Ammerseebahn

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Bayerischer Landtag 14. Wahlperiode                                                                           Drucksache  14/11282 16.01.2003 Schriftliche Anfrage                                        bis zu 12.000 Reisende pro Tag zwischen München und Gar- misch-Partenkirchen wird das Bahnfahren durch die Ein- der Abgeordneten Dr. Runge, Dr. Dürr BÜNDNIS 90 DIE         führung zusätzlicher Züge und die Optimierung des Fahr- GRÜNEN                                                      plankonzeptes wesentlich komfortabler. Die Neukonzeption vom 15.10.2002                                              im Werdenfels soll aber auch die Betriebsstabilität deutlich erhöhen. Zur Zeit gehört die Strecke zwischen München und Ammerseebahn                                                Garmisch-Partenkirchen zu den unpünktlichsten Linien in Bayern. Der Freistaat bestellt in diesem Zusammenhang ca. Bisher besteht in Geltendorf in der Regel stündlich eine    300.000 Zugkilometer bei DB Regio Bayern mehr, was ei- günstige Umsteigemöglichkeit von Utting oder Schondorf      nem finanziellen Volumen von fast 2 Mio. € pro Jahr ent- (Kursbuchstrecke 985) nach München (Kursbuchstrecke         spricht. 970) bzw. in der Gegenrichtung. Die Deutsche Bahn AG plant zum Fahrplanwechsel am 15.12.2002 das Fahrplanan-     Da in Weilheim im Zuge des neuen Werdenfelskonzeptes ein gebot so umzustellen, dass die günstigen Umsteigemöglich-   so genannter Vollknoten mit stündlichen optimalen Umstei- keiten in Geltendorf nur noch alle zwei Stunden existieren. geverbindungen aus allen und in alle Richtungen entsteht, Damit wird die Bahn insbesondere für Pendler unattraktiv.   war es konsequent, die Ammerseebahn (Weilheim – Augs- Alternative Fahrten über Weilheim oder gar Mering scheiden  burg) an diesen Knoten anzuschließen und Verbesserungen aus zeitlicher und tariflicher Sicht aus.                   in der Relation Ammersee – Garmisch-Partenkirchen und Ammersee – Schongau zu erreichen. Unter anderem wird da- In diesem Zusammenhang fragen wir die Staatsregierung:      durch erstmals die Fahrzeit Augsburg – Garmisch-Partenkir- chen über die Ammerseebahn kürzer als über München. Was hat die BEG dazu bewegt, dieses Fahrplanangebot zu      Während damit die Fahrtzeiten am südlichen Ende der bestellen?                                                  Strecke festliegen, werden diese am nördlichen Ende durch die dichte Belegung der Strecke (München –) Mering – Ist durch das neue Fahrplankonzept wenigstens an anderer    Augsburg mit Fernverkehrszügen weitgehend fixiert. Stelle mit Verbesserungen wie beispielsweise schnellere Verbindungen nach Augsburg oder Weilheim zu rechnen?        In der morgendlichen Hauptverkehrszeit verändert sich ge- genüber heute nichts. Vielmehr besteht sogar eine neue Wann ist mit einer spürbaren Verbesserung bzw. Wiederher-   Fahrtmöglichkeit für die Ankunft in Geltendorf um 8:33 Uhr. stellung der Umsteigesituation in Geltendorf zu rechnen?    Die weiteren Verbindungen sind zweistündlich zwar spürbar ungünstiger als heute. In der jeweils anderen Stunde verkürzt Welche Voraussetzungen sind dafür notwendig?                sich die Fahrtzeit nach München aber immerhin um etwa ei- ne Viertelstunde. Die Reisezeit verkürzt sich dann beispiels- weise für die Uttinger Bürger von derzeit 61 auf 44 Minuten. Es ist aus technischen Gründen nicht möglich, den Fahrplan der Hauptverkehrszeit über den ganzen Tag zu fahren, weil mit dem Ende der Hauptverkehrszeit eine unvermeidbare Zugkreuzung in Schondorf die Fahrtzeiten zwingend vor- gibt. In der Gegenrichtung gilt Ähnliches. Auch hier verschlech- tert sich zweistündlich das Angebot, während die Reisezei- ten in der anderen Stunde etwas optimiert werden konnten. In der „schlechteren“ Stunde verlängert sich die Fahrtzeit um etwa 20 Minuten. Antwort                                                     Mit der Einführung des 10-Minuten-Taktes auf den wichtigs- des Staatsministeriums für Wirtschaft, Verkehr und          ten Außenästen der Münchner S-Bahn nach der Fertigstel- Technologie                                                 lung des sogenannten 520-Mio.-DM-Programms verändern vom 18.12.2002                                              sich die Zeitlagen der einzelnen Linien grundlegend. Dann werden die Fahrtzeiten der S-Bahn in Geltendorf wesentlich Mit dem Fahrplanwechsel zum 15.12.2002 führt der Frei-      besser mit der Ammerseebahn harmonieren. Die infrastruk- staat Bayern erhebliche qualitative Verbesserungen für die  turellen Voraussetzungen werden voraussichtlich Ende 2004 Fahrgäste auf den Strecken des Werdenfels-Taktes ein. Für   vorliegen.
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