KP1817478010-20180427092954
Durch wiederholtes Darstellen von Inhalten, die bereits negativ bewertet wurden, stiegt die Abneigung des Empfängers sogar. Wer also bereits glaubt, dass es einen Krieg gegen den Islam gibt, der glaubt dies umso mehr, je öfter er dies hört. Wer dieses Narrativ jedoch für falsch hält, dessen ablehnende Haltung dazu nimmt proportional zur Anzahl diesbezüglicher Aussagen zu. Ein für die Demokratie- und Präventionsarbeit relevantes Missverständnis im Kontext von „Echokammern" ist, dass in extremistischen Echokammern, online oder offline, die Argumente der „Anderen" nicht präsent sind und diskutiert werden. Das Gegenteil ist der Fall. Extremisten setzen sich häufig, und gerade online, mit den Handlungen und Aussagen ihrer Gegner auseinander. Wie oben beschrieben führt die Präsenz von Narrativen, gegen die bereits negative Gefühle bestehen dazu, dass sich diese negativen Gefühle verstärken. Extremisten mobilisieren also ihre Anhängerschaft auch gerade dadurch, dass die Argumente und Schlüsselpersonen der „Anderen" thematisiert werden. Dabei werden Inhalte zwar oft verkürzt, eine vollständige Manipulation der Aussagen findet jedoch eher selten statt und ist, wie oben beschrieben, auch nicht nötig. Die oft bemühte „Gehirnwäsche" durch Extremisten mag es im Einzelfall geben. Häufiger jedoch sind Radikalisierungsprozesse „Koproduktionen", eine Art „Radikalisierungs-Tango", bei denen einer führt und der andere bewusst folgt. In einigen Fällen führt nicht etwa der Rekrutierer, sondern die Person, die sich von der „Radikalisierung" ein „upgrade" oder gar ein völlig neues, besseres Leben verspricht. Die Rolle von Rekrutierungsnetzwerken und „Radikalisierungshochburgen" Wie oben gezeigt tun diejenigen, die sich aktiv mit extremistischer Propaganda befassen, dies oft zunächst aus Eigeninteresse. Sie folgen dem Drang sich oder ihre Umgebung zu ändern. Bei der großen Mehrheit von Radikalisierungsverläufen sind jedoch meist enge soziale Kontakte mit bereits radikalisierten Personen ausschlaggebend, weniger die Qualität des Propagandamaterials.' Die Wirkungswahrscheinlichkeit von Propaganda nimmt also erst zu, wenn man dem Überbringer der Information (Messenger) vertraut. Diese glaubwürdigen Propaganda-Kuriere können Familienmitglieder, Freunde oder charismatische Rekrutierer sein. Das notwendige Zusammenwirken von Propaganda und deren Kurier erklärt auch die „Radikalisierungshochburgen" (Radicalisation-Hotbeds), also geographische Häufungen von Radikalisierungsfällen in bestimmten Dörfern, Städten oder Stadtteilen, statt derer gleichmäßigen Verteilung.' Benachbarte Stadtteile oder Dörfer mit vergleichbaren sozio-ökonomischen oder demographischen Kennzahlen generieren extrem unterschiedliche Radikalisierungsphänomene in Bezug auf Qualität und Quantität. Hierbei handelt es sich um ein weltweites Phänomen, dass in Somalia und Ägypten genauso existiert wie in Belgien und Deutschland. In diesen Radikalisierungshochburgen operieren häufig Rekrutierungsnetzwerke rund um charismatische Ideologen. In Belgien waren dies beispielsweise Khalid al-Zerkani's und Fouad Belkacem (Sharia4Belgium), in Großbritannien Abu Hamza al-Masri und Anjem Choudary (Islam4UK) in Österreich Mirsad Omerovic (Ebu Tejma) und in Deutschland Ahmad Abdulaziz Abdullah Abdullah (Abu Walaa) oder Ibrahim Abou-Nagie (Die Wahre Religion/„Lies!"-Kampagne). In Italien gab bzw. gibt es mehrere kleinere Radikalisierungszentren. 33 Viele dieser islamistischen Prediger und Rekrutierer wurden erst verhaftet, nachdem Dutzende, in einigen Fällen über 100 ihrer Anhänger sich dem „Islamischen Staat" angeschlossen hatten. Dies lag unter anderem daran, dass die Rekrutierung oft sehr unterwellig erfolgte und somit zu spät strafrechtlich verfolgt werden konnte. In genau dieser Lücke, zwischen Anwerbung (Grooming) und Rekrutierung (Recruitment), ist der Staat machtlos. 11 Alexander Ritzmann
Religions-, Meinungs-, und Versammlungsfreiheit sind essentielle Grundrechte in Deutschland und bieten eben auch Raum für Extremisten, solange diese nicht gegen Gesetze verstoßen. Wer im Vorfeld strafbarer Handlungen agieren kann, ist die Zivilgesellschaft. Überall dort, wo Extremisten für ihre Überzeugungen werben, gibt es auch Menschen aus der gleichen Community oder Nachbarschaft, die für Demokratie und Pluralismus eintreten oder dies tun wollen. Diesen Demokratinnen fehlt jedoch oft das, was Extremisten haben: Kapazitäten, ein Netzwerk und finanzielle Mittel. Sie sind gelebte und glaubwürdige Alternativen zu extremistischer Propaganda und Aktionismus und Teil des Konzepts der „wehrhaften Demokratie". Insbesondere Projekte der sekundären und tertiären Prävention' (indiziert/problemorientiert) sollten aus Effizienz- und Effektivitätsgesichtspunkten heraus auf die oben beschriebenen geographischen „Radikalisierungshochburgen" konzentriert werden. Eine solche Konzentration von Präventionsmaßnahmen kann jedoch zur Stigmatisierung der betroffenen Communities oder Nachbarschaften führen. Um nicht ungewollt zur gesellschaftlichen Polarisierung beizutragen ist deshalb eine konfliktsensible Planung und Durchführung dieser Maßnahmen zwingend notwendig (Do no Harm Prinzip).' Sind Gefängnisse Radikalisierungshochburgen? Im Fall von Anis Amri, dem Attentäter vom Breitscheidplatz, scheint sein Aufenthalt in italienischen Gefängnissen zu seiner Radikalisierung beigetragen zu haben. Hierbei ist jedoch unklar, ob er radikalisiert wurde oder sich selbst radikalisiert hat (siehe S. 11). Seine kriminelle Vergangenheit in Tunesien und die Einschätzung von Freunden, er sei ein „Rebell" gewesen, lassen beide Möglichkeiten zu.' Eine mehrjährige Inhaftierung, und die dabei oft eintretende emotionale Krise, kann zu einer kognitiven Öffnung geführt haben die jedenfalls notwendig gewesen wäre, um sich vom „Glücksritter" zum selbst ernannten „Heiligen Krieger" zu entwickeln (siehe S.10). Wenn es so war, dass Amri, als „Rebell without a Cause", in den Gefängnissen auf islamistische Rekrutierer traf, die ihm eine Ideologie (siehe S. 8), also eine Plattform für seine Bedürfnisse anboten, dann stellt sich auch hier die Frage, ob es nicht an glaubwürdigen und attraktiven alternativen Angeboten gefehlt hat.' Die Untersuchung der italienischen Staatsanwaltschaft wird hoffentlich zeigen, welche konkreten Schlüsse für Politik und Wissenschaft aus der Radikalisierung von Amri gezogen werden können.' Von Generalisierungen bezogen auf die Rolle von Gefängnissen in Radikalisierungsprozessen ist abzuraten. Tatsache ist, dass die übergroße Mehrzahl der Menschen unter vergleichbaren Haftbedingen sich eben nicht radikalisieren. Es gibt jedoch in bestimmten Gefängnissen eine Häufung von Fällen, hier muss Fallbezogen analysiert und interveniert werden. Ein stärkerer Fokus sollte zu dem auf die Untersuchung und Förderungen von Resilienzfaktoren gegenüber gewaltbereitem Extremismus, gerade auch in Gefängnissen, gelegt werden. Hier lautet die Leitfrage: Warum radikalisieren sich so wenige Menschen in Gefängnissen? 12 Alexander Ritzmann
Rechtliche und technologische Maßnahmen zur Extremismusprävention In Deutschland wurde das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz" (NetzDG) nach bemerkenswert kurzer Diskussion im Sommer 2017 verabschiedet. Internetunternehmen müssen nun seit dem 01.01.2018 unter anderem „offensichtlich rechtswidrige Inhalte" innerhalb von 24 Stunden (bzw. 7 Tagen) löschen, nachdem sie davon per Meldung erfahren haben. Außerdem müssen sie quartalsweise über Ressourcen, Löschteams und Vorgehen Bericht erstatten. Wiederholte Verstöße gegen diese Vorgaben können erhebliche Bußgelder nach sich ziehen. Auf europäischer Ebene hat man ein kooperatives und konsultatives Verfahren der Gesetzgebung vorgezogen, beziehungsweise vorgeschaltet. Das „EU Internet Forum", von der EU-Kommission im Dezember 2015 eingerichtet, bringt in regelmäßigen Abständen Mitglieder europäischer Behörden wie Europol, die EU-Innenminister, Vertreter der Internetbranche (mittlerweile Google/You Tube, Facebook, Microsoft, Twitter, Justpaste.it, Snap, Wordpress und Yello), die EU-Kommission und andere relevante Akteure wie das Radicalisation Awareness Network (RAN) und das Forschungsnetzwerk VOX- Pol zusammen. Bislang fehlt es an Vertretern der Zivilgesellschaft. Ziel dieser freiwilligen Partnerschaft ist es, „den Zugang zu terroristischen Inhalten im Internet einzuschränken und Partner aus der Zivilgesellschaft darin zu bestärken, den Umfang schlagkräftiger alternativer Diskurse im Internet zu vergrößern". Im diesem Rahmen wurde beispielsweise das „Civil Society Empowerment Programme" (CSEP) ins Leben gerufen und finanziert, bei dem mehr als 250 europäische CSOs an Trainings zur Durchführung Alternativer/Gegenrede-Kampagnen teilgenommen haben. Alleine auf Youtube werden jede Minute 200 Stunden Video-Content hochgeladen, Tendenz steigend." In diesem Kontext hat sich die Internetbranche Ende 2016 dazu verpflichtet, verstärkt in technologische Lösungen zu investieren, insbesondere was die Identifizierung und gegebenenfalls automatisierte Löschung extremistischer Inhalte angeht. Hierzu wurde im Frühjahr dieses Jahres eine „Database of Hashes" erstellt,' damit ein „upload-filter" das wiederholte hochladen bereits als rechtswidrig beziehungsweise gegen die jeweiligen Nutzungsbedingen verstoßender Inhalte klassifizierter Bild-, Audio- und Videodateien meldet oder diese löscht. Diese Technologie befindet sich bereits seit Jahren in der Anwendung bei Microsoft, Google und Facebook, um das wiederholte hochladen kinderpornographischer Inhalte zu unterbinden. Professor Hani Fahd,' der den Algorithmus zur automatisierten Löschung von Kinderpornographie entwickelt hat, stellte 2015 in Kooperation mit dem Counter Extremism Projekt (CEP) einen analog funktionierenden „upload-filter" namens eGLYPH vor, der zuvor qualifizierte Inhalte finden , melden oder löschen kann.' Mittlerweile hat die Internetbranche nun also auch mit einem eigenen Extremismus-Uploadfilter nachgezogen, wobei es bisher an Transparenz mangelt was die Löschkriterien angeht. Die notwendige gesellschaftliche Diskussion um die Abwägung von Sicherheitsbedürfnissen, Freiheitsrechten und Geschäftsinteressen kann jedoch weder durch technologische Lösungen noch durch Gesetzgebung ersetzt werden.' Ein deutsches „Internet Forum", mit gleichberechtigter Beteiligung von Internetunternehmen, Regierungs- und Parlamentsvertretern sowie Repräsentanten der Zivilgesellschaft, könnte hier einen wichtigen Beitrag leisten. 13 Alexander Ft itzmann
3) Welche Ansätze und Konzepte sind im Blick auf islamistische Strömungen und insbesondere organisierten gewaltbereiten Islamismus — für Staat und Zivilgesellschaft — beispielhaft erfolgversprechend zur Prävention sowie zur Deradikalisierung und Unterstützung des Aussteigens (Fragestellung 4)? Die Frage nach erfolgsversprechenden Ansätzen von Prävention und Deradikalisierung wird im Moment neu diskutiert. Im internationalen Diskurs um „Preventing Violent Extremism" (PVE) spielen ausdifferenzierte „Theorien des Wandels" (Theories of Change) eine immer signifikantere Rolle." PVE- Aktivitäten sollten (noch mehr als bisher) klare, realistische und messbare Ziele haben. Außerdem sollten Wirkungsketten und Wirkungsannahmen deutlich weiter ausdifferenziert werden. Dies setzt ein umfassendes Verständnis der hyper-lokalen Radikalisierung- und Resilienzfaktoren voraus. Damit soll nicht nur die Effektivität von Präventionsmaßnahmen weiter erhöht werden. Auch das Risiko der unbeabsichtigten Stigmatisierung von Zielgruppen, und der damit verbundenen Gefahr der politischen Polarisierung, wird dadurch reduziert. Demokratieförderung und Extremismusprävention in Deutschland sollten auch daran orientiert und gemessen werden, inwieweit glaubwürdige, lokale Akteure gefördert werden können, die den heute bestehenden hohen bürokratischen Anforderungen staatlicher Fördermaßnahmen nicht immer entsprechen. Dies erfordert teilweise eine Reform staatlicher Förderungspolitik und -logik von Zivilgesellschaft. Das Bundesprogramm „Demokratie leben!" geht hier mit weniger bürokratischen „Modelprojekten" in die richtige Richtung. Konkrete Handlungsempfehlungen sind auf Seite 6 dieser Stellungnahme zu finden. 14 Alexander Ritzmann
Biographische Information des Sachverständigen Alexander Ritzmann forscht und berät zu den Themenfeldern Demokratieförderung und Prävention von (gewaltbereitem) Extremismus. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Brandenburgischen Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) und Mitglied des „Steering Committee" und Co- Vorsitzender der „Working Group an Communication and Narratives" des Radicalisation Awareness Network (RAN) der Europäischen Kommission. Alexander Ritzmann berät zudem das Counter Extremism Project (CEP) in New York, USA. Beim BIGS leitet er das im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben" geförderte Projekt „Integration auf Augenhöhe", bei dem ein Wertediskurs unter und mit syrischen Geflüchteten im Mittelpunkt steht. Von 2007 bis Ende 2017 hat Alexander Ritzmann mit der European Foundation for Democracy in Brüssel mit Unterbrechungen und in verschiedenen Funktionen zusammengearbeitet. Von September 2012 bis Dezember 2015 war er als Senior Adviser MENA-Region und Projektleiter für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Landesbüro Ägypten, Kairo, tätig. Alexander Ritzmann war zudem non-resident Fellow des Washingtoner Think Tanks AICGS an der Johns Hopkins Universität (2007-2012). Von 2001-2006 war er Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses (FDP-Fraktion), und dort zuständig für die Themen Innere Sicherheit und Datenschutz. Er hat im Jahr 2000 ein Diplom-Studium der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin abgeschlossen. Seine Veröffentlichungen sind unter http://www.alexander-ritzmann.de zu finden. E-Mail: alexander.ritzmann@bigs-potsdam.org 15 Alexander Ritzmann
Quellenverzeichnis 1 Vgl. Deutscher Bundestag —19. Wahlperiode. Drucksache 19/943, Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung (1. Ausschuss). 2 Vgl. Schmid, Alex P.: Radicalisation, De-Radicalisation, Counter-Radicalisation: A Conceptual Discussion and Literature Review, ICCT Research Paper 2013. 3 Vgl. Ritzmann, Alexander. Vom Selbstmord zum Massenmord, tv diskurs: 20. Jg., 4/2016 (Ausgabe 78), S. 48- 51. https://tvdiskurs.de/beitrag/vom-selbst-zum-massenmord/ Vgl. Vidino, Lorenzo, Francesco Marone & Eva Entenmann. Fear Thy Neighbor: Radicalization and Jihadist Attacks in the West. George Washington University/IPSVICCT. 2017. 5 Vgl. Schleichert, Hubert. Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren: Anleitung zum subversiven Denken. Beck'sche Reihe. 2008. 6 Vgl. Bundeskriminalamt(BKA) et al. Analyse der Radikalisierungshintergründe und -verläufe der Personen, die aus islamistischer Motivation aus Deutschland in Richtung Syrien oder Irak ausgereist sind. 2016. 7 Vgl. Ketterer, Joely. Ein Algorithmus soll Extremismus in sozialen Netzwerken stoppen. Wired Magazine. 2016. https://www.wired.de/collection/life/ein-algorithmus-soll-extremismus-sozialen-netzwerken-stoppen 8 Vgl. Ritzmann, Alexander. RAN guidelines for effective alternative and counter-narrative campaigns (GAMMMA+). RAN Issue Paper 2018. bit.ly/2F4zzTT 9 Ebenda. 10 Vgl. Cook, J., & Lewandowsky, 5. The Debunking Handbook. St. Lucia, Australia: University of Queensland. 2011 https://skepticalscience.com/docs/Debunking_Handbook.pdf 11 Vgl. http://www.verfassungsschutz.bayern.de/islamismus/situation/legalistischer_islamismus/index.html 12 Vgl. https://www.taz.de/!5495803/ 13 Vgl. https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/bvg17-004.html 14 Vgl. http://www.latimes.com/world/mexico-americas/la-fg-mexico-murders-20170721-story.html 15 Vgl. Ritzmann, Alexander. A Tribal Call to Arms. European Eye on Radicalisation, März 2018. https://eeradicalization.com/a-tribal-call-to-arms-propaganda-and-what-pve-can-learn-from-anthropology- psychology-and-neuroscience/ 1E' Vgl. Bundeskriminalamt(BKA) et al. Analyse der Radikalisierungshintergründe und -verläufe der Personen, die ausislamistischer Motivation aus Deutschland in Richtung Syrien oder Irak ausgereist sind. 2016. 17 Vgl. Winter, Charlie: Documenting the Virtual 'Caliphate', Quilliam Foundation, 2015. 18 Vgl. Ritzmann, Alexander. Entzauberung durch Fakten, Internationale Politik 3.2016. 13 Vgl. Neumann, Peter R.: Victims, Perpetrators, Assets: The Narratives of Islamic State Defectors, ICSR, King's College London, 2015. http://icsrinfo/wp-content/uploads/2015/09/ICSR-Report-Victims-Perpertrators-Assets- The-Narratives-of-Islamic-State-Defectors.pdf und Speckhard, Anne and Yayla, Ahmet S.: Eyewitness Accounts from Recent Defectors from Islamic State: Why They Joined, What They Saw, Why They Quit, PERSPECTIVES ON TERRORISM, Volume 9, 2015. http://www.terrorismanalysts.com/pt/index.php/pot/article/view/475/934 20 VgI. Horgan, John: The Psychology of Terrorism, New York, NY, Routledge, 2014. 21 Vgl. European Parliament Policy Department for Citizens' Rights and Constitutional Affairs. Countering Terrorist Narratives. 2017. 22 Vgl. http://www.belitower.news/artikel/der-mythos-von-filterblasen-und-echokammern-12829 http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/filterblase-radikalisierung-auf-facebook-a-1073450.html 23 Vgl. Ritzmann, Alexander. Propaganda — Wirkung, Grenzen und Gegenmaßnahmen. Interventionen. Fachzeitschrift für Verantwortungspädagogik. Dezember 2017. Ritzmann, Alexander. A Tribal Call to Arms. European Eye on Radicalisation, März 2018. https://eeradicalization.com/a-tribal-call-to-arms-propaganda-and-what-pve-can-learn-from-anthropology- psychology-and-neuroscience/ 24 Vgl. Epley, Nicholas and Thomas Gilovich. The Mechanics of Motivated Reasoning. Journal of Economic Perspectives—Volume 30, Nu mber 3—Summer 2016—Pages 133-140. http://faculty.chicagobooth.edu/nicholas.epley/EpleyGilovichJEP2016.pdf 16 Alexander Ritzmann
25 Vgl. Wehling, Elisabeth. Politisches Framing, Wie eine Nation sich ihr Denken einredet — und daraus Politik macht, Halem-Verlag. 2017. 26 Vgl. Kaplan, J. T., Gimbel, S. I., & Harris, S. Neural correlates of maintaining one's political beliefs in the face of counterevidence. Scientific reports, 6, 39589. 2016. https://www.nature.com/articles/srep39589 27 Vgl. Lambarty, Pia. Don't trust anyone: Verschwörungsdenken als Radikalisierungsbeschleuiniger? Journal EXIT Deutschland. N. 5, 2017. http://journals.sfu.ca/jed/index.php/jex/article/viewFile/72/198 28 Auch in der vor-Internet Zeit hat kaum jemand täglich mehrere Zeitungen gelesen, etwa von der linken „Junge Welt" bis zur rechten „Jungen Freiheit". 29 Vgl. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1002/poi3.88 https://datasciencehub.net/system/files/ds-paper-486.pdf 3° Vgl. http://psychologykesearchnet.com/social-psychology/social-influence/mere-exposure-effect/ 31 Vgl. Bundeskriminalamt(BKA) et al. Analyse der Radikalisierungshintergründe und -verläufe der Personen, die aus islamistischer Motivation aus Deutschland in Richtung Syrien oder Irak ausgereist sind. 2016. 32 Vgl. Gambetta, Diego & Steffen Hertog. (2016). Engineers of Jihad: The Curious Connection between Violent Extremism and Education. Princeton University Press. Sageman, Marc. (2008). Leaderless Jihad, Terror Networks in the Twenty-First Century. University of Pennsylvania. Vidino, Lorenzo, Francesco Marone & Eva Entenmann. Fear Thy Neighbor: Radicalization and Jihadist Attacks in the West. George Washington University/IPSI/ICCT. 2017. The Italian Institute for International Political Studies (ISPI), Jihadist Hotbeds - Understanding Local Radicalization Processes. 2016. http://www.ispionline.it/sites/default/files/pubblicazioni/jihadist.hotbeds_ebook.pdf " Vgl. https://ctc.usma.edu/the-terror-threat-to-italy-how-italian-exceptionalism-is-rapidly-diminishing/ 34 Vgl. EI-Mafaalani, Aladin /Alma Fathi/Ahmad Mansour/ Jochen Müller/Götz Nordbruch/Julian Waleciak. Ansätze und Erfahrungen der Präventions- und Deradikalisierungsarbeit. Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK). HSFK-Report Nr. 6/2016. https://salafismus.hsfk.de/dimensionen-des-salafismus/praevention-und-deradikalisierung/ 33 Vgl. United Nations Development Programme (UNDP). PVE Toolkit: Improving the impact of preventing violent extremism programming. A toolkit for design, monitoring and evaluation, 2018. http://www.undp.org/content/dam/norway/undp-ogc/documents/ PVE_ImprovingImpactProgrammingToolkit_2018.pdf 36 Vgl. https://www.bild.de/newsjinland/weihnachtsmarkt-an-der-gedaechtniskirche/anis-amri-wohnte-bei- mir-50271684.bild.html 37 Vgl. http://www.wn.de/Welt/Thema/Hintergruende/3094003-Einen-neuen-Amri-verhindern- Deradikalisierung-in-der-Haft-in-Italien " Vgl. http://www.ansa.it/english/news/general_news/2018/03/29/group-linked-to-amri-smashed-in-italy- 4_cda5de35-99c0-41ef-ad95-af888b809689.html Vgl. https://www.brandwatch.com/blog/96-amazing-social-media-statistics-and-facts/ 40 Vgl. http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-5105_en.htm 41 Vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/Hany_Farid 42 Vgl. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-04/radikalisierung-netz-online-islamismus- propaganda 43 Vgl. http://www.voxpol.eu/who-needs-courts-a-deeper-look-at-the-european-commissions-plans-to-speed- up-content-takedowns/ 44 Vgl. UNDP PVE Toolkit: Improving the impact of preventing violent extremism programming A toolkit for design, monitoring and evaluation http://www.undp.org/content/dam/norway/undp- ogc/documents/PVE_ImprovingImpactProgrammingToolkit_2018.pdf Royal United Services Institute, Whitehall Report 2-16 Countering Violent Extremism and Risk Reduction A Guide to Programme, Design and Evaluation https://rusi.org/sites/default/files/20160608_cve_and_mcombined.online4.pdf European Commission, Instrument contributing to Stability and Peace Operational, Guidelines an the preparation and implementation of EU financed actions specific to countering terrorism and violent extremism in third countries, 2017 https://ec.europa.eu/europeaid/sites/devco/files/eu_ct_cve_guidelines.pdf 17 Alexander Ritzmann