Wissenschaftliche Beurteilung des Schadenfalls an der BAB A 20 bei Tribsees

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Wissenschaftliche Beurteilung des Schadenfalls an der BAB A 20 bei Tribsees Abschlussbericht Rev.3

Im Bereich der organischen Schichten wiesen die Säulen mit teilweise über 30 cm einen wesentlich grö-
ßeren Querschnitt auf als geplant. Die Länge der Säulen konnte aufgrund der Einschränkung der Untersu-
chungen nicht überprüft werden.

Die bindemittelverbesserte Schicht wurde durch die 2017 durchgeführten Bohraufschlüsse [14] und die
2018 durchgeführte Dokumentation des Dammrückbaus im Bereich der Schadstelle [45] in Lage und Dicke
mit teilweisen großen Abweichungen zur Planung angetroffen. In den Bohraufschlüssen wurde die binde-
mittelverbesserte Schicht teilweise nicht dokumentiert.

Da eine ungestörte Bergung von CSV-Säulen im Rahmen der Ausführung des ursprünglich geplanten
Spundwandkastens nicht möglich war, wurde versucht, deren Länge und den Zustand über Integritätsprü-
fungen festzustellen. Die Aussagen dieser Prüfungen sind aufgrund der sehr schlanken Säulengeometrie
begrenzt, da diese sich bereits außerhalb des Grenzbereichs der Anwendbarkeit des Verfahrens befinden.
Somit kann nur grob abgeschätzt werden, dass die Säulen ihre geplante Länge hatten.

Die aus verschiedenen Tiefen geborgenen Säulenstücke, sowohl aus dem Bereich der Schadstelle als
auch weiter westlich, wurden umfassend untersucht. Es konnte eine ausreichende Festigkeit des Säulen-
materials ermittelt werden. Durch diese Prüfungen wurde u.a. festgestellt, dass der im Zuge der Planung
angesetzte E-Modul für das Säulenmaterial nicht fachgerecht ermittelt und somit damals ein viel zu geringer
Wert für die Berechnungen angesetzt wurde.

Weiterhin wurde in einem kleinmaßstäblichen Modellversuch der Verfestigungsvorgang der einzelnen Säu-
len mit Torf aus dem Bereich des Dammes simuliert. Die Auswertung ergab, dass eine vollständige Ein-
dringung des Grundwassers in das Säulengranulat erfolgte und die auf diese Weise hergestellte Säule
auch eine ausreichende Festigkeit besaß.

Die im Zuge der Herstellung für jeden Block durchgeführten Probebelastungen der CSV-Säulen wurden
gesichtet und ausgewertet. Sowohl bei der Ausführung, als auch bei der folgenden Auswertung gab es
konzeptionelle Mängel. Doch auch bei fachgerechter Durchführung würden die Ergebnisse aufgrund un-
auffälliger Ergebnisse keinen nennenswerten Beitrag für die Ermittlung der Schadenursache liefern.

Die vorliegenden Messergebnisse wurden in Kapitel 7 analysiert und für die eigenen Berechnungen zum
Abgleich verwendet. Da jedoch die Art und Weise der Herstellung der Messprofile wie beispielsweise die
Einbettung.der Inklinometerrohre nicht dokumentiert ist, sind die Messergebnisse und die daraus folgende
Interpretation nicht zweifelsfrei nachvollziehbar. Es konnte festgestellt werden, dass die Messungen ent-
gegen des ursprünglichen Messkonzepts aufgrund von Fehlinterpretationen bereits nach zwei Jahren Lie-
gezeit des Dammes und noch vor der Inbetriebnahme der Autobahn 2005 eingestellt wurden. Bei einer
durchgehenden und insbesondere auch während der Nutzungsphase weitergeführten Messung hätte es
bereits früher Anzeichen für die aufgetretenen großen Verformungen gegeben. Inwiefern die Messergeb-
nisse dem Prüfingenieur vorgelegt wurden und ob dieser der Einstellung der Messungen zugestimmt hat,
ist nicht bekannt.

Mit den in Kapitel 8 ausgeführten analytischen Berechnungen zur Gesamtstandsicherheit des Dammes
wurde ausnahmslos eine ausreichende Standsicherheit mit den CSV-Säulen nachgewiesen. Da dies prak-
tisch jedoch nicht gegeben ist, wurde eine weitere Modifikation des Berechnungsmodells dahingehend vor-
genommen, dass mehrere Säulenreihen aus dem Modell entfernt wurden. Nach Entfernen der 7. Säulen-
reihe stellt sich ein Dammfußgrundbruch ein. Dass dieses Versagen durchaus denkbar ist und dies sich
ggf. schon sehr früh angedeutet hat, zeigen die Luftbilder im Bereich der Schadstelle. Hier sind im unteren
Bereich auf beiden Seiten des Dammes Steinschüttungen aufgebracht worden (Bild 2).

Aus der Annahme gleicher Verformungen der Säulen entsprechend den Ergebnissen der Vertikalinklino-
metermessungen am Dammfuß lässt sich eine sehr starke Biegebeanspruchung folgern. Nachrechnungen
am Modell des elastisch gebetteten Balkens und Spannungsermittlungen mit den aus den Versuchen er-
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mittelten Biegezugspannungen und der Vergleich mit der am Säulenmaterial bestimmten Biegezugfestig-
keit haben gezeigt, dass die auftretenden Biegemomente teilweise nicht von den Säulen aufgenommen
werden können. Gemäß den Auswertungen der Vertikalinklinometermessungen trat dies bereits sehr früh
ein. Ein Versagen einzelner Säulenreihen am Dammfuß führt jedoch noch nicht zum Versagen des Ge-
samtdammes.

Die Ergebnisse der ZEB [20] haben gezeigt, dass bis zum Jahr 2014 (letzte Kampagne) keine nennens-
werten Maßnahmen am Straßenoberbau ausgeführt wurden und demnach keine sichtbaren Verformungen
aufgetreten sind.

Wie die Auswertungen in Kapitel 4.5 zeigen, war im Jahr 2016 in der Trebelniederung ein Absinken des
Grundwasserspiegels von bis zu einem Meter über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Dadurch kön-
nen großflächige Zusatzbelastungen für die Säulen sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung
auftreten. Insbesondere am DammfuR müssen derartige Belastungen durch den anstehenden Torf aufge-
nommen werden. Daraus folgen jedoch zusätzliche Horizontalverformungen, welche ein Versagen der
Säulen bei einem bereits kritischen Zustand nach sich ziehen können. Ein derartiges Versagensszenario
kann zu den festgestellten Verformungen an der Fahrbahnoberfläche geführt haben.

Im August 2017 erfolgte im Bereich des später aufgetretenen Versagens die Herstellung eines Bagger-
schurfes im Schutze von mobilen Verbauelementen. Nach Herstellung und Wiederverfüllung des Schurfes
nahmen die Vertikalverschiebungen des Dammes extrem zu. Durch den Bodenaushub wurden die Säulen
in diesem Einflussbereich maßgeblich in vertikaler Richtung entlastet. Dies führt wiederum dazu, dass das
aufnehmbare Biegemoment der Säulen reduziert wird und bei Säulen, die sich bereits im Grenzbereich
ihrer Ausnutzung befinden, versagen können. Damit hat die Ausbildung des Schurfes parallel zur Damm-
schulter das Verformungsverhalten negativ beeinflusst und sogar maßgeblich beschleunigt.

Hinzu kommt, dass der Straßenoberbau (Asphalt) nach Wiederverfüllung des Schurfes nicht geschlossen
wurde. Ein ungehinderter Wasserzufluss zum Schurfbereich mit konzentrierter Wassereinleitung in den
Damm war demnach möglich. Am 05.10.2017 wurde an der Wetterstation des DWD Tribsees eine Nieder-
schlagsmenge von 52 mm gemessen. Im Zeitraum vom 04, bis 07.10.2017 lag die Gesamtniederschlags-
menge bei 88 mm. Füllt sich das Verfüllmaterial des Schurfes mit Wasser, kann sich im Damm ein Was-
serdruck aufbauen. Die Wirkung dieses Wasserdruckes in horizontaler Richtung hat höchstwahrscheinlich
zum Versagen der Dammkonstruktion geführt. Der erste Bruch ereignete sich zwei Tage nach dem Ende
der Starkniederschläge am 09.10.2017. Der zweite und insbesondere der dritte Bruch waren dann vermut-
lich eine Folgeerscheinung des ersten Bruchs.

Zum besseren Verständnis der Geschehnisse und komplexen Zusammenhänge wurden numerische Be-
rechnungen durchgeführt. Die Simulation von Bruch- und Nachbruchverhalten eines Dammes stellt für her-
_ kömmlichen Finite Elemente Methoden jedoch eine große Herausforderung dar. Die damit verbundenen
großen Materialverformungen und die Entstehung neuer Oberflächen durch Rissbildung können starke
Elementverzerrungen verursachen, welche lokal die Genauigkeit der Ergebnisse reduzieren und zu Kon-
vergenzproblemen oder Berechnungsabbrüchen führen können. Aus diesen Gründen wurde bei den nu-
merischen Berechnungen in Kapitel 9 der Fokus auf Verformungsanalysen und nicht auf Standsicherheits-
untersuchungen gelegt.

In den numerischen Untersuchungen wurde die Modellkomplexität schrittweise gesteigert, um mit vertret-
barem Aufwand wesentliche Einflussparameter für den Schadensfall des auf CSV-Säulen gegründeten
Autobahndamms zu ermitteln. Basierend auf einem Bemessungsquerschnitt und einem Bemessungsbo-
denprofil wurden zunächst eine Einzelsäule im Säulenwald, eine Säulengruppe und schließlich ein dreidi-
mensionaler Dammabschnitt modelliert und Parameterstudien mit Hilfe von Simulationen durchgeführt.

Beim Modell der Säulengruppe konnte die Gruppenwirkung verifiziert werden, denn die Gesamtsetzung
lag bei unterschiedlich langen Säulen zwischen den Werten der Gruppen mit ausschließlich kurzen Säulen
(große Gesamtsetzung) und mit ausschließlich langen Säulen (geringe Gesamtsetzung). Eine Totlast führt
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zu einer Reduktion der berechneten Setzungen durch die Vorbelastung des Bodens um die Säulengruppe,
und durch negative Mantelreibung erfährt die Säulengruppe bereits ohne direkte Belastung Setzungen. Ein
erhöhter Kompressionsbeiwert in der Torf- und Muddeschicht führt sowohl bei den in den Ton als auch in
den Sand einbindenden Säulen zu keiner signifikanten Reduktion der Setzungen.

Die mit dem Modell für die Säulengruppe berechneten Setzungen der Säulen erscheinen plausibel, denn
sie liegen betragsmäßig zwischen den an Block 36 und Block 36/37 des Dammes gemessenen Setzungen.
Die Dokumentation und Messergebnisse der Probebelastungen lassen jedoch keine genauere Validierung
der numerischen Modelle zu. Die tatsächlichen Belastungsverläufe jeder Einzelsäule wurden bei den Pro-
bebelastungen nicht gemessen und können wesentlich von den im Modell angesetzten Verläufen abwei-
chen.

Risse und Fehlstellen in der bindemittelverbesserten Schicht wurden in verschiedenen Varianten des nu-
merischen Modells untersucht. Die berechnete Setzung in Dammmitte ist umso größer, je breiter die mo-
dellierte Fehlstelle in der bindemittelverbesserten Schicht ist. Außerdem stimmen bei der Modellvariante
mit Fehlstelle die berechneten und gemessenen Kopfverformungen des Vertikalinklinometers besser über-
ein, d.h. die aufgetretene Spreizung des Dammes wird dadurch gut wiedergegeben.

Eine relativ große Kohäsion bzw. Festigkeit der bindemittelverbesserten Schicht (c = 500 KN/m? oder
100 kN/m?) führt zu einer gleichmäßigen Setzung des Dammes wie bei einem sehr steifen Bauwerk. Mit
größer werdender Kohäsion nimmt auch die Auflager- bzw. Einspannwirkung an den Säulenköpfen zu,
obwohl diese.im Modell nicht in die bindemittelverbesserte Schicht eingebunden sind. Im’Gegensatz dazu
führen geringe Festigkeiten der bindemittelverbesserten Schicht (c = 3 kN/m? oder 10 kN/m?) zu einem
ausbreitenden Fließen des Dammes.mit größeren vertikalen und horizontalen Verformungen. Die als linear
elastisch modellierten Säulen verhalten sich in diesem Fall wie Kragarme mit einer Einspannung am FuR-
punkt.

Die größten Horizontalverschiebungen der Säulenköpfe in der Dammaquerschnittsebene ergeben sich in
den numerischen Berechnungen erwartungsgemäß bei der geringsten Kohäsion der bindemittelverbesser-
ten Schicht. Die Größenordnung der berechneten Werte stimmt sehr gut mit den Messwerten im Bereich
der Schadstelle am Querschnitt 144+926 überein. Dies lässt darauf .schließen, dass dort entweder nur
geringe Festigkeiten der bindemittelverbesserten Schicht erreicht wurden oder die Dicke dieser Schicht bei
höheren Festigkeiten geringer war als im Modell. Die Horizontalverschiebungen der Säulenköpfe nehmen
von der Dammmitte bis kurz hinter die Dammschulter stark zu und bleiben danach nahezu konstant, als
würden die Säulen den Dammverformungen dort keinen Widerstand mehr leisten. Dieses Ergebnis wird
durch die analytischen Berechnungen bestätigt.

.Bei einer geringen Kohäsion der verbesserten Dammschüttung (c = 3 kN/m? und 10 kN/m?) überschreitet
die Normalkraftbeanspruchung des in den Berechnungen berücksichtigten Geogitters die Bemessungsfes-
tigkeit und würde daher zu einem Versagen des Geogitters im Bereich der Dammschulter führen. Aufgrund
der Verbundtragwirkung würden bei einem Versagen des Geogitters größere Spreizkräfte auftreten und
die bindemittelverbesserte Schicht und die CSV-Säulen zusätzlich beanspruchen.

Nach allen Untersuchungen kann festgehalten werden, dass das CSV-Verfahren bei Anwendung in sehr
weichen Böden aufgrund des sehr unterschiedlichen Materialverhaltens von Boden und Säule (Steifigkeit,
verformungsabhängige Festigkeit) nicht als Untergrund- bzw. Baugrundverbesserung eingeordnet werden
sollte. Es handelt sich vielmehr um eine unbewehrte Säulengründung, näherungsweise vergleichbar mit
einer Pfahlgründung, jedoch ohne eine Anforderung an eine Mindesteinbindung in sogenannte tragfähige
Schichten.

Die Anwendungsgrenzen des Verfahrens sind bisher noch nicht festgelegt. Ggf. sind hier ähnlich wie bei
anderen hydraulisch gebundenen Säulentypen Werte für die undrainierte Scherfestigkeit für den Boden zu
definieren. Dies erfordert jedoch weitere Untersuchungen.

Wie die umfangreiche Analyse des Schadenfalls gezeigt hat, sind herkömmliche klassische Bemessungs-
verfahren nicht ausreichend geeignet, um das Zusammenspiel aus gering festem Boden und steifen Säulen
realitätsnah abzubilden. Dem Nachweis der Horizontalverformungen bzw. des Horizontalkraftabtrags
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kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Dieser Nachweis ist sehr komplex und die Ergebnisse müssen
baupraktisch mit geeigneten Versuchsanordnungen, beispielsweise durch Probefelder, und durch Lang-
zeitmessungen überprüft werden. Ohne dies ist eine Anwendung bei weichen organischen Böden nicht
zielführend.

Da das CSV-Verfahren nicht genormt ist bzw. auch keine bauaufsichtliche Zulassung dafür vorliegt, sollte
bei eventueller zukünftiger Anwendung im Bereich organischer Böden von einer Untersuchungsstrecke
ausgegangen werden. Die „Richtlinien für straßenbautechnische Untersuchungsstrecken“ [50] geben hier-
für bereits wichtige Hinweise. Im Vorfeld der Baumaßnahme und auch während der Bauausführung sind
gegenüber herkömmlichen Bauverfahren mehr Untersuchungen am Boden und den einzusetzenden Ma-
terialien auszuführen. Eine Beschränkung auf die Ermittlung der Druckfestigkeit des Säulenmaterials wird
als nicht ausreichend angesehen.

Die Bestandsdokumentation ist zu verbessern, u.a. Planunterlagen, Berechnungen, Eigenüberwachung,
Kontrollprüfungen, Messergebnisse etc. Unvollständige und nur in Papierform vorliegende Bestandsdaten
sind wenig hilfreich und nicht mehr zeitgemäß. Die ZTV E-StB 17 [51] enthält im Abschnitt 15 entspre-
chende Hinweise zur Bestandsdokumentation. Die hier aufgeführten Punkte sind bauvertraglich zu verein-
baren und durch die erdstatischen Nachweise und bei Anwendung von Geokunststoffen durch Verlege-
pläne zu ergänzen. Die Bestandsdokumentation sollte in der Straßendatenbank abgelegt werden.

Eine Überwachung während der gesamten Bau- und Nutzungszeit z.B. im Sinne der Beobachtungsme- -
thode durch Vertikal- und Horizontalinklinometermessungen oder Messpunkte auf der Fahrbahn ist uner-
lässlich. Insbesondere bei stark kriechfähigen Böden muss eine messtechnische Überwachung während
der Nutzungszeit erfolgen. Ein Beispiel hierzu ist in [52] aufgeführt. Neben einem eindeutigen Messpro-
gramm müssen Grenzwerte festgelegt werden. Nur so können kritische Zustände bei entsprechender Aus-
wertung der Messergebnisse erkannt und bei Überschreitung von Grenzwerten zuvor erarbeitete Maßnah-
men eingeleitet werden.

Die zukünftige Anwendung des CSV-Verfahrens in Moorgebieten sollte nur unter vollständiger Beachtung
der zuvor gegebenen Hinweise ermöglicht werden.

Die vorliegende Beurteilung des Schadenfalls bezieht sich ausschließlich auf die BAB A 20. Die Anwen-
dung des Gründungsverfahrens im Bereich der angrenzenden Straßenverbindungen sollte überprüft wer-
den.

Beim Projekt BAB A 20 erfolgte die Planung und der Bau im Zuständigkeitsbereich der DEGES. Anschlie-
ßend ging die Zuständigkeit in den Bereich der Straßenbauverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpom-
mern über. Bei einer derartigen Konstellation erscheint es zukünftig wichtig, die Zuständigkeiten möglichst
genau und klar zu formulieren. Insbesondere die Übergabe der Bestandsunterlagen nach Abschluss der
Baumaßnahme einschließlich Hinweisen zur Beobachtung von sensiblen Streckenabschnitten und deren
Prüfung durch den nachfolgenden Betreiber erscheint sehr wichtig, um Schadenfälle in der vorliegenden
Dimension zukünftig zu vermeiden.
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11 Literatur

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schaft und Verkehr Land Schleswig-Holstein; Wirtschaftsministerium Land Mecklenburg-Vorpom-
mern; Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung Land Brandenburg: Bundesautobaln A20
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[9] Wurm, W., Prüfingenieur für Baustatik: Prüfbericht 53-2/01, S. 4-10, 22. Mai 2002.

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[11] Katzung, G.: Geologie von Mecklenburg-Vorpommern, E. Schweizerbart'sche Verlagsbuchhand-
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[12] Geotechnisches Institut Prof. Dr. Magar + Partner: Baugrundgutachten mit Gründungsempfehlun-
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[13] Ingenieurbüro Dipl.-Ing. A. Hofmann: Dokumentation von Erkundungsergebnissen — Querung der
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[14] Ingenieurbüro Dipl.-Ing. A. Hofmann: Abschlussbericht zu Untersuchungsergebnissen —- BAB A
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[15] Geotechnisches Institut Prof. Dr. Magar + Partner: BAB A 20 Lübeck-Stettin VKE 2823 — Varian-
tenvergleich Trebelquerung - Teilbeitrag Hydrogeologische Beurteilung, Weimar, 9/1998.

[16] Schüßler, M.: Untersuchungen zum Verformungsverhalten von Untergrundverbesserungen mit
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instituts der TU Berlin, Heft 59, 2012.

[17] Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt): BAB A20 - Schadstelle Trebelniederung bei Tribsees,
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[18] Eurofins Umwelt Ost GmbH Berlin: Prüfbericht mit Prüfberichtsnummer: EX-20-TD-000315-01,
Grundwasseruntersuchungen, 06.03.2020.

[19] Ingenieurbüro Dipl.-Ing. A. Hofmann: Baubegleitende Geotechnische Beratung — BAB A 20 Rück-
bau Damm und Beräumung Schadstelle, Neubrandenburg, 05.07.2018.

[20] Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), Hillmann, R.: Auswertung der Zustandserfassung und —
bewertung der Straßenoberfläche (ZEB) für die Jahre 2006, 2010 und 2014, erhalten am
10.12.2018.

[21] Ingenieurbüro Dipl.-Ing. A. Hofmann: Geotechnische Stellungnahme zu Untersuchungsergebnis-
sen - BAB A 20 Schadstelle Trebelquerung, Neubrandenburg, 06.10.2017.
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Wissenschaftliche Baunellang des Schadenfalls an der BAB A 20 bei Tribsees Abschlussbericht Rev.3

[22] Arcadis Consult GmbH: Ausführungsplanung, Prinzip Messquerschnitt, aus Bestandsunterlagen.

[23] Bauer, U. und Reitmeier, W.: Vorrichtung zur Herstellung von Stabilisierungspfählen in bindigen
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[24] Reitmeier, W.: Verfahren zur Stabilisierung von bindigen Böden mit ungenügender Tragfähigkeit,
Deutschland Patent DE 19509053, 26. September 1996.

[25] Deutsche Gesellschaft für Geotechnik e.V.: Merkblatt für die Herstellung, Bemessung und Quali-
tätssicherung von Stabilisierungssäulen zur Untergrundverbesserung, Teil | - CSV-Verfahren, Es-
sen, 2002.

[26] Arcadis Consult GmbH: Ausführungsplanung CSV-Säulen, Plan aus Bestandsunterlagen vom
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[27] Bauer Spezialtiefbau GmbH: Berichte zur Herstellung der CSV-Säulen, Ordner 23:bis 34 aus Be-
standsunterlagen.

[28] Bauer Spezialtiefoau GmbH: Herstellprotokolle der CSV-Säulen, aus den Berichten zu den Pro-
bebelastungen aus Bestandsunterlagen.

[29] Deutsche Gesellschaft für Geotechnik e.V., Arbeitskreis 2.1 „Pfähle“: Empfehlungen für statische
und dynamische Pfahlprüfungen, Juni 1998.

[30] Bauer Spezialtiefbau GmbH: Stellungnahme zum Abstand der Totlast zu den Probesäulen, aus
Bastandsunterlagen, 06.02.2002.

[31] Bauer Spezialtiefoau GmbH: BAB A20 Trebeltalquerung, Präsentation zum Projekt, aus Be-
standsunterlagen, 08.05.2002.

[32] Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt): Ergebnisse aus Druckfestigkeitsprüfungen an geborge-
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Juli 2018.

[33] Schanz, D.: Dokumentation zur Prüfung von Bohrkernproben aus den bestehenden Säulen der
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[34] KIWA GmbH MPA Berlin-Brandenburg: Prüfbericht-Nr.: 18/13704/01, Prüfung von geborgenem
CSV-Säulenmaterial aus den Bohrungen zur Herstellung der Bohrpfähle der Behelfsbrücke im
Juli 2018, Prüfbericht vom 06.08.2019. n

[35] ABE Bauprüf- und Beratungsgesellschaft mbH: Bestimmung des E-Moduls nach DIN EN 12390-
13 sowie der Zylinderdruckfestigkeit nach DIN EN 12390-3, Prüfbericht vom 17.02.2021.

, B6] FORTRAC-Geogitter: Produktdatenblätter, Ordner 17 aus Bestandsunterlagen.

[37] Ingenieurbüro Dipl.-Ing. A. Hofmann: Planungsbegleitende Geotechnische Beratung — BAB A 20
Behelfsbrücke Trebelquerung, Neubrandenburg, 11/2017.

[38] Arcadis Consult GmbH, Hotz, Ch.: Messprogramm, Ordner 2 aus Bestandsunterlagen, Darm-
stadt, 28.09.2001.

[39] Arcadis Consult GmbH, Johmann, St.: Abschlussbericht, Ordner 2 aus Bestandsunterlagen,
Darmstadt, 14.06.2004.

[40] ARGE BAB 20 Trebelquerung, Wandschneider: Schreiben zur Zusatzleistung Gründungsarbeiten
BW 13 Auftrags-Nr. 262/130365, Setzungsmessprogramm für Dämme, Ordner 2 aus Bestands-
unterlagen, 03.03.2005.

[41] Arcadis Consult GmbH, Johmann, St.: Abschlussbericht, Ordner 2 aus Bestandsunterlagen,
Darmstadt, 30.11.2004.

[42] Arcadis Consult GmbH: VKE 2623 Trebelquerung, BAB A 20, BA I+Il, Bau-km 144+200 —
144+960; Statische Berechnung, Kapitel 3.3.2 Geländebruchnachweis, aus Bestandsunterlagen.
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[43] Gömmel, R., Neidhardt, T.: Zum Ansatz von Stabilisierungssäulen beim Nachweis der Gesamt-
standsicherheit, 10. Kolloquium Bauen in Boden und Fels, Technische Akademie Esslingen,
2016.

[44] Gömmel, R.: Berücksichtigung unbewehrter pfahlartiger Tragglieder beim Nachweis der Gesamt-
standsicherheit, Dissertation an der TU Berlin, 2019.

[45] Ingenieurbüro Dipl.-Ing. A. Hofmann: Baubegleitende geotechnische Beratung — Sanierung BAB
A 20 im Bereich des Trebeltales, Rückbau Damm und Beräumung Schadstelle, Neubrandenburg,
05.07.2018.

[46] Brinkgreve, R. B. J.; Zampich, L. M.; Ragi Manoj, N.: PLAXIS CONNECT Edition V20, Plaxis bv,
Bentley Systems, Incorporated, Niederlande, 2019.

[47] Deutsche Gesellschaft für Geotechnik: Empfehlungen des Arbeitskreises Numerik in der Geo-
technik — EANG, Ernst & Sohn, Berlin, 2014.

[48]. Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. (FGSV): Merkblatt für die Anwen-
dung von Geotextilien und Geogittern im Erdbau des Straßenbaus, Köln, 1994.

[49] Deutsche Gesellschaft für Geotechnik: Empfehlungen für Bewehrungen aus Geokunststoffen —
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[50] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. (FGSV): Richtlinien für straßen-
bautechnische Untersuchungsstrecken, 2010.

[51] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. (FGSV): Zusätzliche Vertragsbe-
dingungen und Richtlinien für Erdarbeiten - ZTV E-Stb 17, 2017.

[52] Schüßler, M., Rackwitz, F.: Langzeitverhalten einer Baugrundverbesserung für eine Dammver-
breiterung auf stark kriechfähigen Böden, Beiträge zum 31. Christian Veder Kolloquium, TU Graz,
2016.

[53] Arbeitsgemeinschaft BAB A 20 VKE 2823 Trebelquerung, Ergänzung zum Sanierungskonzept
Tiefgründung und Einbaukonzept Dammschüttung, Ordner 20 aus den Bestandsunterlagen,
25.10.2001

[54] Arcadis Consult GmbH, Schreiben an Bauer Spezialtiefbau GmbH zu: Projekt BAB A 20, VKE
2823, Teillos 2, Trebelquerung, Ausführungspläne Sanierung, vom 01.11.2001.

[55] Prof. Dr.-Ing. Heinrich Bechert & Partner (Bauoberleitung und örtliche Bauüberwachung), Schrei-
ben an GP Papenburg Baugesellschaft mbH zu: BAB A 20 Lübeck-Stettin, VKE2823 — Teillos 02
—- 1.NU, Ausführungsplanung Tiefgründung, vom 05.11.2001
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12. Anlagen

Übersicht:

12.1 Pläne

12.2 Protokolle von Laboruntersuchungen

12.3 Vor-Ort-Untersuchungen und Dokumentation
12.4 Analytische Berechnungen

12.5 Numerische Berechnungen
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