Psychische Erkrankungen während des Corona-Lockdowns
BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG Drucksache 22/1234 22. Wahlperiode 04.09.20 Schriftliche Kleine Anfrage der Abgeordneten Thomas Reich und Olga Petersen (AfD) vom 28.08.20 und Antwort des Senats Betr.: Psychische Erkrankungen während des Corona-Lockdowns Einleitung für die Fragen: Die Bewältigung der Corona-Krise ist eine große Herausforderung. Dazu gehört auch auf ein Problem hinzuweisen, für das indirekt auch das Virus ver antwortlich ist: psychische Erkrankungen infolge des Lockdowns. Bedingt durch Einsamkeit oder wirtschaftliche Not hatten viele Menschen mit psychi schen Problemen – allen voran mit Depressionen – zu kämpfen. Diese Krank heit ist im Jahr verstärkt in Erscheinung getreten. Wir fragen den Senat: Frage 1: Wie hoch war die Zahl depressiv erkrankter Menschen in Hamburg innerhalb des letzten Jahres? (Bitte monatlich angeben vom August 2019 bis August 2020.) Frage 2: Welche Personengruppen (nach Alter gestaffelt) waren während des Lockdowns besonders von psychischen Erkrankungen betroffen? Antwort zu Fragen 1 und 2: Hierzu liegen der zuständigen Behörde keine Angaben vor. Frage 3: Wie viele niedergelassene Psychiater gibt es in Hamburg? Bitte auch die Entwicklung von 2015 bis heute angeben. Antwort zu Frage 3: Die Anzahl der Nervenärztinnen beziehungsweise Nervenärzte (einschließlich Psychi aterinnen beziehungsweise Psychiater und Ärztinnen beziehungsweise Ärzte mit dop pelter Facharztanerkennung für Neurologie und Psychiatrie) sowie der Kinder- und Jugendpsychiaterinnen beziehungsweise -psychiater jeweils zum 1. Januar des Jahres ist gemäß den Planungsblättern zur ambulanten Bedarfsplanung in Hamburg der fol genden Tabelle zu entnehmen. Tabelle 1 Nervenärztinnen bzw. Kinder- und Jugendpsychiaterin Jahr -ärzte nen bzw. -psychiater 2015 161,15 47,5 2016 162,0 49,5 2017 162,1 48,05 2018 163,35 48,45 2019 163,85 48,73 2020 165,1 47,18 Angaben: Planungsblätter der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH)
Drucksache 22/1234 Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 22. Wahlperiode Frage 4: Wie viele niedergelassene Psychotherapeuten gibt es in Hamburg? Bitte auch die Entwicklung von 2015 bis heute angeben. Antwort zu Frage 4: Die Anzahl der Psychotherapeuteninnen beziehungsweise -therapeuten jeweils zum 1. Januar des Jahres ist gemäß den Planungsblättern zur ambulanten Bedarfsplanung in Hamburg der folgenden Tabelle zu entnehmen. Tabelle 2 Anzahl Psychotherapeutinnen bzw. -therapeuten in Hamburg (ambulanter Bereich) 2015 983,75 2016 984,90 2017 983,55 2018 976,50 2019 973,63 2020 967,68 Quelle: Planungsblätter der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) Frage 5: Wie viele der niedergelassenen Psychiater in Hamburg akzeptieren Patienten der gesetzlichen Krankenkasse? Antwort zu Frage 5: Alle zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassenen Psychiaterinnen beziehungs weise Psychiater sind zur Behandlung der Versicherten gesetzlicher Krankenkassen verpflichtet. Frage 6: Wie viele der niedergelassenen Psychotherapeuten in Hamburg akzeptieren Patienten der gesetzlichen Krankenkasse? Antwort zu Frage 6: Alle zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassenen Psychotherapeutinnen bezie hungsweise -therapeuten sind zur Behandlung der Versicherten gesetzlicher Kranken kassen verpflichtet. Frage 7: Wie lang ist die Wartezeit für eine psychiatrische Behandlung bei den niedergelassenen Psychiatern, den niedergelassenen Psychothera peuten und auf eine stationäre Behandlung? Bitte die Entwicklung von 2015 bis heute angeben. Sieht der Senat Bedarf nach mehr Psychiatern und Psychotherapeu ten in Hamburg? Antwort zu Frage 7: Der Versorgungsgrad in der ambulanten Bedarfsplanung liegt in Hamburg für Nerven ärztinnen beziehungsweise -ärzte bei 130,2 Prozent und für Psychotherapeutinnen be ziehungsweise -therapeuten bei 161,2 Prozent (Stand 1. Januar 2020) und damit deut lich über den Werten, die für eine ausreichende Versorgung durch die für die Sicher stellung der vertragsärztlichen Versorgung zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung berechnet werden. Zu den Wartezeiten für eine ambulante psychiatrische Behandlung in Hamburg siehe Drs. 21/16437. Darüber hinaus liegen der zuständigen Behörde keine Erkenntnisse vor. Die Hamburger Plankrankenhäuser haben zu Wartezeiten auf eine stationäre psychiat rische Behandlung folgende Hinweise übermittelt: Altonaer Kinderkrankenhaus: In der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit Schwerpunkt Psychosomatik betrug die durch schnittliche Wartezeit aller in 2019 und bis März 2020 stationär aufgenommenen Pati enten 6,2 Wochen. Seit April 2020 liegt die Wartezeit bei vier bis sechs Wochen. 2
Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 22. Wahlperiode Drucksache 22/1234 Derzeit stehen 18 Patienten auf der Warteliste der Station, die aktuelle Wartezeit beträgt vier bis sechs Wochen. Dies ist begründet durch die Tatsache, dass vor dem Hinter grund der Corona-Pandemie Aufenthalte häufig von den Eltern aus Angst vor Infektio nen kurzfristig abgesagt und auf einen unbestimmten späteren Zeitpunkt verschoben werden. Nunmehr werden die freiwerdenden Termine mit Patientinnen und Patienten von der Warteliste belegt. Katholisches Kinderkrankenhaus Wilhelmstift: In der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie wird keine Statistik über die Wartezeit seit 2015 geführt. Entsprechend liegen keine belastbaren Daten vor. In den Zeiten der Corona-Pandemie wurden die Patientenzah len zeitweise um circa 20 bis 30 Prozent vollstationär, 100 Prozent teilstationär zurück gefahren. Die Elternarbeit war massiv eingeschränkt und dadurch sowie durch quaran tänebedingte Unterbrechungen wurden die Behandlungen zum Teil verzögert. Die War tezeiten sind daneben sehr vom Alter, Geschlecht und der Problematik abhängig. Unverändert werden akute Notfälle sofort oder innerhalb von zwei Wochen aufgenom men (circa 50 Prozent der Fälle). Bei wartelistenfähigen Patienten liegen die Wartezei ten im geschätzten Schnitt bei circa zwei bis drei Monaten, ggw. bei über drei Monaten. Es gibt aber auch Zeiten, wie in den Sommerferien, in denen Aufnahmen über die War teliste nicht möglich sind (Urlaub) oder die Aufnahme sehr schnell geschehen kann. Der Bettenausbau von 44 auf 54 Plätze (2018) und 61 Plätze (Oktober 2021) hat zur Ent spannung beigetragen beziehungsweise wird dies in Zukunft tun. Bethesda Krankenhaus Bergedorf: In der Akutpsychiatrie hat es keine Veränderungen in der Corona-Phase gegeben. Soweit Betten zur Verfügung stehen, werden diese unverzüglich belegt. In den Schwer punkten Abhängigkeitserkrankungen/Psychosomatik wurde zu Beginn der Corona- Pandemie zunächst beobachtet, dass geplante Patienten abgesagt und bereits statio näre Patienten das Haus verlassen haben. Mittlerweile gibt es für beide Stationen län gere Wartelisten, sodass sich hier die Wartezeiten bis zur stationären Aufnahme ver größert haben. Generell wurde bisher kein Patientenanstieg wegen psychiatrischer Problemlagen, die durch die Corona-Situation und Lockdown-Maßnahmen hervorgeru fen sein könnten, festgestellt. Asklepios Kliniken Hamburg mit psychiatrischen Versorgungsangeboten: Alle psychiatrischen Kliniken der Asklepios Kliniken sind grundsätzlich in der Lage, akut behandlungsbedürftige Patienten sofort aufzunehmen. Diese Situation hat sich in den vergangenen Jahren nicht verändert. Für spezielle Therapieangebote ohne sofortige Aufnahmenotwendigkeit kann es Wartezeiten von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen geben. Auch diese Situation ist seit Jahren unverändert. Schön Klinik Hamburg Eilbek: Die Entwicklung beziehungsweise Situation ist seit 2015 unverändert. Die Wartezeiten sind extrem heterogen. Sie liegen in Abhängigkeit der Belegung und Entlassungssitua tion zwischen zwei Tagen bis vier Wochen. Albertinen Krankenhaus: Die Wartezeit für eine elektive psychiatrische Behandlung wird nicht regelhaft erfasst. Patienten aus dem Einzugsgebiet des Krankenhauses (Sektor) müssen bei einer elek tiven Aufnahme nicht länger als 14 Tage auf die Aufnahme warten. Notfälle werden regelhaft ohne Wartezeit stationär aufgenommen. Aktuell gibt es eine hohe Nachfrage nach stationärer Behandlung. Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf: Die Entwicklung der Wartezeiten seit 2015 wird bisher nicht dokumentiert. Es wird geschätzt, dass diese Wartezeiten über die letzten fünf Jahre in etwa gleich geblieben sind. Die Wartezeit für eine stationäre psychiatrische Behandlung im Evangelischen Kran kenhaus Alsterdorf beträgt circa zwei bis 14 Tage, in der psychiatrischen Tagesklinik besteht eine Wartezeit von circa drei Monaten, in der psychiatrischen Institutsambulanz liegt die Wartezeit bei sechs bis zwölf Monaten. 3
Drucksache 22/1234 Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 22. Wahlperiode Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: Das UKE führt keine Statistik über die nachgefragten Wartezeiten, eine Beantwortung ist daher lediglich zur aktuellen Situation möglich – und auch dies lediglich als grobe Ad-hoc-Schätzung der Stationen der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psycho therapie sowie der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychothe rapie und -psychosomatik des UKE. Zudem differieren die Wartezeiten auch in Abhän gigkeit von den jeweiligen Störungsbildern. Die Wartezeiten auf eine elektive stationäre Behandlung in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie liegen derzeit zwischen circa ein bis zwei Wochen bis zu circa acht bis 16 Wochen. Stationäre Aufnahmen von Patienten mit akuten Aufnah meindikationen können in Abhängigkeit von der Dringlichkeit dagegen kurzfristig reali siert werden. Die Wartezeiten auf eine elektive stationäre Behandlung in der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik lie gen derzeit zwischen circa zwei bis vier Monaten bei Adoleszenten und bis zu sechs Monaten bei Kindern und Jugendlichen. Die Akutversorgung von Notfällen kann sehr kurzfristig erfolgen. Patienten mit schweren Störungen, die aber nicht mehr akutversor gungspflichtig sind, können während der Wartezeit im Rahmen der (begrenzten) Kapa zitäten überbrückend ambulante Betreuung erhalten. Sowohl in der Erwachsenenpsychiatrie als auch in besonderem Maße in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist im Vergleich zu 2015 nach Einschätzung der Kliniken eine vermehrte Inanspruchnahme sowie eine Verlängerung der Wartezeit zu beobachten. Frage 8: Welche Maßnahmen hat der Senat während des Lockdowns ergrif fen, um eine Ausweitung der psychischen Erkrankung in der Bevöl kerung einzudämmen? Antwort zu Frage 8: Es gab in den Wochen des Lockdowns und danach vielfältige Angebote zur psychoso zialen Gesundheit in Zeiten des Coronavirus. Siehe unter anderem https://www.ham burg.de/coronavirus/gesundheit/13810720/seelische-gesundheit/. Frage 9: Wie hoch war die Auslastung der Hamburger Krankenhäuser mit psy chiatrischen Behandlungszentren während des Lockdowns? Bitte jeweils quartalsweise angeben für die Jahre 2015 bis heute. Antwort zu Frage 9: Die Entwicklung der Auslastung ist differenziert nach den psychiatrischen Fachgebieten der Plankrankenhäuser der folgenden Tabelle zu entnehmen. Tabelle 3 Auslastung der Planbetten der psychiatrischen Fachgebiete der Hamburger Plankrankenhäuser in Prozent (Jahre 2015 bis 2020 nach Quartalen): Psychosomatische Kinder- und Jugend- Psychiatrie und 1) 2) Medizin und psychiatrie Psychotherapie 3) Psychotherapie 1. Quartal 2015 100,0 100,8 102,3 2. Quartal 2015 104,0 99,9 100,4 3. Quartal 2015 100,3 96,7 104,5 4. Quartal 2015 97,3 97,0 99,5 1. Quartal 2016 77,3 98,8 100,6 2. Quartal 2016 81,9 98,3 100,6 3. Quartal 2016 81,0 95,8 99,5 4. Quartal 2016 80,5 93,6 99,5 1. Quartal 2017 81,6 97,4 99,3 2. Quartal 2017 80,2 96,1 96,9 3. Quartal 2017 79,8 94,9 94,7 4. Quartal 2017 80,2 93,4 91,8 1. Quartal 2018 80,8 92,9 91,2 2. Quartal 2018 81,4 92,5 92,7 4
Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 22. Wahlperiode Drucksache 22/1234 Auslastung der Planbetten der psychiatrischen Fachgebiete der Hamburger Plankrankenhäuser in Prozent (Jahre 2015 bis 2020 nach Quartalen): Psychosomatische Kinder- und Jugend- Psychiatrie und 1) 2) Medizin und psychiatrie Psychotherapie 3) Psychotherapie 3. Quartal 2018 81,8 89,6 95,1 4. Quartal 2018 80,8 89,6 88,6 1. Quartal 2019 84,9 91,2 84,6 2. Quartal 2019 84,3 93,5 99,2 3. Quartal 2019 84,6 93,2 97,4 4. Quartal 2019 83,5 90,3 97,2 1. Quartal 2020 82,6 89,1 92,2 2. Quartal 2020 66,7 68,5 53,7 1) 2015: fünf Krankenhäuser, 2016 bis 2018: sechs Krankenhäuser, ab 2019: fünf Krankenhäuser 2) 2015 bis 2018: zwölf Krankenhäuser an 13 Standorten, ab 2019: neun Krankenhäu ser an zehn Standorten 3) 2015 bis 3/2019: zwei Krankenhäuser, ab 4/2019: vier Krankenhäuser Quelle: Berechnungen der Sozialbehörde aus den Angaben der Krankenhäuser gemäß § 15 HmbKHG. Veränderungen der rechnerischen Auslastung sind neben der Inanspruchnahme auch durch Kapazitätsanpassungen bedingt. Insbesondere bei unterjährigen Daten kann eine Erhöhung der Kapazitäten kurzfristig zu einem Rückgang der Auslastung führen. Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass es sich um unterjährige Angaben handelt, die von den abgestimmten Jahresmeldungen abweichen können und vorläufig sind. Frage 10: Wie viele Patienten mussten 2020 gegen ihren Willen stationär behandelt werden? Wie hat sich diese Zahl von 2015 bis heute ent wickelt? Antwort zu Frage 10: Auf Grundlage des HmbPsychKG in den Fachabteilungen für Psychiatrie und Psycho therapie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie der Hamburger Krankenhäuser stationär behandelte Patientinnen und Patienten (richterlich bestätigte Fälle 2015 bis 2020): Tabelle 4 Jahr Patientinnen und Patienten 2015 1.797 2016 1.903 2017 1.779 2018 2.393 2019 1.997 Bis 8.2020* 1.352 Quelle: Zentraler Zuführdienst Die Zahl der in den genannten Fachabteilungen auf Grundlage des BGB stationär behandelten Patientinnen und Patienten wird statistisch nicht erfasst. Eine Einzelaus wertung aller Patientenakten dieser Fachabteilungen ist in der für die Beantwortung Parlamentarischer Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit nicht möglich. Frage 11: Wie hat sich der Absatz von Psychopharmaka in Hamburg von 2015 bis heute entwickelt? Antwort zu Frage 11: Der zuständigen Behörde liegen hierzu keine Statistiken oder Informationen vor. 5
Drucksache 22/1234 Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 22. Wahlperiode Frage 12: Wie hat sich der illegale Verkauf verschreibungspflichtiger Psycho pharmaka in Hamburg entwickelt? Bitte gegebenenfalls die Anzahl entsprechender Ermittlungsverfahren für die Jahre 2015 bis heute angeben. Antwort zu Frage 12: Die Polizei erfasst Straftaten gemäß des Straftatenkatalogs der bundeseinheitlichen Richtlinien für die Erfassung und Verarbeitung der Daten in der Polizeilichen Kriminal statistik (PKS) mit Abschluss aller polizeilichen Ermittlungen durch die für die abschlie ßende Bearbeitung zuständige Dienststelle bei Abgabe eines Ermittlungsvorgangs an die Staatsanwaltschaft. In der PKS wird die Abgabe verschreibungspflichtiger Arznei mittel ohne Vorlage eines ärztlichen Rezeptes nach § 96 Arzneimittelgesetz (AMG) erfasst. Dieser Deliktsbereich wird in der PKS mit der Schlüsselzahl 716433 „Inverkehr bringen nicht zugelassener Arzneimittel, Illegaler Handel oder Abgabe von verschrei bungspflichtigen Arzneimitteln §§ 96 Ziffer Nr. 5; 95 (1) 4 AMG“ beziehungsweise 716470 „Straftaten nach dem AMG § 96 ohne die Ziffern Nummern 5, 15-18a und 20b“ erfasst. Eine gesonderte Erfassung im Sinne der Fragestellung zum illegalen Verkauf verschrei bungspflichtiger Psychopharmaka erfolgt nicht. Darüber hinaus werden Statistiken im Sinne der Fragestellung bei der Polizei nicht geführt. Zur Beantwortung wäre eine Durchsicht aller Hand- und Ermittlungsakten des erfragten Zeitraums bei den für die Sachbearbeitung zuständigen Dienststellen des Landeskriminalamts erforderlich. Die Auswertung von mehreren Zehntausend Akten ist in der für die Beantwortung Parlamentarischer Anfragen zur Verfügung stehenden Zeit nicht möglich. 6