. Konflikte/Hemmnisse • Evtl. fehlendes Bewusstsein der Bürgermeister und Gemeinderäte für das Thema Klimaschutz. • Handlungsleitfaden wird daher eventuell nicht genutzt, da man einen Mehraufwand befürchtet und den eigenen Nutzen nicht erkennen kann. Meilensteine/Erfolgsmessung • Der kommunale Leitfaden ist erstellt. Zahlreiche Gemeinden setzen Einzelmaßnahmen um und gehen gemeindeübergreifende Vorhaben an. Seite 127
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Handlungsfeld                 Beratung zu Regelungen und Gesetzgebungen im Bereich der Bio- und Wissenstransfer               Sonnenenergie Seit dem EEG 2014 erfolgte eine Stärkung des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf Basis der Wind- und Solarenergie. Die Ausbauziele in Art der Maßnahme diesem Bereich werden mit dem EEG 2017 bekräftigt werden. Dies hat zur Folge, Investiv                 dass die Biomasseanlagen nach Auslaufen der EEG-Förderung vor allem durch Organisatorisch          Wind- und Solaranlagen ersetzt werden müssten. Planerisch Der Saale-Holzland-Kreis als Bioenergieregion sollte versuchen, diesem Trend entgegenzuwirken und die Energieerzeugung aus Biomasse weiter zu erhalten. Zeithorizont Unterstützungsangebote sollten sich auf folgende Schwerpunkte konzentrieren: kurzfristig                    •   Fortführung der Bioenergieanlagen - post EEG mittelfristig                  •   Ermessensspielräume in Verwaltung und Genehmigung nutzen zur langfristig                        unkomplizierten Umsetzung von Bioenergie-Projekten mehrmalig                      •   Kooperationsanreize zwischen Kommunen und Land- & Forstwirtschaft schaffen Kosten                              •   Förderung/Unterstützung standortangepasster erneuerbarer Energieanlagen Personal: mittel (bis hoch)         •   Beratung zum Thema Energieeffizienz in Unternehmen Sachmittel: gering                  •   Beratungstätigkeit gegenüber Bürgern Zudem ist entsprechend eines ausgewogenen Energiemixes neben der Erhaltung Finanzierungsmöglichkeiten Projektträger Jülich,         der Bioenergieanlagen auch der Ausbau von Solar entsprechend der vorhandenen Landkreis (35% KoFi)          Potentiale anzustreben. Dafür braucht es eine weitere PV-Flächenakquise im Landkreis sowie in den Städten und Gemeinden. Verantwortliche Institution   Zielgruppe                                 Synergien RAG Saale-Holzland e.V.,      Landwirtschaftsbetriebe, Kommunen,         Regionale Wertschöpfung, Klimaschutzmanager            Bürger                                     Substitution Erwarteter Effekt • Fortführung der Bioenergieanlagen post EEG • Weiterer Ausbau von Solaranlagen Konflikte/Hemmnisse • fehlende Wirtschaftlichkeit Meilensteine/Erfolgsmessung • Bestandserhaltung der Biomasseanlagen, messbar an der Anzahl der erzeugten kWh in den Bereichen Strom und Wärme. Seite 128
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Handlungsfeld                  Beratung zu Gestaltung, Risiken und Beteiligung an EE-Projekten Wissenstransfer Die EEG-Förderung stützte anfangs (2000er Jahre) gleichberechtigt alle erneuerbare Energien für einen ganzheitlichen Ausbaupfad. Durch geänderte Art der Maßnahme               politische Zielstellungen und folglich novellierte gesetzliche Rahmenbedingungen schlug das Pendel immer wieder zum Vorteil oder Nachteil einer spezifischen Investiv                  Energieerzeugungsart aus, meist mit unvermittelt strikter Auslegung. So wurden Organisatorisch           Entwicklungen zuerst bei PV-Anlagen, dann bei der Bioenergieerzeugung massiv Planerisch                entschleunigt. Zudem haben aktuell ungünstige Bedingungen in der Regionalplanung zu einem Zeithorizont                   regelrechten Run von potenziellen Investoren eingesetzt und dabei vermehrt zu Ängsten und Vorurteilen bei den Bürgern geführt. Deshalb soll ein neutrales kurzfristig               Beratungsangebot mit folgender Zielstellung geschaffen werden: mittelfristig • Frühzeitige und andauernde Verfahrenstransparenz mit langfristig Einsichtnahmemöglichkeit in die Antragsunterlagen mehrmalig • Ausgewogener Ausbau – Rücksicht auf Mensch, Natur und Kulturlandschaft • Maximierung der regionalen Wertschöpfung Kosten • Beteiligung aller betroffenen Akteure am Entwicklungsprozess Personal: mittel (bis hoch)    • faire, direkte und indirekte Teilhabemöglichkeiten der Betroffenen vor Ort Sachmittel: gering             • Ausgleich von Lasten Nötige Maßnahmen sind dabei: • Bereitstellung von Unterstützungs- und Aufklärungsangeboten Finanzierungsmöglichkeiten     • Sicherstellung eines transparenten Umgangs mit projektrelevanten Informationen vor Ort, Mitsprache bei Entwicklung z.B. der Standorte, Ausgleichmaßnahmen etc. • Bündelung der Flächeneigentümer und gemeinsames Auftreten gegenüber potentiellen Investoren, somit Vertragsverhandlungen auf Augenhöhe um v.a. rechtssichere Verträge zu wesentlich besseren Konditionen zu verhandeln. • Gleichberechtigte faire Teilhabe der Flächeneigner (Flächenpoolmodell sichert allen Betroffenen einen Ausgleich) • Faire Teilhabe aller Betroffenen und Anwohner, auch der nicht unmittelbar profitierenden Flächeneigentümer  Dorffrieden • Schaffung einer direkten finanziellen Beteiligungsmöglichkeit für Thüringer Bürger, Unternehmen und Kommunen Verantwortliche Institution    Zielgruppe                                   Synergien RAG Saale-Holzland e.V.        Landwirtschaftsbetriebe, Kommunen,           Regionale Wertschöpfung Bürger Erwarteter Effekt • Teilnahme der Bürger an den Entwicklungsprozessen • faire Teilhabe der regionalen Akteure an Investitionen vor Ort Konflikte/Hemmnisse • z.T. unsachliche Diskussionskultur • Lagerbildung pro-contra • Unterschiedliche, wirtschaftliche Interessen von Projektierern, Eigentümern, Anwohnern etc. Meilensteine/Erfolgsmessung • Beratung (verschiedener Flächeneigentümer, Kommunen, Verwaltung, Bürger) bzgl. konkreter Vorhaben Seite 129
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Handlungsfeld                 Bürgerbeteiligung Wissenstransfer Wissensvermittlung führt zu Akzeptanz und Engagement. Daher ist Bürgerbeteiligung ein sehr wichtiger Punkt, um nachhaltige Prozesse anzustoßen. Durch die Schaffung einer offenen Gesprächskultur können die Bürger zudem Art der Maßnahme              gemeinsam an regionalen Lösungen zur Umsetzung der Energiewende und zum Investiv                Klimaschutz mitwirken. Organisatorisch Planerisch              Dafür braucht es, u.a.: • Wissens- und Erfahrungsaustausche (z.B. durch RAG-Exkursionen und Regionalkonferenzen) Zeithorizont                        • Wettbewerbe (z.B. Energiesparwettbewerb für Privathaushalte), Infoveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit kurzfristig                    • Wachstumsdiskussionen (2000-Watt-Gesellschaft?) mittelfristig                  • die Schaffung bzw. Anregung zu Energieeinsparmodellen langfristig                         (z.B. E-Bürgerbus) mehrmalig                      • Bürger an der Planung und den Verfahren zu EE-Projekten und Programmen beteiligen Kosten                              • Bürger beraten zur Energieeinsparung und Energieeffizienz sowie aufzuzeigen,wie sie selbst einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können Personal: mittel bis hoch           • Bürger beraten zu Anlagen für die Eigenversorgung mit Strom und Sachmittel: gering                       Wärme und zur energetischen Gebäudesanierung In diesem Zusammenhang sind die umfangreichen Aktivitäten zahlreicher Finanzierungsmöglichkeiten    Organisationen im Landkreis zu sammeln, zu koordinieren und zu bündeln. LEADER Wichtig ist es dabei auch, konkret aufzuzeigen, wie die Bürger selbst von der Energiewende profitieren können und welche monetären Einsparungen sich durch energieeffiziente Geräte und die energetische Gebäudesanierung ergeben. Verantwortliche Institution   Zielgruppe                                  Synergien RAG Saale-Holzland e.V.       BürgerInnen                                 Energieeinsparung, Regionale Wertschöpfung Erwarteter Effekt • über Standpunkte und Probleme in eine offene Diskussion treten • einen Dialogprozess anschieben • Gestaltung ermöglichen, zum Vorteil der ansässigen BürgerInnen Konflikte/Hemmnisse • das Thema Klimaschutz wird vielfach als überflüssige, zusätzliche Aufgabe wahrgenommen • polarisierende Informationen zum Thema Meilensteine/Erfolgsmessung • Nachhaltigkeit des Prozesses ist gesichert. • Senkung des Energieverbbrauchs • Umsetzung weiterer energetischer Sanierungsmaßnahmen mit Bürgerbeteiligung. Seite 130
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