neuAz36-15-06_Hefter12_20090130-XX_TeilIII

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Bundeswehr: Lebenskundlicher Unterricht durch die Militärseelsorge und Ausweitung der Militärseelsorge

/ 79
PDF herunterladen
Voreinstellung Mail-Programm! Mail und Anlagen sind nicht VS-NfD eingestuft!
57

BETREFF
BEZUG 1.

nm

Fü SsI3
Az 01-52-12
++ohnet+

ReVo-Nr: ohne

Oberst 1.G. Gerhard

Referatsleiter:

Bearbeiterin: Oberfeldarzt Dr. Lüdtke

Herrn
Minister

über:
Herrn
Staatssekretär Wolf

zur Entscheidung

nachrichtlich:

Herren

Parlamentarischen Staatssekretär Kossendey
Parlamentarischen Staatssekretär Schmidt
Staatssekretär Dr. Otremba

Leiter Planungsstab

Leiter Presse- und Informationsstab

Leiter Stab Leitungscontrolling

ZDv 10/4 (zE) Lebenskundlicher Unterricht
++0127++ Fü SI3 Az 36-01-00 vom 5. Januar 2009

. ZDv 10/4 (zE) vom 20. Januar 2009

I.  Entscheidungsvorschlag

Bonn, . März 2011

Tel.: 9710
Tel.: 5323

GenInsp/HAL
Insp/AL

Ltr Stab/ChefStab/GB

 

UAL/StAL

Mitzeichnende Referate:
FüsI1l,FüäHlIl,FüLIl,FüMIl,RI4
Fü San II 3 hat nicht mitgezeichnet (s. Nr. 7).
HPR und GVPA wurden beteiligt.

 

l1- Ich schlage vor, die Erprobungsphase der ZDv 10/4 (zE) von drei Jahren aufgrund der

Ergebnisse der Evaluierung zu verkürzen und damit die endgültige ZDv 10/4 in Kraft

treten zu lassen.

2- Die ZDv 66/2 „Lebenskundlicher Unterricht (Merkschrift)“, Ausgabe November 1959,

tritt dann endgültig außer Kraft und wäre zu vernichten.

II. Sachverhalt

3- Die Evaluierung des Lebenskundlichen Unterrichts (LKU) bestätigt den Erfolg dieser

berufsethischen Qualifizierungsmaßnahme. Das Gutachten des Sozialwissenschaftlichen
58

nl.
8 -

gez.

Instituts der Bundeswehr „Evaluierung des Lebenskundlichen Unterrichts in der
Truppenpraxis“ mit ersten Ergebnissen der Umfrage 2010 wurde dem BMVg am
10. Februar 2011 vorgelegt.

Mit dem Erlass der ZDv 10/4 (zE) „Lebenskundlicher Unterricht — Selbstverantwortlich
leben — Verantwortung für andere übernehmen können“ vom 20. Januar 2009 wurde der
LKU für eine Erprobungsphase von drei Jahren grundlegend neu strukturiert und seine
Durchführung festgelegt.

Im Herbst 2010 wurden Teilnehmer und Teilnehmerinnen am LKU zu ihrer
Zufriedenheit und ihren Erfahrungen mit dem LKU, ihren Erwartungen an den LKU
und zur Akzeptanz des LKU befragt.

Die Ergebnisse der Befragung werden wie folgt zusammengefasst: „Die befragten
Teilnehmerinnen und Teilnehmer am LKU waren zu über 70 Prozent mit dem LKU
‚sehr zufrieden’ oder ‚zufrieden’. Sie schätzten die Militärseelsorger als Ethiklehrer
hoch und haben nicht den Wunsch, dass Soldaten oder externe Experten als Dozenten
im Lebenskundlichen Unterricht eingesetzt werden. Die Befragten empfinden die
gegenwärtige Regelung des LKU nicht als Zwangsmaßnahme des Dienstherm. Sie
bringen dem LKU vielmehr ein großes sachlich begründetes Interesse entgegen und
erwarten von ihm vor allem Hilfe für ihre persönliche Weiterentwicklung.“

Fü San II 3 hat diese Vorlage nicht mitgezeichnet, da (Fü San II 3 b. ergänzen)

Bewertung

Die neue Form des LKU hat sich bewährt.

— Wenngleich die ZDv 10/4 (zE) die Erteilung des LKU durch andere, auch externe
Fachkräfte, erstmals ausdrücklich ermöglicht, sollten in der Regel die
Militärseelsorgerinnen und mMilitärseelsorger jedenfalls weiterhin mit der
Durchführung des LKU betraut werden. Das Neutralitäts- und Toleranzgebot wird
von den Dozentinnen und Dozenten eingehalten.

— Die Vorerwartungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den LKU sind
mehrheitlich ebenso positiv wie ihre Erfahrungen mit den durchgeführten
Unterrichten.

— Vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern am LKU war undeutlich, welche Haltung
ihre militärischen Vorgesetzten zum neuen LKU einnehmen. Dazu sollte auf

Tagungen, z.B. GV/A1-, Kommandeur- und Spießtagungen vorgetragen werden.
59

Gerhard

uw
60

Voreinstellung Mail-Programm! Mail und Anlagen sind nicht VS-NfD eingestuft!
61

„. Weitergeleitet von Peter Gerrits/BMVg/BUND/DE am 02.03.2011 17:10 —--

Bundesministerium der Verteidigung

OrgElement: BMVgFüs13 Telefon: 3400 5323 Datum: 28.02.2011
Absender: OFArzt Dr. Renate Lüdtke Telefax: 3400 031485 Uhrzeit: 13:43:09

An: BMVg Fü San Il 3/BMVg/BUND/DE@BMVg

Kopie: BMVg Fü S I 3/BMVg/BUND/DE@BMVg
BMvg Fü H I 1/BMVg/’BUND/DE@BMVg
BMVg FüL | 1/BMVg/BUND/DE
BMVvg Fü M | 1/BMVg/BUND/DE
BMVg R | 4/BMVg/BUND/DE
Peter Gerhard/BMVg/BUND/DE@BMVg
Tilman von Plüskow/BMVg/BUND/DE@BMVg
Wolfgang Henric-Petri/BMVg/BUND/DE@BMVg
Frank Rohde/BMVg/BUND/DE@BMVg
Baldur Bardischewski/BMVg/BUND/DE@BMVg
Peter Gerrits/BMVg/BUND/DE@BMVg
Barbara ZindV’BMVg/BUND/DE@BMVg

Thema: BM-Vorlage zur ZDv 10/4

Da alle Adressaten - außer Fü San Il 3 - den Entwurf der BM-Vorlage mitgezeichnet haben und auch
die Kirchenämter, auf deren ursprünglichen Vorschlag die dreijährige Erprobungsphase zurückgeht,
einverstanden sind, hält Fü S 13 an der Vorlage zur Entscheidung fest.

Fü San Il 3 wird gebeten, seine abweichende Auffassung unter Nr. 7 der Vorlage kurz darzustellen
und bis 3. März 2011 an FüS I 3 zu übermitteln.

Im Übrigen wird darauf verwiesen, dass der Erprobungsbetrieb des LKU entgegen Ihrer Auffassung
nicht Anfang 2010, sondern spätestens mit dem GI-Brief 2/2009 vom 26. März 2009 aufgenommen
wurde. Die Militärgeistlichen kannten das neue Curriculum schon länger und die
Disziplinarvorgesetzten haben die verpflichtende Teilnahme durchgesetzt.

Es trifft zu, dass der größte Teil der Befragten, fast 58 Prozent, sich für einen LKU auf freiwilliger
Basis ausspricht. Aber 14 Prozent würden nicht an ihm teilnehmen, wenn der LKU freiwillig wäre.
Ziel ist, allen Soldaten und Soldatinnen eine berufsethische Qualifizierung zu vermitteln, daher darf
der Dienstherr auf eine verpflichtende Teilnahme nicht verzichten.

Im Auftrag
Dr. Lüdtke

[Anhang "EV BM_ZDv 10-4zE.doc" gelöscht von Peter Gerrits/BMVg/BUND/DE]
62

FüSI3 ReVo-Nr: ohne
Az 01-52-12

++ohne++

Referatsleiter: Oberst 1.G. Gerhard

Bonn, . März 2011

Tel.: 9710

 

Bearbeiterin: Oberfeldarzt Dr. Lüdtke

Herrn
Minister

über:
Herrn
Staatssekretär Wolf

zur Entscheidung

nachrichtlich:

Herren

Parlamentarischen Staatssekretär Kossendey
Parlamentarischen Staatssekretär Schmidt
Staatssekretär Dr. Otremba

Leiter Planungsstab

Leiter Presse- und Informationsstab

Leiter Stab Leitungscontrolling

gerrefr ZDv 10/4 (zE) Lebenskundlicher Unterricht
Bezus1. ++0127++ FüS 13 Az 36-01-00 vom 5. Januar 2009

2. ZDv 10/4 (zE) vom 20. Januar 2009

I.  Entscheidungsvorschlag

Tel.: 5323

GenInsp/HAL
Insp/AL

Ltr Stab/ChefStab/GB

UAL/StAL

Mitzeichnende Referate:
FüsIl,FüHll,FüLIl,FÜüMII1,RI4

Fü San II 3 hat nicht mitgezeichnet (s. Nr. 7).
HPR und GVPA wurden beteiligt.

        
       

1- Ich schlage vor, die Erprobungsphase der ZDv 10/4 (zE) von drei Jahren aufgrund der

Ergebnisse der Evaluierung zu verkürzen und damit die endgültige ZDv 10/4 in Kraft

treten zu lassen.

2- Die ZDv 66/2 „Lebenskundlicher Unterricht (Merkschrift)“, Ausgabe November 1959,

tritt dann endgültig außer Kraft und wäre zu vernichten.

I. Sachverhalt

3- Die Evaluierung des Lebenskundlichen Unterrichts (LKU) bestätigt den Erfolg dieser

berufsethischen Qualifizierungsmaßnahme. Das Gutachten des Sozialwissenschaftlichen
63

1.

9.

.2-

Instituts der Bundeswehr „Evaluierung des Lebenskundlichen Unterrichts in der
Truppenpraxis“ mit ersten Ergebnissen der Umfrage 2010 wurde dem BMVg am
10. Februar 2011 vorgelegt.

Mit dem Erlass der ZDv 10/4 (zE) „Lebenskundlicher Unterricht — Selbstverantwortlich
leben — Verantwortung für andere übernehmen können“ vom 20. Januar 2009 wurde der
LKU für eine Erprobungsphase von drei Jahren grundlegend neu strukturiert und seine
Durchführung festgelegt.

Im Herbst 2010 wurden Teilnehmer und Teilnehmerinnen am LKU zu ihrer
Zufriedenheit und ihren Erfahrungen mit dem LKU, ihren Erwartungen an den LKU
und zur Akzeptanz des LKU befragt.

Die Ergebnisse der Befragung werden wie folgt zusammengefasst: „Die befragten
Teilnehmerinnen und Teilnehmer am LKU waren zu über 70 Prozent mit dem LKU
‚sehr zufrieden’ oder ‚zufrieden’. Sie schätzten die Militärseelsorger als Ethiklehrer
hoch und haben nicht den Wunsch, dass Soldaten oder externe Experten als Dozenten
im Lebenskundlichen Unterricht eingesetzt werden. Die Befragten empfinden die
gegenwärtige Regelung des LKU nicht als Zwangsmaßnahme des Dienstherrn. Sie
bringen dem LKU vielmehr ein großes sachlich begründetes Interesse entgegen und
erwarten von ihm vor allem Hilfe für ihre persönliche Weiterentwicklung.“

Fü San II 3 hat diese Vorlage nicht mitgezeichnet, da nach dortiger Einschätzung noch
keine ausreichenden Erkenntnisse über die Probephase vorliegen. Die Studie war
ursprünglich als zweistufige modulare Untersuchung angelegt. In Modul A wurden die
Einstellungen und Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am LKU erhoben
und ausgewertet. Die zweite Stufe, die Befragung der Dozentinnen und Dozenten als
Modul B, wurde noch nicht durchgeführt, so dass für diesen Personenkreis noch keine
hinreichend belastbaren Erkenntnisse vorliegen.

Auch wenn das Gutachten 1/2011 des SWInstBw überwiegend positive Aussagen zur
Qualität der Durchführung des LKU und dessen Akzeptanz in der Truppe enthält,
werden im Kapitel 6 darüber hinaus essentielle Empfehlungen ausgesprochen, die nach

Auffassung Fü San II 3 noch nicht ausreichend untersucht wurden.

Bewertung

Die neue Form des LKU hat sich bewährt.

— Wenngleich die ZDv 10/4 (zE) die Erteilung des LKU durch andere, auch externe
Fachkräfte, erstmals ausdrücklich ermöglicht, sollten in der Regel die

Militärseelsorgerinnen und mMilitärseelsorger jedenfalls weiterhin mit der
64

gez.
Gerhard

-3-

Durchführung des LKU betraut werden. Das Neutralitäts- und Toleranzgebot wird
von den Dozentinnen und Dozenten eingehalten.

Die Vorerwartungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den LKU sind
mehrheitlich ebenso positiv wie ihre Erfahrungen mit den durchgeführten
Unterrichten.

Vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern am LKU war undeutlich, welche Haltung
ihre militärischen Vorgesetzten zum neuen LKU einnehmen. Dazu sollte auf

Tagungen, z.B. G1/Al-, Kommandeur- und Spießtagungen vorgetragen werden.
65

Voreinstellung Mail-Programm! Mail und Anlagen sind nicht VS-NfD eingestuft!
66

Zur nächsten Seite