Bayerischer Landtag 15. Wahlperiode Drucksache 15/6256 22.08.2006 Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Simone Tolle BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN vom 28.06.2006 Schulpsychologische Förderung für Kinder mit besonde- ren Bedürfnissen Seit 1999 gibt es einen Nachteilsausgleich für Legasthenie bw. Lese-Rechtschreib-Schwäche. Vor diesem Hintergrund frage ich die Staatsregierung: 1. Wie viele Schüler/-innen erhielten seit 1999 (jährlich) ei- nen Nachteilsausgleich für Legasthenie bzw. Lese- Rechtschreib-Schwäche? 2. Wie viele Stunden spezieller Lese-Rechtschreib-Förde- rung wurden seit 1999 (jährlich) durch Schulpsycholo- gen/Schulpsychologinnen an welchen Schularten gege- ben? Antwort des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 02.08.2006 Zu 1.: In der Antwort auf die schriftliche Anfrage der Frau Abge- ordneten Christa Naaß im April 2004 (Drs.15/877) wurde festgestellt, dass konsistente und damit exakte Zahlen nur durch eine umfangreiche und langwierige Recherche erreicht werden könnten und die Zahlen, je weiter diese in der Ver- gangenheit liegen, immer mehr als Schätzwerte angesehen werden müssen, insbesondere da sich die Zuständigkeiten, die Anrechnungsstunden usw. über die Zeit verändert haben. Das Staatsministerium hat inzwischen die Erfassung der Da- ten über alle Schularten hinweg vereinheitlicht und digitali- siert. Die bislang eingegangenen und ausgewerteten 90% der Be- richte (451 Schulpsychologen) für das Schuljahr 2004/2005 geben folgende Tendenz wieder. Daten aus den 90% vorhandenen Tätigkeitsberichten für das Schuljahr 2004/2005 Beantragt Nachteilsausgleich Legasthenie 5.493 4.242 L-R-S 9.163 6.547 Zu 2.: Eine Erfassung der Stunden in Lese-Rechtschreib-Förderung erfolgt nicht.