Konzept

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „MRI-Studie zu Nährwertkennzeichnung

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4.1.3    Italienisches System Der von Italien vorgeschlagene Entwurf eines NWK-Modells (Abb. 3) stellt eine Erwei- terung der Reference Intakes dar. Das Design dieses NWK-Modells ist monochrom und besteht aus Zahlen und einem Batteriesymbol je Nährstoff. Das Batteriesymbol zeigt graphisch anhand eines Ladezustandes an, welchen Gehalt an Energie, Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz eine Portion des Produkts in Relation zu den Reference Intakes aufweist. Der Energiegehalt des Produktes ist durch Fettdruck ge- genüber den weiteren Nährstoffen hervorgehoben. Weitergehende Informationen, ob und wann das NWK-Modell in Italien eingeführt werden soll, liegen zum jetzigen Zeit- punkt nicht vor. Abbildung 3: Italienisches System [40] Zu den einzelnen Kriterien: A     Ist die Entwicklung des NWK-Modells das Ergebnis der Konsultation ver- schiedener Gruppen betroffener Akteure? Ja. Das NWK-Modell wurde initiiert bzw. entwickelt durch     die italienische Regierung     eine Gruppe von 57 ExpertInnen und Vertretern aus dem Agrar- und Er- nährungsbereich [40]. B     Eignet sich das NWK-Modell zur Kennzeichnung aller vorgefertigten Pro- dukte? Nicht bekannt. Es liegen keinerlei Informationen zu Ein-/Ausschlusskriterien von Produkten vor. C     Differenzierbarkeit und Vergleichbarkeit C.1   Handelt es sich um ein Stufenmodell? Nein, es handelt sich weder um ein Stufen- noch um ein Schwellenwertmodell. C.2   Ist die Vergleichbarkeit der Produkte innerhalb derselben Produktgruppen gegeben? Bedingt. Das NWK-Modell basiert nicht auf harmonisierten Portionsgrößen. Im Falle harmonisierter Portionsgrößen sind die Portionsgrößen innerhalb einer Pro- 18
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duktgruppe gleich. Die Angaben in Zahlen für jeden Nährstoff sind daher nur bei gleicher Portionsgröße direkt vergleichbar. D   Bezugsgröße D.1 Verwendet das NWK-Modell als Bezugsgröße 100 g bzw. 100 ml? Nein, das NWK-Modell bezieht sich auf Portionsgrößen. D.2 Werden mehrere Nährstoffe zusammenfassend bewertet? Nein, das NWK-Modell bewertet jeden Nährstoff einzeln und unabhängig von den anderen Nährstoffen des Produkts. D.3 Werden günstige und ungünstige Inhaltsstoffe berücksichtigt? Nein, es werden keine günstigen Inhaltsstoffe berücksichtigt. Das italienische System berücksichtigt Gesamtfett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz. D.4 Erfolgt die Bewertung anhand von wissenschaftlich fundierten Referenz- mengen? Ja, die Bewertung orientiert sich an den in Anhang XIII der LMIV genannten harmonisierten Referenzmengen (siehe Anhang). E   Ist das NWK-Modell interpretativ? Nein, das NWK-Modell beinhaltet weder aggregierte Informationen noch Bewer- tungen zum Gesundheitswert, die Energie- und Nährstoffgehalte sind neutral an- gegeben. F   Richtet sich das NWK-Modell an die Breite der Bevölkerung? Nein. Trotz des Stilmittels des „Batterieladezustandes“ richtet sich das NWK- Modell nicht an die Allgemeinbevölkerung, da die Interpretation der Daten ein entsprechendes Ernährungswissen bei den VerbraucherInnen voraussetzt. Das NWK-Modell ist durch die detaillierten Angaben zum Energiegehalt und zum Gehalt an Gesamtfett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz nutzbar für spezi- fische Verbrauchergruppen, die hierauf achten müssen bzw. wollen. Eine ge- samtgesundheitliche Bewertung des Produktes für die VerbraucherInnen nimmt das NWK-Modell nicht vor. G   Informationen für VerbraucherInnen und ExpertInnen G.1 Sind die Bewertungen (z. B. Kriterien und Berechnungswege) des NWK- Modells für ExpertInnen/ interessierte VerbraucherInnen frei zugänglich? Nicht bekannt. G.2 Gibt es Informationsmaterial für VerbraucherInnen? Nicht bekannt. H   Verbraucherfreundlichkeit H.1 Wird das NWK-Modell leicht durch VerbraucherInnen wahrgenommen? Nicht bekannt. 19
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H.2   Ist das NWK-Modell für die VerbraucherInnen eindeutig und leicht verständ- lich? Nicht bekannt. I     Einfluss des NWK-Modells I.1   Hat das NWK-Modell Einfluss auf die Produkt-Auswahl? Nicht bekannt. I.2   Hat das NWK-Modell Einfluss auf die Nährstoffzufuhr/den Ernährungssta- tus/den Gesundheitsstatus? Nicht bekannt. I.3   Hat das NWK-Modell einen Einfluss auf die Produktzusammensetzung? Nicht bekannt. Zu Artikel 35 LMIV: Erfüllt die NWK die Anforderungen des Artikels 35 Absatz 1? a) sie beruht auf fundierten und wissenschaftlich haltbaren Erkenntnissen der Verbraucherforschung und ist für VerbraucherInnen nicht irreführend im Sin- ne des Artikels 7 Inwieweit das NWK-Modell nicht irreführend im Sinne des Artikels 7 ist, ist juristisch zu bewerten. Weitergehende Informationen zur Verbraucherforschung finden sich un- ter den Punkten H und I. b) ihre Entwicklung ist das Ergebnis der Konsultation einer Vielzahl von Grup- pen betroffener Akteure Weitergehende Informationen hierzu finden sich unter Punkt A c) sie sollen VerbraucherInnen das Verständnis dafür erleichtern, welchen Bei- trag das Lebensmittel für den Energie- und Nährstoffgehalt einer Ernäh- rungsweise leistet oder welche Bedeutung es für sie hat Die „Initiatoren“ des NWK-Modells haben diesen Anspruch entsprechend formuliert [40]. d) es gibt wissenschaftlich haltbare Nachweise dafür, dass diese Formen der Angabe oder Darstellung von DurchschnittsverbraucherInnen verstanden werden Weitergehende Informationen hierzu finden sich unter Punkt H.2 e) sie basieren, im Falle anderer Formen der Angabe, entweder auf den in An- hang XIII genannten harmonisierten Referenzmengen oder, falls es solche nicht gibt, auf allgemein akzeptierten wissenschaftlichen Empfehlungen in Bezug auf die Zufuhr von Energie und Nährstoffen 20
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Weitergehende Informationen hierzu finden sich unter Punkt D.4 f) sie sind objektiv und nicht diskriminierend juristisch zu bewerten g) ihre Anwendung beeinträchtigt nicht den freien Warenverkehr juristisch zu bewerten 21
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4.1.4    1+4 System des BMELV Das 1+4 System des BMELV (Abb. 4) ist ein Entwurf eines NWK-Modells aus dem Jahr 2010. Das Design dieses NWK-Modells besteht aus Zahlen und ist größtenteils monochrom, lediglich für die Darstellung des Energiegehaltes wird eine weitere, frei wählbare Farbe genutzt. Das NWK-Modell gibt die Gehalte an Energie, Zucker, Fett, gesättigten Fettsäuren und Salz je Portion des Produkts in Relation zur empfohlenen täglichen Aufnahmemenge an und stellt somit eine Erweiterung der Reference Intakes dar. Im 1+4 System des BMELV wird der Energiegehalt pro Portion in einem Kreis- Diagramm farblich visualisiert hervorgehoben. In zwei Varianten kann der Energie- gehalt von den weiteren Nährstoffen getrennt oder gemeinsam abgebildet werden. Abbildung 4: 1+4 System des BMELV [41] Zu den einzelnen Kriterien: A     Ist die Entwicklung des NWK-Modells das Ergebnis der Konsultation ver- schiedener Gruppen betroffener Akteure? Ja, das NWK-Modell wurde initiiert bzw. entwickelt durch     Regierung     Industrie. Eine Zusammenarbeit mit WissenschaftlerInnen und Verbraucher- und Ge- sundheitsorganisationen erfolgte nach Kenntnis des MRI nicht. B     Eignet sich das NWK-Modell zur Kennzeichnung aller vorgefertigten Pro- dukte? Ja, alle vorgefertigten Produkte können gekennzeichnet werden. Produkte, deren Nährwert zu vernachlässigen ist oder bei welchen ohnehin keine Kennzeich- nungspflicht besteht (z. B. Mineralwasser, Nahrungsergänzungsmittel, diätetische Lebensmittel), sind von der Kennzeichnung ausgenommen. C     Differenzierbarkeit und Vergleichbarkeit C.1   Handelt es sich um ein Stufenmodell? Nein, es handelt sich weder um ein Stufen- noch um ein Schwellenwertmodell. 22
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C.2 Ist die Vergleichbarkeit der Produkte innerhalb derselben Produktgruppen gegeben? Bedingt. Das NWK-Modell basiert nicht auf harmonisierten Portionsgrößen. Im Falle harmonisierter Portionsgrößen sind die Portionsgrößen innerhalb einer Pro- duktgruppe gleich. Die Angaben für jeden Nährstoff sind daher nur bei gleicher Portionsgröße der Produkte direkt vergleichbar. D   Bezugsgröße D.1 Verwendet das NWK-Modell als Bezugsgröße 100 g bzw. 100 ml? Nein, das NWK-Modell bezieht sich auf Portionsgrößen. D.2 Werden mehrere Nährstoffe zusammenfassend bewertet? Nein, das NWK-Modell bewertet jeden Nährstoff einzeln und unabhängig von den anderen Nährstoffen des Produkts. D.3 Werden günstige und ungünstige Inhaltsstoffe berücksichtigt? Nein, es werden keine günstigen Inhaltsstoffe berücksichtigt. Das NWK-Modell bewertet Gesamtfett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz im Produkt. D.4 Erfolgt die Bewertung anhand von wissenschaftlich fundierten Referenz- mengen? Ja, die Bewertung orientiert sich an den in Anhang XIII der LMIV genannten harmonisierten Referenzmengen (siehe Anhang). E   Ist das NWK-Modell interpretativ? Nein, es beinhaltet weder aggregierte Informationen noch Bewertungen zum Ge- sundheitswert. F   Richtet sich das NWK-Modell an die Breite der Bevölkerung? Nein. Das NWK-Modell richtet sich nicht an die Allgemeinbevölkerung, da die In- terpretation der Daten bei den VerbraucherInnen ein entsprechendes Ernäh- rungswissen voraussetzt. Das NWK-Modell ist durch die detaillierten Angaben zum Energiegehalt und zum Gehalt an Zucker, Fett, gesättigten Fettsäuren und Salz nutzbar für spezifische Verbrauchergruppen, die hierauf achten müssen bzw. wollen. Eine gesamtge- sundheitliche Bewertung des Produktes für die VerbraucherInnen nimmt das NWK-Modell nicht vor. G   Informationen für VerbraucherInnen und ExpertInnen G.1 Sind die Bewertungen (z. B. Kriterien und Berechnungswege) des NWK- Modells für ExpertInnen/interessierte VerbraucherInnen frei zugänglich? Ja, es erfolgte eine Übernahme der GDA-Referenzwerte, die im Internet öffent- lich zugänglich sind, z. B. unter https://de.wikipedia.org/wiki/Guideline_Daily_Amount. 23
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G.2 Gibt es Informationsmaterial für VerbraucherInnen? Nein. Das NWK-Modell sollte 2010 eingeführt werden, was jedoch nicht umge- setzt wurde. Ob es Informationen für VerbraucherInnen gab, kann nachträglich nicht mehr recherchiert werden. H     Verbraucherfreundlichkeit H.1   Wird das NWK-Modell leicht durch VerbraucherInnen wahrgenommen? Nicht bekannt. H.2   Ist das NWK-Modell für die VerbraucherInnen eindeutig und leicht verständ- lich? Nicht bekannt. Eine Studie im Auftrag des BMELV untersuchte das Verständnis des 1+4- Modells, jedoch wurde den Befragten nicht das monochrome NWK-Modell, son- dern eine Kombination aus 1+4-Modell und Ampelfarben vorgelegt. 82 % der Be- fragten fanden das NWK-Modell informativ und verständlich, 81 % übersichtlich. 55 % gaben an, dass eine farbliche Gestaltung ihr Einkaufsverhalten beeinflus- sen würde [42]. Aus Sicht des MRI können die Ergebnisse dieser Studie nicht auf das monochrome Original-NWK-Modell übertragen werden. So zeigten sich in ei- ner anderen Studie beim Vergleich eines monochromen GDA-Modells mit einem ampelfarbigen GDA-Modell, dass die Befragten größere Schwierigkeiten hatten, die entsprechenden Nährwertinformationen zu finden, wenn das monochrome NWK-Modell vorgelegt wurde [23]. I     Einfluss des NWK-Modells I.1   Hat das NWK-Modell Einfluss auf die Produkt-Auswahl? Nicht bekannt. I.2   Hat das NWK-Modell Einfluss auf die Nährstoffzufuhr/den Ernährungssta- tus/den Gesundheitsstatus? Nicht bekannt. I.3   Hat das NWK-Modell einen Einfluss auf die Produktzusammensetzung? Nicht bekannt. Zu Artikel 35 LMIV: Erfüllt die NWK die Anforderungen des Artikels 35 Absatz 1? sie beruht auf fundierten und wissenschaftlich haltbaren Erkenntnissen der Verbraucherforschung und ist für VerbraucherInnen nicht irreführend im Sin- ne des Artikels 7 a) Inwieweit das NWK-Modell nicht irreführend im Sinne des Artikels 7 ist, ist juristisch zu bewerten. Weitergehende Informationen zur Verbraucherforschung finden sich un- ter den Punkten H und I. 24
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b) ihre Entwicklung ist das Ergebnis der Konsultation einer Vielzahl von Grup- pen betroffener Akteure Weitergehende Informationen hierzu finden sich unter Punkt A c) sie sollen VerbraucherInnen das Verständnis dafür erleichtern, welchen Bei- trag das Lebensmittel für den Energie- und Nährstoffgehalt einer Ernäh- rungsweise leistet oder welche Bedeutung es für sie hat Dieser Anspruch wurde in einer Veröffentlichung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Jahr 2010 so formuliert [41]. Weitergehende Informationen hierzu finden sich unter Punkt H d) es gibt wissenschaftlich haltbare Nachweise dafür, dass diese Formen der Angabe oder Darstellung von DurchschnittsverbraucherInnen verstanden werden Weitergehende Informationen hierzu finden sich unter Punkt H.2 e) sie basieren, im Falle anderer Formen der Angabe, entweder auf den in An- hang XIII genannten harmonisierten Referenzmengen oder, falls es solche nicht gibt, auf allgemein akzeptierten wissenschaftlichen Empfehlungen in Bezug auf die Zufuhr von Energie und Nährstoffen Weitergehende Informationen hierzu finden sich unter Punkt D.4 f) sie sind objektiv und nicht diskriminierend juristisch zu bewerten g) ihre Anwendung beeinträchtigt nicht den freien Warenverkehr juristisch zu bewerten 25
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4.2 Modellgruppe „Positivkennzeichnungen“ 4.2.1    Keyhole® Das Keyhole® (Abb. 5) ist ein NWK-Modell, welches 1989 von der schwedischen Le- bensmittelbehörde „Livsmedelsverket“ entwickelt wurde und mittlerweile in mehreren nordeuropäischen Ländern (u. a. Norwegen, Dänemark, Schweden und Island) genutzt wird. Das NWK-Modell stellt graphisch ein Schlüsselloch auf grünem Grund dar. In Ausnahmefällen kann es auch auf schwarzem Grund dargestellt werden. Es ist mono- chrom und enthält keine Zahlen oder Fakten. Abbildung 5: Keyhole® [43] Zu den einzelnen Kriterien: A Ist die Entwicklung des NWK-Modells das Ergebnis der Konsultation einer Vielzahl von Gruppen betroffener Akteure? Ja, das NWK-Modell wurde initiiert bzw. entwickelt durch Vertreter aus    Regierung und Gesundheitsbehörden    Industrie    Wissenschaft. B     Eignet sich das NWK-Modell zur Kennzeichnung aller vorgefertigten Pro- dukte? Nein, das NWK-Modell kennzeichnet gezielt diejenigen Produkte, die innerhalb einer Produktgruppe als günstig bewertet wurden („best in class“). Somit eignet sich das NWK-Modell nur zur Kennzeichnung ausgewählter vorgefertigter Pro- dukte. Weiterhin können ausgewählte nicht-vorgefertigte Produkte aus den Pro- duktgruppen Fisch, Meeresfrüchte, Obst, nicht prozessiertes Gemüse und Kartof- feln, Brot, Käse und nicht prozessiertes Fleisch gekennzeichnet werden. Generell von der Kennzeichnung ausgeschlossen sind Produkte, welche Süßstoffe, Le- bensmittelzutaten mit Süßungseigenschaften, Phytosterole, Phytosterolester, Phytostanole oder Phytostanolester enthalten oder als neuartiges Lebensmittel (sog. „Novel Food“) zugelassen sind [44]. 26
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C   Differenzierbarkeit und Vergleichbarkeit C.1 Handelt es sich um ein Stufenmodell? Nein, es handelt sich um ein Schwellenwertmodell mit spezifischen Schwellen- werten je Produktgruppe. C.2 Ist die Vergleichbarkeit der Produkte innerhalb derselben Produktgruppen gegeben? Bedingt. Ein Vergleich von Produkten mit und ohne Kennzeichnung ist möglich, ein differenzierter Vergleich beispielsweise zweier gekennzeichneter Produkte oder zweier nicht gekennzeichneter Produkte ist mit diesem NWK-Modell nicht möglich. Da es sich um eine freiwillige Kennzeichnung handelt, können Verbrau- cherInnen darüber hinaus nicht unterscheiden, ob ein Produkt ohne Kennzeich- nung die Anforderungen nicht erfüllt oder der Hersteller dieses Produktes nicht an der Kennzeichnung teilnimmt. D   Bezugsgröße D.1 Verwendet das NWK-Modell als Bezugsgröße 100 g bzw. 100 ml? Ja, die zur Bewertung angesetzten Schwellenwerte des NWK-Modells beziehen sich alle auf 100 g bzw. 100 ml. D.2 Werden mehrere Nährstoffe zusammenfassend bewertet? Ja, das NWK-Modell nimmt eine zusammenfassende Bewertung vor. D.3 Werden günstige und ungünstige Inhaltsstoffe berücksichtigt? Ja, das NWK-Modell berücksichtigt je nach Produktgruppe Gesamtfett, gesättigte Fettsäuren, Salz, Zucker und Ballaststoffe. D.4 Erfolgt die Bewertung anhand von wissenschaftlich fundierten Referenz- mengen? Ja, die Bewertung erfolgt auf Basis der „Nordic Nutrition Recommendations“ [44]. E   Ist das NWK-Modell interpretativ? Ja, es beinhaltet aggregierte Informationen und Bewertungen zum Gesundheits- wert. F   Richtet sich das NWK-Modell an die Breite der Bevölkerung? Ja, das NWK-Modell setzt kein tiefergehendes Ernährungswissen voraus und richtet sich an die Allgemeinbevölkerung, die ernährungsbedingten Erkrankungen und Übergewicht vorbeugen möchte. Das NWK-Modell ist nicht für spezifische Verbrauchergruppen geeignet, die auf den Energiegehalt oder einzelne Nährwer- te wie Fett, Zucker oder Salz achten müssen bzw. wollen, da es hierzu keine In- formationen enthält. 27
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