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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Alle Akten und Kommunikation betreffend Deutsche Bahn in Bezug auf Fernverbindung von und nach Trier“
e- den Regionalexpressverbindungen auf der Schiene ein Mindestangebot im Fernver- kehr sicher zu stellen. Die von der Betriebsgruppe Eisenbahnen vorgetragenen Argumente, insbesondere hinsichtlich der grundgesetzlichen Verantwortung des Bundes für die Angebote seiner Bahnen, werden von mir geteilt. Ebenso wird die Auffassung geteilt, dass die DBAG- durch die Änderung der Finanzierungsregeln für die Vorplanung von Maßnahmen in die Lage versetzt werden sollte, jedenfalls die vorhandenen Mittel für die Infrastruktur- maßnahmen zu verbauen. Auf die Initiative der VMK konnte hier erreicht werden, dass der Bund die Vorfinanzierungsmöglichkeiten etwas verbessert hat, allerdings nicht ausreichend, um das Problem zu lösen. Die von der Betriebsgruppe geforderte Initiative im Bundesrat gab es - auch auf Betreiben des Landes - mit dem Fernverkehrs-Sicherstellungsgesetz, das im Bundes- rat verabschiedet, aber von der Bundesregierung nicht aufgegriffen wurde. Es muss realistischerweise davon ausgegangen werden, dass auch die neue Bundesregierung . (Aussagen finden sich in der Koalitionsvereinbarung nicht) einen neuen Vorstoß wohl ebenfalls aus Haushaltsgründen nicht aufgreifen wird. Auch angesichts der neuen Konstellation der Bundesregierung dürften die Erfolgs- perspektiven einer Beratung in der GKVS und in der VMK sehr gering sein. Was die Forderungen nach Einrichtung von Fonds anlangt, ist das gerade Gegenstand der Beschlüsse der VMK gewesen. Mit freundlichen Grüßen (a Roger Lewentz 2/3
SE Karl-Heinz Zimmermann Ach ui 4 „Je Ü . kur ce. - ost N ha jayggbuchist SE Sr a CH Ahr Od. Toly An | Roger Lewentz Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur Schillerplatz 3-5 Mainz 55116 Frankfurt/Main, den ıv.._. Ba mh: A LK, u; Nachr. Sören Bartol ; Stellvertretender Fraktionsvorsitzender SPD Bundestagsfraktion A. A. . a seehrzr Herr Minister, auf unsere am 03. Dezember 2013 beschlossene Resolution erhielten wir heute die angefügten Stellungnahmen vi vom | Verkehrsministerium i in Bonn und die Antwort DB Fernverkehr AG. . Die Länder lassen sich immer mehr dazu hinreißen( siehe Schreiben DB Fernverkehr), die durch die Rückzugsstrategie der DB Fernverkehr aufgerissenen bzw. aufreißenden Wunden notdürftig zu verbinden und dafür die Fläche weiterim SPNV ausbluten zu lassen, indem bisherige (und auch weiterhin eigentlich klassische - siehe 8 2 Absatz 5 AEG) .eigenwirtschaftlich zu erbringende‘ Fernverkehre nun als Nahverkehrsleistungen vertraglich gebunden und mit Regionalisierungsmittel finanziert werden, die dann für den Weiterbetrieb'im Netz . des SPNV fehlen — mit allen Auswirkungen für die Menschen vor Ort, für das öffentliche Mobilitätssystem, für die Umwelt und nicht zuletzt die Jobs unserer Kolleginnen. Vielleicht können wir ein Umdenken bei der jetzigen Bundesreglerung und den. Koalitionspartnern erzielen oo Ein besonderer Schwerpunkt der weiteren Arbeit ist die Gewährleistung des in Art. 87 e Absatz 4 GG verankerten Auftrags des Staates zur Daseinsvorsorge : „Der Bund gewährleistet, dass dem Wohl der Allgemeinheit, insbesondere den Verkehrsbedürfnissen, beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes der Eisenbahnen des Bundes sowie bei deren Verkehrsangeboten auf diesem Schienennetz, soweit diese nicht den Schienenpersonennahverkehr betreffen; Rechnung getragen wird.“ Der Verfassungsgeber hat erkannt, dass ein leistungsfähiges Schienenverkehrs- System Voraussetzung sowohl für eine gute wirtschaftliche Entwicklung als auch der Vorsitzender des Zentralen Betriebsgruppenausschusses Eisenbahn in der SPD Weilburgerstraße 24 , 60326 Frankfurt/Main , Tel. +697536342 , Fax #697536451 ‚e-mail: karl-heinz.zimmermann@e&vg-online.org
gesellschaftliche Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger ist. Die Sicherung von Mobilität durch eine angemessene Verkehrsinfrastruktur einschließlich eines bedarfsgerechten Verkehrsangebots gehören mithin zu den wesentlichen Elementen dieses Daseinsvorsorgeauftrags. Den in den letzten Jahren zu verzeichnende stetige Abbau von Fernverkehrsverbindungen im Schienenpersonenverkehr und das damit verbundene Abhängen ganzer Regionen und Mittelzentren von den Hochgeschwindigkeitsnetzen und Metropolen gilt es umzukehren. Hier stehen neben dem Bund faktisch die Eisenbahninfrastrukturunternehmen und vor allem auch die. Eisenbahnverkehrsüunternehmen, die Fernverkehr betreiben in der Pflicht und Verantwortung; insbesondere die Deutsche Bahn AG und ihre Tochtergesellschaften DB Netz AG und DB Fernverkehrs AG. - Hierzu haben wir im Dezember 2013 mit der „Resolution Fernverkehr - Region Lux- Trier-Rhein-Main-Ruhr“ eine breite politische Kampagne gestartet, die dem Thema ' die notwendige Aufmerksamkeit in der verkehrspolitischen Diskussion verschafft. Der Koalitionsvertrag enthält zudem im Punkt 1.3 „In Deutschlands Zukunft investieren: Infrastruktur“ die maßgeblichen Zielstellungen, einschließlich der Schaffung eines Deutschlandtaktes. Dies bedarf einer ausreichenden und nachhaltigen Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur, einschließlich des Abrufs und des Verbauens vorhandener Mittel, insbesondere der europäischen TEN-Mittel. Hier fordern wir die Eisenbahninfrastrukturunternehmen auf, die dafür notwendigen personellen Ressourcen aufzubauen und dauerhaft vorzuhalten. Es ist ein schier unerträglicher Zustand, dass Jahr für Jahr Infrastrukturmittel i im erheblichen Maße nicht verbaut werden (können). In diesem Zusammenhang werden wir uns für eine Änderung des zugrundeliegenden Verfahrens (Vorplanung) einsetzen, damit die bereitgestellten Mittel dauerhaft zur Verfügung stehen und konsequent für den Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur der Eisenbahnen verwendet werden. Ein möglicher Weg dazu ist die Einrichtung eines entsprechenden Infrastrukturfonds. Die Beseitigung des vorhandenen, enormen Investitionstaus, insbesondere beim Thema Brücken und Lärmschutz, die Beseitigung von Flaschenhälsen und die Erstellung von Ausweich- und Entlastungsstrecken stehen im Fokus der Zukunft. Wir bitten die Landesregierung von Rheinland-Pfalz unsere Vorstellungen bei der Bundesregierung und den Koalitionspartnern durch entsprechende Initiativen durch den Bundesrat zu unterstützen. Mit freundlichen Grüßen
SANT Bundesministerium für Verkehr, Bau. und Stadtentwicklung Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung + Postfach 20 01.00, 53170 Bonn HAUSANSCHRIFT . Robert-Schuman-Platz 1 Vorsitzender 53175 Bonn .des Zentralen Betriebsgruppenausschusses . Eisenbahn in der SPD . eifach 2001 00 Herin Karl-Heinz Zimmermann 53170 Bonn Weilburgerstraße 24 60326 Frankfurt/Main TEL +49 (0)228 99-300-4151 FAX +49 (0)228 99-300-4099 Ref-LA15@bmvbs.bund.de. www.bmvbs.de Betreff: Fernverkehr Region Lux-Trier-Rhein-Main-Ruhr Bezug: Ihr Schreiben vom 04.12.2013 Aktenzeichen: LA 15/5163.3/2 / 2126366 Datum: Bonn, 17.12.2013 Seite 1 von 2 Sehr geehrter Herr Zimmermann, für Ihr Schreiben, in dem Sie den Koalitionsvertrag und die Fernver- kehrsverbindung Luxemburg — Trier - Köln - Norddeutschland. an- . sprechen, danke ich Ihnen auch i im Namen des bisherigen Bundes- ministers Dr. Ramsauer MdB. Er hat mich noch zu seiner Amtszeit beauftragt, Ihnen zu antworten. Das Ziel des Deutschland- Taktes ist es, die bestehenden Taktsysteme des Schienenpersonenfernverkehrs (SPFV) und des Schienenperso- nennahverkehrs (SPNV) besser aufeinander abzustimmen, um Um- steigezeiten in den Knotenbahnhöfen zu verringern. Hierzu werden derzeit i in einem Forschungsvorhaben u. a. betrieblich- technische Maßnahmen geprüft. Ausgangspunkt der Untersuchung hinsichtlich der Infrastruktur und das unterstellte Verkehrsangebot sind der Be- zugsfall BO der Bedarfsplanüber prüfung! sowie einzelne Bauvorha- ben, die abweichend hiervon in der Realisierung sind. Die aktuelle Gestaltung des Angebots hat daher keinen Einfluss auf die Unter Su- chung. Die RE-Züge auf der Moselstrecke zwischen Koblenz und Trier wei- sen trotz, zusätzlicher Halte eine um einige Minuten geringere Fahrzeit auf als die IC-Züge. Zudem sind sie - im Vergleich der Resgeltarife — preislich günstiger. Daher ist die Aussage der DB AG nachvollzieh- bar, dass bei Einführung des Rheinland-Pfalz-Takts 2015 mit stünd- [ ! Schlussbericht zu der Bedarfsplanüberprüfung veröffentlicht unter hitp://Awww.bmybs.de/cae/ser Ylet/eontentblob/59400/publicationile/31 198/schlussbericht- schienen-de.pdf Ce ” gi i . Zertifikat seit zoog audit berufundfamilie ZUSTELL- UND LIEFERANSCHRIFT: Heinrich-von-Stephan-Straße VERKEHRSANBINDUNG: Bus: 631, 637, 638, Bahn: 66, Haltestelle: Robert-Schuman-Platz
r ax und Stadtentwicklung Bundesministerium für Verkehr, Bau Seite 2von2 lich verkehrenden, durchgehenden RE-Zügen zwischen Koblenz und Luxemburg bzw. Saarbrücken (Flügelung in Trier) ein paralleles SPFV-Angebot wirtschaftlich nicht darstellbar ist. Die Gestaltung des Fernverkehrsangebots der DB AG auf dem Schie- nennetz ist eine unternehmerische Aufgabe. Der Gewährleistungsauf- trag des Bundes nach Artikel 87'e Absatz 4 GG erstreckt sich auf die - Infrastruktur und ein dem Wohl der Allgemeinheit dienendes Ver- kehrsangebot (ausgenommen Schienenpersonennahverkehr) der Ei- senbahncn des Bundes. Der Bund nimmt diese Verantwortung grund- sätzlich für beide Bereiche wahr, indem er - entsprechend dem Ver- kehrsbedarf und im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushalts- mittel - Investitionen in die Schieneniwege der Eisenbahnen des Bun- des finanziert. Eine Bestandsgarantie für einzelne Verkehrsangebote besteht nicht. Auch würde die staatliche Festlegung eines bestimmten Verkehrsan- gebotes die Verhältnisse umkehren, die mit der Bahnreform 1993 ge- schaffen werden sollten: Vorrang der Eigenwirtschaftlichkeit des Schienenpersonenfernverkehrs. Jedoch hat der Bund für die Verkehrs- bedürfnisse insgesamt eine Grundversorgung auch durch den Schie- nenverkehr in der Weise zu gewährleisten, dass die Eisenbahnen des Bundes im Zusammenwirken der Verkehrsträger einen angemessenen Beitrag zur Erfüllung der Verkehrsbedürfnisse (mit Ausnahme des SPNV) leisten,, u Ob das SPFV-Angebot dem Wohl der Allgemeinheit, insbesondere den Verkehrsbedürfnissen, entspricht, kann nur im konkreten Einzel- fall nach gründlicher Analyse bewertet werden. Dabei kommt cs nicht darauf an, möglichst viele Zugkilometer zu fahren, sondern möglichst viele Fahrgäste dann zu befördern, wenn diese das Angebot nachfra- gen. Dies bedeutet für das Angebot im SPFV, dass das Wohl der All- gemeinheit, insbesondere die Verkehrsbedürfnisse, nicht tangiert wird, wenn die Nachfrage nach dem Verkehrsmittel Schiene so gering ist, dass das Verkehrsbedürfnis vertretbar anderweitig befriedigt werden kann. In die Beurteilung der Vertretbarkeit sind auch der Umfang der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel und die Verpflichtung, mit diesen Mitteln wirtschaftlich umzugehen, einzubeziehen, Ich gehe davon aus, dass Sie die Resolution auch an die DB AG ge- sandt haben, und möchte auf deren Antwort zu den Hintergründen der Angebotsgestaltung verweisen. . Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag H.D. Müller Sr Zertifikat selt 2009 audit berufundfamilie
. Berthold Huber Vorsitzender des Vorstands DB Fernverkehr AG DB Fernverkehr AG » Stephensonstraße 1 » 60326 Frankfurt am Main \ Herr Karl-Heinz Zimmermann Vorsitzender des Zentralen Betriebsgruppenausschusses Eisenbahn in der SPD Weilburgerstraße 24 60326 Frankfurt/Main 19. Dezember 2013 Sehr geehrter Herr Zimmermann, vielen Dank für die Zusendung der Resolution „Fernverkehr - Region Lux-Trier-Rhein-Main- Ruhr“, die. ich mit Interesse gelesen habe. Herr Dr. Grube hat mich gebeten, Ihnen auch in seinem Namen zu ı antworten. In Ihrem Papier fordern Sie die Aufrechterhaltung und Verbesserung der Infrastruktur, mög- lichst viel. Verkehr zu bezahlbaren Preisen auf die Schiene zu bringen sowie die Bedürfnisse der Bahnkunden bestmöglich zu erfüllen. Ich kann Ihnen versichern, dass die Deutsche Bahn. diese Ziele teilt. Ebenso wie das BMVBS setzen wir uns für eine bessere Mittelausstattung der Schieneninfrastruktur ein: Dies ist eine unverzichtbare Voraussetzung dafür, um auch künftig ‘mehr Verkehr auf die Schiene zu holen. "Im Schienenpersonenfernverkehr haben die Fahrgastzahlen und die Verkehrsleistung in den letzten Jahren deutlich zugelegt. So ist..die Verkehrsleistung im Fernverkehr in den letzten .. zehn Jahren insgesamt um deutschlandweit ca. 2,5% pro Jahr gewachsen und somit in einem “ vergleichbaren Ausmaß wie im Nahverkehr. Dieses Wachstum streut im dichten Verkehrsnetz - der DB Fernverkehr AG allerdings stark. Während auf den Hauptachsen, so zum Beispiel von Hamburg nach Stuttgart/Basel/München/Rhein-Ruhr oder von und nach Berlin, deutliche ‚Nachfragezuwächse zu verzeichnen sind, stagniert in den Randbereichen des Fernverkehrs- _ netzes die Nachfrage auf niedrigem Niveau und ist auf manchen Achsen gar rückläufig. Die DB Fernverkehr AG ist ein Netzanbieter und wird in Deutschland auch weiterhin ein dich- tes Fernverkehrsnetz anbieten und dieses kundenorientiert weiter entwickeln. Zum Fahrplan- wechsel am 15. Dezember 2013 werden beispielsweise mehr Verbindungen und mehr Halte im Fernverkehr angeboten als im vorherigen Fahrplanjahr. DB Fernverkehr AG “ berthold.huber@deutschebahn.com Stephensonstraße 1 www.deutschebahn.com 60326 Frankfurt am Main -
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Es gibt allerdings auch Fälle, in denen eine Angebotseinschränkung unvermeidlich ist, weil die
Nachfrage nicht ausreicht, einen wirtschaftlichen Betrieb sicherzustellen. So wurden auch die
Fernverkehrszüge’auf der Mosel in den vergangeneni Jahren deutlich zu schwach in "Anspruch
genommen und erwirtschafteten damit ein jährliches Defizit im 'höheren einstelligen Millionen-
‚ bereich. Und dies, obwohl diese Züge die Tourismus- und Universitätsstadt Trier an die Rhein-
Ruhr-Region, den größten Ballıngsraum Deutschlands, umsteigefrei angebunden haben.
Wesentliche Ursache hierfür war die stündlich versetzte und gleich schnelle Regionalexpress-
Verbindung, ‚die durch den Bestellerentgelt ünterstützten und damit günstigeren Nahverkehfe-
tar von den Kunden als attraktiver empfunden wurde.
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Trotz ‚der bereits angespännten Nachfragesituation auf der Moselstrecke hat das Land mit
‘dem. „Rheinland-PfalZ-Takt 2015“ nun mittelfristig eine deutliche Ausweitung des Nahver-
kehrsangebotes .auf. einen 1-Stunden-Takt beschlossen. Die schnellen ‚Regionalexpresszüge
werden dann stündlich und umsteigefrei zwischen Luxemburg, Trier und Koblenz sowie mit
-. Anschluss an den Fernverkehr. weiter in Richtung Rhein/Ruhr verkehren. Auf diese Weise wird
ein an regionalen Bedürfnissen ausgerichtetes, in diesem Sinne verkehrlich gutes und für den
Kunden preisgünstiges Konzept geschaffen, welches - z.B. in Richtig Rhein/Ruhr = einen ge- :
meinsamen Takt mit.dem Fernverkehr bildet und damit auch die dem Deutschlandtakt zugrun-
.deliegenden Gedanken wahrt. Parallel und damit im Wettbewerb zu diesem ab 2015 neu ge-
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schaffenen Taktsystems besteht für die DB Fernverkehr AG keine Perspektive, auf der Mosel-
strecke ein verkehrlich sinnvolles und wirtschaftlich tragfähiges Fernverkehrsangebot anzuble-
ten. Die Verdopplung des Nahverkehrsangehols verdrängt den Fernverkehr. .
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Mit der‘ Liberalisierung des ‚Fernbusmaiktes . können zudem Fernbusse konkurrenzfähige
Reisezeiten zu sehr gühstigen Reisepreisen' anbieten. Ersten Erhebungen zufolge kommen
bereits heute knapp 30% der Fernbuskunden aus dem Netz der DB Fernverkehr AG, mit den
entsprechenden: wirtschaftlichen Implikationen. Die Änderung der verkehrspolitischen Leit- ‘.
planken akzeptieren wir. Allerdings kann DB. Fernverkehr nicht umhin, die veränderten
Rahmenbedingungen sowie das damit einhergehende wirtschaftliche Risiko in ihre Überle-:
gungen zur ' zukünftigen Netzgestaltung mit einzubeziehen.
Die, DB- Fernverkehr AG hat durchaus versucht, Teil des‘ Rheinland- Bfalz- Taktes zu "werden,
um auf diese Weise den von Ihnen kritisieiten Rückzug auf der. Mosel zu vermeiden. So wurde
in intensiven Gesprächen mit dem - Land/Aufgabenträger ‚als Alternative eine’ fahrplanseitige
. und tarifliche. Integration der Fernverkehrsleistungen in den neuen RE- Takt angeboten.. Auf
diese Weise wäre ein gemeinsames: Taktsystem von Nah: und Fernverkehr geschaffen.
‚worden, welches sowohl alle Vorteile des jetzt bestellten stündlichen Nahverkehrsangebots,
aber züsätzlich auch weiterhin den Erhalt der direkten’ Fernverkehrsanbindung mit attraktiven .-
Zielen und neuen. ‚modernen. Fahrzeugen ermöglicht hätte. Ähnliche Integrationskonzepte -
kofinten bereits ih den Bundesländern Baden- -Württemberg, und Niedersach: _
seh/Bremen erfolgreich vereinbart werden, mit deutlichen Vorteilen tür alle Beteiligten. So
können Bahnreisende seitdem 15. Dezember 2013 auf der ‚Strecke zwischen Emden. und
"Bremen ICH -Züge mit Nahverkehrstickets nützen. Gleichzeitig erhöht die DB die Anzahl der IC-
Verbindungen, so dass mit. der zweistündlich verkehrenden Regionalexpress-Linie von Bre-
men nach Emden‘ ein. ‚äurchgehender, Stundentakt an die ‚Nordsee besteht.
3/3 Leider hat das Land Rheinland-Pfalz unser Angebot eines Integrationskonzeptes mit Erhalt‘ der direkten Fernverkehrsanbindung für die Mosel’ abgelehnt und stattdessen die Nahver- .kehrsausweitung beschlossen. Die DB hat frühzeitig und immer wieder darauf hingewiesen, dass mit der Ausweitung des RE-Angebots auf einen Stundentakt der ohnehin geringe ver- kehrliche Nutzen eines parallelen Fernverkehrsangebots nicht mehr gegeben und ein Einstel- len der verbleibenden zwei IC-Verbindungen damit unausweichlich sei. Die Entscheidung, die Nahverkehrsausweitung dennoch der Integrationslösung vorzuziehen, lag beim Land, das für die Nahverkehrsausgestaltung verantwortlich ist. “Wir können dies im Ergebnis lediglich mit Bedauern zur Kenntnis nehmen. Unsere Bereitschaft, erneute Gespräche zur Integrationslö- sung aufzunehmen, haben wir mehrfach signalisiert. Sehr geehrter Herr Zimmermann, ich respektiere den von Ihnen gezeigten Einsatz, die Fern- verkehrsanbindung Triers zu erhalten. So ist es mir auch ein Anliegen, Ihnen persönlich auf die übermittelte Resolution zu antworten. Ich hoffe, meine Ausführungen haben Ihnen die Hin- tergründe und auch die Zwänge unseres Handelns deutlich gemacht. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie uns dabei unterstützen würden, dass die beschriebenen Hintergründe und Fakten in der Diskussion um die Bahnanbindung der Region Beachtung fänden. Darüber hinaus möchte . ich für Ihre Unterstützung im Hinblick auf eine insgesamt besser auszustattende Infrastruktur und möglicherweise auch für einen erneuten Anlauf zur Realisierung eines Integrationskon- zepts im Sinne der Kunden werben. Gerne stehen wir in diesem Zusammenhang für ein per- sönliches Gespräch zur Verfügung. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich hierzu vertrauens- voll an Herrn Harmen van Zijderveld, Leiter Angebotsmanagement Fernverkehr, unter harmen., van-ziderveld@deutschebahn.c com wenden würden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine geruhsame Vorweihnachtszeit sowie einen guten Jahresausklanig,. Mit freundlichem Gruß
Rheinland MINISTERIUM DES INNERN, FÜR SPORT UND INFRASTRUKTUR Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz \ DER MINISTER Postfach 3280 [ 55022 Mainz Schillerplatz 3-5 Betriebsgruppe Eisenbahn SPD- Telefon Ders 16-0 Herrn Telefax 06131 16-3720 Karl-Heinz Zimmermann a telle@isim.tp.de Weilburgerstraße 24 60326 Frankfurt/M „7 }- Februar 2014 Mein Aktenzeichen Ihr Schreiben vom Telefon / Fax 375.1 - 4432 10.01.2014 06131 16-2300 Bitte immer angeben! . 06131 16-172300 Schienenfernverkehr c e Sehr geehrter Herr Zimmermann, dal, ken. Mimz, r für Ihr Schreiben vom 10.01.2014 zum Schienenfernverkehr, insbesondere betreffend die Region ‚Luxemburg - Trier danke ich Ihnen. Der Rückzug der DB Reise& Touristik AG im Fernverkehr aus Randregionen Deutsch- lands folgt aus der Tatsache, dass für den SPNV eine Aufgabenträgerschaft mit Mittel- ausstattung festgelegt wurde, für den Fernverkehr jedoch nicht. Insofern kommt der Bund seiner Verantwortung für den SPFV nur teilweise, jedenfalls nach ganz anderen Maßstäben riach, als die Länder für den SPNV,. An den Schnittstellen passt es daher \ nicht zusammen. Die Länder haben versucht, dieses Missverhältnis durch die Vorlage eines Fernver- kehrssicherstellungsgesetzes im Zusammenhang mit den Privatisierungsvorschlägen des Bundes für die DB AG auszugleichen. Derzeit ist offen, ob der Gesetzentwurf nochmals aufgegriffen werden wird. Dies gilt gerade auch vor dem Hintergrund der Liberalisierung des Busfernverkehrs, der grundsätzlich geeignet sein könnte, neben re 12 un h LEBENDIG, SICHER BÜRGERNAH.
RheinlandDfalz : MINISTERIUM ' DES INNERN, FÜR SPORT UND INFRASTRUKTUR den Regionalexpressverbindungen auf der Schiene ein Mindestangebot im Fernver- kehr sicher zu stellen. Die von der Betriebsgruppe Eisenbahnen vorgetragenen Argumente, insbesondere hinsichtlich der grundgesetzlichen Verantwortung des Bundes für die Angebote seiner Bahnen, werden von mir geteilt. Ebenso wird die Auffassung geteilt, dass die DB AG durch die Änderung der Finanzierungsregeln für die Vorplanung von Maßnahmen in die Lage versetzt werden sollte, jedenfalls die vorhandenen Mittel für die Infrastruktur- maßnahmen zu verbauen. Auf die Initiative der VMK konnte hier erreicht werden, dass der Bund die Vorfinanzierungsmöglichkeiten etwas verbessert hat, allerdings nicht ausreichend, um das Problem zu lösen. Die von der Betriebsgruppe geforderte Initiative im Bundesrat gab es - auch auf | Betreiben des Landes - mit dem Fernverkehrs-Sicherstellungsgesetz, das im Bundes- rat verabschiedet, aber von der Bundesregierung nicht aufgegriffen wurde. Es muss realistischerweise davon ausgegangen werden, dass auch die neue Bundesregierung (Aussagen finden sich in der Koalitionsvereinbarung nicht) einen neuen Vorstoß wohl ebenfalls aus Haushaltsgründen nicht aufgreifen wird. Auch angesichts der neuen Konstellation der Bundesregierung dürften die Erfolgs- perspektiven einer Beratung in der GKVS und in der VMK sehr gering sein. Was die ® Forderungen nach Einrichtung von Fonds anlangt, ist das gerade Gegenstand der Beschlüsse der VMK gewesen. Mit freundlichen Grüßen dl) Roger Lewentz 2/2