nameschrepassivhausimbestand-08-2017

Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Katalog Historische Bauteile der LEA Hessen

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Hohe Dämmqualität lohnt sich                                      Außerdem ist eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärme- Deshalb sollte gleich eine Modernisierung mit Passivhauskom-      rückgewinnung einzubauen und nach Abschluss der Maßnah- ponenten angestrebt werden. Bei der Dämmung der Außen-            men durch eine Blower-Door-Messung der Nachweis zu er- wand geht es dabei – je nach Ausgangslage – um Dämmstärken        bringen, dass der Wert n 50 für die Luftdichtheit mit ≤ 1,0 h -¹ von 20 bis 30 cm. Die bessere Qualität führt zu einer besseren    eingehalten worden ist. Wirtschaftlichkeit, zu einer höheren Energiekosteneinsparung und zu einer Werterhöhung für den Eigentümer.                     Nachweis des Heizwärmebedarfs Auch für einen Vermieter ist die Modernisierung in Richtung       Bei Antragstellung ist der jährliche Heizwärmebedarf mit dem auf das Passivhausniveau interessant. Er profitiert zusätzlich    Passivhaus-Projektierungs-Paket (PHPP) oder einem gleich- von einer qualitativ gut ausgeführten Maßnahme durch stabile      wertigen geeigneten Verfahren auf Grundlage der DIN EN ISO Vermietungsquoten und zufriedene Mieter (hohe thermische          13790 nachzuweisen. Behaglichkeit, kein Schimmel mehr). Inzwischen gibt es etliche realisierte Beispiele die zeigen, dass Förderung der Mehrausgaben als Zuschuss eine Modernisierung in dieser energetischen Qualität möglich      Gefördert werden die Mehrausgaben für eine energetisch ist. Einige Gebäude, deren energetische Modernisierung vom        optimierte Modernisierung gegenüber einer Modernisierung, Land Hessen gefördert wurde, werden in dieser Broschüre ab        welche die Mindestanforderungen der aktuell geltenden Seite 16 vorgestellt.                                             Energieeinsparverordnung (EnEV) einhält. Voraussetzung ist, Bei der Modernisierung von Bauteilen sollte also die substan-     dass die Maßnahmen von Fachunternehmen durchgeführt zielle Verbesserung der Qualität im Mittelpunkt stehen. Eine      werden (Eigenleistungen sind von der Förderung ausge- geringere Qualität sollte heute weder geplant noch ausge-         schlossen). Die Förderung wird als Zuschuss zu den zuwen- führt werden. Wer jetzt nur im Rahmen der gesetzlichen Min-       dungsfähigen Ausgaben gewährt. destanforderungen statt energieeffizient modernisiert, ver- passt für die kommenden Jahrzehnte eine nicht wiederkeh-          Zuwendungsfähig sind: rende Chance.                                                     – Investive Mehrausgaben für bauliche Maßnahmen, die wegen Eines zeigen die vergangenen 50 Jahre unumstößlich: Die Ener-       der zusätzlichen energetischen Anforderungen gegenüber giepreise steigen kontinuierlich, z. B. der Ölpreis seit 1962 im    einer konventionellen Bauausführung nach geltender EnEV Durchschnitt Jahr für Jahr um 6 %. Deshalb wird mit jeder           entstehen. Dafür werden pauschalierte Mehrausgaben zu- Moder­nisierung die Energiekosteneinsparung ebenfalls steigen.      grunde gelegt. – Investive Mehrausgaben für die technische Gebäudeaus- rüstung, wenn diese ausschließlich zur Erfüllung der Anfor- derungen an den Jahres-Heizwärmebedarf installiert wird. Das hessische Förderprogramm                                        Hierfür können die Mehrausgaben in der tatsächlichen zur energetischen Modernisierung                                    Höhe angesetzt werden. zum Passivhaus im Bestand                                         – Ausgaben für die Durchführung eines Blower-Door-Tests, für die Installation von Messeinrichtungen für den Heiz­ Das Land Hessen fördert die energetisch optimierte Moder-           wärmeverbrauch sowie Planungsmehrausgaben. nisierung von Gebäuden zum Passivhaus im Bestand als inno-          Hierbei werden die zuwendungsfähigen Ausgaben für diese vative Energietechnologie nach der Richtlinie des Landes            Positionen auf einen Anteil von maximal 10 % der zuwen- Hessen zur energetischen Förderung im Rahmen des hessi-             dungsfähigen investiven Mehrausgaben begrenzt. schen Energiegesetzes (HEG) vom 2. Dezember 2015. Es kann ein Zuschuss bis zu 50 % der beantragten zuwendungs- Grenzwert 25 kWh/(m²a)                                            fähigen Ausgaben gewährt werden. Modernisierungsmaßnahmen werden gefördert, wenn sie den jährlichen Heizwärmebedarf des Gebäudes auf maximal           Merkblatt 25 kWh pro m² Energiebezugsfläche (Wohnfläche nach                Alle Details zu diesem Förderprogramm sind ausführlich im Wohnflächenverordnung, die innerhalb der thermischen Hül-         Merkblatt zur Förderung der energetisch optimierten le liegt) reduzieren, wodurch ein dem Anforderungsniveau          Moderni­sierung von Gebäuden zum Passivhaus im Bestand von Passivhäusern angenäherter Heizwärmebedarf des Ge-            nachzulesen. Es steht unter www.energieland.hessen.de als bäudes erreicht wird.                                             Download zur Verfügung. Mehrfamilienhaus in Gießen vor der Modernisierung                 Mehrfamilienhaus in Gießen nach der Modernisierung 6
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Konzept der Altbau-Modernisierung                              I = Interne Wärmegewinne Sie entstehen durch die Nutzung selbst, also z. B. durch Kochen Gute Planung und Ausführung                                    oder Warmwasserverbrauch, aber auch durch die Abwärme Eine qualitativ hochwertige energetische Modernisierung von    von Elektrogeräten und den Menschen selbst. Gebäuden mit passivhaustauglichen Komponenten setzt zunächst voraus, dass sowohl die Planung und Bauleitung als    S = Solare Wärmegewinne auch die handwerkliche Ausführung von hoher Qualität sind.     Sie entstehen bei Sonneneinstrahlung durch alle transparenten Flächen, also durch die Fensterverglasung. Sieben Merkmale Für eine erfolgreiche Umsetzung sind grundsätzlich die fol-    Für die Ermittlung des Heizwärmebedarfs werden die Wärme- genden Merkmale zu beachten:                                   gewinne von den Wärmeverlusten abgezogen. Der verblei- 1. Sehr gute Wärmedämmung aller Bauteile                       bende Wärmebedarf (HWB) muss durch eine Heizungsanlage 2. Sehr gut gedämmte Fensterrahmen mit Dreifachverglasung      gedeckt werden. 3. Sehr gut gedämmte Haustür 4. Reduzierung/Vermeidung von Wärmebrücken 5. Luftdichte Ausführung                                       Bilanz der Wärmeverluste und Wärmegewinne 6. Kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung                In der unten abgebildeten Wärmebilanz für einen Altbau be- 7. Passiv-solare Wärmegewinne                                  tragen die Transmissionswärmeverluste 180 kWh/(m²a) wegen der schlechten Wärmedämmung. Hinzu kommen die Lüftungs- Anforderung Heizwärmebedarf                                    wärmeverluste über die Fenster mit 40 kWh/(m²a). Die inter- Während die Anforderung an den Heizwärmebedarf für einen       nen Gewinne liegen bei 15 und die solaren Wärmegewinne Passivhaus-Neubau bei maximal 15 kWh/(m²a) liegt, ist im       bei 20 kWh/(m²a). Damit verbleibt ein Heizwärmebedarf von Rahmen des hessischen Förderprogramms zur energetischen        185 kWh/(m²a). Modernisierung mit Passivhauskomponenten die Anforderung       Werden nun alle Bauteile sehr gut gedämmt und luftdicht aus- auf einen Wert von maximal 25 kWh/(m²a) verringert. Be-        geführt, Wärmebrücken reduziert und die Lüftung über eine gründet ist das u. a. in den eingeschränkten Möglichkeiten zur kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung gewährleistet, Vermeidung von Wärmebrücken oder zur Optimierung von           sinken alle Verluste um 73 % auf insgesamt 60 kWh/(m²a). passiv-solaren Wärmegewinnen. Das schließt nicht aus, dass     Da sich an der Nutzung, den Bewohnern und dem Anteil der der geforderte Heizwärmebedarf vor allem bei der Moderni-      Glasflächen i.d.R. nichts ändert, bleiben die Wärmegewinne sierung größerer Wohngebäude deutlich unterschritten wer-      mit insgesamt 35 kWh/(m²a) gleich. Zieht man die Gewinne den kann.                                                      von den Verlusten ab, verbleibt nur noch ein Heizwärmebe- Wie hoch letztlich der Heizwärmebedarf eines Gebäudes ist,     darf von 25 kWh/(m²a) – der Zielwert ist damit erreicht. Es wird aus einer Bilanzierung der Wärmeverluste mit den Wärme-   wird deutlich, dass es für ein gutes Ergebnis möglichst um die gewinnen errechnet :                                           Optimierung aller Wärmeverluste und –gewinne geht. T = Transmissionswärmeverluste                                 Das Konzept Sie entstehen wegen der Wärmeleitung durch alle Gebäude-       Da sich bei einem bewohnten bestehenden Gebäude die teile (Wand, Fenster, Decke, Dach, Boden) aus dem beheizten    passiv-solaren Wärmegewinne gar nicht oder u. U. nur wenig Bereich zu allen kälteren Bereichen wie Außenluft, Erdreich    vergrößern lassen, liegt das Hauptaugenmerk auf der Wärme- und unbeheizte Nebenräume (ub).                                dämmung aller Bauteile, dem Einbau einer grundsätzlich not- wendigen Lüftungsanlage und einer guten handwerklichen V = Lüftungswärmeverluste (Ventilation)                        Ausführung, welche sich auf die Reduzierung von Wärmebrü- Sie entstehen wegen des Luftaustauschs durch alle undichten    cken und die Herstellung einer besseren Luftdichtheit konzen- (nicht luftdichten) und geöffneten Gebäudeteile (Fenster,      triert. Tür, …) vom beheizten zu allen kälteren Bereichen (unbeheizte  Im letzten Schritt muss dann das (noch erforderliche, aber Nebenräume, Außenluft).                                        sehr klein zu dimensionierende) aktive Heizungssystem an den neuen Dämmstandard angepasst werden. Altbau vorher               Altbau modernisiert ub T T                            – 10 °C                                      I = 15 200      V = 40        S = 20 S 150 T                  + 20 °C ub I                               100 V                                                V                     T = 180     HWB = 185 I S                       50                                   V = 15         I = 15 + 20 °C S = 20 T = 45 HWB = 25 T             0 T                                                        Verluste      Gewinne        Verluste       Gewinne Wärmeverluste und Wärmegewinne                                 Bilanz der Wärmeverluste und Wärmegewinne 7
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Wärmedämmung der Bauteile                                           Zielwert U ≤ 0,15 W/(m²K) Ein Altbau um 1960 hat eine 30 cm dicke Ziegelwand, innen Dabei geht es um die Verringerung der Transmissionswärme-           und außen verputzt. Unter der bauphysikalisch richtigen Einbe- verluste durch alle Bauteile vom Boden über die Kellerdecke         ziehung der sog. Wärmeübergangswiderstände innen und außen und Außenwand bis hin zum Dach.                                     beträgt der U-Wert 1,33 W/(m²K). Das ist ein schlechter, weil hoher U-Wert für eine typische Altbauwand aus den 60er Jahren. U-Wert                                                              Beim Passivhaus (wie auch bei der energetischen Modernisie- Maß des Wärmedurchgangs durch jedes Bauteil ist der sog.            rung mit Passivhauskomponenten) muss der U-Wert aller an Wärmedurchgangskoeffizient, kurz als U-Wert (aus dem Engli-         die Außenluft grenzenden Bauteile gleich oder kleiner schen: U = Unit of Heat Transfer) bezeichnet. Seine Einheit ist     0,15 W/(m²K) sein. Das bedeutet, dass der U-Wert der Ziegel- Watt je Quadratmeter und Kelvin [W/(m²K)]. Sie gibt an, wie         wand von 1,33 auf mindestens 0,15 W/(m²K) gesenkt werden viel Energie durch 1 m² eines Bauteils bei 1 K Temperatur-          muss. Erforderlich sind dann mindestens 24 cm eines Dämm- differenz vom warmen zum kalten Bereich abgegeben wird.             stoffs mit einem λ = 0,040 W/(mK). Der U-Wert eines Bauteils lässt sich näherungsweise leicht abschätzen: Es wird die Wärmeleitfähigkeit [λ] des Materials        Außenwand durch die Dicke des Materials [m] dividiert.                        Für die energetische Modernisierung von bestehenden Außen- wänden auf Passivhausniveau kommt bei den hier notwendigen Exkurs Wärmleitfähigkeit                                            Dämmstärken von mehr als 20 cm meist nur ein Wärme- Sie ist eine Stoffgröße und beschreibt, wie viel Energie durch      dämmverbundsystem (WDVS) in Frage, dessen prinzipieller ein Material hindurchgeht. Sie wird mit dem griechischen Buch-      Aufbau unten links abgebildet ist. staben λ (sprich: lambda) bezeichnet. Die Einheit ist W/(mK)        In der Regel werden die Dämmplatten direkt auf den vorhan- und gibt an, welche Wärmemenge pro Sekunde durch ein                denen Außenputz nur aufgeklebt und/oder verdübelt. Auf Material von 1 m Länge bei einem Temperaturunterschied von          die Dämmung wird in einer Armierungsmasse das sog. 1 K an den beiden Enden (erst dann entsteht ja ein Wärme-           Armierungsgewebe eingebettet, das Dehnungsspannungen strom) strömt. Je kleiner (niedriger) λ ist, desto besser           aufnimmt und gleichzeitig die Grundlage für den Außenputz (höher) ist seine Dämmwirkung, desto besser ist der Wärme-          als Schlussbeschichtung bildet. schutz.                                                             Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein Dämm- System, das aus aufeinander abgestimmten Materialien des Typische Größen für die Wärmeleitfähigkeit von Bau- und             jeweiligen Herstellers besteht. Es stehen viele Dämmstoffe Dämmstoffen:                                                        zur Verfügung. Die Auswahl erfolgt nach technischen, indivi- duellen und preislichen Gesichtspunkten. Material                        Wärmeleitfähigkeit [ W/ (mK )] Aluminium                                   160,00                Eine Auswahl typischer Dämmstoffe: Stahlbeton                                    2,10 Dämmstoff                      Wärmeleitfähigkeit [ W/ (mK )] Zementestrich                                 1,40 Polystyrol (EPS)                      0,031– 0,040 Hochlochklinker                               1,05 Steinwolle (MF)                       0,035 – 0,040 Kalkzementputz                                1,00 Mineralschaum                         0,045 – 0,060 Ziegel um 1930                                0,80 Phenolharzschaum (PF)                 0,021– 0,025 Ziegel um 1960                                0,52 Holzweichfaser (WF)                   0,040 – 0,050 Leichtbeton-Hbl um 1970                       0,50 Kork                                  0,040 – 0,044 Ziegel um 1975                                0,30 Nadelholz                                     0,13                Die Lebensdauer eines WDVS entspricht etwa der Haltbarkeit Dämmstoff (Durchschnitt)                      0,04                des Außenputzes. Zur Pflege gehört praktisch nur der Putz- anstrich in den üblichen Zeitabständen. Ausgeführte Dämmun- Damit hat z. B. ein 30 cm dicker Leichtbeton-Hohlblockstein die     gen haben bereits mehr als 35 Jahre problemlos überdauert. gleiche Dämmwirkung wie nur 7,8 cm Nadelholz oder gerade            Hersteller bieten deshalb eine Gewährleistung auf ihr System 2,4 cm eines durchschnittlichen Dämmstoffs.                         von zehn Jahren und mehr. Verklebung Dämmung Armierungsmasse Armierungsgewebe Schlussbeschichtung Aufbau eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS)                         Außenwanddämmung mit einem WDVS 8
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Kellerdecke                                                      Bodenplatte Zwar sind die Transmissionswärmeverluste vom beheizten           Ist das Haus nicht unterkellert, was bei Altbauten sehr selten Wohnraum zum unbeheizten Keller geringer als über die Außen-     der Fall ist, oder soll ein Teil des Kellers (z. B. Treppenhaus) wand zur Außenluft; dafür sind aber auch die Investitions­       oder der gesamte Keller in die beheizte Hüllfläche einbe­ kosten wesentlich niedriger, da z. B. weder ein Gerüst noch ein  zogen werden, so muss die Bodenplatte gedämmt werden. Putz notwendig sind.                                             Bauphysikalisch richtig wäre eine Dämmung unter der Die Wärmedämmung wird genau wie bei der Außenwand außen          Boden­platte auf der kälteren Seite (Erdreich), was im Bestand auf der kälteren Seite angebracht, also unter der Kellerdecke.   jedoch technisch unmöglich ist. In diesem Fall muss daher Normalerweise reicht dann das Ankleben aus und dübeln ist        auf der Bodenplatte gedämmt werden. nicht erforderlich. Um möglichst wenig Raumhöhe zu verlieren, sollten wie bei Vorteilhaft für die Dämmung einer Kellerdecke auf Passiv­haus­­  der Kellerdecke Dämmstoffe mit einer möglichst niedrigen niveau sind folgende Ausgangssituationen:                        Wärmeleitfähigkeit eingesetzt werden. Trotzdem werden in – glatte Deckenoberfläche                                        fast allen Fällen einer nachträglichen Wärmedämmung der – wenig Rohrleitungen an der Decke                               Bodenplatte die Passivhauswerte in Bezug auf den U-Wert – ausreichende lichte Raumhöhe                                   nicht erreicht werden – mit einer Ausnahme, der Dämmung – Kellerfenster nicht deckenbündig                               mit einer Vakuum-Isolations-Paneele (VIP). Es handelt sich dabei um eine Vakuum-Dämmung. Ein Paneel In diesen Fällen kann gut mit Plattendämmstoffen gearbeitet      besteht aus einer gasdichten Hülle (vakuumdichte Mehr- werden, die auch eine niedrige Wärmeleitfähigkeit haben.         schichtfolie, die metallisch bedampft ist) und einem druck- stabilen Kern, der oft aus mikroporöser Kieselsäure besteht Eine Auswahl typischer Dämmstoffe:                               und evakuiert ist. Vakuum bietet einen erheblich besseren Wärmeschutz als Luft Dämmstoff                      Wärmeleitfähigkeit [ W/ (mK )]  (Beispiel: Thermoskanne). Eine VIP ist rund 5  – 10mal besser Polystyrol (EPS)                       0,031– 0,040            als ein üblicher Dämmstoff, denn sie hat nur eine Wärmeleit- fähigkeit von λ = 0,004 bis 0,008 W/(mK). Da nun statt z. B. Steinwolle (MF)                        0,035 – 0,040 20 cm üblichem Dämmstoff mit λ = 0,040 [0,20 / 0,040 = 5,00] Polyurethan (PU)                       0,024 – 0,028 nun 2 cm mit λ = 0,004 W/(mK) [0,02 / 0,004 = 5,00] ausreichen, Phenolharzschaum (PF)                  0,021– 0,025            bietet sich die Vakuumdämmung überall dort zum Einsatz an, wo nicht genügend Platz für eine ausreichende Dämmstärke Für einen gleich niedrigen U-Wert ist zuerst die Wärmeleitfähig- aus üblichem Dämmstoff ist. keit entscheidend. Erst daraus ergibt sich die Dämmstärke. So entsprechen 20 cm EPS mit λ = 0,040 W/(mK)                    Bei der Dämmung der Bodenplatte wird dann z. B. der darüber [0,20 / 0,040 = 5,00] in ihrer Dämmwirkung z. B. 14 cm PU mit    vorhandene Zementestrich (ca. 5 cm) entfernt, eine Vakuum- λ = 0,028 W/(mK) [0,14 / 0,028 = 5,00] oder 11 cm Phenolharz-    dämmung von 2 cm verlegt und darüber 3 cm neuer Estrich schaum mit λ = 0,022 W/(mK) [0,11 / 0,022 = 5,00].               aufgebracht. Das hat den Vorteil, dass die ursprüngliche Sind die Deckenoberflächen nicht glatt, sollte zuerst ein dün-   Boden­höhe beibehalten werden kann und somit z. B. die Türen ner Ausgleichsputz aufgebracht werden, damit die Platten         im Keller nicht gekürzt werden müssen. flächenbündig und dicht angeklebt werden können. Sind viele Rohrleitungen (Heizung, Warmwasser, Kaltwasser usw.) von der Decke nicht ausreichend tief abgehängt, empfiehlt sich eine abgehängte Decke, die mit einer Stopfdämmung z. B. aus Mineralwolle ausgefüllt wird. Kellerdeckendämmung mit Einbeziehung          Bodendämmung im Kellerflur in der Höhe      Bodenplattendämmung mit von Rohrleitungen                             der Treppenstufe                            VIP-Elementen 9
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Oberste Geschossdecke                                            Sommerlicher Wärmeschutz Je nach dem, wo sich bei einem Gebäude die obere Grenze          Eine gute Wärmedämmung sorgt dafür, dass die Wärme im der wärmeübertragenden Hüllfläche befindet, ist dieses Bau-      Winter nicht von innen nach außen abfließt und umgekehrt teil ebenfalls gut zu dämmen.                                    im Sommer, dass die Hitze nicht so schnell von außen ins Entweder es handelt sich um die oberste Geschossdecke.           Gebäude­innere gelangt und die Wohnbereiche extrem auf- Dann befindet sich darüber noch ein unbeheizter Dachraum.        heizt. Besonders anfällig sind hier ausgebaute Dachgeschosse, Die Wärmedämmung wird dann sinnvollerweise auf dieser            da sie, wie auch Gebäude in Holzleichtbauweise, überwie- Decke (auf der kälteren Seite) eingebracht. Wichtig für die      gend aus Dämmstoff bestehen. Auswahl des Dämmstoffs ist dabei, ob die Decke begehbar          Als Maß für den sommerlichen Wärmeschutz wird die sog. oder nicht begehbar sein muss. Oft können dann schütt- oder      Phasenverschiebung betrachtet. Sie ist der Zeitraum zwi- einblasfähige Materialien eingesetzt werden.                     schen dem Auftreten der höchsten Temperatur auf der Außen­oberfläche des Bauteils bis zum Erreichen der höchsten Flachdach                                                        Temperatur auf der Innenseite. Das Durchwandern der Ein Flachdach wird von außen von oben gedämmt.                   Tempera­tur braucht Zeit. Je länger es dauert, umso größer Hier müssen dann Dämmstoffe eingesetzt werden, die u. a.         ist die Phasenverschiebung und umso besser ist der Schutz druckfest und feuchteunempfindlich sind.                         vor Überhitzung auf der Innenseite. Je nach System sind zusätzliche Dichtungsbahnen unter- und       Gerade bei der Dämmung von z.B. Schrägdächern sind dafür oberhalb der Dämmung notwendig. Im Zuge der Flachdach­           Dämmstoffe mit einer besonders hohen Wärmespeicher­ sanierung kann es zudem sinnvoll oder sogar notwendig sein,      fähigkeit bzw. Wärmekapazität wichtig. Je höher die Wärme- zum wärmebrückenfreien Anschluss der Dach- an die Außen-         kapazität, desto länger dauert die Phasenverschiebung. Sie wanddämmung den Dachüberstand zu verlängern.                     "puffert" die Wärme und gibt sie mit geringerer Temperatur und zeitlicher Verzögerung an den Innenraum ab. Hohe Schrägdach                                                       Wärme­kapazitäten haben (schwere) Dämmstoffe mit einer Wenn es sich um ein klassisches Schrägdach wie z. B. ein Sattel- hohen Rohdichte. Hier sind vor allem Zellulose und Holz- dach aus Sparren handelt, sind verschiedenste Dämm­              weichfaser zu empfehlen, während z.B. die leichte Glaswolle strategien denkbar. Sie reichen vom kompletten Dachneubau        mit einer geringeren Wärmekapazität einen schlechten som- über die Verstärk­ung einer schon vorhandenen Zwischen-          merlichen Wärmeschutz bietet. sparrendämmung innen und / oder außen bis hin zu einer Auf­      Eine wichtige Ergänzung für tatsächlich kühle Dachräume sparren­dämmung.                                                 auch im Sommer besteht zusätzlich in der Verschattung der Für die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten steht eine große      Dach(flächen)fenster. Sie müssen von außen z. B. durch Roll- Zahl von Dämmstoffen zur Verfügung. Die Auswahl wird             läden oder Jalousien gegen die Sonneneinstrahlung ver- vor allem unter Berücksichtigung konstruktiver Gesichtspunkte    schattet werden, sonst nützt auch die beste Phasenverschie- und im Hinblick auf den sommerlichen Wärmeschutz vorge-          bung bei den Dämmstoffen nichts. nommen. Eine Auswahl typischer Dämmstoffe: Dämmstoff                      Wärmeleitfähigkeit [W/ (mK)] Zellulose                            0,040 – 0,045 Hanf                                 0,040 – 0,045 Holzweichfaser (WF)                  0,040 – 0,050 Steinwolle (MF)                      0,035 – 0,040 Glaswolle (MF)                       0,031– 0,040 Polystyrol (EPS)                     0,031– 0,040 Polystyrol (XPS)                     0,036 – 0,042 Polyurethan (PU)                     0,024 – 0,028 Phenolharzschaum (PF)                 0,021– 0,025 Obergeschossdecke vor            und nach der                    Wärmedämmung des                   Zwischensparren­dämmung Einblas-Dämmung                 Flachdachs                         des Schrägdachs 10
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Fenster und Haustür                                                   3-fach-Wärmeschutzverglasungen immer zusammen zu planen. Ist der g-Wert niedrig, sind auch die passiv-solaren Wärme- Fenster / Fenstertür                                                  gewinne während der Heizzeit i. d. R. niedriger als die Wärme- Unverzichtbar für das Erreichen eines niedrigen Heizwärme-            verluste. Hersteller bieten hier „sowohl als auch“ an, wie die bedarfs von ≤ 25 kWh/(m²a) bei der energetischen Moder­               folgende Tabelle einer 3-fach-Wärmeschutzverglasung eines nisierung mit Passivhauskomponenten sind ganz entscheidend            Herstellers beispielhaft zeigt (4 = 4 mm Glasstärke; 12 = 12 mm verbesserte Verglasungen, Glasabstandhalter und Rahmen bei            Scheibenzwischenraum; Ar = Argon; Kr = Krypton): gleichzeitig hohem Energiedurchlassgrad (g-Wert) der Ver- glasung: Zielwert Uw -Wert ≤ 0,80 W/(m²K).                                               Typ A		          Typ B			         Typ C Um diesen Wert zu erreichen, benötigt ein Fenster als Qualitäts-        Aufbau           4 -12- 4 -12- 4  4 -12- 4 -12- 4  4 -12- 4 -12- 4 standard eine Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung, einen sehr Gasfüllung       Ar		Kr           Ar		Kr           Ar		Kr gut gedämmten Rahmen und einen deutlich reduzierten Wärme- Lichttrans-­ verlust am Glasrand durch einen thermisch optimier­ten Abstand- halter. Zur Erhöhung der solaren Wärmegewinne sollte das                mission		            71 %		            58 %		          74 % Wärmeschutzglas gleichzeitig einen hohen g-Wert haben.                  g-Wert		0,50		 0,37		0,60 Doch auch 17 Jahre nach Einführung der DIN EN ISO 10077-1               Ug -Wert         0,7		0,5         0,7		0,4         0,7		0,5 zur Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten Uw von Fenstern scheint allgemein die Kenntnis über die einzelnen            Der besonders niedrige Ug -Wert von 0,4 W/(m²K) bei Typ B ist Faktoren und Zusammenhänge noch relativ gering zu sein.               nur mit einem g-Wert von 0,37 (= 37 % Energiegewinn) zu ha- Wie sonst lässt es sich erklären, dass in aktuellen Ausschrei-        ben, bei ebenfalls vergleichsweise niedriger Lichttransmission bungen von Fensterfirmen und Architekten oder in Beschrei-            von 58 %. Letztere sollte aber z. B. für Wohngebäude mindes- bungen von Bauträgern und Immobilienverkäufern nur der                tens 70 % betragen. Je nach Verglasung (Typ A oder C) werden Verglasungswert Ug angegeben wird – als das Merkmal für ein           Ug -Werte von 0,5 oder 0,7 mit einem g-Wert von immerhin energieeffizientes Fenster.                                           0,50 oder besserem 0,60 angeboten. Für hohe solar-passive Für den Uw -Wert wird neben dem Wärmedurchgangskoeffizi-              Wärmegewinne muss hier das Typ C-Glas eingesetzt werden. enten Ug der Verglasung sowie dem Wärmedurchgangskoef- fizienten Uf des Rahmens der lineare Wärmebrückenverlust­             Rahmen U f koeffizient Ψg für den Einbau der Verglasung im Rahmen benö-          Die Bewertung der Energieeffizienz eines Fensters allein über tigt. Der Fenster-U-Wert wird dann über die folgende Formel           den Ug -Wert vernachlässigt, dass etwa 28 bis 45 % der Fens- berech­net: Uw = [ (Ug x A g) + (Uf x Af) + (lg x Ψg) ] / (A g + Af)  teröffnung z. B. in einer Wand auf den Rahmen entfallen. Es Dabei sind Ag und Af die jeweils zu berücksichtigenden Flächen        wird noch immer unterschätzt, dass ein Viertel (bei großen und lg die Länge des Abstandhalters, von dem der Ψg -Wert             Fenstern) bis fast die Hälfte (bei kleinen Fenstern) der Fenster- wesent­lich abhängt.                                                  fläche aus opakem (nicht lichtdurchlässigem) Rahmenmaterial besteht. Holz und Kunststoff beherrschen hier mit einem An- Verglasung Ug                                                         teil von über 80 % den Markt. Die Formel macht deutlich, dass sich allein mit der Angabe            Die Rahmen-U-Werte erreichen mit Uf ≤ 0,8 W/(m² K) erst dann des Ug -Wertes die Wärmeverluste des gesamten Fensters                die Glas-U-Werte von 3-fach-Verglasungen, wenn die Holz- und damit seine Effizienz nicht beschreiben lassen. Deshalb           oder Kunststoffprofile dämmtechnisch optimiert werden. reicht diese bis heute bei Ausschreibungen, Angeboten oder            Holzprofile erhalten dann z. B. zusätzliche Luftspalten oder wer- Immobilienbewerbungen übliche Angabe alleine nicht aus.               den mit einer zusätzlichen Vorsatzschale aus Hanf oder PU versehen. Alternativen bei Holzrahmen sind auch PU-Dämm- Ug und g-Wert                                                         kerne und bei Kunststoffrahmen PU-Füllungen der Kammern. Verglasungen bewirken nicht nur Wärmeverluste. Je nach dem Grad ihrer Energiedurchlässigkeit erzielen sie auch Wärme-            Abstandhalter Ψg gewinne. Der g-Wert als sog. Gesamtenergiedurchlassgrad               Die dritte und sehr wesentliche Komponente für den Uw -Wert gibt den Anteil der einfallenden Sonneneinstrahlung an, der           eines Fensters ist der Abstandhalter zwischen den Glasschei- durch die Verglasung in das Rauminnere gelangt und während            ben – der sog. Glasrandverbund. Unterschieden wird zwischen der Heizzeit zur (kostenlosen) Raumheizung genutzt werden             konventionellen und wärmetechnisch verbesserten Abstand- kann. Deshalb sind der Ug - und der g-Wert vor allem bei den          haltern, wobei erstere aus Aluminium oder Stahl noch immer Glasaufbau in mm Dreifach-Verglasung 4 12 Edelgas-Füllung mit Argon thermisch optimierter Randverbund tiefer Glaseinstand Dämmstoff Holz-Abdeckleisten auf Alu-Profil Holzfenster-Rahmen Fensterbank Schnitt durch ein qualitativ gutes Fenster                            Schnitt durch einen gedämmten Kunststoffrahmen 11
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den größten Marktanteil haben. Dabei verursacht gerade Alu-          Ausführungsdetails minium mit seiner hohen Wärmeleitfähigkeit λ = 160 W/(mK) einen hohen Wärmeverlust (Wärmebrücke). Sichtbar wird                Wärmebrücken dieser Effekt schnell durch Kondensation der Raumluftfeuchte         Sie verbinden beheizte mit unbeheizten Gebäudeteilen oder auf diesem kältesten Bereich eines Fensters – ein bei neuen          der Außenluft. Dabei handelt es sich sehr vereinfacht gesagt (und teuren) Fenstern eigentlich untragbarer Zustand.                um Energieschlupflöcher mit Bauschadenpotenzial, die im Berücksichtigt wird der Wärmeverlust über den Wärmebrücken-          Vergleich mit der übrigen Gebäudehülle eine hohe Wärme- verlustkoeffizienten Ψg und die Länge des Abstandhalters. Eine       leitfähigkeit haben. Da Wärme immer den Weg des geringsten deutliche Verbesserung ist durch energetisch günstigere              Widerstandes geht, sucht sie sich stets die Bauteile mit der Abstand­halterprofile wie z. B. aus Edelstahl, Kunststoff oder       höchsten Wärmeleitfähigkeit. Typisches Beispiel ist die aus- Kautschuk zu erreichen. Solche Abstandhalter, welche die             kragende Stahlbetonplatte bei einem Balkon oder über der Wärmeleitung im Glasrandbereich verschlechtern und so für            Haustüre, die im Vergleich mit der Mauer eine wesentliche hö- eine „warme Kante“ sorgen, werden wie die herkömmlichen              here Wärmeleitfähigkeit hat. Alu-Abstandhalter eingesetzt. Ein für die energetische Modernisierung auf Passivhausniveau geeignetes Fenster mit einem Uw -Wert ≤ 0,80 W/(m²K) be-                                                                 Vertikalschnitt steht deshalb aus einer Dreifach-Wärmeschutzverglasung mit einem Ug < 0,80 W/(m²K) bei einem gleichzeitig hohen g-Wert > 50 %, einem gedämmten Blend- und Flügelrahmen mit einem Uf < 0,80 W/(m²K) und einem thermisch optimierten Abstand-                                                     auskragende Deckenplatte halter (warme Kante). Haustür Im Modernisierungskonzept nicht zu vergessen ist in jedem Fall die Hauseingangstür. Sie ist meist eines der wärme-                                  Außen              Innen dämmtechnisch gesehen schwächsten Bauteile. Oft besteht sie noch aus ungedämmten Alurahmen mit einfacher Draht-              Wärmebrückenwirkung eines Balkons glasfüllung oder im besten Fall aus einem Holz- oder Kunst- stoffrahmen mit oder ohne eine Isolierglasfüllung. Der UD -Wert,     Technisch formuliert ist eine Wärmebrücke eine örtlich be- in diesem Fall mit dem Index D für Door (Tür) versehen, liegt        grenzte Störung in (Außen)bauteilen, wo sich im Vergleich zu im Bereich von etwa 3,5 bis 5,5 W/(m²K).                             unmittelbar angrenzenden Bereichen ein veränderter (meist erhöhter) Wärmefluss einstellt (eine Temperaturdifferenz zwi- Zielwert UD < 1,00 W/(m²K)                                           schen innen und außen vorausgesetzt). Für eine Haustür sollte der Zielwert unterschritten werden,          Da die Wärme von innen nach außen abfließt, ist übrigens denn nur so erreicht auch dieses Außenbauteil einen den Fens-        der Begriff „Kältebrücke“ in diesem Zusammenhang nicht tern ähnlichen niedrigen U-Wert. Auf dem Markt sind heute            richtig. zahlreiche Anbieter von Holz- oder Kunststofftüren mit und           Wärmebrücken werden – wie bei den Fenstern – mit dem ohne Dreifachverglasung, die je nach Türblattfüllung UD -Werte       Koeffizien­ten ψ bezeichnet, der < 0,01 W/(mK) sein sollte. Die- für die Gesamttür von 0,58 bis 0,79 W(m²K) erreichen.                ser Zielwert für Neubauten lässt sich bei der Modernisierung Die Füllung des Türblattes besteht dabei oft aus einem Dämm-         eines Altbaus i. d. R. nicht erreichen. Da die Auswirkung einer schaum (Purenit) oder auch aus einer Vakuumdämmung (z. B.            Wärmebrücke aber in einer teilweise deutlich verringerten in- U D = 0,62 W/(m²K) bei 68 mm Blattstärke).                           neren Ober­flächentemperatur besteht, kann das im schlimms- Im Übrigen ist auch bei der Kellertür auf ein gut gedämmtes          ten Fall zum Ausfall von Tauwasser (Wasserdampfkondensation) Element zu achten, falls sie als Bauteil zwischen beheiztem und      und damit zum Durchfeuchten von Bauteilen und zu Schimmel- unbeheiztem Bereich wirkt.                                           wachstum führen. Außerdem wird dem Bewohner wesentlich mehr Strahlungswärme entzogen, was die Behaglichkeit be- einträchtigt. Tauwasserausfall in Höhe des                   Türblattfüllung mit Purenit                   Türblattfüllung mit VIP Abstandhalters 12
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Beispiele für typische konstruktive Wärmebrücken sind:              Folgen eines nicht luftdichten Gebäudes können sein: – Fensterbank und -sturz                                            – unbehagliche Zugluft (an windreichen Tagen wurde in Dach- – Auskragendes Vordach                                                 geschossen ein Luftwechsel gemessen, der mehr als dem – Balkon als auskragende Betonplatte                                   dreißigfachen des hygienisch notwendigen Luftwechsels ent- – Betonstütze oder Ringanker in der Außenwand                          sprach) – Betondeckenauflager                                               – große Lüftungswärmeverluste (Energieverbrauch) durch aus- strömende warme Raumluft Wärmebrücken durch unsachgemäße Ausführung können                   – Bauschäden durch Ausfall von Tauwasser (Konsequenzen: entstehen, wenn z. B. die Dachdämmung nicht das gesamte                Holzfäule, Schädlingsbefall, Schimmelbildung). Gefach füllt, bei Lücken in der Dämmung, bei mangelhaft             – So kann im Vergleich zur Wasserdampfdiffusion z. B. über ausgeführten Luftdichtungen oder bei Bauteilübergängen.                1 m² Dachfläche durch eine 1 m lange und nur 1 mm breite Fuge die 1.000 bis 2.700-fache Wasserdampfmenge in Vermeidung/Reduzierung von Wärmebrücken                                kürzes­ter Zeit in den Dachaufbau einströmen und dort Feuch- Durch gute Planung und Bauausführung können aber Wärme-                teschäden verursachen. brücken vermieden oder stark reduziert werden. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:                                        Luftdichte Ausführung – Falls an Bauteilanschlüssen unterschiedlich starke Däm-           Luftdicht wird ein Gebäude dann, wenn die Dichtung als nicht mungen aneinander grenzen, sollten die Mittellinien der          unterbrochene Ebene das Gebäude innen vollständig um- Dämmlagen ineinander übergehen. So wird z. B. das Fens-          schließt, um Luftströmungen von innen nach außen zu verhin- ter optimal im Zentrum der Außenwanddämmung einge-               dern. Dazu wird eine Luftdichtung stets auf der warmen Seite baut.                                                            eines Bauteils (innen) montiert und übernimmt beim Dach oft – Die Dämmstofflagen verschiedener Bauteile sollten an den          auch die Funktion einer Dampfbremse. Bei einer Außenwand Stoßstellen lückenlos ineinander übergehen, so z. B. die         bildet der Innenputz bereits eine gute Luftdichtung. Dämmung der Dachschräge in die Dämmung der Außen-                Schwachpunkte sind wie bei den Wärmebrücken alle Übergän- wand.                                                            ge von einem auf ein anderes Bauteil (z. B. Fenster an Wand – Ist die Wärmebrücke vielleicht auch vollständig zu vermei-        oder Dach an Außenwand), mangelnde Verklebungen von Luft- den? Viele Balkone werden tatsächlich gar nicht mehr be-         dichtungen (z. B. Folien, Baupapier oder Holzwerkstoffplatten) nötigt und können abgebrochen werden. Oder es wird ein           untereinander sowie alle Durchdringungen von innen nach au- neuer, von der Außenwand thermisch getrennter Balkon             ßen (u. a. Steckdosen, Kamin, Antennenmast, Heizungs-, Wasser- errichtet.                                                       und Abwasserrohre, Installationsschächte oder Türen). Bei der Planung und unbedingt bei der Ausführung durch die Luftdichtheit des Gebäudes                                          Handwerker ist deshalb auf eine luftdichte Gebäudehülle größ- Jedes Gebäude – erst recht ein sehr gut gedämmtes – setzt           ten Wert zu legen. Entsprechende Materialien und Ausfüh- auch eine hohe Luftdichtheit der Gebäudehülle zum Schutz            rungshinweise sind zahlreich und bewähren sich seit langem. der Bausubstanz, zur Erzielung der Behaglichkeit, zur Siche-        Die Überprüfung der Luftdichtheit ist vergleichsweise einfach. rung der geplan­ten Energieeinsparung und zum Schutz der            Es wird eine Blower-Door-Messung durchgeführt, die mögli- Bausubstanz voraus.                                                 che Lecks aufspürt. Die Messung und die einzuhaltenden Ist ein Gebäude nicht luftdicht, kann je nach Luftdruckunterschied  Werte für die Luftdichtheit des Gebäudes werden auf Seite 14 zwischen innen und außen 2 – 30 mal mehr Wärme verloren             beschrieben. gehen als durch die gesamte gedämmte Fläche entweicht. Dies         Schließlich ist eine gute Luftdichtheit auch eine wichtige Vor- ist häufig ein schleichender Vorgang, der frühestens dann von       aussetzung für die Funktion der stets notwendigen Lüftungs- Bauherren und Architekten bemerkt wird, wenn trotz bester           anlage mit Wärmerückgewinnung. Unkontrollierte Luftströme Wärmedämmung die erhofften Energieeinsparungen nicht in             sind nicht erwünscht, da sie die Leistungsfähigkeit der Anlage vollem Umfang realisiert werden.                                    spürbar verringern. Vorher: auskragendes Vordach                    Nachher: Vermeidung der Wärmebrücke          Luftdichte Durchführung von Elektrokabeln 13
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Nachweisverfahren                                                             Blower-Door-Messung Mit ihr steht ein standardisiertes Messverfahren zur Verfügung, PHPP (Passivhaus-Projektierungs-Paket)                                        die Luftdichtheit eines Gebäudes quantitativ zu erfassen. Sie Beim PHPP handelt es sich um Excel-basiertes Programm, das                    ist in der Norm DIN EN 13829:2001-02 „Bestimmung der Luft- seit 1998 auf dem Markt ist und fortlaufend anhand von Mess-                  durchlässigkeit von Gebäuden“ definiert. werten und Forschungsergebnissen validiert und erweitert                      Mit der Blower-Door-Messung wird ermittelt, wie oft das wird. Im Förderprogramm zur energetischen Modernisierung                      Luftvolumen des Gebäudes bei einer bestimmten Druckdif- mit Passivhauskomponenten ist der Grenzwert für den Heiz-                     ferenz zur Außenluft pro Stunde ausgetauscht wird. Um die- wärmebedarf von 25 kWh/(m²a) vor allem mit diesem Programm                    sen Differenzdruck aufzubauen, wird in eine offene Außentür zu berechnen und nachzuweisen.                                                ein Rahmen eingesetzt, der mit einer Folie bespannt ist, in Mit Hilfe des PHPP wird eine Energiebilanz aufgestellt und                    der sich ein Ventilator befindet. Seine Drehzahl wird so ge- der jährliche Energiebedarf eines Gebäudes ermittelt.                         wählt, dass sich der gewünschte Druck einstellt. Dann wird der vom Ventilator geförderte Luftmassenstrom gemessen. Er Die wesentlichen Ausgaben des Programms sind:                                 ist genauso groß wie der Massenstrom, der gleichzeitig durch – Jährlicher Heizwärmebedarf [kWh/(m²a)]                                      die Undichtheiten der Gebäudehülle strömt. Somit ist er ein – Jährlicher Primärenergiebedarf [kWh/(m²a)]                                  Maß für die Luftdurchlässigkeit. – Heizlast [W/m²]                                                             Die Messung wird bei Unter- und Überdruck bei unterschied- lichen Differenzdrücken (10     – 100 Pascal) durchgeführt. Durch Das PHPP ist ein Planungswerkzeug, mit dem Architekten und                    eine Ausgleichsrechnung erhält man dann den Volumenstrom Fachplaner einen Passivhausneubau oder ein Modernisierungs-                   bei 50 Pascal (Pa), der auch Leckagestrom genannt wird. projekt fachgerecht planen und optimieren können. Mit dem                     Dividiert man den Leckagestrom durch das lichte Volumen des PHPP wird das gesamte Gebäude als Einheit behandelt, in-                      Gebäudes, ergibt sich die Luftwechselrate n 50 bei 50 Pa, die klusive der Lüftung und der übrigen Haustechnik. Das Hand-                    je nach Anforderung nachgewiesen werden muss: buch zum PHPP gibt über die Standardhilfen hinaus zahlreiche                  – Anforderung Neubau Passivhaus: n 50 < 0,60 h-¹ Tipps für eine optimierte Anordnung von Bauteilen (luftdicht,                 – Anforderung Förderprogramm:             n 50 ≤ 1,00 h-¹ wärmebrückenfrei und kostengünstig), für den Planungsablauf                   Die Messung ist gemäß Norm durchgeführt, wenn die Gebäu- und für die Qualitätssicherung.                                               dehülle fertig gestellt ist. Nachbesserungen (Leckagedichtun- gen) sind allerdings nur dann mit geringerem Aufwand mög- Das PHPP ermöglicht demnach u. a. die                                         lich, wenn die Luftdichtung noch zugänglich ist. – Planung von einzelnen Komponenten (Bauteilaufbauten inkl. U-Wert Berechnung, Fensterqualitäten, Verschattung,                         Wie viel sind 50 Pa? Komfortlüftung, …) und ihr Einfluss auf die Energiebilanz                   Der Druck ist so klein, dass am Gebäude keine Schäden zu im Winter und im Sommer                                                     befürchten sind. Es kann vorkommen, dass Folienverklebungen – Auslegung der Heiz- und Kühllast                                            aufreißen; aber in einem solchen Fall war die Verklebung ohne- – Auslegung der gesamten Haustechnik: Heizung, Kühlgeräte                     hin nicht ausreichend und wäre auch ohne diese Luftdicht- und Warmwasserbereitung                                                     heitsprüfung früher oder später aufgegangen. Ein Druck von – Nachweis der Energieeffizienz des Gebäudekonzepts.                          50 Pa entspricht dem Staudruck von Wind mit 33 km  /  h bzw. 9 m  /  s bzw. Windstärke 5. Aktuell liegt das PHPP als Version 9 mit u. a. folgenden Er- gänzungen vor:                                                                Leckagesuche – Möglichkeit der Eingabe von Entwurfsvarianten und Sanie-                    Während die Druckdifferenz aufgebaut ist, können Leckstellen rungsschritten für gesamte Gebäude oder Gebäudekom­                         in der Gebäudehülle leicht gefunden werden. Es zieht sozu- ponenten sowie deren Vergleich im Hinblick auf den Energie-                 sagen durch alle Ritzen. Lecks werden vor allem an Fugen, bedarf und die Wirtschaftlichkeit                                           Anschlüssen und Durchdringungen mit der bloßen Hand oder – Unterstützung der Dateneingabe durch Fehlermeldungen                        mit einem Luftgeschwindigkeitsmesser (Thermoanemometer) sowie durch Warn- und Plausibilitätshinweise                                abgesucht. – Erhebliche Erweiterung der Eingabeoptionen für die                          Bei kalter Witterung können sie in einem beheizten Gebäude Berech­nung von Verteilverlusten bei Heizungs- oder Warm­                   auch mit einer Thermografiekamera lokalisiert und dokumen- wasserleitungen                                                             tiert werden. Seltener werden Rauchröhrchen eingesetzt. Energiebezugsfläche:        137,2   m² Verwendet: Monatsverfahren Energiekennwert Heizwärme:                  24     kWh/(m²a) Drucktest-Ergebnis:             0,9    h -¹ Primärenergie-Kennwert                126    kWh/(m²a) (WW, Heizung, Kühlung, Hilfs- u. Haushalts-Strom): Primärenergie-Kennwert                 87    kWh/(m²a) (WW, Heizung und Hilfsstrom): Primärenergie-Kennwert                       kWh/(m²a) Einsparung durch solar erzeugten Strom: Heizlast:        20     W/m² Übertemperaturhäufigkeit:               2% Energiekennwert Nutzkälte:                       kWh/(m²a) Kühllast:         10    W/m² Auszug aus dem Ergebnisblatt PHPP                                             Vorbereitung einer Blower-Door-Messung 14
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Lüftung und Wärmeversorgung                                        Einbauoptionen Hier ist eine sorgfältige Anlagenplanung notwendig, welche die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung                              örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt, um die Lage des Unser Wohlbefinden, unser Leistungsvermögen sowie unsere           Lüftungs­gerätes und die Installation der Kanäle zu optimieren. Gesundheit hängen vor allem von einer guten Raumluftquali-         Dabei ist auf möglichst kurze Leitungswege und einen guten tät ab, weshalb gut gelüftet werden muss. In Wohngebäuden          Schallschutz zu achten. In Wohnungen besteht eine sinnvolle reicht als sog. hygienischer Mindestluftwechsel eine Luft-         Lösung in der Montage von Lüftungsgerät und Kanälen sowie wechselrate n von 0,5 h -¹ aus; d. h. durchschnittlich alle zwei   Schalldämpfern (bei Verrohrung mit Abzweigungen je einer Stunden ist eine Komplettlüftung erforderlich.                     pro Raum) innerhalb einer abgehängten Decke. Bei Einfamilien- Da wir uns ca. 90 % unserer Zeit in Räumen aufhalten, kann         häusern ist entweder im Dach- oder im Kellergeschoss ausrei- deren Lüftung heute aber nicht mehr dem Zufall (oder der           chend Platz für das zentrale Lüftungsgerät. Die Leitungsführung Zufallslüftung über Fenster) überlassen bleiben. Im Altbau ist     der Kanäle ist inner­halb und außerhalb des Gebäudes möglich, vor allem durch undichte Fenster ein unkontrollierter, meist       wobei bei einer Sternverrohrung (je Raum ein eigener Kanal) ein von den Windverhältnissen abhängiger Luftaustausch ge-             Schalldämpfer nur im Lüftungsgerät ausreicht. währleistet, der für die Raumluftqualität ausreicht oder oft auch zu hoch ist. Durch die beschriebene luftdichte Ausfüh-        Wärmeversorgung rung der Gebäudehülle genügt es nun nicht mehr, nur bei            Im Förderprogramm zur energetischen Modernisierung mit spürbar „schlechter“ Luft die Fenster zu öffnen oder mit einer     Passivhauskomponenten werden keine Anlagen zur Wärme- und dauernden Kippstellung der Fenster in einzelnen Räumen die         Warmwasserversorgung gefördert. Dennoch sollen abschlie- teure Heizwärme ungenutzt nach draußen zu lüften.                  ßend ein paar Hinweise gegeben werden. Durch die beschriebenen Maßnahmen zur energetischen Kontrollierte Wohnungslüftung (Frischluftsystem)                   Modernisier­ung sinkt nicht nur der Heizwärmebedarf auf max. Aus hygienischer und energetischer Sicht hat die Lüftung heute     25 kWh/(m²a), auch die für die Dimensionierung des Wärme­ einen Stellenwert erreicht, der ebenso hoch ist wie der der        erzeugers erforderliche Heizlast wird extrem gering. Benötigt Beheizung oder der Wasserversorgung. Stand der Technik ist         ein Altbau bei z. B. 200 m² Wohnfläche noch eine Kesselleis- eine ventilatorgestützte Lüftung als Zu- und Abluftanlage mit      tung von 24.000 W (200 m² x 120 W/m²) bzw. 24 kW, reicht Wärmerückgewinnung (WRG) in zentraler Ausführung. Sie              nach der Modernisierung vermutlich eine Leistung von ca. zieht verbrauchte Raumluft dort ab, wo sie anfällt: Aus WC,        5.000 W (200 m² x 20 W/m²) bzw. 4 kW selbst bei einer Außen- Bad und Küche wird die Luft abgesaugt. In Wohn- und Schlaf-        temperatur von –12°C zur Beheiz­ung aller Räume aus. Ein ge- räumen strömt die frische Außenluft zu.                            naues Ergebnis liefert hier die Heizlastberechnung durch den Zielwerte: Wärmerückgewinnungsgrad η > 75 % bei niedrigem          Planer oder Installateur. Stromverbrauch (< 0,4 Wh/m³)                                       Welche Art von Wärmeerzeuger gewählt wird, hängt von den Ab- und Zuluft werden dabei jeweils über ein eigenes Kanal­        jeweili­gen Verhältnissen vor Ort ab. In Frage kommen u. a. system zu einem Wärmeübertrager transportiert, in dem bis zu       – Gas-Brennwertkessel 90 % des Wärmeinhalts der Abluft für die Vorerwärmung der          – Pelletofen oder -kessel Frischluft zurück gewonnen werden. Damit die Volumenströme         – Luft-Wasser-Wärmepumpe für eine optimale Wärmeübertragung auch gleichmäßig hoch           – Fern- oder Nahwärmeanschluss sind, ist eine gute Luftdichtheit des Gebäudes eine wichtige       Da es Ölkessel nicht kleiner als etwa 13 kW gibt, ist die Über- Voraussetzung. Die beiden regelbaren Ventilatoren für Ab-          dimensionierung so groß, dass diese Art der Wärmeerzeugung und Zuluft und der Wärmeübertrager für die WRG sind in einem       nicht beibehalten werden sollte. zentralen Gerät untergebracht, über das auch die hygienisch        Nicht nur der bisherige Heizkessel ist nun überdimensioniert, notwendige Luftwechselrate eingestellt wird. Da Abluft- und        auch die i. d. R. vorhandenen Heizkörper sind jetzt deutlich zu Frischluftstrom getrennt sind, findet weder eine Vermischung       groß. Sie können aber beibehalten werden, da ein Raum bei noch eine Geruchsübertragung statt. Ein solches Frischluftsys-     sehr kleiner Heizlast und großer Wärmeabgabefläche hervor- tem garantiert nicht nur eine sehr gute Raumluftqualität. Mit      ragend mit niedrigen Heizwassertemperaturen (Vor- und dieser Anlage wird eine so hohe Einsparung beim Lüftungs-          Rücklauf) versorgt werden kann – die ideale Voraussetzung für wärmeverlust realisiert, dass erst mit dieser Anlage der Ziel-     Brennwertkessel und Wärmepumpen. Ganz wichtig und beim wert für den Heizwärmebedarf von 25 kWh/(m²a) bei der Moder-       Einbau neuer Wärmeerzeuger ohnehin vorgeschrieben: Es nisierung bzw. 15 kWh/(m²a) beim Neubau erreicht werden kann.      muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Lüftungsanlage in einem                       Wohnungslüftungsanlage über der              Zentrale Lüftungsanlage in einer Zweifamilienhaus                              Küchen­zeile im Mehrfamilienhaus             Schule 15
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