neuAz36-15-06_Hefter10_20060130-20080530_TeilI

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Bundeswehr: Lebenskundlicher Unterricht durch die Militärseelsorge und Ausweitung der Militärseelsorge

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TE

Brh AP.oıH

 

36 THEMA 10°06
Die Kluft zwischen Ideal und Verhalten
Zur Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion
Kostümierte Kinder

auf dem Karneval der
Kulturen. Erziehung und
Spiel bleiben entschei-
dende Maßnahmen, um
zu lernen, Konflikte nicht
eskalieren zu lassen.

„Ideale sind manchmal stark genug,
um Menschenleben auszulöschen
oder zu retten.“

Zadie Smith

Reicht nicht das Gewissen?

- Gut gesagt, aber ist dieser Imperativ befolgbar? Na-

türlich nicht, jedenfalls nicht so einfach. Da sind zum er
nen die anderen Imperative wie ‚Meide Gefahren!‘ ‚Achte auf
deinen Vorteil ‚Höre auf deine Familie und deine Freunde!
‚Folge dem Gesetz!‘ ‚Halte Verträge ein! u.s.w. Nur wahre
Heilige können oder dürfen allein ihrem Gewissen folgen. Wir
anderen müssen auch den anderen Imperativen Gehör
schenken und sie in jeder Fall gegen das Gewissen abwä-
gen. Das gilt vor allem für Menschen, die in der Pflicht ste-
hen, nicht nur Soldaten. Da sind aber zum anderen auch die
vielen Dinge, an die uns das Gewissen gemahnt, und die mit-
einander nicht immer vereinbar sind, ja sich geradezu aus-
schließen können: ‚Sei gerecht!‘ und ‚sei barmherzig und ver-
zeihend" ‚Verteidige das Leben!’ und ‚töte den Feind!‘ ‚Schüt-
ze die Freiheit" und ‚Bewache die Gefangenen!

F- deinen moralischen Prinzipien, deinem Gewissen!

Es ist also nicht damit getan, dass wir fordern: ‚Sei mora-
isch!‘ ‚Habe Werte! Es ist nicht einmal gesagt, dass wir das

überhaupt fordern müssen. Zwar neigt jeder dazu, andere
Menschen und vor allem Gegner und Feinde zu verdächti-
gen, sie hätten keine moralischen Ideale. Aber für sich
selbst reklamiert fast jeder Mensch moralische Ideale, ein
Gewissen zu haben. Tatsächlich zeigen interkulturelle empiri-
sche Untersuchungen, dass sich die Menschen in vielen Kul-
turen, vielleicht sogar in jedem Winkel der Erde, darin glei-
chen, dass sie sich an grundlegende Werte wie Freiheit, Ge-
rechtigkeit und wechselseitige Achtung und Fürsorglichkeit -
dem moralischen Fundament eines friedlichen Zusammenle-
bens - gebunden fühlen. Dies mag jene überraschen, die an
die eigene moralische Überlegenheit zu glauben gelernt ha-
ben und die ihr Wissen über andere Menschen und andere
Kulturen allein aus dubiosen Informationsquellen beziehen.
Wer anderen Menschen und Kulturen unvoreingenommen be-
gegnet und sie direkt befragt und beobachtet, wird überall
einen universellen moralischen Grundkonsens bestätigt se-
hen. Und dieser Konsens ist real und existiert nicht bloß in
der Phantasie und in literarischen Werken. Wir können ihn
überall antreffen und vorzeigen.

Warum gibt es dann aber in der Welt so viel Unvernunft.
Armut, Kriminalität, Hass, Gewalt und Kriege?

Die Antwort liegt meist darin, dass, wie wir alle wissen,
zwischen unseren moralischen Idealen auf der einen Seite

gg

 

Foto: Caro
41

und unserem Verhalten auf der anderen Seite eine breite
Kluft besteht, weil unsere moralischen Ideale uns oft vor gro-
Be, manchmal unüberwindliche Probleme stellen. Natürlich
kann vieles, was uns als Ausgeburt des Bösen erscheint,
mehr mit bestimmten Lebenslagen und weniger mit fehlen-
den Idealen erklärt werden kann, So haben viele Menschen
nach dem Zweiten Weltkrieg, in Zeiten bitterer Armut, mas-
senweise Lebens- und Heinzmittel gestohlen, obwohl die mo-
ralisch sein wollten. So bestreiten Straßenkinder weltweit ih-
ren Lebensunterhalt fast ausschließlich aus Geschäften, die
fast überall als kriminell angesehen werden — Zuhälterei,
Prostitution, Waffen- und Drogenhandel. Aber dennoch beste-
hen sie, wenn man sie eingehend befragt, darauf, dass Ei
gentum und Achtung von anderen hohe ethische Werte sei-
en. In einer Studie über kriminelle Jugendlichen in Berlin um
1900 herum fand der Gerichtspsychiater Max Levy-Suhl,
dass diese dieselben moralischen Werte hatten wie gleichalt-
rige Jugendliche, die nie straffällig wurden. In zeitgenössi-
schen Studien über Straffällige wurde dieser Befund voll be-
stätigt. Und trotz ihrer hohen moralischen Ideale haben sie
und die Straßenkinder und die Kohldiebe der Nachkriegszeit
sich ‚unmoralisch‘ verhalten, ebenso wie die korrupten Zöll-
ner und diebischen Huren, von denen im Neuen Testament
geschrieben steht. Wer solche Menschen je aus der Nähe er-
lebt hat, weiß, wie viel Überwindung es sie kostet, ihr schie-
res Überleben mit der Preisgabe ihrer moralischen ideale zu
bezahlen.

Aber auch wenn die nötigen Voraussetzung für ein Über-
leben gegeben sind, wie dies in unserem Land - trotz der
‚relativen Armut’ vieler Menschen - weitgehend der Fall ist,
garantieren moralische Ideale nicht, dass immer eine richti-
ge Entscheidung getroffen wird. Ja, schlimmer noch, mora-
lische Ideale können sogar zerstörerische Wirkungen entfal-
ten, wie Zadie Smith, die neue Charles Dickens, in den mul-
tikulturellen Milieus von London beobachtet hat und wie wir
aus den Medien erfahren, die fast täglich davon berichten,
dass - um des ‚Lebens‘, der ‚Freiheit‘ und der ‚Wohlstands’
willen - täglich Dutzende und manchmal Hunderte Men-
schen getötet, verkrüppelt, gefangen oder ihrer Habe be-
raubt werden. Ein gerecht geglaubter Krieg wird meist mit
größerer Brutalität und Vernichtungsabsicht geführt als ein
rein ökonomisch motivierte Krieg, bei der die Beute - Land
und Leute - des eigenen Nutzens willen so weit als möglich
geschont wird. (Es sei zugestanden, dass es auch ökono-
misch motivierte Kriege gibt, die moralisch überhöht wer-
den, um - sinnigerweise - die ‚Moral‘ der Truppen zu stär-
ken.) Wir müssen nur unseren vertrauten Alltag genau beob-
achten, um diesen Zusammenhang bestätigt zu sehen. Zwei
‘Kampfhähne’, die sich beide moralisch im Recht fühlen,
sind kaum zu bändigen in ihrem Drang, den anderen zu
schädigen. Aber auch die Wahrnehmung, dass man vor sei-
nen eigenen moralischen Idealen nicht bestehen kann, kann
zu destruktiven Aktionen führen, nämlich zu Aktionen gegen
sich selbst - Alkoholismus, Drogensucht, Depression bis hin
zu Selbstmord.

 

 

 

Dilemmas oder: Warum führen moralische Ideale nicht
gradlinig zu moralisch gutem Verhalten, wie Sokrates
und auch Kant es noch erhoffen konnten?

Weshalb können ausgerechnet moralische Ideale - auch
ohne Zutun extremer Schicksalslagen - in Gewalt und
Schlimmeres münden? Am deutlichsten wird dieses Problem
in moralischen Zwangslagen, also Dilemmasituationen. Neh-
men wir den Fall des Gefreiten Schneider (Namen erfunden).

 GEFREITER SCHNEIDER

Seit zwei Wochen erst macht der Gefreite Schneider im Ausland
Dienst, das ihm sehr fremd und bedrohlich vorkommt. und schon
gerät er in Not. Er ist heute Nacht zum Wachdienst im Munitionslager
seiner Einheit eingeteilt. Die Einheit soll im Auftrag der UNO hier die
Bevölkerung vor Überfällen von Rebellen aus dem Grenzgebiet
schützen. Auf seinem Wachgang sieht er plötzlich eine schemen-
hafte Gestalt, die etwas unterm Arm trägt. Sie kommt aus einem La-
gerhaus und rennt auf die Einzäunung zu.

Es ist zu dunkel um zu erkennen, ob es ein Mitglied der eigenen Ein-
heit oder ein Einheimischer, ein einfacher Dieb oder bewaffneter Re-
bellist Er hörte, dass es vor kurzem bei einer ähnlichen Situation zu
einem Feuergefecht mit mehreren Rebellen kam, die vor dem Zaun
tauerten. Ein Kamerad ist dabei gestorben. Er ruft in der Landes-
sprache zweimal laut „Halt, oder ich schieße!”, wie ihm beigebracht
wurde. Als die Gestalt weiter rennt, zielt er vorschriftsgemäß in die
Richtung. in der er die Beine des Flüchtenden vermutet. Blitzschnell
durchzuckt es ihn: Und wenn ich ihn dabei töte? Was soll ich bloß
tun?

Schneider schießt in die Luft. Der Unbekannte entkommt.

Wie wir an dem Beispiel sehen, kann es drei miteinander
verschränkte Gründe geben, warum moralische Ideale uns
manchmal vor eine schwere Aufgabe stellen, an der wir
scheitern können:

1. Zur Schwere der Entscheidung können faktische Um-
stände beitragen, die der Handelnde nicht kennt oder
falsch einschätzt, oder persönliches Unvermögen. Im
Beispiel: Das Terrain war dem Gefreiten noch ziemlich
fremd; wer der Unbekannte war und was unter seinem
Arm trug, konnte er nicht erkennen, nur vermuten; was
aus diesem Vorfall für das Leben der gesamten Kompa-
nie folgen könnte (möglicherweise ein bewaffneter Über-
fall starker Rebellengruppem, die sich für den Tod ihres
Stammesbruders rächen wollen), konnte er nicht ab-
schätzen. Vielleicht hätte der Gefreite auch anders ge-
handelt, wenn er sich seiner Schießfertigkeit sicherer
hätte sein können.

2. Des Weiteren kann die Entscheidung schwierig sein, weil
moralischen Ideale, denen gefolgt werden soll, meist va-
ge sind und in einern konkreten Fall interpretiert und prä-
zisiert werden müssen. Im Fall des Wachmanns Schner
der sind die Interpretationsspielräume durch Dienstvor-
schriften und Übungen stark eingeschränkt. Aber man
denke nur an die Frage, welche Einkommensunterschie-
42

38

  
  

Die englische Schriftstel-
lerin Zadie Smith behan-
delt in ihren Büchern die
Widersprüche zwischen
dem, was die Figuren
moralisch für richtig
halten und mit

ihrem Verhalten ins
Gegenteil verkehren.

THEMA

de noch als ‚gerecht‘ anzusehen sind, oder wie viel Auf-
opferung ein Kind von seinen Eltern verlangen kann. Hier
muss die Frage des Maßes oft neu durchdacht und von
Beteiligten und Betroffenen im Diskurs miteinander aus-
gehandelt werden. In all diesen Fällen kann eine andere
Interpretation des beteiligten Moralprinzips zu ganz ver-
schiedenen Urteilen führen.

3. Die Verwirklichung moralischer Ideale kann fast völlig un-
möglich gemacht werden, wenn die beteiligten morali-
schen Prinzipien einander oder sich selbst widerspre-
chen und der Handelnde nichts tun kann, ohne eines da-
von zu verletzten. Der Gefreite Schneider hat aber offen-
bar ein solches Dilernma (er zögert, denkt nach). Viel-
leicht denkt er: Rechtfertigt die Situation es, dass ich
mit meinen Schüssen einen Mensch töte oder ihn zum
Krüppel mache? Kann ich sicher sein, dass der Unbe-
kannte ein Feind ist und das, was er unter dem Arm
trägt, gefährliche Waffen sind, und diese Waffen offensiv
zum Kampf gegen die Bevölkerung und die eigene Kom-
panie eingesetzt werden sollen? Oder könnte es sich um
einen der eigenen Kameraden handeln, der nur eine Kis-
te Wein stehlen wollte, um die Eintönigkeit des Auslands-
einsatzes mit einer nächtlichen Weinparty zu beleben?

Für jedes dieser Aufgabenfelder benötigt der Handeinde
bestimmte Fähigkeiten, um sie bewältigen zu können. Im
ersten Aufgabenfeld sind vor allem Fachwissen, spezielle
Fertigkeiten und Allgemeinbildung gefragt, die man durch
Ausbildung und Erfahrung erwerben muss; im zweiten sind
Wissen über sozial vorgegebene Gesetze, Normen und Defi-
nitionen und eine kritische Reflexion hierüber gefragt (bei
Soldaten „mitdenkender Gehorsam“, wie das Bundesverwal
tungsgericht in seinem bemerkenswerten Urteil ausführt).

10°06

rn hd

Moralische Urteils- und Diskursfähigkeit

Im dritten Aufgabenfeld ist zunächst die Fähigkeit gefragt,
den Widerstreit des Gewissens und der eigenen moralischen
Ideale auszuhalten, den wir oft als schweren emotionalen
Konflikt in uns und mit anderen erleben. Der Handelnde
muss zudem - trotz aller Emotionen - fähig zum vernünfti-
gen Denken und zum Argumentieren mit anderen sein. Er be-
nötigt, wie wir mit Kohlberg, Apel und Habermas sagen, mo-
ralische Urteils- und Diskursfähigkeit.

Moralische Urteils- und Diskursfähigkeit benötigen Men-
schen umso mehr, je mehr eigene moralische Ideale und so-
ziale Normen sich in einer Entscheidungssituation überkreu-
zen, umso größer der Zeitdruck ist und umso mehr auf dem
Spiel steht. Es ist logisch, dass die Wahrscheinlichkeit des
Auftretens von Dilemmas mit der Zahl der moralischen Idea-
le steigt, die sich in einer Enttscheidungssituation kreuzen. Je
mehr Ideale, die es zu verwirklichen gilt, umso eher geraten
wir in ein Dilernma. Diese Dilemmas sind unlösbar, wenn
Prinzipien miteinander in Konflikt geraten, die alle unbedingte
universelle Gültigkeit beanspruchen. Ein solcher ‚existentiel-
ler' Konflikt kann oft nur durch eine Verzweiflungstat über-
wunden werden, wie die Opferung des eigenen Lebens, um
andere Menschen zu retten. Die Moral ist oft überfordert,
solche Taten einzuordnen, auch wenn sie sich vom Stand-
punkt der Gereiteten als eine unübertreffbare Heldentat dar-
stellen. War der Opferwillige der Ernährer und Beschützer ei

3 ner Familie, die durch sein Opfer jetzt hilflos ist? Sind durch
@ die Opfertat andere Menschen zu Schaden gekommen? Wir

sagen in solchen Fällen, nur Gott kann hier ein Urteil fällen,
oder die Geschichte.

Viele Prinzipien gelten jedoch in modernen Kulturen nur
als bedingt universell gültig, wie zum Beispiel das Prinzip der
Gerechtigkeit, das in anderen Kulturen durchaus als unbe-
dingte gültig angesehen werden kann (‚Auge um Auge‘). Es
wird abgemildert durch die Prinzipien der Verhältnismäßig-
keit und der Vergebung (Barmherzigkeit), die ihre Wurzeln in
verschiedenen Religionen haben: „Ich aber sage euch, dass
ihr nicht widerstreben solit dem Übel; sondern, so dir je-
mand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem bie-
te den andern auch dar.“ (Matthäus, 6,39). Dennoch stellen
auch bedingt gültige Moralprinzipien den Handeinden oft vor
eine schwere Aufgabe.

Wie wissen einiges

Es ist offenkundig, dass aus Sicht des Handelnden für er
ne ‚richtige‘ Entscheidung sowohl moralische Ideale notwen-
dig sind also auch die Fähigkeit, die moralischen Aufgaben
zu bewältigen, in denen diese Ideale eine Rolle spielen. Wer
keine moralischen Ideale hat, wird auch nicht mit morali-
schen Dilemmas konfrontiert. Wer eine geringe Fähigkeit ent-
wickelt hat, kann von der Schwere eines moralischen Dilem-
mas so überwältigt sein, dass er oder sie es durch Leugnen
der eigenen moralischen Ideale — zum Beispie! durch Gewalt

re ——
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10006

 

- zu ‚lösen‘ versucht. Gewalt und Krieg, aber auch Formen
der Selbstbetäubung wie Zigaretten-, Alkohol- und Drogen-
konsum können als — gewiss untaugliche — Mittel der Lösung
moralischer Dilernmas verstanden werden.

Auch wenn beide Aspekte des moralischen Verhaltens, die
affektive Bindung an moralische Prinzipien wie die kognitive
Fähigkeit zum moralischen Denken und Argumentieren gleich
notwendig sind, kommt ihnen in der Frage der Förderung
durch Bildungsmaßnahmen ein verschiedener Stellenwert zu.
Moralische Ideale ‚haben‘ nahezu alle Menschen oft schon
von früher Kindheit an. Das gilt, wie die moralpsychologi-
sche Forschung der letzten drei Jahrzehnte zeigt, unabhän-
gig von der sozialen Herkunft oder dem kulturellen Hinter-
grund. Aber moralische Urteils- und Diskursfähigkeit muss
von allen Menschen in einem langwierigen, meist die Lebens-
spanne ausfüllenden Lernprozess erworben werden. Man
wird kaum einen Menschen antreffen, der von sich behaup-
ten kann, in dieser Hinsicht vollkommen zu sein. Im Gegen-
teil, die meisten Menschen scheinen diese Fähigkeit nur zu
einem geringen Grad zu besitzen, was uns besonders in Zei
ten des schnellen technisch-kulturellen Wandels, immer neu-
er Erfindungen und des Zusammenwachsens der Kulturen
und Religionen beunruhigen und zu größeren Anstrengungen
auf dem Gebiet der moralisch-demokratischen Bildung veran-
lassen sollte.

Nach unseren Beobachtungen zeigen die Reaktionen von
Menschen auf moralische Dilernmas und Argumente einige
typische Entwicklungsmuster der moralischen Urteils- und
Diskursfähigkeit, Muster, die einen bestimmten Entwicklungs-
ablauf signalisieren, aber nicht an ein bestimmtes Alter ge-
knüpft sind:

u In einem frühen Stadium urteilt die Person über das Ver-
halten der Diiemma-Person, kann aber nichts mit Argu-
mente anfange („Ich habe doch meine Meinung schon ge-
sagt“)

m Erst allmählich wendet sich die Person den Argumenten
zu, zunächst aber nur den meinungskonformen Argumen-
ten („Die anderen Argumente treffen alle nicht zu.*)

u Erst wenn die Person Teilnehmer auch Gegenargumente
bewertet, können wir den Grad der moralischen Urteilsfä-
higkeit von Teilnehmern mittels Testverfahren messen.

m Die Person orientiert ihre Bewertung der Argumente zu-
nächst fast ausschließlich an ihrer Meinungskonformität:
alle Argumente, die die eigene Meinung zu der Entschei-
dung in der Dilemmageschichte unterstützen, werden un-
terschiedslos akzeptiert, und alle Argumente der Gegen-
seite unterschiedslos zurückgewiesen („Alles Mist“). Da
jetzt vollständige Urteilsmuster vorliegen, können wir die
hier zutage tretende moralische Urteilsfähigkeit quantifi-
zieren. Auf der definierten Skale von O bis 100 erhält das
Urteilsmuster, das sich nur an der Meinungskonformität
der Argumente orientiert, durch die Messung eine Null zu-
gewiesen.

m Von wirklich ‚moralischem‘ Urteilen lässt sich erst spre-

 

THEMA

chen, wenn die Person anfängt, die Argumente auch nach
ihrer moralischen Qualität zu beurteilen. Häufig wird beob-
achtet, dass das moralisch differenzierte Urteilen bei den
stutzenden Argumenten ansetzt: Der Teilnehmer merkt of-
fenbar, dass einige der stützenden Argumente moralisch
minderwertig sind, und akzeptiert sie nicht mehr uneinge-
schränkt oder lehnt sie sogar ab.

m Eine neue Qualität erhält das moralische Urteilsverhalten
der Teilnehmer, wenn sie beginnen, auch Gegenargumen-
te moralisch differenziert zu bewerten und die Argumente
weniger ablehnen oder sogar akzeptieren, die ihren eige-
nen moralischen Idealert entsprechen. “En Tische (dunoza

m Den höchsten Wert (100) auf der Messskala bekommt,
wer Argumente ausschließlich nach ihrer Qualität statt
nach ihrer Meinungskonformität beurteilt.

Es ist offensichtlich, dass nur dann Aussicht auf eine ver-
nünftige, gewaltiose Einigung über ein moralisches Dilernma
besteht, wenn Diskursteilnehmer fähig sind, die moralische
Qualität der Argumente ihrer Gegner zu erkennen und sich
mit ihnen auseinander zu setzen. Je höher die hier beschrie-
bene moralische Urteils- und Diskursfähigkeit der Teilnehmer
ist, umso größer, so zeigen experimentelle Studien, ist die
Chance eines Konsenses und so geringer die gefühlte Not-
wendigkeit, Gewalt einzusetzen.

Wie kann man moralisch-demokratische
Fähigkeiten fördern?

Mit der Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion liegt
heute eine Methode vor, die eine sehr effektive Förderung
moralisch-demokratischer Fähigkeiten erlaubt. Die Wirksam-
keit dieser Methode beruht auf drei psychologischen Prinzi-
pien: :

m Erstens. Moralisches Lernen wird am effektivsten durch
die Auseinandersetzung des Lernenden mit edukativen
moralischen Aufgaben gefördert. Wir gehen davon aus,

39

 

Treffpunkt von Strassen-
kindern in Lubango/-
Angola. Regelmäßig
treffen sich kleinere
Gruppen von Straßenkin-
dern zum gemeinsamen
Kochen. Die meisten
können nur durch
kriminelle Handlungen
überleben.

Trotzdem glauben sie an
Gerechtigkeit und friedli-
che Konfliktstrategien.

Foto; Caro
44

THEMA

10e06

 

dass Lernen umso effektiver ist, je mehr es sich den na-
türlichen Lerntrieb des Menschen zu Nutzen macht. Dazu
muss ihm ‚Nahrung‘ in Form angemessener Lernaufgaben
gegeben werden. Angemessen meint zum einen, dass die
Aufgaben nicht zu leicht und auch nicht zu schwer sind.
Angemessen meint auch, dass die Lernaufgaben jenen
Aufgaben ähneln, auf die der Lernende vorbereitet werden
soll. Bei der KMDD wird mit Diiemmageschichten gelernt,
die einen realen Hintergrund haben, aber so konstruiert
sind, dass sie maximales Lernen bewirken.

AT

BEE ar ar

Regel) ersetzt, bei der immer derjenige, der gerade ge
sprochen hat, das Rederecht weitergibt an ein Mitglied
der Gegenpartei. Die zwei Moralprinzipien der KMDD sind
Meinungsfreiheit und wechselseitige Achtung: Es darf al-
les gesagt werden, aber keine (ab-Jwertenden Äußerungen
über Personen. Auf diese Weise wird versucht, das herzu-
stellen, was Apel und Habermas als eine freie Diskursge-
meinschaft bezeichnen.

Natürlich ist mit diesen knappen Worten die KMDD nicht in
allen Einzelheiten beschrieben. Dafür finden sich weitere In-
formationen in der Literaturauswahl. Hier muss eine kurze
Skizze des Ablaufs genügen.

Die erste Phase, als Herausforderung gedacht, wird ein
Dilernma — möglichst dramatisch — vorgestellt. Die Teilneh-
mer sollen das Dilemma gefühlsmäßig miterleben. Danach
bekommen die Teilnehmer die Gelegenheit, das Dilemma
noch einmal für sich zu durchdenken (Phase der Unterstüt-
zung). Ist es wirklich ein Dilemma? Ist es ein schweres Dilem-
ma? Worin besteht das Dilemma, falls es als eines empfun-
den wird. Einige werden hier — aber zunächst nicht öffentlich
- bereits Stellung zum Dilemma beziehen.

Danach, zweite Phase, bekommt die Gruppe Gelegenheit,
diese Dilemmaklärung öffentlich, im Gespräch miteinander

3 weiter zu führen. Erst wenn der Lehrer das Gefühl hat, dass
= alle Teilnehmer sich mitteilen konnten und dass alle Wahrneh-
2 mungen der Dilemmasituation {von „Ich seh’ kein Dilemma.

 

Thomas Giese von der
Gesamtschule Friedrich
List, Seddiner See, an
der Tafel während einem
Berufsbegleitenden Stu-
dium an der Universität
Potsdam. Sein Thema:
Dilemma Sterbehilfe.

m Zweitens. Voraussetzung für effektives Lernen ist auch,
dass ein gewisses Erregungsniveau (Aufmerksamkeit,
Neugier) vorhanden und über die gesamte Lernzeit hin-
weg aufrechterhalten wird. Diese optimale Zone des Ler-
nens (Vygotzky) wird am besten durch einen zyklischen
Wechsel von Phasen der Unterstützung und Herausforde-
rung erreicht und über längere Zeit aufrechterhalten. Mit
diesem Phasenwechsel wird erreicht, dass die Lernenden
sich weder langweilen noch durch Überforderung und
Angst lernunfähig werden. Die KMDD kann sich daher über
zwei und mehr Stunden erstrecken, ohne dass die Teilneh-
mer Ermüdung oder Überforderung zu erkennen geben.

u Drittens. Für die Stärkung des Vernunftprinzips als Basis
der moralischen Konfliktlösung ist es unverzichtbar, dass
der Lehr-Lernprozess selbst sich an ethischen Prinzipien
orientiert, statt an einem Macht- und Autoritätsgefälle, und
so den Lernenden die Erfahrung ermöglicht, dass auf der
Basis moralisch-demokratischer Prinzipien Konflikte pro-
duktiv und effizient diskutiert und auch gelöst werden kön-
nen. Das wird dadurch ermöglicht, dass die Regeln für die
Diskussion sich auf das Wesentliche beschränken und der
Lehrer für die Teilnehmer eine Vorbildfunktion einnimmt, in-
dem er sich selbst - als Autorität - strikt an die vereinbar-
ten Prinzipien hält. Die Moderation des Diskussionsteils
wird, um eine unbewusste Einflussnahme des Leiters zu
verhindern, durch ein ‚fliegendes Rederecht' (Ping-Pong-

Es musste dem Gefreiten Schneider klar gewesen sein, wie
er zu handeln hat“ bis „Der Gefreite Schneider war da sicher
in diesem Moment in einem ungeheuren Gewissenskonflikt“)
zur Sprache gekommen sind.

Jetzt kommt eine starke Herausforderung. Die Teilnehmer
werden aufgefordert, öffentlich durch Handheben über die
Dilemmalösung zu entscheiden und zwar schnell, um ein we-
nig das reale Leben zu simulieren, in dem uns meist weniger
Zeit zum Überlegen bleibt, als wir uns wünschen. Bei der
Entscheidung spielt die Gruppendynamik eine nicht zu unter-
schätzende Rolle. Wer exponiert sich schon gern bei 'heißen'
Themen? Wie stimmen die anderen ab? Was denken die an-
deren, wenn ich so oder so abstimme?

Zur Vorbereitung der eigentlichen Diskussion zwischen den
Befürwortern und den Gegnern über die Handlung in der Ge-
schichte (der Gefreite Schneider schießt absichtlich so, dass
er den Flüchtigen nicht verletzen kann) findet wieder eine Pha-
se der Unterstützung statt. Es werden Pro und Contra-Grup-
pen gebildet, die — aufgeteilt in kleine Arbeitsgruppen von 3
bis 4 Personen von Gleichgesinnten - stützende Argumente
für die eigene Position zu dem Dilemma sammeln. Dabei erle-
ben die Teilnehmer, dass sie nicht alleine stehen.,

In der anschließenden Gruppendiskussion müssen sich die

Teilnehmer in zwei Lagern gegenübersitzen. Es stellt sich ein

Gefühl der Gegnerschaft ein (Herausforderung). Die Diskuss+

en nn m
45

nn

 

on findet nur zwischen den Teilnehmern statt. Der Lehrer
hört aufmerksam zu, zeigt Achtung vor der Meinung der Teit-
nehmer, und wacht über die Diskussionsprinzipien.

Damit aus dieser kontroversen Diskussion keine bleiben-
den gegnerischen Empfindungen zurückbleiben, wird in der
nachfolgenden Versöhnungsphase jede Gruppe eingeladen,
das ‚beste Argumente der Gegenseite‘ zu nominieren.

Am Ende steht eine Reflexion über den Lernertrag der
Stunde selbst. Dieses Feedback ist sehr wichtig sowohl für
den Leiter als auch für die Teilnehmer, deren Meta-Kognitio-
nen hierdurch angeregt werden: Was habe ich in dieser Dis-
kussion gelernt — über das Thema, über die anderen, über
mich und überhaupt über den Diskurs mit „Gegnern”?

 

Foto: ddp

 

Fazit

Folge deinem Gewissen! Denke für dich selbst! So einfach
ist das. Ist es so einfach? Wir neigen dazu, es für einfach zu
halten — bis wir mit Problemen konfrontiert werden, in denen
diese Leitsätze uns umtreiben, ohne dass sie uns einen Aus-
weg zeigen können. Moral und Vernunft wollen gelernt sein,
bedürfen moralischer Ideen (nicht: Ideen über Moral) und der
Fähigkeit zum moralischen Urteilen und Diskurs. Die Kon-
stanzer Methode der Dilemmadiskussion wurde entwickelt,
um diese Fähigkeit gezielt zu fördern, bei Jugendlichen eben
so wie bei Erwachsenen. Sie ist seither vielfach erprobt und
weiterentwickelt worden. Sie wird in mehreren Ländern ein-
gesetzt, u.a. in Mexiko, Kolumbien, Thailand, Taiwan und na-
türlich auch hier in Deutschland. Sie hat sich als sehr effektiv
und nachhaltig erwiesen. Allerdings ist sie - wie jede Metho-
de - nur wirksam in den Händen von gut ausgebildeten Lehr-
kräften, die mit Gefühlen umzugehen verstehen, die Lernen-
den eigene moralische Ideale und eigenes Lernen zutrauen,
und die Lernen als moralischen Prozess begreifen können.

Georg Lind

Prof. Dr. Georg Lind leitet
die Arbeitsgemeinschaft
Moral- und Demokratie-
psychologie am
Fachbereich Psychologie
der Universität Konstanz

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CHRIFT. Prof. Dr. Georg Lind, Fachbereich Psycholagie, Universität Konstanz, 78457 Konstanz. E-Mail: Georg.Lind@uni-konstanz.de. Web: httn://demacracy-education.de.

Der Philosoph Jürgen
Habermas gilt als einer
der Hauptanreger der
Konstanzer Methode
der Dilemmadiskussion.
in den 80er-Jahren
untersuchte er den
Bezug von Moral-
bewusstsein und
kommunikativem
Handeln
46

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2
Bundesministerium der Verteidigung
OrgElement: BMVgRI4 Telefon: Datum: 15.02.2007
Absender: BMVgRI4 Telefax: 3400 036942 Uhrzeit: 13:40:54

An: Peter Baader/R/Ministerium/BMVg/DE@BMVg
Kerstin Piltz/R/Ministerium/BMVg/DE@BMVg
Kopie:
Blindkopie:
Thema: WG: Entwicklung ethischer Kompetenz der Soldatinnen und Soldaten - Folgeveranstaltung

-—- Weitergeleitet von BMVg R I 4/R/Ministerium/BMVg/DE am 15.02.2007 13:40 —

Bundesministerium der Verteidigung

OrgElement: BMVgFüs13 Telefon: 3400 9585 Datum: 15.02.2007
Absender: RDir Günter Kreim Telefax: 3400 031485 Uhrzeit: 13:24:01

nn m mn a nn m nn nn a a an an I Inn ma an an aD an an Dan a ns a a A tb a a nn a a Fan a ne rbb nn am ann an un ma un nenn men

An: BMVg Fü SI 4/Fü S/Ministerium/BMVg/DE@BMVg

BMVg Fü S I 5/Fü S/Ministerium/BMVg/DE@BMVg
BMVg Fü S UniBw/Fü S/Ministerum/BMVg/’DE@BMVg
BMvg Fü Hl 1/Fü H/Ministerium/BMVg/DE@BMVg
BMVg FüL 1 1/Fü L/Ministerium/BMVg/DE@BMVg
BMvg Fü M I 1/Fü M/Ministerium/BMVg/DE@BMVg
BMVg Fü San Il Fü San/Ministerium/BMVg/DE@BMVg
BMVg PSZ III 6/PSZ/Ministerium/BMVg/DE@BMVg
BMVg R I 4/R/Ministerium/BMVg/DE@BMVvg
BMVgR | 5/R/Ministerium/BMVg/DE@BMVg
EKA/Evangelisch/Militärseelsorge/BMVg/DE@BUNDESWEHR
Katja Blumauer/Katholisch/Militärseelsorge/BMVg/DE@BUNDESWEHR
SWinstBw Eingang/SKB/BMVg/DE@BUNDESWEHR

Kopie: Lothar Kampschulte/Fü S/Ministerium/BMVg/DE@BMVg
georg.lind@uni-konstanz.de

Thema: Entwicklung ethischer Kompetenz der Soldatinnen und Soldaten - Folgeveranstaltung

Vorankündigung

In der Besprechung am 19. Januar 2007 wurde eine weitere Veranstaltung zur Vorstellung der
Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion (KMDD) durch Professor Lind im BMVg vereinbart.
Für Ihrer Planung erfolgt nun die Vorankündigung dieser Veranstaltung für den

5.-6. März (später Vormittag bis früher Nachmittag), voraussichtlich in Haus 540 Raum 0101 statt.
Eine detaillierte Einladung folgt nächste Woche.

Fü S 15 wird gebeten, die zuständigen Ausbildungsreferate zu informieren.
Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

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Bundesministerium der Verteidigung £ A

OrgElement: BMVgRI Telefon: Datum: 13.03.2007
Absender: BMVgRI Telefax: 3400 035705 Uhrzeit: 15:33:33

An: BMVgR | 4/R/Ministerium/BMVg/DE@BMVg Al Krakfer
Kopie:
Blindkopie: bh Qu Nü ul} KL.
Thema: WG: Büro Dr. Wichert: Grünkreuz, 1600495-V17
Anhang bearbeiten ek bh

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13.03.07 Al
—— Weitergeleitet von BMVg R I/R/Ministerium/BMVg/DE am 13.03.2007 15:33 -— s
Bundesministerium der Verteidigung

OrgElement: BMVgR Telefon: Datum: 13.03.2007
Absender: BMVgALR Telefax: 3400 035669 Uhrzeit: 15:07:52

An: BMVgR \/R/Ministerium/BMVg/DE
Kopie:
Thema: WG: Büro Dr. Wichert: Grünkreuz, 1600495-V17

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Dr. Weingärtner

13.03.07

———-- Weitergeleitet von BMVg AL R/R/Ministerium/BMVg/DE am 13.03.2007 15:07 —-

Bundesministerium der Verteidigung

OrgElement: BMVvg RegLLig Telefon: 3400 5276/6786 Datum: 13.03.2007
Absender: Ang Josef Poricki Telefax: 3400 032096 Uhrzeit: 14:30:14

An: BMVog ChefStabFü S/Fü S/Ministerium/BMVg/DE@BMVg
BMVg Lir OrgStab/OrgStab/Ministerium/BMVg/DE@BMVg
BMVg AL R/R/Ministerium/BMVg/’DE@BMVg
Kopie:
Thema: Büro Dr. Wichert: Grünkreuz, 1600495-V17

ReVo Büro Dr. Wichert: Grünkreuz, 1600495-V17

 

Auftragsblatt

® - AB 1600495-V17.doc

Empfangsbestätigung ausfüllen (vom
Bearbeiter durchzuführen)

Anhänge des Auftragsblattes
48

Anhänge des Vorgangsblattes

FOF
}

Herrmann.pdf
49

(4

ar.

Auftragsblatt

Büro Sts Dr. Wichert Bonn, den 13.03.2007
1600495-V17 Bearbeiter: RDir Minz

Telefon: 9276/8097
Grünkreuz E-Mail!

Auftragsempfänger (ff): BMVg ChefStabFü S/Fü S/Ministerium/BMVg/DE
Weitere: BMVg Ltr OrgStab/OrgStab/Ministerium/BMVg/DE
BMVg AL R/R/Ministerium/BMVg/D

Nachrichtlich:

zusätzliche Adressaten

(keine Mailversendung):

über:
Betreff: Fragen anlässlich eines Vortrages an der Akademie der Bundeswehr für
Information und Kommunikation in Strausberg zum: 1. Entwicklung eines
_ Konzeptes zu Ethikuntericht in der Bw, Gremium in der Bw zum
Bürokratieabbau
Bezug: Schreiben vom: 25.01.2007
Einsender: Jürgen Herrmann, MdB

Platz der Republik 1 / 11011 Berlin

Zu anliegendem Schreiben / Vorgang wird um Vorlage eines Vermerks / Antwortentwurfs gem. GO-BMVg
auf dem Dienstweg gebeten.

Termin: 27.03.2007

Kann die Frist nicht eingehalten werden, wird gebeten, dem Einsender Zwischenbescheid mit
Nebenabdruck an das absendende Büro zu geben.

Der Einsender hat keinen Zwischenbescheid erhalten.

Hinweise:

1. Kopfbogen
Grünkreuz Bundesministerium der Verteidigung
- Der Bundesminister -

2. Anschrift
wie unter Einsender vermerkt

3. Anrede und Schlußformel

Maschinell Sehr geehrter Herr Abgeordneter,
Mit freundlichen Grüßen
50

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