Dokument Nr. 24
Reinschrift ! Seite 2 der Mitschrift Kulke: in Hitzacker keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr. Zu der Gerieben-Kommission werden gesonderte Einladungen zugehen. Gerieben-Kommission im wesentlichen Teil !II, dazu Memmert u. Herrmann, 5 Referate insgesamt; Duphorn ist nicht eingeladen. Bei Klamauk wird die Veranstaltung geschlossen. Anzeichen hierfür gibt es nicht. Matting: Trägt nicht vor; will auf die Entscheidung d. Bundesregierung eingehen, Abstimmung mit Niedersachsen über Schachtabteufen nach Bergrecht, Veranstaltung nicht im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, Veranstaltung: Information und Diskussion u. nicht im Rahmen des Planfeststellungsverfahreris. Hanning, SE 1, Kulke: Widerspruch gegen das Ansprechen der juristischen Dinge, Will sich diesen Punkt noch einmal überlegen. Veranstalt, ist ein Punkt in der Kette, für die Entscheidung der Bundesregierung, Anfang Juli will die Bundesregierung eine Entscheidung treffen, das lnaussichtnehmen der Untersuchung anderer Standorte sollte nicht angesprochen werden, Sachzwänge gibt es nicht: - Konrad schwachradioaktiver Abfälle } wird Matting nicht - HAW Sicherstellung } ansprechen Kulke: Bisherige vorbereitende Arbeiten zum Schachtabteufen: Vorbereitende Arbeiten sind noch nicht herausgegeben worden bis auf die Verlegung des Doppelkabels, das Aufschütten des Geländes: Vertrag mit Gemeinde für das Erdreich ist abgeschlossen, Gegen vorbereitende Vertragsvergabe unter Vorbehaltsklausel ist überhaupt nichts einzuwenden. Matting: Zur Eignung bzw zur Notwendigkeit anderer Standorte keine Äußerungen in der Einführung, sondern Hinweise, dass keine Fakten geschaffen werden keine Alibiveranstaltung Hanning: Hinweis auf Bundesregierung, die nach Abwägung aller Fakten eine Entscheidung treffen kann. Matting: Bundesregierung hat sich noch nicht entschieden und die Situation ist auch nicht so, dass Sachzwänge zu Realisierung Konrad geschaffen werden Trägt sein Einführungsvortrag vor. Können die RSK-Kriterien an Hand [Ende] des SE 1-Vortrages als PTB- Informationsblatt vertieft werden? SE1: Vielleicht vorher?
Reinschrift ! Seite 3 der Mitschrift Kulke: Kriterien an das Ende der Kurzfassung anheften. # Diesem Vorschlag wird zugestimmt. Ws: Überblick über das Untersuchungsprogramm Wozu dienen die Programme Daten für weitere Planung Keine Ergebnisse Ziel des hydrogeologischen Programms --aktuelle Zahlen -- nach Norden hat Untersuchungsgebiet natürliche Grenze Bilder von Bohrgeräten Tertiärbohrung in südl. Randsenke Geoelektrikprogramm Flächenseismik FU Berlin; oberflächennahe Untersuchungen Pumpversuche 1. [Wort nicht lesbar] bekommen worden 2. geplant für tieferes Salzwasser Es soll ergänzt werden: - Se.ismikbohrungen - Gravemetrie Vierhuff: !! Tertiärbohrung hat kein vollständiges Tertiärprofil erbohrt. Grisch: 2 weitere Punkte betrachtet, die größere Tiefen erbracht haben als die bei der bisherigen Rechnungen, bei 3000 m, deren Vorflutgebiet südlich der Eibe liegt, Eintrittspunkte liegen weiter westlich gegenüber den bisherigen Eintrittsstellen. Aus der heutigen Ablagerungsmenge kann man nicht auf eine Subrosionssenke schließen. Grisch: die bisher gewählten Aufpunkte liegen an der Grenze Süß- u. Salzwasser, bei Berücksichtigung des Salzwassers vielleicht eine halbe Größenordnungen SE1: Auf Störfälle in beiden Vorträgen (Vierhuff, Grisch) verzichten. # der vorläufige Charakter der Aussage abschwächen Ja ritz: Entwicklungsgeschichte Schichtenfolge Hutgestein kurze Beschreibung Stoffbestand im Salzstock, keine komplette Bewertung mi)glich pauschale Bewertung vorstellen nicht Steinsalz zu I 0- I 2 % Kaliflöze I< 6% K20 Staßfurt-Lager: wenigstens I 0% bauwürdig in steiler Lagerung
Reinschrift ! Seite 4 der Mitschrift Tektonik (Die Kompliziertheit des Baues ist geringer als bei anderen bekannten Salzstöcken) Größere Mengen hängen zusammen Geologische Konzeption der Schachtvorbohrung, geologische Überlegungen bei der Wahl dieser Punkte: Anforderungen an Schachtprofile extrem hoch: nur Steinsalz soll im Schacht anstehen, wurde erreicht, ist sehr schwer zu verwirklichen, wo sollte das verwirklicht werden in Staßfurt- oder Leine-Serie, dann Entscheidung noch einleiten vor Untersuchung für die Leine-Serie, ist voll gelungen. Aus geologischer Sicht der Idealfall für Schächte. geht auf Geologie nicht ein, sollte aber auf hydrogeologische Gesichtspunkte bei Schachtansatzpunkten eingehen. Ziegler: PSE-Szenario, Frage nach durchgehendem Hauptanhydrit, wie ist das nachweisbar? Jaritz: Durch mittleren Strang wird man wahrscheinlich durchfahren müssen, die Frage ist aber, ob bei einer Durchfahrung mit Strecken überhaupt etwas passiert. Das große Fehlstellen im Mittelstrang vorhanden sind, steht heute fest, vielleicht großflächig abgequetscht, Fehl in größeren Bereichen möglich. Grüblec Durch \Loruntersuchungen wird versucht werden dort durcht:ufahren, wo der Hauptanhydrit nicht vorhanden ist, Jaritz: Nach oben wird nicht gebohrt. Grisch: Es ist durchaus drin, dass man Reflexionen von dem Hauptanhydrit nicht bekommt, in extremer Lage (Spiegel, Reflexionen) Venzlaff Grisch Jaritz: ln Go 5002 Effekte bei HF, die heute noch nicht geklärt werden können, geologische Gründe sind nicht da, man weiß nicht, warum die Energie nicht in das Gestein eindringt, vielleicht liegt es am Kondensat? Ziegler: Unterstellt, dass durchgehende Partien Hauptanhydrit vorhanden sind, ist es möglich, dass Aufstiegsprozesse denkbar sind. Meister: Rechnungen sollen durchgeführt werden, um großflächige Einflüsse zu rechnen, Hauptanhydrit reagiert empfindlich auf Zusatzbeanspruchungen, seine Steifigkeit ist hoch, Beeinflussung, des Hauptanhydrits durch Wärme noch nicht gerechnet Verteilung von Klüften ? Müßte man noch untersuchen . Hauptanhydrit kann nicht viskoplastisch behandelt werden. Kriechversuche an Hauptanhydrit im Sommer geplant.
Reinschrift ! Seite 5 der Mitschrift Grübler für Pitz: Pitz will Film zeigen, Ziegler: Film sollte herausgenommen werden und an das Ende der Veranstaltung gesetzt werden oder am nächsten Vormittag in einem Nebensaal ab 8.30 Grübler: Gasvorkommen Lösungen } Nur Darstellung ohne Wertung Gas an Schichtgrenze vorgefunden, über das Muttergestein wird nichts gesagt, NaCI mit Gas (Orangesalz der Leineserie), der vorher mehrmals ohne Gas bei den Bohrungen angetroffen wurde. Matting: Fragt nach der Bewertung der Gase, soll nachmittags behandelt werden. Lösungen: Alle Laugen wurden mit Drücken angetroffen, die über den hydrostatischen Druck liegen, MgCL2 -haltige Laugen Meister: Stellung der Gebirgsmechanik im Rahmen der Sicherheitsänderungen, Standsicherheitsnachweis Beprüfung, Anforderungen, Anspruch ist höher als bei herkömmlichem Bergwerk, Modeliierung von Barrieren, Ermittlung von Stoffwerten, Labor-Untersuchungen rechnerische Untersuchungen: 4 Beispiele u. Bewertung von Gebirgsmechanik bisher gemacht hat und was sie noch leisten muß. Standsicherheitsnachweis erst dann, wenn durch in situ -Ergebnisse bestätigt. Mattinq: Spricht die Konvergenz von Bohrlöchern an und den Zutritt ... Unterstellung von Salzlösungen an die ganze Bohrlochlänge Meister: Das Hauptanhydrit bei Eindringen der Wärme eine besondere Wegsamkeit für Lösungen über Gas hinaus ist, was sonst auch unterstellt werden muss, ist heute noch nicht klar. Mattinq I SE1: Muß man Lösungen überall im Salzstock unterstellen Meister: Hauptanhydrit Es ist immer zu unterstellen, dass der Hauptanhydrit kluftig ist und ein gefährliches Strukturelement ist. Grübler: Widerspricht, Hauptanhydrit ist der Teil im Salzstock, der am ehesten eine Wegsamkeit für Lösungen darstellt.
Reinschrift ! Seite 6 der Mitschrift SE1: Bei Einlagerung von nichtwärmeentwickelnden Abfällen, ist eine Wegsamkeit über dem Hauptanhydrit nicht von vornherein zu unterstellen bei Ergreifen entsprechender Maßnahmen Grübler: Stimmt zu. Ziegler: Muß man denn bei Aufheizung immer mit einer Mobilisierung von Wegsamkeit über den Hauptanhydrit rechnen. Meister: Kluftfüllungen werden mobiler, SE1: Szenario ist mit allen abgestimmt, auch RSK, z.T. heute nicht ausschließbar, aber Hoffnung, dass sich vieles in der Zukunft entspannen wird. Ziegler: Zweifelt ein bisschen an der o. a. Schlussfolgerung für nichtwärmeentwickelnder Abfälle. Mattinq/Ziegler: es gibt nur graduelle Unterschiede, der Aufwand bei wärmeentwickelnden Abfällen ist nur dort viel größer, dies ist aber ein Unterschied zur SE1-Auffassung Ziegler: Folgt SE1 nicht. Grisch: Wirft SE1 das Weglassen bei der Forschung der o. a. Aussage den heutigen Kenntnisstand vor SE1: Dann war ich zu optimistisch! Ziegler: [das Wort ist durchgestrichen] Memmert: Nicht vorhanden! Venzlaff: -einfacher Bau, notwendiges Volumen - Hauptanhydrit - 4 Bohrungen im Randbereich waren ausreichend -[Schwebe] des umfahrenen Bereiches nur durch die beiden Schächte angeritzt. - Ablaugungen -Vergleich mit anderen Salzstöcken: 3 Salzstöcke der KEWA Lichtenhorst Deckgebirge nur 150 m an der Flanke Erdölfelder Wesen I Lutterloh: 300 m Deckgebirge, aber mit einer quartären Rinne, Tiefen nicht bekannt, im N ein kräftiger Überhang. Störung, explizite Tektonik zu erwarten, [Permeabilität] evt. nutzbar, da zur Hannoverschen Familie gehörig Wahn: 300 m Deckgebirge, 3 Tiefbohrungen in Topbereich eine Störungszone erkennbar wie im Nachbarsalzstock, westliche Hälfte vom Schießplatz überdeckt.
Reinschrift ! Seite 7 der Mitschrift Saarstett: Warthlingen: Innenstruktur Bluthe: Gorleben-sein Bau unterscheidet wahrscheinlich Zwischenahn: Bad-Zwischenahner Meer Harsefeld: Kavernenfeld Gorleben 42 km 2 Osterholz Bremen Wahn 28 km 2 militärischer Sperrbereich im Westen u. 3 Tiefbohrungen Vorhupp Erdölfelder an der Flanke Schlussfolgerung: Weitere Erkundung ist notwendig Venzlaff: Wahn käme immer noch in Frage Zwischenahn: kommt auch noch in Frage Ziegler: Diese Gratwanderung sollte gemacht werden, Hinweis auf Unterschied der Auswahlkriterien bei NEZ und heute. Jaritz: in Schleswig-Holstein nur 1 Salzstock- Juliusburg - Rotliegendsalz ist da, aber ein Bergwerk in diesem Salz ist nicht Stand der Technik, Tonstein mit Wasser, viele Lücken im Kenntnisstand. Die Argumente gegen die anderen Salzstöcke sind aber noch nicht hieb und Stichfest, wahrscheinlich auch dort Endlagerbergwerke möglich, aber eine Reihe von Besonderheiten Venzlaff: Der Vortrag zu Besonderheiten bei anderen Salzstöcken reicht Hanning: Es besteht ein bisschen die Gefahr, dass andere Untersuchungsprogramme an anderen Standorten angesprochen werden. Jaritz: Ein Vergleich der durch Bergwerke aufgeschlossenen Salzstöcke ist unproblematisch, hier kann die Einfachheit für Gorleben herausgehoben werden. Vierhuff: Vergleich mit großen Salzstöcken sollte erfolgen. Grübler: Gaszutritte in einer Reihe von Bergwerken, nichts außergewöhnliches (Literatur für die Gasvorkommen bestellt). Im Vergleich zu Gesamtvolumen geringe Mengen
Reinschrift ! Seite 8 der Mitschrift Gaszutritte haben keinen Einfluss auf die Sicherheit der Schachtstandorte. Salzbergbau hat Erfahrung mit Gaszutritten. Mattinq: Woher sind wir sicher, dass da Gas später keine Probleme machen wird. Grübler: Nicht das Thema, sondern nur auf die Erkundung bezogen, es ist möglich zu erkunden. Jaritz: Ob die angetroffenen Mengen klein oder groß sind, wissen wir heute nicht, nur die Zuflu ßmengen sind klein, aber das liegt an der Zutrittsart. Mattinq: Wird es Schwierigkeiten im Sicherheitsnachweis machen keine im Bereich der Gebirgsmechanik. Grübler: Es ist Kondensat vorhanden und anhand der Bohrkerne kann man nicht auf Hohlgrenzen schließen, sondern wahrscheinlich fein verteilt auf Schichtgrenzen ist. Meister: Antwortet nicht explizit darauf, Berechnungen für Gas oder Flüssigkeitseinschlüsse noch nicht gemacht Herrmann: Liest Kurzfassung von Herrmann vor. Grübler: Der Ausschluß von Verbini::lurigen zum Nebengestein ist nicht nur auf chemische Gesichtspunkte aufzubauen, sondern auch die Druckergebnisse Chemie sagt schon etwas über die Metamorphoselaugen aus, aber über den Druck kann auf Verbindung zu Nebengestein geschlossen werden. Mattinq: Was machen wir mit diesem Beitrag, spricht die Lösungsreservoire an werden mögliche Wegsamkeiten geöffnet. Ist dies zu erwarten [erweitern]. SE1: Zusammenfassung und Bewertung der. Ergebnisse 1. Entwurf nur der Start für Diskussion auf Fachebene, 2. Entscheidungsebene ist im politischen [Bereich]-durchgestrichen - - vielleicht trotzdem gewisse Dinge an Ministerien geben [ ... ] nicht PTB-Haltung der Entwurf Anregungen der anderen werden berücksichtigt werden. SE1: [Änderungswünsche] durchgestrichen Anregungen schriftlich an PTB, Berücksichtigung ist Sache der PTB Mattinq: Es will niemand eine Aussage aus der PTB herauspressen, die nicht fundiert ist, aber die Aussagen könnten auch positiver gefasst werden.
Reinschrift ! Seite 9 der Mitschrift Hanning: Vollständige Darstellung soll schon erfolgen, SE 1: Die Frage der anderen Standorte kann hera,qsgenommen werdeJ1, WE3nn die Ressorts es wünschen Hanning: Bejaht Matting: Wenn man von vornherein nicht sagen kann, dass Gorleben nicht geeignet ist, dann sollte das Abteufen eindeutig befürwortet werden. Wenn man 1992 feststellen würde, dass Gorleben für wärmeentwickelnde Abfälle nicht geeignet ist, wür[de] das wegen der geringen Mengen dieser Abfälle nicht problematisch Venzlaff: Erst noch ein vergleichbarer 3 Standorte untersuchen und dann eine Entscheidung Hanning: Bei Vorschlag ein anderer Standort, wird Gorleben entwertet Matting: BMI will nicht, daß andere Standortvorschläge in den Bericht ·eingehen.