Artenschutz in Bayern

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Bayerischer Landtag 16. Wahlperiode								                                                                                       Drucksache      16/10885 02.02.2012 Schriftliche Anfrage                                                         5.    Gibt es für die hochgradig gefährdeten endemischen Renken- und Saiblingssippen der bayerischen Seen Ex- des Abgeordneten Dr. Christian Magerl                                              situ-Maßnahmen, wenn nein, warum nicht? BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 22.11.2011                                                               6. a) Welche Mittel stehen dem Landesamt für Umwelt zur Verfügung, um Forschungsprojekte bezüglich der Le- Artenschutz in Bayern                                                              bensraumansprüche und Gefährdungen hochgradig be- drohter Pflanzen- und Tiersippen zu finanzieren? Ich frage die Staatsregierung:                                                  b) Welche Mittel stehen dem Landesamt für Umwelt zur Verfügung, um Vorkommen hochgradig bedrohter 1. a) Für welche der Pflanzensippen mit internationaler Ver-                       Pflanzen- und Tiersippen durch Ankauf der jeweiligen antwortung Bayerns (Artenschutzbericht 2010 S. 99 ff.)                       Biotope zu sichern? existieren nur mehr ein oder zwei aktuelle (jünger als                    c) Welche Mittel stehen dem Landesamt für Umwelt zur drei Jahre, bitte jeweils letzten Nachweis angeben) Vor-                     Verfügung, um Vorkommen hochgradig bedrohter kommen in Bayern?                                                            Pflanzen- und Tiersippen durch Ex-situ-Maßnahmen b) Welche Maßnahmen wurden jeweils ergriffen, um die-                           zu sichern? se hochgradig gefährdeten Vorkommen zu sichern und zu schützen?                                                           7. a) Wie viele Feldhamsterhilfsprogramm-Verträge sind in c) Ist ein regelmäßiges Monitoring dieser hochgradig ge-                        den letzten fünf Jahren auf welcher Flächengröße abge- fährdeten Arten gewährleistet oder geplant?                                  schlossen worden? b) Wie ist die aktuell Entwicklung der Feldhamster-­ 2. a) Für welche der in Bayern vorkommenden Tierarten mit                          Bestände bzw. der Gefährdungssituation im baye- internationaler Verantwortung Deutschlands (Arten-                           rischen Verbreitungsgebiet? schutzbericht 2010 S. 104 ff.) existieren nur mehr ein                    c) Was unternimmt der Freistaat Bayern, um zu vermei- oder zwei aktuelle (jünger als drei Jahre, bitte jeweils                     den, nicht ähnlich wie vor Kurzem Frankreich wegen letzten Nachweis angeben) Vorkommen in Bayern?                               unterlassener Feldhamster-Schutzmaßnahmen vom b) Welche Maßnahmen wurden jeweils ergriffen, um die-                           EuGH verurteilt zu werden? se hochgradig gefährdeten Vorkommen zu sichern und zu schützen?                                                           8. a) Ist zutreffend, dass ein großer Teil der Daten, die bei c) Ist ein regelmäßiges Monitoring dieser hochgradig ge-                        Artenschutz-Gutachten im Rahmen von Planungen fährdeten Arten gewährleistet oder geplant?                                  (z. B. zu Straßen, Windenergieanlagen, Flurneuord- nungen, Wasserwirtschaftsplanungen) erhoben werden, 3. a) Für welche der hochgradig gefährdeten Pflanzen- und                          nicht in der landesweiten Datenbank Artenschutzkartie- Tierarten in Bayern existieren Artenhilfsprogramme?                          rung erfasst wird? b) Falls derartige Programme existieren, in welchem                          b) Stehen die von der Forstverwaltung im Rahmen von Umfang werden dadurch tatsächlich Maßnahmen zum                              NATURA-2000-Managementplänen oder anderen Ar- Schutz der jeweiligen Art umgesetzt?                                         beiten erhobenen Daten zu streng geschützten Arten c) Welche Mittel standen dem Landesamt für Umwelt für                           (z. B. Fledermäuse, Totholzkäfer) in der Artenschutz- die Kartierung gefährdeter Arten in den letzten drei Jah-                    kartierung (ASK) zeitnah zur Verfügung? ren jeweils zur Verfügung?                                                c) In welchem Umfang wären Mittel für Grundlagen­ erhebungen z. B. im Rahmen der FFH-Berichtspflicht 4.    Für welche der hochgradig gefährdeten Pflanzensip-                           einzusparen, wenn die unter a) und b) genannten Daten pen existieren Ex-situ-Maßnahmen in Form von Erhal-                          quantitativ in den Datenpool der Naturschutzverwal- tungskulturen in Botanischen Gärten oder der Einlage-                        tung einfließen würden? rung tiefgefrorenen Saatgutes in Genbanken? Drucksachen, Plenarprotokolle sowie die Tagesordnungen der Vollversammlung und der Ausschüsse sind im Internet unter www.bayern.landtag.de – Dokumente abrufbar. Die aktuelle Sitzungsübersicht steht unter www.bayern.landtag.de – Aktuelles/Sitzungen/Tagesübersicht zur Verfügung.
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Seite 2                            Bayerischer Landtag  ·  16. Wahlperiode                            Drucksache 16/10885 Antwort                                                        ling) und Salvelinus monostichus (Königssee-Saibling) sind weder das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Arten noch des Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit               deren Diversität geklärt. Mit Ausnahme der Kilch-Formen vom 22.12.2011                                                 (Tiefsee-Formen) kann bei der heute gegebenen Datenlage weder sicher gesagt werden, ob es sich um eigene Arten han- Zu 1. a):                                                      delt, noch ob diese rezent noch existieren. Bei folgenden Pflanzenarten mit internationaler Verantwor- tung Bayerns sind nur ein oder zwei aktuelle Vorkommen         Zu 2. b): (jünger als drei Jahre) bekannt, wobei ein Vorkommen meh-      Das einzige Vorkommen der Östlichen Smaragdeidechse rere Fundpunkte umfassen kann:                                 in Bayern befindet sich im Naturschutzgebiet „Donauleiten Adenophora liliifolia (2010)                                   zwischen Passau und Jochenstein“. Bei der Pflege und Ent- Caldesia parnassifolia (2011)                                  wicklung dieses Schutzgebiets werden die Lebensrauman- Gentianella bohemica (2011)                                    sprüche der Smaragdeidechse besonders berücksichtigt. Die Jurinea cyanoides (2011)                                       Art unterliegt außerdem den gesetzlichen Schutzvorschriften Myosotis rehsteineri (2010)                                    der §§ 44 ff. BNatSchG. Stipa pulcherrima ssp. bavarica (2010) Über weitere Umsetzungsmaßnahmen, die auf den verschie- Zu 1. b:)                                                      denen Ebenen der Naturschutzverwaltung, von anderen Be- Für Gentianella bohemica, Jurinea cyanoides und Myosotis       hörden bzw. den Landschaftspflegeverbänden in eigener Zu- rehsteineri hat das Bayerische Landesamt für Umwelt Arten-   ständigkeit durchgeführt werden, liegt dem StMUG derzeit hilfsmaßnahmen im Rahmen des Artenhilfsprogramms Bo-         keine aktuelle Auswertung vor. tanik (http://www.lfu.bayern.de/natur/artenhilfsprogramm_ botanik/index.htm) erarbeitet und den Naturschutzbehörden    Zu 2. c): und Landschaftspflegeverbänden zur Verfügung gestellt.       Für die Östliche Smaragdeidechse (Lacerta viridis) ist auf der Grundlage von Art. 11 der Richtlinie 92/43/EWG (FFH- Die unter (A) genannten Arten unterliegen den gesetz-        Richtlinie) die Überwachung des Erhaltungszustandes über lichen Schutzvorschriften der §§ 44 ff BNatSchG. Für die     ein Monitoring im Rahmen der Berichtspflicht nach Art. 17 im Anhang II der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie)       FFH-Richtlinie vorgesehen. Daneben werden auch von den genannten Arten sind in Bayern spezielle Schutzgebiete       Höheren Naturschutzbehörden regelmäßig Untersuchungen ausgewiesen, nämlich „Charlottenhofer Weihergebiet, Hirt-    veranlasst. lohweiher und Langwiedteiche“ für Caldesia parnassifolia sowie „Starnberger See“ und „Bodenseeufer“ für Myosotis      Für die Flussfischarten werden regelmäßig fortlaufende rehsteineri.                                                 Erhebungen und Bewertungen der heimischen Arten durch das Bayerische Landesamt für Umwelt, die Bayerische Über weitere Umsetzungsmaßnahmen, die auf den verschie-      Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Fischerei –, denen Ebenen der Naturschutzverwaltung, von anderen          die Fischereifachberatungen der bayerischen Bezirke und ­Behörden bzw. den Landschaftspflegeverbänden in eigener       den Landesfischereiverband Bayern durchgeführt. Bei den Zuständigkeit durchgeführt werden, liegt dem StMUG der-       Seenarten gibt es regelmäßige Versuchsfischereien und zeit keine aktuelle Auswertung vor.                           Auswertungen der Ergebnisse der Berufsfischerei durch die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Zu 1. c):                                                     Fischerei – und die Fischereifachberatungen. Eine differen- Bei den unter 1. a) genannten Pflanzenarten, bei denen        zierte Betrachtung der Renken (Coregonen) findet aus den ein oder zwei aktuelle Vorkommen (jünger als drei Jahre)      unter 2(A) genannten Gründen nicht statt. nachgewiesen sind, wird auf der Grundlage von Art. 11 der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) der Erhaltungszu-       Zu 3. a): stand über ein Monitoring im Rahmen der Berichtspflicht       Für folgende Arten existieren aktuelle (2009–2011) Arten- nach Art. 17 FFH-Richtlinie überwacht. Daneben werden         hilfsprogramme, die allerdings mit sehr unterschiedlicher auch von den Höheren Naturschutzbehörden regelmäßig           Intensität und Trägerschaft umgesetzt werden: ­Untersuchungen veranlasst. Tiere: Zu 2. a):                                                    – Wildkatze Für folgende Tierart mit internationaler Verantwortung       – Fischotter Deutschlands liegt uns ein aktueller Vorkommensnachweis      – Luchs von 2011 vor:                                                – Fledermäuse (24 Arten) – Östliche Smaragdeidechse (Lacerta viridis)                 – Ortolan – Wiesenweihe Für die im Artenschutzbericht 2010 gelisteten jeweils als      – Kreuzotter seespezifisch genannten Fischarten Coregonus bavaricus         – Geburtshelferkröte (Ammersee-Kilch), Coregonus hoferi (Chiemsee-Renke),           – Aal Coregonus gutturosus (Bodensee-Kilch), Coregonus renke         – Äsche (Starnberger Renke), Salvelinus evasus (Ammersee-Saib-
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Drucksache 16/10885                         Bayerischer Landtag  ·  16. Wahlperiode                               Seite 3 –  Bachforelle                                             –   Nymphaea candida (Glänzende Seerose) –  Barbe                                                   –   Orchis pallens (Blasses Knabenkraut) –  Elritze                                                 –   Orobanche arenaria (Sand-Sommerwurz) –  Huchen                                                  –   Pyrola media (Mittleres Wintergrün) –  Karausche                                               –   Ranunculus reptans (Kriechender Hahnenfuß) –  Nase –  Nerfling                                                –   Ranunculus danubius (Donau-Goldhahnenfuß) –  Frauennerfling                                          –   Sagina nodosa (Knotiges Mastkraut) –  Rutte                                                   –   Silene conica (Kegelfrüchtiges Leimkraut) –  Schied                                                  –   Sorbus austriaca (Österreichische Mehlbeere) –  Sterlet                                                 –   Sparganium natans (Zwerg-Igelkolben) –  Strömer                                                 –   Spiranthes aestivalis (Sommer-Wendelähre) –  Seeforelle                                              –   Spiranthes spiralis (Herbst-Wendelähre) –  Wildkarpfen                                             –   Thalictrum simplex subsp. galioides –  Maivogel                                                    (Labkraut-Wiesenraute) –  Goldener Scheckenfalter                                 –   Tephroseris integrifolia vindelicorum –  Berghexe                                                    (Augsburger Steppengreiskraut) –  Gelbringfalter                                          –   Trifolium striatum (Gestreifter Klee) –  Wald-Wiesenvögelchen                                    –   Veronica dillenii (Heide-Ehrenpreis) –  Streifenbläuling                                        –   Viola persicifolia (Gräben-Veilchen) –  Blauschillernder Feuerfalter –  Kreuzenzian-Ameisenbläuling                             Zu 3. b): –  Haarstrang-Wurzeleule                                   Eine systematische Evaluierung des Umfangs der Umset- –  Heckenwollafter                                         zungsmaßnahmen findet nicht statt und wäre auch aufgrund –  Glückswidderchen                                        der Vielfalt der Akteure (Behörden, Verbände, Kommunen) –  Langfühler-Schmetterlingshaft                           sehr aufwendig. –  Kerbameise –  Bachmuschel                                             Zu 3. c): –  Flussperlmuschel                                        Für die Kartierung gefährdeter Arten standen dem LfU 2009 –  Edelkrebs                                               bis 2011 insgesamt mehr als 655.000 Euro zur Verfügung (2009 213.532 Euro, 2010 294.660 Euro und 2011 146.940 Pflanzen                                                   Euro). Bestandsdaten zu allen Fischarten, also auch gefähr- – Aira praecox (Frühe Haferschmiele)                       dete Arten, werden im Rahmen des bayernweiten Fisch- – Allium suaveolens (Wohlriechender Lauch)                 monitorings erhoben. Gesonderte Mittel für darüber hinaus – Alyssum montanum ssp. gmelinii (Sand-Steinkraut)         gehende Kartierungen gefährdeter Fischarten wurden in den – Androsace elongata (Langgestielter Mannsschild)          letzten drei Jahren nicht zur Verfügung gestellt. – Androsace septentrionalis (Nördlicher Mannsschild) – Antennaria dioica (Gewöhnliches Katzenpfötchen)          Zu 4.: – Betula humilis (Strauch-Birke)                           Im Rahmen des Projektes Genbank Bayern Arche sollen ne- – Blysmus compressus (Zusammengedrücktes Quellried)        ben den für den botanischen Artenschutz Bayerns prioritären – Campanula cervicaria (Borstige Glockenblume)             Arten zusätzliche Arten der Alpen und weiterer bedrohter – Carex hartmannii (Hartmanns Segge)                       Lebensräume in Bayern als Zielarten eingelagert werden. – Cochlearia bavarica (Bayerisches Löffelkraut)            Die Prioritätenliste stuft 417 Arten als wesentliche Zielarten – Cochlearia pyrenaica (Pyrenäen-Löffelkraut)              ein, hinzu kommen ca. 140 Arten der Alpen. – Dactylorhiza ochroleucum (Bleichgelbes Knabenkraut)      Erhaltungskulturen werden von den Botanischen Gärten – Deschampsia littoralis (Bodensee-Rasenschmiele)          Bayerns für Arten mit eng begrenztem Verbreitungsgebiet – Dianthus sequieri (Busch-Nelke)                          (z. B. Endemiten) und Arten an den Grenzen des Verbrei- – Elatine alsinastrum (Quirl-Tännel)                       tungsgebietes, die durch ihre isolierte Stellung eine eigen- – Eriophorum gracile (Zierliches Wollgras)                 ständige genetische Ausstattung aufweisen, angelegt. Bei- – Festuca duvalii (Duvals Schaf-Schwingel)                 spiele für erfolgreichen Ex-situ-Schutz sind beispielsweise – Gentianella bohemica (Böhmischer Enzian)                 das Bodensee-Vergissmeinnicht (Myosotis rehsteineri) im – Hieracium wiesbaurianum (Wiesbauers Habichtskraut)       Botanischen Garten der Universität Regensburg, der Lo- – Juncus capitatus (Kopf-Binse)                            thringer Lein (Linum leonii) im Botanischen Garten der – Jurinea cyanoides (Silberscharte)                        Universität Würzburg, der Böhmische Enzian (Gentianella – Laserpitium prutenicum (Preußisches Laserkraut)          bohemica) im Ökologisch-Botanischen Garten Bayreuth und – Lathyrus palustris (Sumpf-Platterbse)                    Brauns Schildfarn (Polystichum braunii) im Botanischen – Lichens div. spec. (Erdflechten-Arten)                   Garten Erlangen. Derzeit befinden sich mehr als 300 ge- – Liparis loeselii (Glanzstendel)                          fährdete heimische Arten in über 30 Botanischen Gärten in – Litorella uniflora (Strandling)                          Deutschland (davon sechs bayerische) in Erhaltungskultur. – Myosotis rehsteinerii (Bodensee-Vergissmeinnicht)
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Seite 4                        Bayerischer Landtag  ·  16. Wahlperiode                            Drucksache 16/10885 Zu 5.:                                                      im Jahr 2011. Bei den Anträgen für das Jahr 2011 handelt es Nein. Aufgrund der mangelnden Zugänglichkeit werden für     sich um sog. Folgeanträge. Hierbei haben sich die Landwirte die hochgradig gefährdeten endemischen Renkenarten Am-      bereit erklärt, die Maßnahme für 2 bzw. 3 Jahre durchzu- mersee- und Bodensee-Kilch seitens der Umweltverwaltung     führen. keine Ex-situ-Maßnahmen durchgeführt. Aufgrund der der- zeit noch unzureichend geklärten wissenschaftlichen Diffe-  Zu 7. b): renzierung der übrigen endemischen Renkensippen sowie       Die bayerischen Bestände des Feldhamsters sind seit Jahr- des Fehlens rezenter Nachweise gibt es auch für diese Arten zehnten rückläufig. In gleicher Weise schrumpft auch sein keine Ex-situ-Maßnahmen, ebenso wie bei den endemischen     Gesamtverbreitungsgebiet, insbesondere Randvorkommen Saiblingssippen. Auf die Antwort zu Frage 2. a) wird ver-   verschwinden. Die letzten stärkeren Vermehrungsphasen wiesen.                                                     gab es in den 1970er-Jahren, danach setzte ein bis heute an- dauernder Abwärtstrend in der Bestandsentwicklung ein. Zu 6. a): Am Landesamt für Umwelt läuft derzeit ein Forschungspro-    Zu 7. c): jekt zur Flussperlmuschel. Für dieses Projekt wurden seit   In den letzten Vorkommensgebieten des Feldhamsters in 2009 über 209.000 Euro bereitgestellt.                      Bayern laufen bereits seit Jahren gezielte Artenhilfsmaß- nahmen. Aufgrund des EuGH-Urteils werden keine zusätz- Zu 6. b):                                                   lichen Maßnahmen ergriffen. Über das Bayerische Landesamt für Umwelt werden keine Grundstücksankäufe vorgenommen, daher stehen dort keine     Zu 8. a): Mittel für Flächenankauf zur Verfügung.                     Die Aussage ist korrekt, allerdings wird derzeit an einer Schnittstelle gearbeitet, um auch externe Daten in die lan- Zu 6. c):                                                   desweite Datenbank übernehmen zu können, Erprobungen Für die Genbank Bayern Arche hat das Bayerische Landes-     stehen jedoch noch aus. amt für Umwelt seit 2009 über 207.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ex-situ-Maßnahmen für Tiere werden derzeit nicht  Zu 8. b): durchgeführt.                                               Die von der Forstverwaltung erhobenen Daten stehen bisher nur teilweise in der Artendatenbank des Bayerischen Lan- Zu 7. a):                                                   desamts für Umwelt zur Verfügung. Von beiden Seiten wird Im Jahre 2007 sind durch die Regierung von Unterfranken 6   an einer Verbesserung gearbeitet. Feldhamsterhilfsprogramm-Verträge mit einer Flächengröße von insgesamt 12 ha abgeschlossen worden. In den Jahren     Zu 8. c): 2008 und 2009 konnten keine Maßnahmen des Feldhamster-      Die Einspareffekte, die sich gegebenenfalls durch Verwen- hilfsprogramms umgesetzt werden. Im Jahre 2010 wurden       dung dieser Daten unter Verzicht auf eigene Erhebungen er- dann erneut 6 Feldhamsterhilfsprogramm-Verträge mit einer   gäben, lassen sich nicht beziffern. Flächengröße von insgesamt 12,5 ha abgeschlossen, ebenso
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