Der 5. Schuljahrgang im Schuljahr 2007/2008
Niedersächsischer Landtag − 15. Wahlperiode Drucksache 15/4202 Kleine Anfrage mit Antwort Wortlaut der Kleinen Anfrage der Abgeordneten Ingrid Eckel, Claus Peter Poppe, Sigrid Rakow, Silva Seeler, Rudolf Robbert, Jacques Voigtländer, Walter Meinhold, Wolfgang Wulf (SPD), eingegangen am 05.07.2007 Der 5. Schuljahrgang im Schuljahr 2007/2008 Nach der Abschaffung der Orientierungsstufe ist zum vierten Mal ein Schülerjahrgang direkt von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen übergegangen. Wir fragen die Landesregierung: 1. Wie lauten - landesweit und auf Landkreisebene - die Übergangsempfehlungen der Grund- schulen? 2. Wie verteilen sich - landesweit und auf Landkreisebene - die Schülerinnen und Schüler im 5. Schuljahrgang auf die einzelnen Schulformen? 3. Wie hoch ist die durchschnittliche Klassenfrequenz im 5. Schuljahrgang der einzelnen Schul- formen? 4. Wie viele Schulen oder Schulzweige - absolut und prozentual - der einzelnen Schulformen werden im 5. Schuljahrgang einzügig geführt? 5. An wie vielen Schulen oder Schulzweigen - absolut und prozentual - der einzelnen Schulfor- men wird Unterricht im 5. Schuljahrgang jahrgangsübergreifend mit Schülerinnen und Schü- lern des 6. Schuljahrgangs erteilt? (An die Staatskanzlei übersandt am 11.07.2007 - II/721 - 749) Antwort der Landesregierung Niedersächsisches Kultusministerium Hannover, den 30.10.2007 - 01-01 420/5-II/721-749 - Die Veränderungen beim Übergang in den 5. Schuljahrgang liegen statistisch lediglich bei etwas über einem Prozentpunkt. Der bildungspolitisch etwa im Hinblick auf eine steigende Zahl von Hochschulzugangsberechtigten gewünschte Zuwachs bei der Auswahl der Gymnasien beträgt wie im Vorjahr 1,2 Prozentpunkte, sodass jetzt 44,0 % der Schülerinnen und Schüler dorthin überge- gangen sind. Die Zahl der Übergänge zur Realschule nimmt ebenfalls wie im Vorjahr um 0,5 Pro- zentpunkte auf 37,5 % zu. Die Hauptschulen nehmen 1,4 Prozentpunkte (13,2 %) weniger neue Schüler im 5. Jahrgang auf. Im Vorjahr betrug die Abnahmequote noch 1,9 Prozentpunkte. Im Übri- gen spiegelt sich hier die Veränderung der Schullaufbahnempfehlung der Grundschulen wider. Das Anwahlverhalten der Eltern bezogen auf die Schullaufbahnempfehlung ist vor diesem Hinter- grund in den letzten drei Jahren konstant geblieben. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler im 5. Schuljahrgang der Hauptschule liegt um 10 Prozentpunkte unter dem Anteil mit Hauptschulemp- fehlung. Bei den Gymnasien liegt der Anteil des Übergangs 4,5 Prozentpunkte über dem Anteil der Gymnasialempfohlenen. Bei der Realschule stimmen beide Werte weitgehend überein. Auf die IGS gehen knapp 5 % und auf die Freie Waldorfschule 0,6 % der Schülerinnen und Schüler des 1
Niedersächsischer Landtag – 15. Wahlperiode Drucksache 15/4202 5. Jahrgangs. Auf diese Schulformen gehen Schülerinnen und Schüler mit allen Empfehlungen über. Dies vorausgeschickt, beantworte ich namens der Landesregierung die Fragen im Einzelnen wie folgt: Zu 1: Die Schullaufbahnempfehlungen der Grundschulen am Ende des 4. Schuljahrgangs 2006/2007 er- gab nachstehende Verteilung auf die weiterführenden Schulformen: HS RS GY insgesamt Schüler 19 670 32 401 33 785 85 856 in % 22,9 37,7 39,4 100,0 Die Aufgliederung der Daten nach Landkreisen ist der Anlage 1 zu entnehmen. Zu 2: Im Schuljahr 2007/2008 verteilen sich die Schülerinnen und Schüler im 5. Schuljahrgang wie folgt auf die Schulformen: HS RS GY IGS FWS insgesamt Schüler 11 614 33 011 38 749 4 151 580 88 105 in % 13,2 37,5 44,0 4,7 0,6 100,0 Die Schulzweige der KGS sind bei den einzelnen Schulformen mitgezählt. Zu den Übergängern aus der Grundschule kommen noch die Wiederholer im 5. Schuljahrgang und sonstige Zugänge. Die Aufgliederung der Daten nach Landkreisen ist der Anlage 2 zu entnehmen. Zu 3: Die durchschnittliche Klassenfrequenz im 5. Schuljahrgang lag zu Beginn des Schuljahres 2007/2008 bei insgesamt 25,5 Schülerinnen und Schülern pro Klasse. Die Verteilung auf die Schul- formen zeigt diese Aufstellung: Schulform 5. Jahrgang HS 16,7 RS 25,8 GY 29,5 IGS 28,2 FWS 29,7 insg. 25,5 Die Schulzweige der KGS sind bei den einzelnen Schulformen mitgezählt. 2
Niedersächsischer Landtag – 15. Wahlperiode Drucksache 15/4202 Zu 4: Von den insgesamt 1 337 Schulgliederungen an öffentlichen Schulen und Schulen in freier Träger- schaft mit einem 5. Schuljahrgang sind 362 in diesem Schuljahrgang einzügig; das entspricht ei- nem Anteil von 27,2 %. Nach den Schulformen ergeben sich folgende Werte: darunter Schulform absolut in % fr. Träger KGS HS 296 58,7 7 15 RS 39 7,9 9 - GY 11 3,8 6 3 IGS 2 6,3 2 - FWS 15 83,3 15 - insg. 363 27,2 39 18 Die Schulzweige der KGS sind bei den einzelnen Schulformen mitgezählt. Zu 5: Ein jahrgangsübergreifender Unterricht mit Schülerinnen und Schülern der Schuljahrgänge 5 und 6 fand an 21 Schulzweigen statt. Schulform absolut in % dar. fr. Träger HS 14 2,8 - RS 4 0,8 2 FWS 1 5,6 1 insg. 19 1,4 3 In 8 Schulgliederungen wurden weitere Schuljahrgänge mit den Schuljahrgängen 5 und 6 kombi- niert. Hierbei handelt es sich um 3 Schulen auf Inseln mit 5 Schulgliederungen und 3 Haupt- und Realschulen mit Kombinationen im Hauptschulteil. In Vertretung Hartmut Saager 3
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Niedersächsischer Landtag – 15. Wahlperiode Drucksache 15/4202 Anlage 2 (Ausgegeben am 12.11.207) 5