DR60220-20170125110637
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Zertifizierung der Stadt Mannheim als "Fahrradfreundliche Kommune" 2017“
Freitag
19. JUNI 2015
OMMENTAR
i” “ Thorsten Langscheid
” — , über die Fahrrad-
eh. & Zwischenbilanz
Die Richtung
stimmt!
f ass die Quadratestadt auch
heute, nahezu 200 Jahre nach
Karl Drais’ legendärer Fahrrad-
Erstfahrt, Nachholbedarf in
Sachen Radverkehr hat, darüber
darf man sich von allen Ankündi-
gungen und Programmen nicht
hinwegtäuschen lassen. Denn in
den erslen fünf Jahren des 21-
Punkte-Programms wurden
deutlich wenigerals fünfEuru pro
Kopf und Jahr für die Verbusse-
rung der Situation der Fahrrad-
fahrer ausgegeben. Umso erfreu-
äicher sind die ordentlichen
Zuwächse, auch wenn man um
die erreichte Prozentzahl heim
Radverkehrsanteil sicher noch
trefflich streiten kann.
Deswegen seien die für dieses
und diekommenden Jahre vorge-
sehenen 15 Euro Fahrrad-Investi-
Llionen pro Kup[ und Jahr, aus-
drücklichlobendhervorgehohen:
Damit kann dieSchlagzah! beim
Ausbau deutlich erhöht werden.
Gut so! Denn das Fahrrad ist
längst eine selbstverständliche
und ernsthafte Alternative in der
Verkehrspolitik.
Und ungeachtet des Fiertan-
zes um dic Dresdner Verkehrsstu-
die erfüllen politische Vorgaben
wie das 21-Punkte-Programm
auch dannihren Zweck, wenndie
Umsetzung schleppend voran-
geht. Das Programm definierlein
Ziel, dern man sich Schritt für
Schritt- und möglicherweise
auch von Rückschlägen, Stillstän-
den oder langsameren Wegstre-
cken unterbrochen - annähern
kann. Das Ziel für 2020 lautet
übrigens: 25 Prozenl Radver-
kehrsanteil, Das hätte dem Fahr-
rad-UrvaterDraiswahrscheinlich
gut gefallen, dern zwei Jahre vor
dem 200. Fahrrad-Juhiläum
bleibt cs dabei: Die Richtung
stimmt!
Verkehrspolitik: Grüne wollen
zukunftsorientierte Mobilität
Ein Check
für den
Fußverkehr
Mannheim soll nach dem Willen der
Grünen eine Modelistadt für Fuß-
gänger werden und sich zu diesem
Zweck an einer Ausschreibung des
haden-württernbergischen Ver-
kehrsministeriums mit dem Ziel be-
teiligen, einen sogenannten Fußver-
kehrs-Check auszuführen. Wie die
Stadträte Gerhard Foritagnier und
Wolfgang Raufelder (zugleich Land-
tagsabgeordneter der Grünen) in ei-
‚ner Mitteilung erläuterten, müsse in
der Stadt Raum für Menschen statt
für Blech geschaffen werden. Zu-
kunftsorientierte und klimascho-
nende Mobilltätsarten wie der öf-
fentliche Nahverkehr, Carsharing
sowic Rad- und Tußverkehr müssten
„intelligent verknüpfi und priori-
siert" werden.
Fußgänger-Anteil steigt
Das Zu-Fuß-Gehen sei die mit Ab-
stand umwelt- und sozialverträg-
lichste Form der Fortbewegung, Bis-
lang sei diese Verkehrsart jedoch
„eher stiefmütterlich behandelt“
worden, wie es in der Mitteilung
heißt. Mit landesweiten Fußver-
kehrsmaßnahmen und Modellpro-
jekten will Verkehrsminister Win-
fried Ilermann (Grüne) Wege und
Beschilderung für Fußgänger för-
dern. Raufelder: „Gerade beim Fuß-
verkehr zeigt sich, dass das Thema
mehr ins Bewusstsein von Politik
und Verwaltung rücken muss.” In
Mannheim nahm der Anteil der
Fußgänger am Gesamtverkchrsaul-
kommen inden vergangenen Jahren
bereits spürbar zu, während der An-
teil der Autofahrer am Stadtverkehr
rückläufig ist. tang
MANNHEIM
21-Punkte-Programm: Fahrrad-Anteil bei 18 Prozent / „Erläuternder Abschlussbericht" zur Dresdner Studie kommt „Ende Sommer 2015"
Stadt: Verkehrsziele erreicht
Von unserem Redaktionsmitglied
Thorsten Langscheid
Der Anteil des Pahrradverkehrs liegt
in Mannheim bei aktuell 18 Prozent.
Dies teilte die Stadtverwaltung jetzt
mit. Die im 21-Punkte-Programm
zur Förderung des Radverkehrs vor-
gegebenen 20 Prozent sind damit
(wie berichtet) zwar nominell nicht
erfüllt, die verkehrspolitischen Ziele
habe man aber sehr wohl erreicht,
heißt es. Der für den sogenannlen
„Binnenverkehr" maßgebliche Aus-
gangswert von 15 Prozent wurde in
einer Art Revision um zwei Punkte
auf 13 Prozent herabgesetzt. Das
verkehrspolitische Ziel sei aber ei-
gentlich die Steigerung des Fahrrad-
verkehrs um fünf Prozent gewesen,
das somit voll erreicht worden sei.
Gesamtstudie beralts erschlenen
Grundlage dieser Zahlen ist eine im
Abstand von fünf Jahren orhabene
Untersuchung der Technischen
Universität (TU) Dresden zur Ver-
kehrsmittelwahl der Bürger in zahl-
teichen Städten und Gemeinden.
Über ein Drittel der Wege innerhalb
Mannheims werden demnach zu
Tuß zurückgelegt, 67 Prozent ontfal-
len auf den gesamten Umweltver-
bund aus Fußgängern, Radfahren
und Falırgästen des üffentlichen
Nahverkehrs.
Die Erhebung, an der über 300
Städte und Gemeinden teilnehmen,
dient der Ermittlung von Mobilitäts-
kennwerten der städtischen Wohn-
bevölkerung. Einen erläuternden
Abschlussbericht, der nehen den
Aussagen zur Verkehrsmittelwahl
auch Ergebnisse zu Mobilität und
Fahrzeugausstattung, zu Verkehrs-
zwecken und Reisczeiten enthält,
will die Stadt zum Ende des kom-
menden Sommers veröffentlichen.
Die Gesamistudie ist - wie berichtet
ohne die Mannheimer Zahlen - be-
reits Ende März erschienen.
Die vom Lehrstuhl des Dresdner
Verkehrs- und Infrastrukturplaners
Professor Gerd-Axel Ahrens bereits
seit den 1970er Jahren zunächst nur
in der ehemaligen DDR, später dann
in ganz Deutschland angestellten
Befragungen werden nach dem so-
genannten Systern repräsenlativer
Verkehrsbefragungen {SrV) vorge-
nommen. Gegenüber der 2008er
Studie habe man jetzt „präziser
nachgefragt“ und dadurch insge-
samt mehr Fahrten erfasst. Um Ver-
zermungen, die bei ein bis zwei Pro-
zent liegen können, auszugleichen,
empfehlen die Dresdner Forscher,
die Ergebnisse der früheren, weniger
detaillierten Befragung von 2008
zum Vergleich mit 2013 entspre-
chend abzuändern.
Umkehrschluss nicht ziefführend
Den Umkehrschluss, dass für Mann-
heim -wäre die Befragungsmethode
von 2008 emeut arıgewendet war-
den — tatsächlich 20 Prozent Fahr-
radlverkehrsanteill herausgekom-
men wären, hält man in Dresden für
„nicht zielführend“. Denn eine pro-
zentuale Zu- oder Abnahme einer
Verkehrsart bedeute nicht zwangs-
läußg, dass deswegen tatsächlich
g
Blick in die Bismarckstraße (Richtung Kaiserring): An dieser vielbefahrenen Straße soll Im Herbst mit dem Bau von Radwegen
begonnen werden - ein nicht unumstrittenes Vorhaben.
Ausbau des Radverkehrs
w Bis 2018 will die Stadt 18 Millionen
Euro in den Ausbau des Radverkehrs
investieren — was Ausgaben von
15 Euro pro Jahr und Einwohner ent-
spricht. Damit erfüllt Manrıheim als
eine der ganz wenigen Städte die
Investitonsvorgaben des Nationalen
Radverkehrsplans.
m Alsnächste groBe Vorhaben sollen
in der der Bismarckstraße Radwege
angelegt und die Berliner Straße zur
Fahrradstraße umgebaut werden.
am Rahmen des 21-Punkte-Pro-
gramms wurden folgende naue Rad-
wege angelegt: Friedrichsring (2011),
Rampe an der Friedrich-Ebert-Brücke
(2011), Friedrichsplatz (2014), Fried-
tichsring/Goethastraße (2014), Rönt-
genstraße (2015), Glückstein-Allee (in
mehr uder weniger Menschen auf
der Straße unterwegs sind. Ein Bei-
spiel: Wenn auf dem Dorf die Busli-
nie vingestellt wird und gleichzeitig
diejungen Leute wegziehen, bleiben
nur noch die Älteren übrig, die ent-
weder mit den Auto fahren oder zu
Hause bleiben. Dadurch steigt zwar
prozentual der Autoverkehr enarm
Bau). Gesamtkosten: gut drei Millio-
nen Euro.
m Folgende Verbesserungen, Um-
bauten und Sanierungen listet die
Stadtverwaltung auf: Neckartalrad-
weg (2012), Fahrradstraßen in der
Mönchwörthstraße, der Karl-Laden-
burg-Straße, der Rollbühlstraße und
am Stephanienufer (2012/2013) und
der Renzstraße (2014). Gesamtkos-
ten: 290 000 Euro.
u Geplant bzw. noch im Bau befin-
den sich Radwege entlang der Stadt-
bahn-Nord {bis 2016) sowie Radwege
in der Käfertater Straße (bis 2016).
Inklusive einer Brücke über die Ried-
bahn sawie des Komplettumbaus der
Käfertaler Straße sind hier 6,5 Millio-
nen Euro veranschlagt. fang
an, tatsächlich sind aber weniger Au-
tos als vorher auf den Straßen unter-
wegs.
Für Mannheim konnten die
Dresdner Wissenschaftler nicht nur
prozentual, sondern eben auch in
absoluten Zahlen eine „durchaus er-
Treuliche Zunahme“ des Fahrradver-
kehrs verzeichnen. Dies hatte.die TU
BILD: TRÖSTER
Dresden auf Nachfrage dieser Zei-
tung bereits im Januar durchblicken
lassen. Die seit Ende Oktober 2014
vorliegenden genauen Zahlen wollte
die Stadtverwaltung aber bislang
noch nicht veröffentlichen. Dass
mehrRadfahrer als früher unterwegs
sind, geht auch aus Fahrrad-Zählun-
gen hervor, die für die Innenstadt
nach deutlichen Rückgängen der
Anzahl der Radfahrer seit einigen
Jahren wieder Zuwächse auf ein Ni-
veau leicht über dem der frühen
1990er Jahre nachweisen.
Weniger schwere Verkehrsunfälle
Einen weiteren Positiv-Trend heben
die Tahrrad-Planer im Rathaus be-
sonders hervor: Die Anzahl der
schweren Verkehrsunfälle mit Fahr-
radfahren lag 2008 noch hei 62. Im
Jahr 2014 verunglückten nur 40 Rad-
fahrer schwer, einstatistischer Rück-
gang von 36 Prozenl. Zielvorgabe
war eine Reduzierung um 25 Pro-
zent. Weilaußerdem ein Großteil der
Leitlinien umgesetzt oder in Angriff
genommen worden sei, ziehe die
Stadt in der Gesamibelrachlung ein
positives Zwischenfazit des 21-
Punkte-Programms.
> Bilderstrecke unter "
morgenweb.de/mannheim
Abfallwirtschaft: Umweltfreundliches Fahrzeug trägt zum Klimaschutz bei und verbessert die Arbeitsbedingungen der Müllwerker
Mit Flüster-Hydraulik durch die Innenstadt
Das Auto hat Alufelgen, einen ex-
trem niedrigen Einstieg und Sitze
mit guter Seitenhalt — aber cs ist
kein Sportwagen, sondern der neu-
este gewichtsoptirnierte 26-Tonnen-
„Flitzer" der städtischen Abfallent-
sorgung-ein rund 350 000 Euroteu-
rer Miill-Laster auf Mercedes-Eco-
nic-Basis, der ab sofort zur Restmüll-
abfuhr in der Innenstadt eingesetzt
werden soll. Das Fahrzeug ist bun-
desweit bislang einzigartig und wur-
dein Teilen beiderMannheimer Ab-
fallwirtschaft mitentwickelt.
Die Kraftfahrer Oliver Knapp und
Rene Toupet zeigten sich bei der
Vorführung des Neuzugangs in ih-
rem Müllauto-Pool am Donnerstag
begeistert: „Das Auto ist so leise, das
ist ein echter Fortschritt gegenüber
denälteren Modellen.“ Der Lärm der
alten Fahrzeuge trägt zum großen
Teil zur Stressbelastung am Arbeits-
platz bci. Knapp: „Nach ciner Acht-
Stunden-Schicht haben Sie einen .di-
cken Kopf!“ Das neue Müllauto hat
einen komplett elektrischen Hy-
draulik-Antrieb. Soll heißen: Der
Laster selbst wird zwar von einem
Dieselaggregat angetrieben, die hy-
draulische Iicbevorrichtung für die
Tonnen sowie die Pressanlage im In-
neren des Müllcontainers wird von
einem nahezu geräuschlasen Elek-
tromotor angetrieben.
Die Betriebsspannung liefert ein
900 Kilo schwerer Akku, dermit Öko-
strom geladen wird. Die Energieer-
sparnis, so rechnen der Geschäfts-
führer der Ahfallwirtschaft, Dr. Ste-
phan Klockow, sowie Technik-Chef
Klaus Kreutzer und der Abteilungs-
Ren Toupet (l.) zeigt, wo der Akku des neuen Lasters sitzt: hinter der Fahrerkabine.
Und Abteilungsleiter Rauch {r.} demonstriert die geräuschlose Hydraulik. _ super Lang
MANNIIEIMER
MORGEN
17
UMFRAGE
Was halten $ie von der
Einführung einer Maut?
Verkehrsminister Alexander Dob-
rindı hat angekündigt, die Einfüh-
rungder Pkw-Maut au verschieben
weil die EU-Kommission ein Ver-
tragsverletzungsverfahren nun
gegen Deutschland einleitet. Nach
EU-Recht dürfen Ausländer eben
nicht benachteiligt werden. Wir
haben uns unter Autofahrern umge-
hört, was sie von einer snlchen Maut
auf Autobahnen halten.
Stefan Kehrer, 24:
Andere Länder wie
Frankreich haben
doch auch eine Maut.
Für mich ist das nur
eine letzte Konse- ”
quenz, die auch bei ®
uns einzuführen. Allerdings fände
ich cs ungerecht, wenn I:U-Auslin-
der die Maut bezahlen müssen und
Deutsche nicht.
ei
Michael Gudjahn, 51:
Eigentlich sehe ich
den Staat in der
Pflicht. Über die KTZ-
Steuer wird so viel
Geld eingenommen. y
MiteinerSenkung Hia.:
wird den Autofahrern doch nur ein
Zuckerle vorgeworfen. Das ist alles
eine Verschleierungstaktik. Am
Schluss zahlen wir Autofahrer es ja
doch.
Julian Hug, 20: Wenn
ich mir dassoüber- \
lege, dannhabeich | \
mir noch nicht wirk- 41
lich Gedanken darü- 4 r
ber gemacht. Obwohl
ich viel Auto fahre, ke € &
haheich noch nichtdarübernachge-
dacht, wie die Maut berechnet wird
und wer das am Ende bezahlt. Aber
normalerweise werden wir Autofah-
rer über den Tisch gezogen.
Henrik Bortel, 74: Das
gefällt mir überhaupt
nicht. Essieht doch so
aus, dass einige
bezahlenmüssenund
andcre nicht. Das ist
doch ziemlich unge- *
recht. Ich bin gegen eine solche
Maut, wenn siesa ungerecht ist. Das
bringt überhaupt niemandem
etwas.
#
Patricia Popp, 36: Ich
halte das Systern als
solchesfür ungerecht.
Unfair ist auch, dass
die Koalilionspariner
zustimmen mussten,
abwohlkaumjemand
dasfür eine glückliche Lösunggehal-
te hat. Im europäischen Konto
werden wir von anderen Staaten
dnch nur belächelt.
Niklas Hoffmann, 19:
Die KFZ-Steuer
müsste doch ausrei- N
chen, um das Stra- y
Remnetz zu Enanzie-
ren. Das müsste als g
Einnahme genügen. = “
Ich halte eine Maut, zumal wenn sie
so ungerecht ist wie diese jetzt, nicht
für angemessen. Es sollte schan
jeder bezahlen müssen, wenn sie
eingeführt wird. has
leiter für die Entsorgung, Stefan
Rauch, vor, betrage rund 25 Prozent.
Darausergebe sich eine fortlaufende
Einsparung bei den Betriebskosten,
die den um rund 100 000 Euro über
den Anschaffungskosten eines kon-
ventionellen Fahrzeugs liegenden
Kaufpreis des Neuen rechifertige.
Hinzu komme der positive Effekt
beim Klimaschutz: Rund acht Ton-
nen Kohlendioxid im Jahr würden
gegentiber einern konventionellen
Fahrzeug mit dieselbetriebener Hy-
draulik eingespart, freut sich Um-
weltbürgermeisterin Felicitas Kuba-
la (Grüne). Weitere Einspareffekte
von rund 2,5 Tonnen Kohlendioxid
im Jahr erzielen Klockow und seine
Truppe mit zwei kleineren Elektro-
Tahrzeugen. Insgesamt hat die Müll-
abfuhr 35 Laster im Einsatz. lang
Artikel Mannheimer Morgen 2016
20 MORGEN
Bildung: Sollen schon Kinder mit Computern und Tablets umgehen? Beim Dr.-Manfred-Fuchs-Kolloquium diskutieren das zwei Fachleute - und bleiben uneins
Experten streiten über Mediennutzung
Van unserer Mitarbeiterin
Ute Bechtel-Wissembach
Sollen Kinder bereits mit Computer
und Tablet lernen? Digitale Bildung
- darum ging jelzt es im Techno-
seum, Zum fünften Mal hatte der
Freundeskreis des Technoseums In-
teressierte zum Dr.-Manfred-Fuchs-
Kolloquium eingeladen. Als Exper-
ten waren Daniela Schmeinck vom
Institut für Didaktik des Sachunter-
richts an der Universität Köln und
Gerald lembke, Sindiengangleiter
für Digitale Medien, Medienmana-
gement und Kommunikadon an der
Dualen Hochschule IDHBW) Mann-
heim, geladen.
Museumsleiter Hartmut Lüdtke
begrüßte Redner und Zuhörer im
fast voll besetzten Vortragssaal, da-
runter auch den Namensgeber des
Kolloquiurms, Manfred Fuchs.
Es gibt kaum eine Periode eines
Tages, an dem keine Handy-Kam-
mutnikation stattfindet. Irgendwer
Ist {immer online, das gilt für die Er-
wachsenen und auch für Kinderund
Jugendliche, Insgesamt summiere
sich die Zahl der Aktivierungen auf
durchschnittlich 120 pro Tag.
Helfen oder schaden Medien?
Auf Smartphone-Kontakte, bei-
spielsweise über Whatsapp, entfal-
len drei Stunden, auf Facrbonk eine
Stunde. Die Acht- bis 19-Jährigen
verbringen demnach sogar durch-
schnittlich steben Stunden mit den
digitalen Medien. Mit solchen über-
einstimmenden Studien-Erkennt-
nissen warlelen die Wissenschalller
gleich zu Beginn der Veranstaltung
aul. Die Schlüsse, die sie daraus zie-
hen, sind indes unterschiedlich.
Daniela Schmeinck sieht digitale
Medien bereits ab der ersten Klasse
als Gewinn im Unterricht. Sie er-
möglichten produktives Lernen wie
auch die Reflexion darüber, Als Bei-
spiel berichtete sie über Workshops
{nit Kölner Kindern, angrleitetdurch
die Studenten ihres Lehrstuhls. Die
Kinder haben hier unter Anleitung
selbst mit Hille von Apps kleine Er-
klärfilme zu chemischen Prozessen
produziert.
Die Technik der Medien, ob Vi-
deoaufnahme, Zeitraffer oder Sluw
Daniela Schmeinck {Bild} von der Universität Köln findet, dass Kinder mit digitalen Medien produktiv lernen können. „Eine Kindheit
ohne Computer ist der beste Start ins digitale Leben”, sagt dagegen Gerafd Lernbke von der DHBW.
Motion, eröffnete den Schülern
neue Möglichkeiten für individuel-
tes Lernen. Mit der Medien-Beschäf-
tigunggehe auch die Chance einher,
sich kritisch damit auseinander zu
setzten.
Ganz entschieden gegen die Nut-
zung digitaler Medien in der Schule
und weitgehenel auch außerhalb vo-
Iferie Gerald Lernbke, der [ür eine
komptette Abstinenz bis zum Alter
von zehn Jahren eintritt. Das Fron-
talhirn sei Im kindlichen Alter noch
nicht ausreichend. entwickelt, um
die Bilder- und Informationsflut
adäquat zu verarbeiten. Auch eine
Reflexion über die Mediennutzung
sei bei Kindern kaum möglich, da
ihre Aufinerksamkeit auf den Bild-
schirm fokussiert werde. Er ıneinte:
„Eine Kindheit ahne Computer
der beste Start ins digitale Le
Internationale Studien und eige-
ne Versuche an der DHBW belegten,
dass der Einsatz digitaler Medien
keine positive Wirkung zur Folge
habe. Die einzige Ausnalıme seien
die skandinavischen Länder.
Musik: Feierstunde für ise Hannibal, langjährige Leiterin des Richard-Wagner-Vebandes
Zum Geburtstag ein Konzert
Yon unserer Mitarbeiterin
Waltraud Brunst
Hatten nicht Pessimisten insgeheim
befürchtet, dass der Machtwechsel
beim Richard-Wagner-Verband
Mannheim-Kurpfalz nach Ilse Han-
nibals 45-jähriger Alleinherrschaft
eher problematisch verlaulen wür-
de? Tatsächlich hat aber die tüchtige
Monika Kulezinski mit so viel Res-
pekt und Zuneigung für einen bei-
spielhaft „weichen“ Übergang ge-
sorgt, dass die Ehrenvorsitzende In-
zwischen das Lab ihrer Nachfolgerin
in allen Landen singt. So geriet auch
ılie musikalische Feierstunde, die
Monika Kulczinski zu Ilse Hannibals
90. Geburtstag ausrichtele, zu einem
großartigen, herzbewegenden Er-
eignis, auch wenn auf dem Pro-
grammzettel nur von einem „klei-
nen Konzert“ die Rede war.
u
Wunderschön schan der Ort der
Handlung, die mitten im Wald gele-
gene gläserne Kirche in Mannheim-
Pfingstberg. Vollen Einsatz ver-
sprach einer von Ilannibals Licb-
lingskünstlern: Robert Frank, Mann-
heims Jangjälıriger Konzertineister,
der drei exzellente Streicherkollegen
- Susanne Phieler {Violine}, Stepha-
nie Phieler (Viola) und Roland Kunt-
ze (Cello) - und den ehemaligen
Speyerer Domkapellmeister Leo
Krämer, mitdem er seitJugendtagen
musiziert, „beisteuerte".
Als Hausherr begrüßte Pfarrer
Ilansjörg Jörger die Jubilarin und.die
in großer Zahl angereisten Wagne-
rianer. Für den Verband würdigte
Achim Weizelin einer launigen Fest-
beitsaufwand (Stipendiaten, Kon-
zerte, Tagungen), der ihr zahlreiche
Ehrungen und die Freundschaft der
Ilse Hannibal (rechts) zusammen mit ihrer Nachfolgerin als Vorsitzende des Wagner-
Verbandas, Monika Kulczinski.
BAR. PROSSWITZ
Wagner-Familie bescherte, die oft
und gern nach Mannheim kam.
Monika Kulezinski beschrieb die
Herausforderung, Jemanden zu be-
schenken, der „schon alle Orden hat
undden ‚Parsifal’schon 74 Malgese-
hen hat“. Aber elsı Konzert in dieser
schönen Kirche mit dem ‚Lied an
den Abendstern’ in der Dämmerung
— „das schafft nicht mal Bayreuth!“
Und gottlah hatte für die grippe-
kranke Sabine Vinke Ludmila Siep-
neva zugesagt.
„Das schafft nicht mal Bayreuth”
Es bedarf schon solcher Erzmusi-
kanten. wenn ein Streichquarteit
mit E-Klavier (bei Mozart im Cernba-
lo-Register} svüberzeugendeingan-
zes Örchestersimuiert, auch be
Arlenbegleitungen. Nach der feder-
leichten Salzburger Sinfonie Nr. 1KV
136 von Mozart sang Ludmila Step-
neva aus Wagners „Lohengrin“ Elsas
Traum „Einsam in trüben Tagen"
mit exemplarischer Legatokultur
und leuchtenden Höhen.
Danach spielte Robert Frank, vir-
tuos und elegant wie ch und je, den
Solopart im „Winter“ aus den „Vier
Jahreszeilen“ von Antonio Vivaldi,
init dem rasant begleitenden „Pala-
tinaklassik-Barockensemble“ (so die
Firmierung im Programmheft), Er-
staunlich reif und ausdrucksstark
sang der junge NTM-Bariton Ray-
mond Ayers Wolframs „Lied an den
Abendstern” aus dem „Tannhäu-
ser“. Nach dem stimmungsvollen
Monullieil aus Antunin Dvuräks „Ru-
salka“ (Slepneva) spielte das fabel-
halte Solistenensemble zum A:
klang Mozarts „Kleine Nachimusil
Als Dank für schierendlosen, begeis-
terten Beifull gab's nech einmal den
„holden Abendstern”.
BILD. PROSSWITZ
In der lebhaften Diskussion be-
kräftigte Schmeinck ihre Überzen-
gung, dass digitale Medien einen
Mehrwert hätten, sie den Lehrer,
dessen Unterricht und das Einühen
originärer Fähigkeiten wie Lesen,
Schreiben, Rechnen jedoch nichter-
selzen könnten. Zuhörern und Leh-
rerin Jutta Gräber-Theunissen von
der Marie-Curle Realschule gab zu
Bedenken, dass viele Grundschüler
bereits Smartphones und damit
Whatsapp nutzten. Daher müsse
man (lie Medien in den Unterricht
Dr-Manfred-Fuchs-Kolloquium
a Dr. Manfred Fuchs, Seniorchefund
stellvertretender Vorstand des Auf-
sichtsrats von Fuchs Petrolub, war bis
2011 Vorsitzender des Museumsver-
eins für Technik und Arbeit, dem
Freundeskreis des Museums.
# In dieser Funktion unterstützte er
das heute Technoseum genannte
Museum nachhaltig. Seit seinem Aus-
scheiden ist ar Ehrenvorsitzender des
Museumsvereins. Um seine Ver-
dienste zu würdigen, veranstaltet das
Technoseum seit 2012 jährlich ein
wissenschaftliches Kolloquium.
Dabei geht es jeweils um neue Tech-
nologien und ihre Auswirkungen auf
den Menschan.
Is Industrie 4.0 und Digitale Agenda:
Der Begriff Industrie 4.0 steht für die
vierte industrielle Revolution, bei der
Produktion und Logistik sich mit Hilfe
der Informations- und Kommurikati-
onstechnologien zu großen Teilen
selbst organisieren.
ı Um dies zu bewerkstelligen, hat die
Bundesregierung die Digitate Agenda
tormuliert, die Bildungsoffensive für
die digitale Wissensgesellschaft.
Hier wollen sich Bund und Länder für
den stärkeren Einsatz digitaler
Medien in der Bildung im gesamten
Lebenslauf einsetzen.
Das Bildungssysteim soll die Men-
schen besser auf die Anforderungen
der digitalen Arbeitswelt und der Wis-
sensgesellschaft vorbereiten und ihre
Medienkompetenz stärken. ube
einbinden und direkt aufdie Gefah-
ren aufmerksam machen. Hier nütze
eine Abstinenz nicht.
Der Vorschlag von Lenike dage-
gen lautet: Handys vor dem Unter-
richt einsammeln, das W-Lan kap-
pen und im Fach Deutsch das The-
ma umselzen, wie zun Beispiel Kür-
zel ausschreiben und über Gefahren
diskutieren. Einig waren sich die
Teilnehmer und Zuhörerüher eines:
Medienkompetenz muss als erstes
zuhause erlerut werden. Eltern ha-
hen auch hier Vorbildfunktion.
Radverkehr: Neue Broschüre wirbt für Fahrradstadt im Quadrat
| Mannheim putzt sich
als Velo-City heraus
Das Karl-Drais-Jubiläum 2017 nä-
hert sich buchstäblich mit Riesen-
schritten. Ictzt gabdie städtischeGe-
schäftsstelle Radjublläum eine tou-
ristische Broschüre heraus, die
Mannheim als Tahrradstadt ins
rechte Licht rückt. Das vierz ge
Haft bietet Informationen für neun
Radtouren auf den Spuren Drais’
und Schillers in der Stadt und im
Umland.
Startschuss zur ITB in Berlin
Hinzu koınmen Tipps für falırrad-
freundliche Unterkünfte, Restau-
ranis und Fahrradläden suwie eine
Auswahl von Kulturveranstaltun-
gen, die nicht nur für Fahrradireun-
de. interessant sein könnten. Erst-
tmals verölfentlicht wurde das Heft
auf der diesfährigen CMT In Stutt-
gart, woes vom 16. bis zum 24. Janu-
ar reißenden Absatz fand, wie Axcl
Bentz von der Geschäftsstelle Radju-
biläum mitteilte,
Zur touristischen Broschüre ist
ein Internet-Auftritt in Arbeil, den
Bentz mit seinen Kollegen Peter
Roßteuischer und Annika Marlin
derzeit vorbereilet. Vom 9. bis 13.
März will sich die Stadt als Velo-
auch aufder internationalen Touris-
musbörse ITB in Berlin präsentie-
ren, auch dort soll das IIctt am
Mannheim-Stand die Aufmerksam-
keit aufdie Fahrradstadt iin Quadrat
lenken. Es haben bereits diverse Rei-
severanstalter ihr Interesse signali-
siert, so Bentz.
Ebenfalls nach vor Ostern will die
Stadt generell den Startschuss für
das Fahrradjubiläum geben, denn es
sind bereits in diesemJahr dieersien
großen Aktivitäten anlässlich des
Titelbild der neuen Fahrradbıroschüre, die
ab sofort erhältlich ist. ano: stRoT mamnEım
200. Jahrestags der Drais’schen Erst-
fahrt am 12. Juni 1817 geplant. So
wird das Technoscum im IIerbst
eine große Lancdesausstellung über
den Fahrrad-Erfinder und seine Zeit
eröffnen und der Allgemeine Deut-
sche Falırradclub (ADFC) wird sich
zu seiner Bundes-Hauptversamm-
lung in Mannheim treflen.
Projekte der Kurpfälzer gesucht
Vorallem aber sind die Mannheimer
und die Kurpfälzer aufgerufen, sich
mit rollenden Projekten am großen
Jubiläum zu beteiligen — den Start-
schuss dazu will Oberbürgermeister
Peter Kurz demnächst geben. Die
neue Fahrradbroschüre ist iin Wel-
come-Genter der Tourist-Informati-
on am Willy-Brandi-Platz 5 erhält-
lich. Öffnungszeiten: Montag bis
Freitag 9 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis
14 Uhr. taug
r Radtouristen gibt's
". Infos
hier: www.tourlst-mannkelm.de
Dienstag
2. FEBRUAR 2016
Wahlkampf
Ministerin Altpeter
in Neckarau
im Landtagswahlkampi kommen
derzeit viele Landespolitiker und
Minister zur Unterstützung der Kan-
didaten von den Regierungsparleien
Grünen und SPD nach Mannheim,
So auch ie baden-wilrtternbergi-
sche Arbeit- und Sozialministerin
Katrin Altpeter (SPD). Sie wird am
kommenden Ponnerstag, 4. Febru-
ar, im Volkshaus Neckarau spre-
chen. Die Ministerin kommtaufEin-
ladung des SPD-Landlagskandida-
ten Boris Weirauch (Wahlkreis
Mannheim-Süd).
Katrin Altpeter will üher das The-
ma „Plädoyer lür ein gutes Leben im
Alter“ diskutieren. Zudem Gespräch
bei Kalfee und Kuchen sind alle inte-
ressierte Bürger eingeladen, schrei-
ben die Sozialdemokraten. Die Ver-
anstaltung beginnt um 15. Uhr. red
ö
Donnerstag, Februar, 15 Uhr,
Katrin Altpeter, Nockarau
Innenstadt
Polizei fahndet
nach „Grapscher“
Opfer eines „Grapschers“ ist am
Sonntagmorgen eine 26-Jährige der
Innenstadt geworden. Wie die Poli-
zei meldet, hielt sich die Frau kurz
vor 7 Uhrineinem Chub in U auf, als
sie dort von einem Mann an den
Brüsten, aıı Gesäß und im Intimbe-
reich angelasst wurde. Auf dem Weg
zur Damentoilette stellte sich der 26-
Jährigen wenig später der gleiche
Mann in den Wug und öllnete die
Hase, Der „Grapscher" wird von der
Polizei wie folgt beschrieben: circa
1,80 Meter groß, kurze, dunkle Haa-
rc, nordafrikanische Erscheinung.
Bekleidet war cr mit blauer Jeans
und grauem Pullover, er sprach ge-
brochen Deutsch, tanipal
5 Hinweise an den Kriminaldauer-
= dienst, Tel.: 0621/174-55 55
Jugendzentrum Forum
UN-Hiliswerk
in der Kritik
Der Arbeitskreis gegen Antisemitis-
mus und Antizienismus in Mann-
heim, die Deutsch-Israelische Ge-
sellschaft und di ialistische Ju-
gend Deutschlands „Die
den zu cinem Vortrag: „Die Verein-
ten Nationen gegen Israel“,
Seit Dezember 1949 kümmert
sich das lIilfswork der Vereinten Na-
tionen UNRWA (United Nations Re-
lief and Works Agency for Palestine
Refugees in the Near East) allein um
die Belange pi ensischer
Flüchtlinge. „Inwieweit die UNRWA
humanitär agiert und wo die Behör-
de selbst zur politischen Akteurin
und damit zum Teil des Problems
wird", darüber spricht und debat-
tiert Jürg Rensmann am Mittwoch,
3. Februar um 19.30 Uhr im Jugend-
kulturzentrum Forum; Neckarpro-
inenade 46. Der Referent ist Politik-
wissenschafller uncl freier Autor. Er
ist Gründungs- und Vorstandsmil-
glied der Organisationen „Mideast
Freedom Forum”(Berlin) und der
deutschen Sektion „Scholars für
Peace in the Middle East“. red
Liselotte-Gymnasium
Vortrag zu
Mehrsprachigkeit
Aın Mittwoch, 3. Februar, halt die
Sprachwissenschaftlerin Rosemarie
Tracy um 19 Uhr einen Vortrag mit
dem Titel „Mehrsprachigkeit: Stör-
fall oder Glücksfall?“ in der Cafeteria
des Liselotte-Gymnasiums (Wespin-
straße 21-25). Tracy bekleidet seit
1995 den Lehrstuhl für Anglistische
Linguisük an der Universität Mann-
heim und forscht unter anderem
über 7weisprachigkeit und Erst-
spracherwerb. Sie ist Mitherausge-
berin des 2014 veröffentlichten
| Buchs „Das mehrsprachige Klassen-
| zimmer“, zg
KULTUR-BILANZ
Rückblick auf erfüllte und enttäuschte
Erwartungen an die Landesregierung
GANZTAGSANGEBOTE FEHLEN
Die Suche nach dem passenden
Kitaplatz bleibt schwierig
MANNHEIM
> Seite 18 » Seite 18
Mittwoch 9. MÄRZ 2018 / Seite 15 www.morgenweb.de MORGEN
Ed En =, ir vu ÜBRIGENS ...
rt |... ich fast nicht, di
Thorsten Langscheid Ban r ee { kurzen Text anzufangen. Woer
freut sich auf das
Fahrrad-Jubiläum
Richtig Lust
aufs Radfahren
1“: as klingt doch alles wirklich
# gul: Wir begehen den 200.
Geburtstag des Fahrrades im
kommenden Jahr mit einem gro-
Ren, abwechslungsreichen und
ausgewogenen Pragramm. Es
enthält Partys im gleichen Maße
wie Beiträge aus Sport, Kultur,
Verkehrspolitik und wissen-
schaftlicher Beschäftigung mit
dem Veloziped. Und das Beste
daran: Wir fangen schon in die-
sem Jahr damitan. DieGeschäfts-
stelle Fahrradjubiläurn hat im
Rathaus gute Arbeit geleistet und
mit langen Vorlauf eine attrak-
tive Agenda zusammengestellt,
mit der sich Mannheim als
Geburtsstadt des Fahrrads schen
lassen kann.
Dass man aber nicht nur ans
Feiern denkt, sondern eine solide
Radverkehrspulitik betreibt, das
Wegenetz ausbaut, generell die
Angebote für das umweltfreund-
liche Verkehrsmittel verbessert,
zeichnet dieStadtzusätzlichaus—
auch wenn Mannheim sich noch
ganz schön nach der Decke stre-
cken muss, um im Vergleich mit
den „Fahrradhauptstädten“
Europas zu bestehen.
Ob der dem Innenstadt-Ein-
zelhandel per Ratsbeschluss
„bescherte“ autofreie Sarnstag
am 10.Juni2017 wirklichschon in
$lein gerneißell ist? Darüber, das
haben Rathaus und Handel
bereits signalisiert, wird noch zu
reden sein. Das Jubiläums-Pro-
gramm macht jedenfalls richtig
Lust aufs Radfahren!
Rad-Maskottchen
Leser bestimmen
den Namen
Rotes "Trikot, rote Hosen und eine
riesige Fahrradlampe als Kopf: das
Maskottchen fir das Radjubiläum
2017 (rechts iın Bild). Dach noch hat
es keinen Namen. Das soll sich
schleunigst ändern - mit Ihrer Hilfe,
liehe Leser. Sie können aus einer Lis-
te mit sieben Vorschlägen bis Frei-
tag, 1. April, abstimmen. Sie lauten:
Draisel/Draisi, Flitzi, Karlchen, Qua-
dradl, Specedi, Velo und Lampi.
Gehen Sie auf morgenweb.de/
mannheim und stimmen Sie ab.
Oder Sieschreiben uns eine Postkar-
1c mit dem für Sie besten Namen an:
Mannheimer Morgen, Lokalredakti-
on, „Rad-Maskottchen“, Dudenstr.
12-26, 68167 Mannheim. sip
a
morgenweb.da/mannheim
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Peter Roßtautscher (Geschäftsstelle Fahrradjubiläum) und Eva Heid {Werbeagentur pro event) präsentieren im Radgeschäft Basement Bikes das Programm.
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BILDER: TROSTER
200 Jahre Fahrrad: Karl Drais’ Laufmaschine hat 2017 ihren großen Jahrestag / Radkultur, Verkehrspolitik und Party gibt's ab sofort
„Monnem Bike“ - das Festival
zum runden Rad-Geburtstag
Von unserem Redaktionsmitglied
Thorsten Langscheid
Der Startschuss ist am Dienstag ofü-
Zell gefallen: Mannheim belindel
sich rund 15 Mnnate vor dem Jahres-
tag, dern 12. Juni 2017, milten im Ju-
biläum 200 Jahre Fahrrad. Konzerte,
Sportveranstaltungen, Fachken-
gresse und Ausstellungen stechen
ebenso auf dem Programm wie ein
aulolreies Wuchenende. Das Fest-
jahr steht unter dern von Helge Tho-
mas (Agentur pro event) als „Dach-
marke“ entwickelten Slogan „Mon-
nem Bike - wo alles begann“.
Oberbürgermneister Peter Kurz
stellte mit Axel Bentz, Peter Roßteut-
scher und Annika Martin vun der Ge-
schäftsstelle Fahrradjubiläum 2017
in Mannheims angesagtester Fahr-
radwerkstatt, Basement Bikes in der
Werfistraße, das umfangreiche Pro-
gramm zum Jubiläum der Mannhei-
mer Erfindung vor.
Genaugenormmen, so erläuterte
Fva Heid (pro event), geht's bereits
Ende März 2016 - also in wenigen
Tagen - mit dem Ideenweitbewerb
„Dein Radprojekt“ los: „Wir möch-
ten alle Mannheimor aktivieren und
zum Mitmachen aufrufen“, so Mar-
Un: „Alles ist mäglich, vun der Fahr-
rad-Kunst bis zur öffentlichen Rad-
tour.“ Bis zu 4000 Euro Fördergelder
winken demjenigen, dessen Projekt
nach einem Online-Voting durch
eine Jury ausgewählt wird.
Apropos Geld: 1,5 Millionen Euru
lässt sich die Stadt den 200, Fahrrad-
Geburtstag kosten — mit einem gro-
ßen Festival-Wochenende vom 10.
bis 12. Juni 2017, mit Kunst- und Kul-
turaktioncn in der Innenstadt sowie
einem Laufmaschinen-Rennen, den
Liegerad-Wellmeisterschaften und
dem legendären „Word Klapp“, dem
aus Ludwigshafen impurtierten
Kult-Sportevent um das Klapprad,
wie Veranstalter Peter Zürker an-
kündigte.
Landesregierung lädt zur Gala ein
Das l.and Baden-Württemberg steu-
ert zum Jahrestag der Drais’schen
Jungfernfahrt eine exklusive „Cye-
ling“-Gala im alten ABB-Trafowerk
in der Boveristraße bei. Bereits in Ar-
beit sind ein Bildband von Horst Ha-
mann sowie eine Filmspot-Reihe
über die Geschichte der Mobilität,
die ab Novemberin den Kinoslaufen
soll. Ausstellungen, die den Stand
der städtischen Radverkehrspalitik
Das Maskottchen: vorblldlich mit Halm auf
dem Lampen-Kopf, aber noch ohne Namen.
„Monnerm Bi usge:
m Große Landesausstellung „Zwei
Räder — 200 Jahre“ im Technoseum:
11. November 2016 bis 25. Juni 2017.
u Erster Radweg der Welt im
Schlossgarten, Eröffnung einer Instal-
lation am 2. April 2017.
m Mobiles Fahrrad-Kino: Filme an
ungewöhnlichen Orten. Die
Zuschauer liefern die Energie über
Dynamos: Mai bis September 2017.
sowie Luxus-Fahrräder zeigen sol-
len, werden für den Frühsommer
2017 vorbereitet. Mit der großen
Landesausstellung „Zwei Räder -—
200 Jahre“ zeig das Technoseumn die
Geschichte der hahnbrechenden
ES
X:
x
L
Gh
Ite Programmpunkte
@ Tour de Karl: Schüler der Klassen
vier bis sechs radeln auf der
Drais’schen Route: 2. Juni 2017.
m „Monnem Bike - das Festival”
Drei Tage mit Fahrrad-Events. Höhe-
punkt des Jubiläums: 10. bis 12. Juni.
® „Mannem Bike - die Show":
Abschluss-Veranstaltung mit Theater
und Musik im Ehrenhof des Schlos-
ses: 16. September 2017. lang
Mannheimer Erfindung auf, be-
leuchtet die physikalischen Grund-
lagen und die technische Entwick-
lung des Fahrrades, das Image des
Bikes suwie die Bedingungen der
Veln-Produktion. Eröffnet wird die
bis 25. Juni 2017 laufende Sonder-
ausstellung, so kündigte Kurator
Thomas Kosche an, am 11. Novem-
ber 2016. Neben zahlreichen weite-
ren Veranstaltungen wie einem Mu-
sicalim Capitol und dem großen Ju-
biläurns-Abschluss „Manner Bike-
die Show“ am 16. September im
Ehrenhof des Schlosses stehen
mehrere wichtige Fachtagungen
auf der Agenda des Karl-Drais-
Jahres: ADFC-Bundes- und Lan-
desversammlungen, der Nato-
nale Radverkehrskangress der
Bundesregierung, die Fachtagung
Radsport in Südwestdeutschland
sowie die International Cycling Con-
ference bilden den Experten-Rah-
men des Rad-Jubiläums.
»- Weitare Borichte Im Lokalteil
=“ Fotostrecke unter
morgenweb.de/mannheim
EB Rumors
Eine Übersicht über Projekte, Ter-
mine, Veranstaltungsorte, aber
auch historische Hintergründe lie-
fert die mternet-Seite der Stadt
zum Fahrrad-Jubiläum:
www.monnem-bike.do
duch-Sie schen jaschun vonhier
aus das Ende-gleich wiederfertig
ist.Wenner dochnur länger wäre,
dann könnte man über die Länge
des Staus gestern Morgen im
Wohlgelegen schreiben. Über die
langen Gesichter der Autofahrer,
die Jängst bei der Arbeil hälen
sein müssen. Manche von ihnen
waren wegen der langatmigen
Warterei kurz davor, in ihr Lenk-
rad zu beißen. Abkürzungen gab
es keine, alle Quer- und Längs-
straßen waren in kurzer Zeit ver-
stopfi. Kurzum, es war langfristig
Langeweile am Steuer angesagt.
Dieses „übrigens“ istnunkurzvor
dem Ende. Weil es so kurz war,
hat das Schreiben länger gedau-
ert. Kurze Rede, kurzer Sinn: Die
Länge ist doch entscheidend. stp
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Johannes Greten
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69126 Heidelberg
bessere. : de
vor Pabenlen bewertet
va
Tor ın Nachsprelzeit: Waldhof-
Video als Internet-Hit (Sport)
Kommunalwahl: Koalition in
Bensheim am Ende
Adler vor Pre-Play-offs: Fast
alles spricht für die Haie
Pendler zwischen Wut und
Gelassenheit {Mannheim}
Protest bei GE in Mannheim:
„Geben unser Werk nicht auf“
ai. a
Protest bei General Electric
(GE) in Marınheim
Abriss des Postgebäudes in
Mannheim
Baubeginn für Mannheimer
Stadtarchiv
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DAS WETTER
EST
na am
Heute Donnerstag Freitag
Yy-2°C 10/2°C - 172° 6
Sonnig Sonnig, : Walken
und mild später Wolken : und Sonne
STADTAUSGABE
UNERFÜLLTE ERWARTUNGEN
Die Kulturpolitik des Landes aus
SONNE, SAND UND MEER
Für Urlaub geben die Deutschen
”* morgenweh.de/adler
Pre-Play-ofis: Die Adler treten in Köln an -
BILD: THINKSTOCK.
i
a
, am liebsten Geld aus » weıtund Wissen
MITTWOCH 9. MÄRZ 2016 - 71. JAHRGANG - NR. 57
Fußball: Trainer-Vertrag
in Frankfurt bis 2019
Kovac zur
Eintracht
FRANKFURT. Bruder-Hille gegen
den Ahstieg: Niko und Robert
Kovac sallen Eintracht Frankfurt
vor dem Absturz in die2. Liga be-
wahren. Die in der Fußball-Bun-
desliga bestens bekannten kroa-
schen Brüder wurden als Nach-
folger des geschassten Armin
Veh installiert und nahmen ihre
„Mission Klassenerhalt“ voller
Tatendrang in Angriff,
‚Ich bin hierhergekummen,
um die Liga zu halten. Da bir ich
absolut zuversichtlich“, sagte
Niko Kuvac und richtete gleich
einenflammenden Appellan sei-
ne Mannschaft: „Ich erwarte ab-
solute Hingabe, Leidenschaft
und Disziplin. Der Druck auf die
Spieler muss echöht werden. Je-
der spielt auch um seine Exis-
Lenz“, Kovac war bis September
2015 Nationaltrainer seines Hei-
matlandes, Bruder Robert assis-
tierte ihm als Co-Trainer und
wechselt in gleicher Funktion
mit nach Frankfurt. sid
>» Kommentar und Bericht Seite 9
Ku ; > “
Niko Kovac sall mit der Eintracht den
Klassenerhalt sichern. BILD:DPA
Landtagswahlen
„Das Vertrauen
entscheidet“
MANNHEIM, Der Mannheimer
Politikwissenschaftler Thomas
König erwartet, dass ılie Bürger
sich am Sonntag bei den Land-
tagswahlen für den Spitzenkan-
didaten ‚entscheiden werden,
dem sie mehr vertrauen. „Ba-
den-Württembergs Ministerprä-
sident Winfried Kretschmann
schafft bis ins CDU-Lager Ver-
trauen. Das gelingt Guido Wolf
nicht so gut“, sagte der Wissen-
schalller im Interview mit dieser
Zeitung. was
> Interview Seite 4
Eishockey
Adler mit dem
Prinzip Hoffnung
MANNHEIM. Am heutigen Mitt-
woch gilt's für die Mannheimer
Adler, bei den Kölner Haien
(19.30 Uhr} steht das erste Spiel
der Pre-Play-ofls an. Zwei Siege
sind irı der Serie „Best of (hree“
notwendig, um das Play-ofl-
Viertelfinale zu erreichen - die
große Hollnung der Auller. Trai-
ner Craig Wondcroft hat ein ge-
wisses „Glänzen in den Augen
der Spieler“ ausgemacht und
baut darauf, dass das Team nun
sein wahres Gesicht zeigt. and
» Bericht Seito 10
verfolgen Sie das Spiel in unseren Liveticker!
UNABHÄNGIGE TAGESZEITUNG
Die Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien ist praktisch dicht, rund 13 000 Flüchtlinge sitzen am Grenzübergang Idomeni fest.
Mannheimer Sicht beirachtet » Mannheim
BILD: DPA
Flüchtlinge: Kanzlerin wirbt um Einigung mit der Türkei / Balkanstaaten schließen Fluchtroute
BRÜSSEL/BERLIN, Kanzlerin An-
gela Merkel (CDU) wirbt unge-
achtet des Drucks der Landtags-
wahlen an diesen Sonntag um
mehr Zeit für den angestrebten
europäischen Flüchtlingspakt
mit der Türkei. „Manchmal
künnte es schneller gehen. Aber
ich glaube, insgesamt bewegt
sich die Sache in die richtige
Richtung", sagtesie gestern nach
einem EU-Gipfel mit der Türkei
im „Südwestrundfunk“. Für eine
endgültige Vereinbarung bis
zum nächsten Giplel am 17. und
18. März,gehe esnoch viel Arbeit.
Kernpunkte sind neue Vorschlä-
ge zur Rilcknahme von Flücht-
lingen, die Türkei will zugleich
inchr Milliardenhilfen der EU.
MANNHEIM. In der Quadrate-
stadi beginnt Ende März das Ju-
biläumsprogramm zum 200. Ge-
burtstag des Fahrrades, Karl
Drais {1785-1851} hatte dieTrfin-
dung am 12. Juni 1817 bei einer
Fahrt von der Mannheimer In-
nenstadt in Richtung Schwetzin-
gen erstmals vorgestellt.
Zum Auftakt des Festjahres
2017 will die Stadt schon jetzt
Bürgerprojekte zum Thema
Fahrrad auswählen und finan-
ziel [ördern. Das Jubiläumspro-
gramm unter dem Motto „Mon-
nem Bike- wo alles begann” um-
fasst Veranstaltungen und Bei-
träge aus Kultur, Sport, Ver-
kchrspolitik und Wissenschaft.
Der Höhepunkt der Feiern ist für
Samstag, 10. bis Montag, 12. Juni
2017 vorgesehen.
Dann gibt es rund um den
Wasserturm die Weltmeister-
schaften der Liegeradlerund den
legendären Rad-Kultwettbewerb
„World Klapp“, ein Mann-
schallszeitlahren aul Klapp-Rä-
EU-Gipfelchef Donald Tusk
sagte: „Ich hahe keinen Zweifel,
dass wir den endgültigen Erfolg
erzielen werden." Die „Tage der
ungeregelten Migration" in die
EU seien vorüber. Bei dern cintä-
gigen Sondergipfel in Brüssel
halle der türkische Regierungs-
chef Ahmet Davutoglu ein weit-
reichendes Paket vorgelegt, das
viele EU-Chefs überrascht hatte.
Das Angebot sieht vor, dass
die EU alle illegalankoımmenden
Migranten von den griechischen
Inseln wieder in die Türkei zu-
rückschicken kann. Zugleich sol-
len aber ebenso viele Flüchtlinge
legal aus der Türkei in die EU
kommen. Unklar blieb, welche
EU-Staaten sic aufnehmen
==
dern. Zudem sind Konzerte und
eine Jubiläumsgala der Landes-
teglerung geplant.
Die Einzelhändler kritisierten
dagegen Pläne der Verwaltung,
die Stadt an dem Fest-Wachen-
ende für Autos zu sperren. Der
Ilandel befürchtet Einbußen,
der Samstag sel der mit Abstand
umsatzstärksie lag der Wuche,
Merkel spielt auf Zeit
könnten. Zudern [urdert Ankara
eine Verdoppelung der EU-Hilfs-
zusagen für in der Türkei leben-
de Flüchtlinge von drei Milliar-
den auf sechs Milliarden Euro.
Dazu gab es kein klares Signal
des EU-Gipfels.
Obwohl es Merkel gelungen
war, den Satz „Die Balkanroute
ist geschlossen“ im Gipfel-Papier
abzuwehren, schufen die dorti-
gen Länder nun Fakten: Slowe-
nicn werde in Zukunft nur noch
Menschen mit gültigen Pässen
und Visa einreisen lassen, be-
Tichtete das Innenministerium
gestern in Ljubljana. Diese Rege-
lung gelte ab Mitternacht. Ser-
bien als weiterer südlicher Anrai-
ner rcagierte in gleicher Weise.
200 Jahre: Geburtstags-Motto lautet „Monnem Bike - wo alles begann"
Rad-Jubiläum rollt an
Hatnoch keinen Namen: Im Morgenweb kann man über das Maskottchen des
Mannheimer Fahrrad-Jubiläums abstimmen.
BILD: TRÖSTER
vor allcın Kunden aus dem Um-
land strömten dann in die City,
die Mehrheit von ihnen kumme
mit dem Auto nach Mannheim.
Bereils am 11. Nuvember
2016 eröffnet das Technoseum
eine Sonderausstellung über
Karl Drais. lang/scho
» Kommentar, Berichte Mannheim
Es werde die neuen Regelungen
ebenso an seiner Grenze zu Ma-
zedonien und Bulgarien anwen-
den, teilte das serbische Innen-
ministerium mit. Auch Kroatien
werde in dieser Weise reagieren.
Die Zahl der unerledigten
Asylanträge in Deutschland hat
fast 400 000 erreichl, Ende Fe-
bruar waren es 393 155, wie das
Bundesinnenministerium ges-
tern in Berlin mitteilte. Aller-
dings steigerte das zuständige
Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge in den ersten Zwei
Monaten des Jahres die Zahl der
Entscheidungen über Asylanträ-
ge auf gut 100 000. dpalds
>» Kommentar und Berichte Seite 2
Pharma
Rekordjahr
für Merck
DARMSTADT. Vor dem Wechsel
an der Spitze hat der Darmstäd-
ter Pharma- und Chemiekon-
zen Merck Rekordzahlen vorge-
legt. „2015 war für uns ein gutes
Jahr”, sagle Merck-Chel Karl-
Ludwig Kley gestern bei der Bi-
lanz-Vorstellung in Darmstadt.
„Wir hahen unsere Finanzziele
durchgehend erreicht bezie-
hungsweise übertroffen." Der
Umsatz und das bereinigte ope-
rative Ergebnis seien in der last
350-jährigen Firmengeschichte
noch nie so hoch gewesen.
Grund war unter anderem der
Zukauf des US-Laborausrüsters
Sigma-Aldrich für 13,1 Milliar-
den Euro-die teuerste Übernah-
me, die Merck jemals geläligt
hat, Bei der Hauptversammlung
Ende April soll Kleys Vize Stefan
Oschmann neuer Vorsitzender
derGeschäftsleitung und Merck-
CEO werden. dpa
® Bericht Seite 6
D 4624 - Preis: 1,70 €
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Herzlich willkommen *
Internationaler Kongress
Kunststoffe im
Automobilbau
08. - 10. Marz 2016
mich ‚<ongresscenternsengarten
LOKALBLICK
Zu wenig Ganztagsplätze in Kindergärten
In Mannheim haben es Familien, die für ihren
Nachwuchs einen Ganztagsplatzin einem Kinder-
garten suchen, mitunter schwer. Stadtweitfehltes
an passenden Angeboten. »® Mannheim
Bunte Fähnchen gegen Hundekot
Die Stadt Worms hat's ausgerechnet: TTunde hin-
terlassen Häufchen im Gewicht von zwei Tonnen
— äglich! Die Verwaltung kämpfi mil Fähnchen
gegen den stinkenden Dreck. » Metropolregion
WELTBLICK
Stabiler Ausblick für Daimlor-Buswerk
Hartmut Schick, Chefder Daimler-Bussparte, sagt
für dieses Jahr eine unveränderte Beschäftigten-
zahl am Standort Mannheim voraus. Ein neuer
Flektro-Rus soll 2018 an den Start gehen.» Seite 6
Mucic im Gespräch
Luka Mucie, Vorsitzen- BÖRSENTICKER
der des Vereins Zukunft Dax fallt
Metropolregion Rhein-
Neckar, spricht im Inter- 9692,82
view üher schlechte 0,88%
Unternehmensnach-
richten. Fürdensap. Furolegt zu
Vorstand steht die Wirt- © 1,1028
schaft der Region den- 1,0853
noch gut da. > Saite 8
Wolfsburg in Champions League weiter
Mit einem 1:0 (0:0)-Sieggegen den belgischen Ver-
treter KAA Gent hat der VfL Wolfsburg den Einzug
ins Viertelfinale der Champions League perfekt
gemacht. » Seite 9
Sponsoren lassen Scharapowa fallen
Nach ihrem tiefen Daping-Fall muss Tennis-Diva
MariaScharapowanun auch finanzielle Einbußen
hinnehmen. Sponsoren setzen ihre Verträge aus
oder verlängern sie nicht. » Seite 10
Mit Comics gegen Diktatur
Auf ironische Weise übi der
Comic-Zeichner Riad Sattnuf
(Bild) Kritik am Regime in Syrien.
In seinem Buch „Der Araber von
morgen“ zeichnet er voller Spott
ein Bild seiner Jugend. » Kultur
Studenten organisieren Kongress
Zum vierten Malhahen Studenten das Mannheim
Fnrum arganisiert, zu dem ab morgen wieder pro-
minente Politiker an die Universität kommen —
darunter Norbert Lammert. » Hochschulseite
SERVICE
Seite 22
Saite 26
Familienanzeigen .
Fernsehprogramm
Abonnement-Service
Tel. 0821/392-2200 Fax: 0821/392-1408
E-Mail: Kundenzervice@mamo.de
Mo-Fr 7-17 Uhr, Sa 8-12 Uhr, So 9-12 Uhr
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Tel. 0621/332-100 Fax: 0621/392-W45
E-Mall: Anzeigen@mamo.de
Mo-Fr 3-17 Uhr
Morgenforum Mannheim P3,4-5
Tel. 0E2/ 332-170 Fax 0821/382-1717
Mo-Fr: 9-17 Uhr, 5a 9-13 Uhr
4 | IM 708
30110
Mittwoch
30. MÄRZ 2016
MANNHEIM
MORGEN 19
RAUF AUFS RAD: Zum Beginn der Saison startet der MM eine Artikel-Serie, die Lust aufs Fahrradfahren machen soll (Folge 1)
Technik: Zahnriemen, geländetaugliche Rennräder und Faltbügelschlösser liegen im Trend / Kurioseste Neuheit ist aber der Airbag für Radlerinnen
So kommen Sie richtig in Tritt
Von unsaram Mitarbeiter
Thomas Egentauf
Angefangen hat es mit zwei Rädern,
einem Rahmen sowie Gabel und
Lenker. Dann kam der Pedalantrieb
hinzu, der später mit Hille einer Kel-
te verbessert wurde. Und auch heute
wird das Fahrrad stetig weiterentwi-
vkelt, Seien es besondere Dämpfer,
neues Material für den Schlauch
oder gar cin Elektromotor. Wir ha-
ben uns bei Mannheimer Fahrradlä-
den über die neuesten Entwicklun-
gen und Trends erkundigt:
Der Zahnriemen-Antrieb
Eine Kelle muss man pflegen. Sie ist
ölig und macht die Hände schmut-
zig. „Ein Zahnriemen-Antrieb eignet
sich besonders für Vielfahrer, die
nicht viel Zeit für die Pflege ihres
Fahrrads aufbringen wollen”, sagt
Lars Vogel von „der radladen“. Ein
Riemen hält nach seiner Einschät-
zung bei gleichem Aufwand vier bis
fünfmal so lange wie eine Kette. Au-
Berdem benötigt er kein Öl, ist also
sauber. Zahnriemen gibt es häufig
auch in der Kombination mil einem
Pinian-Getriebe. Diese zeichnen
sich durch eine große Bandbreite
und eine gleichmäßige Abstufung
der Gänge aus. Der Nachtteil der
Zahnriemenist, dass der Ausbau des
Hinterrades deutlich komplizierter
ist, da der Rieınen unter Spannung
steht.
Retro-Bike
Man sieht sie immer häufiger auf
den Straßen. Lederne Sattel mit den
sichtbaren Federn. Geschwungener
Lenker. Die Griffe zeigen fast aufden
Fahrer. Näufig mit niedrigem Tin-
stieg. Der Retro-Look erfreut sich
schon scit einiger Zeit wieder großer
Beliebtheit. Oftmals sind die Räder
sehr bunt gestaltet. „Die Firma Re-
trovelo haben sich Räder aus den
20er Jahren zum Vorbikl genom-
men, bauen sie nach und staften sie
mit neuer Technik aus“, erklärt Lars
Vogel. Für das passende Aussehen
sorgen beispielsweise die Ledersät-
ugly
‚Am Lenker: Teilnehmer der Radparade vor drei Jahren in der Innenstadt.
D)
0X) RAUF AUFS RAD
tel der Firma Brooks. Doch wer es
authentisch haben will, dermussauf
einen Stahlrahmen zurückgreifen.
Denn der. Aluminiumrahmen ist
eine moderne Erscheinung.
Faltfahrrad
Eine besonders kompakte Version
des Fahrrads ist das Faltrad. Im
Handumdrehen kann man es mit in
den Zug nehmen. Es ist einfach ein-
und wieder ausfaltbar, sowie leicht
gebaut. Etwa 20 Sekunden braucht
ınan nach Icrstellerangaben für das
Aus- und Einfalten eines Modells
von Brompton. Dabei werden Kette
und Schaltung nach innen einge-
klappt, so dass das Hisiko sich
schmutzig zu machen minimiert
wird. „Das Faltrad passt zu Men-
schen, die mit der Bahn fahren, aber
weiter entfernt vom Bahnhof arbei-
ten“, sagl Lars Vogel. Die kleinen Rä-
der sind typisch für das Faltrad, das
es auch mit verschiedenen Schal-
tungen und Lenkern gibt.
Targo-Bike
Das Cargo-Bike oder auch Lasten-
fahrrad ist eher ein Nischenprodukt.
‚Ein Cargo-Bike holen sich nur
Überzeugungstäter, die nicht vom
Auto abhängig sein wollen”, berich-
tet Lars Vogel, der selbst eines he-
sitzt. Es gibt verschiedene Ausfüh-
rungen von Gargo-Bikes, mit mehr
als zwei Rädern oder in unterschied-
lichen Größen. Die Gepäckfläche ist
vor dem Fahrer und dem Lenker.
„Ich habe schon welche geschen, auf
die eine Europalette gepasst hätte“,
sagt Vogel. Man könne diese Fahrrä-
der auch gut zerlegen und transpor-
teren. Ein Prublemseiallerdings die
Unterhringung, da die Räder viel
Platz benötigen und es in der Stadt
wenig Möglichkeiten gebe, es abzu-
stellen.
Sie werden an sich selbst neue Quali-
täten entdecken. Wenn Sie blsher vor
Teamwork cher zurückschreckten,
dasın sollten Sie sich jetzt auf diesem
Gebiet verstärkt einbringen. Sie kün-
nen damil das Vorankammen eiries
Projekts untersilitzen und eigene
Kompetenz unter Beweis stellen. Auf
Ihren Partuer wirkt Ihr Erfolg anzie-
hend, Sie können sich seiner vollen
Unterstiltzung sicher sein.
I ——
$ie haben heute auch über kompli-
Zierle Sachverlalte einen guten Über-
blick. Nutzen Sie deshalb diesen Tag.
un schwierige Aufgaben zu lösen oder
um organisatorische Fragen zu klären.
Aufgrund ihrer vermehrten Beliebt-
heit isl diese Zeil auch günstig für Sie.
um in Gruppen zu arbeiten und mit
Partnern etwas auszuhandeln.
Die Sterne stehen heute günstig für
einen offenen Meinungsaustausch.
Gehen Sie ullen und ehrlich auf Ihr
Gegenüber zu, so wird dieser dasselbe
tun. Personen, die Sie in ein Gespräch
verwickeln, spüren Ihre positiven
Absichten und werden auf Ihre Anre-
gungen eingehen, Damit können Sie
Missverständnissen vorbeugen oder
schon länger anhaltende Unstitumig-
keiten beseitigen.
22.6. - 22.7.
Krebs
Hören Sie heute auf ihren gesunden
Menschenverstand, denn er wird Sie
nicht im Stich lassen. Sowohl in der
Einschätzung anderen Menschen als
auch bezüglich des Gelühls, welche
Aktionen nun angebracht sind. Schen
Sie auch einmal über die nackten
Zahlen und Analysen_hinweg und
lassen Sie Ihr Bauchgefühl sprechen.
Manchmal verhüllen Zahlen und
Takten mehr als sie offenbaren,
rliches Wohlbefinden wirkt
sich positiv auf Ihre Stimmung aus
Deshalh sollten Sie alles daran setzen
sicli Ihre Gesundheit zu erhalt
Wenn Sie nicht schon auf Ihre Ernäh-
rung achlen, dann denken Sie jelzt
darüber nach, von welchen schlech-
ten Angewohnheiten Sie sich trennen
könnten. Sie könnten auch einen
Kochkurs belegen und dort gleich Ihre
Kontaktfreude unter Beweis stellen.
TAGESHOROSKOP FÜR MITTWOCH, DEN 30. MÄRZ 2016
BRDER: PROSSWITZ/EGENLAUF {8}
Geländetaugliches Rennrad
Eva Altig, Chefin von Radsport Altig,
berichtet, dass geländetaugliche
Rennräderbeliebter werden. Die ha-
ben breitere aber dennoch glatte
Reifen. Damit seien sie universell
einsetzbar. Der typische gebogene
Lenker und ein leichter Aluminium-
rahmen bleiben vorhanden.
kin elektrischer Mulor findet sich
nun auch mehr und mehr bei Trek-
king- und Mountainbikes. Die Akkus
haben immer größere Reichweiten
und eine lange Lebensdauer. Diese
hängt aber davon ab. wie man mit
dem Fahrrad umgeht. Wer es zu lan-
ge nicht benutzt, riskiert den Akku.
Vielfahrer sorgen von selbst für eine
lange Lebensdauer. Außerdem sei
auch die Fahrökonomie ein wichti-
ger Faktor, so Eva Altig. Ein gleich-
mäßiger Rhythmus ist gut für den
Akku. Ein besonderes E-Bike wird
von der Firma Gaboc angeboten, die
sich auf sportliche und sehr leichte
Modelle spezialisieren. Man sicht
den Rädern nicht an, dass sie einen
elektrischen Motor haben, da dieser
im Rahmen versteckt ist.
Faltbügelschloss
„Es wird wieder mehr Fahrrad gefah-
ren, und die Leute kaufen sich auch
bessere und teurere Räder“, sagt
Lars Vogel. So scheint es verständ-
lich, dass auch für das Schloss mehr
ausgegeben wird. „Zu fastjedemRad
verkaufen wir ein Faltbügelschloss“,
sagt Eva Altig. Diese seien besonders
robust und die einzigen Fahrradsch-
lösser, die einem Bolzenschneider
Widerstand bielen können. Es be-
steht aus mehreren metallenen Bü-
geln und nicht aus Kettengliedern.
Radfahrer-Airbag
Zu den kuriosen Neuhelten der ver-
gangenen Jahregehört derAirbag für
den Radfahrer. „Auf die Idee kamen
zwei Schwedinnen aufgrund einer
Umfrage. Dabei kam heraus, dass
viele Frauen wegen ihrer Frisur kei-
nen Helm tragen“, berichtet Eva Al-
lig. Die Lösung: ein Kragen mit ei-
nem Airbag, der im Falle eines Stur-
zes den Kopf schützt. Der tarnt sich
als Schal. Sensoren erfassen 200 Be-
wegungen pro Sekunde. Sobald die
für einen Sturz typischen Bewe-
gungsabläufe gemessen werden,
wird der Airbag ausgelöst. Sein Akku
soll 18 Stunden halten. Außerdem ist
der Kragen ınit 65 Gramm deudich
leichter als ein Helm, allerdings auch
deutlich teurer. Hund 300 Euro kus-
Rad-Serie: Einstimmung auf die
ersten großen Touren
.
Mit Infos und
Unterhaltung
in die Saison
„Rauf aufs Rad“ heikt unsere kleine
Serie, mit der wir Sie von heute an
auf die Fahrradsaison einstimmen
möchten. Meteorologisch und ka-
Jendarisch ist der Frühling ja längst
da, am Wochenende soll nun auch
das Wetternachziehen. AufdenRad-
wegen rollen dann wieder einzeln,
zu zweit und in größeren Gruppen
all diejenigen, für die das Glück im
(Rad-)Sattel liegl. Heute stellen wir
Ihnen {neue} Dinge vor, mit den das
Radeln noch mehr Spaß machen
kann. In den nächsten Tagen schau-
en wir dann auf das Mietradprojekt
VRNextbike und porträtieren ein
junges Pärchen, das im wahrsten
Weortsinn auf Rundtour geht: näm-
lich innerhalb von zweieinhalb Jah-
ren einmal um den Globus.
Zur Erinnerung: Wirbefinden uns
im Jahr vor dem großen Karl-Drais-
Jubiläum. Mannheim Ieiert 2017 mit
einen großen Programm „200 Jahre
Fahrrad“. Das alles präsentiert die
Stadt unter dem Motta „Monnem
Bike- wo alles begann“. Seit gestern
künnen sich Radfans beim Ideen-
wettbewcrb „Dein Radprojekt“ be-
telligen.
Kreative Radprojekte gesucht
Die Stadt sucht „krealive, innuval-
ve, nachhaltige oder soziale Ideen,
die einen Beitrag zur Radkultur leis-
ten“. Bewerben können sich Einzel-
personen, Gruppen, Verein, Initla-
tiven oder Unternehmen. Insgesamt
stehen 40 000 Euro zur Verfügung,
die maximale Fördersumme beträgt
4009 Euro. Über eine Online-Ab-
stimmung werden zehn Siegerpro-
jekte ermittelt. Eine Fachjury wählt
zudem weitere fürderungswürdige
Projekte aus. Einsendeschluss (aus-
schließlich online auf www.men-
nem-bike.de) ist der 3.Juni. Ab
10. Juni werden alle Projekte auf der
Website veröffentlicht. stp
www.mannem-bike.da
Mit Ausblick auf den Fernmeldeturm: So
macht das Radeln Spaß, BILD DPA
Mehr sis
12D Redakteure
bringen Ihnen die
Region naher, egal
wo Sie sınd
non
=
Körperlich wie seelisch sind Sie zurzeit
recht_verspatnt. Denken Sie daran,
dass Sie es bereuen werden, wenn Sie
Ihre schlechte Laune an Ihrem Part-
ner auslassen. Auch im Büro miissen
Sie leider um Beherssehung ringen.
Bedenken Sie, dass Ihre Kollegen mit
Sicherheit nicht absichtlich Ihre Nerven
strapazieren. Leisten Sie sich zum Teier-
abend eine Massage, das hilft Ihnen
diese schwere Phase durchzustehen.
Sie tragen eine schwere Last an Prob-
lemen nit sich herum. Beginnen $ie
damit, etwas von dem Ballast abzuwer-
Ten, sanst werden die Schwierigkeiten
noch mehr wachsen. Überlegen Sie
sich eine Strategie, wie Sie Ihre berufli-
chen und privaten Herau:
meistern können, ahrıe
viel Kralt zu verlieren. denken
Sie nicht zu lange nach. Jeder Tag, der
vergelt, ist ein verlorener Tag.
on
Trotz Ihres tiheraus hohen Eng
ments fühlen Sie sich nur allzu schnell
missverslanden. Es katın heute leichter
als sonst zu Spannungen mit Kollegen
kommen, Reagieren Sie besonien,
und warten Sie lieber auf den mor-
ge-
igen Tag. Auch privat läuft es heute
jeider nieht einfach. Sie fühlen sich
missverstanden. Resgieren Sie nicht
aggressiv, sonder lehnen Sie sich
auch hier etwas zurück.
Momentan befindenSie sichaneinem
toten Punkt. Nichts scheint voran zu
gehen und Sie sind versucht alles hin-
zuwerfen. Schon Sic solche Momente
als eine Probe Ihres Willersan und wer-
den Sie sich darüber klar, wie vielIhnen
die Verwirklichung Ihrer Pläne wert ist.
Dann werden Ste auch die Kraft finden,
Sie weiterhin überalle Iindernisse hin-
zu verfolgen. Oder aber Sie lassen
sie fallen und orientieren sich neu.
BR:
Sie haben jetzt_zwar mehr Krafi als
sonst, aber auf cine unrubige und
unbarmonische Weise, Ihre Gefühle
befinden sich heute nämlielı oft nicht
bock
in Harmonie mit Ihren Gedanken.
Versuchen Sie deshalb, die verschic-
denen Lehensbereirhe in Gleichklang
zu bringen. Vielleicht fühlen Sie sich
nun zu einer Menschen hingezogen,
der ganz anders ist als Sie selbst.
können, leiden Sie unter umerlicher Au-
spannung und sind unrul ni ‚Achten Sie
jedoch darauf, dass Sie Ihr Umfeld nicht
unnötig mit in diese Simmung hineinzie-
hen. Denn dies könnte zu echlen Kunllik-
tenundStresssituationen führen. Nehmen
Sie sieh lieber etwas Zeit und ü ken
Sie Ihre Aufgaben, statt mit vorschnellen
Entscheldungen und Fehlern Ihr Umfeld
ZurVerzweiflüngzutreiben.
Me En
Tassen Sie jetzt den Mut, lang geplante
Projekte umzusetzen. Verteldigen
Sie dabei Ihre Ideen selbstbewusst,
um Zweiller auf Ihre Seite zu ziehen.
Ihre Umwelt reagiert auf Ihren Taten-
drang positiv und versucht, Sie weiter
zu ermutigen, Das zilt auelı im Privat-
bereich. Scheuen Sie sich nicht
davor, Ihren Mitmenschen die neu
gefundene Seiten an Ihnen zu zeigen.
$u kommen Sie voran,
Samstag
9. APRIL 2016
MANNHEIM
RAUF AUFS RAD: Jetzt überprüfen, ob das Rad technisch in Ordnung ist
Sicherheit: $o wird das Fahrrad
fit für den Frühling
Leichtlaufmit
Luft und Ol
Es sind nur wenige Handgriffe, aber
sie machen das Radler-Leben leich-
ter: Anständig aufgepumpte Reifen
und ordentlich geschmierte An-
triebs- und Brems-Bautcile lassen
jedes Rad gleich viel leichter laufen —
lang
und effektiver bremsen.
Luftdruck prüfen: Etwa vier Aar nolite ein
Cltyrad haben,
Kette ölaıı: Der Antrieb sollte immer
geschmiert worden.
Bremszüge schmieren: Kriechöl im
Badenzug wirkt Wunder,
Freizeit: Veranstaltung muss in
den „Suezkanal" ausweichen
ADEC lädt
ein zum
Flohmarkt
Wer ein Fahrrad sucht, sollte sich
diesen Termin schon mal vormer-
ken: Der Allgemeine Deutsche Fahr-
rad-CGlub LADFG} richtet auch in die-
‚sen Frühjahr wieder einen Fahrrad-
Flohmarkt aus- und zwaram nächs-
ten Samstag, 16. April, von LU bis
12 Uhr. Wegen der Abbrucharbeiten
des Postgebäudeskann erdiesesMal
nicht aufdem Platz vor der Fahrrad-
station am Haupthahnhof stattfin-
den, sondern muss ausnahmsweise
in die gesperrte Tunnelstraße [,Su-
ezkanal*) umziehen.
Varstellung der Touren
Der ADFC weist darauf hin, dass im
„Suezkanal" keine Autos geparkt
werden können, für den Abschnitt
zwischen Bismarckstraße und Tief-
garagenzufahrt bestehe Haltever-
bot. Beidem Markt können auch Pri-
vaipersonen ein gebrauchtes Rad
verkaufen. Bei Verkauf wird eine
Provision von zwei Euro fällig.
Der ADFC nutzt den Markt auch,
um sein neues Tourenprogramm für
Mannheim, Ludwigshafen und Hei-
delberg mit über 100 gemeinsamen
Ausfahrten vorzustellen. Zudem
werden das Radtourenheft „Rauf
aufs Rad“ mit 17 Tourenvorschlägen
in der Metropolregion sowie regio-
ale Radtourenikarten zu Buchhan-
delspreisen verkauft.
Das Tourenprogramm ist auch
am ADFC-Infopunkt in der Fahrrad-
station am Hauptbahnhof sowie in
verschiedenen Radgeschäften in der
Stadt erhältlich. imo
MORGEN 21
Radcheck: Saisonauftakt an der Alten Feuerwache / Kostenlose Aktion der Stadt als Fördermaßnahme für das umweltfreundliche Verkehrsmittel
Fahrrad-TÜV wirbt für das Velo
Von unserem Redaktionsmitglied
Thorsten Langscheid
Hannes Münch hat schun die Maul-
schlüssel zur Hand und nimmt sich
den Steuersatz meines betagten
Tahrrades aus den 1980er Jahren zur
Brust: „Kein Wunder, dass es da
scheppert“, sagi der Fahrradmecha-
niker, der gestern und heute {11 bis
16 Uhr) mit seinen Kollegen Nico
Netzer und Arne Große Hülsewie-
sche von der Fahrradwerkstait Base-
ment Bikes an der Alten Feuerwache
einen kostenlasen Rad-Check - eine
Art Fahrrad-TÜV - für jedermann
anbietet. „Istja alles ganz Iocker!*
Münch fettet die beiden Kugella-
ger, in denen Gabel und Lenker im
Rahmen befestigt sind, und richtet
den Steuersatz wieder so cin, wie er
sein sollte: „Leichtgängig und völlig
ohne Spiel.“ Eine einfache Wartung,
RAUF AUFS RAD
die viel Ärger erspart, denn auflange
Sicht wären beschädigte oder sogar
zerstörte Lager und snmil eine teure
Reparatur die Folge. Dach ein lucke-
ter Steuersatz ist schon eher ein
„schwerer Fall“, zumeist reicht es
aus, wenn die Fahrrad-Fachmänner
Bremsen und Licht überprüfen, Ket-
ten ölen und Reifen aufpumpen. Die
kostenlasen Radchecks wurden in
Mannheim vor fünf Jahren einge-
führt, darnals als gemeinsame fahr-
radpolitische Aktion der Landesre-
gierung und der Stadt, die gerade ihr
21-Punkte-Programm zur Förde-
rung des Radverkehrs auf den Weg
gebracht hatte.
„Eine super Sache“, findet
Grundschullehrer Michael Werner,
der miteinem zeitlos eleganten Her-
renrad geduldig in der Schlange: war-
tet, die sich schon wenige Minuten
nach Beginn der Aktion gestern Mit-
tag gebildet hat. Das freut Netzer,
Münch und Große Hillsewiesche,
das freut aber auch Annika Martin
Kostenloser Radcheck
m In diesem Jahr stehen Radchack-
Termine im April, Mai, Juni, Juli und
Septernber im Kalender.
u Alte Fauerwache: Heute, Samstag,
9. April, von 11 bis 16 Uhr Brücken-
straße, Ecke Schafweide.
Hannes Münch (links) von Basement Bikes checkt das Fahrrad von „MM"-Redakteur Thorstan Langscheid.
mBibliotheksgebäude A 2: Freitag,
6. Mai, 13 bis 18 Uhr, und Samstag,
7. Mai, 11 bis 16 Uhr.
a Kapuzinerplanken: Samstag,
25. Juni, 10 bis 18 Uhr. Der Radcheck
findet während des Radsalons statt.
u Neckarpromenade, Collinisteg:
Freitag, 8. Juli, 13 bis 18 Uhr, und
Samstag, 9. Juli, 11 bis 18 Uhr.
mAm Wasserturm: Freitag, 9. Sep-
tember, 13 bis 18 Uhr, und Samstag,
10. September, 11 bis 18 Uhr.
von der städtischen Geschäftsstelle
Fahrradjubiläum. Der Radcheck ist
als Angebot für die Bürger gedacht,
erklärt sie, und soll dazu beitragen,
mehr Mannheimer zum Umsteigen
aufs Fahrrad zu bewegen. Für die be-
liebten Var-Ort-Aktionen hat Nico
Netzer ein Lastenfahrrad umgebaut
und als. mobile Fahrradwerkstatt
ausgerüstet. Nachhaltige Mobilität
fängt in den Köpfen der Menschen
Maskottchen: Morgenweb-Leser stimmen über Namen ab
„Draisel“ liegt
in Führung =.
Wenn es nach den Lesern dieser Zei-
tung und des Morgenweb geht, dann
heißt das Maskottchen der Stadt
Mannheim zum Fahrradjubiläum
2017 „Diaisel”. Beitn Online-Voting
im Morgenweb stimmten 34,5 Pro-
zent für diesen an den Fahrrad-Er-
finder Karl Drais (1785-1851) erin-
nernden Namen,
Dic Figur im roten Trikot mit ci-
ner großen Fahrradlammpe als Kopf
soll bei Touristik-Messen und ähnli-
chen Anlässen für Mannheim und
seinen wellbewegenden Erfinder
werben, Erste „Gehversuche“ hatte
die städtische Geschäftsstelle Radju-
biläum 2017 mit dem neuen Mas-
kuttchen in diesem Jahr bereits bei
den großen Taurismus-Fachschau-
en CMT im Januar in Stuttgart und
IIB im März in Berlin unternommen
-und wurde „vom Publikum gutauf-
genommen”, wie Axel Bentz berich-
tet. Über das Leser-Votum freute
sich der städtische Jubiläums-Ma-
cher: „Draisel ist dach ein sehr hüb-
scher Name!“
Von zahlreichen vingesendeten
Vorschlägen hatte Bent, mit seinen
Kollegen Annika Martin und Peter
Roßteutscher für das Voting neben
dem siegreichen „Draisel“ noch
„Quadradl“ (29,2 Prozent), „Karl-
chen‘ (11,7 Prozent), „Velo“
(10,1 Prozend), „Speedi" (7,7 Pro-
zent), „Flitzi" (4,2 Prozent} und
„Lampi“ (2,7 Prozent) ausgesucht.
An der Abstimmung hatten sich ins-
gesamt gut 1000 Leser beteiligt. lang
Mehr unter monnem-hike.da
„Draisel“
wirbt für
Mannheim.
BILD: BENTZ
Online-Umfrage
Wie soll das Maskottchen
für das Radjubiläum 2077 heißen?
—_ 3,5%
Quadradi ____ 29,2%
[Korenen] .. u... 17%
[ven] 10,1%
[| Speedi 7,7%
L%.. Fitzi 4,2%
L..... Lampi 2,7%
rurdungshodingle Ciffntenzen MM Grölik
an, halte Verkehrsslaatssekrelärin
Gisela Splett (Grüne) zum Auftakt
des ersten Radchecks vor fünfJahren
die Richtung vorgegeben.
Den Fahırradverkehr wollen Stadt
und Land als ernsthafte Alternative
zum Auto fördern. Ein Erfolg, wie
auch die Statistik zeigt: Der Anteil
der Fahrradfahrer am gesamten Ver-
kehrsaufkommen in der Stadt ist in
den vergangenen Jalıren angestie-
gen -auch dank Werbeakliunen wie
dern Radcheck.
Hanrıes Münch stellt mir derweil
Bremsen und Gangschaltung ein, ölt
die Fahrradkette und erklärt, wie’s
geht: „Das sind wenige Ilandgiffe,
die aber für Sicherheit und Fahr-
komfort sorgen.” Und Michael Wer-
ner stellt erfreut fest, dass die Base-
ment-Bikes-Werkslati, in der man
auch gebrauchte Teile erhält und
BALBER: BLUTHNER
selbst schrauben kann, in der Werft-
straße 29 ganz bei ihm in der Nähe
ist: „Das istgenau, wasich brauche“,
sagt der Pädagoge - immerhin be-
silzl er insgesamt sechs Fahrräder,
darunter auch verschiedene Moun-
tainbikes.
An Werners Rad muss Münch le-
diglich die Nabenschaltung einstel-
len, meins bestellt er dagegen in die
Werkstatt: „Das Tretlageristlose, das
können wir hier draußen leldernicht
in Ordnung bringen.“ Und der Hö-
henschlag im Hinterrad ist so stark,
„da müssen Speichen und Felgen
komplett neu gerichtet werden“.
Aber immerhin: Der Luftdruck auf
den Reifen stimmt, und, so Münch:
„Schön geputzt ist das Rad ja auch!“
>» Bildergalerie und Dossier unter
morgenweb.de/raufaufsrad
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27. JUNI 2016
MANNHEIM
MORGEN 17
Radsalon: Vielfältigkeit des Verkehrsmittels bei einer Messe auf den Kapuzinerplanken präsentiert / Neunte Radparade nach Ludwigshafen
Auf den Spuren von Karl Drais
Von unserern Mitarbeiter
Bernhard Haas
Schon früh am Morgen sind sie un-
terwegs und suchen nach dem ganz
besonderen Schnäppchen. Beim
Fahrradmarki während des siebten
Radsalnns auf den Kapuzinerplan-
ken herrscht reges Treiben. Überall
stehen Menschen und schauen sich
die gebrauchten Fahrräder an - Vi-
klas Nerella ist cin von ihnen. Plätz-
lich bleibt er vor einem orangefarbe-
nen Mountainbike stehen. Das hal
es ihm angelan. Mit dem Verkäufer
beginnt er das Gespräch. Bald schei-
nen sich die zwei handelseinig. Da
bleibt noch der Preis. Schließlich
wechseln 40 Euro auf der einen und
ein Fahrrad auf der anderen Seite
den Besitzer. Zunächst einmal ist Vi-
klas froh über seine neue Errungen-
schaft: „Jetztkannich mit dem Fahr-
rad zu Arbeit fahren“, freut er sich.
Da überkommen ihn aber dach klei-
ne Zweifel.
Doch ihm kann abgeholfen wer-
den. Am anderen Ende der Kapuzi-
nerplarıken stehen die hilfsbereiten
„Fahrradflüsterer“ bereit. Ame Gro-
Be Hälsewiesche geht professionell
an Werk Dawerden die Pedalenoch
schnell nachgezogen, dic Luft kon-
trolliert und die Bremse eingestellt:
„Jetztist das Rad fertig. Für den Preis
ist das wirklich ein echtes Schnäpp-
chen,“ stellt der Radcheck-Mechani-
ker fest. Jetztstrahle auch Viklas über
sein neues Gefährt.
Aufden Spurcn von KarlFriedrich
Christian Ludwig Freiherr Drais von
Sauerbronn, dem Erfinder des Lauf-
rades, schwingt er sich jetzt auf den
Sallel und tritt kräfdg in die Pedale.
Etwas länger hat der Kauf bei Verena
Jabs undMarkusTerhürnegedaueri.
Siesind am Morgen mit dem Zugex-
tra aus Ettlingen hej Karlsruhe ge-
koınmen, um gebrauchte Fahrräder
zu erwerben. BeiAmo Lauer werden
sie fündig. Der Ludwigshafener ver-
kauft insgesamt fünf Fahrräder, die
er zu Hause hergerichtet hat und
jetzt wieder anbietet. „Irgendetwas
muss ınan ja in seiner Freizeit ma-
cher,“ meint der Radenthusiast.
Kontrolle durch die Polizei
Gerd Hütimann vom Allgemeinen
Deutschen Fahrradclub rät den Bei-
den zum Besuch bei zwei Polizisten.
Zwei anwesende Polizeihaupimeis-
ter von der Ermiltlungsgruppe
„Fahrrad“ der Polizei können aller-
dings gleich Entwarnung geben. An
den Rädern ist nichts auffällig. Alles
ist im grünen Bereich, so dass sich
die Käufer über ihre Neucrwerbun-
Kriminalität: Auftakt morgen
am Mannheimer Landgericht
Prozess
wegen Raub
Wegen schweren Raubs müssen sich
drei junge Männer ab morgen vor
dem Landgericht verantworten. Den
Angeklagten wird zur Last gelegt, am
späten Ahend des 25. Dezember im
vergangenen Jahr in der Innenstadt
einen Mannüberfallen zuhaben. „In
bewusstem und gewolltem Zusam-
menwiıken” sollen sic ihrem Opfer
„gewaltsam ein Mobiltelefon im
Wert von rund 100 Euro entwendet“
haben, so die Auffassung der Staats-
anwaltschaft,
Faustschläge und ein Messer
Als der mutmaßliche Geschädigte
nach der Polizei gerufen hat, sollihm
ein 24-jähriger Angeklagte mit der
Faust ins Gesicht geschlagen haben.
Die beiden anderen Angeklagten im
Alter von 26 Jahren seien anschlie-
Rend geflüchtet.
Ein Angeklagte hat laut Anklage
den mutmaßlichen Geschädigten
mit einem Messer bedroht, um ihn
von der Verfolgung seiner mutrnaß-
lichen Mittäter abzuhalten. Auch er
soll anschließend die Flucht ergrif-
fen haben. Die drei angeklagien
Männer befinden sich derzeit in Un-
tersuchungshaft.
Der Prozess soll am Mittwoch,
29. Juni, ebenfalls um 9 Uhr forige-
setzt werden. vio
u > > Zum
t \* Pr
N \ ö
„Lastenbikes”.
Falk Kästle zeigt elnem potenzlellen Kunden die elektronische Steuerung eines
a Der Höhepunkt des Radsalans war
die neunte Radparade, bei derrund
800 Fahrradfahrer in gemütlichem
Tempo auf einerzwölf Kilometer lan-
gen Strecke durch die Innenstadt
nach Ludwigshafen und wieder
zurückgefahren sind.
u Veranstalter waren die Stadt, die
Stadtmarketing Mannheim GmbH
und die Werbegemeinschaft City.
m 22 Firmen und Aussteller präsen-
tierten auf der Open Air-Fahrrad-
messe die ganze Vielfalt des Trend-
und Lifestylethemas „Fahrrad”. has
genrichtigfreuen können: „Auch der
Preis warin Ordnung“, sagt Terhüne
noch. Nach Hause wollen sie aller-
dings wieder mit dem Zug fahren.
„Bei dem Weiter ist das duch zu un-
sicher. Wenn es regnet, werden wir
richtig nass. Das wollen wir aber
nicht“, meint er.
Mit dem Fahrrad gekommen ist
Michele Rossi. Er baut geradeseinen
Stand auf, an dern er zum Beispiel
Aprikusen-Lavendel-Eis uder Kara-
maleis mit Himayalasalz anbietet.
Die Sorten stammen aus der Eisma-
nufaktur Fontanclla. Am Morgen ist
er mitscinem Rad, das zum Eisstand
umgebaut wurde, losgefahren, um
auf den Kapuzinerplanken die Köst-
lichkeiten anzubieten. Gekühlt wird
mit Stram. „Das macht hier richtig
Spaß", stellt er lachend fest.
Ellen und Andreas Hartniann las-
sen sich unterdessen über eln elek-
trisch angetriebenes Klappfahrrad
BILDER (2) :BLÜTHNER
beraten. „Da könnte ich morgen den
Zug nach Mannheim nehmen, das
Rad aufklappen und zur Arbeit fah-
zen. Das hätte schon einen Vorteil
und ich hätte ein bisschen Sport be-
trieben“, lacht Hartmann.
Ein wenig weiter hat ein anderer
Mann seine beiden Kinder in ein so-
genanntes „Lastenrad gepackt und
fährt sie spazieren. „Dasisteinneuer
Trend“, erklärt Falk Kästle. Ganze
Familien können mit enlsprechen-
den Vorbauten sicher transportiert
werden — bis zur Größe einer Euro-
palette reicht das Transporlgut, er-
zählt der Fahrradhändler aus Feu-
denheim.
Max Schrom springt unterdessen
unter dem Beifall der Zuschauer
über seine Schwester Mona. Mit sei-
nen Kunststücken begeistert der
deeifache Weltrckordhalter die Zu-
schauer. „Es ist bislang noch nie et-
was passiert“, sagt der Akrobat und
springt fast ansatzlos über ein
1,25 Meter hohes Hindernis.
'« Fotostrecke unter
maorgenweb. de/mannhelm
Demonstration gegen TTIP, CETA und TISA: 42 Organisationen kämpfen gemeinsam gegen weitere Liberalisierung des Marktes
Rollender Protest gegen Freihandel
Von unserem Mitarbeiter
Bernhard Haas
Am Ende waren es gut 200 Fahrrad-
fahrer aus Speyer, Ilcidelberg und
der Quadratestadt, die kiingelnd bei
der Abschlusskundgebung auf dem
Paradeplatz gegen die Freihandels-
abkommenTTIP (zwischen den USA
und der EU}, GETA (zwischen Kana-
da und der EU) und TISA {zwischen
der EU, USA und 21 weiteren Staa-
ten) lautstark protestierten..Die De-
monstranten befürchten vor allem
einen Abbau sozialer Errungen-
schaften sowie Lohndumping. Öf-
fentliche Leistungen in den Berei-
chen Soziales, Gesundheit und Bil-
dung würden- weil unwirtschaftlich
-verlorengehen.
Die Radfahrer drehten zunächst
eine Runde um den Wasserturm und
trafen sich darın am Paradeplatz zur
ersten Kundgebung. Gisela Kemtke
von KulturQuer-Querkultur be-
fürchtete für den Buchhandel unter
anderem das Aus der Buchpreisbin-
dung. Das würde nach ihrer Ansicht
dazu führen, dass mittelständische
Hänuller gegen Großunternehmen
keine Chance hätten und ihr Ge-
schäft aufgeben müssten. Beim Ur-
hebertecht gebe cs Zweifel, wem
dieses am Ende zustehen würde. Le-
diglich der Iandelsriese Amazon
würde überleben: Wettbewerber
hätten dagegen keine Chance.
Der Regivnalgeschältsführer des
DGB Nordbaden, Lars Treusch, kri-
tisierte, dass die öffentliche Daseins-
vorsorge nicht klar aus der Liberali-
sierungsverpflichtung herausge-
nommen werde. „Mit dem Verspre-
chen Hunderttausender neuer Jobs
sollen wir beruhigt werden. Zum
Leidwesen der TIP-Befürworler
schauen wir nicht nur nach der Zahl
der in Aussicht gestellten neuen
Jobs, sondern auch nach deren Qua-
Ität.“ Bisher hätten die USA noch
nicht einmal Mindeststandards bei
Arbeitsniormen unterschrieben, kri-
tisierle [reusch. Die Preise würden
steigen, die Qualität der Dienstleis-
lungen hingegen sinken. Die Preis-
konkurrenz werde in zunelimen-
dem Maße auf dem Rücken der Be-
schäftigten ausgetragen.
Klare Vorgaben gefordert
In das gleiche Horn blies der Be-
(riebsratsvursilzende des Uniklini-
kums, Ralf Heller: „Wir brauchen
keinen Freihandel im Gesundheits-
wesen. Das hat uns bereits in den
Schlamassel geführt. Wir brauchen
Regulierungen rnit klaren Vorga-
ben.“ Die Arbeitbedingungen müss
len verbesserl werden, su Heller. Ge-
Bel der Abschlusskundgebungverfolgen die Fahrraddemonstrantendie Ausführungen
von Sarah Händel, Landesgeschäftsführerin von „Mehr Demokratie”.
BILD: HAS
rade bei der Notfallversorgung sei
mehr und besseres Personal nölig.
Das Problem könne nicht durch
Wettbewerb gelöst werden. Das
würde dieSchließung weiterer Kran-
kenhäuser nach sich ziehen und zu
noch mehr Kostensparpragrammen
führen. Monika-Margret Steger vom
Nationaltheater meinte: „ITIP ist
ein saurer Drops, den wir nicht
schlucken müssen.“ Die „Kultur-
wirtschaft” eigne sich ebenfalls
nicht, für den Freihandel freigege-
ben zu werden. Zusammen mit Arı-
dreas Rathgeber sang sie: „Es bleibet
dabei, die Kunst, die ist frei.”
Argumente der TTIP-Gegner
wDie geplanten Freihandelsabkom-
men TTIP {mit den USA) und CETA
(mit Kanada) gefährden nach Ansicht
der Gegner europäische Umwelt- und
Verbraucherschutzstandards. Sie set-
zen die bäuerliche Landwirtschaft
zusätzlicher Konkurrenz um immer
billigere Produkte aus und könnten
sich als Einfallstor für Gentechnikin
Europa erweisen.
m Beide Abkommen enthalten Inves-
titionsschutzkapitel, wonach Welt-
konzerng, Staaten auf Schadenser-
satz verklagen könnten, wenn politi-
sche Entscheidungen den Wert von
Investitionen oder künftige Gewinn-
erwartungen schmälern. has
POLIZEIBERICHT
Einbruch in Gaststätte
Bislang Unbekannte sind am Sarıs-
tagtnorgen zwischen 0.30 Uhr und
8.30 Uhr ineine Gaststätte in der Lü
derilzstraße eingebrochen. Die
ter hebelten ein Toilettenfenster auf,
um in den Gastraum des Lokals zu
gelangen. Sie brachen zwei Geld-
spielautomaten auf und entwende-
ten Bargeld in bislang unbekannter
Höhe. Zeugen, die verdächtige Be-
obachtungen in genannlem Latzeit-
raum gernacht haben, werden gehe-
ten, sich beim Polizeirevier Necka-
rau unter Telefon 0621/833 970 in
Verbindung zu setzen.
Tasche aus Radkorb gestohlen
Aus einem Fahrradkorb haben Un-
bekannte die Handtasche einer 36-
Jährigen gestohlen. Die Frau war mit
ihrer Fahrrarl in der Lindenhofstra-
Be unterwegs. Als sie an der Kreu-
zung zur Landteilstraße an einer ro-
ten Ampel stehen blieb, stahlen zwei
Jugendliche aus dem Fahrradkorb
die Handtasche und flüchteten in
Richtung Lanzgarten. Wie diePolizei
mitteilte, ereignete sich die Tat be-
reils am vergangenen Mittwoch. In
der Ilandtasche befand sich eine
graue Geldbürse mit Dokumenten
unıl einer geringen Menge Bargeld.
Der Schaden beträgt mehr als 100
Euro. ntolpol
Fußball-EM
Auto-Corso
am Wasserturm
Den 3:0-Sieg der deutschen Fußball-
nationalmannschaft gegen die Slo-
wakei haben gestern Abenil zahlrei-
che Fans mit einem Auto-Corso
rund um den Wasserturm gefeiert.
Daran beteiligten sich nach Anga-
ben eines Polizeisprechers rund 70
bis 100 Fahrzeuge. „Es war aber kein
geschlossener Corso. Deshalb lief
der Verkehr nuch, wenn auch deut-
lich langsamer als üblich”, herichte-
te der Sprecher weiter. Einige Fans
beließen es indes nicht beim
Schwenken der Fahnen, sondern
zündeten auch Böller. ott
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y
DIE ZUKUNFT
DER RENTE
Morgen im
Wirtschaftsteil:
Wenn die Rente
plötzlich versteuert
wird
ee
(D RADARKONTROLLEN
Die Stadt Mannheim führt vom 27
Juni bis 1. Juli in folgenden Straßen
Radarkontrollen durch
Neckarstadt: Anden Kasernen, An
der Radrennbahn, Brückenstraße,
Carl-Benz-Straße, Geibelstraße,
Grenadierstraße, Jakob-Trumpfhel
ler-Straße, Käfertaler Straße, Lahn
straße, Moselstraße, Ulmenweg,
Rheinau: Bruchsaler Straße, Hal
lenbucket, Kronenburgstraße, Mut
terstadter Platz, Relaisstraße,
Rheinauer Ring, Schlittweg, Spor
wörthstraße, Turfweg, Wachen
burgstraße, Waldseestraße
Seckenheim: Karalıngerweg,
Rohriachstraße.
Wallstadt: Kulsheimer Straße,
Mudauer Ring, Siebenbürger
Straße, Storchenstraße
Kurzfristige Änderungen oder
zusätzliche Messstellen sind aus
aktuellem Anlass möglich
18 MORGEN
MANNHEIM
Freitag
29. JULI 2016
200 Jahre Fahrrad: Die Gewinner des Wettbewerbs stehen fest / 46 000 Euro Preisgeld von Stadt und Klimaschutzagentur
Bürger-Ideen bringen Jubiläum in Fahrt
Von unserern Redaktiansmitglied
Thorsten Langscheid
Zum Auftakt des Drais-Jubiläums
200 Jahre Fahrrad stchen die Sieger
im Weıtbewerb „Dein Radprojekt“,
den die Stadtverwaltung für Bürger,
Vereine, Initiativen und Schulen
ausgeschrieben hat, jetzt fest. Von
den 63 eingereichten Vorschlägen
wurden zehn Projekte per Online-
Voting ermittelt, sieben weitere Go-
winner legte eine 19-köpfige Jury aus
Rathaus-Mitarbeilern, Stadiräten
und Vertretern des Einzelhandels
sowie der Umwelt- und Verkehrs-
verbände unter Leitung von Bürger-
meister Lothar Quast fest.
Mit Töärderzusagen zwischen
2000 und 4000 Euro wurden unier
anderem ein Fahrradcafe, Theater-
projekte und ein Draisinenrennen
ausgezeichnet. Unter dem Matto
„Klappert, rattert, scheppert, knat-
tert, kreischt, quietscht, schnurrt
und rollt— Die Klänge des Fahrrades
sind unerschöpflich“ ist auch die
Musikhochschule unter den Gewin-
nern, wie Rektar Rudnlf Meister er-
freut mitteilte. In einen interaktiven
musikalischen „Forschungsprojekt"
soll dabei das Fahrrad auf Klänge,
Rhythmen und Farbnuanccen unter-
sucht werden. Kinder aus Mann-
heim, Studierende der Elementaren
Musikpädagogik der Musikhnch-
schule Mannheim (Leitung: Elias
Betz) sowie rlie Trommel-AG des Jo-
hann-Sebastian-Bach-Gymnasiums
Mannheim (Leitung: Ulrike TTurck)
lassen daraus im Laufe des Radjah-
res 2017 eine Rhythm’'n‘Bike — Per-
formance entstehen.
Bürgermeister Quast leitet Jury
Das Preisgericht legle auch bei den
per Online-Voting ermittelten Ge-
winnern die Höhe der finanziellen
Förderung lest, da auch für diese
Projektvorschläge die Kriterien
„Qualität des Beitrags zur Radkul-
tur“, „Qualität und Sichtbarkeit des
Projekts als Teil des Radjubiläums“
sowie „realistische Umsetzbarkeitin
Eigenverantwortung bis Septernber
2017“ zu hwachten waren, wie Peter
Roßteutscher von der Geschäftsstel-
le Fahrradjubiläum der Stadtverwal-
tung erläuterte. Nach dem vier Wo-
\ I
Hannes Münch von Basement Bikes eräffnet mit dem städtischen Zuschuss in der
Weritstraße ein Fahrradcaf6 als Zentrum für Rad-Initiativen und -Gruppen. BıLo:TRöSTER
chen langen Vating, bei dem auch
Mcehrfach-Abstimmungen möglich
waren, zählte Roßteutscher „exakt
95 341“ Votes: „Daraushaben wir die
zehn Projekte mit den meisten Fans
ermittelt.“
Gesucht waren auch Projekte, die
nachhaltig über das Radjubiläum hi-
naus wirken — etwa ein dauerhafter
Lastenfahrrad-Verleih, den es in der
Stadt bisher noch nicht gibt. Mit
dem Förderpreis, den die Klima-
schutzagentur beistcucrt, wollen
drei Privat-Initiativen dies nun ver-
wirklichen. Sie müssen allerdings, so
erläutert Peter Roßteutscher, dafür
zunächst einen Trägerverein grün-
den.
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IV ENTa LEE WOCH=DE.
jeger im Projektwettbewerb der Stadt
u Jury-Bewinner:
Fluchthelfer Upeyeling, Studieren-
deninitiative Enactus Uni Mannheim,
4000 Euro (beantragt 4000 Euro},
5049 Vates.
Rythm’n’Bike, Musikhochschule,
3000 Euro (4000 Euro}, 4714 Votes.
Fahrradcaf& Basementbikes, 4000
Euro (4000 Euro), 4224 Votes.
Radparade, Fahrradini/Fontagnier,
2000 Euro (4000 Euro), 1102 Vates.
Freie Fahrt, Figurentheater Kaun,
3000 Euro (4000 Euro), 690 Votes.
Karls Drais und Sache mit dem Rad,
Comiczeichner Alex Knüttel, 4000
Euro (4000 Euro), 581 Votes.
a Voting-Gewinner:
Fahrrad-Geschicklichkeitsparcaurs,
Brüder-Grimm-Schule, 2000 Euro
(4000 Euro}, 10 993 Votes.
Draisinenrennen, Drais-Schule, 2000
Euro (4000 Eura), 10 606 Votes.
Fahrradstadtin Bildern, Einzelperson,
2000 Euro (4000 Euro), 5659 Votes.
Drais und die Folgen, Einzelperson,
Irritationen und Enttäuschung
hatte cs nach. der Bekanntgabe der
Gewinner allerdings auch gegeben:
Schüler, Eltern und Lehrer der Ge-
brüder-Grimm-Schule in Feuden-
heim hatten für ihr Projekt, einen
Fahrrad-Geschicklichkeitsparcours,
kräftig die Werbetrommel gerührt
und mit über 11000 Summen den
Spitzenplatz im Voting belegt; die
Jury sprach ihnen dennoch „nur“
den niedrigsten Fördersatz aus.
Baldigs Umsetzung
„Wichtig ist doch, dass wir das Pro-
jekt mit den 2000 Euro beginnen
können”, bemühen sich Roßteut-
scher und Schulleiter Ulrich Lutz,
die Wogen zu glätten. Für den Par-
cours in Teudenheim müsse man
ohnehin noch weitere Sponsoren ins
Boot holen. Lutz hofft, auch Zu-
schüssc aus dem Stadtteilbudget des
Bezirksbeirats für den Fahrradpar-
vours zu bekommen. Mil dem Welt-
bewerb „Dein Radprojekt“, so RoR-
teutscher, will die Stadt jedenfalls
die Radkultur in Mannheim fördem
2000 Euro (2350 Euro), 5636 Votes.
Drive me crazy, Begegnungsstätte
westl. Unterstadt, 3000 Euro
(3500 Euro), 5632 Votes.
„VeBlFaBip!”, Kinderhaus Torwiesen-
straße, 2000 Euro (3500 Euro),
5626 Votes.
Carokissen, Gründerin Einzelperson,
2000 Euro (4000 Euro), 5349 Votes.
Aktion Radsport-Show, Radsportver-
ein BMCC, 2000 Euro (4000 Euro),
5288 Votes.
Theaterfahrradtour, freies Theateren-
sernble „Drachenrutsche", 3000 Euro
(4000 Euro), 5203 Votes.
Besorg' dir ein Fahrrad - freier Thea-
terregisseur, 2000 Euro (4000 Euro),
5051 Votes.
u Fördorpreis der Klimaschutz-
agentur in Höhe von 4000 Euro für
drei themengleiche Lastenfahrrad-
Projekte von Privatpersonen. Ein ers-
tes Treffen fand bereits statt, Vereins-
gründung muss erfolgen, um Förde-
rung und Projekt zu ermöglichen.
und kreative, innovative, nachhalti-
ge und soziale Projektideen rund
ums Fahrrad ermöglichen.
Die Preisträger sollen nach den
Snmmerferien ausgezeichnet wer-
den und müssen ihre Vorhahen in
den kammenden Monaten dann
auch selhst umsetzen — denn im
kommenden Jahr sollen sic das Jubi-
läumsprogramm 200 Jahre Fahrrad
bereichern.
Sr. Mehr Infos unter
“= www.monnem-bike.de
CE TANDISWETTREWERE
Zum Fahrrad-Jubiläum veranstaltet
auch das LandBaden-Württemberg
einen Projekt-Wettbswarb. In
acht Themenbereichen sind bis
7. Oktober 24 Preise mit Fördergel-
dern zwischen 1000 und 3000 Euro
ausgeschrieben. Mehr Informatio-
nen unter
www.20Djahre-fahrrad.de
Reiss-Engelhorn-Museen: Große Ausstellung wird vorbereitet
Flohfalle zeigt
Hygiene im Barock
Man hat sie mit Honig ausgestri-
chen, mit blutgetränkter Watte ge-
füllt und im Kleid oder in der Perücke
versteckt, um su die lästigen Biester
unschädlich zu machen: Flohfallen
waren im Barock üblich bei den hö-
heren Herrschaften, um sich vor un-
liehsamen Parasiten zu schützen.
Nun wurde so ein kunstvoll ge-
schnitztes Elfenbein-Röhrchen res-
tauriert - für die große Barockaus-
stellung der Reiss-Engelhom-Mu-
seen, die am 11. September beginnt.
Reslauratorin Chrisline Henke
hat die Flohfalle mit viel Fingerspit-
zengefühl gereinigt und restauriert,
vonNückständen undAblagerungen
befreit. Bislang lagerte sie in einem
der Depots der Reiss-Engelhom-
Museen - wie viele weitere Kunst-
schätze, die in der Sunderausstel-
lung „Rarock-Nur schöner Schein?"
von der Faszination der Epoche von
Puder, Pomp und Dekadenz erzäh-
len sollen. Die Präsentation vereint
rund 309 außergewöhnliche Expo-
nate- neben zahlreichen Leihgaben
aus dem Kunsthistorischen Mu-
seum Wien und anderen bedeuten-
den europäischen Museen werden
ganz bewusst auch Stücke aus der ei-
genen Sarnmlung gezeigt.
Eigens restauriert
Dazu zählen ein Porträt aus dem
Atelier des berühmten Baruekmalers
Rubens, ein aufwendig verzierter
Reiseschreibtisch, goldglänzende
Uhren, filigrane Tiguren aus Tran-
kenthaler Porzellan, ungewöhnliche
Globen sowie Kupferstiche. Viele Ex-
ponate aus den Sammlungen der
Reiss-Engelhurn-Museen wurden
nun eigens restauriert. pwr
£
£ n2
fi:
#
I 4
Restauratorin Christina Hanke bereitat eina Flohfalle aus dern 18. Jahrhundert für die
Barock-Ausstellung der Reiss-Engehom-Museen vor.
END: REMFKALUZA
Islam: Sensibilisierung nach
Anschlägen gefordert
„Dialog mehr
stärken“
Nach den jüngsten |
mutmaßlich islamis-
tisch geprägten An-
schlägen von Würz-
burg und Ansbach sı
wie dem Mord an ei-
nem _ katholischen
Pfarrer in einer Kirche in der Nor-
mandie fordert die Integrationsbe-
auftragte der Bundesregierung, Ay-
dan Özoguz, Moscheen aul, mehr
Verantworlung zu übernehmen.
Trass es gerade jetzt wichtigsef, inı
Dialog zu bleiben, den Austausch
zwischen den Religionen zur stär-
ken, das sieht Talat Kamran (Bild),
Geschäftsführer des Mannheimer
Instituts für Integration und interre-
ligiüsen Dialug, als seinen Auftrag
an. Erst am Mittwoch habe er sich
mit den Dekanen der katholischen
und evangelischen Kirche getroften.
Gemeinsam wolle man nun die Ge-
meinden sensibilisieren und zu
noch mehr Austausch motivieren.
„Veranlworlung übernehmen heißt,
Verhindungen zwischen den Reli-
gionen zu stärken“, erklärt Kamran
auf „MM“-Anfrage. Auch innerhalb
der Mannheimer Moscheen werde
das Thema aufgegriffen: „Was dem
katholischen Priester passiert ist,
kann morgen einem Imarm wider-
fahren.“
Man versuche außerdem - aller-
dings schon länger - durch verstärk-
te Jugendarheit in den Moscheen,
Aufklärung zu betreiben. „Aberesist
uns natürlich klar, dass wir in unse-
ren Gemeinden nur einen Teil der
jungenGläuhigen erreichen", erklärt
Kamran. dpea/abo ten prosswın
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DIE ZUKUNFT
DER RENTE
Lesen Sie morgen:
Das raten die Experten
alle Ergehnisse unserer
Tclefonaktion ım Überblick
AUFGEWECKT IN DEN TAG
Käfertal
Einbruch in
einen Lotto-Laden
Zwei versuchte sowie einen vollen-
deten Einbruch beschäftigen dir Be-
amten des Polizeireviers Käfertal —
allesamt in der Nacht zum Mitt-
woch. Die Polizei stellt sich die Fra-
ge: Waren cs dieselben Täter?
Während sich die Unbekannten
an Jen Türen einer Bäckerei sowie
eines Mehrfamilienhauses am Ma-
rie-Bernays-Platz vergeblich zu
schaffen machten und letztlich von
ihrem Vorhaben abließen, konnten
sic durch Manipulationen amı
Schloss in den Verkaufsraum eines
Lotto-Ladens eindringen und diesen
durchsuchen.
Dort fielen den Einbrechern Bar-
geld sowie eine noch nicht bekannte
Anzahl an Zigarettenpackungen in
dic 1lände. Diellöhe desDicbstahls-
schadens steht noch nicht exakt fest.
Die Sachschadenshöhe in allen drei
Fällen schlägtmitmehrerenhundert
Euro zu Buche. Zeugen, die in der
Zelt zwischen Dienstag, 18 Uhr, und
Mittwochfrüh gegen 6 Uhr, verdäch-
tige Beobachtungen im genannten
Bereich gemacht haben, werden ge-
beten, das Polizeirevier Käfertal un-
ter der Telefonnummer 0621/
7184 90 zu kontaktieren. tan/pol
Donnerstag
21. JULI 2016
Innenstadt: Einsatzkräfte
rücken aus
Feuer in
Lichtschacht
Ein zunächst gemeldetes Feuer im
Quadrat G3 hat sich als Brand von
Unrat in einem Lichtschacht erıt-
puppt. Gegen 22.32 Uhr wurde die
Polizei darüber informiert, dass es in
G3,1 brennen würde. Etwa zeit-
gleich meldete die Berufsfeuerwehr
eine Rauchentwickhungin dem Qua-
drat. Gemeldet war in ersten Notru-
fen zunächst ein Teuer in ciner
Werkstatt, dann im Haus der Heils-
armer, die hier31 Sozial- und Senio-
renwohnungen unter] Ein Ret-
tungswagen fuhr vorsorglich an.
Weil aber auch der Rauchmelder in
einem Elektroverteilerraum neben
der ]Jausmeisterwerkstatt ausgelöst
hatte, rückten neben dem Löschzug
Mille ein weileres Löschfahrzeug
der Wache Nnrd sowie ein Spezial-
fahrzeug zur Bekämpfung von Elek-
trobränden in die Quadrate aus.
„Wir gehen lieber auf Nummer si-
cher", so Zugführer Sascha Reuß.
Auch Experten der MVV Energie
wurden hinzugezugen.
Wie sich jedoch herausstellte,
hatte sich lediglich Unrat in einem
Lichtschacht des Anwesens entzün-
dei. Als Ursache erscheint aktuell
eine weggeworfene Zigareltenkippe
als wahrscheinlich. DerkleineBrand
konnte schnell gelöscht werden.
Evakuierungsmaßnahmen waren
nicht erforderlich. Während der
Lösch- und Belüftungsarbeiten
sperrte die Polizei die Straße zwi-
schen GZund G3. piur/pol
Die Fauerwehr hatte schnelldenBrand in
einem Lichtschacht gelöscht. bılo: paossumz
Ei
i
;
i
4
{
Sicherheit: Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes gehen ab jetzt mit dem Fahrrad auf Streife
In grau-gelber Montur {v. 1.): Sebastian Loevenich und Martin Schmitt sind in Zı
MANNHEIM
MORGEN 21
S =
1
f. N F Zn
ukunft als Fahrradstreiten des Kommunalen Ordnungsdienstes im Einsatz.
BILD: PROSSWITZ.
Rasch und sattelfest zum Einsatz
Von unserem Redaktionsmitglied
Riorian Balle
Die kommunalen Ordnungshüter
sind in Zukunft auch mit dem Fahr-
rad unterwegs. Erster Bürgermeister
und Sicherheitsdezernent Christian
Specht erklärte bei einem Pressege-
spräch am Mittwoch, warum: „Die
Fahrradstreife des Kommunalen
Ordnungsdienstes hat einen größe-
ren Wirkungskreis als Patrouillen zu
Fuß.“ Zugleich seien die Fahrrad-
streifen besser ansprechbar als Ein-
satzkräfte im Auto.
Der Kommunale Ordnungsdienst
(KOD) ist als Ergänzung der Polizei
gedacht, um effektiv gegen Ord-
nungswidrigkeiten vorgehen zu
können. Denn die Polizeikräfteseien
mit ihren Kernaufgaben voll ausge-
lastet: „Beim normalen Polizeidienst
fallen zum Beispiel Ruhestörungen
oft hinten runter“, erklärt Klaus
Eherle, Leiter des Fachbereichs Si-
cherheit und Ordnung. Bei den bei-
den neuen Fahrradstreiien sind je
Die Fahrradstrei
wBei zwei Streifen sind je zwei Mit-
arbelter mit Fahrrädern unterwegs.
w Insgesamt erklärten sich sieben
Männer und zwei Frauen zum Strei-
fendienst auf dem Rad bereit.
w Einsatzschwerpunkte sind Gebiete,
die mit dem Auto nicht angefahren
zwei KOD-Mitarbeiter mit Rädern
sarnt Elektromotor unterwegs. Ein-
sätze könnten so schneller abgear-
beitet werden. Als Beispiele nannte
Specht.die Einsatzgebiete Rhelnauer
See, Vogelstangsee und Reißinsel.
„Mit dem Auto muss man zunächst
den Parkplatzanfahren und dann zu
Fuß weiter. Bis ein Reschwerdefall
abgearbeitet ist, gehen oftbiszu zwei
Stunden ins Land“, so Specht. Mit
dem Fahrrad seien die Mitarbeiter
schneller und obendrein noch um-
weltschonend unterwegs.
200 Jahre Fahrrad: Grünen-Chef Cem Özdemir wirbt für den Velo-Verkehr in der Innenstadt
Fahrradstadt mit Hindernissen
Van unserem Redaktignsmitglied
Thorsten Langscheid
Es waren einige Hindernisse, die der
Grünen-Rundesvarsizende Cem
Özdemir aufdemn von Matihias Hinz
und Onur Semerci zur Verfügung ge-
stellten nextbike-Mietrad in der In-
nenstadt umfahren musste: Die Bis-
marckstraße stelit für Radfahrer —
nuch- einenschwerüberwindbaren
Sperrriegel dar, ebensn der Luisen-
ring und generell die Radwege-Füh-
rung beispielsweise in den Unter-
stadt-Quadraten.
Jedenfalls mahrıte der Grünen-
Stadtrat und radverkehrspolitische
Sprecher der Gemeinderalsfrakion,
Gerhard Fontagnier, bei der Rund-
fahrt durch die City gestern mehr-
fach zur Vorsicht. An neuralgischen
Stellen hatte es in der Vergangenheit
schwere und teilweise sogar tödliche
7
Fahrrad-Unfälle gegeben - vor dem
Quadrat Al beispielsweise und an
der Einmündung der Jungbusch-
siraße in den Luisenring. „Dabei ist
Mannheim doch eigentlich eine
Fahrradstadt“, wunderte sich Özde-
mir, der für die Innenstädte über-
haupt aufs Fahrrad setzt. „Für die
Anwolner muss das hier doch die
Hölle sein“, wies er beim Zwischen-
stopp am Luisenring auf den schier
unerträglichen Verkehrslänn hin.
Neben Fontagnierradelten Stadt-
rätin Melis Sekmen, Kreisvorstands-
mitglied Barbara Hoffmann und Pe-
ira Kreutz vamı Grünen-Kreisver-
band Heidelberg mit Özdemir um
die Stadt, um anschließend an den
Kapuzinerplanken im einem impro-
visierten Parkplatz-Caf&mit Bürgern
wie etwa Wolfftierl Wenneis ins Ge-
spräch zu kommen. Zusammen mil
den Grünen-Stadträten Dirk Gru-
Erfrischung im improvisierten Parkplatz-Cafe auf der Kapuzinerplanken (v. I.}: Jusüf
Mantik, Ibrahim Yetkin, Gerhard Fontagnier, Com Özdemir, Yiva Bollmann und Carmen
Fantagnier von den Grünen.
BikD: TRÖSTER
nert und Ibrahim Yetkin (Ludwigs-
hafen) hörte sich Özdemir die Sor-
gen der Mannheimer an: Zu hahe
Verkehrsbelastung in der Stadt, die
Autos seien zu laut und zu schnell,
und bei manchem Grünen-Anhän-
ger die Enttäuschung über das aus
Ihrer Sicht abgespeckte Fahrrad-Ju-
biläum 2017, das die Grünen gerne
mit einer zeitweise autafreien In-
nensladi gefeiert hällen.
Autofreie Zonen in der City
Die Verärgerung über die Abstim-
mungsniederlage am Vortag im
Hauptausschuss des Gemeinderats
{wir berichteten) war jedenfalls mit
Händen greifbar. „Der Berg kreiste
und gebar eine Maus“, hatte Fontag-
nier am Mittagbereits per Presse-Er-
klärung mitteilen lassen. „Auseinem
Gemeinderatsbeschluss mit dem
Wortlaut 'Im Jahr des Fahrradjubilä-
ums 2017 wird ein autofreies Wo-
chenende durchgeführt sind nun
ein paar abgespertte Straßen gewar-
den.” Dies sei „enttäuschend und
mutlos“.
„Die Gelegenheit, zu zeigen wie
umweltfreundliche Mobilität dic
Stadt verändert, wenndie Blechlawi-
ne, der Lärm und der Gestank drau-
ßen bleiben, ist damit weitgehend
verspielt“, heißt es in der Erklärung
weiter. Es bleibe nun „nur noch die
Chance, möglichst viele Veranstal-
tungen — und wenn es nur Tische
und Stühle auf der Straße sind- über
Initiadven und Vereine anzumel-
den”, so Fontagnier. Die Grünen, sn
erläuterte der Stadtrat dem Besu-
cher aus Berlin, wollen alles daran
setzen, dass zum Radjubiläurn aus
dem einen oder anderen Fahrrad-
Hindernisin der City „doch noch au-
tofreie Zonen werden“.
des Kommunalen Ordnungsdienstes
werden können, beispielsweise die
Ufer von Rheinauer See, Vogel-
stangsee und Reißinsel.
m Die Fahrradstreifen sind an grau-
gelben Trikots mit der Aufschrift
„Kommunaler Ordnungsdienst” und
silbergrauen Helmen mit der Auf-
schrift „Polizeibehörde" zu erkennen.
Dass die radelnden KOD-Mitar-
beiter einfacher ansprechbar sind
als Autostreifen, beuge zudem Miss-
verständnissen vor: In der Vergan-
genheit sei es wiederholt vorgekom-
men, dass Ordmungshüter mit ihrem
Auto zu einem Einsatz unterwegs
waren und dabei beispielsweise an
Falschparkern vorbeifuhren. Bürger
könnten radfahrende KOD-Beamte
dagegen nun problemlos auf die
Ordnungswidrigkeit hinweisen.
Die Fahrradstreifen werden bis
Ende September im Einsatz sein,
wenn es das Wetter erlaubt auch bis
in den Oktober hinein. Am 6, Okto-
ber will die $ladi dann eine Bilanz
des Modellversuchs ziehen.
Insgesamt haben sich neun Mit-
arbeiter des KOD - sieben Männer
und zwei Frauen - freiwillig dazu be-
reiterklärt, ihren Dienst zukünftig
auf dem Zweirad zu verrichten. Bei
Regen gehen die Mitarbeiler mil
dem Auto auf Streife,
Für den Einsatz hat die Stadt vier
Elektro-Räder im Wert von jeweils
rund 2000 Euru angeschafft. Die
Matoren unterstützen die Radler bis
zu einem Tempo von 25 Stundenki-
lometem.
Insgesamt beschäftigt der KOD
30 Mitarbeiter, 36 weitere werden in
Bruchsal ausgebildet und kommen
im Oktober hinzu. Mitarbeiter des
Ordnungsdienstes sind montags bis
samstags von 6.30 Uhr bis 2 Uhr im
Einsatz, in Randzeiten mit kleinerer
Besetzung {wir berichteten). Zwi-
schen 0 und 2 Uhrist etwa die Hälfte
der Dienstgruppe aktiv.
POLIZEIBERICHT
In Garage gekracht
Ein ungewöhnlicher Verkehrsunfall
hat sich arn Dienstag in Wallstadt er-
eignet. Eine 75-jährige Frau war kurz
nach zehn Uhr mit ihrem Mercedes
in der Mosbacher Straße unterwegs.
Plötzlich kam sie nach rechts ab und
fuhr auf den Hof eines Anwesens.
Dort stieß sie gegen das Tor einer
Doppelgarage, durchbrach dieses
und prallte schließlich gegen die In-
nenwand der Garage. Durch dasauf-
schlagende Tar wurde ein in der Ga-
rage geparkter BMW beschädigt. Die
75-Jährige erlittleichte Verletzungen
und wurde in ein Krankenhaus ein-
geliefert. Ihr Mercedes war so stark
beschädigt, dass er abgeschleppt
werden musste.
Rotlicht übersehen
Bei einem Unfall am Dienstagahend
in der Oststadt sind zwei Personen
leicht verletzt worden. Ein 35-jähri-
ger Mann war gegen 19.20 Uhr mit
seiner Mercedes in der Fahrlach-
straße in Richtung Schlachthofstra-
Re unterwegs. An der Einmündung
zur Gottlieb-Daimler-Straße miss-
achtete er laut Polizei das Rotlicht
der Ampel und stieß mit einer Stra-
Renbahn der Linie 6 zusammen.
Nach lem Zusammenstoß schleu-
derte: das Auta gegen einen Ampel-
mast. Der Fahrer und sein zweijähri-
ger Sohn erlitten leichte Verletzun-
gen und wurden in eine Klinik einge-
liefert. Zeugenhinweise an die Poli-
zei unter Tel. 0621/1744045. pol
Feuerwehr
Hitze verursacht
Brände
Die große Hitze hat gesterrı zu zwei
Flächenbränden im Stadtgebiet ge-
führt. Wie die Feuerwehr am Abend
mitteilte, war am Nachmittag zu-
nächst ein Brand auf einem Feld an
der Friedrichsfelder Landstraße ent-
standen. Eine Vielzahl von Tank-
fahrzeugen war nötig, um die Flam-
men zu löschen. Gleichzeitig kam es
zu einem Flächenbrand an der Bun-
desstraße 36 in Richtung Schwetzin-
gen. Dort war das Feuer auf dem
Grasstreilen zwischen den Fahrspu-
ren ausgebrochen. Bis zum Eintref-
fen der Feuerwehr war es zum Teil
schon wieder erloschen. fab
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