524-Anhang Stellungnahme Leopoldina Bioenergie

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Bioenergie

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Die Leopoldina-Stellungnahme kommt zum Ergebnis, dass der Ausbau der Bioenergie- nutzung für Deutschland keine Option sein sollte und andere erneuerbare Energien sinnvoller sind. Allerdings ist Biomasse rund um die Uhr verfügbar und flexibel einsetzbar. Daher kommt ihr eine bedeutende Rolle bei der Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien zu. Sie kann sowohl Strom, Wärme als auch Kraftstoffe zur Verfügung stellen. Bereits heute ist ihr Anteil an den erneuerbaren Energien rund 70 %. 2011 wurden aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse insgesamt 36,9 Milliarden Kilowattstunden Strom, 126,5 Mrd. kWh Wärme sowie 3,6 Mio. Tonnen Biokraftstoffe erzeugt. Bioenergie ist grundlastfähig und speicherbar und kann somit fluktuierende Energieformen wie aus Wind und Sonne ausgleichen. Die Leopoldina lässt in ihrer Stellungnahme ökonomische Aspekte völlig außer Acht. Hierbei sollte nicht vergessen werden, dass die Bioenergie in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum zusätzliche Einkommen und Arbeitsplätze schafft. So wurden in 2011 bundesweit im Bioenergiesektor rund 124.000 Arbeitsplätze gezählt. Die dezentrale Nutzung der Bioenergie stärkt zudem die kommunale Wertschöpfung: Nach Berechnungen des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung sorgte die Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen aus Biomasse im Jahr 2010 für 1,9 Milliarden Euro an Einkommen, Steuereinnahmen und Unternehmensgewinnen in den Kommunen. 4
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