Schulversuch an ausgewählten Hauptschulen

/ 1
PDF herunterladen
Bayerischer Landtag 15. Wahlperiode                                                                                                     Drucksache     15/7507 05.03.2007 Schriftliche Anfrage                                                          frühzeitig Informationen und Erfahrungen zur Berufsorien- tierung sammeln. Dabei kann der Schüler nach seinen Inte- der Abgeordneten Simone Tolle BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-                             ressen und Neigungen einen Profilbereich wählen. Die Pro- NEN                                                                           filbereiche bilden die drei wesentlichen Berufsfelder ab: vom 04.01.2007 •    Technik und Handwerk Schulversuch an ausgewählten Hauptschulen                                     •    Wirtschaft, Handel und Dienstleistung •    Gesundheit, Soziales und Hauswirtschaft Nachdem Kultusminister Schneider in der Main-Post vom 26. November 2006 angekündigt hat, dass „ab kommendem                         Die Wahl des jeweiligen Profilbereichs für die Jahrgangsstu- Herbst in einem dreijährigen Schulversuch ausgewählte                         fen 8 und 9 wird in Jahrgangsstufe 7 intensiv im Lernfeld Ar- Hauptschulen nach einem veränderten Lehrplan und mit ver-                     beit/Wirtschaft/Technik durch Betriebserkundungen, hand- änderter Methodik unterrichten“ frage ich die Staatsregie-                    lungsorientierten Unterricht, Einbeziehung von externen rung:                                                                         Fachkräften aus der Wirtschaft etc. vorbereitet. 1. Wie sieht das Konzept dieses dreijährigen Schulversu-                      In den Jahrgangsstufen 8 und 9 sind die drei Profilbereiche ches aus?                                                                 insbesondere gekennzeichnet durch stärkere Verzahnung von Theorie und Praxis, Ausweitung der Betriebspraktika 2. Wie sieht der Lehrplan des geplanten dreijährigen Schul-                   über das bisher übliche Maß hinaus, Einbeziehung externer versuches aus?                                                            Fachkräfte aus der Wirtschaft, Intensivierung der Kooperati- on mit den umliegenden Betrieben, engere Kooperation mit 3. An welchen Schulen wird dieser Modellversuch voraus-                       der Berufsschule und umfassende Unterstützung bei der Be- sichtlich durchgeführt?                                                   rufswahlorientierung. 4. Unter welchen Voraussetzungen und nach welchen Kri-                        Im Schuljahr 2007/08 werden ca. 10 Pilotschulen (die Fest- terien können sich die Schulen bewerben?                                  legung der einzelnen Schulen erfolgt demnächst) die Profil- bildung nach dem oben beschriebenen Modell umsetzen. Die Durchführung eines Schulversuchs gemäß Art 81 ff. Bay- EUG ist nicht vorgesehen. Zu 2.: Bei den einzelnen „Bausteinen“ der Profile handelt es sich nicht um neue Unterrichtsfächer mit entsprechend neuen In- halten, sondern um eine zielgerichtete Fokussierung der Schüler auf den Erwerb von Wissen, Können und Fertigkei- ten im jeweiligen Profilbereich. Die Inhalte beziehen sich auf bereits vorhandene Unterrichtsfächer. Es ist daher zunächst nicht notwendig, neue Lehrpläne zu konzipieren. Zu 3. und 4.: Die Schulen, die die Profilbildung bereits im Schuljahr 2007/08 umsetzen, werden demnächst vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus festgelegt. Ziel der Profilbildung ist es, die Berufsorientierung und den Pro- Antwort                                                                       zess der Berufsfindung zu optimieren. Inwieweit dies ge- lingt, hängt jedoch auch von den strukturellen Möglichkeiten des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus                              der jeweiligen Region ab. Es wird bei der Auswahl der Schu- vom 08.02.2007                                                                len darauf geachtet, dass diesbezüglich auf der Grundlage unterschiedlicher Rahmenbedingungen Erfahrungen gesam- Zu 1.:                                                                        melt werden können: strukturstarke-strukturschwache Räu- Ein Kernpunkt der derzeitigen Hauptschul-Initiative ist die                   me; unterschiedliche Voraussetzungen für Kooperations- Profilbildung der Hauptschulen. Ziel ist, dass die Schüler                    möglichkeiten mit externen Partnern etc. ______ Drucksachen, Plenarprotokolle sowie die Tagesordnungen der Vollversammlung und der Ausschüsse sind im Internet unter www.bayern.landtag.de - Parlamentspapiere abrufbar. Die aktuelle Sitzungsübersicht steht unter www.bayern.landtag.de - Aktuelles/Sitzungen/Tagesübersicht zur Verfügung.
1