Umsetzung und Weiterentwicklung der Luftverkehrskonzeption des Landes Brandenburg
dabei der 1998 gegründeten Marketing− und Informationsplattform Berlin−Bran− denburg Aerospace Alliance (BBAA) e. V. zu. Das Ministerium für Wirtschaft fördert den Aufbau der Managementstrukturen des BBAA u.a. mit dem Ziel, das Rufbild des Wirtschaftsstandortes Berlin−Brandenburg für die Luftfahrtindustrie erheblich zu verbessern. Darüber hinaus trägt die Internationale Luft− und Raumfahrtausstellung (ILA) kon− sequent zur internationalen Profilierung der Region Berlin−Brandenburg als Standort für die Luftfahrtindustrie bei. Die ILA zählt zu den bedeutendsten Luftfahrtmessen der Welt und findet im Turnus von zwei Jahren am Flughafen Schönefeld statt. Die Durchführung der ILA wird durch das Land Brandenburg gefördert und begleitet. Zusätzliches operationelles Mittel der Unterstützung von Unternehmen bei der An− siedlung und der Erweiterung der betrieblichen Tätigkeiten ist die Ausreichung öf− fentlicher Fördermittel, z. B. über das Programm der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur (GA) oder des Programms Pro− dukt− und Verfahrensinnovationen. So hat das Land Brandenburg Vorhaben von international tätigen Unternehmen des Luftfahrtbereichs wie z. B. Rolls−Royce Deutschland, MTU und Lufthansatechnik mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 425 Mio. EUR an Brandenburger Standorten mit mehr als 69 Mio. EUR aus Mitteln der GA gefördert und auf diese Weise wichtige Grundsteine für die Veran− kerung der Luftfahrtindustrie als Schlüsselbranche in Brandenburg gelegt. Frage 33: Wie entwickelte sich die Einnahme− und Kostensituation im Luftverkehr im Land Brandenburg − unter besonderer Berücksichtigung der Einnahme− und Kostensituation am Flughafen Schönefeld − im Zeitraum 1991 bis 2003? Zu Frage 33: Aussagen zur Einnahme− und Kostensituation im Luftverkehr im Land Brandenburg liegen der Landesregierung nicht vor. Zur Einnahme− und Kostensituation des Flughafens Schönefeld hat die Geschäfts− führung der Flughafen Berlin−Schönefeld GmbH folgende Angaben gemacht: Jahr Betriebserträge Betriebsaufwendungen T T 1991 34.707 48.621 1992 29.408 47.053 1993 33.540 54.805 1994 38.393 53.293 1995 39.557 54.375 1996 39.779 62.441 1997 39.291 53.879 1998 40.397 55.826 1999 37.082 53.921 2000 41.100 67.866
2001 38.945 65.040 2002 43.950 66.362 Für das Jahr 2003 liegen keine endgültigen Zahlen vor. Frage 34: Inwieweit sollen und können die regionalen und kleinen Flugplätze im Land Brandenburg eine sinnvolle Ergänzung zum Berlin−Brandenburger Flug− platzsystem sein? Zu Frage 34: Internationale Verbindungen werden vorrangig über Verkehrsflughäfen gesichert. Sie haben u. a. deswegen eine herausragende Bedeutung sowohl aus regionaler als auch aus bundesweiter Sicht für die Leistungsfähigkeit von Produktions− und Dienstleistungsunternehmen. Flughäfen bilden aber nur einen, wenn auch wichtigen Teil der Luftverkehrsinfrastruktur. Als Ergänzung zum internationalen Verkehrs− flughafen Berlin−Schönefeld ist ein in sich abgestimmtes System von Flugplätzen unterschiedlicher Kategorien und Qualitäten vorzuhalten. Besondere Bedeutung gewinnt dabei die Vorhaltung von Regionalflugplätzen. Von der Landesregierung werden hierbei vorrangig die für die luftverkehrliche Erschließung notwendigen Flugplätze mit sich aus dieser allgemeinen Verkehrsfunktion ableitenden besonde− ren Anforderungen an die Zugänglichkeit und Sicherheit betrachtet. Die Landesre− gierung steht für einen Teil der Aufgaben in direkter Verantwortung. Die Anzahl und Struktur dieser Flugplätze unterliegen daher einer besonders kritischen Betrachtung. Weiterer Bedarf, insbesondere ausgehend von der örtlichen Wirtschaft, dem Tou− rismus und luftsportlichen Interessen ist durch Flugplätze mit entsprechenden Zweckbestimmungen zu decken. Diese Flugplätze sind daher ein wichtiger Teil der Bodeninfrastruktur der Luftfahrt insgesamt. Sie sind planerisch und rechtlich ent− sprechend abzusichern. Frage 35: Welche Bedeutung haben die regionalen und kleinen Flugplätze für die Ent− wicklung des Luftsportes und der Luftsportvereine im Land Brandenburg? Wie und durch welche finanziellen Zuschüsse hat die Landesregierung im Zeitraum 1991 bis 2003 die Entwicklung des Luftsportes und der Luftsport− vereine in Brandenburg unterstützt? Zu Frage 35: Die Landesregierung hat dazu beigetragen, die notwendigen Bedingungen für die Ausübung des Luftsports zu sichern und zu entwickeln. Für die Brandenburger und Berliner werden dadurch vielfältige Möglichkeiten für eine aktive sportliche Betäti− gung auf diesem Gebiet geboten. In besonderem Interesse steht dabei die Förde− rung des Kinder− und Jugendsports. Der Bedarf an luftsportlicher Betätigung der Luftsportvereine aus der Bundeshauptstadt Berlin ist ebenfalls berücksichtigt wor− den.
Die Landessportverbände werden mit Landesmitteln durch den Landessportbund Brandenburg e.V. gemäß der Förderrichtlinie für satzungsgemäße Zwecke geför− dert. Danach erhielt der Luftsportlandesverband: 1994: 9.843,91 EUR (einschl. Personalkostenzuschuss für Geschäftsführer) 1995: 3.553,99 EUR (ohne PK−Z GF) 1996: 12.760,63 EUR (einschl. PK−Z GF) 1997: 13.659,63 EUR 1998: 12.481,46 EUR 1999: 11.148,91 EUR 2000: 11.266,51 EUR 2001: 13.154.01 EUR 2002: 12.993,75 EUR 2003: 12.875,99 EUR Nach Zuerkennung eines Landesleistungsstützpunkts wurde der Luftsportlandes− verband ab 1998 für entsprechende Maßnahmen im Kinder− und Jugendsportbe− reich wie folgt gefördert: 1998: 2.556,00 EUR 1999: 3.323,00 EUR 2000: 4.320,00 EUR 2001: 4.920,00 EUR 2002: 7.661,00 EUR 2003: 8.200,00 EUR Im Rahmen geförderter Landesprojekte erhielt der Flieger−Club Strausberg zur Beschaffung eines umgerüsteten Segelflugzeuges für das Projekt "Segelfliegen für Behinderte" Fördermittel des Landes in Höhe von 14.316,00 EUR sowie der Lan− desverband im Jahr 1999 einen Zuschuss in Höhe von 46.016,00 EUR zur Be− schaffung eines Segelflugzeuges für die Verbandsarbeit. Frage 36: Welche Landeplätze existieren in Brandenburg für Notlandungen und wie schätzt die Landesregierung deren Qualität und Sicherheit ein? Zu Frage 36: Speziell für Notlandungen vorgesehene Flugplätze existieren weder im Land Bran− denburg noch in anderen Bundesländern. Dazu ist anzumerken, dass jeder Flug− zeugführer nach den gesetzlichen Bestimmungen dazu verpflichtet ist, im Rahmen seiner Flugvorbereitung sog. Ausweichflugplätze bei seiner Streckenplanung vor− zusehen und sich dabei anhand der konkreten Angaben des amtlichen Luftfahrt− handbuchs über die dort gegebenen technischen Parameter und die örtlichen Ver− hältnisse vor Antritt des Fluges zu informieren. Die Ausweichflugplätze müssen von vornherein so gewählt werden, dass sie für das jeweilige Luftfahrzeug zugelassen sind. Dadurch ist sichergestellt, dass die erforderliche Infrastruktur (Rettungs− dienste, Flughafenfeuerwehr, Instrumentenanflugverfahren etc.) vorhanden ist.
Bei ganz akuten Notfällen, bei denen ein derartiger Ausweichflugplatz nicht mehr erreicht werden kann, darf jedes Luftfahrzeug abweichend von § 25 Abs. 1 LuftVG (Flugplatzzwang) auf jedem geeigneten Flugplatz und darüber hinaus auch außer− halb von Flugplätzen landen. In diesen Fällen steht dann natürlich keine Infrastruk− tur für Rettungsmaßnahmen vor Ort zur Verfügung, sondern muss nach Alarmierung durch die Flugsicherung, Polizei oder andere Einrichtungen erst herbeigerufen werden. Die Entscheidung, ob eine Notlandung durchgeführt werden muss und wo diese durchgeführt wird, ist von der jeweiligen Luftnotlage abhängig und kann nur vom verantwortlichen Luftfahrzeugführer getroffen werden. Angesichts der Unvorhersehbarkeit, aber auch Seltenheit, von Notsituationen, die eine Notlandung von Luftfahrzeugen außerhalb von für sie genehmigten Flugplätzen erforderlich machen, wäre es z.B. im Hinblick auf Verkehrsflugzeuge nicht möglich, überall Notfallflugplätze mit entsprechender Infrastruktur vorzuhalten. Grundsätze, Ziele und Maßnahmen im Rahmen des Operationellen Programms Brandenburg 2000 − 2006 Frage 37: Auf welchen Grundsätzen europäischer Gemeinschaftspolitik basiert und auf welche Ziele richtet sich die Luftverkehrspolitik der Landesregierung im Rahmen des Operationellen Programms Brandenburg 2000 bis 2006? Zu Frage 37: Bei der Erarbeitung des Operationellen Programms (OP) im Rahmen des Europäi− schen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für das Land Brandenburg wurden die strategischen Orientierungen der EU−Kommission, die ihren Niederschlag in den auf Wachstum und Beschäftigungswirksamkeit ausgerichteten Leitlinien finden, in umfassendem Maße berücksichtigt. Im Verkehrssektor orientieren die Leitlinien der EU−Kommission einerseits auf die Anbindung der strukturschwachen ostdeutschen Regionen an die Transeuropäi− schen Netze. Andererseits wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern und zwischen verkehrsinfra−strukturellen Groß− vorhaben sowie Erfordernissen lokaler Transportsysteme gesetzt. Zielaspekten wie Erreichbarkeit und Nachhaltigkeit wird dabei besondere Bedeutung beigemessen. Komplementär zum Bundesprogramm Verkehr (Verkehrsinfrastrukturprojekte mit überregionaler Bedeutung) beinhaltet das OP Brandenburg Interventionen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastrukturen auf regionaler und lokaler Ebene bei verschiedenen Verkehrsträgern. Neben Investitionen in den Bereichen Straßenbau, Wasserstraßen und Schienen− personennahverkehr sind Förderungen zum Ausbau der verkehrlichen und infra− strukturellen Erschließung von Flugplätzen für den allgemeinen Verkehr einschl. innerer Nebenanlagen und technischer Ausrüstungen möglich.
Mit diesen Förderungen soll eine abgestimmte territorial−wirtschaftliche Entwicklung von Flugplätzen und deren Umfeld, eine stabile Entwicklung der Flugplatzgesell− schaften und eine Ansiedlung von gewerblichen− und Dienstleistungsunternehmen, verbunden mit der Schaffung von Dauerarbeitsplätzen in verschiedenen Branchen, erreicht werden. Damit wird ein Beitrag zur Umsetzung des Integrierten Verkehrs− konzeptes des Landes Brandenburg geleistet Frage 38: Welche konkreten Infrastrukturmaßnahmen wurden nach der Luftver− kehrskonzeption des Landes im Rahmen des Operationellen Programms Brandenburg bisher im Zeitraum 2000 bis 2003 realisiert? Wie hoch war in diesem Zusammenhang der geplante und realisierte Einsatz von EU−Struk− turfondsmitteln? Wie schlüsseln sich diese Mittel im einzelnen auf? Wie be− wertet die Landesregierung die Effizienz der eingesetzten Mittel? Zu Frage 38: Im Rahmen des Operationellen Programms sind an drei Standorten Vorhaben rea− lisiert worden. Der Standort, die konkrete Maßnahme, sowie die beantragten und eingesetzten EFRE− Mittel sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Die Vorhaben wurden in den Jahren 2001 bis 2003 realisiert. Sie sind abgeschlos− sen. Investitionsort/Maßnahme beantragte Mittel realisierte Mittel per 30.06.2003 Fehrbellin, Ausbau Verkehrslandeplatz 708.139,25 708.139,25 + "Ruppiner Land" Strausberg, Ausbau Verkehrslandeplatz 753.064,94 753.064,94 Strausberg 265.665,00 263.328,84 Ersatzneubau Befeuerungsanlage 1.018.729,94 1.016.393,78 Jänschwalde, Ausbau Verkehrslandeplatz Cott− 726.264,55 726.264,55 bus−Drewitz und Anbindung Ver− 978.075,00 617.463,00 kehrslandeplatz 1.704.339,50 1.343.727,55 Im Übrigen siehe hierzu Frage 27. Frage 39: Welche konkreten Infrastrukturmaßnahmen sollen nach der Luftverkehrs− konzeption des Landes im Rahmen des Operationellen Programms Branden− burg im Zeitraum 2003 bis 2006 noch realisiert werden? Wie hoch ist in die− sem Zusammenhang der geplante und ggf. bereits beantragte Einsatz von EU−Strukturfondsmitteln? Wie schlüsseln sich diese Mittel im einzelnen auf?
Zu Frage 39: Für die Jahre 2003/2004 sind keine Landesmittel für die Förderung des Ausbaus von Flugplätzen in den Haushalt eingestellt. Die vorgesehenen Mittel aus den EU− Strukturfonds sind zur Realisierung anderer Infrastrukturvorhaben verlagert worden. Zusammenarbeit mit der Republik Polen Frage 40: Welche konkreten Infrastrukturmaßnahmen wurden nach der Luftverkehrs− konzeption des Landes im Rahmen des Operationellen Programms Bran− denburg bisher im Zeitraum 2000 bis 2003 in Zusammenarbeit mit der Re− publik Polen realisiert? Wie hoch war in diesem Zusammenhang der geplante und realisierte Einsatz von EU−Strukturfondsmitteln? Wie schlüsseln sich diese Mittel im einzelnen konkret auf? Frage 41: Welche konkreten Infrastrukturmaßnahmen sollen nach der Luftverkehrs− konzeption des Landes im Rahmen des Operationellen Programms Branden− burg im Zeitraum 2003 bis 2006 in Zusammenarbeit mit der Republik Polen noch realisiert werden? Wie hoch ist in diesem Zusammenhang der geplante und ggf. bereits beantragte Einsatz von EU−Strukturfondsmitteln? Wie schlüsseln sich diese Mittel im einzelnen konkret auf? Zu Frage 40 und 41: Das Operationelle Programm Brandenburg beinhaltet ausschließlich die Förderung von Infrastrukturmaßnahmen im Land Brandenburg. Frage 42: Welche regionalen und kleinen Flugplätze in der Republik Polen werden in der Luftverkehrskonzeption des Landes Brandenburg als sinnvolle Ergänzung zum Flugplatzsystem der Region Berlin−Brandenburg und speziell zum Ver− kehrsflughafen Schönefeld angesehen? Welche Maßnahmen der Zusam− menarbeit mit Polen werden in diesem Zusammenhang bis 2004 realisiert? Frage 43: Wie bewertet die Landesregierung die bisherige Zusammenarbeit mit der Re− publik Polen auf dem Gebiet der Luftverkehrspolitik? Zu Frage 42 und 43: Nach Artikel 73 Ziffer 6 Grundgesetz hat der Bund die ausschließliche Gesetzge− bung im Bereich des Luftverkehrs. Nach Artikel 59 Absatz 2 Grundgesetz ist er weiterhin zuständig für Verträge, die die politischen Beziehungen des Bundes re− geln. Vor diesem Hinterrund besteht seit 1991 ein bilaterales Luftverkehrsabkom− men zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen. Danach gehört Berlin zu den vier deutschen Flughafenstandorten, die von dem sonst frei− gestellten regionalen Linienverkehr mit Maschinen unter 70 Sitzen ausgenommen sind. Praktisch bedeutet dies, dass ausgehend von Berlin nur Flüge nach Warschau,
nicht aber nach Krakau, Posen und Zielona Gora möglich sind. Ausgenommen von diesen Beschränkungen ist die Destination Kattowitz, die einmal täglich von Berlin− Schönefeld im Frachtflugverkehr von der in Lublin ansässigen polnischen Luft− fahrtgesellschaften Exin Aviation angeflogen wird. Von den Berliner Flughäfen ausgehender Regionalflugverkehr nach West−Polen wird nach dem EU−Beitritt Polens und der damit zur Anwendung kommenden Libe− ralisierung des Luftverkehrs möglich sein, so dass eine Überarbeitung des Luftver− kehrsabkommens entbehrlich ist. Das Land Brandenburg verfügt über eine ausreichende Zahl von Flugplätzen un− terschiedlicher Qualität, die in der Lage sind, die Luftverkehrsnachfrage von Wirt− schaft und Bevölkerung der Bundesländer Brandenburg und Berlin unter Einbezie− hung der drei internationalen Verkehrsflughäfen des Flughafensystems Berlin zu decken. Frage 44: Welche Maßnahmen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem polni− schen Regionalflughafen Zielona Gora Babimost sind nach der Luftver− kehrskonzeption des Landes zwischen Brandenburg und Polen für die Zu− kunft vorgesehen? Zu Frage 44: Die erste Fortschreibung der Luftverkehrskonzeption betrachtet ausschließlich die Entwicklung von Flugplätzen im Land Brandenburg. Im Rahmen der Gespräche der Kernarbeitsgruppe Ost−Brandenburg−Lebuser Land haben sich Kontakte zum Flughafen Zielona Gora Babimost ergeben. Danach ist auf der internationalen Luft− und Raumfahrtausstellung ILA 2002 sowie im Rahmen der AERO 2003 der Flug− platz Babimost gemeinsam mit einer Auswahl von Landeplätzen des Landes Bran− denburg präsentiert worden. Frage 45: Wie steht die Landesregierung zum Angebot der polnischen Regierung zur Zusammenarbeit bei der Errichtung eines internationalen Verkehrsflughafens in Slubice? Zu Frage 45: Der Landesregierung ist kein Angebot der Polnischen Regierung zur Zusammen− arbeit bei der Errichtung eines internationalen Verkehrsflughafens in Slubice be− kannt. Entwicklung einzelner Flugplätze Frage 46: Die Betreiber des Flughafens Erie (US−Bundesstaat Pennsylvania), hatten ein Vorkaufsrecht für den Flugplatz Cottbus−Drewitz (Spree−Neiße−Kreis)
erworben. Im Frachtverkehr soll hierdurch ein Tor nach Ost− und Mitteleu− ropa geschaffen werden. Geplant seien die Verlängerung der Landebahn auf 3.000 Meter sowie der Bau eines Frachtlogistikzentrums. Welche Entschei− dungen wurden bezüglich der weiteren Entwicklung des Flugplatzes Cottbus− Drewitz getroffen? Zu Frage 46: Die Betreiber des Flughafens Erie haben für den Verkehrslandeplatz Cottbus− Drewitz kein Vorkaufsrecht, sondern einen bis Ende 2004 laufenden Vertrag, der ihnen ein Exklusivrecht bezüglich der weiteren Entwicklung des Platzes einräumt. Ein Master− bzw. Businessplan zur Schaffung der notwendigen Rahmenbedingun− gen soll bis Ende 2003 erstellt werden. Danach könnten die notwendigen Verfahren eingeleitet werden. Frage 47: Die Fluggesellschaft Ryanair hatte den Flugplatz Neuhardenberg bei der Su− che nach einem neuen Basisflugplatz in die engere Wahl aufgenommen. Wie ist der aktuelle Stand der Entscheidungen? Wie bewertet die Landesregierung die Pläne von Ryanair, den Flugplatz Neuhardenberg als Basis für Billigflüge zu etablieren? Zu Frage 47: Die Fluggesellschaft Ryanair hat schriftlich wie mündlich Interesse bekundet, den derzeitigen Sonderlandeplatz Neuhardenberg zu entwickeln und anzufliegen und an diesem Standort drei Fluggeräte zu stationieren. Eine entsprechende Planungsan− zeige liegt vor. In einer Vielzahl von Gesprächen sind sowohl der Betreiber als auch Vertreter der Fluggesellschaft Ryanair auf mögliche Probleme im Rahmen notwendiger Verfahren hingewiesen worden. Ein Antrag auf Änderungsgenehmigung liegt bisher nicht vor. Die Landesregierung sieht sich nach dem derzeitigen Stand der Gespräche und ohne Vorliegen eines entsprechenden Antrags außerstande, die Pläne von Ryanair zu bewerten. Dessen ungeachtet strebt die Landesregierung an, die Flugverkehre (insbesondere die Linienverkehre) zur Erschließung der Hauptstadtregion Berlin−Brandenburg mit Zusammenführung der Flughafenkapazitäten am Standort Schönefeld zu realisie− ren. Unterrichtung der Abgeordneten des Landtages Frage 48: In welcher Art und Weise und wann wird die aktuelle überarbeitete Fassung der Luftverkehrskonzeption des Landes Brandenburg den Abgeordneten des Landtages zur Information bzw. Debatte vorgelegt? Zu Frage 48: siehe Antwort zu Frage 2
Jahr Flughafen Kont Daten 1998 1999 2000 2001 2002 2003 per Juni SXF Europa Flugbewegungen 18.406 16.827 19.438 15.971 15.651 6.282 Passagiere 1.533.164 1.401.496 1.614.309 1.468.026 1.340.721 485.021 Inland Flugbewegungen 10.020 9.942 11.685 9.449 8.425 4.272 Passagiere 55.945 90.530 121.306 81.055 60.556 34.523 Interkont Flugbewegungen 2.285 2.535 2.824 2.215 1.680 724 Passagiere 287.100 369.359 398.304 302.296 214.148 83.619 SXF Flugbewegungen 30.711 29.304 33.947 27.635 25.756 11.278 SXF Passagiere 1.876.209 1.861.385 2.133.919 1.851.377 1.615.425 603.163 THF Europa Flugbewegungen 11.376 9.731 11.385 11.149 12.094 5.533 Passagiere 301.548 294.898 323.167 304.571 300.411 140.180 Inland Flugbewegungen 30.502 28.792 25.963 27.668 25.963 9.094 Passagiere 630.340 545.422 431.267 469.257 311.670 99.042 THF Flugbewegungen 41.878 38.523 37.348 38.817 38.057 14.627 THF Passagiere 931.888 840.320 754.434 773.828 612.081 239.222 TXL Europa Flugbewegungen 48.819 53.257 58.031 62.857 58.936 30.040 Passagiere 3.467.560 3.791.239 4.229.000 4.285.454 4.161.476 2.070.244 Inland Flugbewegungen 65.627 64.195 68.517 61.584 61.800 34.701 Passagiere 5.291.266 5.675.321 5.921.127 5.430.868 5.583.782 3.143.538 Interkont Flugbewegungen 615 780 1.120 1.043 634 285 Passagiere 51.347 74.214 118.198 147.548 83.405 34.926 TXL Flugbewegungen 115.061 118.232 127.668 125.484 121.370 65.026 TXL Passagiere 8.810.173 9.540.774 10.268.325 9.863.870 9.828.663 5.248.708 Berlin gesamt Europa Flugbewegungen 78.601 79.815 88.854 89.977 86.681 41.855 Passagiere 5.302.272 5.487.633 6.166.476 6.058.051 5.802.608 2.695.445 Inland Flugbewegungen 106.149 102.929 106.165 98.701 96.188 48.067 Passagiere 5.977.551 6.311.273 6.473.700 5.981.180 5.956.008 3.277.103 Interkont Flugbewegungen 2.900 3.315 3.944 3.258 2.314 1.009 Passagiere 338.447 443.573 516.502 449.844 297.553 118.545 Gesamt: Flugbewegungen 187.650 186.059 198.963 191.936 185.183 90.931 Gesamt: Passagiere 11.618.270 12.242.479 13.156.678 12.489.075 12.056.169 6.091.093
Entw icklung Berliner Luftverkehr nach O steuropa Anlage 2 zu Frage 23 Jahr Flughafen Land Daten 1998 1999 2000 2001 2002 2003 per Juni SXF Albanien Flugbewegungen 0 1 0 0 1 0 Pas sagiere 0 5 0 0 4 0 Bjelo Rußland Flugbewegungen 255 207 204 208 209 169 Pas sagiere 4.968 4.152 4.456 4.672 3.286 2.500 Bosnien/Herzeg. Flugbewegungen 103 26 31 27 28 4 Pas sagiere 2.943 523 682 539 679 112 Bulgarien Flugbewegungen 1.038 1.136 1.066 962 1.189 408 Pas sagiere 101.062 107.127 100.597 109.142 129.594 34.044 Czech. Republic Flugbewegungen 185 107 66 21 26 4 Pas sagiere 161 1.476 1.386 310 194 191 Estland Flugbewegungen 11 1 0 0 4 2 Pas sagiere 198 5 0 0 182 116 Jugoslawien Flugbewegungen 190 20 228 390 389 170 Pas sagiere 10.024 666 10.713 23.724 23.062 10.150 Kroatien Flugbewegungen 104 128 212 217 378 132 Pas sagiere 7.012 9.599 24.900 29.566 34.242 11.466 Lettland Flugbewegungen 32 14 5 2 2 4 Pas sagiere 157 65 32 366 4 636 Litauen Flugbewegungen 0 0 5 0 4 1 Pas sagiere 0 0 14 0 0 0 M acedonian Flugbewegungen 316 291 399 98 124 62 Pas sagiere 11.928 16.525 19.090 3.262 6.733 2.950 Moldavien Flugbewegungen 104 105 108 15 0 0 Pas sagiere 1.747 1.408 1.095 59 0 0 Polen Flugbewegungen 571 569 370 177 65 84 Pas sagiere 1.196 1.299 1.413 1.218 1.547 753 Rum änien Flugbewegungen 412 390 404 324 39 14 Pas sagiere 10.814 11.425 11.810 10.287 1.221 897 Rußland Flugbewegungen 2.845 2.422 2.157 2.122 2.528 1.187 Pas sagiere 130.870 125.616 144.211 152.345 180.604 84.758 Slowakia Flugbewegungen 13 4 5 4 7 0 Pas sagiere 140 9 8 1 36 0 Slowenien Flugbewegungen 16 20 3 5 3 0 Pas sagiere 181 648 33 58 92 0 Ukraine Flugbewegungen 275 217 217 282 234 9 Pas sagiere 11.320 9.815 10.669 11.973 10.316 21 Ungarn Flugbewegungen 9 11 19 5 9 1 Pas sagiere 915 44 129 126 372 0 SXF Flugbew egungen 7.104 6.399 6.542 5.900 6.721 2.920 SXF Passagiere 295.011 289.677 330.195 346.607 390.686 147.925