STAATSMINISTERIUM
FÜR ENERGIE, KLIMASCHUTZ,
UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT
Freistaat
SACHSEN
2022/13061
SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR ENERGIE, KLIMASCHUTZ, UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT
Postfach 10 05 10 | 01075 Dresden
Präsidenten des Sächsischen Landtages
Herrn Dr. Matthias Rößler
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden
Kleine Anfrage des Abgeordneten Jan-Oliver Zwerg (AfD)
Drs.-Nr.: 719291
Thema: Fernwärmebereitstellung durch Sächsische Braunkohle-
kraftwerke
Sehr geehrter Herr Präsident,
namens und im Auftrag der Sächsischen Staatsregierung beantworte ich die
Kleine Anfrage wie folgt:
Frage 1: Hat die Staatsregierung Kenntnisse, welche Wärmemengen
die sächsischen Braunkohlekraftwerke in den letzten fünf
Jahren in das Fernwärmenetz eingespeist haben? (Bitte
Jahresscheibe, Kraftwerk und Wärmemenge in GWh)
Frage 2: Welche Erzeugungstechnologien sollen in welchem
Umfang, die mit der Abschaltung der Kohleblöcke
entfallenden Fernwärmemengen, ersetzen? (Bitte Prognose)
Zusammenfassende Antwort auf die Fragen 1 bis 2:
Die Fernwärmeversorgung aus den sächsischen Braunkohlekraftwerken im
Lausitzer und Leipziger Raum basiert auf privatwirtschaftlichen Verträgen
zwischen den Kraftwerksbetreibern und den regionalen Wärmeversorgungs-
unternehmen. Zum Inhalt und zu den Laufzeiten dieser Verträge sowie zu
den Konzepten und dem Stand der künftigen Wärmeversorgung der
betroffenen Kommunen liegen der Staatsregierung keine Erkenntnisse vor.
Frage 3: Wie hat sich der Anteil der Erneuerbaren Energien am
Wärmeverbrauch in Sachsen in den vergangenen fünf
Jahren entwickelt? (Bitte Jahresscheibe und
Differenzierung der Energiequellen)
Der Fernwärmesektor ist rein privatwirtschaftlich organisiert. Aus den der
Staatsregierung vorliegenden energiestatistischen Daten ist dazu keine
Angabe möglich.
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Der Staatsminister
Durchwahl
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Telefax +49 351 564-20007
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1. März 2022
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Dresden,
2. MRZ. 2022
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für Energie, Klimaschutz,
Umwelt und Landwirtschaft
Wilhelm-Buck-Str. 4
01097 Dresden
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Zu erreichen mit den
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Bitte beim Empfang Wilhelm-
Buck-Str. 4 melden.
Bitte beachten Sie die
allgemeinen Hinweise zur
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Daten durch das Sächsische
Staatsministerium für Energie,
Klimaschutz, Umwelt und
Landwirtschaft zur Erfüllung der
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Anteile der Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch
Wärme bis einschließlich des Jahres 2019 können einer Studie des Leipziger Institut für
Energie GmbH aus dem Jahre 2020 entnommen werden (Seite 11, Abbildung 9, Link:
https://www.energie.sachsen.de/download/Endbericht_IE Energiebereitstellung aus_E
E.pdf, letzter Abruf am14. März 2022). Für den Zeitraum ab dem Jahr 2020 liegen noch
keine Daten vor.
Frage 4: Wie hat sich der Anteil der fossilen Energieträger am
Wärmeverbrauch in Sachsen in den vergangenen fünf Jahren
entwickelt? (Bitte Jahresscheibe und Differenzierung nach
Energieträgern)
Aus den der Staatsregierung vorliegenden energiestatistischen Daten ist dazu keine
Angabe möglich.
Frage 5: Wie hoch schätzt die Staatsregierung den Gesamtwärmebedarf und den
Fernwärmebedarf in den Jahren 2030 und 2038 ein?
Der Bereich der Fernwärmeversorgung ist in Deutschland rein privatwirtschaftlich
organisiert.
Zu beachten ist hier, dass sich beim Fernwärmebedarf energetische
Gebäudesanierungen, Anlagensanierungen, Netzumstellungen, Energieträger-
umstellungen, energetische Quartierskonzepte sowie Initiativen des Landes, des Bundes
und der EU zur Reduzierung des CO;-Ausstoßes und zur Erhöhung der Energieeffizienz
überlagern, so dass eine seriöse Prognose künftiger Bedarfe nicht möglich ist.
Zum genauen Gesamtwärmebedarf und Fernwärmebedarf im Freistaat Sachsen in den
Jahren 2030 und 2038 liegen der Landesregierung demnach keine Erkenntnisse vor.
Mit freandlichen Grüßen
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