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Deutscher Bundestag                                                                    Drucksache     VI/2379 6. Wahlperiode Sachgebiet 785 Der Bundesminister                                                             Bonn, den 22. Juni 1971 für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten III B 4 — 3408.1 An den Herrn Präsidenten des Deutschen Bundestages Betr.:  Preis für Zuckerrüben Bezug: Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Ritgen, Ehnes, von Alten-Nordheim, Dr. Reinhard, Susset, Solke, Dr. Hermesdorf (Sehleiden), Niegel und Genossen DrucksaheVI/285- - Die vorgenannte Kleine Anfrage beantworte ich namens der Bundesregierung wie folgt: 1. Glaubt die Bundesregierung, auf einen Antrag für eine Preis- erhöhung der Zuckerrüben bei den EWG-Gremien trotz ständig steigender Produktionskosten auch in diesem Betriebszweig der Landwirtschaft verzichten zu können? Die deutsche Delegation hat sich bereits bei den Verhandlungen des EWG-Ministerrates am 25. März 1971 mit größtem Nach- druck für eine Anhebung des Rübenmindestpreises eingesetzt. Diese Forderung wurde weder von der Kommission noch von den anderen Delegationen unterstützt. Italien hat sein ursprüng- liches Einvernehmen mit den deutschen Wünschen aufgegeben, nachdem ihm Kommission und Gemeinschaft die nationale Sub- ventionierung des Rübenpreises gestattet hat. Die Bundesregierung wird ihre Bemühungen um eine ange- messene Erhöhung des Zuckerrübenpreises bei den kommenden Preisverhandlungen für das Jahr 1972/73 fortsetzen.
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Drucksache VI/2379             Deutscher Bundestag — 6. Wahlperiode 2. Ist die Bundesregierung bereit, den Vorschlag der Europäischen Rübenanbauer-Vereinigung (Cibe), den Zuckerrübenpreis um mindestens 3 RE/t anzuheben, bei den kommenden Preisver- handlungen für das Jahr 1972/73 zu unterstützen? In welchem Umfang eine Erhöhung des Zuckerrübenpreises für 1972/73 von der Bundesregierung beantragt werden wird, wird davon abhängen, welche Preisverbesserungen bei den anderen Erzeugnissen des Agrarsektors vorgenommen werden können. Die Kommission hat ihrerseits einen Rübenpreis von 17,20 RE/t vorgeschlagen. In Vertretung Logemann
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