Alois Brunner Akte Bundesamt für Verfassungsschutz
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Akte zu Alois Brenner“
.386
3 -
Drancy zu bringen . Allein im Raum Nizza und Grenoble wurden in
der Zeit vom September bis Dezember 1943 Uber 1,641 Juden nach
Drancy deportiert .
Wegen dieser TatvorwUrfe besteht gegen Brunner HaftbefehJ. :,es
'Amtsgerichts Köln, auf dessen Grundlage 1m November 19e~ ein
Ersuchen um Auslieferung zur Strafverfolgung an Syrien gestellt
worden 1st. Das syrische Justizministerium hat zwi<, ;:;-. •mzeitlich
über Interpol Damaskus mitteilen lassen, daß die ~"~mdung nach
Brunner· bis Jetzt ergebnislos geblieben sei, diP. :-'ah11_dung aber
bestehen bleibe, Eine Unterrichtung über die ~e~ tere Entwick-
lung wurde zugesichert •
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Betr.: Ausländis~er Rechtsext~~mismus; ,·
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hier: Publikation "Nr., t·$-Europe"
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388
Notre Europe Nr . 30 - November 198 ?
Aufregung im Parlame nt
In jeder Gesellschaft ist eine Ubereins~i.m.oung erforderlich,
·,
andernfalls löst sie sich au.f. Nur so kann s i~ ; ich gegen
alle Bed.J::ohungen wehren : zum Beispiel gegen l:~usländische
Geme'inschaft.en, d ie i hre e i genen \"/erte uncl .L~bensgewohnheite1;1
.' und alles,.. wa~ s?nst noch dazu gehört, ::.ii. cbringen und damit
eine Gefahr darstellen • .•
•• Die Nation, so sagte Maur~as, ist die größte Geceinschaft
s eit der Zerstückelung des Chrir,;t:~ntums ic .Mittelalter •
Im 19 • .Jahrhundert erschien ,y;.;,, unser Lebensraum in Eur.opa
zu eng urid wir wollten ihll ~u.f die Völker einer anderen
Zivilisation. ausdehnen, n ie nach unseren eigenen Maßstäben
als unteren~ickelt=u.r .d rückständig bewertet wurde"'. Über .
LJ", . •
r--..u-, drei Generationen J.l n,veg haben wir versucht, diesen' Völkern
u:i:r-
unsere eigenen W~i.: te zu übermitteln mit der Einrichtung ·von
•• Schulen nach wc.serem Muster, mit der Entsenimg von Missiona7
ren .für unRe ,~-:: Religion und der Einführung unserer Ordnung
mit unse:i:- r,::, Soldaten. Das scheiterte.... es ist uns nicht
gelunge~ , diese Vf~lker zu verwandeln, ~enn die biologische
. . . .
Str,.l k·i;'..U' der Menschen ist eben unterschiedli ch und
'dies .
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/ al'l :?in erklärt die Vielfalt der Zivilisationen .
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~ ach dem Scheitern des .französischen Imperiun::.s hätte die
.._..<¼/f Vereinigung Europas das Ziel aller Regierungen sein müssen .
Doch · anstatt den Menschen, die diese · Gemeinschaft bilden, Rech•·
nung zu tragen und das zu fördern, was wir an Gemeinsamem in
unserer Geschichte haben, haben die• demokratischen Re gierungen
nur versucht, widersprüchliche Wirt schnfts1:°te~~ssen in Ein-
• i klang zu bringen, wodurch. finanzielle Rivalitäten entfa cht
388
3ag ·
15
Meldungen aus
Kanada
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Unser Kamerad Zündel west-
deutsche Regierung. Die zweite Kam.:::.e'r des Bundesv„rwaltungs-
gerichtes hat Zündel recht gegeben. Seit sieb F.,l"! Jahren wurde
. unserem Kameraden Zündel sein neiapass · vore~thal ten ,völlig
illegal, · durch eine Regierung eines sog e.r.:;,::.nten "Re chts~~at~s
mit Sitz in Bonn. Diese war eine 1tchwH·~ _V erletzung der
hlenschenrechte, die auch Zünde l zust~han Ihm sind dadurch
••··
große .finanzielle Nachteile erwad.Jb>ln •
Nunmehr müss en s ich die · v e rant·,,.:.• r:tlichen Bundesbeamten dafür
zur Rechenschaft ziehen l assr;h. Diese Verwaltungswillkür kann
. ·. (
und muß bestraft werden. 1..iuser Kamerad wurde von dem ausge-
zeichneten Hamburger A.n;;~-tlt Jürgen Rieger v e :bteidigt, der viel,
gut bekannt ist.
LI") . •
l'-.Lr> Aufgrund seiner Er~·:Lärungen, die den Holocaus t entmystifiziert
. u::r.:r- . .
haben, ist ErRP..t ~ündel erneut Opfer von Strafver folgungen
•• und wird am 4. ,.fanuar 1988 erneut vor Gericht stehen •
Seit drei ~-,,~:~.ren schon wird unser mutiger Kamerad mit diesen
gerichtl :Lu!.ien Dingen belästigt , weil e r verbissen für die
histor::l.z.;che Wahrheit kämpft . Er wird wieder durch den jungen
Amn:J;!; Douglas Christie verteidigt werden. Zu beachten ist
di•: Feigheit der ortsansässigen, deutschspra chigen ·Anwält e., .di,
,,lle, obwohl sie die S ituation und die gena ue Ursache des
.·.......
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.Ärgers von Zündel ~ena~ kannten, seine . Verte idigung ~elehnt
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haben. Nur einer war bereit, aus dem Hintergrund zu agieren.
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Bei seinem Prozess wird unser Ka.merad -u. a. einer zionisti- .
sehen Vereinigung mit dem Namen . "Canadian Holocaust ·Rememberan<
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·Association (Kanadis cbe Vereinigung zur Erinnerung an den
·' Holoca ust§ gegenüberstehen, die von einer gwissen Sabina
Citron gef'ührt wird 'ß @a1s Nebenkläger a uft ritt.
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Bayer. Landesamt fDr
. ' Verfassungsschutz
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Quellens.chuti EJn~egsr.ge
. 1 5. DEZ. 1988 '
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acntlicil ~<:heim;ich ~l.~.11
Herrn Leiter 3 oViA (32)
Quelle: -
Ber.-Nr.: -
Bew .: 11111
Ausländischer Rechtsex~remismus;
.,Gerd HDNSI~, Herausgeber von "HALT",. Österre.t .:.h
Gerd HDNSIK, Schriftleiter de. csterreichischen Zeitung "HALT''., _wolle in Kürze
ein neues Buch zur sog. rev:-.s.onisüschen Geschichtsschreibung herausbringen.
,,, Das~- trage den Titel_~:_!=~·ejspruch__!ür ~-HITLER". Für die Recherchen
5
· - habe HDNSIK diverse Au~.;.r,:1dsreisen durchgeführ::. Die wichtigste davon sei
~ e i n e Reise nach Dam~~~~ gewesen, wo er sich mit Dr. Geor FISCHER alias
. Alois BRUNNER et~.:!f_fen habe_
BRUNNER war der St „llvertreter von EICHMANN. In Damaskus stehe dieser
unter dem per!lc11lichen Schutz des syrischen Präsidenten, weswegen schon
diverse Aur. h,,ferungsanträge gescheitert seien.
HDNSI~ ~~~nnet damit, daß der Vertrieb dieses Buches von ö~terreich aus
von li;.:: Behörden schon in kurzer Zeit gestoppt werde. Die. weitere Auslieferung·
de~ Suches soll deshalb der SAMISDAT-Verla Ernst ZÜNDEL in Toron~o Kanada
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Köln, den ·&?. c. ~ Jl f f
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VERFUGllNG
U. an II A wegen Zuständigkei t
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· arls verlangt von Syrien .die ·-.·,
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II. slleferung Alols Brunners . :'. .: · 1
Die fr&J1%6sllche Regtenmg bat von SyrlM die 1
Au11le!erw,g d21 Nazl•Krlegtverbrechers 'Aloll
BrWlller verlangt. Wie der &lJ Nul-Jlger · De- 1
ltannle lrant6stsche Rechtsanwalt Serge Klart•
leld vor der Presse mlllelte, IJt ein ent!predle11·
der Antrag lm 27. Deumber vergangenen Jah·
res gestellt worden. Die !nlormatlon wurde vom
A~enmlnllterlwn Ln Parll bertAUgt. ·
, ·0er 1912 Ln Osterreich gebore11e Brunner,' der
Im Drllle11 Reich enger Mltarbelter AdoU Eid, ,
manns war, lebt seit Kriegsende Ln Syrien. In 1
Frankreich war er A.ulang der tnnfilgo.r Jahre
wegen direkter Beteiligung an der Deportation 1
von Tausenden von Judert 1a zwe.l Prousseo In
Paris und Marseille 1a Abweuobelt iwn Tode ·
verurte.111 worden, . ,
. . Klanleld lullorte die Holl.Dung, da8 die fre n-
zl!nsche Regierung l.luem Antrag , gr08eren Nach-
. druck als _die Bundurepublllt" geben wo.rde. Die
Bundesrepublik, die berelt1 vor Jahren einen
Amlleferungsutrag 11ellte, haue die - 10 Klar„
leld - .absurde Antwort• Syriens erhellen, von
einem Aulenthllt du .Krlegnerbrechers au! ry•
. ~~':'•m_ Boden ~•I lllchta bekannt. : . _.. · j
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Bayer. Landesamt für
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Verfassungsschutz POltl'a cUS0l'S • IOOIIM~ '-1
• I000 Mllnctlen, den 1989
vs„vEfaTRAUUCH
amllich geheimgehalten
/' Ad\1'°'11 Cl•H■ Ddbl•tt darf '"" lftNrt\tl~ (,• 1 f mt•r filr V•,-.
L II Nr. tu.a.un111d\uLt -.e,...ndtt . .,atf\. a,t Weh•,',,•~• f'Oft Meldung•n
" •neo,, lt,-Ordt11 - 1-1.1<11 Mlnl1t1rlen - ,:-.·..:. O.dl.b'-tt ■ba ...
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0 6. APR. 1989 3. ~~-· --·ij~mbur~L........._
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1. Betrifft: ··-·-·-····---·····.... _ .••.- - -·····-···f .:r.§.ih.!1iUi ~
·•• ·Gruppe um BUSSE;
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a•; 1111111989 in u.a.
4. FHt.lellungsdetum d•• v.:MinnH: .•.• - 1989 ····-··-- ·-·· ···----·.. ·-·-····----······--·······•··
5. FHlllellungaort: ·-·-·······~··-·····-·-······· -------·············---···-··-··-····-········-··-······-··
ts. Unter welchen Um1tlnden erhielt V..ahnn die Nadlr:,-tli;
7. Bemerkungen daa V.•MannH:
•• a. Bemerkungen des v .-Mann-FDhrera:
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9. SonallgH:
10. llewertimg:
(Quellenbericht vom • •1989 - 5 Blatt)
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QUELLENSCHUTZ
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der HNC-Jahreshauptversamm1ung besprochen wer-
den, an der die beiden und auch
teilnehmen wollen.
/ war angeblich 1~~9
in . . . und hat auf der RUckt'ahrt P.~~htsan-
wal t RIEGER besucht und fuhr dann weH:..:r zur
•• "Krisensitzung" am 1989. Dort ~foerm.1 ttel-
te er den Teilnehmern die Meinung ;•on RIEGER,
daß ein Bruch der Erk lärung voii- ; S 1989 ~1- ·
- ·soÜte
tens der FAP/MATTHEI ge geben · ;,i:ä.-~
-~
·es·-zu ( 1
einem bereits genannten Part(!J_-cag kommen,
- dUr.fte in . . . ,~~wesen sein, weil
seine Ehefrau 1 .t .3t,
teilte der Q1.:~lle 1989
außerdem m1 t, daß er .;.!,eh in - bei "Gerd
HONSIK" au.fgehalte~! habe . Der von den Israelis
,;•·µY,
]' .A,5A-' -~~esus:_i\~ _al~~b✓l 7f,~•-.;
~~uS.Jiat
(• ~ ~ '. ~) ~ t e n , w:~..
ehemalige NS-Verbrecher
slcfy~~vor etlicher Zeit bei HONSIK
von diesem er.fuhr,
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. BRUNNER war b,... i HONSIK in Zusammenhang mit der
\ Veröf.fentl t. ..~hung des Buches "Freispruch fUr Hi tleri1 •
Wie Quelle ferner erfuhr, hat das Spiegel-Fern-
sehen 1::-., teresse an einem Interview mit BRt,JNNER.
MASCC·.L:.i wurde diesbezüglich von
,__ - r\rlt'.)!'~. Das Gesprächsergebnis kennt
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unterschriften fUr die FAP/BUSSE zur anstehenden
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DDR: Auslieferung _1
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Brunners beantragt
Die DDR strcbt die Au;liererung des vermut,
lieh In Syrien , lebenden Kriegsverbrtther,
Alois Brunncr an. Ein leitender Mitarbeiter
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des Ost-Berliner Außenministeriums bcstltia•.
tc, daO der DDR-DotJchancr in Damaskus ·
angcwi= worden sei, ein entsprechendes
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c--.., Ersuchen an d ie syrischen Dehorden zu rich-
ten. Der 78jährige Drunner gilt alJ enger Mit-
arbeiter des rr11hercn Leiters des J udenreferat,
im Rciclusieherheitshauptamt, Adolr Elch•
milllll. Drunner soll zwischen 1938 und 1945
etwa 65.000 Juden aus Deutschland, Frank-
reich, Griechenland und der Tschechoslowa- •
kci in ¼roicbtungslaacr 1eschickt haben.
c--- Wie Dcate Klarsreld in Donn er klarte, habe
0 sich die DDR bisher orrcnbar aus Sorge um
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ihre guten Dcziehunsen zu Syrien nicht den
' ~nrans laufenden Ausliererunasbeachrcn
der Dundcsrcpublik, Frankreichs und Oster- •
rcichs angeschlossen.
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