Broschre_Klimaschutzkonzept_der_Verwaltung_der_Region_Hannover_2016_BzrE_147

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte

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Hauke Jagau                                                       Prof. Dr. Axel Priebs Regionspräsident                                       Erster Regionsrat, Dezernent für Umwelt, Planung und Bauen Cora Hermenau                                                             Erwin Jordan Regionsrätin, Dezernentin für Öffentliche Gesundheit,         Regionsrat, Dezernent für Sicherheit, IT-Koordination und EU-Angelegenheiten                 Soziale Infrastruktur Ulf-Birger Franz                                                        Andrea Fischer Regionsrat, Dezernent für Wirtschaft,                     Regionsrätin, Dezernentin für Verkehr und Bildung                                   Finanzen und Gebäudewirtschaft
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INHALTSVERZEICHNIS Vorwort...................................................................................................................................................................... 2 1. Präambel.............................................................................................................................................................. 7 2. Vom Klimaschutzrahmenprogramm zum Klimaschutzkonzept................................................................... 8 für die Verwaltung der Region Hannover 3.	Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes für die Verwaltung der Region Hannover.............................10   n Q1 Controlling..................................................................................................................................................12 n Q2 Kommunikation und Vernetzung.............................................................................................................15 n Q3 Bildung für nachhaltige Entwicklung......................................................................................................16 n A Mobilität.......................................................................................................................................................19 n B Regionalplanung und Naherholung...........................................................................................................24 n C Umweltmanagement und Naturschutz.....................................................................................................27 n D Wirtschaftsförderung...................................................................................................................................29 n E Gebäudemanagement................................................................................................................................31 n F Beschaffung..................................................................................................................................................33 n G EDV................................................................................................................................................................34 n H Soziales, Gesundheit und Wohnungswesen.............................................................................................35 4.	Vergleichende Darstellung: Klimaschutzkonzept für die Verwaltung der Region Hannover und Masterplan Stadt und Region | 100 % für den Klimaschutz..................................................................... 37
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5.	Klimaschutzaktivitäten ausgewählter Unternehmen mit Beteiligungen der Region Hannover ....... 40 n Avacon AG....................................................................................................................................................... 43 n Hannoversche Informationstechnologien (HannIT).................................................................................... 44 n hannoverimpuls GmbH.................................................................................................................................. 45   n HRG - Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH & CO. KG............................................................. 47 n Klimaschutzagentur Region Hannover GmbH............................................................................................. 47 n Klinikum Region Hannover GmbH (KRH)..................................................................................................... 49 n KSG Hannover GmbH..................................................................................................................................... 51 n Radio Leinehertz 106.5.................................................................................................................................. 52 n Regiobus Hannover GmbH............................................................................................................................ 52 n Sparkasse Hannover...................................................................................................................................... 53   n Stadtwerke Hannover AG.............................................................................................................................. 54 n üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG................................................................................................... 56 n Erlebnis-Zoo Hannover GmbH....................................................................................................................... 58  Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha)........................................................................... 58 n   Grafiken............................................................................................................................................................. 62 6. Klimaschutzprogramme der regionsangehörigen Städte und Gemeinden ........................................... 72 Leichte Sprache.................................................................................................................................................78 Quellen.............................................................................................................................................................. 80
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1. PRÄAMBEL
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Der Klimawandel ist ein globales Phänomen, das auch und gera-    Erreichbar ist diese Minderungsvorgabe aber nur auf der Basis de für die lokale und regionale Handlungsebene neue Herausfor-   einer partnerschaftlichen Kooperation zwischen Region, Städten derungen bedeutet, aber gleichzeitig große Chancen für die re-   und Gemeinden, weiteren, auch privaten Akteuren und insbe- gionale Entwicklung bietet. Die Region Hannover setzt sich zum   sondere den Konzerntöchtern. Erst die Ausfüllung des von der Ziel, das von der Bundesregierung formulierte Ziel der 40%igen   Region zu setzenden Rahmens durch die Aktionsprogramme der CO2-Reduktion bis zum Jahr 2020 auch in der Region Hannover zu   Städte und Gemeinden schafft die Voraussetzung für effektiven erreichen. Die Region Hannover stellt sich der Verantwortung und Klimaschutz. Und nur die Summe von lokalen Aktionsprogram- leistet mit ihrem Klimaschutzkonzept einen wirksamen Beitrag     men und regional steuerbaren Maßnahmen kann eine CO2-Ein- zum Klimaschutz, zur Ressourcenschonung sowie zu langfristiger   sparung in der angestrebten Höhe bis 2020 ergeben. Versorgungssicherheit und einer nachhaltigen Entwicklung im gesamten Regionsgebiet. (Geltender Beschluss aus dem Klimaschutzrahmenprogramm Das gesetzte Ziel von 40% CO2-Reduktion ist bis zum Jahre 2020   der Region Hannover 2009; redaktionell aktualisiert 2016). nur dann zu erreichen, wenn neben alle Maßnahmen der Ener- gieeffizienzsteigerung und der Energieeinsparung ein verstärkter Ausbau der Erneuerbaren Energien Windkraft, Biomasse, Solar- energie und Geothermie tritt. Die im Materialband I veröffent- lichten Handlungsperspektiven 2020 sollen daher zu einem Kli- maschutzpakt weiterentwickelt werden. Dazu bedarf es einer engen Kooperation aller am Erstellungsprozess Beteiligter. Nach- haltigkeitsgrundsätze haben diesem Ziel zu entsprechen. Für langlebige Wirtschaftsgüter sollen solche Technologien, Ver- fahren und Produkte zum Einsatz kommen, durch die der ange- strebte Zielwert für die CO2-Minderung langfristig überschritten wird. Das Klimaschutzkonzept ist eine Fortführung der erfolgreichen Klimaschutzpolitik der Region Hannover. Die Umsetzung seiner Maßnahmen wird regelmäßig durch Statusberichte dokumen- tiert. Die Maßnahmen sind – auch unter dem Gesichtspunkt der ökonomischen Machbarkeit – kontinuierlich zu konkretisieren und weiter zu entwickeln. Die Umsetzung wird sich dabei auch an den CO2-Vermeidungskosten orientieren. Mit dem Klimaschutzkonzept für die Verwaltung der Region Han- nover hat die Region Hannover – abgestimmt auf die ihr zur Ver- fügung stehenden Handlungsmöglichkeiten – eigene Maßnah- men zur Reduktion der CO2-Emissionen beschlossen. 7
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2. VOM KLIMASCHUTZPROGRAMM ZUM KLIMASCHUTZKONZEPT FÜR DIE VERWALTUNG DER REGION HANNOVER Als wesentliche Schritte in ihrem Klimaschutzprozess hat die Region Hannover im Jahr 2008 zunächst von der Klimaschutz- agentur der Region Hannover in einem breit angelegten Beteiligungsprozess ein Klimaschutzrahmenprogramm (KSRP) erstel- len lassen, das am 16. Juni 2009 von der Regionsversammlung beschlossen und zweimal, im Dezember 2010 und im April 2012, aktualisiert wurde. 2012/2013 erfolgte als Fortschreibung des Klimaschutzrahmenprogramms im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bun- desministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und Bauen (BMUB) die finanziell geförderte Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts (IKSK) durch die target GmbH im Auftrag der Region Hannover. Das Konzept wurde nach intensiven politischen Beratungen in allen beteiligten Fachausschüssen am 27. Mai 2014 von der Regionsversammlung der Region Hannover beschlossen und im Mai 2015 in der Reihe Beiträge zur regionalen Entwicklung Heft Nr. 135 veröffentlicht. Die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen wird regelmäßig durch Statusberichte evaluiert. Diese liegen für die Jahre 2010,
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2011, 2012 und 2015 vor. Der aktuelle Statusbericht 2015 wurde am 4. November 2015 in einem gemeinsamen Workshop mit Politik und Verwaltung diskutiert, im Januar 2015 in den Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz eingebracht und seine Änderungen wurden am 01. März 2016 von der Regionsversammlung beschlossenen. Die Ergebnisse werden im folgenden Kapitel dargestellt. Die Kapitel 1, 3, 5 und 6 enthalten die geltenden Beschlüsse der Regionsversammlung zum Klimaschutzrahmenprogramm (KSRP) (Beschlussdrucksache 0277/2009), zum Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK; Beschlussdrucksache 1533 (III)) und die Ergebnisse des Statusberichtes 2015 (Informationsdrucksache 2683 (III) und Beschlussdrucksache 2878 (III)). Die Beschlüsse bilden den im Konsens beschlossene Aktionsrahmen mit Zielen und Vorgaben sowie konkreten Klimaschutz- maßnahmen aus dem direkten Zuständigkeitsbereich der Region Hannover und dem von ihr unmittelbar beeinflussbaren Wirkungskreis.
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3. MASSNAHMEN DES KLIMASCHUTZKONZEPTES FÜR DIE VERWALTUNG DER REGION HANNOVER (Einführung nach Beschlussdrucksache 1533 (III), Maßnahmen nach Informationsdrucksache 2683 (III) und Be- schlussdrucksache 2878 (III) Stand 01.03.2016) Die folgenden Maßnahmen zum Klimaschutzkonzept wurden vorbehaltlich der Bereitstellung der erforderlichen Mittel im Stellenplan bzw. Haushaltsplan in der nachfolgenden Fassung beschlossen. Die Beschreibungen zu den Maßnahmen sind nicht Teil der Beschlussfassung, sondern wurden zur Erläuterung der Maßnah- men ergänzt. Die Maßnahmen des Klimaschutzkonzepts für die Verwaltung der Region Hannover lösen Teil I des Klimaschutzrahmenpro- gramms der Region Hannover ab. Sie bilden zusammen mit der Präambel und den Teilen II-IV des Rahmenprogramms die Grundlage der Klimaschutzarbeit der Region Hannover. Aus diesem Beschluss entstehen keine Ansprüche auf zusätzliche finanzielle und personelle Ressourcen. Von daher hängt die Umsetzung der Maßnahmen teilweise davon ab, ob diese durch Bereitstellung im Rahmen der Haushaltspläne, Umschichtung vorhandener Kapazitäten oder durch Erwirtschaftung zusätzlicher Mittel realisiert werden können. Jährlich werden die Klimaschutzmaßnahmen der Fachbereiche zur Beratung des Haushaltsplanes und des Stellenplanes den Mitgliedern der Regionsversammlung dargestellt.
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QUERSCHNITTSTHEMEN Q1 Klimaschutzcontrolling Q1.02 Verwaltungsinternes Informationssystem Q1.01 Erstellung von CO2-Bilanzen                               zu Klimaschutz Die ausführliche CO2-Bilanz (mit Berücksichtigung der energe-   Die Datengrundlagen für die Energie- und CO2-Bilanzierung tisch- und nicht energetisch bedingten CO2-Emissionen) für die  werden in das verwaltungsinterne Geoinformationssystem Region Hannover wird im Zehn-Jahres-Rhythmus veröffentlicht.    (ReGeo) übernommen und stehen allen Regionskommunen zur Zwischenbilanzen werden nach Bedarf erstellt.                   Verfügung. Beschreibung: Eine Energie- und CO2-Bilanz ist das entscheiden- Beschreibung: Der Region Hannover stehen über interne Sys- de Instrument, um auf quantitative und zusammenfassende         teme Möglichkeiten zur Verfügung, alle interessierten Verwal- Weise die Erfolge aller Klimaschutzmaßnahmen bewerten zu        tungsmitarbeiter sowie darüber hinausgehend auch Verantwort- können. Wichtiger Bestandteil ist eine harmonisierte und fort-  liche in den Regionskommunen über wichtige Ergebnisse des schreibbare Erfassung und Bewertung der Daten. Die Bilanzen     Klimaschutzcontrollings zu informieren. Mehr Transparenz über können mithilfe internetbasierter, kostenpflichtiger Berech-    wichtige Erfolge und Fakten unterstützt das gemeinschaftliche nungstools erstellt und die Erfassung, Verwaltung und Analyse   Erreichen der Zielvorgaben. von externen Dienstleistern umgesetzt werden. Zug um Zug können die Ergebnisse auch für den Aufbau eines überregiona- len Benchmarkings genutzt werden. 12
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