Kapitalstöcke im Einzelplan 13 des Haushaltsplans - Anlage B (Sondervermögen)

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Bayerischer Landtag 14. Wahlperiode                                                                            Drucksache  14/10203 25.10.2002 Schriftliche Anfrage                                             (z.B. ökonomische, hinsichtlich des Arbeitsmarktes, strukturelle, innovative etc.)? der Abgeordneten Strasser, Lochner-Fischer, Hartmann, Hecht, Niedermeier, Schieder Werner, Voget, Wolfrum          7. Auf welchen Zeitraum sind die Kapitalstöcke jeweils an- SPD                                                              gelegt, bzw. wann haben sie ihren Zweck erfüllt und wel- vom 19.02.2002                                                   che Planungen seitens der Staatsregierung bestehen da- nach sowohl für die angelegten Mittel als auch für die Er- Kapitalstöcke im Einzelplan 13 des Haushaltsplanes –             träge? Anlage B (Sondervermögen) 8. Warum erfolgt im „Beteiligungsbericht des Freistaats Im Einzelplan 13 des Haushaltsplanes – Anlage B (Sonder-         Bayern“ überwiegend keine, bzw. keine umfassende Dar- vermögen) sind die im Rahmen der Offensive Zukunft Bay-          stellung der Kapitalstöcke, obwohl sie sich doch unmit- ern gebildeten Kapitalstöcke ausgewiesen. Im Einzelnen           telbar bzw. mittelbar im Eigentum des Freistaates befin- sind das:                                                        den? 1.1 „Meisterpreis“, Bayern Kapital Risikokapitalbeteili- gungs GmbH, 1.3 Bayern Innovativ GmbH, 1.4 Gesellschaft für internationale Wirtschaftsbeziehungen, 2.1 Arbeits- markt- und Sozialfonds, 2.2 Aufstockung Meisterpreis, 2.3    Antwort Bayer. Beteiligungsgesellschaft mbH, 2.4 Kreditgarantiege-   des Staatsministeriums der Finanzen meinschaften Handel und Handwerk, 2.5 Kapitalstock inter-    vom 04.10.2002 nationale Hochschulen, 2.6 Kulturfonds, 2.7 Kapitalstock für das Museum Phantasie „Sammlung Buchheim“, Kapital-           Zur Beantwortung der schriftlichen Anfrage war es notwen- stock für das Museum der Phantasie, 2.7 Internationales      dig, eine Umfrage bei den für die jeweiligen Kapitalstöcke Künstlerhaus Bamberg, 2.8 Umweltfonds, 2.9 Altlastensa-      der OZB zuständigen bzw. fachverantwortlichen Ressorts nierungsfonds, 2.10 Naturschutzfonds, 3.1 Kompetenzzen-      durchzuführen. Mit FMS vom 8. März 2002 (Az.: trum Neue Materialien, 3.2 Fonds zur Förderung der Um-       LB/11/17/-H 1201-006-10240/02) wurde deshalb um Frist- weltforschung, Fonds Hochschule International                verlängerung gebeten. Ich frage die Staatsregierung:                               Die Beantwortung der schriftlichen Anfrage erfolgt gemäß den eingegangenen Stellungnahmen der fachlich zuständi- 1. Wann wurden die Kapitalstöcke jeweils gegründet, wo ist   gen Ministerien. Die Ressortmeldungen zu den hinsichtlich deren „Sitz“ und wie ist deren Zielsetzung?              der Kapitalstöcke der Offensive Zukunft Bayern (Anlage B im Epl. 13) gestellten Fragen sind in Teil II zusammenge- 2. Wer/wie viele Personen sind jeweils in der „Geschäfts-    stellt. Zum zweiten Teil der Frage 7 wird allgemein im Vor- führung“ bzw. „Verwaltung“ tätig und aus welchen Mit-    spann sowie zur Frage 8 für alle Kapitalstöcke gleicher- teln erfolgt in welcher Höhe deren Bezahlung?            maßen am Ende von Teil II Stellung genommen. 3. Wie hoch waren bislang jeweils die Einnahmen (woher       Der besseren Lesbarkeit halber habe ich davon Abstand ge- im Einzelnen) und die Ausgaben (wofür im Einzelnen im    nommen, die jeweiligen Fragen bei jedem Kapitalstock Sinne der Zielsetzung des Kapitalstocks und anderweitig) nochmals einzeln aufzuführen; sie sind vielmehr vorweg – in und wer trifft jeweils die Entscheidung darüber?         Teil I – zusammengefasst dargestellt. 4. Wie verteilen sich je Kapitalstock und insgesamt jeweils  Antwortteil absolut und prozentual die ausgereichten Mittel (im Sin- Voranzustellen ist, dass eine reine Betrachtung der Mittel- ne der Zielsetzung des Kapitalstocks) auf die Regie-     ausreichung gemäß der Frage 4 nach der regionalen Vertei- rungsbezirke?                                            lung zu kurz greift. Bei einer Reihe von Maßnahmen ist eine regionale Zuordnung nicht sinnvoll, da aufgrund der Zielset- 5. Wie erfolgt jeweils die Aufsicht über die/das Controlling zung eine regionale Ausrichtung von vornherein nicht ge- der Kapitalstöcke sowie der Verwendung der ausgereich-   wollt sein kann. Darüber hinaus entfalten eine Vielzahl der ten Mittel (im Sinne der Zielsetzung des Kapitalstocks)? geförderten Projekte und Einrichtungen überregionale, auch über Bayern hinausgehende Wirkung, sodass die bloße Zu- 6. Welche Effekte entsprechend der Zielsetzung wurden mit    ordnung des Mittelflusses bezogen auf die Regierungsbezir- den ausgereichten Mitteln bei den Kapitalstöcken jeweils ke keinerlei Aussagekraft besitzt. Bei der Mittelverteilung zu erreicht und welche darüber hinausgehenden Effekte       berücksichtigen sind auch die deutlich unterschiedlichen
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Seite 2                          Bayerischer Landtag       ·  14. Wahlperiode                            Drucksache 14/10203 Einwohnerzahlen in den einzelnen Regierungsbezirken. So           Zu 5.: beträgt zum Beispiel der Bevölkerungsanteil Oberbayerns           Der Bayerische Oberste Rechnungshof hat innerhalb seines rund 31,7 % der gesamten Landesbevölkerung.                       Prüfungsrechts die Möglichkeit der Überprüfung. Hiervon wurde bereits Gebrauch gemacht. Zu Frage 7 ist bezüglich des Zeitraums der Kapitalanlagen und der Zweckerfüllung allgemein darauf hinzuweisen, dass         Zu 6.: die Kapitalstöcke entweder unbefristet (i.d.R. mit 2-jähriger     Mit dem Meisterpreis wird ein bundesweit einzigartiges Zei- Kündigungsfrist) angelegt sind oder mit Laufzeiten, die zwi-      chen zur Stärkung der beruflichen Bildung und der Gleich- schen 2006 bis 2012 enden. Die von der Staatsregierung mit        wertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung gesetzt. den Kapitalstockanlagen verfolgten Ziele gelten über diesen       Zugleich soll der Meisterpreis für Weiterbildung und lebens- Zeitraum hinaus. Über die Wiederanlage der Kapitalstöcke          langes Lernen sensibilisieren. Er trägt dazu bei, junge Men- entscheidet im Hinblick auf das parlamentarische Budget-          schen zu Leistung anzuspornen und so das Gesamtleistungs- recht der Haushaltsgesetzgeber. Die Staatsregierung wird          niveau in der beruflichen Bildung zu heben. Mit der Aus- dem Landtag rechtzeitig vor dem Ende der Laufzeit des je-         zeichnung wird auch ein Anstoß zur Existenzgründung ge- weiligen Kapitalstocks einen Vorschlag zur künftigen Ver-         geben. wendung der dort eingesetzten Mittel vorlegen. Zu 7., Teil 1: Offensive Zukunft Bayern I                                        Die Anlage des Kapitalstocks erfolgte durch das StMF. Der Kapitalstock in Höhe von 76,7 Mio. € wurde auf 15 Jahre 1.1 Meisterpreis und Aufstockung Meisterpreis in der              angelegt und ist am 1.10.2009 zur Rückzahlung fällig. Die OZB II (StMWVT, StMUK, StMAS, StMLF)                              Aufstockungsbeträge sind ebenfalls am 1.10.2009 fällig. Zu 1.:                                                            1.2 Bayern Kapital Risikobeteiligungs GmbH (StMWVT) Der Kapitalstock von rd. 76,7 Mio. € (150 Mio. DM) wurde          Vorbemerkung: Die folgenden Angaben beziehen sich aus- vom StMF im Jahre 1994 bei der Bayer. Landesbank zur Er-          schließlich auf den Fonds „Landshut I“, der aus dem Epl. 13 zielung von Kapitalerträgen für die langfristige Finanzierung     finanziert wurde. Nicht berücksichtigt wurde die Performance des Meisterpreises angelegt und in den Jahren 1996 und 1997       des „Technofonds I“, der aus Kapitalmarktmitteln finanziert um insgesamt rd. 5,1 Mio. € (10 Mio. DM) aufgestockt.             wurde, aber auch von Bayern Kapital verwaltet wird: Zu 2.:                                                            Zu 1.: Die Mittel werden im Zuwendungsverfahren ausgereicht.             Die Bayern Kapital Risikokapitalbeteiligungs GmbH (BK) Die „Geschäftsführung“ bzw. „Verwaltung“ des Kapital-             wurde 1995 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Landshut. stocks erfolgt im Rahmen der Geschäftstätigkeit der Bayer.        Sie verfolgt das Ziel, das Angebot an Risikokapital für junge Landesbank. Hierfür werden keine Entgelte verlangt.               technologieorientierte Unternehmen – insbesondere in der Frühphase – zu verbessern. Eine ausreichende Eigenkapital- Zu 3.:                                                            basis stellt u.a. einen entscheidenden Faktor bei der Finan- Die Einnahmen aus dem Kapitalstock betragen:                      zierung der „Markteintrittskosten“ dar und ist damit von kri- 1995         rd. 6.677 T€                     13.060,0 TDM        tischer Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg dieser Un- 1996         rd. 6.172 T€                     12.071,9 TDM        ternehmen. Von der BK wird Beteiligungskapital, das der 1997         rd. 6.352 T€                     12.423,9 TDM        anteiligen Mitfinanzierung von Investitionen zur Marktein- 1998         rd. 6.493 T€                     12.700,0 TDM        führung im Rahmen eines Innovationsvorhabens dient, 1999         rd. 6.493 T€                     12.700,0 TDM        während der Aufbauphase zur Verfügung gestellt. 2000         rd. 6.493 T€                     12.700,0 TDM        Die LfA-Förderbank Bayern hat im Zusammenhang mit der 2001         rd. 6.493 T€                     12.700,0 TDM        Gründung der BK Mittel i.H.v. rd. 76,7 Mio. € (150 Mio. DM) erhalten, wovon rd. 46,0 Mio. € (90 Mio. DM) zur Er- Die Ausgaben aus dem Kapitalstock betragen:                       höhung des Grundkapitals der LfA und rd. 30,7 Mio. € (60 1995         rd. 4.671 T€                      9.135,0 TDM        Mio. DM) zur Finanzierung des Beteiligungsgeschäfts der 1996         rd. 4.596 T€                      8.989,2 TDM        BK verwendet wurden. Für die rd. 46,0 Mio. € (90 Mio. 1997         rd. 5.044 T€                      9.865,0 TDM        DM) zahlt die LfA vereinbarungsgemäß aus dem festgestell- 1998         rd. 5.043 T€                      9.864,1 TDM        ten Gewinn eine Vorzugsdividende i.H.v. jährlich rd. 3,45 1999         rd. 5.058 T€                      9.892,0 TDM        Mio. € (6,75 Mio. DM), die zweckgebunden der BK für das 2000         rd. 4.797 T€                      9.383,0 TDM        Beteiligungsgeschäft zur Verfügung gestellt wird. 2001         rd. 4.752 T€                      9.294,3 TDM Zu 2.: Zu 4.:                                                            Neben den beiden Geschäftsführern sind bei BK 12 Personen Ziel des Meisterpreises und der dafür eingesetzten Mittel ist     tätig (9 Projektmanager, 3 Teamassistentinnen). Bei Bayern nicht die regionale Ausrichtung des Meisterpreises sondern        Kapital fielen in 2001 Gehaltskosten von 770 T€ (rd. 1,51 vielmehr die Auszeichnung herausragender Leistungen. Eine         Mio. DM) an. regionale Zuordnung kann bei den Preisträgern nicht nach- vollzogen werden.                                                 Zu 3.: Es wurden rd. 33,3 Mio. € (65,1 Mio. DM) an Beteiligungs-
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Drucksache 14/10203                              Bayerischer Landtag    ·   14. Wahlperiode                          Seite 3 unternehmen ausbezahlt, bisher erfolgten Rückzahlungen         ten Mittel zur Verfügung gestellt werden. i.H.v. rd. 9,4 Mio. € (18,4 Mio. DM). Beteiligungsentschei- dungen bis zu rd. 256 T€ (500 TDM) werden von der Ge-          Zu 2.: schäftsführung selbständig entschieden, für Beteiligungen      Bei Bayern Innovativ sind ein Geschäftsführer und zur Zeit von mehr als rd. 256 T€ (500 TDM) werden Beteiligungs-         44 Mitarbeiter beschäftigt, die Personalkosten belaufen sich ausschüsse aus unabhängigen Fachleuten einberufen.             auf ca. 2,15 Mio. € (4,2 Mio. DM). Zu 4.:                                                         Zu 3.: Oberbayern: 64,73 %, Oberpfalz: 2,99 %, Niederbayern:          Die der Bayern Innovativ aus der Vorzugsdividende (vgl. o. 2,09 %, Mittelfranken: 3,56 %, Schwaben: 6,95 %, Unter-        1.) zur Verfügung gestellten Mittel wurden in den einzelnen franken: 2,46 %, Oberfranken: 1,05 %, Ausfall: 5,33 %,         Jahren jeweils entsprechend den satzungsgemäßen Aufgaben zurückgezahlte Mittel: 10,84 %.                                verwendet. Ziel des Kapitalstocks ist nicht eine regionale Ausgewogen- heit der Mittel über die Regierungsbezirke, sondern die För-   Zu 4.: derung technologieorientierter Unternehmen in Bayern un-       Sitz der Gesellschaft ist Mittelfranken, ihre Aktivitäten ha- abhängig von ihrem Standort.                                   ben bayernweite Auswirkungen, sodass eine Zuordnung zu einzelnen Regierungsbezirken nicht vorgenommen werden kann. Zu 5.: Die Geschäftsführung der BK berichtet in regelmäßigen Sit-     Zu 5.: zungen dem Aufsichtsrat über die Entwicklung des Beteili-      Der Aufsichtsrat der Gesellschaft prüft Jahresabschluss, Ge- gungsportfolios. I.Ü. vgl. zu 3.                               schäftsbericht und den Vorschlag über die Ergebnisverwen- dung und berichtet den Gesellschaftern. Die Gesellschafter- Zu 6.:                                                         versammlung beschließt über den Bericht des Aufsichtsrates, Bayern Kapital hält im Rahmen von „Landshut I“ derzeit 58      die Feststellung des Jahresabschlusses und die Ergebnisver- Beteiligungen mit einem Volumen von rd. 33,3 Mio. € (65,1      wendung. Mio. DM). Aufgrund der Kooperation mit dem jeweiligen Lead-Investor und der tbg konnten in diesem Fonds durch        Zu 6.: die Hebelwirkung des Ko-Investmentmodells Venture-Capi-        Im Jahr 2001 beispielsweise wurden über 60 Technologie- tal-Investitionen von ca. 99,7 Mio. € (195 Mio. DM) in Bay-    Transfer-Veranstaltungen mit rund 7000 Teilnehmern – re- ern generiert werden. Bisher wurden dadurch ca. 1.200 meist    gional, national und international – aus Wirtschaft und Wis- hoch qualifizierte Arbeitsplätze bei den Beteiligungsunter-    senschaft durchgeführt. Dadurch wird ein effizienter Trans- nehmen geschaffen.                                             fer von know-how ermöglicht; die Zusammenführung poten- zieller Partner auch außerhalb der herkömmlichen Wert- Zu 7.:                                                         schöpfungsketten bietet die Chance auf Anbahnung neuarti- Es ist zeitlich keine Befristung vorgesehen. Der Vertrag kann  ger Kooperationen. aber mit einer Frist von 2 Jahren zum Jahresende gekündigt     Neuartige Chancen eröffnet die zunehmende internationale werden.                                                        Beteiligung an den Symposien und Kooperationsforen. Im Geschäftsjahr 2001 konnten Teilnehmer aus 28 Ländern auf 1.3 Bayern Innovativ GmbH (StMWVT)                             den Plattformen begrüßt werden. Mit dem Portfolio an Kooperationsplattformen und ihrem Zu 1.:                                                         Dienstleistungsangebot hat Bayern Innovativ ihr aktives Die Bayern Innovativ GmbH wurde im März 1995 in Nürn-          Netzwerk auf ca. 37.000 Firmen und etwa 250 wissenschaft- berg gegründet; Sitz der Gesellschaft ist Gewerbemuseums-      liche Institute ausgeweitet. Insgesamt hat sich Bayern Inno- platz 2, 90403 Nürnberg. Gegenstand der Gesellschaft ist       vativ eine führende Position im Technologie-Transfer auch nach § 2 Abs. 1 der Satzung „die Initiierung und Unterstüt-    im weltweiten Vergleich erworben. zung von Innovationsprozessen in der mittelständischen Wirtschaft und im Handwerk Bayerns, insbesondere die Ver-      Zu 7.: breitung neuen innovationsrelevanten Wissens sowie die         Es ist zeitlich derzeit keine Befristung vorgesehen. Der Ver- Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und         trag kann aber mit einer Frist von 2 Jahren zum Jahresende Wirtschaft sowie innerhalb der Wirtschaft“.                    gekündigt werden. Eine Kündigung ist erstmals mit Wirkung Zur Finanzierung der Bayern Innovativ GmbH hat die LfA         zum 31.12.2003 möglich. einen Anteil von 51 v.H. am Stammkapital übernommen. Um der LfA die Wahrnehmung ihrer Funktion als Mehr-            1.4 Gesellschaft für internationale Wirtschaftsbeziehun- heitsgesellschafterin der Bayern Innovativ GmbH zu ermög-      gen – Bayern International (StMWVT) lichen, hat der Freistaat Bayern das gezeichnete Kapital der LfA um rd. 51 Mio. € (100 Mio. DM) erhöht. Für die Zu-         Zu 1.: führung an Grundkapital zahlt die LfA jährlich auf den fest-   Für die Bayern International GmbH wurden aus Privatisie- gestellten Gewinn eine Vorzugsdividende i.H.v. rd. 3,83        rungserlösen rd. 51,1 Mio. € (100 Mio. DM) eingesetzt. Die Mio. € (7,5 Mio. DM), die der Bayer. Innovativ GmbH im         Anlage dieses Betrages erfolgte bei der Bayer. Landesbank. Rahmen der als zweckgebundene Zuwendung bereitgestell-         Aus den jährlich zur Verfügung stehenden Zinserlösen wird
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Seite 4                           Bayerischer Landtag     ·   14. Wahlperiode                              Drucksache 14/10203 die Bayerische Gesellschaft für Internationale Wirtschafts-       b) Alle Ausgaben der Gesellschaft müssen im Wirtschafts- beziehungen finanziert.                                               plan enthalten sein. Der Wirtschaftsplan wird von der Geschäftsführung aufgestellt und dem Aufsichtsrat vor- Mit der Gründung der Gesellschaft wurde folgende Zielset-             gelegt (§ 16 Abs. 1 der Satzung). Der Aufsichtsrat unter- zung verfolgt:                                                        breitet der Gesellschafterversammlung einen Beschluss- vorschlag (§ 13 Abs. 3 lit. b der Satzung). Die Gesell- Aufgabe des Unternehmens ist es, die bayerische Wirt-                 schafterversammlung beschließt anschließend über den schaftsförderung innerhalb des bisherigen Außenwirt-                  Wirtschaftsplan (§ 14 Abs. 2 lit. d der Satzung). Projekte schaftsbereichs zu unterstützen, ihre Effizienz zu steigern           bzw. Ausgabepositionen, die nicht in dem von der Ge- und ein flexibles Projekt-Management zu ermöglichen. Ne-              sellschafterversammlung beschlossenen Wirtschaftsplan ben ihrer Koordinierungsfunktion im Bereich der bayeri-               enthalten sind, werden erst nach Zustimmung durch den schen Außenwirtschaft übernimmt die Gesellschaft vor al-              Gesellschafter in Angriff genommen. lem technisch-organisatorische Aufgaben im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Verkehr und        Zu 4.: Technologie, um dadurch insgesamt eine Intensivierung der         Die Arbeit von Bayern International ist auf ganz Bayern be- Wirtschaftsförderung und eine Verbreiterung der Maßnah-           zogen. Eine Zuordnung auf die Regierungsbezirke ist nicht menpalette zu ermöglichen.                                        möglich. Das Stammkapital der Bayern International GmbH (rd.               Zu 5.: 153.000 €/300.000 DM) wurde aus den Privatisierungserlö-          Zum Controlling der Verwendung des für Bayern Internatio- sen bestritten. Der Anlagebetrag verminderte sich dement-         nal angelegten Kapitalstocks ist grundsätzlich Folgendes zu sprechend auf rd. 51 Mio. € (99,7 Mio. DM). Der Kapital-          sagen: stock der Bayern International GmbH wurde ab dem Jahr 1995 bei der Bayerischen Landesbank angelegt. Die Kapital-        •   Die Aufgaben, zu deren Erreichung die Mittel eingesetzt anlage erfolgte im Jahr 1995 in einem Umfang von rd. 30,5             werden, sind durch den Gesellschafter vorgegeben und in Mio. € (59,7 Mio. DM), im Jahr 1996 in einem Umfang von               der Satzung aufgezählt. rd. 15,3 Mio. € (30 Mio. DM) und im Jahr 1997 in einem            •   Die Zinserlöse werden im Wege der Zuwendung an Bay- Umfang von rd. 5,1 Mio. € (10 Mio. DM).                               ern International weitergeleitet. Zuwendungsgeber und Gesellschafter sind identisch. Der Gesellschafter/Zuwen- dungsgeber hat die letzte Entscheidungsbefugnis über Zu 2.:                                                                das „Ob“ und „Wie“ der Mittelverwendung. Die nachfolgenden Aussagen beziehen sich auf den Stand            •   Die Geschäftsführung berichtet der Gesellschafterver- vom 20.03.2002:                                                       sammlung und dem Aufsichtsrat regelmäßig über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie über den a) Die Geschäftsführung besteht aus einem Geschäftsführer             Vollzug des Wirtschaftsplans (§ 16 Abs. 2 der Satzung). und einem stellvertretenden Geschäftsführer, der gleich-      •   Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird von einem zeitig Leiter des Referates ist, das u.a. den Bereich der         Abschlussprüfer geprüft und von der Geschäftsführung „Verwaltung“ abdeckt. Er ist mit ca. 40 % seiner Ar-              dem Aufsichtsrat vorgelegt (§ 17 der Satzung). Der Auf- beitskraft unmittelbar in die Verwaltung eingebunden.             sichtsrat unterbreitet der Gesellschafterversammlung ei- Der Geschäftsführung ist eine Sekretariatsstelle zugeord-         nen Beschlussvorschlag (§ 13 Abs. 2 lit. a der Satzung). net.                                                              Die Gesellschafterversammlung beschließt über den Jah- resabschluss (§ 14 Abs. 2 lit. a der Satzung) und über die b) Der Bereich der „Verwaltung“, d.h. der Bereich, der mit            Entlastung der Geschäftsführung (§ 14 Abs. 2 lit. b der rein internen Aufgaben befasst ist (u.a. Personalmanage-          Satzung). ment und Qualitätsmanagement), ist in der Summe mit           •   Zusätzlich lässt die Geschäftsführung – mit Zustimmung rd. 2,2 Stellen (einschl. des Anteils des stv. Geschäfts-         des Gesellschafters – jährlich durch den Abschlussprüfer führers) ausgestattet. Einzelne Aufgaben (v.a. Buchhal-           auch die Prüfung nach § 53 Abs. 1 HGrG durchführen, tung und Reisekostenabrechnung) sind auf Externe über-            deren Ergebnis sowohl dem Aufsichtsrat als auch der Ge- tragen.                                                           sellschafterversammlung vorgelegt wird. Diese Prüfung umfasst auch die Auftragsvergabe und das Bestellwesen. c) Die Jahreszuwendungen im Jahr 2001 für den Geschäfts- führer und für den stv. Geschäftsführer betrugen zusam-       Zu 6.: men rd. 171.000 € (rd. 334.500, DM) brutto/p.a. (Anga-        Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung operati- ben jeweils für 2001 ohne Versorgungszuschlag).               ver Aufgaben im Rahmen der bayerischen Außenwirt- schaftsförderung (§ 2 I der Satzung der Bayern International Zu 3.:                                                            GmbH). Im Rahmen dieser Zweckbestimmung wirkt die Ge- a) Bis zum 31.12.2001 wurden Zinserlöse in Höhe von ins-          sellschaft im Auftrag und nach Vorgaben des Bayerischen gesamt rd. 23,1 Mio. € (rd. 45,2 Mio. DM) aus dem Ka-         Staatsministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Technologie pitalstock erzielt. Bis zum 31.12.2001 hat Bayern Inter-      insbesondere mit bei national Mittel in Höhe von insgesamt rd. 22,4 Mio. €         a) der Organisation bayerischer Beteiligungen an Messen (rd. 43,7 Mio. DM) erhalten.                                      und Ausstellungen sowie eigener bayerischer Veranstal-
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Drucksache 14/10203                                 Bayerischer Landtag    ·  14. Wahlperiode                            Seite 5 tungen einschließlich technischer Symposien im Rahmen         den ebenfalls am 28.12.2007. des Bayerischen Messebeteiligungsprogramms, Offensive Zukunft Bayern II b) der Organisation von Kooperationsbörsen im In- und Ausland in Zusammenarbeit mit Kammern und Verbän-             2.1 Arbeitsmarkt- und Sozialfonds (StMAS) den sowie der Förderung von Unternehmenskooperatio- nen vor Ort,                                                  Zu 1.: Der Arbeitsmarkt- und Sozialfonds wurde im 2. Nachtrags- c) der Organisation von Besuchen ausländischer Wirt-              haushalt 1996 mit einem Volumen von rd. 204,5 Mio. € (400 schaftsdelegationen in Bayern sowie bayerischer Wirt-         Mio. DM) aus Privatisierungserlösen (Veräußerung der Ver- schaftsdelegationen im Ausland,                               sicherungskammer) gebildet. Der Kapitalstock wurde bei der d)) der Standortwerbung für Bayern.                               Bayer. Landesbank zur Erzielung langfristiger Kapitalerträ- ge eingerichtet. Die Veranschlagung der Erlöse erfolgte bei Bayern International stellt eine zentrale Stelle im Bereich der   Kap. 13 08 TG 51-53 des Staatshaushalts. Die Verwendung bayerischen Außenwirtschaftsförderung dar und arbeitet eng        der Fondserträge richtet sich nach der dafür maßgeblichen verzahnt mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wirt-          Zweckbestimmung des Haushalts („Maßnahmen und Ein- schaft, Verkehr und Technologie sowie v.a. den Organisatio-       richtungen für den Arbeitsmarkt und die soziale Infrastruk- nen der Wirtschaft zusammen.                                      tur“). Mit der Einrichtung von Bayern International konnte die Ef-       Zielsetzung des Teilbereichs Arbeitsmarktfonds ist es, die in fizienz und Schlagkraft im Bereich der bayerischen Außen-         der Arbeitsgruppe Arbeitsmarktfonds im Rahmen des Be- wirtschaftsförderung deutlich gestärkt werden. Allein im          schäftigungspaktes Bayern ausgewählten Maßnahmen zur Jahr 2001 wurden durch Bayern International über 150 Pro-         Qualifizierung und Arbeitsförderung umzusetzen, um die jekte im Rahmen der Zweckbestimmung erfolgreich durch-            (Wieder-)Eingliederungschancen von Arbeitslosen und von geführt. Im Bereich des Bayerischen Messebeteiligungspro-         Arbeitslosigkeit bedrohten Personen zu verbessern. Die Ziel- gramms, das über Bayern International technisch-organisa-         setzung wurde bei Abschluss des Beschäftigungspakts Bay- torisch abgewickelt wird, konnte die Zahl der angebotenen         ern am 11.06.1996 festgelegt und auf den jährlich stattfin- Messebeteiligungen von rd. 25 (1995) auf über 50 (2001) er-       denden Gipfeltreffen bestätigt. höht werden. Mit den Erlösen aus der Privatisierung von staatlichen Betei- Auch die Bereitstellung von Informationen im Bereich der          ligungen sind im Rahmen des Teilbereichs Sozialfonds in er- Außenwirtschaftsförderung wurde durch Bayern Internatio-          ster Linie Investitionen und sonstige Maßnahmen für die so- nal nachhaltig sowohl quantitativ als auch qualitativ ver-        ziale Infrastruktur zu fördern. Hier ist auch an Projekte und stärkt. So stellt Bayern International neben einer Reihe von      Maßnahmen gedacht, die von ihrem Inhalt und ihrer Ausge- Publikationen auch eine zentrale bayerische Außenwirt-            staltung her innovativen Charakter haben, die kurzfristig fi- schaftsplattform im Internet zur Verfügung (www.bayern-           nanziert werden müssen, und neue Strukturen des sozialen international.de).                                                Umfelds erkunden. Der Gestaltungswille für die Zukunft des Freistaats Bayern in Form von neuen, weiterführenden An- Für bayerische Unternehmen aus verschiedenen Schlüssel-           sätzen auf sozialem Gebiet sollte erkennbar sein. branchen wurden zweisprachige (deutsch/englisch) Bran- chenkompendien (Reihe „Key Technologies in Bavaria“) er-          Zu 2.: stellt. Ziel der Publikationsreihe ist es, in- und ausländischen  Für die fachliche Koordinierung (fachliche Geschäfts- Interessenten einen schnellen und direkten Kontakt zu Un-         führung) des Arbeitsmarktfonds werden Beamte des Bayeri- ternehmen, Forschungseinrichtungen, Organisationen der            schen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Fa- Wirtschaft und staatlichen Institutionen in Bayern zu ermög-      milie und Frauen eingesetzt. Darüber hinaus sind weitere Be- lichen. Die klare Branchengliederung und das umfassende           schäftigte der Bewilligungsbehörden (Regierungen, Bayeri- Stichwortverzeichnis ermöglichen das schnelle Auffinden           sches Landesamt für Versorgung und Familienförderung) der gewünschten Produkte und Dienstleistungen im Bezugs-          mit der Umsetzung der einzelnen Fördermaßnahmen betraut. quellenteil. Das alphabetische Firmenverzeichnis erlaubt zu-      Gleiches gilt sinngemäß auch für die Umsetzung der Investi- dem eine zielgerichtete Suche nach Firmen und deren Leis-         tionen und Maßnahmen des Sozialfonds. tungsprofil. Mit der Verwaltung des Arbeitsmarkt- und Sozialfonds sind Die Kompendien sind in verschiedenen medialen Formen              ausschließlich Beamte und Angestellte des Freistaates Bay- verfügbar (Print, CD-ROM, Internet). Sie haben sich sowohl        ern betraut. Die Bezüge und Vergütungen richten sich nach für die Exportförderung als auch für den Bereich des Stand-       den gesetzlichen bzw. tarifvertraglichen Festlegungen. ortmarketings bewährt und werden stark nachgefragt. Zu 3.: Zu 7.:                                                            Dem Teilbereich Arbeitsmarktfonds standen bzw. stehen für Die o.g. Vereinbarung mit der Bayerischen Landesbank vom          die Haushaltsjahre 1997 bis 2002 insgesamt rd. 63,9 Mio. € Dezember 1995 über die Anlage des Kapitalstocks läuft bis         (125 Mio. DM) (jeweils rd. 10,2 Mio. €/20 Mio. DM jähr- 28.12.2007. Die Anlagen aus den Jahren 1996 und 1997 en-          lich aus den Zinserträgen des Arbeitsmarkt- und Sozialfonds
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Seite 6                           Bayerischer Landtag       ·   14. Wahlperiode                                         Drucksache 14/10203 zzgl. 1999 einmalig rd. 2,56 Mio. €/5 Mio. DM Privatisie-           Zu 4.: rungserlöse aus dem Verkauf der Österreichisch-Bayeri-              Arbeitsmarktfonds schen Kraftwerke) zur Verfügung. Davon wurden bis 31.12.2001 rd. 45 Mio. € (88,0 Mio. DM) ausbezahlt und              Regierungsbezirk                      Mio. EUR          Mio. DM          v.H. weitere rd. 18,46 Mio. € (36,1 Mio. DM) verplant. Insge- Oberbayern                              5,98              11,70           9,4 samt sind damit rd. 63,45 Mio. € (124,1 Mio. DM) festge- Niederbayern                            7,21              14,10          11,4 legt. Oberpfalz                               5,31              10,40           8,4 Oberfranken                             9,36              18,30          14,7 Die Vorschläge über die Verwendung der Mittel im Sinne Mittelfranken                         13,40               26,20          21,1 der Zielsetzung werden auf dem Gipfel des Beschäftigungs- Unterfranken                            8,79              17,20          13,9 paktes Bayern abgestimmt und nach entsprechender Minis- terratsbehandlung dem Haushaltsausschuss des Bayerischen            Schwaben                              10,38               20,30          16,4 Landtags zur Genehmigung vorgelegt.                                 überregional                            3,02               5,90           4,7 Summe:                                63,45             124,10          100,0 Die Projektauswahl im Arbeitsmarktfonds im Einzelnen er-            Sozialfonds *) folgt durch die im Rahmen des Beschäftigungspaktes Bayern eingerichtete Arbeitsgruppe Arbeitsmarktfonds. Sie setzt            Regierungsbezirk                      Mio. EUR          Mio. DM          v.H. sich zusammen aus den am Beschäftigungspakt Bayern be-              Oberbayern                              7,17            14,02            29,5 teiligten Organisationen der Wirtschaft (Vereinigung der            Niederbayern                            3,28              6,42           13,5 Bayerischen Wirtschaft, Industrie- und Handelskammern,              Oberpfalz                               1,70              3,33            7,0 Handwerkskammern) und Gewerkschaften (Deutscher Ge-                 Oberfranken                             2,24              4,37            9,2 werkschaftsbund, Christlicher Gewerkschaftsbund), der               Mittelfranken                           3,11              6,08           12,8 Bayerischen Staatsregierung (Bayerische Staatsministerien           Unterfranken                            3,06              5,98           12,6 für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, für Wirt-         Schwaben                                3,74              7,32           15,4 schaft, Verkehr und Technologie, der Finanzen) sowie dem            Summe:                                24,30             47,52           100,0 Landesarbeitsamt Bayern. __________ *) Bei modellhaften Maßnahmen ohne regional abgrenzbaren Bezug wurde unterstellt, Seit der erstmaligen Ausschüttung der Erträge aus dem Ar-           dass die Ergebnisse allen Regierungsbezirken gleichmäßig zugute kommen. beitsmarkt- und Sozialfonds im Haushaltsjahr 1997 wurden Zu 5.: bisher für den Teilbereich Sozialfonds insgesamt rd. 24,3 Mio. € (47,52 Mio. DM) bereitgestellt. In zahlreichen Ein-          Das Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Fami- zelförderungen wurden in den Bereichen Familie, Jugend,             lie und Frauen legt im Rahmen der für den jeweiligen Dop- Alte, Behinderte, Krankenhauswesen und Hospizarbeit alle            pelhaushalt zu treffenden Entscheidung über die Verteilung verfügbaren Mittel für Investitionen und sonstige Maßnah-           der Zinserträge aus dem Arbeitsmarkt- und Sozialfonds dem men für die soziale Infrastruktur (bis einschl. 31.12.2002)         Kabinett und dem Haushaltsausschuss des Bayerischen verausgabt bzw. gebunden.                                           Landtags entsprechende Berichte zur Billigung vor. Insoweit üben das Kabinett und der Haushaltsausschuss des Bayeri- schen Landtags Aufsicht über den Einsatz und die Verwen- Das Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Fami-           dung der Fondsmittel aus. lie und Frauen erstellt eine Vorlage, in der die konkreten Pro- jekte enthalten sind, die aus dem Sozialfonds gefördert wer-        Im Detail erfolgt die Aufsicht über den Einsatz und die Ver- den sollen. Über diesen Vorschlag entscheidet der Minister-         wendung der ausgereichten Mittel auf mehreren Ebenen. rat. Nach Beschlussfassung im Ministerrat wird die Vor-             Aufgrund der haushaltsrechtlichen Bestimmungen sind die schlagsliste dem Haushaltsausschuss des Landtags zur Billi-         Bewilligungsbehörden (Regierungen, Bayerisches Landes- gung vorgelegt. Erst nach Billigung des Haushaltsausschus-          amt für Versorgung und Familienförderung) verpflichtet, ses werden die Mittel ausgereicht.                                  laufend und abschließend die Verwendung der Mittel im Sin- ne der Zielsetzung der einzelnen Maßnahmen zu prüfen. Außerdem unterliegen die Projekte des Arbeitsmarkt- und Die Aufteilung der bisherigen Gesamterlöse aus dem Ar-              Sozialfonds der umfassenden Kontrolle der staatlichen beitsmarkt- und Sozialfonds (einschl. einer einmaligen Son-         Rechnungsprüfungsbehörden. derzuweisung) ergibt – bezogen auf die Teilfonds – folgen- des Bild:                                                           Die Maßnahmen des Teilbereichs Arbeitsmarktfonds werden darüber hinaus noch von einem unabhängigen Institut (SI- NUS-Institut, München) evaluiert. Die Ergebnisse dieser Be- Mio. EUR      Mio. DM       v.H.       gleitforschung werden in verschiedenen Berichten (Jahres- bericht, Quartalsberichte, Projektabschlussberichte) doku- Arbeitsmarktfonds            63,91         125,00        72,5       mentiert. Die Ergebnisse der Begleitforschung wiederum Sozialfonds                  24,30           47,52       27,5       dienen der Arbeitsgruppe Arbeitsmarktfonds und dem Summe:                       88,21         172,52       100,0       Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialord-
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Drucksache 14/10203                                                 Bayerischer Landtag      ·   14. Wahlperiode                                     Seite 7 nung, Familie und Frauen zur Überprüfung und Weiterent-                            Die vereinbarte Verzinsung von 7 v.H. war nur dadurch wicklung des Arbeitsmarktfonds im Sinne seiner Zielset-                            möglich, dass im Rahmen eines Stufenplans die Umwand- zung.                                                                              lung von Schuldscheindarlehen der Offensive Zukunft Bay- ern II bis zur Höhe von rd. 306,8 Mio. € (600 Mio. DM) in Zu 6.:                                                                             Kernkapital zugelassen wurde. Aus dem Arbeitsmarkt- und Der primäre Effekt des Arbeitsmarktfonds im Sinne seiner                           Sozialfonds wurden zum 2.1.1998 rd. 76,7 Mio. € (150 Mio. Zielsetzung sind seine arbeitsmarktlichen Wirkungen. Diese                         DM) und zum 3.1.2000 weitere rd. 76,7 Mio. € (150 Mio. lassen sich auf der Basis des Fünften Jahresberichts der Be-                       DM) in Kernkapital der Bayer. Landesbank umgewandelt. gleitforschung zum Arbeitsmarktfonds (Berichtszeitraum 01.01.1997 bis 31.03.2002) wie folgt quantifizieren:                               2.2 Aufstockung Meisterpreis (StMWVT, StMUK) • Insgesamt 14.262 Teilnehmer, die in den Projekten be-                            vgl. hierzu Nummer 1.1 ruflich qualifiziert oder anderweitig an den ersten Ar- beitsmarkt herangeführt wurden.                                                2.3 Bayer. Beteiligungsgesellschaft mbH (StMWVT, – 15.873 ausgeschiedene Teilnehmer, von denen 46 %                             LfA) in ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis gingen                        Zu 1.: und 14 % in eine andere für ihre Situation besser pas-                   Gründung: Rahmenvereinbarung zwischen BStMdF und sende Fördermaßnahme.                                                                    LfA Förderbank Bayern vom 18./29.09.1997 – Sechs Monate nach ihrem Ausscheiden aus den Pro-                             Höhe:           10.225.837,62 € (20 Mio. DM) jekten befanden sich von 10.897 ehemaligen Teilneh-                      Sitz:           LfA Förderbank Bayern (LfA), München mern 47 % in einem Arbeits- oder Ausbildungsver-                         Zielsetzung: Die LfA hat vom Freistaat Bayern Mittel zur Er- hältnis und 9 % in einer anderen für ihre Situation                                      höhung ihres Eigenkapitals in Höhe von rd. 10,2 besser passenden Fördermaßnahme.                                                         Mio. € (20 Mio. DM) erhalten. Die Vorzugsdi- Dieses Ergebnis ist angesichts der schwerpunktmäßigen För-                                         vidende von jährlich 6,1 % aus dem Kapital- derung von Problemgruppen des Arbeitsmarkts und der                                                stock wird als Verbilligungs-Zuschuss im Rah- Durchführung der meisten Projekte in Arbeitsamtsbezirken                                           men eines speziellen Beteiligungsprogramms mit überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit positiv.                                               für Nachwuchsunternehmen der BayBG einge- setzt, womit die oft unzureichende Kapitalaus- •   Rund 13.000 Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit be-                                          stattung kleinerer und mittlerer Unternehmen drohte Personen, die in den Projekten insbesondere in                                          gestärkt und ihre Kreditwürdigkeit verbessert Berufs- und Ausbildungsfragen beraten wurden.                                                  werden. •   Rund 10.000 unter Mitwirkung der aus dem Arbeits- marktfonds geförderten Ausbildungsplatzakquisiteure                            Zu 2.: gewonnene Ausbildungsplätze.                                                   Die „Geschäftsführung“ bzw. „Verwaltung“ des Kapital- •   Rund 3.200 Existenzgründungsberatungen, die zu 1.565                           stocks erfolgt im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit erfolgreichen Gründungen führten.                                              der LfA ohne besondere Entgelte. •   900 Betriebsberatungen, von denen rund 45.000 Be- schäftigte direkt oder indirekt betroffen waren.                               Zu 3.: Einnahmen: – EUR – Der Großteil der Maßnahmen des Teilbereichs Sozialfonds                            Jahr             Zinserträge aus     Zwischenanlage-     Gesamtzufluss wird durchgeführt, um in den verschiedensten Bereichen                                             dem Kapitalstock      Zinsen der LfA     an die BayBG schnell und flexibel auf soziale Brennpunkte reagieren zu 1998                78.227,65             977,61            79.205,26 können. Hierbei wird auch Wert auf zukunftsweisende Pro-                           1999               622.242,22            6.685,04          628.927,26 jekte gelegt. Das Staatsministerium für Arbeit und Sozial-                         2000               623.776,10            7.086,89          630.862,99 ordnung, Familie und Gesundheit hat somit die Möglichkeit,                         2001               623.776,10            9.865,28          633.641,38 in modellhaften Förderungen zu erproben, inwieweit sich                                              1.948.022,07          24.614,82        1.972.636,89 neue Bedarfsfelder (beispielhaft seien hier die stationären                        Ausgaben: 1.518.363,08 € bis zum 31.12.2001 zur Konditionenverbesse- Einrichtungen der Sterbebegleitung genannt) ergeben, bzw.                          rung für ausgezahlte Beteiligungen. Der Restbetrag von rd. 0,453 Mio. € ist wie bisherige Schwerpunkte anzupassen sind.                                        für noch nicht ausgezahlte sowie neue Beteiligungen verfügbar. Zu 7.:                                                                             Die Entscheidung über die Ausgaben bzw. einzugehenden Die Anlage für den Arbeitsmarkt- und Sozialfonds erfolgte                          Beteiligungen werden von der BayBG getroffen (mit der durch das StMF am 17.7.1996 bei der Bayer. Landesbank:                             LfA Förderbank Bayern besteht ein Geschäftsbesorgungs- vertrag). Schuldscheine               Laufzeit Jährl. Zinsertrag (7.v.H.) Mio. € (Mio. DM)                          Mio. € (Mio. DM)        Zu 4.: Regionale Verteilung der eingesetzten Verbilligungsmittel Arbeits-        1 x rd. 102,3 (200,0)         12 Jahre 1)     rd. 7,15 (14,0) markt- und 1 x rd. 76,7 (150,0)               12 Jahre 1)     rd. 5,37 (10,5)      (Für die der BayBG aus dem Kapitalstock zufließenden Mit- Sozialfonds 1 x rd. 25,6 (50,0)               10 Jahre 2)      rd. 1,79 (3,5)      tel werden keine regionalen Quoten gebildet. Die Verteilung Summe:            rd. 204,5 (400,0)                          rd. 14,32 (28,0) auf die jeweiligen Regierungsbezirke richtet sich nach der dortigen Nachfrage bzw. Antragstellung, auf die die BayBG Endfälligkeit der Darlehen: 1) 17.07.2008 2) 17.07.2006                            keinen Einfluss hat.):
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Seite 8                          Bayerischer Landtag     ·   14. Wahlperiode                                Drucksache 14/10203 Regierungsbezirk          Ausgaben in         Ausgaben           Zu 3.: Mio. €             in %             Einnahmen: – EUR – KGG-Handwerk und KGG-Handel je zur Hälfte Oberbayern                    0,425             28,0 Niederbayern                  0,275             18,1             Jahr           Zinserträge aus Zwischenanlage- Gesamtzufluss Oberpfalz                     0,217             14,3                          dem Kapitalstock Zinsen der LfA an beide KGGen Oberfranken                   0,074              4,9             1998              62.888,90        1.157,10        64.046,00 Mittelfranken                 0,171             11,3             1999             310.865,46        4.890,30      315.755,76 Unterfranken                  0,084              5,5             2000             311.888,05        5.184,27      317.072,32 2001             311.888,05        7.216,74      319.104,79 Schwaben                      0,272             17,9                              997.530,46      18.448,41      1.015.978,87 1.518            100,0 Ausgaben: Die Ertragszuschüsse dienen der Verbesserung Zu 5.: der Eigenkapitalausstattung der beiden KGGen. Die BayBG führt über die Entwicklung des Kontingents „Of- Die Entscheidung über die Ausgaben werden fensive Zukunft Bayern“ fortlaufend Aufzeichnungen und im Rahmen deren Geschäftstätigkeit von den legt der LfA über die jährliche Entwicklung Rechnung. Die KGGen Handwerk und Handel getroffen. Ein- LfA prüft im Auftrag des Freistaates Bayern die zweckent- zelprojektzuordnungen der Ausgaben sind nicht sprechende Verwendung der Kontingentmittel anhand des möglich. verbindlichen Mitteleinsatzplans sowie die Einhaltung der Vorgaben des bayerischen Haushaltsrechts und der Verein- Zu 4.: barung zwischen LfA und BayBG vom 18./26.09.1997. Über Eine direkte Zuordnung der Zinserträge aus dem Kapital- das Ergebnis der Prüfung unterrichtet die LfA das BStM- stock ist aufgrund dessen Zielsetzung (siehe Nrn. 1 und 3) WVT. nicht möglich. Zu 6.:                                                           Zu 5.: Bis 31.12.2001 wurden insgesamt 152 Beteiligungen in             Die KGGen unterliegen dem Kreditwesengesetz (KWG) und Höhe von 8,611 Mio. € zugesagt. Insgesamt wurden durch           damit jeweils der Pflichtprüfung durch einen Wirt- diese Vorhaben 1.270 Arbeitsplätze (davon 238 Teilzeitar-        schaftsprüfer. Die LfA ist als Rückbürgen-Vertreter von beitsplätze) geschaffen bzw. gesichert.                          Bund und Land an den einzelnen Bürgschaftsentscheidungen beteiligt. Zu 7.: Die unter Nr. 1 aufgeführte Rahmenvereinbarung ist auf un-       Zu 6.: bestimmte Dauer geschlossen. Die Vertragsparteien haben          Die KGGen Handwerk und Handel nehmen als Selbsthilfe- die Möglichkeit, die Rahmenvereinbarung mit einer Frist          einrichtung der gewerblichen Wirtschaft eine wichtige Posi- von zwei Jahren zum Jahresende zu kündigen. Eine Kündi-          tion im Förderinstrumentarium zugunsten der bayerischen gung ist erstmals mit Wirkung zum 31.12.2007 möglich.            Wirtschaft ein. Sie stellen für mittelständische Unternehmen Sicherheiten in Form von Kreditbürgschaften zur Verfü- 2.4 Kreditgarantiegemeinschaft (KGG) Handel und                  gung. Durch die Zinserträge aus dem Kapitalstock haben Handwerk (StMWVT, LfA)                                           sich diese Selbsthilfemöglichkeiten allgemein verbessert. Zu 1.:                                                           Zu 7.: Gründung: Vereinbarung zwischen BStMdF und LfA För-              Die unter Nr. 1 aufgeführte Vereinbarung ist auf unbestimm- derbank Bayern vom 01./05.08.1997                   te Dauer geschlossen. Die Vertragsparteien haben die Mög- lichkeit, die Vereinbarung mit einer Frist von zwei Jahren Höhe:        5.112.918,81 €                                      zum Jahresende zu kündigen. Eine Kündigung ist erstmals Sitz:        LfA Förderbank Bayern (LfA), München                mit Wirkung zum 31.12.2007 möglich. Zielsetzung: Die LfA hat vom Freistaat Bayern Mittel zur Er-     2.5 Kapitalstock Internationale Hochschulen und (3.3) höhung ihres Eigenkapitals von rd. 5,1 Mio. €       Fonds Hochschule International (StMWFK) (10 Mio. DM) erhalten. Die Vorzugsdividende von jährlich 6,1 % aus dem Kapitalstock wird        Zu 1.: als Ertragszuschuss zur Verbesserung der Ei-        Die Kapitalstöcke wurden durch das Staatsministerium der genkapitalausstattung der beiden KGGen (je zur      Finanzen angelegt. Die Zinserträge der Kapitalstöcke wer- Hälfte für die KGG-Handwerk und die KGG-            den für die Fondszwecke eingesetzt. Die Mittel wurden als Handel) eingesetzt.                                 langfristige Darlehen (grundsätzlich 10 Jahre) angelegt. Die Veranschlagung erfolgt im Einzelplan 13 (Allgemeine Fi- Zu 2.:                                                           nanzverwaltung). Im Einzelnen wurden folgende Kapital- Die „Geschäftsführung“ bzw. „Verwaltung“ des Kapital-            stöcke gebildet: stocks erfolgt im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit der LfA ohne besondere Entgelte.                                 •    Für den Fonds „Hochschule International“ (Kap. 13 08 TG 65) wurden mit Valuta 17. Juli 1996 insgesamt rd.
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Drucksache 14/10203                              Bayerischer Landtag    ·  14. Wahlperiode                          Seite 9 10,23 Mio. € (20 Mio. DM) als Nachrangkapital auf          •   Förderung der Zusammenarbeit zwischen der Universität Schuldscheinbasis bei der LfA (10 Jahre Laufzeit zu ei-        München und der Harvard Medical School in Boston nem Festzinssatz von 7 %) angelegt. Die Zinszahlung            (Förderung ist 1999 ausgelaufen, die frei gewordenen von jährlich 715.808,63 € (1.400.000 DM) erfolgt je-           Mittel wurden 2000 für die Anlauffinanzierung des weils jährlich nachträglich am 17. Juli, letztmals am 17.      Bayerisch-Kalifornischen Hochschulzentrums verwen- Juli 2006 (im ersten Jahr der Darlehenslaufzeit wurden         det), die Zinsen halbjährlich ausbezahlt).                       • Errichtung eines Bayerisch-Französischen Hochschul- zentrums an der Universität München sowie der Techni- •   Für die „Internationalisierung der Hochschulen“ wurde          schen Universität München, eine 1. Tranche von rd. 5,1 Mio. € (10 Mio. DM) – Kap.     • Errichtung eines Bayerisch-Kalifornischen Hochschul- 13 12 TG 90 – am 24.01.2000 als Schuldscheindarlehen           zentrums an der Universität Erlangen-Nürnberg, der Bayer. Landesbank für 10 Jahre zu einem Festzins-      • Studenten- und Professorenaustausch bayerischer Hoch- satz von 5,99 % angelegt. Die Zinszahlung von jährlich         schulen mit Hochschulen im Bundesstaat Rio de Janeiro 306.263,83 € (599.000 DM) erfolgte erstmals zum                in Brasilien, 26.01.2001 (letztmals 26.01.2010).                         • Studentenaustausch der Universität Bayreuth mit der University of California, •   Für die „Internationalisierung der Hochschulen“ wurde      • Anhebung der Stipendienquote für ausländische Studen- eine 2. Tranche von rd. 9,7 Mio. € (19 Mio. DM) – Kap.         ten an bayerischen Universitäten und Kunsthochschulen, 13 12 TG 90 – am 06.09.2001 bei der LfA für 10 Jahre       • Förderung ausländischer Studenten an bayerischen Fach- Laufzeit zu einem Festzinssatz von 5,32 % angelegt. Die        hochschulen, Zinszahlung von jährlich 516.813,83 € (1.010.800 DM)       • Förderung von Auslandsstudien deutscher (bayerischer) erfolgt jeweils jährlich nachträglich, erstmals am 06.         Studenten. September 2002; letztmals am 06. September 2011.           Weitere Projekte zur Verwendung der erstmals im Septem- ber 2002 ausbezahlten Zinsbeträge befinden sich derzeit Zu 2.:                                                         noch in der Planungsphase. Die Verwaltung und Verteilung der Mittel obliegt dem Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst; es gibt keine eigene Geschäftsführung bzw. Verwaltung der      Zu 4.: Fonds.                                                         Die Mittel werden – entsprechend der Zweckbindung der beiden Fonds – den Hochschulen zur Verfügung gestellt. Die Regierungsbezirke sind kein sachgerechter Parameter zur Zu 3.:                                                         Mittelverteilung. Die Verteilung richtet sich außerhalb von Die Höhe der Einnahmen ergibt sich aus der Antwort zu Fra-     Schwerpunktmaßnahmen (siehe Nr. 3) nach den Studenten- ge 1. Die Mittel werden entsprechend den Festlegungen im       zahlen an den einzelnen Hochschulstandorten; im Einzelnen Haushaltsplan des Freistaates Bayern und einem Beschluss       vgl. nachfolgende Aufteilung auf die einzelnen Projekte des Bayerischen Ministerrates vom 05.11.1996 folgender-        bzw. die Stipendienverteilung auf die jeweiligen Hochschu- maßen verwendet:                                               len in den Haushaltsjahren 1997 bis 2001:
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Seite 10                                Bayerischer Landtag      · 14. Wahlperiode                   Drucksache 14/10203 1997         1998        1999     2000     2001 1.0                       Projekte                       €            €           €        €       € 1.1 Zusammenarbeit der Uni München                  175.884      153.388      76.694         0       0 und der Harvard Medical School Boston 1.2 Bayerisch-Französisches Hochschulzentrum        150.780      153.388     153.388  153.388  153.388 an der TU München sowie Uni München 1.3 Studenten- und Professorenaustausch aller               0     25.565      25.565   25.565   25.565 bayerischer Hochschulen mit Brasilien 1.4 Studentenaustausch der Universität                      0           0     15.339   15.339   15.339 Bayreuth mit der University of California 1.5 Stipendien für ausländische und deutsche        372.374      383.469     383.469  383.469  383.469 Studenten 1.6 Anschubfinanzierung Bayerisch-Kalifornisches            0           0           0 153.388        0 Hochschulzentrum an der Uni Erlangen-Nürnberg 1.7 Uni Bayreuth für Hochschulmarketing der                 0           0           0        0  51.129 bayerischen Hochschulen 1.8 Anschubfinanzierung der Deutschsprachigen               0           0           0        0 127.823 Universität Budapest 1.9 Summe                                           699.038      715.809     654.454  731.147  756.712 2.0              Aufteilung der Stipendien (siehe 1.5) im Detail 2.1  Universität Augsburg                            18.662       18.304      17.997   17.077   17.691 2.2  Universtät Bamberg                               9.408        9.561       9.203    9.715    9.510 2.3  Universität Bayreuth                             9.612        9.561       9.101   10.226    9.817 2.4  Universität Erlangen-Nürnberg                   33.541       33.234      31.291   31.751   32.825 2.5  Universität München                             84.414       86.306      88.505   71.427   69.536 2.6  Technische Universität München                  25.513       25.207      28.172   34.052   39.523 2.7  Universität Passau                              10.788       11.402      10.942   13.651   13.754 2.8  Universität Regensburg                          18.918       19.071      18.713   20.401   20.145 2.9  Universität Würzburg                            18.560       24.593      23.213   28.019   23.929 2.10 Zwischensumme                                  229.417      237.239     237.137  236.319  236.729 2.11 FH Amberg-Weiden                                 1.702        1.462       2.097    2.111    1.582 2.12 FH Ansbach                                       1.502          982       1.682    1.848    1.870 2.13 FH Aschaffenburg                                       0           0           0        0   2.085 2.14 FH Augsburg                                      9.258        8.876       9.692    9.695    9.940 2.15 FH Coburg                                        6.771        7.107       6.582    6.150    4.583 2.16 FH Deggendorf                                    2.007        1.687       2.174    4.085    2.962 2.17 FH Hof                                           2.049        1.805       2.767    3.189    3.043 2.18 FH Ingolstadt                                    2.069        1.513       2.100    2.595    2.965 2.19 FH Kempten                                       6.584        7.368       7.245    6.967    6.820 2.20 FH Landshut                                      5.348        4.136       4.482    4.656    4.897 2.21 FH München                                      39.511       46.405      42.996   39.287   44.378 2.22 FH Neu-Ulm                                       1.877        1.779       2.073    2.167    2.427 2.23 FH Nürnberg                                     18.015       15.646      15.956   15.518   18.397 2.24 FH Regensburg                                   11.139        9.991      10.158   11.153    9.173 2.25 FH Rosenheim                                     8.552        8.748       8.743    8.082    6.443 2.26 FH Weihenstephan                                 6.771        9.050       9.212   10.310    6.850 2.27 FH Würzburg-Schweinf. bzw. teilw. mit Aschaff.  12.031       10.983       9.987   10.132    9.533 2.28 Zwischensumme                                  135.186      137.538     137.947  137.947  137.947 2.29 Summe der Kunsthochschulen                       7.772        8.692       8.385    9.203    8.794 2.30 Gesamtsumme                                    372.374      383.469     383.469  383.469  383.469
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